Die besten Tweets zum Bachelor

Ich gebe es ja gerne zu: ich schaue gerne Trash-TV.

Ob Dschungelcamp, Topmodel, Bauer sucht Frau oder Bachelor – es kann gar nicht blöd genug sein, um abends auf der Couch nach einem anstrengenden Tag abzuschalten – und das nur im übertragenen Sinne. Wenn man diese Sendungen unter dem Label „Comedy“ einsortiert, geht’s eigentlich!

Der Bachelor hat allerdings von allen Trash-Formaten die Krone auf. Da kämpfen Frauen weltweit für Emanzipation, Gleichberechtigung und gegen das Hausfrauen-Image, und dann biedern sich 20 mediengeile Weibchen dem lispelnden, schielenden (!) Sunnyboy an und lassen sich Woche für Woche mit oder ohne Blümchen aussortieren. Ganz großes Kino! Aber es wäre nur halb so schön gewesen, wenn meine Twitter-Timeline das Zicken-Spektakel nicht kommentiert hätte: „Willft du diefe Rofe?“

Hier also die schönsten Tweets zum Bachelor:

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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Ein Rant: Horror-TV im DisneyChannel!

Donnerstag vor 1 Woche: ich habe von 19 bis 20.30 Uhr Ensembleprobe, die Kinder sind bei meiner Mama, Fiona darf fernsehen und beide Kinder werden anschließend bettfertig gemacht, während ich noch arbeite.

Das große Kind schaute an diesem Donnerstag also das Vorabendprogramm im Fernsehen, es lief DisneyChannel. Wo tagsüber normalerweise Phineas & Ferb, Garfield und Micky Maus Wunderhaus über den Bildschirm flimmern, kam an diesem Abend um halb 7 „Jessie“, eine Sitcom, beschrieben als „Kinder- und Jugendserie“. Fiona schaute alleine im Wohnzimmer, ich war nebenan in der Küche und trank noch einen Kaffee kurz vor der Probe. Nach etwa 20min kam sie weinend und völlig aufgelöst zu mir und stammelte etwas von Abigail und, dass sie so schreckliche Angst hätte. Die Tränen liefen nur so und sie zitterte am ganzen Körper. Ich versuchte erstmal, sie zu beruhigen, bis sie mir erklären konnte, was geschehen war.
In der Folge Jessie, die sie geguckt hat, ging es wohl um eine Halloweenparty. Ein Geistermädchen namens Abigail mit langen schwarzen Haaren vor dem Gesicht ist als Video auf einem Handy zu sehen. Alle Kinder, die das Video gesehen haben, sind kurz darauf verschwunden.
Erinnert das noch jemanden an den Horror-Schocker „The Ring“?!

Screenshot von http://www.dailymotion.com

Screenshot von http://www.dailymotion.com

Fiona war jedenfalls völlig verängstigt und ließ sich nur schwer beruhigen. Ich erklärte ihr, dass das alles nur erfunden sei und es weder Abigail im Speziellen noch Geister im Allgemeinen wirklich gäbe. Ich googelte die Folge und sagte ihr, dass am Ende rauskommt, dass sich die Kinder nur verkleidet haben, um Jessie einen Schrecken einzujagen. Wir sprachen ausführlich über Geister, Verkleidungen, Halloween, etc.
In der ersten Nacht konnte sie nicht alleine in ihrem Zimmer schlafen. Sie ging abends nicht mehr alleine auf die Toilette, weil es darin dunkel ist, bevor man Licht anschaltet. Wenn wir im Dunkeln nach Hause kommen, sucht sie draußen meine Hand (ich trage währenddessen schon Baby, Arbeitstasche, Schulmappe und Schlüssel) und sie geht auch abends nicht mehr alleine ins Wohnzimmer. Vor ein paar Tagen ist sie nachts aufgewacht und hat gebrüllt wie am Spieß, einfach so. Und wieder fiel der Name Abigail.

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In einer anderen Nacht wachte sie ebenfalls weinend auf und erzählte mir von ihrem Albtraum. Sie hatte geträumt, dass ich diesen Anruf auf dem Handy bekommen und das Video mit Abigail gesehen habe.

