Mottoparty Pokémon Teil 2

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Schon Wochen vor der großen Party waren wir einkaufen und haben das mitgebracht, was wir am Liebsten mögen: Moosgummi, Bänder, Styroporkugeln, Pfeifenreiniger, Pompoms und natürlich Wackelaugen. Gerade, weil viele der Gäste Pokémon nur wenig oder gar nicht kannten, wollte ich auch ein bisschen „drum rum“erzählen. Bei Pinterest wird man schnell fündig und so sammelte ich auf meiner Pinnwand Ideen, um sie dann zu unserer Motto-Party zu weiterzuentwickeln.

Ich wollte die Gäste auf der Feier Pokémontrainer und -trainerinnen werden lassen. Das geht natürlich nicht einfach so, sondern setzt die Erfüllung einiger Aufgaben voraus. Die waren auf dem Trainingsplan zu lesen:

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LABYRINTH & HELIUMBALLONS

Ich fand online ein Pokémon-Labyrinth, was ich ausgedruckt und schon vor der Ankunft der Gäste auf den Plätzen verteilt hatte. Die Kinder kommen ja nicht alle gleichzeitig und so konnte jeder schon mal ein bisschen rätseln und Trainer Ash den Weg zu seinen Pokémons zeigen. Nach der Begrüßung fingen sie sofort an, den Weg durch den Irrgarten auf dem Papier zu suchen. Währenddessen kam auch die letzte Freundin an und die Party konnte richtig beginnen. Aufgrund akuten Hungers zogen wir Punkt 4, das Kuchenbuffet, vor. Wie das aussah, seht ihr im ersten Post zur Mottoparty.

Im Sommer habe ich mir übrigens einen XL-Behälter Helium gekauft. Inzwischen haben wir schon unzählige Luftballons gefüllt, verschenkt und steigen lassen. Auch für die Pokémonparty bot sich das an: mit Edding das typische Gesicht auf den Ballon der richtigen Farbe gemalt (gelb = Pikachu, grün = Bisasam, orange = Glumanda, rosa = Pummeluff), am Stuhlbein befestigt und schon hat man sowohl coole Partydeko als auch das erste Gastgeschenk zum Mitgeben nach der Party. Win-win.

STARTER-POKEMONS (TATTOOS)

Ich habe bei amazon spezielle Tattoo-Folie für meinen Schneideplotter (Silhouette Portrait) gefunden, die man mit einem normalen Tintenstrahldrucker bedrucken und hinterher ausschneiden lassen kann. Leider hat mein Plotter nicht so mitgespielt, wie ich das wollte [ok, um ehrlich zu sein, hatte ich keine Geduld mehr, als es beim 2. Mal noch nicht ging und hatte außerdem Angst, dass der Plotter die mit der letzten Farbe meines Druckers schön gedruckten Pokémons versehentlich kaputt schneidet, haha], also habe ich sie von Hand mit der Schere ausgeschnitten. Man kann also auch ohne Plotter – nur mit Drucker und Schere – seine eigenen Tattoos damit designen! Wie cool ist das bitte?

Nach einem ersten Testlauf druckte ich je 4 Pikachus, Glumandas und Bisasams für Punkt 5 auf der Party: ein Starter-Pokémon aussuchen. Im richtigen Spiel tauchen direkt nach dem ersten Einloggen 3 verschiedene Pokémons auf. Für eines dieser drei entscheidet man sich, das sog. Starter-Pokémon. Bevor die Party also richtig losgehen konnte, suchte sich jeder Gast eines aus und dann wurde im Bad tätowiert.

POKEMONJAGD

Den Plan warfen wir über den Haufen und gingen direkt über zu Punkt 6, der Pokémonjagd im Garten, denn wer konnte wissen, wie lange die grauen Wolken am Himmel noch dicht halten würden. Eine weise Entscheidung, wie sich etwa eine halbe Stunde später herausstellen sollte! Im echten Spiel hat man die rot-weißen Pokébälle und für besonders starke Pokémons die blau-rot-weißen Superbälle, um die kleinen Monster zu fangen. Mit der AR-Funktion (Augmented Reality) siehst du deine normale Umgebung durch die Handykamera, nur dass mitten auf dem Rasen, in der Bushaltestelle oder auf dem Tisch vor dir ein Pokémon sitzt, das von dir gefangen werden will. Die Wettkampfpunkte über dem Kopf geben an, wie stark ein Pokémon ist.

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Screenshot aus „Pokemon GO“

Und weil bei keinem Kindergeburtstag eine Schatzsuche fehlen sollte, „verkleidete“ ich sie dieses Jahr als Pokémonjagd im Garten! Dazu habe ich Pokémons farbig ausgedruckt, ausgeschnitten, laminiert und erneut ausgeschnitten. Mit Edding schrieb Fiona ausgedachte Wetkampfpunkte auf die Rückseiten der Tierchen. Am Tag der Party versteckte ich 16 Stück u.a. in Blumentöpfen, Regenrinnen, hinterm Autoreifen und im Sandkasten. Mit Powerpoint erstellte ich einen „Pokedex“, das ist eine Übersicht über die Monster. Ich benutzte Bildchen der versteckten Tiere und fügte noch ein leeres Kästchen hinzu. Wenn die Kinder nämlich ein wildes Pokémon im Garten gefunden hatten, mussten sie dessen Wettkampfpunkte in ihre Tabelle eintragen. So konnten die Kinder in 2 Teams (rot und blau) gegeneinander spielen, ohne die Pokémons einzusammeln. Die Vorderseite des Pokedexes sollte aussehen wie in der TV-Sendung: ein kleiner Computer mit Tastatur und einem leeren Eingabefeld zum Nameneintragen. Die Kinder hatten unglaublich viel Spaß beim Suchen und Finden, schrieben eifrig Zahlen in ihren Pokedex und schrien vor Freude, wenn sie wieder irgendwo ein Pokémon gefunden hatten (note to self: nächstes Mal in Stichpunkten aufschreiben, wo welches Tier versteckt ist). Kurz bevor sie alle versteckten Pokémons gefunden hatten, fing es tatsächlich an zu regnen, das tat aber dem Spaß keinen Abbruch!

