Silvester für Kinder [Last-Minute-Idee]

Meistens läuft der Silvesterabend ja so ab:
die Erwachsenen versammeln sich um den Raclettegrill und essen für die nächsten Stunden so vor sich hin. Zwischendurch wird ein Mal Dinner for One geguckt, gestückelt natürlich, weil man auf jedem Sender erst einschaltet, wenn James schon stolpert.
Dann spielen die Erwachsenen Erwachsenenspiele und irgendwann geht man raus und knallt.
Und damit Fionas Silvesterabend, bis es tatsächlich Zeit für Feuerwerk ist, nicht langweilig vor dem Fernseher oder dem Tablet abläuft, während wir o.g. Dinge tun, habe ich auf der Suche nach Inspiration bei Pinterest eine tolle Idee gefunden. Fiona ist jetzt schon ganz hibbelig und kann kaum abwarten, bis die Party endlich losgeht. Ich bin mir sicher, die Überraschung wird ihr das Warten auf Mitternacht versüßen!

Das braucht man:

* Frühstückstüten
* Krimskram für die Tüten
* Uhren ausgedruckt (Freebie z.B. von hier)

Zu jeder vollen Stunde (bei uns ab 19 Uhr) darf sie die dazugehörige Überraschungstüte öffnen. Darin sind fast jedes Mal ein paar Wunderkerzen und ansonsten kleine Spiele, mit denen sie sich selber beschäftigen kann. Ganz begeistert bin ich von dem kleinen „Malen nach Zahlen“ mit den Delfinen, aber auch mit den Seifenblasen, dem Leuchtball und der Knete wird sie ihren Spaß haben. Besonders cool ist auch das Set, um sich ein „Silvesterperlenarmband“ selber zu machen. Und ein paar Knallfrösche, Goldbienchen und Knicklichter dürfen natürlich auch nicht fehlen. [Die Mitternachtstüte leuchtete schon gestern Abend fröhlich vor sich hin…zumindest 2 von 10 Stäben. Shit happens]

 

Findet ihr die Idee auch so cool wie ich??
Einen guten Rutsch und ein glückliches Jahr 2016 wünschen wir euch!
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Top 5 der witzigsten Weihnachtsspiele

Vielleicht habt ihr es mitbekommen, ich habe im Dezember fremdgebloggt bei zwei meiner liebsten Bloggerkolleginnen: bei Mama on the rocks über das Jahr 2016 und bei Nieselpriem über den ganz normalen Weihnachtsmarktwahnsinn. Heute folgt die dritte im Bunde, nämlich Tafjora, die mir im Rahmen ihrer „Bloggers Weihnacht“ ein paar Fragen gestellt hat. Traditionell öffnet sich bei ihrem Adventskalender auch auf dem jeweiligen Blog ein Türchen, hier ist meines:

Ihr kennt das bestimmt auch: 1. oder 2. Weihnachtsfeiertag, man sitzt mit den Lieben zusammen, ist voll bis unter’s Dach mit Ente, Rotkohl und Klößen und … bleibt sitzen und wartet auf das nächste Essen. Um das Ganze ein bisschen aufzulockern, habe ich ein paar weihnachtliche Spielideen für euch, und dabei haben nicht nur die Kinder Spaß!

1. Familienpantomime

Das brauchst du:
* kleine Zettel
* Stifte

Erinnert euch an lustige Begebenheiten in der Familie und schreibt sie verdeckt auf kleine Zettel, z.B., wie Oma vor einigen Jahren mal die Weihnachtsgans im Ofen vergessen hat oder dem Weihnachtsmann der Bart abgerissen ist. Die Ideen müssen auch nicht zwingend mit Weihnachten zu tun haben, bestimmt gab es über’s Jahr verteilt viele lustige Szenen, an die ihr euch erinnert. Wer dran ist, zieht einen Zettel, holt sich ggf. einen Mitspieler dazu und führt die Szene pantomimisch vor. Ein Heidenspaß, wetten?
Ihr könnt natürlich auch ganz normale Weihnachtspantomime spielen, hier ein paar Anregungen:

