Mottoparty Pokémon Teil 2

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Schon Wochen vor der großen Party waren wir einkaufen und haben das mitgebracht, was wir am Liebsten mögen: Moosgummi, Bänder, Styroporkugeln, Pfeifenreiniger, Pompoms und natürlich Wackelaugen. Gerade, weil viele der Gäste Pokémon nur wenig oder gar nicht kannten, wollte ich auch ein bisschen „drum rum“erzählen. Bei Pinterest wird man schnell fündig und so sammelte ich auf meiner Pinnwand Ideen, um sie dann zu unserer Motto-Party zu weiterzuentwickeln.

Ich wollte die Gäste auf der Feier Pokémontrainer und -trainerinnen werden lassen. Das geht natürlich nicht einfach so, sondern setzt die Erfüllung einiger Aufgaben voraus. Die waren auf dem Trainingsplan zu lesen:

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LABYRINTH & HELIUMBALLONS

Ich fand online ein Pokémon-Labyrinth, was ich ausgedruckt und schon vor der Ankunft der Gäste auf den Plätzen verteilt hatte. Die Kinder kommen ja nicht alle gleichzeitig und so konnte jeder schon mal ein bisschen rätseln und Trainer Ash den Weg zu seinen Pokémons zeigen. Nach der Begrüßung fingen sie sofort an, den Weg durch den Irrgarten auf dem Papier zu suchen. Währenddessen kam auch die letzte Freundin an und die Party konnte richtig beginnen. Aufgrund akuten Hungers zogen wir Punkt 4, das Kuchenbuffet, vor. Wie das aussah, seht ihr im ersten Post zur Mottoparty.

Im Sommer habe ich mir übrigens einen XL-Behälter Helium gekauft. Inzwischen haben wir schon unzählige Luftballons gefüllt, verschenkt und steigen lassen. Auch für die Pokémonparty bot sich das an: mit Edding das typische Gesicht auf den Ballon der richtigen Farbe gemalt (gelb = Pikachu, grün = Bisasam, orange = Glumanda, rosa = Pummeluff), am Stuhlbein befestigt und schon hat man sowohl coole Partydeko als auch das erste Gastgeschenk zum Mitgeben nach der Party. Win-win.

STARTER-POKEMONS (TATTOOS)

Ich habe bei amazon spezielle Tattoo-Folie für meinen Schneideplotter (Silhouette Portrait) gefunden, die man mit einem normalen Tintenstrahldrucker bedrucken und hinterher ausschneiden lassen kann. Leider hat mein Plotter nicht so mitgespielt, wie ich das wollte [ok, um ehrlich zu sein, hatte ich keine Geduld mehr, als es beim 2. Mal noch nicht ging und hatte außerdem Angst, dass der Plotter die mit der letzten Farbe meines Druckers schön gedruckten Pokémons versehentlich kaputt schneidet, haha], also habe ich sie von Hand mit der Schere ausgeschnitten. Man kann also auch ohne Plotter – nur mit Drucker und Schere – seine eigenen Tattoos damit designen! Wie cool ist das bitte?

Nach einem ersten Testlauf druckte ich je 4 Pikachus, Glumandas und Bisasams für Punkt 5 auf der Party: ein Starter-Pokémon aussuchen. Im richtigen Spiel tauchen direkt nach dem ersten Einloggen 3 verschiedene Pokémons auf. Für eines dieser drei entscheidet man sich, das sog. Starter-Pokémon. Bevor die Party also richtig losgehen konnte, suchte sich jeder Gast eines aus und dann wurde im Bad tätowiert.

POKEMONJAGD

Den Plan warfen wir über den Haufen und gingen direkt über zu Punkt 6, der Pokémonjagd im Garten, denn wer konnte wissen, wie lange die grauen Wolken am Himmel noch dicht halten würden. Eine weise Entscheidung, wie sich etwa eine halbe Stunde später herausstellen sollte! Im echten Spiel hat man die rot-weißen Pokébälle und für besonders starke Pokémons die blau-rot-weißen Superbälle, um die kleinen Monster zu fangen. Mit der AR-Funktion (Augmented Reality) siehst du deine normale Umgebung durch die Handykamera, nur dass mitten auf dem Rasen, in der Bushaltestelle oder auf dem Tisch vor dir ein Pokémon sitzt, das von dir gefangen werden will. Die Wettkampfpunkte über dem Kopf geben an, wie stark ein Pokémon ist.

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Screenshot aus „Pokemon GO“

Und weil bei keinem Kindergeburtstag eine Schatzsuche fehlen sollte, „verkleidete“ ich sie dieses Jahr als Pokémonjagd im Garten! Dazu habe ich Pokémons farbig ausgedruckt, ausgeschnitten, laminiert und erneut ausgeschnitten. Mit Edding schrieb Fiona ausgedachte Wetkampfpunkte auf die Rückseiten der Tierchen. Am Tag der Party versteckte ich 16 Stück u.a. in Blumentöpfen, Regenrinnen, hinterm Autoreifen und im Sandkasten. Mit Powerpoint erstellte ich einen „Pokedex“, das ist eine Übersicht über die Monster. Ich benutzte Bildchen der versteckten Tiere und fügte noch ein leeres Kästchen hinzu. Wenn die Kinder nämlich ein wildes Pokémon im Garten gefunden hatten, mussten sie dessen Wettkampfpunkte in ihre Tabelle eintragen. So konnten die Kinder in 2 Teams (rot und blau) gegeneinander spielen, ohne die Pokémons einzusammeln. Die Vorderseite des Pokedexes sollte aussehen wie in der TV-Sendung: ein kleiner Computer mit Tastatur und einem leeren Eingabefeld zum Nameneintragen. Die Kinder hatten unglaublich viel Spaß beim Suchen und Finden, schrieben eifrig Zahlen in ihren Pokedex und schrien vor Freude, wenn sie wieder irgendwo ein Pokémon gefunden hatten (note to self: nächstes Mal in Stichpunkten aufschreiben, wo welches Tier versteckt ist). Kurz bevor sie alle versteckten Pokémons gefunden hatten, fing es tatsächlich an zu regnen, das tat aber dem Spaß keinen Abbruch!

P.S. Geburtstags-Spiele, die von alleine laufen und keinerlei elterliche Einbringung als Entertainer oder Schiedsrichter benötigen, sind viel wert! Wäre ich nicht fotografierend hinter der Meute hergelaufen, hätte ich mich rein theoretisch in dieser Zeit entspannt zurücklehnen können ^^

POKEBALLWURF

Eine weitere Draußen-Aktivität war Punkt 7: der Pokéballwurf. Natürlich muss man als angehender Trainer auch das Werfen der Bälle üben! Zu diesem Zweck habe ich einfach eh schon vorhandenes Gartenspielzeug verwendet und 4 große laminierte Pokémons an das Wurfspiel angeklebt. An den Wochenenden hatten wir, wenn wir sowieso gerade mit Farbe hantiert haben, gleich noch die Styroporkugeln mit angemalt und in einem leeren Eierkarton trocknen lassen. 2 große und 2 kleine Bälle durfte jeder werfen und versuchen, mindestens ein Mal zu treffen. Auch das hat ihnen viel Spaß gemacht! „Können wir gleich noch mal?“ Der Regen wurde stärker, die Acrylfarbe löste sich langsam von den Styroporkugeln, aber wir hatten das Draußen-Programm erfolgreich absolviert. Puh!

PIKACHU-KOPFSCHMUCK BASTELN

Nachdem sich jeder noch mal am Power-Kuchenbuffet gestärkt und einen weiteren Schluck Schildkrötenspucke genommen hatte, machten wir mit Punkt 2 weiter: Kopfschmuck basteln. Dafür habe ich aus gelbem Moosgummi je 2 Pikachu-Ohren (Vorlage von hier) und aus schwarzem Moosgummi die Ohrspitzen ausgeschnitten. Aus gelbem Tonpapier schnitt ich Streifen (je 4x30cm), an denen die Ohren befestigt wurden. Durch 2 kleine Löcher im Streifen kam dann noch das gelbe Geschenkband und wurde am Hinterkopf verknotet. Nachdem sich jeder Pikachu ein Mal im Spiegel gesehen hatte, machten wir das Gruppenfoto. Süß oder? Natürlich fanden die Öhrchen auch ihren Weg in die Give-Away-Tüte.

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Das gelbe Moosgummi reichte genau für 7 Gäste, deshalb bereitete ich für Fiona aus der Not heraus Kopfschmuck von Raichu vor, der Weiterentwicklung von Pikachu (vorne mitte)

PIN THE TAIL ON PIKACHU

Neugierig fragten die Gäste, die ja inzwischen alle lesen können, was Punkt 3: „Pikachu helfen“ bedeute. Ein Spiel, das – genau wie die Schatzsuche – auf keiner unserer Partys fehlen darf und sich dankbar an jedes Motto anpassen lässt: „pin the tail on the donkey“ im englischen Original. Die angehenden Trainer versuchen Pikachu zu helfen, indem sie seinen Schwanz an die richtige Stelle kleben, natürlich mit geschlossenen Augen und nachdem sie 3x auf der Stelle gedreht wurden! Ein Spiel, das für viel Spaß und großes Gelächter sorgt; vor allem, wenn Pikachu seine 8 Schwänze auf dem Kopf, in der Hand oder auf der Tapete zu kleben hat, hahaha. Die große Pikachu-Vorlage inkl. Schwänzen habe ich hier gefunden. Funktioniert als Partydeko an der Wand auch bestens.

