Unsere Einschulungsparty

Einladungskarten gebastelt

Fiona hatte schon „eine ganze Ewigkeit“ auf diesen Tag gewartet und nun war er endlich gekommen, ihre Einschulung! Einerseits freute ich mich ebenfalls riesig auf die Feier, andererseits heißt die Einschulung für Eltern ja auch, sich ein Stück weit von seinem „Baby“ zu verabschieden… Hach!
Bei uns ist der Schulanfang neben Jugendweihe, Abiball und Hochzeit eines der größten Feste im Leben eines jungen Menschen. Endlich Schulkind, hurra! Und weil ich außerdem so gerne Partys plane, beschäftigte ich mich schon lange vorher mit Deko, Spielen, Kuchen und graste regelmäßig systematisch Pinterest und Amazon nach Ideen ab. Fiona liebt systematische Übersichten und hat sich für die 3 Wochen vor dem großen Tag eine Tabelle bestellt, bei der sie jeden Tag eintragen kann, was sie vorhat, u.a. Currywurstmuseum, Geburtstage und Bahnfahrten. Damit wurde die Zeitspanne für sie ein bisschen greifbarer als nur: „Wie lange noch?“ – „3x Sendung mit der Maus“.

Ich für meinen Teil brauchte keine Tabelle, aber checkte seit t minus 10 Tagen stündlich die Wettervorhersage, die sich als wahrer Krimi präsentierte. In den Tagen vor besagtem Samstag wechselte das yahoo-Wetter täglich zwischen Sonne/Wolken und 90% Regen und Gewitter. Im Endeffekt war es vormittags zum Klassenfoto vor der Schule sehr schön, aber frisch, und nachmittags teilweise nass, was aber der guten Stimmung unter dem Partyzelt in unserem Garten keinen Abbruch getan hat!

Geschwisterplüsch kurz vor’m Losgehen ❤

Am Morgen von Tag X fuhren wir früh zu einer guten Freundin, Fionas Haare machen lassen. Mich lässt sie nicht oder nur selten flechten, aber an so einem wichtigen Tag möchte man ja wie eine Prinzessin aussehen. Wieder zu Hause angekommen, holten wir die Kleider aus dem Schrank, die schon so oft anprobiert und bestaunt worden sind in den vergangenen Monaten. Sie strahlte beim Anziehen über das ganze Gesicht und wäre am liebsten sofort losgelaufen zur Schule. Unsere Feierstunde in der Turnhalle der Grundschule begann um 11 Uhr. Als beide Kinder angezogen waren und Mama sich wasserfest geschminkt hatte, liefen wir mit leerer Mappe auf dem Rücken und schwerer Schultüte im Arm in Richtung Schule. Unterwegs bemerkte ich, dass ich zwar Notfallbabykekse, eine Flasche Wasser und meinen Hausschlüssel, aber keine Taschentücher eingepackt hatte. Anfängerfehler!

Als wir ankamen, war die Turnhalle bereits brechend voll. Fiona bekam von einer größeren Schülerin einen Blumenstrauß und das ausgemalte Schulmaskottchen am Stiel in die Hand gedrückt und wurde von der Hortnerin zu den Bänken begleitet, auf denen die anderen Schüler der Klasse 1b schon Platz genommen hatten: „Tschüss, mein Schatz. Viel Spaß! Ich hab dich lieb!“
Wir suchten uns währenddessen im hinteren Teil der Halle einen (Steh-)Platz und warteten, dass die Veranstaltung begann.
„Liebe Schülerinnen und Schüler der ersten Klassen, liebe Eltern, liebe Gäste….“. Mir rollten schon beinahe die Tränen, als ich den Anfang der Begrüßungsrede der Schulleiterin hörte, denn es waren die gleichen Worte aus dem gleichen Mund wie damals 1993, als die kleine Vivi mit ihrer Schulmappe vorne auf der Bank gesessen hat. Flashback!