* Plätzchen backen
* einen Weihnachtsbaum fällen
* Geschenke einpacken
* Schneeballschlacht
* mit der Zunge eine Schneeflocke fangen (Unbedingt Fotos machen!)
* eine Schneeengel machen
* einen Schneemann bauen
* Weihnachtsbaum schmücken
Fiona, Weihnachten 2011
2. Pappteller-Partyspiel
Das brauchst du:
* Pappteller
* für jeden einen Stift
Ein wahnsinig witziges Spiel, von dem deine Familie noch lange sprechen wird! Wir haben es in abgewandelter Form auf der Einschulungsparty gespielt und es war ein voller Erfolg. Und so geht’s:
Sag den Gästen, sie sollen einen Pappteller auf ihren Kopf legen und den Stift in die Hand nehmen. Nun wird (blind) gemalt:
1. Zeichne eine Linie für den Fußboden
2. Zeichne einen Weihnachtsbaum mit Kugeln
3. Zeichne einen Stern auf die Spitze deines Baumes
4. Zeichne einen Kamin mit Feuer neben deinen Baum
5. Hänge einen Strumpf an den Kamin
6. Zeichne ein Geschenk unter den Baum
Jetzt darf sich jeder seinen Teller angucken (es wird Staunen und Gelächter geben) und dann werden Punkte vergeben und zusammengezählt.
2 Punkte, wenn der Baum den Boden berührt
2 Punkte, wenn der Strumpf den Kamin berührt
1 Punkt, wenn der Stern den Baum berührt
1 Punkt, wenn der Stern ÜBER dem Baum ist
1 Punkt für jede Weihnachtskugel, die sich am Baum befindet
1 Punkt, wenn der Kamin NICHT an den Baum rankommt (Brandgefahr!)
2 Punkte, wenn das Geschenk tatsächlich unter dem Baum liegt
 Wer die meisten Punkte erzielt, hat gewonnen!
3. Der gemalte Satz
Das brauchst du:
* Papier
*Stifte
Der erste Mitspieler schreibt oben auf das Blatt einen Satz. Das kann alles mögliche sein, z.B. „Der Weihnachtsmann ist mit seinem Rentier Rudolph unterwegs.“ Jetzt gibt er das Blatt an seinen rechten Nachbarn weiter. Der liest den Satz, faltet das Blatt so, dass die Schrift nicht mehr zu sehen ist, und zeichnet nun diesen Satz (in meinem Beispiel: Weihnachtsmann läuft mit Rentier an der Leine und leuchtender Nase). Der nächste Spieler faltet nun wieder die Zeichnung um und beschreibt sie mit einem Satz (Beispiel, je nach Zeichenkünsten natürlich: Ein Mann geht mit seinem Hund spazieren, dessen Nase blinkt) 
Das geht immer so weiter bis das Blatt voll ist. Zum Schluss wird der Ausgangssatz mit dem verglichen, was am Ende rausgekommen ist. Stille Post mal anders! Hier haben besonders Kinder großen Spaß (ggf. müsst ihr helfen und den Satz vorlesen bei den Kleineren).
4. Weihnachtsliedergeschichte
Das brauchst du:
* nichts
Dieses Spiel macht am meisten Spaß in einer großen Gruppe, ist aber auch in kleinem Kreis spielbar! 
Ich lese solche Geschichten auf unseren Konzerten vor und lasse das gesamte Publikum, in 4 Gruppen eingeteilt, mitmachen. Die sind dann immer so begeistert, dass sie die Geschichte gerne selber haben möchten. Hier sind die Spielregeln:
Gruppe 1 singt: Stille Nacht, heilige Nacht
Gruppe 2 singt: Leise rieselt der Schnee
Gruppe 3 singt: In der Weihnachtsbäckerei (klatsch klatsch)
Gruppe 4 singt: Oh Tannenbaum, oh Tannenbaum
Gruppe 5 singt: Kling Glöckchen klingelingeling
Die Mitspieler werden in 4 ungefähr gleich große Gruppen eingeteilt. Nun wird eine Geschichte vorgelesen, bei der der Spielleiter mitten beim Lesen eine bestimmte Anzahl Finger hochzeigt. Nun müssen die Gruppen reagieren und ihren Part beisteuern. Wird z.B. der Daumen hochgezeigt, singt Gruppe 1 „Stille Nacht, heilige Nacht“ (nicht weiter singen, nur den Anfang). Zeigt der Spielleiter 3 Finger, singt Gruppe 3 „In der Weihnachtsbäckerei (klatsch klatsch)“. Werden 5 Finger gezeigt, singen alle gemeinsam: „Kling Glöckchen, klingelingeling“. Nachdem jede Gruppe ein Mal geübt hat, geht es richtig los. Viel Spaß mit dem „Ganz normalen Berliner Weihnachtswahnsinn“!
Im schönen Prenzlauer Berg lebten die hübsche Mary-Chayenne und ihr Freund Joe-Maddox gemeinsam in einer angesagten Studenten-WG. Anfang Dezember erstrahlten die Häuser in einem nie dagewesenen Lichterglanz. Die Menschen stellten sich Rentiere aus bunten LEDs auf den Balkon, hingen sich kletternde Weihnachtsmänner an die Fassaden und überall lag der Geruch von Dinkelkeksen mit Zimt und Anis-Reiswaffeln in der Luft.

In einer [2] lagen Mary und Joe nebeneinander im Bett und tippten auf ihren Handys. Plötzlich sprang Joe auf und rief: [1] steht bei Wetter.com  für morgen! Es wurde also langsam Zeit, einen [4] zu kaufen und zu schmücken, bemerkte Mary. Hoch motiviert öffneten sie am nächsten Morgen das Fenster und tatsächlich: [1] und es hörte gar nicht mehr auf! Im Laufe des Tages verließ Mary und Joe die Lust, einen [4] in der Stadt zu kaufen und sie bestellten ihn stattdessen beim Onlineversand ihres Vertrauens. Amazon Prime sei Dank: schon am nächsten Tag stand der Postbote vor ihrem Haus: [5] hörten sie an der Tür und was brachte er? Natürlich ihren: [4]. Auch die Geschenke bestellten sie ausschließlich übers Internet und so kam es, dass sie ein Geräusch fast täglich an der Tür hörten: [5]. Sie bestellten die neusten iPhones, iPads, iPods und zwei Eidechsen für das Terrarium. Außerdem rief Mary heimlich [3] an und orderte die ayurvedischen Chai-Kekse, von denen Joe immer dachte, Mary hätte sie gebacken. Selber machen war aber nicht so ihr Ding, denn die Rezepte auf Chefkoch.de kamen teilweise mit abenteuerlichen Zutaten daher.  Kardamom und Koriander klangen für Mary eher wie das Zwillingspärchen aus der Nachbarschaft.

[5] – ach, der Postbote wieder? Und was brachte er heute? Mary hatte sie ganz vergessen: die  Kekse für ihren Liebsten, die extra [3]hergestellt und liebevoll verpackt worden waren!  Jetzt wurde es auch langsam Zeit, denn schon eine [2] später war es dann endlich soweit: das Fest der Liebe stand vor der Tür. Mary und Joe saßen bei veganen Plätzchen und einem koffeinfreien Latte Macchiato mit Sojamilch unter ihrem geschmückten [4] und freuten sich über den Blick aus dem Fenster, denn [1]. Später brach sie langsam über die WG herein, die [2], und das Einzige, was man hören konnte, kam dieses Mal ausnahmsweise nicht vom Postboten: [5].  
Frohe Weihnachten! 