WÜRFELBALANCIEREN

Trainingsübung 8 war das Würfelbalancieren: Eisstab in den Mund und versuchen, bis zu 6 Würfel darauf zu stapeln, ohne dass sie vorher runterfallen. Klingt einfach, ist aber ganz schön schwer! Auch das wollten sie immer wieder probieren. Dass es sehr lustig aussah und manchem vor Lachen der Stab aus dem Mund gefallen ist, muss ich eigentlich nicht extra erwähnen 🙂 Wer gerade nicht an der Reihe war, durfte laut die gestapelten Würfel mitzählen: EINS, ZWEI, DREI, VIER, klack klack klack klack…

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FÜR ZWISCHENDURCH

Die einen wollten das mit den Würfeln noch mal probieren, andere spielten inzwischen mit den Luftballons oder aßen noch ein Stück Kuchen. Damit sich niemand langweilt, hatte ich noch ein Pokémonausmalbild für jeden dabei, nach Bedarf. Aber hat einer angefangen, wollten natürlich alle. Malen geht immer, auch eine sehr dankbare Beschäftigung, um in dieser Zeit Geschenkpapier wegzuräumen oder den Tisch von Tellern und Resten zu befreien. Merke: wenn 8 Kinder Pikachu ausmalen wollen, braucht man auch 8 gelbe Stifte, haha.

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Bevor wir zu Übung 9, „eigenes Pokémon entwickeln“, kamen, tanzten wir eine Runde Bewegungslieder im Kreis. Durch meine Arbeit als Musikpädagogin ist mein Repertoire nahezu unerschöpflich. Detlev Jöcker, Volker Rosin und Simone Sommerland helfen euch da gerne weiter, wenn ihr kein Profi seid! Wichtig ist aber, dass mindestens ein Erwachsener mittanzt und die Bewegungen vormacht. Dann eignet sich so ein 10-minütiger Tanzbreak wunderbar, um die Gruppe wieder zusammenzubringen für die nächste gemeinsame Aktion. Wer übrigens am Buffet vorbeitanzte, durfte sich dabei etwas nehmen. So wurden auch die letzten Reste in den Schüsseln noch leer.

EIGENES POKEMON ENTWICKELN

Für die Entwicklung des eigenen Pokémons stellte ich je einen Becher mit bunten Pompoms, Wackelaugen und Pfeifenreiniger auf den Tisch, außerdem Kleber und Scheren. Die Aufforderung „bastelt euer eigenes Pokémon“ musste ich nicht weiter konkretisieren; sie schnappten sich das Zubehör, klebten wie wild drauf los und waren eine ganze Weile beschäftigt.

POKEMONTOPFSCHLAGEN

Ein Klassiker auf Kindergeburtstagen. Unter dem Topf lagen je ein Button mit der Aufschrift „Super-Power“, ein paar Süßigkeiten und 3 Mini-Pokémonfiguren, im 24er-Set bei amazon bestellt. Mit den selbst gebastelten und den topfgeschlagenen Pokémons + Basteleien waren die Mitgebseltütchen auch schon gut gefüllt. Mein mobiler Fotodrucker (Canon Selphy) hat fleißig Gruppenfotos ausgedruckt, während die Kinder gegessen haben, so dass jeder nach der Party ein Bild in seiner Tüte mit nach Hause nehmen konnte.

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MOTTO-ABENDESSEN

Auf den Tellern seht ihr übrigens das Abendessen, habe ich beim Buffet-Post ganz vergessen. Ich wollte eigentlich Pokéball-Pizza in rot-schwarz-weiß machen, also oben mit Salami belegt, in der Mitte ein paar wenige Oliven (die eh niemand gegessen hätte) und unten einfach Käse. Aber Fiona hat mich mit ihrer eigenen Essensidee überzeugt: blaue Spaghetti! Es gibt nämlich ein Pokémon namens Tangela, das aussieht wie ein blauer Haufen mit Augen in der Mitte und roten Schuhen. Fionas Idee war, in die blauen Nudeln CandyEyes reinzulegen und zwei rote Kleckse Ketchup als Schuhe zu machen. Geil oder?

Ausgeführt hat das Abendessen dann meine Mama in der Küche, während ich Aufsichtsführer beim Topfschlagen gewesen bin. Muss man ihr hoch anrechnen, denn ich glaube, sie findet kaum etwas unappetitlicher als Lebensmittelfarben, hahaha.

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TRAINERURKUNDE, MEDAILLENVERLEIHUNG & MITGEBSELTÜTEN

Nach dem Abendbrot waren noch genau 15min Zeit bis zur Abholung der Gäste. Perfektes Timing also für die noch ausstehende Verleihung der Trainerurkunden! Die Kinder stellten sich in einer Reihe auf und ich hielt eine kleine Rede über das erfolgreiche Absolvieren der vielen verschiedenen Übungen. Als ich feierlich die Namen aufrief und die frischgebackenen Pokémontrainer unter Applaus der anderen ihre laminierte Urkunde und die Medaille (Pfennigartikel aus der Ramschabteilung bei Kaufland) entgegen nahmen, fühlten sie sich vermutlich wirklich wie kleine Stars. Weil auch die Mitgebsel-Tütchen in diversen Online-Shops ausverkauft waren, bastelte ich kurzerhand selbst welche. Aus einfachen Frühstückstüten mit angetackertem Papierhenkel wurden mit Stiften im Handumdrehen Pikachu-Tüten. Während die Kinder abgeholt wurden, ließen wir noch 3 Raketen steigen – ein krönender Abschluss für eine aufregende Party zum 7. Geburtstag meines großen Pokémon-Fans!

Und jetzt erzählt doch mal – fahren eure Kinder (oder ihr?) auch so auf Mottopartys ab? Was für Partys habt ihr schon gefeiert? Oder unternehmt ihr mit der Kindergruppe am Geburtstag immer etwas Schönes? Ich bin gespannt!

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Mottoparty Pokémon Teil 1

Kürzlich war es etwas ruhiger auf dem Blog, das lag an den intensiven Vorbereitungen für unseren Kindergeburtstag! Ihre Freunde gehen bowlen, klettern und ins Kino; Fiona dagegen wünscht sich jedes Jahr eine Mottoparty, weil sie das Planen, Schnippeln, Basteln und die Vorfreude genauso liebt wie ich. Schon Monate vorher sammelt sie Ideen und erzählt mir bereits im Hochsommer, welche Spiele passend zum Thema ihr so einfallen. In diesem Jahr sollte es eine My-Little-Pony-Party sein, ein dankbares Motto mit Blanco-Pferdchen zum Bemalen, Haarreifen mit Ponyohren aus Filz, Regenbogenwaffeln und Schönheitsfleck-Tattoos. Der halbe Online-Warenkorb war schon voll mit Give-Aways und Dekoartikeln, als das Pokémonfieber ausgebrochen ist. Ob wir stattdessen auch eine Pokémon-Party feiern könnten, fragte sie. Und ob…! Ich ahnte ja nicht, wie schwierig es werden würde, themenbezogene Deko zu bekommen. Aber wenn der Ehrgeiz erst ein Mal geweckt ist…

EINLADUNGEN

Zur Piratenfeier eine kleine Schatzkarte, zur Eiskönigin-Party eine Schneeflocke und zum Pokémongeburtstag natürlich Pokébälle! (Die wirft man und fängt darin die kleinen Monster im Spiel) Mit rotem Tonpapier und schwarzem Edding sind die ratzfatz gebastelt. Ich habe die Vorlagen gezeichnet und Fiona hat ausgeschnitten, zusammengeklebt und gemalt. Für innen dann den Einladungstext ausdrucken, rund ausschneiden, aufkleben, verteilen, fertig.

DEKO & BUFFET

Zum „Einstimmen“ suche ich als Erstes nach Papptellern, Bechern, Tischdecke und Girlande etc. Meistens gibt es in Onlineshops fertige Sets zu fast jedem beliebigen Thema. Fast. Der Pokémonhype (reloaded) war zwar schon im Sommer in Deutschland angekommen, die Partyutensilien beschränkten sich jedoch auf die USA. Argh! Ab 16.9. sollten Teller, Servietten, etc wieder verfügbar sein. Ich erstellte mir sogar einen Termin im Kalender, nur um am 18. festzustellen, dass schon wieder mehr als die Hälfte „out of stock“ war. In einem anderen Shop wurde ich fündig, belud meinen Warenkorb und scheiterte an der Eingabe des Landes: USA/Canada? !$“6$3%!/§9=“)(§/&%!“!!!

Naja, das gute alte amazon führte zu teure Pikachu-Pappteller, die ich letztendlich doch bestellte und die nach 2 Wochen immer noch nicht angekommen waren. Der Wurm drin! Ich fragte nach und bekam wenige Tage später eine Ersatzlieferung geschickt: knapp 8€ für 8 Teller. Aber wir hatten Pikachu auf dem Tisch! Um nicht schon nach Erwerben des Geschirrs „out of budget“ zu sein, übernahm ich die Sache mit den Bechern selbst und malte den gelben Pappbechern mit Edding Pikachu-Gesichter auf.

Für die Tische habe ich einfache rote Papiertischdecke genommen und als Tischdeko die kleinen laminierten Pokémons verteilt, die wir nicht für das Spiel benötigt haben (siehe Spiele).

Am Freitag, dem eigentlichen Geburtstag, gab es für die Klasse Waffelbecher mit Kuchenteig, buntem Zuckerguss und Pokémon-Muffintoppers, die man fertig kaufen kann. Weil ich nur 24 fertige (blaue) hatte und in der Klasse 29 Kinder sind, habe ich noch ein Set weiße Muffinaufleger inkl. Lebensmittelstiften besorgt und diese rot-weiß-schwarz als Pokébälle angemalt.