P.S. Geburtstags-Spiele, die von alleine laufen und keinerlei elterliche Einbringung als Entertainer oder Schiedsrichter benötigen, sind viel wert! Wäre ich nicht fotografierend hinter der Meute hergelaufen, hätte ich mich rein theoretisch in dieser Zeit entspannt zurücklehnen können ^^

POKEBALLWURF

Eine weitere Draußen-Aktivität war Punkt 7: der Pokéballwurf. Natürlich muss man als angehender Trainer auch das Werfen der Bälle üben! Zu diesem Zweck habe ich einfach eh schon vorhandenes Gartenspielzeug verwendet und 4 große laminierte Pokémons an das Wurfspiel angeklebt. An den Wochenenden hatten wir, wenn wir sowieso gerade mit Farbe hantiert haben, gleich noch die Styroporkugeln mit angemalt und in einem leeren Eierkarton trocknen lassen. 2 große und 2 kleine Bälle durfte jeder werfen und versuchen, mindestens ein Mal zu treffen. Auch das hat ihnen viel Spaß gemacht! „Können wir gleich noch mal?“ Der Regen wurde stärker, die Acrylfarbe löste sich langsam von den Styroporkugeln, aber wir hatten das Draußen-Programm erfolgreich absolviert. Puh!

PIKACHU-KOPFSCHMUCK BASTELN

Nachdem sich jeder noch mal am Power-Kuchenbuffet gestärkt und einen weiteren Schluck Schildkrötenspucke genommen hatte, machten wir mit Punkt 2 weiter: Kopfschmuck basteln. Dafür habe ich aus gelbem Moosgummi je 2 Pikachu-Ohren (Vorlage von hier) und aus schwarzem Moosgummi die Ohrspitzen ausgeschnitten. Aus gelbem Tonpapier schnitt ich Streifen (je 4x30cm), an denen die Ohren befestigt wurden. Durch 2 kleine Löcher im Streifen kam dann noch das gelbe Geschenkband und wurde am Hinterkopf verknotet. Nachdem sich jeder Pikachu ein Mal im Spiegel gesehen hatte, machten wir das Gruppenfoto. Süß oder? Natürlich fanden die Öhrchen auch ihren Weg in die Give-Away-Tüte.

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Das gelbe Moosgummi reichte genau für 7 Gäste, deshalb bereitete ich für Fiona aus der Not heraus Kopfschmuck von Raichu vor, der Weiterentwicklung von Pikachu (vorne mitte)

PIN THE TAIL ON PIKACHU

Neugierig fragten die Gäste, die ja inzwischen alle lesen können, was Punkt 3: „Pikachu helfen“ bedeute. Ein Spiel, das – genau wie die Schatzsuche – auf keiner unserer Partys fehlen darf und sich dankbar an jedes Motto anpassen lässt: „pin the tail on the donkey“ im englischen Original. Die angehenden Trainer versuchen Pikachu zu helfen, indem sie seinen Schwanz an die richtige Stelle kleben, natürlich mit geschlossenen Augen und nachdem sie 3x auf der Stelle gedreht wurden! Ein Spiel, das für viel Spaß und großes Gelächter sorgt; vor allem, wenn Pikachu seine 8 Schwänze auf dem Kopf, in der Hand oder auf der Tapete zu kleben hat, hahaha. Die große Pikachu-Vorlage inkl. Schwänzen habe ich hier gefunden. Funktioniert als Partydeko an der Wand auch bestens.

WÜRFELBALANCIEREN

Trainingsübung 8 war das Würfelbalancieren: Eisstab in den Mund und versuchen, bis zu 6 Würfel darauf zu stapeln, ohne dass sie vorher runterfallen. Klingt einfach, ist aber ganz schön schwer! Auch das wollten sie immer wieder probieren. Dass es sehr lustig aussah und manchem vor Lachen der Stab aus dem Mund gefallen ist, muss ich eigentlich nicht extra erwähnen 🙂 Wer gerade nicht an der Reihe war, durfte laut die gestapelten Würfel mitzählen: EINS, ZWEI, DREI, VIER, klack klack klack klack…

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FÜR ZWISCHENDURCH

Die einen wollten das mit den Würfeln noch mal probieren, andere spielten inzwischen mit den Luftballons oder aßen noch ein Stück Kuchen. Damit sich niemand langweilt, hatte ich noch ein Pokémonausmalbild für jeden dabei, nach Bedarf. Aber hat einer angefangen, wollten natürlich alle. Malen geht immer, auch eine sehr dankbare Beschäftigung, um in dieser Zeit Geschenkpapier wegzuräumen oder den Tisch von Tellern und Resten zu befreien. Merke: wenn 8 Kinder Pikachu ausmalen wollen, braucht man auch 8 gelbe Stifte, haha.