Die älteren Schüler gestalteten ein schönes Programm vom kleinen Zwerg, der in die Schule geht, sangen „Alle Kinder lernen lesen“ mit Buchstabenschildern und spielten mit den Erstklässlern ein niedliches Theater mit deren Schulmaskottchen („Jetzt tanzt es auf eurer Hand“…“Jetzt winkt es dem Nachbarn“ usw.). Felicia war übrigens die ganze Zeit über wach, sagte aber keinen Ton, als ob sie gewusst hat, dass ihre große Schwester an diesem Tag die Hauptperson gewesen ist.
Dann kam der große Moment: die Kinder wurden klassenweise aufgerufen und nach vorn gebeten, bekamen ein Kuscheltier als Schlüsselanhänger geschenkt und stellten sich in Zweierreihen auf, um dann gemeinsam mit der Lehrerin ins Klassenzimmer zu gehen. Wie mein kleines großes Mädchen da so selbstbewusst nach vorn ging, als es seinen Namen gehört hat, und sich ganz selbstverständlich in die Mappenträger einreihte, musste ich doch kurz schlucken. Aber weinen war nicht drin, ich hatte ja die Taschentücher zu Hause vergessen 😉

Nach einer zumindest für mich sehr emotionalen Rede an die Eltern, in der es u.a. um Selbstbewusstsein, Vertrauen, Selbstständigkeit und Loslassen ging, wurden auch wir „entlassen“ und konnten zu den Schulgebäuden gehen, aus denen die Kinder wenige Minuten später mit ihrer Klassenlehrerin kamen und sich bei strahlendem Sonnenschein für ein allererstes Klassenfoto aufstellten. Ich machte gerade ein kurzes Video als alle auf Kommando „Ameisenscheiße“ riefen und herzhaft lachten, allerdings ist auf der Aufnahme auch zu hören, wie die Frau neben mir sehr penetrant zum wiederholten Male ihre sonnengeblendete „Coraaaa“ dazu aufforderte, die Hand runterzunehmen. Well…

Fiona mit meinem Papa

Kurz bevor wir für’s Mittagessen mit der Familie zum Italiener gefahren sind, bekam Fiona von Papa auf dem Schulhof noch ihre große Arielle-Zuckertüte überreicht, deren Inhalt natürlich nicht unausgepackt bis nach dem Essen warten konnte: Radiergummis in allen Formen und Farben, Süßigkeiten, Rechenschieber, ABC-Taschentücher, Buchstaben-Memo, Zahlenkarten, Namensetiketten, Meeresaufkleber, ABC-Zauberduell, flauschige Kramtasche, Anspitzer, Schutzengel, Armband, Tintenroller, Schere, Pinsel, Bleistifte, … und das Wichtigste:
Kalle, die (Kuschel-)Qualle!

 

Nach dem Italiener ging es nach Hause, wo die bunten ABC-Luftballons am Zaun schon verrieten, dass im Garten eine Party steigen würde. Die Papiertischdecken und Zuckertütengirlanden hatten wir am Vorabend schon angeklebt. Die hatten sich inzwischen teilweise selbstständig gemacht und mussten nochmal nachgeklebt werden, bevor die Gäste kamen. Während die Großen diverse Kuchen, Torten, Bowle und Getränke in den Garten brachten, räumte Fiona die zweite Schultüte aus, ebenfalls im Meeresdesign und nur unwesentlich kleiner als ihre große.
Auf den Tischen verteilte ich in der Zwischenzeit Schulaufkleber, kleine Glitzerbuchstaben und selber gemachte Teelichtbehälter a.k.a. recycelte Breigläschen mit Maskingtape und Schulkindaufkleber, die erst in den Abendstunden richtig gut zur Geltung kamen.
Die Kuchenproduktion hatten wir – meine beste Freundin, meine Mama und ich – unter uns dreien aufgeteilt und ich war am Vortag der Einschulung sehr sehr froh, dass ich mich „nur“ um Muffins (mit Oblaten und Lebensmittelstiften dekoriert) und einen Kuchen mit bunten Fondant-Buchstaben kümmern musste…
Und so sah es dann aus, unser Schulstart-Kuchenbuffet:

 
 
 

kleine Zuckertütenattrappen als Deko zum Aufhängen
 

Fiona war zu der Zeit schon voll im Zuckertütenwahn, insgesamt hat sie von den Gästen 8 (!) Stück
in allen möglichen Größen bekommen. Wie vermutet, stand die Party ganz im Zeichen der Quallen, ihrer Lieblingstiere. Quallenlampe, Quallenlexikon, Quallenstempel, Flaschenqualle und sogar eine selber gebastelte Schultüte mit Quallen dran!
Nach dem Kaffeetrinken fing es zu regnen an. Weil ich das nach dem Wettervorhersage-Krimi schon geahnt hatte, habe ich auch ein paar Regenspiele vorbereitet, z.B. ein Allgemeinwissens-Quiz, bei dem die Erwachsenen gegen die Kinder angetreten sind, das „Teekesselchenspiel“ ebenfalls in den Teams und das Spiel mit dem Teller auf dem Kopf. Und weil sowohl Erwachsene als auch Kinder dabei großen Spaß hatten (und bei der Durchführung sehr witzige Fotos entstanden sind), erzähle ich euch kurz davon.