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Seit ich zufällig bei Annis Küchenzauber das Rezept für ihren Pinata-Kuchen gesehen habe, ging mir die Idee mit dem Pokéballkuchen nicht mehr aus dem Kopf, aber es wollte sich im ganzen Haushalt keine backofengeeignete Müslischale finden! Mein Mann kam einen Tag vorher auf die Idee, die kleine Edelstahl-Wok-Pfanne aus der Kinderküche zu nehmen und das funktionierte tatsächlich wunderbar 🙂 In Kurzform: Kuchenteig vorbereiten nach Lieblingsrezept, in einer runden Form nacheinander die 2 Hälften ausbacken, abkühlen lassen, ggf. zurecht schneiden am Rand, beide Hälften ein bisschen aushöhlen, mit Lieblingsnaschereien füllen (bei uns waren es Smarties) und dann das Ganze mit dem Frosting „zukleben“. Soweit geht die Anleitung bei Annis Küchenzauber. Bei mir kam dann noch die Schweinerei mit der Farbe dazu. Frosting teilen in rot, natur und etwas schwarz und dann die Farben laut Pokéball verteilen. Tadaaa:

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Für die Kinderparty am Samstag hat sich Fiona Pikachu-Regenbogenkuchen gewünscht. Der bekam gelben Zuckerguss und 2 Papierohren an Schaschlikstäben befestigt. Außerdem aus Rollfondant in schwarz, weiß und rot noch Augen, Mund, Nase und Wangen. Der heimliche Star der Party übrigens, und am Ende restlos aufgegessen. Zusätzlich standen auf dem Buffettisch noch mottogetreu Raupys Raupenfreunde (Gummi-Würmer), Pikachus Popcorn, Menkis Marshmallows, Glumandas Feuerchips und der Pokéball-Fruchtteller, je mit einem Bild des namensgebenden Pokémons.

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Zu trinken gab es Fanta in rosa namens „Pummeluffs Partytrank“ und grün gefärbte Sprite: „Schiggys Schildkrötenspucke“. Was wäre ich ohne meine Wilton Gelfarben, haha! Die Kinder waren schwer begeistert und hatten von beiden Getränken die kompletten 2 Liter ausgetrunken nach 3,5 Stunden Party. Besonders die Schildkrötenspucke hatte es ihnen angetan. Erst „iiihh“ und dann „mmhh, lecker!“. Der Knaller war Fiona, wie sie ihren Gästen das Buffet erklärt hat: „Und was es hier drüben gibt, werdet ihr jetzt nicht glauben: Schildkrötenspucke, aber keine Angst, die ist nicht giftig, sieht nur so aus.“

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Zu unseren Pokémon-Motto-Spielen, dem Ablauf und den Basteleien geht es hier lang zu Teil 2.

Mottoparty Piraten

Ihr seid abenteuerlustig, furchtlos und ein bisschen neugierig? 
Dann seid ihr hier richtig, denn ich nehme euch heute mit auf unseren Piraten-Geburtstag! Arrrrrr!! (Achtung, Fotoflut!)
Die Dame des Hauses ist sagenhafte 6 Jahre alt geworden, happy birthday, mein großes Mädchen!

Die eigentlich gewünschte Quallen-Party konnte ich abwenden und sie stattdessen auf das Thema „Piraten“ umlenken. Wer weiß, ob bei Quallen so viele Gäste gekommen wären? Ist ja schon eine eher spezielle Leidenschaft… „Piraten“ dagegen ist sehr dankbares Motto und Pinterest als Hauptideengeber eine piratenstarke Fundgrube! Also los geht’s!

Wer mich kennt, weiß, dass ich solche Partys gerne bis ins Detail durchplane und selber riesigen Spaß dabei habe. Als das Motto stand, habe ich als Allererstes die Deko bestellt. Praktisch sind da natürlich immer diese Sets bestehend aus Bechern, Tellern, Tischdecken, Girlande und Luftballons, alles im gleichen Design. Dafür gibt es natürlich spezielle Shops, aber man wird wie in meinem Fall auch bei amazon fündig. Für knappe 17€ das Mädchenpiraten-Partyset für 8 Personen ist unschlagbar, finde ich (inklusive Augenklappen).

Als die Gäste kamen, wurde natürlich erstmal auf den Geburtstagspiraten angestoßen: stilecht mit „Flüssigem Gold“ (Fanta), „Piratentrunk“ (Sprite mit schwarzer Lebensmittelfarbe) und „Salzwasser“ (Sprudel). Das fanden alle superwitzig und mussten unbedingt das schwarze Getränk probieren, klar oder? Als ich ein paar Tage vor der Feier beim Drogeriemarkt Müller war, fiel mir die Halloweendeko auf. Da musste dann noch spontan ein ganz besonderes Glas für das Geburtstagskind mit, spooky und durchaus angemessen für eine Piratenkapitänin!
Die süßen Etiketten zum Ausdrucken und Aufkleben habe ich als Freebie übrigens hier gefunden.

Der Schiff-Kuchen als wesentlicher Bestandteil der Deko ging verhältnismäßig schnell und unkompliziert: Schokoladenkuchen (in meinem Fall sogar mit Backmischung für Faule), Schokoglasur drüber, Toffifees als Bullaugen und Mikadostangen als Ruder. Außerdem bekam der Dreimaster entsprechend 3 Fahnen aus Motivpapier ausgeschnitten, die ich mit Schaschlikstäben am Schiff befestigt habe. Passagiere wollten auch noch mit, da haben sich die Gummibären angeboten. Und dann: Schiff Ahoi!

Schokoladenkuchen essen ja eigentlich alle Kinder gerne, aber sicherheitshalber habe ich noch Vanillemuffins dazu gebacken. Als Outfit bekamen die dann Piratenpapierförmchen mit Fähnchen-Picks, auch bei amazon sehr günstig gefunden.

Von den 24 Piratenfoodpicks habe ich nur 12 für die Muffins benutzt. Die restlichen haben ihre Verwendung als Segel auf den Serviettenbooten gefunden! Servietten gehören ja zu jedem Partypaket dazu, allerdings habe ich selten Kinder gesehen, die sie tatsächlich benutzt haben. Als Boote auf Tisch und Büffet haben sie immerhin eine süße Deko abgegeben! Die Faltanleitung für die niedlichen Schiffchen findet ihr hier, ist zwar auf englisch, aber durch die vielen Bilder eigentlich selbsterklärend.
Neben Kuchen und Muffins gab es auf dem Büffettisch noch „Krokodil-Zähne“ (dreieckige Käse-Stückchen), „Kanonenkugeln“ (Maltesers), „Gold-Chips“ (Schokomünzen und Chips) und das große „Haifisch-Becken“ (bunte Gummi-Haie).

Nachdem wir mit dem traditionellen Geschenke-Flaschendrehen fertig waren (alle sitzen im Kreis, der, auf den die Flasche zeigt, darf sein Geschenk überreichen), mussten sich die Gäste erst in Piraten verwandeln, bevor es weitergehen konnte. Dazu gab es für jeden ein genähtes Totenkopf-Halstuch – für die Mädchen in rosa/grau und für die Jungs in schwarz/blau – mit Namen drauf. War ursprünglich so nicht geplant, aber als ich den Stoff gesehen habe, ist es so passiert… Anschließend wurden echte Piraten geschminkt, mit pinken Augenklappen und Herzen auf der Wange 🙂

Fertig ausgestattet durfte die Mannschaft im Raum einen kleinen gelben Zettel suchen, auf dem die erste Aufgabe für die Schatzsuche zu lesen war: „JEDER 2 BREZELN ANGELN“. Draußen im Garten stand schon die Schale mit den Salzbrezeln auf dem Tisch, daneben lag eine Hakenhand (Plastikbecher mit schwarzem Tonpapier beklebt, Loch oben in die Mitte und dünn gedrehte Alufolie als Haken geformt). Sieht übrigens leichter aus als es ist!

Reihum sammelte jeder als Captain Hook seine zwei Brezeln und dann fanden sie unter der Schale auch schon den zweiten Hinweis: „EDELSTEINE SUCHEN IM SAND“.
In einer großen mit Sand gefüllten Schüssel lagen 8 kleine Piratensäckchen und eine Karte, auf der man sehen konnte, welche Farben es zu finden galt. Jeder 6 Stück, auf die Plätze, fertig, LOS!
(Säckchen mit Edelsteinen habe ich hier gefunden & den Vordruck für die Hinweiskärtchen als Freebie von hier)

Als alle Säckchen gefüllt waren, fanden die Kinder Piraten unter dem Rand der Sandschüssel den nächsten Hinweiszettel: „GEHEIME BOTSCHAFT LÖSEN“.
Im Garten versteckt lagen 8 Papierrollen mit je einem „Zeichen-Alphabet“ und darunter eben dieser geheimen Botschaft. Es dauerte nicht lange, bis die ersten aufgeregt das Lösungswort riefen: MUTPROBE!!!

Für die Mutprobe sollten die abenteuerlustigen Piraten einen kleinen Parcours bewältigen, u.a. auf einem dünnen Brett über den Fluss mit Piranhas balancieren (blaue Mülltüten, ein Brett aus Opas Garage und maritimes Kinderzimmerequipment) und sich am Seil vom „Ausguck“ des Kletterturmes herunter schwingen. Mit Bravour haben das alle gemeistert und sich gleich ein zweites und drittes Mal angestellt. Jetzt nur nicht runtergucken…

Anschließend fanden sie im Sand endlich die kleine Schatzkarte. Fiona hatte mich am Vorabend beim vorsichtigen Anbrennen mit einem Feuerzeug erwischt und meinte anerkennend:  
„Toll, Mama, du machst, dass die Karte richtig piratig aussieht!“
Die piratige Schatzkarte zeigte ihnen den Weg zum Schatz und im Kellereingang wurde er dann auch schnell entdeckt: eine Kiste voller Süßigkeiten und blanco Mini-Schatztruhen aus Holz für jeden!

Nach erfolgreicher Schatzsuche wurde die Beute mit in die „Kajüte“ genommen, wo wir die Schatztruhen mit bunten Edelsteinen beklebten. Wer wollte, konnte sich noch einen Papagei basteln, denn ein echter Pirat braucht schließlich sein gefiedertes Haustier auf der Schulter!
Mit Wackelaugen, bunten Federn und Kleber entstanden ruckzuck wunderschöne Vögel zum Auf-die-Schulter-setzen. Krrraaaaa!