5. Weihnachtsliederquiz
Das brauchst du:
* nichts
Wer von deiner Familie ist der Weihnachtsliederexperte? Das gilt es bei diesem Spiel herauszufinden! Der Spielleiter sagt einen deutschen Satz und alle müssen raten, auf welches bekannte Weihnachtslied diese Beschreibung passen könnte. Um es ein bisschen spannender zu gestalten, kann man die Familie in 2 Gruppen einteilen und gegeneinander spielen lassen. Welches Team zuerst richtig antwortet, bekommt einen Punkt!
1. Ein Tier ohne Freunde mit einer besonderen Aufgabe und einem farbigen Körperteil
2. Alles voller Mehl, das Ei auf dem Fußboden, die Kekse verbrannt
3. Kristallines H2O fällt lautlos auf stehende Gewässer
4. Eine jahreszeitenunabhängige Grünpflanze 
5. La celebration en Mexico y Espana
6. Jedes Jahr auf’s Neue der gute Vorsatz, das Herz nicht zu schnell zu verschenken
7. Ein Minderjähriger mit Rhythmusinstrument
8. Englische Grußworte mit Sprung in der Platte
9. Der Jüngling mit der blonden Mähne möge ruhig nächtigen
10. Der englische Traum vom jahreszeitentypischen Niederschlag
11. Gut gelaunter, beglückter Jahresausklang
12. Schwingende, hohle Metallkörper, kohlehydrathaltig anzuhören
13. Israelische Kindertagesstätte unter freiem Himmel
14. Am nächsten Werktag erscheint ein dicker Mann mit Sack
15. Teile des Alphabets und ein Vertreter der Gattung felidae mit Fußbedeckung
16. Alter Mann mit Bart und weißem Pferd klopft an
17. Eine Schlittenfahrt, begleitet von hellklingenden Orff-Instrumenten
18. Kühe, Schafe, Trompete, Pferd und Trommel bringt der Weihnachtsmann
19. Für Schwache, Starke, Reiche, Arme, Schwarze und Weiße: Fröhliche Weihnachten und ein Frohes Neues Jahr
20. Grußworte zum Jahresende und olfaktorische Genüsse im ganzen Haus
Lösungen:
1. Rudolph the rednosed reindeer
2. In der Weihnachtsbäckerei
3. Leise rieselt der Schnee
4. Oh Tannenbaum
5. Feliz Navidad
6. Last Christmas
7. Der kleine Trommler
8. We wish you a merry christmas
9. Stille Nacht
10. White Christmas
11. O du fröhliche
12. Süßer die Glocken nie klingen
13. Ihr Kinderlein kommet
14. Morgen kommt der Weihnachtsmann
15. ABC, die Katze lief im Schnee
16. Bald nun ist Weihnachtszeit
17. Jingle Bells
18. Eine Muh, eine Mäh, eine Täterätätä
19. Happy X-Mas
20. Fröhliche Weihnacht überall
P.S. Buy 5, get one free: 
Wer es gerne albern mag oder aber mit Kindern Weihnachten feiert (dann hat man keine Wahl!), hier noch ein kleines Extra Partyspiel für die Tonnen an Weihnachtsplätzchen, die ihr gebacken habt. 
Ihr habt 1 Minute Zeit und müsst es schaffen, einen Keks von eurer Stirn in euren Mund zu befördern OHNE die Hände zu benutzen. Ihr werdet Muskelkater haben vom Lachen, versprochen!

Unsere Einschulungsparty

Einladungskarten gebastelt

Fiona hatte schon „eine ganze Ewigkeit“ auf diesen Tag gewartet und nun war er endlich gekommen, ihre Einschulung! Einerseits freute ich mich ebenfalls riesig auf die Feier, andererseits heißt die Einschulung für Eltern ja auch, sich ein Stück weit von seinem „Baby“ zu verabschieden… Hach!
Bei uns ist der Schulanfang neben Jugendweihe, Abiball und Hochzeit eines der größten Feste im Leben eines jungen Menschen. Endlich Schulkind, hurra! Und weil ich außerdem so gerne Partys plane, beschäftigte ich mich schon lange vorher mit Deko, Spielen, Kuchen und graste regelmäßig systematisch Pinterest und Amazon nach Ideen ab. Fiona liebt systematische Übersichten und hat sich für die 3 Wochen vor dem großen Tag eine Tabelle bestellt, bei der sie jeden Tag eintragen kann, was sie vorhat, u.a. Currywurstmuseum, Geburtstage und Bahnfahrten. Damit wurde die Zeitspanne für sie ein bisschen greifbarer als nur: „Wie lange noch?“ – „3x Sendung mit der Maus“.

Ich für meinen Teil brauchte keine Tabelle, aber checkte seit t minus 10 Tagen stündlich die Wettervorhersage, die sich als wahrer Krimi präsentierte. In den Tagen vor besagtem Samstag wechselte das yahoo-Wetter täglich zwischen Sonne/Wolken und 90% Regen und Gewitter. Im Endeffekt war es vormittags zum Klassenfoto vor der Schule sehr schön, aber frisch, und nachmittags teilweise nass, was aber der guten Stimmung unter dem Partyzelt in unserem Garten keinen Abbruch getan hat!

Geschwisterplüsch kurz vor’m Losgehen ❤

Am Morgen von Tag X fuhren wir früh zu einer guten Freundin, Fionas Haare machen lassen. Mich lässt sie nicht oder nur selten flechten, aber an so einem wichtigen Tag möchte man ja wie eine Prinzessin aussehen. Wieder zu Hause angekommen, holten wir die Kleider aus dem Schrank, die schon so oft anprobiert und bestaunt worden sind in den vergangenen Monaten. Sie strahlte beim Anziehen über das ganze Gesicht und wäre am liebsten sofort losgelaufen zur Schule. Unsere Feierstunde in der Turnhalle der Grundschule begann um 11 Uhr. Als beide Kinder angezogen waren und Mama sich wasserfest geschminkt hatte, liefen wir mit leerer Mappe auf dem Rücken und schwerer Schultüte im Arm in Richtung Schule. Unterwegs bemerkte ich, dass ich zwar Notfallbabykekse, eine Flasche Wasser und meinen Hausschlüssel, aber keine Taschentücher eingepackt hatte. Anfängerfehler!

Als wir ankamen, war die Turnhalle bereits brechend voll. Fiona bekam von einer größeren Schülerin einen Blumenstrauß und das ausgemalte Schulmaskottchen am Stiel in die Hand gedrückt und wurde von der Hortnerin zu den Bänken begleitet, auf denen die anderen Schüler der Klasse 1b schon Platz genommen hatten: „Tschüss, mein Schatz. Viel Spaß! Ich hab dich lieb!“
Wir suchten uns währenddessen im hinteren Teil der Halle einen (Steh-)Platz und warteten, dass die Veranstaltung begann.
„Liebe Schülerinnen und Schüler der ersten Klassen, liebe Eltern, liebe Gäste….“. Mir rollten schon beinahe die Tränen, als ich den Anfang der Begrüßungsrede der Schulleiterin hörte, denn es waren die gleichen Worte aus dem gleichen Mund wie damals 1993, als die kleine Vivi mit ihrer Schulmappe vorne auf der Bank gesessen hat. Flashback!