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Bevor wir zu Übung 9, „eigenes Pokémon entwickeln“, kamen, tanzten wir eine Runde Bewegungslieder im Kreis. Durch meine Arbeit als Musikpädagogin ist mein Repertoire nahezu unerschöpflich. Detlev Jöcker, Volker Rosin und Simone Sommerland helfen euch da gerne weiter, wenn ihr kein Profi seid! Wichtig ist aber, dass mindestens ein Erwachsener mittanzt und die Bewegungen vormacht. Dann eignet sich so ein 10-minütiger Tanzbreak wunderbar, um die Gruppe wieder zusammenzubringen für die nächste gemeinsame Aktion. Wer übrigens am Buffet vorbeitanzte, durfte sich dabei etwas nehmen. So wurden auch die letzten Reste in den Schüsseln noch leer.

EIGENES POKEMON ENTWICKELN

Für die Entwicklung des eigenen Pokémons stellte ich je einen Becher mit bunten Pompoms, Wackelaugen und Pfeifenreiniger auf den Tisch, außerdem Kleber und Scheren. Die Aufforderung „bastelt euer eigenes Pokémon“ musste ich nicht weiter konkretisieren; sie schnappten sich das Zubehör, klebten wie wild drauf los und waren eine ganze Weile beschäftigt.

POKEMONTOPFSCHLAGEN

Ein Klassiker auf Kindergeburtstagen. Unter dem Topf lagen je ein Button mit der Aufschrift „Super-Power“, ein paar Süßigkeiten und 3 Mini-Pokémonfiguren, im 24er-Set bei amazon bestellt. Mit den selbst gebastelten und den topfgeschlagenen Pokémons + Basteleien waren die Mitgebseltütchen auch schon gut gefüllt. Mein mobiler Fotodrucker (Canon Selphy) hat fleißig Gruppenfotos ausgedruckt, während die Kinder gegessen haben, so dass jeder nach der Party ein Bild in seiner Tüte mit nach Hause nehmen konnte.

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MOTTO-ABENDESSEN

Auf den Tellern seht ihr übrigens das Abendessen, habe ich beim Buffet-Post ganz vergessen. Ich wollte eigentlich Pokéball-Pizza in rot-schwarz-weiß machen, also oben mit Salami belegt, in der Mitte ein paar wenige Oliven (die eh niemand gegessen hätte) und unten einfach Käse. Aber Fiona hat mich mit ihrer eigenen Essensidee überzeugt: blaue Spaghetti! Es gibt nämlich ein Pokémon namens Tangela, das aussieht wie ein blauer Haufen mit Augen in der Mitte und roten Schuhen. Fionas Idee war, in die blauen Nudeln CandyEyes reinzulegen und zwei rote Kleckse Ketchup als Schuhe zu machen. Geil oder?

Ausgeführt hat das Abendessen dann meine Mama in der Küche, während ich Aufsichtsführer beim Topfschlagen gewesen bin. Muss man ihr hoch anrechnen, denn ich glaube, sie findet kaum etwas unappetitlicher als Lebensmittelfarben, hahaha.

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TRAINERURKUNDE, MEDAILLENVERLEIHUNG & MITGEBSELTÜTEN

Nach dem Abendbrot waren noch genau 15min Zeit bis zur Abholung der Gäste. Perfektes Timing also für die noch ausstehende Verleihung der Trainerurkunden! Die Kinder stellten sich in einer Reihe auf und ich hielt eine kleine Rede über das erfolgreiche Absolvieren der vielen verschiedenen Übungen. Als ich feierlich die Namen aufrief und die frischgebackenen Pokémontrainer unter Applaus der anderen ihre laminierte Urkunde und die Medaille (Pfennigartikel aus der Ramschabteilung bei Kaufland) entgegen nahmen, fühlten sie sich vermutlich wirklich wie kleine Stars. Weil auch die Mitgebsel-Tütchen in diversen Online-Shops ausverkauft waren, bastelte ich kurzerhand selbst welche. Aus einfachen Frühstückstüten mit angetackertem Papierhenkel wurden mit Stiften im Handumdrehen Pikachu-Tüten. Während die Kinder abgeholt wurden, ließen wir noch 3 Raketen steigen – ein krönender Abschluss für eine aufregende Party zum 7. Geburtstag meines großen Pokémon-Fans!

Und jetzt erzählt doch mal – fahren eure Kinder (oder ihr?) auch so auf Mottopartys ab? Was für Partys habt ihr schon gefeiert? Oder unternehmt ihr mit der Kindergruppe am Geburtstag immer etwas Schönes? Ich bin gespannt!

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Mottoparty Pokémon Teil 1

Kürzlich war es etwas ruhiger auf dem Blog, das lag an den intensiven Vorbereitungen für unseren Kindergeburtstag! Ihre Freunde gehen bowlen, klettern und ins Kino; Fiona dagegen wünscht sich jedes Jahr eine Mottoparty, weil sie das Planen, Schnippeln, Basteln und die Vorfreude genauso liebt wie ich. Schon Monate vorher sammelt sie Ideen und erzählt mir bereits im Hochsommer, welche Spiele passend zum Thema ihr so einfallen. In diesem Jahr sollte es eine My-Little-Pony-Party sein, ein dankbares Motto mit Blanco-Pferdchen zum Bemalen, Haarreifen mit Ponyohren aus Filz, Regenbogenwaffeln und Schönheitsfleck-Tattoos. Der halbe Online-Warenkorb war schon voll mit Give-Aways und Dekoartikeln, als das Pokémonfieber ausgebrochen ist. Ob wir stattdessen auch eine Pokémon-Party feiern könnten, fragte sie. Und ob…! Ich ahnte ja nicht, wie schwierig es werden würde, themenbezogene Deko zu bekommen. Aber wenn der Ehrgeiz erst ein Mal geweckt ist…

EINLADUNGEN

Zur Piratenfeier eine kleine Schatzkarte, zur Eiskönigin-Party eine Schneeflocke und zum Pokémongeburtstag natürlich Pokébälle! (Die wirft man und fängt darin die kleinen Monster im Spiel) Mit rotem Tonpapier und schwarzem Edding sind die ratzfatz gebastelt. Ich habe die Vorlagen gezeichnet und Fiona hat ausgeschnitten, zusammengeklebt und gemalt. Für innen dann den Einladungstext ausdrucken, rund ausschneiden, aufkleben, verteilen, fertig.