Während meine Mama sich in der „Kombüse“ schon um das Seefahrer-Abendmahl kümmerte, sangen und tanzten wir ausgelassen zu „Der Pirat“ von Volker Rosin und zu „Die Piraten“ (die schießen heute aus Versehen mit Tomaten und aus ihren riesigen Kanonen fliegen statt Kanonenkugeln nur Melonen – kennt ihr das? So witzig). Auf Topfschlagen, Reise nach Jerusalem und andere Kindergeburtstagsklassiker verzichteten wir, stattdessen gab es aber passend zum Partymotto noch den Inseltanz. Dafür verteilt man kleine Teppiche, Zeitungen, o.ä. im Raum, eins weniger als Mitspieler. Die Piraten schwimmen durch die Gegend und wenn die Musik stoppt, muss sich jeder auf eine Insel retten. Wer übrig bleibt, scheidet aus. Der Gewinnerpirat durfte anschließend die zweite kleine Schatztruhe öffnen und fand darin 8 kleine Piratenzaubertafeln… (von hier)

Weil Kinder auf Geburtstagspartys meistens viel zu beschäftigt sind um zu essen, gab es Seemannskost to go: IKEA Hotdogs mit oder ohne Gurken und Röstzwiebeln im „Schiffmantel“, also mit Segel.
Habe ich eigentlich schon erwähnt, dass ich jetzt ganz wunderbar ohne Vorlage Totenköpfe zeichnen kann…?

Ich hoffe, ihr hattet beim Anschauen der Bilder auch so viel Spaß wie wir beim Feiern und vielleicht habt ihr ja jetzt sogar Lust bekommen, selber eine Piratenparty auf die Beine zu stellen. Der nächste Geburtstag kommt bestimmt! AHOI!

Die Links in diesem Beitrag sind keine bezahlten, sondern basieren lediglich auf den Ergebnissen meiner Websuche (Pinterest, Google, Amazon) zum Thema Piratengeburtstag.

Unsere Einschulungsparty

Einladungskarten gebastelt

Fiona hatte schon „eine ganze Ewigkeit“ auf diesen Tag gewartet und nun war er endlich gekommen, ihre Einschulung! Einerseits freute ich mich ebenfalls riesig auf die Feier, andererseits heißt die Einschulung für Eltern ja auch, sich ein Stück weit von seinem „Baby“ zu verabschieden… Hach!
Bei uns ist der Schulanfang neben Jugendweihe, Abiball und Hochzeit eines der größten Feste im Leben eines jungen Menschen. Endlich Schulkind, hurra! Und weil ich außerdem so gerne Partys plane, beschäftigte ich mich schon lange vorher mit Deko, Spielen, Kuchen und graste regelmäßig systematisch Pinterest und Amazon nach Ideen ab. Fiona liebt systematische Übersichten und hat sich für die 3 Wochen vor dem großen Tag eine Tabelle bestellt, bei der sie jeden Tag eintragen kann, was sie vorhat, u.a. Currywurstmuseum, Geburtstage und Bahnfahrten. Damit wurde die Zeitspanne für sie ein bisschen greifbarer als nur: „Wie lange noch?“ – „3x Sendung mit der Maus“.

Ich für meinen Teil brauchte keine Tabelle, aber checkte seit t minus 10 Tagen stündlich die Wettervorhersage, die sich als wahrer Krimi präsentierte. In den Tagen vor besagtem Samstag wechselte das yahoo-Wetter täglich zwischen Sonne/Wolken und 90% Regen und Gewitter. Im Endeffekt war es vormittags zum Klassenfoto vor der Schule sehr schön, aber frisch, und nachmittags teilweise nass, was aber der guten Stimmung unter dem Partyzelt in unserem Garten keinen Abbruch getan hat!

Geschwisterplüsch kurz vor’m Losgehen ❤

Am Morgen von Tag X fuhren wir früh zu einer guten Freundin, Fionas Haare machen lassen. Mich lässt sie nicht oder nur selten flechten, aber an so einem wichtigen Tag möchte man ja wie eine Prinzessin aussehen. Wieder zu Hause angekommen, holten wir die Kleider aus dem Schrank, die schon so oft anprobiert und bestaunt worden sind in den vergangenen Monaten. Sie strahlte beim Anziehen über das ganze Gesicht und wäre am liebsten sofort losgelaufen zur Schule. Unsere Feierstunde in der Turnhalle der Grundschule begann um 11 Uhr. Als beide Kinder angezogen waren und Mama sich wasserfest geschminkt hatte, liefen wir mit leerer Mappe auf dem Rücken und schwerer Schultüte im Arm in Richtung Schule. Unterwegs bemerkte ich, dass ich zwar Notfallbabykekse, eine Flasche Wasser und meinen Hausschlüssel, aber keine Taschentücher eingepackt hatte. Anfängerfehler!

Als wir ankamen, war die Turnhalle bereits brechend voll. Fiona bekam von einer größeren Schülerin einen Blumenstrauß und das ausgemalte Schulmaskottchen am Stiel in die Hand gedrückt und wurde von der Hortnerin zu den Bänken begleitet, auf denen die anderen Schüler der Klasse 1b schon Platz genommen hatten: „Tschüss, mein Schatz. Viel Spaß! Ich hab dich lieb!“
Wir suchten uns währenddessen im hinteren Teil der Halle einen (Steh-)Platz und warteten, dass die Veranstaltung begann.
„Liebe Schülerinnen und Schüler der ersten Klassen, liebe Eltern, liebe Gäste….“. Mir rollten schon beinahe die Tränen, als ich den Anfang der Begrüßungsrede der Schulleiterin hörte, denn es waren die gleichen Worte aus dem gleichen Mund wie damals 1993, als die kleine Vivi mit ihrer Schulmappe vorne auf der Bank gesessen hat. Flashback!

Die älteren Schüler gestalteten ein schönes Programm vom kleinen Zwerg, der in die Schule geht, sangen „Alle Kinder lernen lesen“ mit Buchstabenschildern und spielten mit den Erstklässlern ein niedliches Theater mit deren Schulmaskottchen („Jetzt tanzt es auf eurer Hand“…“Jetzt winkt es dem Nachbarn“ usw.). Felicia war übrigens die ganze Zeit über wach, sagte aber keinen Ton, als ob sie gewusst hat, dass ihre große Schwester an diesem Tag die Hauptperson gewesen ist.
Dann kam der große Moment: die Kinder wurden klassenweise aufgerufen und nach vorn gebeten, bekamen ein Kuscheltier als Schlüsselanhänger geschenkt und stellten sich in Zweierreihen auf, um dann gemeinsam mit der Lehrerin ins Klassenzimmer zu gehen. Wie mein kleines großes Mädchen da so selbstbewusst nach vorn ging, als es seinen Namen gehört hat, und sich ganz selbstverständlich in die Mappenträger einreihte, musste ich doch kurz schlucken. Aber weinen war nicht drin, ich hatte ja die Taschentücher zu Hause vergessen 😉

Nach einer zumindest für mich sehr emotionalen Rede an die Eltern, in der es u.a. um Selbstbewusstsein, Vertrauen, Selbstständigkeit und Loslassen ging, wurden auch wir „entlassen“ und konnten zu den Schulgebäuden gehen, aus denen die Kinder wenige Minuten später mit ihrer Klassenlehrerin kamen und sich bei strahlendem Sonnenschein für ein allererstes Klassenfoto aufstellten. Ich machte gerade ein kurzes Video als alle auf Kommando „Ameisenscheiße“ riefen und herzhaft lachten, allerdings ist auf der Aufnahme auch zu hören, wie die Frau neben mir sehr penetrant zum wiederholten Male ihre sonnengeblendete „Coraaaa“ dazu aufforderte, die Hand runterzunehmen. Well…

Fiona mit meinem Papa

Kurz bevor wir für’s Mittagessen mit der Familie zum Italiener gefahren sind, bekam Fiona von Papa auf dem Schulhof noch ihre große Arielle-Zuckertüte überreicht, deren Inhalt natürlich nicht unausgepackt bis nach dem Essen warten konnte: Radiergummis in allen Formen und Farben, Süßigkeiten, Rechenschieber, ABC-Taschentücher, Buchstaben-Memo, Zahlenkarten, Namensetiketten, Meeresaufkleber, ABC-Zauberduell, flauschige Kramtasche, Anspitzer, Schutzengel, Armband, Tintenroller, Schere, Pinsel, Bleistifte, … und das Wichtigste:
Kalle, die (Kuschel-)Qualle!

 

Nach dem Italiener ging es nach Hause, wo die bunten ABC-Luftballons am Zaun schon verrieten, dass im Garten eine Party steigen würde. Die Papiertischdecken und Zuckertütengirlanden hatten wir am Vorabend schon angeklebt. Die hatten sich inzwischen teilweise selbstständig gemacht und mussten nochmal nachgeklebt werden, bevor die Gäste kamen. Während die Großen diverse Kuchen, Torten, Bowle und Getränke in den Garten brachten, räumte Fiona die zweite Schultüte aus, ebenfalls im Meeresdesign und nur unwesentlich kleiner als ihre große.
Auf den Tischen verteilte ich in der Zwischenzeit Schulaufkleber, kleine Glitzerbuchstaben und selber gemachte Teelichtbehälter a.k.a. recycelte Breigläschen mit Maskingtape und Schulkindaufkleber, die erst in den Abendstunden richtig gut zur Geltung kamen.
Die Kuchenproduktion hatten wir – meine beste Freundin, meine Mama und ich – unter uns dreien aufgeteilt und ich war am Vortag der Einschulung sehr sehr froh, dass ich mich „nur“ um Muffins (mit Oblaten und Lebensmittelstiften dekoriert) und einen Kuchen mit bunten Fondant-Buchstaben kümmern musste…
Und so sah es dann aus, unser Schulstart-Kuchenbuffet:

 
 
 

kleine Zuckertütenattrappen als Deko zum Aufhängen
 

Fiona war zu der Zeit schon voll im Zuckertütenwahn, insgesamt hat sie von den Gästen 8 (!) Stück
in allen möglichen Größen bekommen. Wie vermutet, stand die Party ganz im Zeichen der Quallen, ihrer Lieblingstiere. Quallenlampe, Quallenlexikon, Quallenstempel, Flaschenqualle und sogar eine selber gebastelte Schultüte mit Quallen dran!
Nach dem Kaffeetrinken fing es zu regnen an. Weil ich das nach dem Wettervorhersage-Krimi schon geahnt hatte, habe ich auch ein paar Regenspiele vorbereitet, z.B. ein Allgemeinwissens-Quiz, bei dem die Erwachsenen gegen die Kinder angetreten sind, das „Teekesselchenspiel“ ebenfalls in den Teams und das Spiel mit dem Teller auf dem Kopf. Und weil sowohl Erwachsene als auch Kinder dabei großen Spaß hatten (und bei der Durchführung sehr witzige Fotos entstanden sind), erzähle ich euch kurz davon.