Die älteren Schüler gestalteten ein schönes Programm vom kleinen Zwerg, der in die Schule geht, sangen „Alle Kinder lernen lesen“ mit Buchstabenschildern und spielten mit den Erstklässlern ein niedliches Theater mit deren Schulmaskottchen („Jetzt tanzt es auf eurer Hand“…“Jetzt winkt es dem Nachbarn“ usw.). Felicia war übrigens die ganze Zeit über wach, sagte aber keinen Ton, als ob sie gewusst hat, dass ihre große Schwester an diesem Tag die Hauptperson gewesen ist.
Dann kam der große Moment: die Kinder wurden klassenweise aufgerufen und nach vorn gebeten, bekamen ein Kuscheltier als Schlüsselanhänger geschenkt und stellten sich in Zweierreihen auf, um dann gemeinsam mit der Lehrerin ins Klassenzimmer zu gehen. Wie mein kleines großes Mädchen da so selbstbewusst nach vorn ging, als es seinen Namen gehört hat, und sich ganz selbstverständlich in die Mappenträger einreihte, musste ich doch kurz schlucken. Aber weinen war nicht drin, ich hatte ja die Taschentücher zu Hause vergessen 😉

Nach einer zumindest für mich sehr emotionalen Rede an die Eltern, in der es u.a. um Selbstbewusstsein, Vertrauen, Selbstständigkeit und Loslassen ging, wurden auch wir „entlassen“ und konnten zu den Schulgebäuden gehen, aus denen die Kinder wenige Minuten später mit ihrer Klassenlehrerin kamen und sich bei strahlendem Sonnenschein für ein allererstes Klassenfoto aufstellten. Ich machte gerade ein kurzes Video als alle auf Kommando „Ameisenscheiße“ riefen und herzhaft lachten, allerdings ist auf der Aufnahme auch zu hören, wie die Frau neben mir sehr penetrant zum wiederholten Male ihre sonnengeblendete „Coraaaa“ dazu aufforderte, die Hand runterzunehmen. Well…

Fiona mit meinem Papa

Kurz bevor wir für’s Mittagessen mit der Familie zum Italiener gefahren sind, bekam Fiona von Papa auf dem Schulhof noch ihre große Arielle-Zuckertüte überreicht, deren Inhalt natürlich nicht unausgepackt bis nach dem Essen warten konnte: Radiergummis in allen Formen und Farben, Süßigkeiten, Rechenschieber, ABC-Taschentücher, Buchstaben-Memo, Zahlenkarten, Namensetiketten, Meeresaufkleber, ABC-Zauberduell, flauschige Kramtasche, Anspitzer, Schutzengel, Armband, Tintenroller, Schere, Pinsel, Bleistifte, … und das Wichtigste:
Kalle, die (Kuschel-)Qualle!

 

Nach dem Italiener ging es nach Hause, wo die bunten ABC-Luftballons am Zaun schon verrieten, dass im Garten eine Party steigen würde. Die Papiertischdecken und Zuckertütengirlanden hatten wir am Vorabend schon angeklebt. Die hatten sich inzwischen teilweise selbstständig gemacht und mussten nochmal nachgeklebt werden, bevor die Gäste kamen. Während die Großen diverse Kuchen, Torten, Bowle und Getränke in den Garten brachten, räumte Fiona die zweite Schultüte aus, ebenfalls im Meeresdesign und nur unwesentlich kleiner als ihre große.
Auf den Tischen verteilte ich in der Zwischenzeit Schulaufkleber, kleine Glitzerbuchstaben und selber gemachte Teelichtbehälter a.k.a. recycelte Breigläschen mit Maskingtape und Schulkindaufkleber, die erst in den Abendstunden richtig gut zur Geltung kamen.
Die Kuchenproduktion hatten wir – meine beste Freundin, meine Mama und ich – unter uns dreien aufgeteilt und ich war am Vortag der Einschulung sehr sehr froh, dass ich mich „nur“ um Muffins (mit Oblaten und Lebensmittelstiften dekoriert) und einen Kuchen mit bunten Fondant-Buchstaben kümmern musste…
Und so sah es dann aus, unser Schulstart-Kuchenbuffet:

 
 
 

kleine Zuckertütenattrappen als Deko zum Aufhängen
 

Fiona war zu der Zeit schon voll im Zuckertütenwahn, insgesamt hat sie von den Gästen 8 (!) Stück
in allen möglichen Größen bekommen. Wie vermutet, stand die Party ganz im Zeichen der Quallen, ihrer Lieblingstiere. Quallenlampe, Quallenlexikon, Quallenstempel, Flaschenqualle und sogar eine selber gebastelte Schultüte mit Quallen dran!
Nach dem Kaffeetrinken fing es zu regnen an. Weil ich das nach dem Wettervorhersage-Krimi schon geahnt hatte, habe ich auch ein paar Regenspiele vorbereitet, z.B. ein Allgemeinwissens-Quiz, bei dem die Erwachsenen gegen die Kinder angetreten sind, das „Teekesselchenspiel“ ebenfalls in den Teams und das Spiel mit dem Teller auf dem Kopf. Und weil sowohl Erwachsene als auch Kinder dabei großen Spaß hatten (und bei der Durchführung sehr witzige Fotos entstanden sind), erzähle ich euch kurz davon.

SPIELIDEE:
Jeder Gast bekommt einen Pappteller, den er auf seinen Kopf legt, und einen Stift. Dann wird nach Ansage blind gezeichnet: eine Linie für den Boden, ein Schulkind, in dessen rechter Hand eine Schultüte, darin mindestens 3 Spielzeuge o.ä., in der linken Hand einen Teller und darauf ein Stück Kuchen. Natürlich habe ich die Anweisungen immer so gegeben, dass man nicht schummeln und mit durchgehender Linie zeichnen konnte. Beim Auswerten der interessanten Gemälde („Oh Gott! Bitte WAS habe ich da gemalt?!“) wurden Punkte verteilt: 1 Punkt, wenn das Kind den Boden berührt, 1 Punkt, wenn der Teller und die Schultüte in der Hand sind und jeweils 2 Punkte, wenn sich der Inhalt tatsächlich in der Zuckertüte und der Kuchen auf dem Teller befindet. Great fun!

