Die dritte Geburt

Ich würde sie als Traumgeburt bezeichnen, obwohl (oder gerade weil?) alles sehr schnell und unkompliziert über die Bühne ging. Im Vorfeld habe ich statt eines Geburtsvorbereitungskurses diverse Bücher zum Thema Hypnobirthing und selbstbestimmte Geburt gelesen. Die haben mir zwar absolut keine schmerzfreie Geburt verschafft, aber zu mehr Gelassenheit und Vorfreude auf jede Wehe (Welle) geführt. Die Atemtechniken waren mir unter der „echten“ Geburt herzlich egal, aber bei den harmloseren Wehen haben sie gut geholfen. Und so ist sie letztendlich abgelaufen: Klappe, die dritte.

Schwangerschaftstagebuch, 27.07.18, ET minus 2

„So, liebes Baby, heute ist der 27.7., ein schöner Geburtstag, findest du nicht? Und heute Abend totale Mondfinsternis! Es heißt ja, bei Vollmond und/oder besonderen Mondereignissen rennen die Frauen den Kreißsälen die Türen ein. Scheint dich allerdings herzlich wenig zu beeindrucken. Nicht mal nen harten Bauch machst du! Ich hatte mich so gefreut, als mir in der Nacht schlecht war und ich nicht schlafen konnte. Aber jetzt? Nix. Ich möchte nicht mehr, echt nicht. Es ist ein unglaublich heißer Sommer in Berlin mit 36 Grad und mehr. Alles ist warm, eng, schwitzig, eklig, dick und iihh. Komm jetzt endlich raus! Vor lauter Langeweile bestelle ich ständig Babystuff bei amaz*n. Das geht so nicht. Hopp hopp jetzt!“

Schwangerschaftstagebuch, 28.07.18, ET minus 1

„Du hast uns noch in aller Ruhe das Richtfest bei meinen Eltern feiern lassen, bei tropischen 34 Grad. Smalltalk mit den Nachbarn bei alkoholfreiem Radler: „Wann ist es denn soweit?“ – „Öh, morgen eigentlich…“ Der Bauch wird oft (harmlos) hart, aber mit echten Wehen hat das noch nicht viel zu tun. Allerdings kam beim Laufen heute sowas wie Ischias-Schmerz dazu (Nachtigall, ick hör dir trapsen…beim ersten Kind hatte ich ja keine Wehen. Nur diese schrecklichen Rückenschmerzen, wegen derer ich mich hinknien und atmen musste, hahaha) und eine winzige Zeichnungsblutung. Oha! Exakt so ging es die letzten beiden Male los. Du wirst doch wohl keine Punktlandung werden? Die totale Mondfinsternis gestern hat dich übrigens nur peripher tangiert. Wir haben alles verschlafen…“

Schwangerschaftstagebuch, 29.07.18, 08:27 Uhr, ET

„Nachdem ich gestern Abend vorsichtshalber keinen Döner mehr gegessen habe (manno!) und nicht mehr aus dem Haus gegangen bin, stattdessen einen „Survival-Übernachtungsrucksack“ für die beiden Großen gepackt habe, ist WAS passiert? Genau, die harmlosen Wehen ließen nach und wir haben so gut geschlafen wie lange nicht. Die Wehen sind – wenn sie denn kommen – intensiver als in den letzten Tagen, aber mit +- alle 20min kommen wir nicht weiter, Baby. Ab heute müssen wir alle 2 Tage ins Krankenhaus zur Kontrolle. Dass ich einen offiziellen ET mal erleben würde, hätte ich ja auch nicht gedacht. Aus gegebenem Anlass: ich habe in einem Hebammenforum (ja, man googelt auch beim 3. Mal noch, wie sich echte Wehen anfühlen, haha) gelesen, dass Wehenstärke sich in 3 Stufen einteilen lässt.

Folgende Situation: du bügelst und dein Mann guckt Fußball.

Stufe 1: Du sagst deinem Mann, dass du eine Wehe hast, bügelst aber unbeeindruckt weiter. (= Senk- oder Übungswehen)

Stufe 2: Du sagst deinem Mann, dass du eine Wehe hast, konzentrierst dich und hörst kurz auf zu bügeln. (= starke Senk- oder Übungswehen)

Stufe 3: Du sagst deinem Mann, dass du eine Wehe hast, schließt die Augen, atmest und schaltest das Bügeleisen aus. (= Eröffnungswehen, ab ins KH!)

Heute und gestern Abend war ab und zu Stufe 2, würde ich sagen. Na immerhin!“

Das sollte tatsächlich der letzte Eintrag gewesen sein…

[RÜCKBLICK]

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…dass ich das mal erleben würde: ein Kind, das am Entbindungstermin noch im Bauch ist und wenig bis keine Anstalten macht, an diesem Zustand etwas zu ändern 🙄 Das Warten macht mich mürbe; die Temperaturen draußen sind für einen hochschwangereren Kreislauf einfach nur tödlich und inzwischen ist mir auch egal, dass der Kreißsaal unserer Geburtsklinik nicht klimatisiert ist. Hauptsache, dieses Baby macht sich endlich auf den Weg zu uns. So gerne ich schwanger bin – jetzt, mit dem Beginn der 41.Schwangerschaftswoche, möchte ich ganz offiziell nicht mehr. #mimimi #schwanger #entbindungstermin #duedate #schwangerschaft #julibaby #schwanger2018 #bauchbild #pregnantbelly #bellyupdate #julibaby2018 #schwangerschaft #pregnancy #40weekspregnant

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Nachdem ich am Morgen den letzten Tagebucheintrag geschrieben hatte, nähte ich noch fix ein Sommermützchen für das Baby einer Nachbarin. Nähen mit Wehen, irgendwann lass ich mir das patentieren. Der Plan sah vor, die Kinder nach dem Mittagessen zu meinen Eltern zu bringen und dann zum geplanten Kontroll-CTG ins Krankenhaus zu fahren. Ich überlegte noch, ob ich den am Vorabend nicht gegessenen Döner nachholen sollte, entschied mich dann aber (glücklicherweise!) dagegen, weil die Kinder keine Dönerfans sind und die größte Schwester sich Königsberger Klopse gewünscht hatte. [Zu meiner Verteidigung muss ich erwähnen, dass der Döner, von dem hier ständig die Rede ist, nach McFlurry in der ersten und Dosenpfirsich in der zweiten nun das Essensgelüst meiner 3. Schwangerschaft war!]