SPIELIDEE:
Jeder Gast bekommt einen Pappteller, den er auf seinen Kopf legt, und einen Stift. Dann wird nach Ansage blind gezeichnet: eine Linie für den Boden, ein Schulkind, in dessen rechter Hand eine Schultüte, darin mindestens 3 Spielzeuge o.ä., in der linken Hand einen Teller und darauf ein Stück Kuchen. Natürlich habe ich die Anweisungen immer so gegeben, dass man nicht schummeln und mit durchgehender Linie zeichnen konnte. Beim Auswerten der interessanten Gemälde („Oh Gott! Bitte WAS habe ich da gemalt?!“) wurden Punkte verteilt: 1 Punkt, wenn das Kind den Boden berührt, 1 Punkt, wenn der Teller und die Schultüte in der Hand sind und jeweils 2 Punkte, wenn sich der Inhalt tatsächlich in der Zuckertüte und der Kuchen auf dem Teller befindet. Great fun!

Abends gab es angesichts der relativ frischen Temperaturen statt Gegrilltem heiße Soljanka und Gulaschsuppe und wir vergnügten uns auch im Dunkeln noch eine Weile mit dem Selbstauslöser an der Photo Booth Station. So ging ein unvergesslicher Tag mit vielen lieben Gästen und tollen Momenten zu Ende und Fiona fiel spät abends überglücklich und stolz ins Bett…

Und hier sind noch ein paar (nicht gesponsorte!) Links für euch, falls ihr eine Einschulungsparty plant und passendes Zubehör sucht:

Photobooth-Vorlagen (Buch)
Quizfragen für Kinder/Erwachsene
personalisierte Schulkind-Aufkleber und Türschild
Muffinaufleger-Malset mit Lebensmittelstiften
Alphabetausstecher, z.B. für Fondant
Schultüten-Girlande
Kalle, die Kuschelqualle (& exotic friends!)
Buchstaben-Konfetti 
Kerzenset Schulfang
Schulkind-Armband 
Einschulungs-Servietten

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Mottoparty "FROZEN"

Ich habe es ja im September-Best-Of schon angekündigt: die Dame des Hauses hat sich zur Feier ihres 5. Geburtstages eine Eiskönigin-Party gewünscht!

Eines vorneweg: natürlich muss man einen Kindergeburtstag nicht so akribisch vorbereiten und bis ins kleinste Detail planen und organisieren. Es würden auch eine Hand voll bunter Luftballons, Stuhltanz und Topfschlagen ausreichen, um ein paar 4-5-jährige Mädchen und Jungs glücklich zu machen. Aber weil ich selber so viel Spaß daran habe, ein Partymotto umzusetzen mit entsprechenden Snacks, Getränken und passenden Spielen für die Gäste, gibt es bei uns eben die Tradition des großen Themengeburtstages. 
In diesem Sinne: herzlich Willkommen auf unserer (virtuellen) Party! Vielleicht sucht ja jemand von euch noch nach Anregungen für dieses Motto. Bedient euch!

Der eigentliche Geburtstag war ein Dienstag, an dem ich (wir hätten ausschlafen können, ich habe mir frei genommen) um 7 Uhr morgens hektisch geweckt wurde mit den Worten: „MAMA, STEH AUF! ICH BIN FÜNF!!!“. Es schloss sich im Sonnenaufgang das Kuchenfrühstück an, die 5-jährige hat stolz ihr handmade-Zahlen-Longshirt von Mama angezogen, den Luftballon-Vorhang an der Zimmertür bestaunt und Geschenke ausgepackt. Highlights waren die sehnlichst gewünschte „Elsa mit den leuchtenden Brüsten“ (Eiskönigin-Barbie, die singt und dabei blau leuchtet) und der kuschelige Drache Kokosnuss mit Buch und CD. Anschließend wollten wir eigentlich einen Ausflug in den Zoo nach Eberswalde machen. Als wir ankamen, regnete es allerdings und sollte laut Prognose auch vorläufig nicht aufhören. Als Alternative ging es vor Ort Pizza essen mit einem spontanen Familientreffen, klein aber fein.