Abends gab es angesichts der relativ frischen Temperaturen statt Gegrilltem heiße Soljanka und Gulaschsuppe und wir vergnügten uns auch im Dunkeln noch eine Weile mit dem Selbstauslöser an der Photo Booth Station. So ging ein unvergesslicher Tag mit vielen lieben Gästen und tollen Momenten zu Ende und Fiona fiel spät abends überglücklich und stolz ins Bett…

Und hier sind noch ein paar (nicht gesponsorte!) Links für euch, falls ihr eine Einschulungsparty plant und passendes Zubehör sucht:

Photobooth-Vorlagen (Buch)
Quizfragen für Kinder/Erwachsene
personalisierte Schulkind-Aufkleber und Türschild
Muffinaufleger-Malset mit Lebensmittelstiften
Alphabetausstecher, z.B. für Fondant
Schultüten-Girlande
Kalle, die Kuschelqualle (& exotic friends!)
Buchstaben-Konfetti 
Kerzenset Schulfang
Schulkind-Armband 
Einschulungs-Servietten

Last-Minute-Geschenktipp: Pralinen ohne Kalorien

Mal ehrlich: wer sich für die Adventszeit vorgenommen hat, auf Schokoladenweihnachtsmänner, Plätzchen, Lebkuchen, Spekulatius und all die anderen leckeren Dinge zu verzichten, der hat es in diesen Tagen ganz schön schwer. Und wer frei von Sünde ist, werfe die erste Marzipankartoffel ^^

Und gerade weil die Waage in der Weihnachtszeit eh immer schon ein bisschen übertreibt, könnte man ja auch mal etwas Süßes ganz ohne Kalorien zum Fest verschenken: „Chocolate Fix, das zuckersüße Logikspiel“ aus der Brain-Fitness-Edition von ThinkFun. Ich stelle hier ja sonst gerne Kinderspiele vor, aber heute geht es ausnahmsweise mal um ein Spiel für erwachsene Feinschmecker. „Chocolate Fix“ ist ein perfektes Gehirn-Workout für die Feiertage und mein Last-Minute-Geschenke-Tipp für die zu Beschenkenden, die sonst schon alles haben.

9 niedliche Pralinen in 3 unterschiedlichen Farben (Erdbeer, Schoko, Vanille) und Formen müssen bei diesem Spiel in die richtige Reihenfolge gebracht werden. Was im ersten Moment ganz einfach klingt, entpuppt sich bei näherem Hinsehen als z.T. ganz schön kniffelig und erfordert Einiges an logischem Denk- und Kombinationsvermögen! Der Schwierigkeitsgrad der insgesamt 80 Aufgaben reicht von den leichten „Beginner-Challenges“ über „Intermediate“ und „Advanced“ bis hin zu „Expert“. (Ich habe mich in meinem Selbstversuch ehrgeizig und lückenlos von Beginner bis zu Advanced hochgearbeitet. Expert…ähm…hebe ich mir noch ein bisschen auf 😉

Wie funktioniert das Spiel?

Zu jeder Aufgabe gibt es Hinweise in Form einer Abbildung, um die 9
Pralinen an ihre korrekte Position zu stellen (für jede Aufgabe gibt es auch nur eine Lösungsmöglichkeit). Es gibt genaue Anordnungshinweise, bei denen sofort klar ist, welche jeweilige Praline an welcher Stelle auf dem Spielbrett stehen muss (siehe Bild links), und Teilhinweise zur Anordnung, also in welcher „Beziehung“ zueinander gewisse Pralinen stehen sollen, ohne eine konkrete Position zu verraten (siehe Bild rechts). Außerdem existieren noch Farb- und Formhinweise, beispielsweise ein braunes Feld unten links. Das gibt zwar an, dass an dieser Stelle eine Schokopraline stehen soll, aber nicht, ob die dreieckige, die runde oder viereckige gemeint ist.

+++ Achtung, Warnhinweis +++

Mit diesem Spiel ist es wie mit echter Schokolade: das Aufhören fällt extrem schwer. Suchtfaktor ist enorm! Ich würde es am Ehesten mit Sudoku, dem beliebten Zahlenrätsel aus Japan, vergleichen, aber Chocolate Fix ist für mich noch besser, weil man die zu positionierenden Pralinen richtig in die Hand nehmen kann und einzelne Denkschritte besser „begreift“. Ich habe schon einige Abende auf der Couch mit den Pralinen zugebracht, an denen Günther Jauch, Steffen Hallaschka und Konsorten nur ganz entfernt zu mir durchgedrungen sind. Kann. Nicht. Zuhören. Muss. Denken.

Also wer selbst Spaß an Logikrätseln hat oder jemanden kennt, der lieber gehirnjoggt als auf dem Laufband im Fitnessstudio, dem kann ich „Chocolate Fix“ nur ans Herz bzw. unter den Baum legen. Ein sehr intelligentes Spiel in coolem Design, ein echter Hingucker!

Und was schenkt ihr denen, die eigentlich schon alles haben?

Die 10 besten Kinderspiele

Bei den Trilliarden Kinderspielen, die im Handel erhältlich sind, ist man meist schon allein vom
Anblick des Regals überfordert: bunt, laut, blinkend, kauf-mich. Ich bin mit dem Alter (hähä) ein großer Spielefan geworden und liebe intelligente und kreative Gesellschaftsspiele für Kinder. Damit unterwegs (Restaurant, Flugzeug, Kinderarzt, etc.) nicht immer Malbuch oder iPaddy herhalten müssen, gucke ich auch regelmäßig nach kleinen Reisespielen, die in die Handtasche passen. Die zehn besten Spiele aus unserer Sammlung möchte ich euch hier kurz vorstellen, vielleicht sucht ja der eine oder andere auch noch eine passende Kleinigkeit, die er dem Osterhasen flüstern kann… Here we go!