Sicher sollte die Sendung eine Parodie auf „The Ring“ sein, ich habe inzwischen Ausschnitte auf Youtube gesehen. Am Ende ist es ein verkleidetes Kind, was durch den Fernseher kommt und die Perücke abnimmt. Bis zum Ende hat Fiona es allerdings nicht gesehen. Sie stand ja schon vorher völlig neben sich. Ich kann verstehen, dass diese Szenen sie nachhaltig verängstigt haben. Unverantwortlich, zur Sandmann-Zeit so etwas auszustrahlen. Da guckt das Kind ein Mal abends TV und das haben wir nun davon…

Wie geht ihr damit um, wenn eure Kinder irrationale Ängste haben? Tipps, anyone?

Du Tarzan, ich Jane?

Juhu, es ist Herbst! Das heißt, endlich ist das Skurrilitätenkabinett deutscher Bauernhöfe wieder da! Zum mittlerweile 9. Mal gehen brünftige Bauern auf Brautschau und bieten damit beste Unterhaltung zur Prime Time am Montag Abend. Das Format möchte natürlich „ernst genommen“ werden und zwischen gemütlichen Strohballen und galoppierenden Pferden mit wehender Mähne dem Zuschauer romantische Lovestorys und handfeste Skandale bieten, wie sie RTL selbst nicht schöner erfinden könnte. Aber im Grunde ist es doch nur das Eine: Comedy! Wenn Inka Bause, die mit dem montierten Marienkäfer in der Fernsehzeitschrift nun wirklich auch noch den letzten Kitsch-Rahmen gesprengt hat, in ihrem sau-(haha)-teuren Wagen vorfährt und den Bauern mit Zahnpastalächen zwei Brieflein in die Hand drückt, muss ich meistens schon zum ersten Mal grinsen. Sie läuft mit einem Korb in der Hand wie Rotkäppchen über den Hof, wo Kühe im Hintergrund auf der Wiese grasen, der Bauer gerade fleißig arbeitet und regelrecht überrascht über ihre Ankunft scheint (wo das Kamerateam in seinem Rücken so plötzlich herkommt, weiß er auch nicht so genau). Anschließend setzt sich der Jungbauer mit Muddern und/oder Vaddern an einen rustikalen Tisch, liest ein paar Fetzen der Liebesbriefe vor, in denen über 30-jährige, erwachsene (!) Frauen Herzchen als i-Punkte gemalt haben, und sortiert die darin enthaltenen Fotos unter den kritischen Blicken der Schwiegermutter in spe in „wow“, „akzeptabel“ und „nicht so“. Laut lachen musste ich, als einer der Bauern einen langen Brief geöffnet hat, ihm das spontan zu viel Text zum Lesen gewesen ist und er den Brief „für später“ zur Seite gelegt hat. Vermutlich fährt man mit der unmissverständlichen „Du-Tarzan-Ich-Jane“-Botschaft noch am Besten, liebe Damen (aber Herzchen auf dem i nicht vergessen!). Von den 10 Bauern sucht eine Frau eine Frau und ein Mann einen Mann. Wenn sich jeder seine 2 Favoriten aus den Bildern ausgesucht hat, steht das große Kennenlernen und anschließend das legendäre Scheunenfest an. Die „Auserwählten“ treffen also erstmalig auf ihre Bauern und haben es sich zum Ziel gesetzt, im Kampf um den „tierlieben Thüringer“, den „herzlichen Hessen“, den „sensiblen Schweinebauern“ und den „munteren Münsterländer“ der Nebenbuhlerin möglichst diskret die Show zu stehlen. Wenn es sein muss, tun sie das übrigens nicht nur mit den naturgegebenen Waffen einer Frau, mehr oder weniger vorteilhaft komprimiert in Dirndl-Form, sondern auch mal mit selbstgebackenen Torten, die auf der Fahrt „ein wenig gelitten“ haben. Wenn Blicke töten könnten, würde wohl keine der Frauen den Weg bis in die Scheune schaffen. Da wurde in diesem Jahr gelästert und spekuliert, was das Zeug hielt: „Ach, du bist auch für Christian hier? Schön, dich kennenzulernen…“ – ich glaube, nicht nur mir ist nicht entgangen, dass da ein subtiles F***-You in ihren Blicken mitschwang…