Gegen 12 Uhr begann ich zu kochen und wechselte dabei ständig zwischen der Chefkoch-App und dem Wehen-Tracker hin und her:

11:56, 12:05, 12:18, 12:27, 12:31, 12:45.

Noch gut auszuhalten, aber intensiver. 12:30 Uhr war das Essen fertig. Trotz ursprünglich großen Hungers (Ich zu meinem Mann: „Mach 2 Beutel Reis, ich hab Hunger!“) schaffte ich nur eine Kinderportion und musste während des Essens schon regelmäßig Pausen einlegen, weil der harte Bauch mich nicht mehr kleckerfrei zu meinem Teller vorbeugen ließ. Plötzlich konnte ich kaum erwarten, dass die Familie auch endlich aufgegessen hatte. Nanu, wo kam diese innere Unruhe auf ein Mal her…?

Nach dem Essen stand ich auf mit den Worten: „Kinder, Schuhe an, geht los!“

Mein völlig überrumpelter Mann wagte noch, ein Veto einzulegen: „Hä? Trinken wir keinen Kaffee mehr? Außerdem muss ich noch meine Haare föhnen und die Küche aufräumen!“

Ich erwiderte knapp: „Haare föhnen ja, alles andere nein. Ich will JETZT gehen.“

Wer schon eine Geburt erlebt hat, kann sich vielleicht an dieses Gefühl erinnern: während einer Wehe wäre man gerne augenblicklich im Krankenhaus, lässt die Wehe nach, hat man noch alle Zeit der Welt. Als angehender Dreifachpapa hatte er auf jeden Fall eines gelernt: Hochschwangeren besser nicht widersprechen, haha.

Wir brachten die Kinder zu meinen Eltern, die bis dato noch davon ausgegangen waren, dass wir nur zur angekündigten Kontrolle ins Krankenhaus fahren würden. 13:10 Uhr steckte ich der Nachbarin noch das genähte Baby-Mützchen in den Briefkasten und informierte sie darüber per Whatsapp. Kurz nach halb 2 kamen wir im Krankenhaus an, im Auto veratmete ich nur eine oder zwei Stufe-2-Wehen und lief völlig problemlos und ohne Atem-Pausen vom Parkplatz bis zum Kreißsaal. Eine andere Schwangere stand ebenfalls wartend und mit Mutterpass in der Hand vor der Kreißsaaltür und es dauerte eine kleine Ewigkeit, bis uns nach dem Klingeln die große Tür geöffnet wurde. Den Kopf heraus streckte eine Hebamme, die auch gerade einem Märchenfilm entsprungen hätte sein können. Walpurga guckte mich fragend an, während ich erklärte, Drittgebärende mit einigermaßen regelmäßigen Wehen zu sein und heute eh Entbindungstermin zu haben. Sie rollte mit den Augen (ich schwöre!) und sagte:

„Wir haben gerade alle Hände voll zu tun, nehmen Se erst mal im Wartezimmer draußen Platz. Für ne Entbindung seh’n Sie mir noch zu freundlich aus! Aber wenn die Presswehen einsetzen, klingeln Se noch mal am Kreißsaal, hahaha.“

Bumms, Tür zu. Wenn die da schon gewusst hätte, dass sie mit ihrem „Witz“ so falsch nicht gelegen hat!

Im Wartezimmer veratmete ich noch eine Wehe, scherzte mit meinem Mann über die Hebammenhexe und wurde anschließend in ein sog. Vorwehen-Zimmer ans CTG gehangen. Walpurga untersuchte mich etwas unsanft und stellte fest, dass der Muttermund erst bei 2-3cm und der Gebärmutterhals noch nicht komplett verstrichen sei. Wäre ich Erstgebärende, würde sie mich auf jeden Fall noch mal nach Hause schicken. Stattdessen überlegte sie laut, ob wir ggf. in 2 Stunden wiederkommen könnten, beschloss aber glücklicherweise, erst mal provisorisch ein CTG zu schreiben.

Es war immer meine „größte Angst“, ins Krankenhaus zu fahren und wegen falschen Alarms wieder nach Hause geschickt zu werden. Bei den ersten beiden war das nicht der Fall und sie waren jeweils 3 Stunden nach der Ankunft in der Klinik auf der Welt. Sollte mich mein Instinkt bei der dritten Geburt tatsächlich so getäuscht haben?!

13.45 Uhr: Kabel und Schallknöpfe ran, Tür zu. Da saßen bzw. lagen wir nun im Vorwehen-Zimmer und lauschten dem gleichmäßigen Traben des kindlichen Herzens in meinem Bauch. Nur wenige Minuten später wurden die Wehen schlagartig stärker. Ich hielt die Hände schon vor’s Gesicht, pustete so vor mich hin und das CTG-Blatt flatterte in meinem Wind. Eine andere, sehr junge Hebamme kam kurz nach 2 rein und stellte sich vor, Walpurga hatte scheinbar Feierabend. Ich hatte gerade eine Wehe und konnte ihr gar nicht richtig zuhören, was sie bemerkte und nur meinte: „Sagen Sie einfach: Lassen Sie mich in Ruhe, ich muss atmen!“. Sie schwebte wieder aus dem Raum, ich atmete weiter und Punkt 14.15 Uhr wurde es nass auf der Liege. BLASENSPRUNG! Mit dem Gedanken im Hinterkopf, dass es bei der letzten Geburt nach dem Blasensprung sehr, sehr schnell ging bis die Presswehen einsetzten, rief ich ein bisschen panisch und ohne Luft zu holen: „HolDieHebammeHolDieHebammeHolDieHebamme!“. Sie kam, untersuchte mich erneut – Muttermund bei 5cm – und sagte, es sei gerade in dem Moment ein Kreißsaal frei geworden, in den wir jetzt rübergehen würden. Ich schaffte mit unterwegs stehen bleiben und atmen gerade so den Weg in den direkt benachbarten Kreißsaal und blieb am Bett stehen. Die letzten beiden Kinder hatte ich unfreiwillig ohne Schmerzmittel geboren: bei der ersten war es für eine PDA zu spät, als es anfing, so weh zu tun, dass ich sie wollte und bei der zweiten bestellte ich das angepriesene Lachgas, war aber unter den Presswehen nicht mehr in der Lage, die Maske selber vor’s Gesicht zu halten, als die Schwester endlich mit dem Gerät ankam. Das war nun also mein Moment: „Ich hätte gerne Lachgas.“ – „Öhm, da gibt es ein Problem.“ Mein Running Gag! Das Gerät sei gerade in einem anderen Kreißsaal im Einsatz und sie hätten nur eines… Ach komm, auch egal jetzt!