Der nächste Programmpunkt: die Eiskönigin-Feier vier Tage später…

Schon Wochen vorher habe ich im Internet nach Ideen und Anregungen gesucht und mal wieder festgestellt: es gibt nichts, was es nicht gibt! Wie im Sommer mit unserer Gender-Reveal-Party wurde ich auch beim Thema „Frozen“ schnell fündig. Die „Eiskönigin“ ist vor allem im englischsprachigen Raum ein beliebtes Geburtstagsmotto und viele Leute hatten schon viele gute Ideen diesbezüglich! Dass ich die Online-Pinnwand Pinterest liebe, habe ich hier ja schon mehrfach erwähnt. Einziges Risiko: man kommt vom Hundertsten ins Tausendste, wenn man sich durch die verschiedenen Boards und dazugehörigen Blogs clickt. Einige Millionär-Folgen von Jauch sind so an mir vorbeigekleckert, während ich scrollend am Handy hing auf der Couch…

Die Deko hatte ich (übrigens hier) schon einige Zeit vorher bestellt, die wartete nun sehnsüchtig im Karton auf ihren Einsatz. In der Woche vor der großen Party schrieb ich viele Listen, hakte Einiges ab und strich Anderes wieder, kaufte ein (Auszug aus der Einkaufsliste: Salzbrezeln, Mandarinen, Klopapier, Druckerpatrone (!), Erdbeeren, Schokotropfen, Mohrrüben, Rasierschaum, Glitzersteine, … Kommentar meines Mannes: „…und du bist dir sicher, dass du das alles brauchst?!“) und fing gemeinsam mit Fiona an zu schneiden und zu kleben. Sie hatte großen Spaß an den Vorbereitungen, ließ sich alles genauestens erklären und half, wo sie konnte. Ich staune immer wieder, wie sorgfältig und genau sie schon mit der Schere umgehen kann. Wenn ich mich da an meine Kindheit erinnere… *hüstel*

Für die 5 Mädchen und den einen Jungen haben wir aus hellblauem Glitzer- bzw. normalem braunen Moosgummi Kronen und ein Geweih ausgeschnitten (Vorlage gibt’s hier) und mit Gummiband und Tacker daraus personalisierten Kopfschmuck gebastelt (in den weißen Kreis kam jeweils der Anfangsbuchstabe des Namens), den jeder Gast gleich zu Beginn der Party aufsetzen durfte. Die bunten Strohhalme habe ich mit sog. „straw flags“, kleinen Fähnchen, aufgepeppt und die Schilder im Eiskönigin-Design haben wir ausgeschnitten und für das Buffet beschriftet. Diese kostenlosen Vorlagen für Schildchen, Banner, Etiketten uvm. habe ich hier gefunden (dafür übrigens auch die Druckerpatrone auf der Einkaufsliste). Es macht auf jeden Fall etwas her, wenn die originalen Figuren aus dem Film dann auch tatsächlich in der Deko auftauchen!
Last but not least: die 3D-Schneeflocke aus Papier – wow, eine der schönsten Winterbasteleien und gleichzeitig eine der leichtesten Anleitungen, die ich je nachgearbeitet habe! Man braucht dafür nur 6 Blätter, eine Schere, Klebeband und einen Tacker. Alles andere sieht nach filigraner Faltkunst aus, ist aber in wenigen Einzelschritten erklärt und durchgeführt. Für euch ausprobiert: je kleiner die Schneeflocke, desto friemeliger die Arbeit. Aus A4-Blättern gefertigt hat sie einen Durchmesser von etwa 40cm, also absolut partytaugliche Deko! (Die Anleitung ist zwar auf Englisch, aber die Bilder sind selbsterklärend –> click)

Dass die 5-jährige Eiskönigin herself ihre Gäste natürlich standesgemäß im Elsa-Kostüm empfing, ist selbstredend. Ich war erstaunt, dass es noch keine Flecken hatte, so oft, wie sie es zu Hause schon getragen hat im Vorfeld… Nachdem ich die Polaroid-Fotos von den Gästen vor der Luftballonwand gemacht hatte, erklärte Fiona stolz und sehr detailliert den anderen Kindern das Buffet:
(Die Schildchen stecken übrigens ganz mottogetreu in halbierten Styropor-„Schneekugeln“)