http://www.rtl.de

Während im Zickenstall die Federn fliegen, schnippeln die Bauern noch ein wenig an ihren Brusthaaren rum, springen unter die Dusche (dazu huschte erstmalig ein nackter Bauernpo durchs Bild, Sex sells? Uäh) und schmeissen sich in Schale. Wenn dann alle Männer fein zurecht gemacht in der Scheune stehen, folgt der Einzug der Gladiatorinnen, fast in Zeitlupe und immer begleitet von unglaublicher pompöser Musik. Die Bauern werden wie in der Schule einzeln nach vorn gerufen, müssen sich dann an die Namen „ihrer“ Frauen erinnern, sie möglichst kollisionsfrei mit Wangenküsschen begrüßen und jeweils links und rechts untergehakt aus dem Scheunentor zum Sektempfang geleiten. Manchmal laufen sie dabei so unbeholfen, dass ich mich frage, ob sie wohl diese „Choreographie“ geübt haben und innerlich „links, zwo, drei, vier“ mitzählen… Jedes Dreier-Pärchen bekommt dann ein separates Zimmer, erste Funken sprühen und Fetzen fliegen, dümmlich-verlegenes Gelaber durchbricht die peinliche Stille und erste Sym- und Antipathien sind für den Zuschauer schon deutlich spürbar. Die (was ist los, RTL? Ist die Alliteration unterwegs verloren gegangen?) „patente Jungbäuerin“ Lena hat mit der Sensibilität eines Traktors ihrer favorisierten Bewerberin erstmal klargemacht, dass deren Chihuahua ein „Tussi-Hündchen“ für die Handtasche sei und die 2 Katzen der anderen auf ihrem Hof nichts verloren hätten. So geht flirten, gut gemacht! Schön ist auch, wenn die Bewerberinnen einzeln in Großaufnahme Full HD den Bildschirm fluten und dazu beispielsweise der „Baby Elephant Walk“ erklingt. Da stimmt die Bild-Ton-Beziehung, ich sag ja: Comedy vom Feinsten.
Wenn sich später eine der Konkurrentinnen erfolgreich durchgesetzt hat, verlässt die jeweils andere erhobenes Hauptes mit Nase gen Himmel den Raum, von Küsschen-Küsschen keine Spur mehr. Manchmal wünscht sie den „Turteltauben“ noch eine schöne Zeit und viel Spaß auf der Hofwoche oder ähnlich hohle Phrasen, aber das dürfte in etwa so ernst gemeint sein, als wenn einem der Sensenmann auf’s Niesen „Gesundheit!“ erwidert.
Beim Scheunenfest lassen die frisch zusammengeführten Paare die Korken knallen, bewegen sich mehr oder minder rhythmisch zu DSDS-Schlagerprinzessins brennendem Herzen und testen oral erste Körperflüssigkeiten auf chemisch-biologische Verträglichkeit. Bah.
Zur Hofwoche reisen die Damen dann mit Sack und Pack an und lernen den Rest des Bauers kennen, ich meinte jetzt allerdings nicht das, was ihr denkt, sondern in erster Linie Haus, Hof und Herde. Bei so manch jungfräulichem Bauernschuppen klappt der Dame nicht selten mal eine Kinnlade runter, was sie mit einem schüchternen „Äh, ja, schön hast du’s hier…“ erfolglos zu kaschieren versucht. Genauso verbergen möchte die manikürte Beautyqueen ihren Würgereiz beim ersten Gang in den Schweinestall oder ihr Entsetzen darüber, dass die flauschigen Küken, die sie liebevoll Schnuffi, Hansi und Annegret genannt hat, irgendwann auf ihrem Teller liegen werden. Herrlich, ich amüsiere mich gut montags abends! In Ermangelung an Alternativen ersetzt Zahnpasta-Inka mit ihrer Kuppelsendung gut und gerne TVtotal, die heute-show und andere satirische TV-Formate.
Schaltet ruhig mal rein, es lohnt sich ^^