Die Hebamme meinte, ich solle ruhig ein bisschen stehen bleiben oder rumlaufen, das täte vielen Schwangeren gut in diesem Stadium. Und wie ich noch so neben dem Bett stand, kam genau in dem Moment die erste Presswehe! Ich habe gedacht, ich schaffe es nicht mehr auf’s Kreißbett zur Entbindung! Mit Hilfe kletterte ich in der Wehenpause auf das Bett in den Vierfüßlerstand, hielt mich oben am Rand fest und biss bei der nächsten Wehe in das Stillkissen. Dieses Kind sollte einfach nur noch raus jetzt. Mir egal, ob der Muttermund schon soweit war und das CTG erst wieder an mir befestigt werden sollte. Lasst mich alle in Ruhe, ich will nicht mehr! Von hinter dem Bett hörte ich die Hebamme sagen: „Das mit dem Lachgas hätten wir jetzt eh nicht mehr geschafft..“ Und 2 Presswehen später, um 14.30 Uhr, erblickte unsere dritte Tochter das Licht der Welt. Ein Wunder, einfach nur ein Wunder, denn ein Kind füllt einen Platz in deinem Herzen, von dem du nicht wusstest, dass er leer war:

❤ Lucia Mayra Leona ❤

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Mottoparty Pokémon Teil 2

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Schon Wochen vor der großen Party waren wir einkaufen und haben das mitgebracht, was wir am Liebsten mögen: Moosgummi, Bänder, Styroporkugeln, Pfeifenreiniger, Pompoms und natürlich Wackelaugen. Gerade, weil viele der Gäste Pokémon nur wenig oder gar nicht kannten, wollte ich auch ein bisschen „drum rum“erzählen. Bei Pinterest wird man schnell fündig und so sammelte ich auf meiner Pinnwand Ideen, um sie dann zu unserer Motto-Party zu weiterzuentwickeln.

Ich wollte die Gäste auf der Feier Pokémontrainer und -trainerinnen werden lassen. Das geht natürlich nicht einfach so, sondern setzt die Erfüllung einiger Aufgaben voraus. Die waren auf dem Trainingsplan zu lesen:

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LABYRINTH & HELIUMBALLONS

Ich fand online ein Pokémon-Labyrinth, was ich ausgedruckt und schon vor der Ankunft der Gäste auf den Plätzen verteilt hatte. Die Kinder kommen ja nicht alle gleichzeitig und so konnte jeder schon mal ein bisschen rätseln und Trainer Ash den Weg zu seinen Pokémons zeigen. Nach der Begrüßung fingen sie sofort an, den Weg durch den Irrgarten auf dem Papier zu suchen. Währenddessen kam auch die letzte Freundin an und die Party konnte richtig beginnen. Aufgrund akuten Hungers zogen wir Punkt 4, das Kuchenbuffet, vor. Wie das aussah, seht ihr im ersten Post zur Mottoparty.

Im Sommer habe ich mir übrigens einen XL-Behälter Helium gekauft. Inzwischen haben wir schon unzählige Luftballons gefüllt, verschenkt und steigen lassen. Auch für die Pokémonparty bot sich das an: mit Edding das typische Gesicht auf den Ballon der richtigen Farbe gemalt (gelb = Pikachu, grün = Bisasam, orange = Glumanda, rosa = Pummeluff), am Stuhlbein befestigt und schon hat man sowohl coole Partydeko als auch das erste Gastgeschenk zum Mitgeben nach der Party. Win-win.

STARTER-POKEMONS (TATTOOS)

Ich habe bei amazon spezielle Tattoo-Folie für meinen Schneideplotter (Silhouette Portrait) gefunden, die man mit einem normalen Tintenstrahldrucker bedrucken und hinterher ausschneiden lassen kann. Leider hat mein Plotter nicht so mitgespielt, wie ich das wollte [ok, um ehrlich zu sein, hatte ich keine Geduld mehr, als es beim 2. Mal noch nicht ging und hatte außerdem Angst, dass der Plotter die mit der letzten Farbe meines Druckers schön gedruckten Pokémons versehentlich kaputt schneidet, haha], also habe ich sie von Hand mit der Schere ausgeschnitten. Man kann also auch ohne Plotter – nur mit Drucker und Schere – seine eigenen Tattoos damit designen! Wie cool ist das bitte?

Nach einem ersten Testlauf druckte ich je 4 Pikachus, Glumandas und Bisasams für Punkt 5 auf der Party: ein Starter-Pokémon aussuchen. Im richtigen Spiel tauchen direkt nach dem ersten Einloggen 3 verschiedene Pokémons auf. Für eines dieser drei entscheidet man sich, das sog. Starter-Pokémon. Bevor die Party also richtig losgehen konnte, suchte sich jeder Gast eines aus und dann wurde im Bad tätowiert.