DEKO & BUFFET

Zum „Einstimmen“ suche ich als Erstes nach Papptellern, Bechern, Tischdecke und Girlande etc. Meistens gibt es in Onlineshops fertige Sets zu fast jedem beliebigen Thema. Fast. Der Pokémonhype (reloaded) war zwar schon im Sommer in Deutschland angekommen, die Partyutensilien beschränkten sich jedoch auf die USA. Argh! Ab 16.9. sollten Teller, Servietten, etc wieder verfügbar sein. Ich erstellte mir sogar einen Termin im Kalender, nur um am 18. festzustellen, dass schon wieder mehr als die Hälfte „out of stock“ war. In einem anderen Shop wurde ich fündig, belud meinen Warenkorb und scheiterte an der Eingabe des Landes: USA/Canada? !$“6$3%!/§9=“)(§/&%!“!!!

Naja, das gute alte amazon führte zu teure Pikachu-Pappteller, die ich letztendlich doch bestellte und die nach 2 Wochen immer noch nicht angekommen waren. Der Wurm drin! Ich fragte nach und bekam wenige Tage später eine Ersatzlieferung geschickt: knapp 8€ für 8 Teller. Aber wir hatten Pikachu auf dem Tisch! Um nicht schon nach Erwerben des Geschirrs „out of budget“ zu sein, übernahm ich die Sache mit den Bechern selbst und malte den gelben Pappbechern mit Edding Pikachu-Gesichter auf.

Für die Tische habe ich einfache rote Papiertischdecke genommen und als Tischdeko die kleinen laminierten Pokémons verteilt, die wir nicht für das Spiel benötigt haben (siehe Spiele).

Am Freitag, dem eigentlichen Geburtstag, gab es für die Klasse Waffelbecher mit Kuchenteig, buntem Zuckerguss und Pokémon-Muffintoppers, die man fertig kaufen kann. Weil ich nur 24 fertige (blaue) hatte und in der Klasse 29 Kinder sind, habe ich noch ein Set weiße Muffinaufleger inkl. Lebensmittelstiften besorgt und diese rot-weiß-schwarz als Pokébälle angemalt.

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Seit ich zufällig bei Annis Küchenzauber das Rezept für ihren Pinata-Kuchen gesehen habe, ging mir die Idee mit dem Pokéballkuchen nicht mehr aus dem Kopf, aber es wollte sich im ganzen Haushalt keine backofengeeignete Müslischale finden! Mein Mann kam einen Tag vorher auf die Idee, die kleine Edelstahl-Wok-Pfanne aus der Kinderküche zu nehmen und das funktionierte tatsächlich wunderbar 🙂 In Kurzform: Kuchenteig vorbereiten nach Lieblingsrezept, in einer runden Form nacheinander die 2 Hälften ausbacken, abkühlen lassen, ggf. zurecht schneiden am Rand, beide Hälften ein bisschen aushöhlen, mit Lieblingsnaschereien füllen (bei uns waren es Smarties) und dann das Ganze mit dem Frosting „zukleben“. Soweit geht die Anleitung bei Annis Küchenzauber. Bei mir kam dann noch die Schweinerei mit der Farbe dazu. Frosting teilen in rot, natur und etwas schwarz und dann die Farben laut Pokéball verteilen. Tadaaa:

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Für die Kinderparty am Samstag hat sich Fiona Pikachu-Regenbogenkuchen gewünscht. Der bekam gelben Zuckerguss und 2 Papierohren an Schaschlikstäben befestigt. Außerdem aus Rollfondant in schwarz, weiß und rot noch Augen, Mund, Nase und Wangen. Der heimliche Star der Party übrigens, und am Ende restlos aufgegessen. Zusätzlich standen auf dem Buffettisch noch mottogetreu Raupys Raupenfreunde (Gummi-Würmer), Pikachus Popcorn, Menkis Marshmallows, Glumandas Feuerchips und der Pokéball-Fruchtteller, je mit einem Bild des namensgebenden Pokémons.

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Zu trinken gab es Fanta in rosa namens „Pummeluffs Partytrank“ und grün gefärbte Sprite: „Schiggys Schildkrötenspucke“. Was wäre ich ohne meine Wilton Gelfarben, haha! Die Kinder waren schwer begeistert und hatten von beiden Getränken die kompletten 2 Liter ausgetrunken nach 3,5 Stunden Party. Besonders die Schildkrötenspucke hatte es ihnen angetan. Erst „iiihh“ und dann „mmhh, lecker!“. Der Knaller war Fiona, wie sie ihren Gästen das Buffet erklärt hat: „Und was es hier drüben gibt, werdet ihr jetzt nicht glauben: Schildkrötenspucke, aber keine Angst, die ist nicht giftig, sieht nur so aus.“

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Zu unseren Pokémon-Motto-Spielen, dem Ablauf und den Basteleien geht es hier lang zu Teil 2.