Streifzug durch die TV-Landschaft

Es ist mal wieder Zeit, den deutschen Trash-TV ein bisschen näher zu beleuchten, nachdem der australische Voyeuristen-Dschungel und der Mittlerweile-wieder-Single Bachelor (haha!) inzwischen Geschichte sind.
Montag Abend hangeln wir uns von Jauchs Millionär über den Restauranttester bis zu Stefan Raab und schlafen dabei ein. Am Dienstag graben Knochenjäger, verrückte Spinner und andere Ermittler für meinen Geschmack etwas zu tief und zu amerikanisch in verwesten Leichen herum, deswegen begnügen wir uns da mit alten Simpsons-Folgen oder anderem Allgemeinbildenden, bis Akten-Ulrich mit versteckter Kamera mal wieder Fäkalkeime auf dem Salat am Urlaubsbuffet findet und wir kurze Zeit später zu Raab umschalten.
Mittwochs läuft gerade die Doku „7 Tage Sex“, die letzte Woche allerdings wegen eines Inzestpaares von Schuldnerberater Peter Zwegat durchaus würdig vertreten worden ist, und danach Stern TV mit Strahlemann Hallaschka. Nach einer Stunde wird umgeschaltet und bei Raab eingeschlafen. Am Donnerstag kommt nichts. Das Nichts ist knappe Eins-Achtzig groß, hat vorzugsweise BH-Größe 75B, große Augen, volle Lippen und trägt seine langen Beine mal mehr und mal weniger elegant durch diverse „Challenges“. Im letzteren Falle wird das mit einem vorzeitigen Game Over quittiert: „Ich habe heute leider kein Foto für dich.“. Ooohh, Krokodilstränen, die mehr wiegen als das Model selbst. Es kann kein Zufall sein, dass sich Klum auf dumm reimt… Nach red, dem Starmagazin, in dem man sich das Best-Of des Laufstegzirkusses noch mal reinziehen kann, kommt endlich Raab. Bis der dann letztendlich anfängt, schlafen wir meist ^^ Freitag laufen irgendwelche sinnfreien Unterhaltungsshows, in denen sich eine Handvoll Promis entweder zum Löffel macht oder bei Oli Geißen auf der Couch sitzend alte Kinderfotos zeigt. Die heute-Show mit Oliver Welke ist definitiv ein Wochenhighlight: eine bissige Comedysendung, die im Stile einer seriösen Nachrichtenshow daherkommt. Großes Kino!
Eine Polit-Satire vom Feinsten lief übrigens erstaunlicherweise so mitten in der Woche gestern auf dem Sender mit dem bunten Ball: „Der Minister“.
Weil ich mich schon auf einen Simpsons-oder-Doctor-House-Dienstag eingestellt hatte, war ich umso überraschter von der Prime-Time-Vorankündigung, bei der ich tatsächlich zwei Mal hingucken musste, ob da wirklich die Merkel dem von und zu Guttenberg die Hand schüttelt.

Quelle: www.toonpool.com

Namensähnlichkeiten von Franz-Ferdinand zu Donnersberg, Kanzlerin Murkel und Vizekanzler Wellerweste mit lebenden Politikern sind natürlich rein zufällig und nicht beabsichtigt, haben mir aber doch so manches Mal einen Lacher entlockt. Genau wie das Segelschulschiff der Deutschen Marine, vom eher unbedarften Freiherr von und zu Donnersberg in seinem Amt als Verteidigungsminister als „Forch Gock“ bezeichnet. Hahaha. Gespielt wurde er absolut überzeugend in Mimik, Gestik und Erscheinung von Kai Schumann. Alle übertroffen hat für mich allerdings die DDR-Schauspielerin Katharina Thalbach in ihrer Rolle als Angela Murkel. Die spielte ihren Part so kanzlerisch mit zum V gefalteten Händen, hängenden Mundwinkeln und einem Königreich voller Jackets, dass man beim Gucken regelrecht vergessen hat, dass das nicht Frau Merkel ist, die sich selbst darstellt. „Es gibt Dinge, von denen die Menschen nicht wissen wollen, wie sie gemacht sind: Gesetze, Krieg und Wurst…“ Das wäre doch mal ein Statement für die nächste Bundestagswahl! Hut ab, Sat1. Mehr davon! Ich spreche euch mein vollstes Vertrauen aus 🙂

Quelle: www.fuchskind.de

Falls sich die nächste Komödie um Frau Murkels Busenfreundin und Ex-Bildungsministerin „Annette Schovan“ drehen sollte, ich hätte da einen Titelvorschlag: „Der #Aufschrei: NEIN zum Schovinismus“ oder „Wissen heißt, wissen wo’s steht“ mit dem Untertitel „Copy & Paste“. Da fällt dann bestimmt auch noch für den Freiherrn eine Nebenrolle ab 😉

Trotteliger Texter

Ich glaube, mit der Prinzessin können wir uns spätestens in ein paar Jahren warm anziehen…
Gestern:
wir aßen beide Wurstscheibchen von einem Brett, von der Hand in den Mund, sozusagen.
Plötzlich guckte sie mich wütend an und sagte allen Ernstes:
„Nich! Nonos Lalami! Buck aus, Mama! Da, in Teller! Nono böse! Buck aus!!“
Vor Lachtränen konnte ich weder Kind noch Lalami erkennen. Nono böse! Woher hat sie das?!