„Olaf am Stiel, das sind Bananenschneemänner“

„Olafs Nasen, das sind Mini-Mohrrüben“
„Annas gefrorene Herzen, also Erdbeeren mit Vanillesoße“

„Elsas Eistrunk, das ist blau gefärbte Sprite“

„Svens Geweihe sind Salzbrezeln“

„Elsas Schneebälle: leckere Marshmallows“

„…und geschmolzener Olaf, also Vanillejoghurt mit Mandarine“

Zu allererst gab es für jeden ein Stück von „Elsas Eiskuchen“, weiß-blauer Selterskuchen, der immer allen Kindern schmeckt und den Papa und ich in Gemeinschaftsarbeit hergestellt haben. Zum ersten Mal in meinem Leben mit Fondant gearbeitet (ich dachte immer, es hieße französisch „Fondong“, neulich lief Fersehwerbung für „Fonn-Dannt“, huh?). Die Küche sah hinterher zwar renovierungsbedürftig aus, aber die große „5“ kam super an und jeder wollte seinen Lieblingscharakter aus dem Film auf dem Teller haben (die kleinen runden Bilder sind übrigens essbares Reispapier, eigentlich als Muffin-Topper gedacht)

 
Danach haben wir Geschenke-Flaschendrehen gespielt: alle Gäste setzen sich im Kreis hin und das Geburtstagskind darf die Flasche drehen. Derjenige, auf den sie zeigt, übergibt sein Geschenk, was dann auch sofort ausgepackt wird. Oh, Olaf, dem der Kopf wegspringt – große Freude!
Dann wurde erstmal drinnen gespielt, weil das Wetter sich nicht gerade von seiner freundlichsten Seite zeigte: Olaf-Becherwerfen mit „Schneebällen“ und mit Karottenringen (Moosgummi) auf Svens Geweih zielen. Gar nicht so leicht!
Auf die Plätze, fertig, LOS!

Als es draußen ein bisschen schöner wurde, kam der Insta-Snow zum Einsatz. Was für ein Spaß! Ein bisschen von dem Schneepulver und einen Klecks Wasser in eine Schüssel, und schon wächst wie von Zauberhand eine faszinierende Schnee-Masse zum Spielen und Kneten. Besonders witzig ist es, wenn man hinterher eine kleine Schneeballschlacht auf der grünen Wiese veranstaltet ^^
(Als ich das Pulver einen Tag vorher zum Ausprobieren öffnete, kleckerte mir etwas Pulver ins Spülbecken. Ich dachte mir nichts weiter dabei, drehte den Wasserhahn auf, um die Krümel wegzuspülen und hatte kurz darauf ein ganzes Becken voll Schnee zu beseitigen, haha – wie bei echtem Schnee hilft übrigens Salz, damit die Schneemasse wieder zu Wasser wird)

…und weil immer das am meisten Spaß macht, was man eigentlich nicht darf, ging es nach der Schneeballschlacht drinnen weiter mit einem der wohl beliebtesten Kinderspiele ever: Mumienwickeln mit Klopapier, bei uns natürlich mottogetreu abgewandelt in Schneemann-Wickeln. Die Kinder hatten so viel Spaß dabei und drehten ausdauernd ihre Runden, bis die gewickelten Schneemänner am Ende noch (Moosgummi-)Nase und (Tonpapier-)Knöpfe verpasst bekamen. Fotos, die man auf jeden Fall aufheben und am 18. Geburtstag präsentieren sollte 🙂

 Eine Spielidee von Pinterest, die mir im Laufe der Recherchen nicht nur ein Mal begegnet ist, ist „Pin the nose on Olaf“. Das zugrundeliegende Kinderspiel heißt eigentlich „Pin the tail on the donkey“: das Bild eines schwanzlosen Esels hängt an der Wand und jedes Kind versucht nun nacheinander, mit verbundenen Augen seinen Eselschwanz an die richtige Stelle zu kleben. Klar, dass der Schwanz am Hals für großes Gelächter sorgt. Das Olaf-Spiel funktioniert nach dem gleichen Prinzip, nur anstelle des Schwanzes mit der Karottennase, die ohne zu gucken an ihren richtigen Platz geklebt werden soll. Die Nasen landeten überall, nur nicht im Gesicht und jeder wollte gerne „NOCHMAAAL!“, als das Spiel zu Ende war. An den Nasen habe ich hinten kleine Magnete befestigt, weil wir unser Olaf-Plakat an die Magnettafel gehängt haben. So konnte man das Spiel beliebig oft wiederholen.