(schöner auf Englisch: „The Cheese Chase“)

Ich stehe total auf diese kleinen süßen Blechdosen. In dieser haben sich 4 kleine Holzmäuse, 2 Stücken Käse und ein Würfel versteckt. Das Spielprinzip ist denkbar einfach, ideal umzusetzen auf einem Tisch: 2 Mitspieler erhalten jeweils die beiden Mäuse einer Farbe, stellen sie hintereinander auf und versuchen durch Würfeln den Käse am anderen Ende des Tisches als Erster zu erreichen. Die Würfelaugen geben an, wie oft die eigene hintere Maus über die vordere springen darf. Schnell aus- und auch wieder eingepackt, wenn der Käse das Essen kommt. Kostet um die 8€. Altersempfehlung liegt bei 4+, ich würde sagen, das geht schon deutlich früher!

Platz 9: Wer bin ich?


Noch so ein niedliches Dosenspiel: „Wer bin ich?“ von HABA. Früher hat man das mit kleinen Post-Its auf der Stirn gespielt, auf denen stand, wer oder was man ist. Der „Beklebte“ musste dann mit Ja-oder-Nein-Fragen genau das herausfinden. Das Dosenspiel ist im Grunde nichts anderes, außer dass Gegenstände, Tiere, Personen etc. als Bild auf Karten abgebildet sind, die man sich mit einem Magneten an ein Stirnband pinnt. Das Spiel wird bei uns erst der Osterhase mitbringen, deswegen kann ich noch nicht so viel dazu sagen, außer dass der Magnet die Karte nicht besonders gut hält und man deswegen viel zu oft versehentlich auf dem Schoß liegen hat, wen man eigentlich erraten soll. Mitgeliefert werden natürlich mit den Karten viele Ideen, wer oder was man sein könnte (z.B. Spiegelei ^^) und die eigentliche Spielidee ist trotzdem ein Evergreen der Ratespiele. Preislich mit ca. 12€ ein bisschen teuer für den Inhalt. Altersempfehlung 5+, aber auch das kann man locker mit 3 oder 4 Jahren spielen, wenn die Kinder das Frageprinzip verstanden haben.
Platz 8: Kakerlakak
Okay, zugegeben: das, was da in dem Riesenkarton daherkommt, ist alles andere als ein Reisespiel. Aber die batteriebetriebene Kakerlake, die über das Spielfeld flitzt, während man an den Besteckteilen dreht, um sie ins eigene Haus zu locken, ist ein absolutes Highlight im Spieleschrank. Oft genug musste das Tierchen auch schon ohne Spielfeld durchs Kinderzimmer krabbeln, weil es so schön ist. Ich muss dazu sagen, mich macht dieses Spiel völlig kirre, weil die Kakerlake nach dem Anschalten brummt und ständig hin und her krabbelt, am Besteck rattert und dann doch wieder in die andere Richtung rennt. Man selber muss währenddessen würfeln und je nach Symbol (Messer, Gabel, Löffel) eines dieser Besteckteile um 90° drehen, um der Kakerlake den Weg frei zu machen. Zu lange überlegen darf man dabei nicht und hat dann aus Versehen schon mal den Weg zum Haus eines anderen Mitspielers bereitet, wenn man im logischen Denken nicht ganz so schnell hinterherkommt, wie das Tier brummt und krabbelt *räusper*, Stress pur! Fiona liebt es, vielleicht gerade deshalb. Wer also schnelle Reaktionen und gute Nerven hat, wird mit der Kakerlake viel Spaß haben! Kostenpunkt liegt momentan bei etwa 23€, Altersempfehlung 5+. Ich sage, mit 4 Jahren hat man schon großen Spaß daran. Für 2 – 4 Mitspieler, von Ravensburger.
Die Reiseversion von Diego haben wir von Herrn Bohnes Frauchen Sina geschenkt bekommen. Der Vulkanwettkampf hat uns schon viele lustige Stunden Wartezeit beschert! Die Schachtel funktioniert als Spielfeld, auf dem an den vier Ecken vier verschiedenfarbige Murmeln in ihre Vertiefungen gelegt werden. Jeder Spieler besitzt 4 Drachenkarten in rot, blau, gelb und grün. Wer an der Reihe ist, legt verdeckt eine Drachenkarte in die Mitte, nimmt die Schachtel vorsichtig zur Hand und versucht nun durch Kippen und Drehen, seine ausgewählte Murmel in den Vulkankrater in der Mitte zu befördern. Oft rollen die Kugeln los wie sie wollen und es landet eine ganz andere im Krater als man wollte. Die Mitspieler müssen anschließend raten, auf welche Farbe man es abgesehen hatte. Wer richtig getippt hat, bekommt einen Punkt und wenn man selbst wirklich die Kugel versenkt hat, die man zuvor ausgewählt hat, erhält man ebenfalls einen. Ein lustiges und kurzweiliges Geschicklichkeitsspiel für unterwegs von HABA, ab 5 Jahren – auch hier definitiv schon mit 4 Jahren spielbar. Für 5€ ein echter Preishit, schon allein der bunten Murmeln wegen!
Der HABA-Klassiker schlechthin! Der Obstgarten darf in einer seiner unzähligen Versionen in keinem Kinderzimmer fehlen. Wunderschönes großes und griffiges Holzobst muss mit Hilfe eines Farbwürfels von den Bäumen gepflückt werden, bevor der Rabe im Garten angekommen ist. War unser allererstes Spiel und wird noch heute, mit 4 Jahren, heiß geliebt. Das Tolle ist das Spieleprinzip für kleine Kinder: nicht jeder gegen jeden, sondern alle gegen den Raben. Hier stimmt die Altersempfehlung mit 2+, später kann man den Schwierigkeitsgrad erhöhen, in dem man beispielsweise die Farben oder das Obst auf Englisch benennt vor dem „Pflücken“. Wegräumen darf ich dieses tolle Spiel wohl noch lange nicht, gibt es auch für Größere und als Reisespiel. Ein Must-Have. Preis je nach Version zwischen 5 und 23€ (gibts auch aus der Dose!).