Schön ist, wenn ihr etwas runterfällt. Also die reine Tatsache ist natürlich eigentlich je weicher, desto unschöner (nicht schlimm: beschalter Apfel, hartes Spielzeug, geschlossener Fruchtzwerg. Bisschen schlimm: angefangene Banane, gefüllter Trinkbecher, offener Fruchtzwerg. Sehr schlimm: volles Töpfchen und alles, was viel Geld kostet), aber was sie sagt, ist süß. Es heißt im Non’schen nämlich nicht ge- sondern ver-fallen, z.B.: „Oh, Mama, Appelsine verfallen!“
Und ich hab sie – die Apfelsine, nicht Nono! – gedreht und gewendet und konnte beim besten Willen kein aufgedrucktes Datum finden ^^

Ich habe das Nono-Kind letztens gefragt, ob Mama noch einen anderen Namen hat.
Erst sagte sie ganz entrüstet: „Nein!“ und auf mehrmaliges Nachfragen entschied sie sich für: „Mutter“.
Mama Mutter Müller, angenehm!

Ich habe ja hier im Blog schon mal darüber berichtet, wie sie oft mit „Pomme deich!“ (Komme gleich) antwortet, wenn ich sie rufe. Seit gestern gibt es etwas Neues:
„Pomme nell!“ und „Ich pomme nich.“
Na toll!

Registrierkasse („Tasse“) und gefüllter Lebensmitteleimer sind momentan die liebsten Spielsachen. Ihre Kasse hat einen Knopf, auf dem „MIC“ steht und eine Art Stiel, der aus dem Spielzeug herausragt, an dessen Spitze das kleine Mikrofon versteckt ist. An ihrem Geburtstag standen mehrere Erwachsene kurzzeitig vor dem Problem, dass das Mikro nicht funktioniert, weil sie nicht gesehen hatten, dass man dazu den Knopf drücken muss. Nona weiß jetzt ganz genau bescheid und so hörte ich heute Morgen aus dem Kinderzimmer rauschig und schwammig, wie aus den richtigen Supermarkt-Lautsprechern: „Nono bitte Tasse“.

Ihre Süßigkeiten unterscheidet sie mittlerweile nach „Lade“, „Bummibärchen“, „u-i“ (Kinder Pingui), „Wuchtzwerg“ und „Bonbon“, immer in Zusammenhang mit „Nono“ und „haben“, übrigens. Gestern gab es Erdbeeren. Ich weiß, keine Saison mehr, aber wenn die einen so rotbäckig anlachen im Laden kann ich nicht anders….Ich freute und wunderte mich zugleich über den geringen Preis und stellte an der Kasse fest, dass es nur eine 250g-Schale war…tadaa! Jedenfalls sagte Nona, als ich beim Erdbeeren-Abwaschen war: „Nono Bärchen haben!“. Jetzt gibt es also nicht mehr nur Gummibären und Glücksbärchis, sondern auch die Erd-Bärchen. Süß.

Habt ihr am Montag „Bauer sucht Frau“ gesehen? Wenn man das guckt, kann man sich das Comedyprogramm klemmen.
Wer sind schon Mario Barth, Cindy aus Marzahn und Kaya Yanar gegen den liebevollen Lausitzer Dirk und den sanften Schweinebauern Friedrich? Friedrich ist übrigens nicht nur sanft, sondern vor allem fit, schließlich joggt er jeden Tag 300m. Top!
Mal ganz ehrlich – was ist denn das für eine Freakshow diesmal?
Der einzig gutaussehende ist der Schwule. Und der Rest? Alles Schauspieler? Es fällt mir manchmal schwer zu glauben, dass das tatsächlich alles so sein soll. Aber auch manche der Frauen: dumm, respektlos, forsch und frech – aber er kickt die nette Berlinerin raus und nimmt die andere Olle erstmal mit auf seinen Hof. Naja, versteh das, wer will. Ich habe jedenfalls am Montag Abend mitgetippt. Derjenige, der für Inka Bause die Moderationen schreibt, gehört in den Schweinestall gekettet. Vielleicht überlegt er sich dann dort nochmal seine Formulierungen: der muntere Milchbauer, der fröhliche Friese, der liebevolle Lausitzer, der sanfte Schweinbauer und der (Achtung, die „Alliteration“ zählt nicht zu seinen Besten) fleißige Pferdebauer. Ein ziemlich kräftiger Bauer aus dem Schwabendländle sagte übrigens sehr passend: „Ohne Mampf kein Kampf.“ Was für ein Schlusswort, das muss ich mir merken. Toll ist auch, dass die Frauen in der Sendung manchmal in einem Satz vorgestellt werden à la: „die blonde Gisela und die Sozialpädagogin Monika“. Als wären „blond“ und „Sozialpädagogin“ aus der gleichen Kategorie der Eigenschaften. Hat beim Thema „Charakterisierung“ in der Schule nicht aufgepasst, der Gute. Aber bei Alliterationen war er da. Immerhin!