SPIELIDEE:
Jeder Gast bekommt einen Pappteller, den er auf seinen Kopf legt, und einen Stift. Dann wird nach Ansage blind gezeichnet: eine Linie für den Boden, ein Schulkind, in dessen rechter Hand eine Schultüte, darin mindestens 3 Spielzeuge o.ä., in der linken Hand einen Teller und darauf ein Stück Kuchen. Natürlich habe ich die Anweisungen immer so gegeben, dass man nicht schummeln und mit durchgehender Linie zeichnen konnte. Beim Auswerten der interessanten Gemälde („Oh Gott! Bitte WAS habe ich da gemalt?!“) wurden Punkte verteilt: 1 Punkt, wenn das Kind den Boden berührt, 1 Punkt, wenn der Teller und die Schultüte in der Hand sind und jeweils 2 Punkte, wenn sich der Inhalt tatsächlich in der Zuckertüte und der Kuchen auf dem Teller befindet. Great fun!

Abends gab es angesichts der relativ frischen Temperaturen statt Gegrilltem heiße Soljanka und Gulaschsuppe und wir vergnügten uns auch im Dunkeln noch eine Weile mit dem Selbstauslöser an der Photo Booth Station. So ging ein unvergesslicher Tag mit vielen lieben Gästen und tollen Momenten zu Ende und Fiona fiel spät abends überglücklich und stolz ins Bett…

Und hier sind noch ein paar (nicht gesponsorte!) Links für euch, falls ihr eine Einschulungsparty plant und passendes Zubehör sucht:

Photobooth-Vorlagen (Buch)
Quizfragen für Kinder/Erwachsene
personalisierte Schulkind-Aufkleber und Türschild
Muffinaufleger-Malset mit Lebensmittelstiften
Alphabetausstecher, z.B. für Fondant
Schultüten-Girlande
Kalle, die Kuschelqualle (& exotic friends!)
Buchstaben-Konfetti 
Kerzenset Schulfang
Schulkind-Armband 
Einschulungs-Servietten

Mottoparty "FROZEN"

Ich habe es ja im September-Best-Of schon angekündigt: die Dame des Hauses hat sich zur Feier ihres 5. Geburtstages eine Eiskönigin-Party gewünscht!

Eines vorneweg: natürlich muss man einen Kindergeburtstag nicht so akribisch vorbereiten und bis ins kleinste Detail planen und organisieren. Es würden auch eine Hand voll bunter Luftballons, Stuhltanz und Topfschlagen ausreichen, um ein paar 4-5-jährige Mädchen und Jungs glücklich zu machen. Aber weil ich selber so viel Spaß daran habe, ein Partymotto umzusetzen mit entsprechenden Snacks, Getränken und passenden Spielen für die Gäste, gibt es bei uns eben die Tradition des großen Themengeburtstages. 
In diesem Sinne: herzlich Willkommen auf unserer (virtuellen) Party! Vielleicht sucht ja jemand von euch noch nach Anregungen für dieses Motto. Bedient euch!

Der eigentliche Geburtstag war ein Dienstag, an dem ich (wir hätten ausschlafen können, ich habe mir frei genommen) um 7 Uhr morgens hektisch geweckt wurde mit den Worten: „MAMA, STEH AUF! ICH BIN FÜNF!!!“. Es schloss sich im Sonnenaufgang das Kuchenfrühstück an, die 5-jährige hat stolz ihr handmade-Zahlen-Longshirt von Mama angezogen, den Luftballon-Vorhang an der Zimmertür bestaunt und Geschenke ausgepackt. Highlights waren die sehnlichst gewünschte „Elsa mit den leuchtenden Brüsten“ (Eiskönigin-Barbie, die singt und dabei blau leuchtet) und der kuschelige Drache Kokosnuss mit Buch und CD. Anschließend wollten wir eigentlich einen Ausflug in den Zoo nach Eberswalde machen. Als wir ankamen, regnete es allerdings und sollte laut Prognose auch vorläufig nicht aufhören. Als Alternative ging es vor Ort Pizza essen mit einem spontanen Familientreffen, klein aber fein.

Der nächste Programmpunkt: die Eiskönigin-Feier vier Tage später…

Schon Wochen vorher habe ich im Internet nach Ideen und Anregungen gesucht und mal wieder festgestellt: es gibt nichts, was es nicht gibt! Wie im Sommer mit unserer Gender-Reveal-Party wurde ich auch beim Thema „Frozen“ schnell fündig. Die „Eiskönigin“ ist vor allem im englischsprachigen Raum ein beliebtes Geburtstagsmotto und viele Leute hatten schon viele gute Ideen diesbezüglich! Dass ich die Online-Pinnwand Pinterest liebe, habe ich hier ja schon mehrfach erwähnt. Einziges Risiko: man kommt vom Hundertsten ins Tausendste, wenn man sich durch die verschiedenen Boards und dazugehörigen Blogs clickt. Einige Millionär-Folgen von Jauch sind so an mir vorbeigekleckert, während ich scrollend am Handy hing auf der Couch…

Die Deko hatte ich (übrigens hier) schon einige Zeit vorher bestellt, die wartete nun sehnsüchtig im Karton auf ihren Einsatz. In der Woche vor der großen Party schrieb ich viele Listen, hakte Einiges ab und strich Anderes wieder, kaufte ein (Auszug aus der Einkaufsliste: Salzbrezeln, Mandarinen, Klopapier, Druckerpatrone (!), Erdbeeren, Schokotropfen, Mohrrüben, Rasierschaum, Glitzersteine, … Kommentar meines Mannes: „…und du bist dir sicher, dass du das alles brauchst?!“) und fing gemeinsam mit Fiona an zu schneiden und zu kleben. Sie hatte großen Spaß an den Vorbereitungen, ließ sich alles genauestens erklären und half, wo sie konnte. Ich staune immer wieder, wie sorgfältig und genau sie schon mit der Schere umgehen kann. Wenn ich mich da an meine Kindheit erinnere… *hüstel*

Für die 5 Mädchen und den einen Jungen haben wir aus hellblauem Glitzer- bzw. normalem braunen Moosgummi Kronen und ein Geweih ausgeschnitten (Vorlage gibt’s hier) und mit Gummiband und Tacker daraus personalisierten Kopfschmuck gebastelt (in den weißen Kreis kam jeweils der Anfangsbuchstabe des Namens), den jeder Gast gleich zu Beginn der Party aufsetzen durfte. Die bunten Strohhalme habe ich mit sog. „straw flags“, kleinen Fähnchen, aufgepeppt und die Schilder im Eiskönigin-Design haben wir ausgeschnitten und für das Buffet beschriftet. Diese kostenlosen Vorlagen für Schildchen, Banner, Etiketten uvm. habe ich hier gefunden (dafür übrigens auch die Druckerpatrone auf der Einkaufsliste). Es macht auf jeden Fall etwas her, wenn die originalen Figuren aus dem Film dann auch tatsächlich in der Deko auftauchen!
Last but not least: die 3D-Schneeflocke aus Papier – wow, eine der schönsten Winterbasteleien und gleichzeitig eine der leichtesten Anleitungen, die ich je nachgearbeitet habe! Man braucht dafür nur 6 Blätter, eine Schere, Klebeband und einen Tacker. Alles andere sieht nach filigraner Faltkunst aus, ist aber in wenigen Einzelschritten erklärt und durchgeführt. Für euch ausprobiert: je kleiner die Schneeflocke, desto friemeliger die Arbeit. Aus A4-Blättern gefertigt hat sie einen Durchmesser von etwa 40cm, also absolut partytaugliche Deko! (Die Anleitung ist zwar auf Englisch, aber die Bilder sind selbsterklärend –> click)

Dass die 5-jährige Eiskönigin herself ihre Gäste natürlich standesgemäß im Elsa-Kostüm empfing, ist selbstredend. Ich war erstaunt, dass es noch keine Flecken hatte, so oft, wie sie es zu Hause schon getragen hat im Vorfeld… Nachdem ich die Polaroid-Fotos von den Gästen vor der Luftballonwand gemacht hatte, erklärte Fiona stolz und sehr detailliert den anderen Kindern das Buffet:
(Die Schildchen stecken übrigens ganz mottogetreu in halbierten Styropor-„Schneekugeln“)

„Olaf am Stiel, das sind Bananenschneemänner“

„Olafs Nasen, das sind Mini-Mohrrüben“
„Annas gefrorene Herzen, also Erdbeeren mit Vanillesoße“

„Elsas Eistrunk, das ist blau gefärbte Sprite“

„Svens Geweihe sind Salzbrezeln“

„Elsas Schneebälle: leckere Marshmallows“

„…und geschmolzener Olaf, also Vanillejoghurt mit Mandarine“

Zu allererst gab es für jeden ein Stück von „Elsas Eiskuchen“, weiß-blauer Selterskuchen, der immer allen Kindern schmeckt und den Papa und ich in Gemeinschaftsarbeit hergestellt haben. Zum ersten Mal in meinem Leben mit Fondant gearbeitet (ich dachte immer, es hieße französisch „Fondong“, neulich lief Fersehwerbung für „Fonn-Dannt“, huh?). Die Küche sah hinterher zwar renovierungsbedürftig aus, aber die große „5“ kam super an und jeder wollte seinen Lieblingscharakter aus dem Film auf dem Teller haben (die kleinen runden Bilder sind übrigens essbares Reispapier, eigentlich als Muffin-Topper gedacht)

 
Danach haben wir Geschenke-Flaschendrehen gespielt: alle Gäste setzen sich im Kreis hin und das Geburtstagskind darf die Flasche drehen. Derjenige, auf den sie zeigt, übergibt sein Geschenk, was dann auch sofort ausgepackt wird. Oh, Olaf, dem der Kopf wegspringt – große Freude!
Dann wurde erstmal drinnen gespielt, weil das Wetter sich nicht gerade von seiner freundlichsten Seite zeigte: Olaf-Becherwerfen mit „Schneebällen“ und mit Karottenringen (Moosgummi) auf Svens Geweih zielen. Gar nicht so leicht!
Auf die Plätze, fertig, LOS!