Die Vorlage, aus der der große Olaf entstanden ist, gibt es hier zum kostenlosen Download, allerdings in klein mit allen Einzelteilen auf einem A4-Blatt. Das dazugehörige Spiel ist das Olaf-Würfeln: die Schneemannteile liegen in der Mitte und jeder darf der Reihe nach 1x mit dem gebastelten Würfel würfeln. Zeigt der ein Körperteil, kann man es sich nehmen und anfangen, seinen Schneemann zu bauen. Zeigt der Würfel allerdings die Sonne, schmilzt Olaf und man muss ein Körperteil wieder abgeben.
Zitat aus dem Film, Anna zu ihrer Schwester Elsa: „Willst du einen Schneemann bauen?“

Nachdem jeder Partygast sein Polaroid-Foto auf einen winzigen Keilrahmen geklebt und mit blauen Glitzersteinchen verziert hatte, stand eine „Schweinerei“ noch aus: Frozen Paint!
Dafür habe ich gekühlten Rasierschaum mit flüssigem Schulkleber gemischt und ein bisschen Glitzer eingestreut. Nun durfte jeder mit einem dicken Pinsel den Schaum auf seinem Stück Tonpapier verteilen und daraus einen Schneemann formen. Der bekam zum Schluss eine Nase, Augen und Knöpfe aus Tonpapier verpasst, trocknete aber leider nicht so, wie ich es mir gedacht hatte (nächstes Mal mehr Kleber!). Rasierschaum und Kleber müssen zu ungefähr gleichen Teilen gemischt werden, damit die Masse richtig hart wird und man einen tollen 3D-Schneemann modellieren kann. Lustig war die Aktion auf jeden Fall, auch wenn der Raum und meine Hände noch 3 Tage später nach „Mann“ gerochen haben…

Zum Abendessen hinterher wurden selbstgemachte Pizza-Schneemänner serviert und die Gäste tranken noch einen blauen Eispunsch, bis schon die ersten Mamas vor der Tür standen und es ans Verabschieden ging. Glücklicherweise erleichtert einem die Aussicht auf eine kleine Mitgebsel-Tüte das Nachhause-Gehen dann doch ein bisschen 😉

Fiona spricht heute noch von ihrer Party, möchte am Liebsten das gesamte Buffet noch mal essen und guckt sich regelmäßig die Bilder von der Feier an. Mir haben Vorbereitung, Planung und Durchführung auch großen Spaß gemacht und ich habe das ausgelassene Lachen der Gäste noch im Ohr bei unseren „Schweinereien“ wie dem Schneemann-Wickeln oder der Pulverschlacht im Garten.
Schön war’s! Ich bin gespannt auf’s nächste Jahr!

Lieb-Links

Heute mal (unbezahlte) Fremdwerbung: ich muss euch ganz dringend ein paar Links ans Herz legen. Ich habe Tränen gelacht und mich während des Lesens nicht nur ein Mal beim zustimmenden Kopfnicken erwischt. Viel Spaß!

1. Wer Kinder hat, wird sich erkennen und darf den Ohrwurm for free mitnehmen! Das Nuf als Gastbloggerin auf herzdamegeschichten über Ohrwürmer

2. Gynäkologin und Lieblings-Buchautorin Josephine Chaos bloggte vor einer ganzen Weile über Gerüchte und Wahrheiten im Kreißsaal – humorvoll und lesenswert, nicht nur für Mütter!

3. Maximilian Buddenbohm über graue Sonntage und wie man Kinder an selbigen am Effektivsten beschäftigt.

4. Nochmal das nuf mit dem allabendlichen Zähneputzen, inszeniert als griechische Tragödie: man sollte also mindestens 3 Kinder haben, sonst ist der Chor nicht vollständig!

5. Texte, bei denen man sich ärgert, dass sie nicht von einem selber sind. Kennt ihr? Mein absolutes Highlight: Markus Barth, mein zweiter Lieblingsautor, mit einer Abhandlung über den Mars – die „adipöse Kiosk-Nacktschnecke“ bzw. den „impotenten Kriegsgott“ unter den Schokoriegeln. Wahrhaft göttlich!