Im Kindergarten wollten sie mir heute die Klanghölzer als „Stöcke“, „Klingeln“ und „Holz“ verkaufen. Als ich den Tipp gab, dass der gesuchte Begriff mit „Kl“ anfängt, rief ein Kind: „Ach, jetzt weiß ich’s! Ein Klockholz.“
Wenn man nach der reinen Lautmalerei geht, wäre Klockholz sogar treffender, wie ich finde. Oder in Anlehnung an den RTL-Texter: das klockende Klangholz.
Hm, lassen wir das…
Als ich fragte, was Lucy und ihr Cousin denn letztes Mal auf dem Bauernhof erlebt haben, begriff ich nicht gleich den direkten Zusammenhang, als einer sagte:
„Ich glaube, er hat eingekackert.“
Mit er meinte er offensichtlich nicht Lucys Cousin. Das wüsste ich ^^ Ich entging dem Ganzen, in dem ich sagte: „Ach was, echt? Dann kümmert sich nachher eure Erzieherin darum…“ Bei aller Liebe…

Wir singen in der Früherziehung gerade „Es klappert die Mühle am rauschenden Bach“. Hand hoch, wer kennt’s?
Ah, ich seh schon. Gute Vorbildung habt ihr! Es ist erstaunlich (und erschreckend in erster Linie!), wie viele Kinder dieses bekannte Lied nicht kennen. Noch nie gehört. Warum nicht?! Vereinzelt hat’s mal jemand auf Kassette oder schon mal gesungen. Aber die Mehrheit guckt mich an wie ein Klockholz, wenn ich den Titel nenne. In einer 15-Mann-starken Gruppe mit überwiegend Kindern (ich drücke mich mal korrekt aus) ohne Migrationshintergrund (auch wenn die Vornamen das vermuten lassen könnten, Schulzmeierschmidt am Ende verrät sie!), kannte es einer: Tayo aus Afrika.
So gehe ich Freitag Abend also mit der Gewissheit ins Wochenende, dass ich +- 200 Kindern ein Stück deutsches Liedgut näher gebracht habe. Bei dem Spaß, den alle am gemeinsamen Singen haben, kann ich beim besten Willen nicht nachvollziehen, warum mit den Kindern so wenig gesungen/Musik gehört wird. Schade! Auch nicht getroffene Töne findet der (eigene) Nachwuchs toll. Hauptsache Mama/Papa hören!

Es ist schön, wenn das eigene Berufsbild vielseitig und abwechslungsreich ist. Davon können Musiklehrer (haahaa, 5€ in’s Phrasenschwein, ich weiß) ein Liedchen singen. In meinem Unterricht geht’s also nicht nur früh um den Bauernhof, sondern am Nachmittag auch um Instrumente, Noten, Theorie, Artikulation, Dynamik und um die lebenswichtige Frage, welche Stangen bei dem verflixten Notenständer nach oben und welche nach unten müssen. Vielleicht ist das Thema „Dynamik“ noch dem einen oder anderen aus dem Schulmusikunterricht bekannt. Wenn „forte“ in den Noten steht, spielt man laut. Bei „piano“ spielt man leise. (Kommt, einen darf ich noch: nein, „piano forte“ heißt nicht, „das Klavier ist weg“) Ein Schüler fragte mich gestern, was f und p heißen. Ich erklärte es ihm, woraufhin er seinen Mitschülern erläuterte, wie sie sich das merken können: p wie „psst“ und f wie „folle Kanne“.
Immerhin, ihr werdet’s bestimmt nie wieder vergessen 😉