5 Freitagslieblinge 17.06.16

Lieblingsbuch der Woche, obwohl ich erstens kein Papa und zweitens auch erst auf Seite 31 bin. Sehr lustig! „Du bist plötzlich Vater, ohne es je zuvor gewesen zu sein. Das ist im Grunde so, als säßest du morgen früh unversehens am Steuerknüppel eines Tornado-Mehrzweckkampfflugzeuges, welches mit rasender Geschwindigkeit auf das Ende der Startbahn zuschießt, wo jemand unachtsamerweise einen mit extra dickflüssiger Buttermilch gefüllten Tanklastzug abgestellt hat, und zwar quer.“ Made my day!

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Lieblingsessen der Woche waren Karls Erdbeeren! Das schmeckt nach Sommer!

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Lieblingsmoment mit meinen Kindern: der Versuch, im Trampolin mit Hilfe von Plastiktüten fliegen zu können. Wir haben so viel gelacht. If you can dream it, you can do it! Oder der Moment, als wir abends im Bett nebeneinanderlagen, nicht einschlafen konnten und deshalb das Spiel „Wer als erster lacht, hat verloren“ gespielt haben. Als du zu deinem ernsten Gesicht noch den Flummi mit den Augen hochgehalten hast, konnte ich nicht mehr! Wir lachten und lachten bis wir Bauchschmerzen hatten. Sogar das Baby hat das Stillen unterbrochen und musste laut mitkichern. So ein Herzmoment!

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Lieblings-Mama-Moment war das Nähen einer U-Heft-Hülle für eine Freundin zur Babyparty und das dazugehörige in-der-Stoffkiste-kramen. Manchmal tut es gut, sich zwischen Noten, Präsentationen und Papierkram auf dem Schreibtisch einfach eine kleine Nähauszeit zu nehmen.

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Inspiration der Woche stammt von Tollabea mit ihrer Idee, Alltagsgegenständen Gesichter zu verleihen. Fiona war unendlich begeistert von Béas Korkenzieherqualle (wen wundert’s!) und ich habe die gemeine Ohrring-Biene portraitiert.

Macht Spaß! Probiert das unbedingt mal aus!

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Nach einer Idee von Berlinmittemom. Dort sind auch noch weitere Lieblinge verlinkt.

Urlaubsbilderbuch Teneriffa

Grau, kalt, nass – ein typischer deutscher Winter. Da in Berlin letzte Woche Ferien waren, haben wir die effektiv genutzt und ein bisschen Sonne und Wärme getankt: auf der wunderschönen Kanareninsel Teneriffa!

Habt ihr Lust, mitzukommen auf einen kleinen Kurzurlaub vor dem PC bzw. am Handy?  
Dann klappen Sie bitte die Tische vor sich hoch, schnallen sich an und lehnen sich entspannt zurück…

Okay, das mit dem entspannten Zurücklehnen hat im Original nicht soo gut geklappt, denn im Flugzeug war es echt e-n-g. So ein 13-monatiges Laufbaby findet in Ermangelung eines eigenen Sitzplatzes die ganzen 5 Stunden auf Mamas Schoß nicht mehr so witzig. Und Ryanair hat nicht mal mehr Sitztaschen am Vordersitz! Fällt einem erst gar nicht auf, aber man glaubt nicht, wie viel man so während eines Fluges in der Hand hat! Als die Crew vor dem Abflug durch die Reihen kam und das Bordmagazin verteilte, erwiderte die Oma in der Reihe vor mir pampig: „Nee danke! Ick weeß ja nich, wo ick ‚et hinsteckn soll!“ Berliner Charme. Mein Highlight war aber die englische Stewardess, die am Essenswagen vorne stand und ihrem Kollegen im hinteren Teil des Flugzeuges eine Bestellung „weiterleitete“. Sie ruderte ententanzartig mit den Ellenbogen und formte mit dem Mund das Wort „chicken“. Geil.
Fiona bekam ein Travel Journal, ein kleines Reisetagebuch, in das man Flugdaten, Reiseroute, schönste Orte im Urlaub, Fakten über das Urlaubsland usw. eintragen konnte. Auf einer Seite waren Lücken für die Namen der Piloten und der Crew. Sie gab das Heft der netten Stewardess, die etwas später strahlend zurück kam und Fiona das Travel Journal inklusive aller Namen und mit einem Autogramm des Piloten überreichte. Wow, die war vielleicht stolz und schwärmt seitdem von „ihrem“ Käpt’n Guillermo 🙂

Wir kamen am späten Abend an und fuhren mit dem Mietwagen die wenigen Kilometer vom Aeropuerto bis nach Los Cristianos, an der Südküste Teneriffas. Dass der Balkon unseres Appartements (CheckIn Bungalows Atlantida) auffällig groß war, bemerkten wir direkt. Wie atemberaubend schön die Aussicht mit Meerblick tatsächlich war, stellten wir aber erst nach Sonnenaufgang am nächsten Morgen fest.

Hallo Urlaub!

Das WLAN dort war eine eher zickige Angelegenheit, aber es reichte am ersten Morgen, um die Wetterapp zu öffnen. Ich hatte für mich und die Kinder vorsorglich Sommerklamotten und Flip-Flops eingepackt und bekam einen kleinen Schreck beim Blick auf die aktuellen Temperaturen: 17 Grad. Würden wir die ganze Woche frieren müssen..? Nein, würden wir nicht! In den Morgen- und Abendstunden mussten wir eine Strickjacke überziehen, aber sobald die Sonne gegen 10 höher am Himmel stand, wurde es von Minute zu Minute wärmer. Die Temperaturen waren einfach perfekt: T-Shirt-Wetter, blauer Himmel und meistens keine einzige Wolke. Es war nicht so heiß, dass man in der Sonne sofort wieder ein schattiges Plätzchen gesucht hat und trotzdem warm genug, dass Fiona ausgiebig Tauchen üben konnte im Pool (bis auf das eine Mal, wo wir die Zeit vergessen hatten und ihre blauen Lippen mit Wärmflasche und heißem Tee behandeln mussten ^^) Sie hat für diesen Urlaub ein neues Schwimm-Outfit und konnte es nun natürlich kaum abwarten, endlich den „Bikini mit den Brüsten“ einzuweihen, hihi. Außerdem gab es um den Pool mehrere Spielhäuschen für die ganz Kleinen. Das fand „Felisha“, wie die Kellner sie nannten, klasse und hat sich mit ihrer dänischen „Hausnachbarin“ Maya (2 Jahre) Kritzelbriefchen „geschrieben“ und gegenseitig in den jeweiligen Briefkasten gesteckt. So süß!