POKEMONJAGD

Den Plan warfen wir über den Haufen und gingen direkt über zu Punkt 6, der Pokémonjagd im Garten, denn wer konnte wissen, wie lange die grauen Wolken am Himmel noch dicht halten würden. Eine weise Entscheidung, wie sich etwa eine halbe Stunde später herausstellen sollte! Im echten Spiel hat man die rot-weißen Pokébälle und für besonders starke Pokémons die blau-rot-weißen Superbälle, um die kleinen Monster zu fangen. Mit der AR-Funktion (Augmented Reality) siehst du deine normale Umgebung durch die Handykamera, nur dass mitten auf dem Rasen, in der Bushaltestelle oder auf dem Tisch vor dir ein Pokémon sitzt, das von dir gefangen werden will. Die Wettkampfpunkte über dem Kopf geben an, wie stark ein Pokémon ist.

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Screenshot aus „Pokemon GO“

Und weil bei keinem Kindergeburtstag eine Schatzsuche fehlen sollte, „verkleidete“ ich sie dieses Jahr als Pokémonjagd im Garten! Dazu habe ich Pokémons farbig ausgedruckt, ausgeschnitten, laminiert und erneut ausgeschnitten. Mit Edding schrieb Fiona ausgedachte Wetkampfpunkte auf die Rückseiten der Tierchen. Am Tag der Party versteckte ich 16 Stück u.a. in Blumentöpfen, Regenrinnen, hinterm Autoreifen und im Sandkasten. Mit Powerpoint erstellte ich einen „Pokedex“, das ist eine Übersicht über die Monster. Ich benutzte Bildchen der versteckten Tiere und fügte noch ein leeres Kästchen hinzu. Wenn die Kinder nämlich ein wildes Pokémon im Garten gefunden hatten, mussten sie dessen Wettkampfpunkte in ihre Tabelle eintragen. So konnten die Kinder in 2 Teams (rot und blau) gegeneinander spielen, ohne die Pokémons einzusammeln. Die Vorderseite des Pokedexes sollte aussehen wie in der TV-Sendung: ein kleiner Computer mit Tastatur und einem leeren Eingabefeld zum Nameneintragen. Die Kinder hatten unglaublich viel Spaß beim Suchen und Finden, schrieben eifrig Zahlen in ihren Pokedex und schrien vor Freude, wenn sie wieder irgendwo ein Pokémon gefunden hatten (note to self: nächstes Mal in Stichpunkten aufschreiben, wo welches Tier versteckt ist). Kurz bevor sie alle versteckten Pokémons gefunden hatten, fing es tatsächlich an zu regnen, das tat aber dem Spaß keinen Abbruch!

P.S. Geburtstags-Spiele, die von alleine laufen und keinerlei elterliche Einbringung als Entertainer oder Schiedsrichter benötigen, sind viel wert! Wäre ich nicht fotografierend hinter der Meute hergelaufen, hätte ich mich rein theoretisch in dieser Zeit entspannt zurücklehnen können ^^

POKEBALLWURF

Eine weitere Draußen-Aktivität war Punkt 7: der Pokéballwurf. Natürlich muss man als angehender Trainer auch das Werfen der Bälle üben! Zu diesem Zweck habe ich einfach eh schon vorhandenes Gartenspielzeug verwendet und 4 große laminierte Pokémons an das Wurfspiel angeklebt. An den Wochenenden hatten wir, wenn wir sowieso gerade mit Farbe hantiert haben, gleich noch die Styroporkugeln mit angemalt und in einem leeren Eierkarton trocknen lassen. 2 große und 2 kleine Bälle durfte jeder werfen und versuchen, mindestens ein Mal zu treffen. Auch das hat ihnen viel Spaß gemacht! „Können wir gleich noch mal?“ Der Regen wurde stärker, die Acrylfarbe löste sich langsam von den Styroporkugeln, aber wir hatten das Draußen-Programm erfolgreich absolviert. Puh!

PIKACHU-KOPFSCHMUCK BASTELN

Nachdem sich jeder noch mal am Power-Kuchenbuffet gestärkt und einen weiteren Schluck Schildkrötenspucke genommen hatte, machten wir mit Punkt 2 weiter: Kopfschmuck basteln. Dafür habe ich aus gelbem Moosgummi je 2 Pikachu-Ohren (Vorlage von hier) und aus schwarzem Moosgummi die Ohrspitzen ausgeschnitten. Aus gelbem Tonpapier schnitt ich Streifen (je 4x30cm), an denen die Ohren befestigt wurden. Durch 2 kleine Löcher im Streifen kam dann noch das gelbe Geschenkband und wurde am Hinterkopf verknotet. Nachdem sich jeder Pikachu ein Mal im Spiegel gesehen hatte, machten wir das Gruppenfoto. Süß oder? Natürlich fanden die Öhrchen auch ihren Weg in die Give-Away-Tüte.

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Das gelbe Moosgummi reichte genau für 7 Gäste, deshalb bereitete ich für Fiona aus der Not heraus Kopfschmuck von Raichu vor, der Weiterentwicklung von Pikachu (vorne mitte)

PIN THE TAIL ON PIKACHU

Neugierig fragten die Gäste, die ja inzwischen alle lesen können, was Punkt 3: „Pikachu helfen“ bedeute. Ein Spiel, das – genau wie die Schatzsuche – auf keiner unserer Partys fehlen darf und sich dankbar an jedes Motto anpassen lässt: „pin the tail on the donkey“ im englischen Original. Die angehenden Trainer versuchen Pikachu zu helfen, indem sie seinen Schwanz an die richtige Stelle kleben, natürlich mit geschlossenen Augen und nachdem sie 3x auf der Stelle gedreht wurden! Ein Spiel, das für viel Spaß und großes Gelächter sorgt; vor allem, wenn Pikachu seine 8 Schwänze auf dem Kopf, in der Hand oder auf der Tapete zu kleben hat, hahaha. Die große Pikachu-Vorlage inkl. Schwänzen habe ich hier gefunden. Funktioniert als Partydeko an der Wand auch bestens.