Platz 5: Karlo Karottenschreck

Das niedliche Hasenspiel hatte ich vor einer Weile hier schon mal ausführlich vorgestellt. Prinzip: Karotten aus dem Bau ziehen und Hasen fangen, wenn er springt. Dazwischen: aussetzen, Karotten sammeln, Karotten abgeben und den Sprung verpassen. Lustig und ein All-Time-Favourite! Kostenpunkt ca. 20€, ab 4 Jahren.

Platz 4: Kuh & Co.

Das perfekte Mitbringspiel und idealer Joker für Wartezeiten, mit wenig Zubehör und kinderleichten Regeln. Auf den Karten sind jeweils 2 – 5 Tiersymbole abgebildet, die man in 3 Versuchen erwürfeln soll. Wer das schafft, bekommt die Karte. Hat man in 3 Versuchen aber nicht alle der geforderten Tiere gewürfelt, darf der nächste Spieler mit den restlichen Würfeln weiterspielen und das Set vervollständigen. Die Tiere sind liebevoll und charmant gezeichnet und in den witzigsten Situationen dargestellt. Kuh & Co. kostet um die 5€ und ist jeden Cent wert. Altersempfehlung 4+.

„Wollen wir Kissenschlacht spielen?“ hat bei unserem Besuch schon das eine oder andere Mal für fragende Blicke gesorgt. Das Bettzeug kann bleiben, wo es ist, denn hier tanzen Mäuse, Bären, Schweine und Hasen auf dem Tisch. Die Schachtel wird mit 4 Pfosten zum Bett umgebaut, jeder Spieler (2-4) bekommt ein Sprungbrett, Kissen und Figuren einer Farbe und dann kann die Pyjamaparty losgehen! Wer es schafft, eines seiner kleinen Kissen mit dem Finger auf dem Sprungbrett ins Bett zu schießen, darf eine der Figuren auf einem Bettpfosten platzieren, aber Achtung: mit einem gezielten Kissenwurf können auch Figuren „abgeschossen“ werden, die dann samt Kissen wieder auf Anfang müssen. Wer als Erster alle Kissen ins Bett befördert hat, hat gewonnen. Immer und immer wieder, bis jeder mal jedes Kuscheltier gespielt hat. Ich kann es euch nur ans Herz legen, das macht selbst Erwachsenen großen Spaß! Kostet ca. 17€, ab 4 Jahren.

Wer – wie wir – schon so gerne das Activity für „Große“ spielt, wird seine helle Freude an „My First Activity“ haben! Das Prinzip gleicht dem des normalen Spiels, ist aber stark vereinfacht. Es gibt keine Zeitbeschränkung (wenn man nicht selbst eine festlegt) und jeder darf entscheiden, ob er den gesuchten Begriff erklärt, zeichnet oder vorspielt. Die Wörter, alles Begriffe aus dem (kindlichen) Alltag, sind auf den Karten geschrieben und zusätzlich gemalt, so dass auch Kinder, die noch nicht lesen können, problemlos verstehen, was gemeint ist. Sowohl einfache Nomen wie Puppe, Kirche, Pommes, Apfelsaft, Gipsbein, Lehrer, als auch Adjektive bzw. Verben wie rund, nass, blau oder kitzeln, schwimmen und klettern stehen auf den Karten. Wir haben schon Tränen gelacht, wenn Fiona Begriffe als „Pantomine“ dargestellt hat und wir sie partout nicht erraten haben (wie z.B. die Uhr, bei der sie mit ausgestreckten Armen und Beinen hin- und herwackelte…“Seestern?! Windrad?! Betrunkener?!“). Ich hätte nicht gedacht, dass das Spiel (wie in der Empfehlung) mit 4 Jahren schon so gut funktioniert! Beim Malen hält sie sich immer ziemlich genau an das Bild auf der Karte und in den meisten Fällen konnten wir das super erraten (auch wenn das Bügeleisen eher wie eine Handtasche aussah, aber der Stecker gab dann den entscheidenden Hinweis). Fiona spielt My first Activity unglaublich gerne und ich liebe es, ihr zuzuhören, wenn sie um die Ecke denkt und erklärt („Es ist jemand, der aus einem Hut ein Kaninchen machen kann…“). Einzig das Spielfeld, eine Art Puzzlestrecke mit bunten Pfotenabdrücken, ist nicht ganz ideal, finde ich. Der Spielplan benötigt zusammengebaut viel Platz und man rückt mit seinem Elefanten immer bis zur nächsten Pfote vor, die auf der Rückseite der Karte zu sehen ist (Pfotenfarbe und Schwierigkeitsgrad haben nichts miteinander zu tun). Schöner hätte ich hier ein Feld gefunden, auf dem die „Erklärart“ abgebildet ist, wie beim normalen Activity. Dem Spielespaß tut das aber keinen Abbruch! Für kleine Schauspieler, Zeichner und Erklärer das beste Spiel ever, kostet etwa 21€ und ist auch für große Gruppen geeignet (immer 2 Teams).

Platz 1: UNO Junior
Eines der günstigsten Spiele auf meiner Liste (ca. 7€) und ein absolut verdienter Platz 1: der Klassiker UNO in der Kinderversion. Unsere Pappschachtel ist schon total zerfetzt vom ständigen Gebrauch, ich habe es seit Wochen immer und überall dabei! Wer kennt es nicht: gleiche Farbe auf gleiche Farbe oder gleiche Zahl auf gleiche Zahl, bis man keine Karten mehr auf der Hand hat. Bei der Junior-Version sind zusätzlich zu den Zahlen noch lustige Tierköpfe abgebildet, damit auch jüngere Kinder mitspielen können, die die Zahlen noch nicht so gut kennen. Hier trainiert man spielerisch Zahlen, Farben, strategisches Denken und Reaktionsvermögen mit unglaublich viel Spaß!
Unser kleiner Spielefan ist schon ganz groß im Aussetzen verteilen oder im 2+ legen und sich diebisch darüber freuen, wenn der nächste ziehen muss. Am Anfang haben wir mit offen hingelegten Karten gespielt, um helfen zu können, aber das ist inzwischen schon lange nicht mehr nötig. Fiona hat das Prinzip schnell erfasst und ist strategisch schon sehr clever mit dabei, dass es auch richtig viel Spaß macht, UNO Junior in großer Runde zu spielen. Nur das Verlieren-Können müssen wir noch üben… „Mama, kannst du die Karten jetzt so mischen, dass ICH gewinne?!“ . Für kleinere Hände empfehle ich einen Kartenhalter dazu, der das Sortieren und Legen ungemein erleichtert (kostet um die 3 – 5€). UNO Junior ist für 2-4 Spieler (mehr gehen auch!) ab 3 Jahren und mittlerweile unverzichtbarer Bestandteil meiner Handtasche.