Nur wenige hundert Meter von unserem Appartement entfernt (sieht auf dem Terrassenblickfoto viel weiter weg aus!) waren die süße Strandpromenade und natürlich: das „große Wasser“! Und wie schon bei Instagram geschrieben: immer wieder dieses Glück beim ersten Blick auf’s Meer! Kennt ihr?

Ich fühle mich sofort entspannt, wenn ich einfach nur auf das Meer gucke und das Wellenrauschen höre. „Gedankenstopp“ nennt sowas Hypnoseprofi Jan Becker. Dazu der Salzgeruch in der Luft, der warme Wind um die Nase und im Hintergrund der spanische Fußgängerzonentrubel. Wunderbar, das ist Urlaub für mich.
Faszinierend an Teneriffa ist nicht nur, dass die Insel quasi „neben“ Afrika liegt und dennoch zu Spanien gehört, sondern auch der schwarze Lavasand am Strand, den wir uns gläserweise abgefüllt haben.

Angekündigt als „El MUST de Canarias“ ist auf Schildern rund um die ganze Insel der Loro Parque in Puerto de la Cruz: Europas schönster Zoo, heißt es. Um dorthin zu kommen, mussten wir ein Mal rum fahren, denn wie so viele Inseln hat auch Teneriffa einen Berg in der Mitte, den El Teide. Nicht nur „El Must de Canarias“, sondern vor allem „El Must de Fiona“, denn der Loro Parque (loro = Papagei) beherbergt eine Quallenausstellung, wuooohhhh! Stolze 34€ Eintritt pro Erwachsenem und 23€ pro Kind ab 6 ließen uns ganz schön staunen. Bei den gängigen Preisen für Tierparks und Zoos bei uns (ungefähr 12€ p.P.) war ich skeptisch, ob dieser hohe Preis gerechtfertigt ist.
Ja, was soll ich sagen – er ist es zu 100%!

Pinguine, die man über und unter Wasser beobachten kann – spannend!

Einen vergleichbaren „Zoo“ habe ich noch nirgendwo auf der Welt gesehen bisher. Man hat das Gefühl, durch einen großen grünen Urwald zu laufen. Rund um die Uhr finden verschiedene Shows statt: Delfine, Papageien, Orcas, Seelöwen, etc. Der Eintritt zu den Shows ist inklusive und schon allein für die hat sich der Besuch absolut gelohnt. Meine Mama hat sogar geweint bei den Delfinen! Bei den Quallen haben wir natürlich auch eine ganze Weile verbracht; für Fiona ein Paradies, könnt ihr euch sicher vorstellen! Die hatte Quallen-Herzaugen und wollte gar nicht mehr raus.

„Hahaha, guck mal Mama, die sieht aus wie ein Blumenkohl!“

Und weil wir beim ersten Mal gar nicht alles geschafft haben, sind wir 2 Tage später mit vergünstigtem Eintritt noch mal wiedergekommen und haben dann auch Ameisenbären, Erdmännchen, Orchideengarten, Flamingos, die Loro-Show, den Hai-Tunnel und mein Highlight – die „two toed sloths“ (Faultiere) – gesehen. Außerdem haben wir die TreeTops besucht, wo man viele Treppen hochsteigt und dann auf Hängebrücken (!) in den Baumwipfeln durch den Urwald geht, viele bunte Vögel freifliegend inklusive. Nur Sonja Zietlow und Daniel Hartwich haben gefehlt 😉

Eis essen und ein bisschen die Fußgängerzone unsicher machen waren wir natürlich auch zwischendurch. Fiona hat sich beim Juwelier von ihrem ersten Zeugnisgeld eine funkelnde Seesternkette gekauft. Wo die Liebe eben hinfällt…!

 Und noch ein paar Outtakes:

Endlich eine Verwendung für’s Bidet gefunden!
der „Penisbaum“, öhöm

Na, Fernweh geweckt?

Silvester für Kinder [Last-Minute-Idee]

Meistens läuft der Silvesterabend ja so ab:
die Erwachsenen versammeln sich um den Raclettegrill und essen für die nächsten Stunden so vor sich hin. Zwischendurch wird ein Mal Dinner for One geguckt, gestückelt natürlich, weil man auf jedem Sender erst einschaltet, wenn James schon stolpert.
Dann spielen die Erwachsenen Erwachsenenspiele und irgendwann geht man raus und knallt.
Und damit Fionas Silvesterabend, bis es tatsächlich Zeit für Feuerwerk ist, nicht langweilig vor dem Fernseher oder dem Tablet abläuft, während wir o.g. Dinge tun, habe ich auf der Suche nach Inspiration bei Pinterest eine tolle Idee gefunden. Fiona ist jetzt schon ganz hibbelig und kann kaum abwarten, bis die Party endlich losgeht. Ich bin mir sicher, die Überraschung wird ihr das Warten auf Mitternacht versüßen!