WÜRFELBALANCIEREN

Trainingsübung 8 war das Würfelbalancieren: Eisstab in den Mund und versuchen, bis zu 6 Würfel darauf zu stapeln, ohne dass sie vorher runterfallen. Klingt einfach, ist aber ganz schön schwer! Auch das wollten sie immer wieder probieren. Dass es sehr lustig aussah und manchem vor Lachen der Stab aus dem Mund gefallen ist, muss ich eigentlich nicht extra erwähnen 🙂 Wer gerade nicht an der Reihe war, durfte laut die gestapelten Würfel mitzählen: EINS, ZWEI, DREI, VIER, klack klack klack klack…

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FÜR ZWISCHENDURCH

Die einen wollten das mit den Würfeln noch mal probieren, andere spielten inzwischen mit den Luftballons oder aßen noch ein Stück Kuchen. Damit sich niemand langweilt, hatte ich noch ein Pokémonausmalbild für jeden dabei, nach Bedarf. Aber hat einer angefangen, wollten natürlich alle. Malen geht immer, auch eine sehr dankbare Beschäftigung, um in dieser Zeit Geschenkpapier wegzuräumen oder den Tisch von Tellern und Resten zu befreien. Merke: wenn 8 Kinder Pikachu ausmalen wollen, braucht man auch 8 gelbe Stifte, haha.

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Bevor wir zu Übung 9, „eigenes Pokémon entwickeln“, kamen, tanzten wir eine Runde Bewegungslieder im Kreis. Durch meine Arbeit als Musikpädagogin ist mein Repertoire nahezu unerschöpflich. Detlev Jöcker, Volker Rosin und Simone Sommerland helfen euch da gerne weiter, wenn ihr kein Profi seid! Wichtig ist aber, dass mindestens ein Erwachsener mittanzt und die Bewegungen vormacht. Dann eignet sich so ein 10-minütiger Tanzbreak wunderbar, um die Gruppe wieder zusammenzubringen für die nächste gemeinsame Aktion. Wer übrigens am Buffet vorbeitanzte, durfte sich dabei etwas nehmen. So wurden auch die letzten Reste in den Schüsseln noch leer.

EIGENES POKEMON ENTWICKELN

Für die Entwicklung des eigenen Pokémons stellte ich je einen Becher mit bunten Pompoms, Wackelaugen und Pfeifenreiniger auf den Tisch, außerdem Kleber und Scheren. Die Aufforderung „bastelt euer eigenes Pokémon“ musste ich nicht weiter konkretisieren; sie schnappten sich das Zubehör, klebten wie wild drauf los und waren eine ganze Weile beschäftigt.

POKEMONTOPFSCHLAGEN

Ein Klassiker auf Kindergeburtstagen. Unter dem Topf lagen je ein Button mit der Aufschrift „Super-Power“, ein paar Süßigkeiten und 3 Mini-Pokémonfiguren, im 24er-Set bei amazon bestellt. Mit den selbst gebastelten und den topfgeschlagenen Pokémons + Basteleien waren die Mitgebseltütchen auch schon gut gefüllt. Mein mobiler Fotodrucker (Canon Selphy) hat fleißig Gruppenfotos ausgedruckt, während die Kinder gegessen haben, so dass jeder nach der Party ein Bild in seiner Tüte mit nach Hause nehmen konnte.

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MOTTO-ABENDESSEN

Auf den Tellern seht ihr übrigens das Abendessen, habe ich beim Buffet-Post ganz vergessen. Ich wollte eigentlich Pokéball-Pizza in rot-schwarz-weiß machen, also oben mit Salami belegt, in der Mitte ein paar wenige Oliven (die eh niemand gegessen hätte) und unten einfach Käse. Aber Fiona hat mich mit ihrer eigenen Essensidee überzeugt: blaue Spaghetti! Es gibt nämlich ein Pokémon namens Tangela, das aussieht wie ein blauer Haufen mit Augen in der Mitte und roten Schuhen. Fionas Idee war, in die blauen Nudeln CandyEyes reinzulegen und zwei rote Kleckse Ketchup als Schuhe zu machen. Geil oder?

Ausgeführt hat das Abendessen dann meine Mama in der Küche, während ich Aufsichtsführer beim Topfschlagen gewesen bin. Muss man ihr hoch anrechnen, denn ich glaube, sie findet kaum etwas unappetitlicher als Lebensmittelfarben, hahaha.

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TRAINERURKUNDE, MEDAILLENVERLEIHUNG & MITGEBSELTÜTEN

Nach dem Abendbrot waren noch genau 15min Zeit bis zur Abholung der Gäste. Perfektes Timing also für die noch ausstehende Verleihung der Trainerurkunden! Die Kinder stellten sich in einer Reihe auf und ich hielt eine kleine Rede über das erfolgreiche Absolvieren der vielen verschiedenen Übungen. Als ich feierlich die Namen aufrief und die frischgebackenen Pokémontrainer unter Applaus der anderen ihre laminierte Urkunde und die Medaille (Pfennigartikel aus der Ramschabteilung bei Kaufland) entgegen nahmen, fühlten sie sich vermutlich wirklich wie kleine Stars. Weil auch die Mitgebsel-Tütchen in diversen Online-Shops ausverkauft waren, bastelte ich kurzerhand selbst welche. Aus einfachen Frühstückstüten mit angetackertem Papierhenkel wurden mit Stiften im Handumdrehen Pikachu-Tüten. Während die Kinder abgeholt wurden, ließen wir noch 3 Raketen steigen – ein krönender Abschluss für eine aufregende Party zum 7. Geburtstag meines großen Pokémon-Fans!

Und jetzt erzählt doch mal – fahren eure Kinder (oder ihr?) auch so auf Mottopartys ab? Was für Partys habt ihr schon gefeiert? Oder unternehmt ihr mit der Kindergruppe am Geburtstag immer etwas Schönes? Ich bin gespannt!