Als es draußen ein bisschen schöner wurde, kam der Insta-Snow zum Einsatz. Was für ein Spaß! Ein bisschen von dem Schneepulver und einen Klecks Wasser in eine Schüssel, und schon wächst wie von Zauberhand eine faszinierende Schnee-Masse zum Spielen und Kneten. Besonders witzig ist es, wenn man hinterher eine kleine Schneeballschlacht auf der grünen Wiese veranstaltet ^^
(Als ich das Pulver einen Tag vorher zum Ausprobieren öffnete, kleckerte mir etwas Pulver ins Spülbecken. Ich dachte mir nichts weiter dabei, drehte den Wasserhahn auf, um die Krümel wegzuspülen und hatte kurz darauf ein ganzes Becken voll Schnee zu beseitigen, haha – wie bei echtem Schnee hilft übrigens Salz, damit die Schneemasse wieder zu Wasser wird)

…und weil immer das am meisten Spaß macht, was man eigentlich nicht darf, ging es nach der Schneeballschlacht drinnen weiter mit einem der wohl beliebtesten Kinderspiele ever: Mumienwickeln mit Klopapier, bei uns natürlich mottogetreu abgewandelt in Schneemann-Wickeln. Die Kinder hatten so viel Spaß dabei und drehten ausdauernd ihre Runden, bis die gewickelten Schneemänner am Ende noch (Moosgummi-)Nase und (Tonpapier-)Knöpfe verpasst bekamen. Fotos, die man auf jeden Fall aufheben und am 18. Geburtstag präsentieren sollte 🙂

 Eine Spielidee von Pinterest, die mir im Laufe der Recherchen nicht nur ein Mal begegnet ist, ist „Pin the nose on Olaf“. Das zugrundeliegende Kinderspiel heißt eigentlich „Pin the tail on the donkey“: das Bild eines schwanzlosen Esels hängt an der Wand und jedes Kind versucht nun nacheinander, mit verbundenen Augen seinen Eselschwanz an die richtige Stelle zu kleben. Klar, dass der Schwanz am Hals für großes Gelächter sorgt. Das Olaf-Spiel funktioniert nach dem gleichen Prinzip, nur anstelle des Schwanzes mit der Karottennase, die ohne zu gucken an ihren richtigen Platz geklebt werden soll. Die Nasen landeten überall, nur nicht im Gesicht und jeder wollte gerne „NOCHMAAAL!“, als das Spiel zu Ende war. An den Nasen habe ich hinten kleine Magnete befestigt, weil wir unser Olaf-Plakat an die Magnettafel gehängt haben. So konnte man das Spiel beliebig oft wiederholen.

Die Vorlage, aus der der große Olaf entstanden ist, gibt es hier zum kostenlosen Download, allerdings in klein mit allen Einzelteilen auf einem A4-Blatt. Das dazugehörige Spiel ist das Olaf-Würfeln: die Schneemannteile liegen in der Mitte und jeder darf der Reihe nach 1x mit dem gebastelten Würfel würfeln. Zeigt der ein Körperteil, kann man es sich nehmen und anfangen, seinen Schneemann zu bauen. Zeigt der Würfel allerdings die Sonne, schmilzt Olaf und man muss ein Körperteil wieder abgeben.
Zitat aus dem Film, Anna zu ihrer Schwester Elsa: „Willst du einen Schneemann bauen?“

Nachdem jeder Partygast sein Polaroid-Foto auf einen winzigen Keilrahmen geklebt und mit blauen Glitzersteinchen verziert hatte, stand eine „Schweinerei“ noch aus: Frozen Paint!
Dafür habe ich gekühlten Rasierschaum mit flüssigem Schulkleber gemischt und ein bisschen Glitzer eingestreut. Nun durfte jeder mit einem dicken Pinsel den Schaum auf seinem Stück Tonpapier verteilen und daraus einen Schneemann formen. Der bekam zum Schluss eine Nase, Augen und Knöpfe aus Tonpapier verpasst, trocknete aber leider nicht so, wie ich es mir gedacht hatte (nächstes Mal mehr Kleber!). Rasierschaum und Kleber müssen zu ungefähr gleichen Teilen gemischt werden, damit die Masse richtig hart wird und man einen tollen 3D-Schneemann modellieren kann. Lustig war die Aktion auf jeden Fall, auch wenn der Raum und meine Hände noch 3 Tage später nach „Mann“ gerochen haben…

Zum Abendessen hinterher wurden selbstgemachte Pizza-Schneemänner serviert und die Gäste tranken noch einen blauen Eispunsch, bis schon die ersten Mamas vor der Tür standen und es ans Verabschieden ging. Glücklicherweise erleichtert einem die Aussicht auf eine kleine Mitgebsel-Tüte das Nachhause-Gehen dann doch ein bisschen 😉

Fiona spricht heute noch von ihrer Party, möchte am Liebsten das gesamte Buffet noch mal essen und guckt sich regelmäßig die Bilder von der Feier an. Mir haben Vorbereitung, Planung und Durchführung auch großen Spaß gemacht und ich habe das ausgelassene Lachen der Gäste noch im Ohr bei unseren „Schweinereien“ wie dem Schneemann-Wickeln oder der Pulverschlacht im Garten.
Schön war’s! Ich bin gespannt auf’s nächste Jahr!

Die Vögel sind los: unsere Angry-Birds-Party

Wie angekündigt, fand am vergangenen Wochenende unsere Angry-Birds-Party zum 4. Geburtstag statt. Jeder Versuch im Vorfeld, das Motto auf ein bekannteres à la Micky Maus, Raupe Nimmersatt (denn dazu habe ich die passende Backform ^^) oder Winnie Pooh umzulenken, scheiterte kläglich. Es sollten definitiv die wütenden Vögel sein.
Heutzutage gibt es ja bekanntlich nichts, was es nicht gibt, so auch Partyzubehör mit den Angry Birds in Form von Bechern, Tellern und Strohhalmen. Der Deko-Grundstein war also gelegt, nun galt es noch, den kreativen Aktionismus in „gevögelte“ Bahnen zu lenken, um Kinder- und Erwachsenenaugen an diesem besonderen Tag zum Strahlen zu bringen. Dank Pinterest (und vielen Mamas, die schon vor der gleichen Aufgabe gestanden haben wie ich) mangelte es nicht an Inspirationen, die nun auf ihre Umsetzung warteten.

Obwohl die Party erst um 15 Uhr beginnen sollte, konnte ich Fiona morgens nicht davon überzeugen, ihr Geburtstagsoutfit noch ein paar Stunden im Schrank zu lassen. Während meine Mama und ich also den Raum dekorierten, rückte Fiona in ihrem Minnie-Kleidchen die Teller, die wir kurz zuvor auf den Tisch gestellt haben, nochmal zurecht, verteilte die Strohhalme („Also ich nehme den Bombenvogel!“), naschte hier und da von der bunten „Vogelkacke“ und schnappte sich heimlich eine Partytröte, um unsere Arbeit „musikalisch“ zu untermalen und uns schon mal ein bisschen einzustimmen auf das, was kommen würde. Am Vorabend hatte ich bunte Luftballons aufgeblasen und ihnen mit Hilfe einer Vorlage Angry-Birds-Augen und -Schnäbel verpasst. Diese Biester wollten nun aber nicht so an der Gardinenstange hängen, wie ich es mir vorgestellt hatte, sondern sie drehten sich frech weg und schauten eher auf den Fußboden oder aus dem Fenster, statt in Richtung des Geburtstagstisches. Verdammte Schwerkraft! Universalhelfer in der Not? Doppelseitiges Klebeband! Dank meiner Mama präsentierten sich sowohl ein gelber als auch ein roter Vogel auf einer klassischen Obsttorte, zweifelsfrei das Kuchen-Highlight schlechthin! Da Vögel ja sicher auch mal Raupen fressen, konnte auch meine Raupen-Backform noch mal zum Einsatz kommen (ha!). Und die verkleidete Wassermelone ist auf Fionas Geburtstag ja schon fast zur Tradition geworden. Letztes Jahr, zur Unterwasserparty, war es der Melonen-Hai, in diesem Jahr saß ein Melonen-Schwein mitten auf dem Tisch, zugleich ein wunderbarer Platz zum Einstecken der Wunderkerzen. So ein bisschen „Traumschiff“ gehört für mich einfach dazu 😉

Als die kleinen Gäste nach und nach eintrudelten, wurde erstmal mit RobbyBubble-Sekt aus Angry-
Birds-Bechern angestoßen und sich anschließend über das Kuchen-Buffet
hergemacht. „Ich kann das schon alleine, ich bin schließlich schon 4!“ ist seit dem Geburtstag der Standardsatz geworden, der bei jeder sich bietenden Gelegenheit angebracht wird. So auch im Zusammenhang mit Scheren, Messern oder anderen Gegenständen, die früher einfach nur „nein“ hießen. Sichtlich stolz führte das Geburtstagskind nun also das große Messer durch die Angry-Birds-Torten (mit Hilfe natürlich) und löste bei meiner Oma spontanes Schwitzen aus 😉
Möchte hier jemand Schlagsahne dazu?