Das braucht man:

* Frühstückstüten
* Krimskram für die Tüten
* Uhren ausgedruckt (Freebie z.B. von hier)

Zu jeder vollen Stunde (bei uns ab 19 Uhr) darf sie die dazugehörige Überraschungstüte öffnen. Darin sind fast jedes Mal ein paar Wunderkerzen und ansonsten kleine Spiele, mit denen sie sich selber beschäftigen kann. Ganz begeistert bin ich von dem kleinen „Malen nach Zahlen“ mit den Delfinen, aber auch mit den Seifenblasen, dem Leuchtball und der Knete wird sie ihren Spaß haben. Besonders cool ist auch das Set, um sich ein „Silvesterperlenarmband“ selber zu machen. Und ein paar Knallfrösche, Goldbienchen und Knicklichter dürfen natürlich auch nicht fehlen. [Die Mitternachtstüte leuchtete schon gestern Abend fröhlich vor sich hin…zumindest 2 von 10 Stäben. Shit happens]

 

Findet ihr die Idee auch so cool wie ich??
Einen guten Rutsch und ein glückliches Jahr 2016 wünschen wir euch!

Mein Kreta-Bilderbuch

Ich fand die Idee des Ostsee-Bilderbuches bei Berlinmittemom so süß, dass ich sie direkt übernommen habe und euch jetzt endlich, fast 4 Wochen nach unserer Rückkehr, das Kreta-Bilderbuch zeigen möchte. Wir waren zum ersten Mal auf der schönen griechischen Insel und sind restlos begeistert und total verliebt in Land und Leute!

Und dann dieses befreiende Gefühl beim ersten Blick auf’s Meer…
 
 

Aus dem Salzwasserpool war Fiona nur mit reichlich Überzeugungsarbeit zu den Mahlzeiten rauszubekommen. Ansonsten übte sie unermüdlich Schwimmen, Tauchen, Springen und: Handstand!

Ach ja, und die aufblasbare Qualle, die uns gleich am zweiten Tag im Supermarkt begegnet war, wurde selbstverständlich adoptiert…
An der Bar fühlte sie sich wie zu Hause, bestellte (meistens nur mit Badeponcho bekleidet) Cinderella-Coktails und schlürfte die gemütlich auf ihrem Barhocker, von dem die Füße baumelten. So fühlt sich Urlaub an! Der sehnsuchtsvolle Blick gen Meer gilt übrigens dem Paragliding, Fallschirm-Fliegen. Und wer Fiona kennt, der ahnt, dass es nicht nur beim Blick geblieben ist…

„Isn’t she afraid?“ wollte man von mir wissen, während das kleine Mädchen mit der großen Schwimmweste auf dem Meer von der Banane aufs Motorboot kletterte.

Ich war selber überrascht, wie mutig sie mit ihren fast 6 Jahren ist, aber sie war tatsächlich fest entschlossen, mit mir gemeinsam Fallschirm zu fliegen.
Gesagt, getan. Auf dem Boot „zogen“ wir das Fluggeschirr an, viele bunte Gurte mit Karabinern, gingen zum hinteren Teil des Schiffes, wurden festgemacht und dann fuhr das Boot los.
Wir blieben da, wo wir waren, schwebten aber am Fallschirm über dem Wasser in der Luft und wurden mit jedem Meter, den das Boot fuhr, weiter in den Himmel gehoben. Was für ein Gefühl! Wir lachten und strahlten um die Wette. So fühlt sich Freiheit an! 
Der schönste Mama-Tochter-Moment des Urlaubs:
50m über der Küste Kretas mit einem atemberaubenden Blick auf die griechische Insel beschlossen wir in Ermangelung einer Kamera, diese Bilder für alle Ewigkeit in unseren Herzen zu behalten ❤

Einen Tag fuhren wir mit einem Mietwagen in die malerische Hafenstadt Agios Nikolaos, bummelten ein bisschen, kauften Postkarten und genossen einen Eiskaffee in einem der süßen Cafés rund um den Binnensee in der Stadt, den Voulismeni-See.

Kreta ist unter anderem berühmt für sein einmalig schönes Meereszentrum, das CRETAquarium.
Das konnten wir unserem kleinen Meeresforscher natürlich nicht vorenthalten. Es war ganz anders, als z.B. das Sealife in Berlin, die Becken viel größer und das Arrangement insgesamt spektakulärer und wirklich sehenswert. Fiona war – wie immer – am meisten fasziniert von den Quallen. Dort gab es nicht nur ein Becken mit ausgewachsenen Quallen, sondern auch kleine Aquarien mit wirklich winzigen Baby-Jellyfish. Ich stehe ja nicht so auf Quallen wie mein Kind, aber die Minis waren tatsächlich fast ein bisschen niedlich 🙂

Fiona hat im Urlaub plötzlich zu lesen und zu schreiben begonnen, als ob ein Knoten geplatzt wäre. Auf einer Zaubertafel, die wir auf dem Hinflug von Condor geschenkt bekommen hatten, schrieb und malte sie, was das Zeug hielt. Nach der Reise waren von der Tafel wegen des starken Gebrauchs nur noch Einzelteile übrig. Sogar das Spiel mit dem Galgenmännchen probierten wir alle gemeinsam, allerdings erwies sich das Raten von Fionas Wörtern mitunter als ganz schön knifflig.
(langes, glattes Kriechtier mit 3 Buchstaben? WOM)

 

 

Und dann war da noch die Geschichte mit dem kopflosen Oktopus, den ich am Büffet in den Frutti-di-mare-Nudeln fand und in für Fiona zum Zeigen mitbrachte. Sie bestaunte ihn von allen Seiten, wollte ihn erst probieren, traute sich dann aber doch nicht. Etwas später zog sie los zum Büffet und kam kurz danach wieder, um mir mitzuteilen, dass sie die Nudelpfanne sortiert habe:
alle Nudeln auf die eine Seite und alle Oktopusse auf die andere.
Am liebsten hätte sie alle mitgebracht, um sie im Meer freizulassen. Aber da ich schon das „Sortieren“ nicht ganz so lustig fand, entließen wir stellvertretend für alle frutti-di-mare-Tintenfische diesen einen in die äh…Freiheit. Auch ohne Kopf. Hier das Bild, auf frischer Tat sozusagen:

Jetzt beim Schreiben sind die Erinnerungen wieder ganz frisch und ich kann das Meer förmlich rauschen hören. Geht’s euch ähnlich?