Mottoparty Pokémon Teil 1

Kürzlich war es etwas ruhiger auf dem Blog, das lag an den intensiven Vorbereitungen für unseren Kindergeburtstag! Ihre Freunde gehen bowlen, klettern und ins Kino; Fiona dagegen wünscht sich jedes Jahr eine Mottoparty, weil sie das Planen, Schnippeln, Basteln und die Vorfreude genauso liebt wie ich. Schon Monate vorher sammelt sie Ideen und erzählt mir bereits im Hochsommer, welche Spiele passend zum Thema ihr so einfallen. In diesem Jahr sollte es eine My-Little-Pony-Party sein, ein dankbares Motto mit Blanco-Pferdchen zum Bemalen, Haarreifen mit Ponyohren aus Filz, Regenbogenwaffeln und Schönheitsfleck-Tattoos. Der halbe Online-Warenkorb war schon voll mit Give-Aways und Dekoartikeln, als das Pokémonfieber ausgebrochen ist. Ob wir stattdessen auch eine Pokémon-Party feiern könnten, fragte sie. Und ob…! Ich ahnte ja nicht, wie schwierig es werden würde, themenbezogene Deko zu bekommen. Aber wenn der Ehrgeiz erst ein Mal geweckt ist…

EINLADUNGEN

Zur Piratenfeier eine kleine Schatzkarte, zur Eiskönigin-Party eine Schneeflocke und zum Pokémongeburtstag natürlich Pokébälle! (Die wirft man und fängt darin die kleinen Monster im Spiel) Mit rotem Tonpapier und schwarzem Edding sind die ratzfatz gebastelt. Ich habe die Vorlagen gezeichnet und Fiona hat ausgeschnitten, zusammengeklebt und gemalt. Für innen dann den Einladungstext ausdrucken, rund ausschneiden, aufkleben, verteilen, fertig.

DEKO & BUFFET

Zum „Einstimmen“ suche ich als Erstes nach Papptellern, Bechern, Tischdecke und Girlande etc. Meistens gibt es in Onlineshops fertige Sets zu fast jedem beliebigen Thema. Fast. Der Pokémonhype (reloaded) war zwar schon im Sommer in Deutschland angekommen, die Partyutensilien beschränkten sich jedoch auf die USA. Argh! Ab 16.9. sollten Teller, Servietten, etc wieder verfügbar sein. Ich erstellte mir sogar einen Termin im Kalender, nur um am 18. festzustellen, dass schon wieder mehr als die Hälfte „out of stock“ war. In einem anderen Shop wurde ich fündig, belud meinen Warenkorb und scheiterte an der Eingabe des Landes: USA/Canada? !$“6$3%!/§9=“)(§/&%!“!!!

Naja, das gute alte amazon führte zu teure Pikachu-Pappteller, die ich letztendlich doch bestellte und die nach 2 Wochen immer noch nicht angekommen waren. Der Wurm drin! Ich fragte nach und bekam wenige Tage später eine Ersatzlieferung geschickt: knapp 8€ für 8 Teller. Aber wir hatten Pikachu auf dem Tisch! Um nicht schon nach Erwerben des Geschirrs „out of budget“ zu sein, übernahm ich die Sache mit den Bechern selbst und malte den gelben Pappbechern mit Edding Pikachu-Gesichter auf.

Für die Tische habe ich einfache rote Papiertischdecke genommen und als Tischdeko die kleinen laminierten Pokémons verteilt, die wir nicht für das Spiel benötigt haben (siehe Spiele).

Am Freitag, dem eigentlichen Geburtstag, gab es für die Klasse Waffelbecher mit Kuchenteig, buntem Zuckerguss und Pokémon-Muffintoppers, die man fertig kaufen kann. Weil ich nur 24 fertige (blaue) hatte und in der Klasse 29 Kinder sind, habe ich noch ein Set weiße Muffinaufleger inkl. Lebensmittelstiften besorgt und diese rot-weiß-schwarz als Pokébälle angemalt.

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Seit ich zufällig bei Annis Küchenzauber das Rezept für ihren Pinata-Kuchen gesehen habe, ging mir die Idee mit dem Pokéballkuchen nicht mehr aus dem Kopf, aber es wollte sich im ganzen Haushalt keine backofengeeignete Müslischale finden! Mein Mann kam einen Tag vorher auf die Idee, die kleine Edelstahl-Wok-Pfanne aus der Kinderküche zu nehmen und das funktionierte tatsächlich wunderbar 🙂 In Kurzform: Kuchenteig vorbereiten nach Lieblingsrezept, in einer runden Form nacheinander die 2 Hälften ausbacken, abkühlen lassen, ggf. zurecht schneiden am Rand, beide Hälften ein bisschen aushöhlen, mit Lieblingsnaschereien füllen (bei uns waren es Smarties) und dann das Ganze mit dem Frosting „zukleben“. Soweit geht die Anleitung bei Annis Küchenzauber. Bei mir kam dann noch die Schweinerei mit der Farbe dazu. Frosting teilen in rot, natur und etwas schwarz und dann die Farben laut Pokéball verteilen. Tadaaa:

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Für die Kinderparty am Samstag hat sich Fiona Pikachu-Regenbogenkuchen gewünscht. Der bekam gelben Zuckerguss und 2 Papierohren an Schaschlikstäben befestigt. Außerdem aus Rollfondant in schwarz, weiß und rot noch Augen, Mund, Nase und Wangen. Der heimliche Star der Party übrigens, und am Ende restlos aufgegessen. Zusätzlich standen auf dem Buffettisch noch mottogetreu Raupys Raupenfreunde (Gummi-Würmer), Pikachus Popcorn, Menkis Marshmallows, Glumandas Feuerchips und der Pokéball-Fruchtteller, je mit einem Bild des namensgebenden Pokémons.

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Zu trinken gab es Fanta in rosa namens „Pummeluffs Partytrank“ und grün gefärbte Sprite: „Schiggys Schildkrötenspucke“. Was wäre ich ohne meine Wilton Gelfarben, haha! Die Kinder waren schwer begeistert und hatten von beiden Getränken die kompletten 2 Liter ausgetrunken nach 3,5 Stunden Party. Besonders die Schildkrötenspucke hatte es ihnen angetan. Erst „iiihh“ und dann „mmhh, lecker!“. Der Knaller war Fiona, wie sie ihren Gästen das Buffet erklärt hat: „Und was es hier drüben gibt, werdet ihr jetzt nicht glauben: Schildkrötenspucke, aber keine Angst, die ist nicht giftig, sieht nur so aus.“

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Zu unseren Pokémon-Motto-Spielen, dem Ablauf und den Basteleien geht es hier lang zu Teil 2.