Nach dem Kaffee und dem Aufreißen der Geschenke („Oooohhhh Oktonauten! Oooohhhh LegoFriends! Oooohhhh Sendung mit der Maus!“) nutzten wir spontan das schöne Wetter (ok, „schön“ ist vielleicht übertrieben, aber bei einer angesagten Regenwahrscheinlichkeit von 90% ist es tatsächlich gerade mal schön, wenn es nicht schüttet wie aus Kübeln…) und gingen ausgerüstet mit Matschhosen und wetterfesten Jacken in den Garten. Dort wurden Trampolin und Klettergerüst von 4 spielenden Kindern auf Herz und Nieren geprüft – Test bestanden! Wieder im Warmen haben die Kinder mit mir gemeinsam eine Runde gesungen und getanzt, vom grünen Frosch im Teich bis zum Schwein mit dem Ringelschwanz, und mit Klanghölzern und anderen orff’schen Instrumenten das Lied von den Störchen begleitet, die im Winter nach Afrika ziehen. Fiona bekam ihr Geburtstagsständchen „Hoch soll sie leben“ und wurde vor Freude quietschend von Mama und Papa im Stuhl bis an die Zimmerdecke gehoben. „Dreiiii Maaaaal hoooooch!“

Schon am Vortag habe ich mit den Vorbereitungen für das Gipsfiguren-Anmalen begonnen, denn der Gips sollte 24 Stunden Zeit zum Trocknen haben (weil ich versehentlich mehr Gips angerührt hatte, als ich für ein Mal gießen benötigte, wurden zusätzlich zu den Schmetterlingen und Libellen aus dem Set kurzerhand noch die Formen in den Knetebehältern missbräuchlich verwendet und ergaben ganz niedliche kleine Gipstierchen). Beim geburtstagsvorbereitenden Stöbern auf amazon stolperte ich nämlich vor Kurzem über so ein Set und fühlte mich schlagartig zurückversetzt in das Jahr 1994, als das Gießen und Anmalen von Dinosaurierfiguren das Highlight schlechthin auf meinem eigenen Geburtstag gewesen ist. Dass ich als Einzige auf dem Bild nicht so glücklich aussehe, liegt übrigens nicht an den Gipsfiguren, sondern daran, dass man seinen Gästen üblicherweise den Vortritt lässt und dem kleinen Steinbock im zarten Alter von 7 Jahren das alles andere als einleuchtete ^^

Zurück in 2013: mit großen Augen schnappten sich die kleinen Gäste Pinsel, Farben und Gipsfiguren und zauberten wunderschöne Mini-Kunstwerke, die wir anschließend noch mit Magnetfolie beklebten, damit sie zu Hause den Kühlschrank verschönern können. Ich staunte wirklich, wie konzentriert und ausdauernd sich die vier Vierjährigen mit ihren kleinen bunten Figuren beschäftigt haben! Auf einem echten Mädchengeburtstag darf natürlich der Glitzer auch nicht fehlen, deshalb gab es erst welchen für die Gipsfiguren und danach noch welchen für die Kinderarme in Form eines stylischen Tattoos. Große Aufregung bei den Mäusen! Das gewünschte Motiv wird aus der Folie ausgeschnitten und mittels Handwärme auf die Haut übertragen. Auf dieses durchsichtige Klebemuster pinselt man dann den Glitzer in lila oder türkis und pustet den überschüssigen Glitzerstaub weg (in der Geburtstagsversion wünscht man sich dabei auch etwas ;). Um mit der Technik vertraut zu werden, probierte ich eines dieser Special-Tattoos am Abend vorher bei mir selber aus. Es funktionierte tatsächlich und zeigt sich bis heute sichtlich unbeeindruckt von Wasser und Seife. Gut, dass ich eh mit Kindern arbeite, da darf man sowas tragen ^^

Hinterher spielten wir noch – allerdings indoor – das Angry-Birds-Outdoorspiel, bei dem man dicke Stoffvögel auf das auf einer kleinen Holzblockkonstruktion sitzende Gummischwein werfen und möglichst viele Punkte erzielen muss. Meine große Tüte Modellierballons hatte ich natürlich auch mitgebracht. Nachdem sich die Kinder ihre Lieblingsfarbe ausgesucht hatten, durften sie mir beim Aufpumpen ihres Ballons mit der kleinen Pumpe helfen. Nachdem die Ballons alle gut gefüllt waren, knotete ich fleißig im Ring sitzende Papageien, die die Kinder dann mit Wackelaugen und einer Schwanzfeder beklebten.
Während ich noch am letzten Papagei rumknotete, stand schon das Abendessen auf dem Tisch. Für die Kinder gab es Spinnennudeln (wahlweise Vogelnester, Tausenfüßler oder schlicht und ergreifend Würstchennudeln), ebenfalls nach einer Idee von Pinterest. Mit zwei kleinen Augenpunkten gehen die Spinnen sicher auch super als Halloween-Mahlzeit durch: einfach Würstchen in Stücke schneiden, die noch harten Spaghetti durch die Wurst-Stücke stecken und alles in einem Topf mit Wasser kochen. Als kleiner gesunder Snack warteten in Anlehnung an das Motto der Party noch „Schweinenasen“, die ebenfalls reißenden Absatz gefunden haben.

Nach einem gemeinsamen Mama-Kinder-Tanz wurden draußen im Dunklen noch ein paar Wunderkerzen angezündet, die Kinder bekamen ihre Mitgebsel-Tütchen (mit Angry-Birds-Lolli, Flummi, Malseife, Partytröte etc.), verabschiedeten sich voneinander und fielen wohl alle hunde- (oder sollte ich besser sagen vogel-)müde ins Bett. Fiona war sehr glücklich und fragte beim Schlafengehen, wann sie denn das nächste Mal Geburtstag habe. Ich verriet ihr, dass es noch ein ganzes Jahr dauert und ergänzte für sie unhörbar ein leises „zum Glück…“, als ich mindestens genauso k.o. das Licht ausknipste 🙂

Mottoparty Unterwasser

Wie im Urlaubsartikel schon angekündigt, folgt heute nun endlich der Geburtstagspost! Ich hänge durch die Woche Ägypten und die ausgeuferten (haha, das Motto ^^) Geburtstagsvorbereitungen ein bisschen hinterher, warum genau werdet ihr gleich sehen. Und weil Feiern so schön ist, mache ich das jetzt hier mit meinen lieben Lesern und entführe euch in die Unterwasserwelt. Taucherbrille auf, Schnorchel dran und dann geht’s auch schon runter…..

15:04 Uhr, Fiona: „Mama, wo sind meine Gäste? Wann geht die Party los?“

Gewünscht hatte sich Prinzessin Fiona eine Unterwasserparty mit den Helden ihrer Lieblingsserie: den Oktonauten.
Ich surfte seit Wochen ziellos durch das worldwideweb auf der Suche nach zündenden Ideen für die Party. Dass die Oktonauten auf den Kuchen müssen, war mir klar. Aber WIE?! Es gibt solche großen, bedruckten Oblatenscheiben, die man einfach auf die Torte oder die Muffins legt, aber das erschien mir dann doch ein bisschen zu unkreativ. Mit Vertrauen in die eigenen (ungeahnten!) Fähigkeiten kaufte ich also Marzipanrohmasse, Lebensmittelfarben und Zuckerschrift und deponierte diese im Küchenschrank, damit mein kreatives Zentrum im Urlaub darüber nachdenken konnte, wie wir – Hirn und Hand – alle gekauften Zutaten eine sinnvolle Verbindung miteinander eingehen lassen können. Hat man erst einmal das Motto im Kopf und eine ungefähre Vorstellung davon, wie es aussehen soll, kommen die Ideen von ganz alleine. Da stolpert man plötzlich ständig über Anregungen, die sich mit kleinen Veränderungen wunderbar an das Motto anpassen lassen.
Aber genug der Vorrede, ihr wollt jetzt sicher Fotos sehen 🙂
Mit Hilfe meiner Eltern, die ich vorher übrigens noch nie mit Pinsel in der Hand gesehen hatte, entstanden aus übriggebliebenen Styroporplatten der Billy-Regale große Meerestiere, die später als Deko von der Decke hängen sollten. Ich schnappte mir das Handy, googelte mit der Bildersuche Begriffe wie „Schildkröte“, „Delphin“ und „Clownfisch“ und schnitt sie dann frei Hand mit dem Cuttermesser aus. Es wurde mit vereinten Kräften und bunten Bastelfarben drauf los gepinselt und Fiona hatte währenddessen ihren Spaß mit den Styroporresten, aus denen sie mit einer erstaunlichen Akribie und Geduld Kleinholz herstellte.

Des Krebsens Arm musste schon vor Partybeginn getaped werden – Diagnose: Scherenbruch!