Hallo Zahnfee!

So wie junge Mädchen sehnlichst auf den Tag warten, an dem sie eine Frau werden – nur um einen Monat später festzustellen, dass das soo cool eigentlich nicht ist – warten Kindergartenkinder auf den Tag, an dem der erste Zahn ausfällt. In der Kita war der aktuelle Zahnausfallstatus für Fiona gleichzusetzen mit dem Reifegrad des Kindes:  „Also, Emma ist größer, die hat schon 2 Zähne raus, Lina noch gar keinen. Und Felix hat 3 Wackelzähne!“.  Als dann bei ihr selber e-n-d-l-i-c-h der erste Zahn zu wackeln anfing, packte mich der Ehrgeiz. Klar muss man nicht so ein Gewese um Kindergeburtstage, Einschulungen oder ausgefallene Zähne machen; Topfschlagen und Blinde Kuh tun’s auch. Aber ich finde den Gedanken der „magischen Kindheit“ so schön, dass hier eben Zahnfee, Weihnachtsmann und Osterhase so lange kommen, wie meine Töchter sich davon verzaubern lassen.
Mit dem ersten Wackeln fing ich an, Pinterest zu durchstöbern und wurde auch direkt fündig. Besonders in englischsprachigen Ländern scheinen Toothfairy und „Elf on the shelf“ (weiß da jemand Genaueres?) wahre Kultfiguren zu sein. 
Ich bereitete das Zahnfee-Zubehör heimlich vor, wischte verräterischen Glitzerstaub im Arbeitszimmer weg und wartete mit Fiona auf den Tag x. Es dauerte noch gute 4 Wochen, bis der lose Zahn tatsächlich ausfiel. Vorher hing er noch so rum und mir wurde übel, wenn sie mir stolz zeigte, dass sie den Zahn einmal komplett um sich rum drehen konnte. Uäh!
Nun besagt der Brauch ja, dass man den ausgefallenen Zahn unter’s Kopfkissen legt, in der Nacht die Zahnfee kommt und im Austausch ein Geldstück hinlegt.
Das Problem an der Sache? Fiona wollte ihren Zahn unbedingt als Trophäe behalten (ich konnte sie gerade so davon abhalten, ihn mit in den Kindergarten zu nehmen!). Wir besorgten also ein kleines Glas und ich bastelte mit dem Plotter einen roten Zahn-Sticker dafür. Am selben Abend „schrieb“ Nono den Brief an die Zahnfee. So erklärte sie ihn mir: 
Liebe Zahnfee, in dem Glas ist mein Zahn. Ich mag ihn sehr. Du darfst ihn dir gerne ansehen, aber bitte nicht mit ihm davon fliegen. Ok? Deine Fiona.
Aus Angst davor, dass die Zahnfee den Brief unter dem Kopfkissen nicht finden würde (und weil es sich auf einem harten Glas nicht so gut schläft), nähte ich eine kleine Tasche für die Türklinke, sozusagen einen Briefkasten für den Austausch mit der Zahnfee. Das Glas blieb auf dem Schreibtisch stehen und der Brief kam in den Filz-Zahn auf dem Postfach. Das Fenster ließen wir in dieser Nacht geklappt…
 

Die Freude am nächsten Morgen war riesig, denn die Zahnfee hatte tatsächlich in der Nacht vorbeigeschaut! Die aufgemalten „Verhaltensregeln“ waren weg und stattdessen steckte ein wirklich winziger Briefumschlag mit der Aufschrift „Fiona“ im Fach, abgestempelt im Fairyland! Die Schrift war so klein, dass man sie fast nur mit Lupe erkennen konnte: echte Post von der Zahnfee!
Die bedankte sich für so ein schönes Exemplar, erinnerte Fiona daran, auch viel frisches Obst und Gemüse zu essen und bestellte einen lieben Gruß an unseren Zahnarzt. Unter der Tür hatte sie noch ein großes Zahnfee-Zertifikat durchgeschoben mit einem aufgemalten Gebiss, auf dem man jeden ausgefallenen Zahn mit Datum vermerken kann. Das Beste aber war der glitzernde Geldschein, wow! (Beim allerersten Zahn gibt es ein bisschen mehr, schrieb sie dazu. Außerdem hält Streuglitzer auf Münzen so schlecht, habe ich gehört).

Gab/gibt es bei euch eine Zahnfee? Oder findet ihr das albern? 
Ich selbst kann mich an keine Zahnfee erinnern (nur an gewöhnungsbedürftige Techniken zum Loswerden eines Wackelzahnes, z.B. mit langer Schnur am Zahn im Dunkeln die Treppe hochgehen, hahaha), aber ich bin mir sicher, es hätte mir gefallen. 

P.S. Die Datei für den süßen Mini-Briefumschlag habe ich hier gefunden.
Viel Spaß beim Nachmachen!