Best-Of Oktober

Eindeutig: es ist Herbst. Und auch, wenn der manchmal trist und grau ist, peppen wir ihn einfach mit etwas Farbe auf: selbstgenähte Hosen, bunt gemixte Klamottenzusammenstellungen und leuchtende Blinkerschuhe. Man ist schließlich nur ein Mal fünf! Was diesen Monat bei uns so los war, seht ihr hier in Bildern.

An einem der vielen schönen Oktoberwochenenden ging es für uns auf Karls Erdbeerhof in der Wustermark bei Berlin. Bei dem tollen Wetter waren wir natürlich nicht die Einzigen mit dieser Idee, entsprechend gut besucht war es dort. Von Gruseltraktorfahrt über Ponyreiten bis Riesenschaukel haben wir alles ausprobiert. Absoluter Renner war aber die Kartoffelsackrutsche!

Kurz darauf stand der 5. Geburtstag ins Haus und die Mottoparty mit dem Thema „Eiskönigin – Frozen“, mehr Fotos davon gibt es hier. Das ungeschlagene Monatshighlight im Oktober!

Mein Lieblingsonlineshop „Alles für Selbermacher“ (die haben sooo schönen Schnickschnack für Nähtanten!) lässt regelmäßig neue Kinderstoffe designen. Süß sind sie ja immer, aber dieses Mal haben sie sich selbst übertroffen, wie ich finde. Der große Ansturm hat sogar den Dawanda-Surfer in die Knie gezwungen und es gehörte eine große Portion Glück dazu, überhaupt etwas von der ersten Lieferung zu bekommen. Extra deswegen haben die beiden sympathischen Mädels Nadine und Ricarda die Funktion „Vorbestellung“ in den Shop integriert und so kam auch ich nach einiger Wartezeit an einen Meter „Schneekitz“. Entstanden ist daraus ein Longshirt mit dazu passendem Mütze-Schal-Set für Fiona. Sie liebt es!
(Schnittmuster der Mütze ist die „Beanie“ von Leni Pepunkt und das Longshirt ist ein Mix aus „Bijou“ und „Feli“ von rosarosa, Schal frei Schnauze)

Außerdem sind diesen Monat noch ein paar Sachen entstanden, u.a. Hasenshirt und Mütze für meine beste Freundin zum Geburtstag, flauschiges Hasenkuschelkissen für deren Freund, Apfelhose für Fiona und sage und schreibe (Anfang 9.Monat!) das allererste genähte Teil für das Bauchkind: eine Wickel-Wende-Kombi in Größe 56 – sooo winzig. (SM „Mio“ von Lolletroll).

Der Quallendrachen hat jetzt ja endlich wieder Flugsaison und wurde auf einem großen Feld beim Spielplatz in die Luft gelassen. Nach anfänglichen Schwierigkeiten und einer waghalsigen Befreiungsaktion aus einer Baumkrone lief dann alles glatt und wir konnten ihm eine ganze Weile zugucken.

Die aktuelle Tollabox dreht sich ums Thema „Superkinder“. Über die 5 Superheldenmissionen, die mein Kind sich ausgedacht hat, habe ich mich sehr gefreut (die 3!) und auch ein bisschen gestaunt (Punkt 4). Die Krönung war aber die feierliche Verleihung der Superheldenkräfte, von denen sie mir alle 4 zuerkannt hat. Irgendwas scheine ich richtig gemacht zu haben 😉

Dem Berliner Oktoberfest am Alexanderplatz haben wir einen Besuch abgestattet um festzustellen, dass hier der traditionelle Weihnachtsmarkt 1:1 übernommen wurde, nur mit mehr Haxn und weniger Jingle Bells. Sogar das große Weihnachtskarussell stand an der Weltzeituhr! Glühwein, kandierte Früchte, Alpaka-Schals und „dein Name auf einem Reiskorn“: in 4 Wochen können sie die Stände einfach wieder aufbauen. Schön war’s trotzdem!

Für 2 Tage ging es für uns nach Sassnitz auf Rügen an die Ostsee. 48 Stunden Seeluft schnuppern, Kreidefelsen besichtigen und die Seele baumeln lassen. Bericht dazu mit Ausflugstipps findet ihr hier.

Halloween ist zwar erst heute (Vorbereitungen laufen…), aber zum Einstimmen waren wir gestern schon im FEZ Berlin, wo ein gruseliges Herbstferienspecial für Kinder angeboten wird. Spiele, Basteleien, Snacks und Accessoires für ein schaurig-schönes Geisterfest. Klar, dass Fiona sich auf dem Halloweenmarkt mit einem Vampir-Gruselgewand und Plastikgebiss ausstatten musste, damit „alle Leute in Unmacht fallen, wenn sie mich sehen“. Huuuuuh!

Last but not least kommen hier für euch die gesammelten Zitate aus dem Oktober.
Fiona ist genau 5 Jahre alt.
„In der Kita sind viele Jungs.“
Fiona: „Na da werde ich ja zu tun haben!“
„Mama, mit deinem schwarzen T-Shirt siehst du 
im Dunkeln aus wie ein riesiges Gespenst.“
„Mama, ich möchte TRIN-KEN!“
– „Nö. So nicht.“
„Hm, komisch dass es immer erst mit dem Zauberwort geht…“
„Ich bin ganz neidisch, würde auch gerne in der Kita frühstücken.“
– „Aber Mama, das geht doch nicht. 
Schließlich heißt es Kin-der-gar-ten, weil er für Kinder ist. 
Sonst würde es Erwachsenengarten heißen. Klar, oder?!“
„Wie sah denn ein iPad aus als du klein warst, Mama?“
„Hey, das ist gelügt!“
„Ein Getränk mit S…“
Fiona: „Schnaps!“
An ihrem Geburtstag war ein Regenbogen am Himmel zu sehen.
Fiona: „Ooohhh, sogar der Himmel hat an mich gedacht!“
„Mir sind fast die Nerven durchgegangen!!!“
„Nimm mal bitte die Hand aus der Hose, das sieht komisch aus.“
– „Das habe ich befürchtet.“
„Dich auszutricksen ist mein Lieblingsspiel“
„Ein Beruf mit D…“
Fiona: „Donut.“
Ich: „Fast. Wie heißt denn der, von dem man die Donuts kauft?“
Fiona: „DUNKIN‘ DONUTS!“
„Ach Nono, du siehst so groß aus!“
– „Hm, ja, ich fühle mich auch groß, wenn ich mich so ansehe…“
„Auweia, Opas Computer ist abgestürzt!“
Fiona: „Oh! Ist er beim Runterfallen richtig kaputt gegangen?“
Sie springt von der drittletzten Treppenstufe. Ich staune.
Sie: „Tja, das kann man nur, wenn man so trainiert ist wie ich!“
„Darf ich ein Stück Pizza probieren?“
– „Klar, aber ich glaube, die schmeckt dir nicht, ist 4-Käse.“
(etwas später)
„Mama, Pizza Drei-Käse-Hoch schmeckt mir!!“