Was habt oder kennt ihr noch für Spiele, die in keinem Haushalt mit Kindern fehlen sollten und was habt ihr früher selber gerne gespielt?

Karottenschreck

Dieser Moment mit 4 Monaten, wenn die jungfräulichen Geschmacksnerven ganz überraschend zum ersten Mal mit orangefarbenem Gemüse in Kontakt kommen: das ist der Karottenschreck ^^

Dieser Moment mit 4 Jahren, wenn der Hase losspringt und 4 Menschen am Tisch wild gestikulierend versuchen, ihn zu fangen bevor er runterfällt: das ist Karlo Karottenschreck!

Vor Kurzem wurde ich gefragt, ob ich nicht Lust hätte, ein Spiel für Kinder ab 4 Jahren mit meiner Familie auszuprobieren. Ich schaute mir das Angebot genauer an und ahnte bei der Spielbeschreibung schon, dass es genau ins Schwarze treffen würde bei Fiona, denn dass sie auf Hasen steht, ist ja eher ein offenes Geheimnis 😉 Letzten Freitag kam das große Paket an. Ich verriet ihr nicht, was drin ist, sagte nur, sie müsse noch eine Nacht schlafen bevor wir es öffnen würden. So schnell wie an diesem Abend ist sie selten eingeschlafen… Dann kam er, der Samstag: im Schlafanzug wurde das Arbeitszimmer gestürmt und das Paket in Beschlag genommen. Yippiiie, ein HASE!

Die Spielregeln sind denkbar einfach: der Hase wird auf seinen Bau gesetzt und die Karotten werden rundherum hineingesteckt. Der Dreh am „Glücksrad“ entscheidet darüber, ob eine oder zwei Möhren gezogen werden, ob man aussetzen oder eine Möhre abgeben muss. Ähnlich wie bei KrokoDoc, dem Spiel bei dem das Krokodil irgendwann zuschnappt, wenn man den richtigen Zahn erwischt hat, springt Hase Karlo beim Ziehen einer bestimmten Möhre in die Luft und alle Spieler müssen versuchen, ihn zu fangen bevor er den Tisch berührt, dann gibt es Bonus-Möhren für den Fänger.

Die Mitspieler (2-4) sammeln ihre gezogenen Möhren in kleinen bunten Körbchen und wer am Ende die meisten hat, hat gewonnen.
Zuerst haben Mama und Fiona im Wohnzimmer gespielt. Angelockt von lautem Lachen kam Papa dazu. Es spielten die folgenden 2 Runden Mama, Papa und Fiona. Als Fiona irgendwann keine Lust mehr hatte, spielten Mama und Papa einfach alleine weiter ^^
Achtung: dieses Spiel hat ein extrem hohes Suchtpotential, ganz egal wie alt man ist!

Schnappschuss: Hase im Sprung

Am nächsten Tag brachten wir es nachmittags mit zu meinen Eltern, wo sage und schreibe 4 Generationen gemeinsam Spaß hatten! Am Witzigsten war der Aufschrei meiner Oma, immer wenn Karlo senkrecht in die Luft gestartet ist. Meine Oma – Jahrgang 1931 – lobte das Spiel in den höchsten Tönen und auch die anderen 3 Generationen sind restlos begeistert! Ein kurzweiliger, unterhaltsamer Zeitvertreib mit Überraschungseffekt – garantiert der Hit unter dem Weihnachtsbaum, wer noch ein Geschenk sucht! Neben den motorischen Fähigkeiten (Fangen, Reaktionsvermögen, Karotten stecken) üben die Kinder auch das Zählen, denn man muss ja nach dem Spiel herausfinden, wie viele Karotten man tatsächlich in seinem Körbchen gesammelt hat.
Einzig verbesserungswürdig finden wir die Drehscheibe, die man vorsichtig mit einer Hand am Rand festhalten muss, während man am Zeiger dreht. Der Zeiger hackt manchmal oder lässt sich von einer kleinen Hand oft nicht so gut drehen, das tut dem durchweg positiven Gesamteindruck aber keinen Abbruch!

Als ich nach dem Spielen zu Hause noch ein Foto von dem gesamten Inhalt des Kartons machen wollte, kam dieses Bild leider nicht mehr zu Stande, weil Fiona den niedlichen Hasen erst liebevoll mit seinen Möhren gefüttert und dann auf ihrem Arm in den Schlaf gesungen hat („Mein Baby!“).

Wir freuen uns jetzt schon auf verregnete Winterwochenenden mit Karlo und bedanken uns recht herzlich bei Griffiths Consulting und der Firma Goliath, dass wir ein neues Familienmitglied mit zwei langen Ohren in unserer Mitte begrüßen durften!

Hier noch ein paar Eckdaten:
Das Spiel heißt „Karlo Karottenschreck“ und kostet ca. 24,99€, online bis zu 5€ günstiger, im Spielwarenladen bis zu 5€ teurer.
Die offizielle Altersempfehlung liegt bei „ab 4 Jahren“, ich würde sagen, dass man es durch die einfachen Regeln und die kurze Spieldauer (ca. 15min pro Spiel) auch mit 3 durchaus schon spielen kann. Unsere „Testkinder“ (einige meiner Musikschüler), zwischen 2 und 8 Jahren alt, waren ebenfalls durchweg begeistert und wollten den niedlichen Hasen am liebsten mit nach Hause nehmen. Da wird der Weihnachtsmann in diesem Jahr sicher viele Häschen in seinem Sack transportieren müssen 🙂

Was waren eure Lieblingsspiele, als ihr klein wart? Was spielen eure Kinder gerne?