Hat man erst mal angefangen zu dekorieren, kommt man vom Hundertsten ins Tausendste. Hier noch ein kleines Detail, dort noch eine coole Idee für’s Essen. Das süße Unterwassergedeck inklusive Pappbecher, Tischkonfetti, Mitgebseltütchen für die Gäste und Servietten habe ich übrigens von hier. Falls ihr auch eine Mottoparty plant, werdet ihr im Shop auf jeden Fall fündig, was die Grundausstattung betrifft – nicht nur für Kinderpartys!
Als die Styroportiere mit vorher ausgelotetem Schwerpunkt endlich hingen und Tische und Stühle am richtigen Platz standen, wollten wir nur noch „schnell“ die Tische decken. Diese überniedlichen Servietten kann man aber nicht einfach so danebenlegen, dann kommen sie ja gar nicht richtig zur Geltung. Also – was passt zum Motto? Kleine Schiffe, die werden wir ja wohl hinkriegen! Im Tunesienurlaub hatten wir von einem Kellner gelernt, wie man ein Schiff faltet. Allerdings waren es dort Stoffservietten, die sich irgendwie besser in Form bringen ließen. Wir falteten uns einen Wolf, aber was dabei rauskam, ähnelte eher einem windschiefen Surfbrett als einem Boot. Nun sollte also das Smartphone seinem Namen gerecht werden und uns kurz und smart erklären, wie aus einem bunten Stück Stoff ein Schiff werden kann. Meine Mama und ich falteten fein säuberlich die 12 (!)-seitige PDF-Anleitung nach und stockten beide an einer Stelle, wo irgendwelche Ecken nach innen über Kreuz gefaltet werden sollten. Trotz Zeichnung: da waren keine Ecken und Kreuze schon gar nicht. Mein Papa stand derweil grinsend daneben und fragte, warum wir die nicht einfach neben den Teller legen würden. Ich gab zu, dass sie am Ende garantiert einfach nur dreieckig da stehen würden, es uns aber jetzt wurmt, dass wir kein simples Schiff gefaltet kriegen! Wenige Minuten später hatte ich sie gefunden: eine Kinderseite mit Anleitung für einen Serviettendampfer. Ungefragt bekam mein Papa auch einen Stapel Servietten vor die Nase gelegt und so falteten wir die nächste Stunde 16 formschöne Dampfschiffe mit Schornstein, ahoi!

Als Fiona am 6. abends im Bett war („wenn ich aufstehe, habe ich Geburtstag??“ – „nein, mein Schatz. Wenn du MORGEN aufstehst, dann hast du Geburtstag“ <– habe schon dazu gelernt ^^), ging es an die Essensvorbereitungen. Der fluffig-schokoladige Wolkenkuchen war schnell gebacken, nun hieß es Ärmel hoch und ran an's Marzipan. So nach und nach entstanden tatsächlich süße Scheiben mit Ohren, Hüten und Augenklappe, deren ganz und gar beabsichtigte Ähnlichkeiten mit besagten TV-Helden nicht zu verleugnen war. Was bin ich stolz! Marzipanrohmasse in Verbindung mit Lebensmittelfarbe ist eine ziemlich klebrige Angelegenheit, ich habe noch am nächsten Morgen Reste an meinem Ellenbogen gefunden, aber das Nono-Gesicht war's absolut wert!!

Um das reichhaltige Kuchenbüffet von meiner Mama und mir zuckertechnisch ein bisschen zu relativieren, enstanden noch „Bananemonen“, also Seeanemonen bestehend aus einem Stück Banane am Stiel, was zuerst in geschmolzene Schokolade und anschließend in bunte Zuckerstreusel getaucht wurde. Gesund ist anders, aber immerhin war Obst beteiligt 😉 Die Anemonen habe ich in Gläser mit blau gefärbtem Reis gestellt, dafür einfach einen Tropfen Lebensmittelfarbe und einen Beutel Reis in eine Plastiktüte füllen und ein bisschen kneten. Toller Effekt und vielseitig anwendbar! Meine Mama hat grünen Wackelpudding mit blauer Lebensmittelfarbe bearbeitet, das Ergebnis war allerdings weniger türkis als gedacht. Weil im Algenwasser auch Algen schwimmen, kamen ein paar Kiwischeiben dazu, auf denen es sich Oktopusse und Seeigel gemütlich gemacht haben. Gesünder als meine Bananemonen waren sie auf jeden Fall, denn sie bestanden zu 100% aus Pflaumen, Weintrauben und Physalis mit Zahnstochern. Last but not least seht ihr in der oberen Collage unten links den Melonen-Hai. Der hat in der Herstellung die Marzipanschweinerei noch um Längen übertroffen, kam aber bei Fiona und ihren Gästen sehr gut an! Ich habe das „Maulstück“ aus der Melone entfernt, das Innere mit einem Löffel ausgeschabt, Zähne geschnitten und vorsichtig die grüne Schale darüber abgeschabt. Am Ende kamen die mundgerecht portionierten Melonenstückchen wieder ins Maul, ein Stück Schale als Flosse oben rauf und zwei Weintrauben als Augen eingepiekt – fertig war der Hai.
(Die Flosse war unbemerkt über Nacht in unserem Kühlschrank abgefallen, die hat der Papa dann separat mit zur Party gebracht ^^)

Als die ersten Gäste eintrafen, wurden freudig Geschenke angenommen, Kerzen ausgepustet und das Büffet erobert. Erstes Highlight waren die Wachsmalstifte und das niedliche „Luftschloss“ (kleiner Heliumballon am Stiel), die erstmal jedem erwachsenem Gast stolz präsentiert wurden, auch mehrfach 🙂 Beim anschließenden Auspacken der Geschenke war Fionas Freude ungebremst über so viele liebe Aufmerksamkeiten, einige sogar dem Motto entsprechend: Unterwasserpuzzle, Plüsch-Peso (Oktonauten…), Playmobil-Urlaubsset, Oktonauten-Actionfiguren, Spiele, Schubkarre, etc. Ich staunte, dass Fiona ihr nagelneues Spielzeug so problemlos mit ihren Freunden teilte, als sie sich gegen Ende der Feier auf dem Spielteppich versammelt hatten und die Playmobilfiguren unter fachkundiger Anleitung vier kleiner Spielmädchen ihren mitgebrachten Mini-Pool ausprobieren durften.
Vorher wartete aber das Partyprogramm auf die kleinen Gäste. Es war zwar „nicht gerade Biergartenwetter“, aber für unsere aufregende Schatzsuche konnten wir sogar in den Garten gehen, kurz bevor es dann wirklich anfing zu regnen. Im Partyraum waren insgesamt 4 Schatzkarten versteckt (von Fiona ausgemalte, laminierte Meerestiervorlagen), von denen nur eine auf der Rückseite einen Hinweis auf den Schatz hatte. Die Kinder haben nach der Suchanweisung den Raum auf den Kopf gestellt und alle vier Kärtchen gefunden. Auf der Krabbe war hinten etwas großes Rundes abgebildet und ein springendes Kind: na klar, auf zum Trampolin! Im Jackengewusel beim Anziehen konnte ich unbemerkt verschwinden und die Schatztruhe noch schnell an ihren Bestimmungsort bringen, das war im Vorfeld irgendwie untergegangen ^^ Die Mäuse – unanbgesprochen alle in Pink – schlichen wie Falschgeld durch den Garten und suchten, was das Zeug hielt. Als Nonos „besondere Lena“ den Schatz unter einem Gebüsch gefunden hatte, steckten gleich 4 Mädchenköpfe zur feierlichen und spannenden Öffnung der Schatztruhe zusammen. Das Suchen hatte sich gelohnt: wunderschöne Fischmagnete warteten in der Kiste auf die Kinder.

Und wo wir schon mal da waren, wurde auch gleich noch quietschvergnügt das (an den Seiten vom Vortag noch nasse) Trampolin besprungen. Nach dem anschließenden Strumpfhosenwechsel habe ich mit den Kindern Kreisspiele getanzt und gesungen, wir haben Enten geangelt, kleine Preise abgestaubt und gemeinsam große Fische gebastelt. Aus von den Mädchen mit Glitzerfarben und viel Spaß bemalten Papptellern wurden die Münder mit Mamas Hilfe ausgeschnitten, Wackelaugen und Schuppen aufgeklebt, sowieso Rück- und Seitenflossen befestigt. Und wo wir eh schon matschig waren, konnten wir auch gleich noch die Handabdrücke für das Erinnerungsaquarium drucken – blubb. Die „Großen“ vom Erwachsenentisch guckten allesamt ganz interessiert in die Kinderbastelecke und hinterher auf die superschönen Fischkreationen! Tja, da kann man schon mal neidisch werden 😉

Zum Ausklang der gelungenen (ich weiß, Eigenlob stinkt, aber es war wirklich schön) Party mit den besten Gästen und den tollsten Geschenken gab es einen von meiner Mama kreierten Clownteller für die Kinder mit einer Scheibe Toast als Gesicht, Gurkenaugen, einer Boulettennase, einem Wienerwürstchenmund und Ketchup-Haaren  – na wenn das nix is 😉 Die Erwachsenen bekamen Kassler und Sauerkraut serviert und auch da erwischte ich wieder neidische Blicke auf den Kindertisch ^^
Kleine Ketten mit seifenblasenflüssigkeitsgefüllten Delphin-, Fisch-, Pinguin- und Oktopusanhängern gab es für die Kinder beim Nachhausegehen noch, so konnte auch das Partyverlassen ohne Meckern von statten gehen, denn alle sind schon länger geblieben, als sie es für einen Sonntag Abend eigentlich vorgesehen hatten. Vielen Dank, dass ihr da wart! Ihr habt Fiona einen unvergesslich schönen 3. Geburtstag beschert, an den sie sich noch lange erinnern wird!
Happy Birthday!

P.S. Und nachdem das Kind schon lange im Bett war und wir Großen beim nichtssagenden Sonntagabendfernsehprogramm nach diesem aufregenden und anstrengenden Tag im Halbdunkel auf der Couch lagen, hatte ich meinen ganz persönlichen Geburtstagsmoment, nämlich, als ich um exakt 23:59 Uhr auf die Uhr schaute und mich erinnerte, wie ich vor genau 3 Jahren mein 50cm langes GLÜCK zum ersten Mal in den Armen hielt…schnief 😉