Best-Of September

Wie immer um den 30. herum, habe ich auch heute wieder ein paar Bilder aus unserem Monat für euch.

Einen verregneten Sonntag haben wir im Kino verbracht, mit der Biene Maja. Eigentlich war der Film ja ganz süß, aber Fiona waren die Hornissen und die (böse) Beraterin der Bienenkönigin so unheimlich, dass sie am liebsten nach der Hälfte gegangen wäre. Wir haben uns dann ganz dicht aneinander gekuschelt und so den Film doch noch bis zu Ende gucken können. Die Biene mit der (inzwischen) Wespentaillie hat mir in Vollschlank und von Karel Gott besungen irgendwie besser gefallen. Ist wahrscheinlich so ein Kindheitsding. Werde mit Helene Fischers „In einem unbekannten Land…“ einfach nicht warm. Schweres Erbe hat sie da angetreten.

Neben ein paar Oberteilen für mich und Kleidchen/Hosen für Fiona (im Stoffhaus: „Mama, ich möchte diesen Stoff! Kannst du mir daraus ein Kostüm nähen?“ – „Ööhh, ginge auch ein Kleid…?“) sind in diesem Monat auch kleine und große Tröstifanten entstanden. Diesen „Elmar“ mit einem blauen und einem pinken Kuschelohr fand ich besonders niedlich, hoffentlich freut sich die Beschenkte! (SM: Freebook „Elefantös“ von farbenmix).

Die Tollabox war im September auch wieder mit von der Partie, mit einer sehr gelungenen Bastelbox zum Thema „Handschrift“. Hier im Bild ist das Stifterennen auf dem selber zusammengeklebten Parcours zu sehen. Fiona ist unser Rekordhalter mit 5,91 Sekunden von Start bis Ziel  .

Auch wenn es schwer fällt, sich vom Sommer zu verabschieden; der Herbst mit seinen Schätzen ist auch eine tolle Jahreszeit! Speziell im Falle von Kastanien und Eicheln mangelt es Pinterest nicht an Ideen. Also wurde auf nachmittäglichen Ausflügen und Tierparktrips gesammelt was das Zeug hielt und dann mit Farbe, Kleber, Filz und Wackelaugen experimentiert. Die Eule ist nun unser neues Haustier. Brille? Fielmann.

Seit 4 Monaten lernt Fiona das Melodica-Spielen in einer kleinen Gruppe mit anderen Vorschulkindern bzw. Schulanfängern, die ich vorher in musikalischer Früherziehung unterrichtet habe. Bei den Allerjüngsten braucht man besonders viel Geduld, aber wenn sich dann erste Erfolge einstellen, bin ich mindestens genauso stolz wie die Eltern der kleinen Schüler! Mein eigenes Kind überrascht mich schon regelmäßig mit ihrem unglaublichen Ehrgeiz und ihrem Spaß am Lernen und Spielen. Einfach toll. Und der schönste Beruf der Welt sowieso 😉
„It takes a big heart to teach little minds“

Heute in einer Woche ist es schon soweit: das große Mädchen wird 5 (FÜNF!)!
Dass der Lieblingsfilm auch das Motto der Party werden soll, stand schon vor einigen Monaten fest. Inzwischen ist die Deko angekommen, das Kostüm wurde anprobiert (auf ein Mal kann man sogar Handschuhe ohne Hilfe und „Fingerstau“ alleine anziehen…) und Einladungskarten gebastelt. Ich bin unterdessen fleißig am Ideen-Sammeln für Eiskönigin-Geburtstags-Aktivitäten, Essen, Kuchen usw., bastle in meiner Freizeit große Schneeflocken und bin voll in meinem Element. Natürlich müsste man nicht so einen Aufriss machen, um einen unvergesslichen fünften Geburtstag zu zaubern, im Zweifel würden es auch das Trampolin und Topfschlagen tun. Aber Mama möchte ja auch ein bisschen Spaß haben. Und das Leuchten in den Augen der Kinder ist einfach unbezahlbar. Hach, ich freu mich drauf!

Berliner Herbsthimmel…ohne Worte

Die Zitate diesen Monat waren der Knaller, was haben wir gelacht!
Fiona ist 4 Jahre und 11 Monate alt.
„Guck mal, Mama, Sasa und ich haben im Garten ein Käfer-Motel installiert.“
(Insekten-Hotel)
(in der Kirche gab es nach einem sehr zähen Einschulungsgottesdienst 
kleine Süßigkeitenschultüten für alle Kinder)
Fiona laut: „Na endlich gibt’s was zu essen!“
(vor dem Geschwisterkurs bei einer Hebamme)
Ich: „Da kann man der Hebamme auch Fragen stellen!“
Fiona: „Gut, dann frage ich, warum Menschen früher Affen waren…“
(o_o)
„Iiiieeeh, ich sehe das Spiegelbild einer Mücke im Bad!!!“
„Wie heißen denn die Tiere, die hinten leuchten?“
Fiona: „Glühbirnchen.“
„Zu deinem 5. Geburtstag kannst du 5 Kinder einladen.“
Fiona: „Wir müssen damit aufhören! Zu meinem 10. Geburtstag lade ich 
10 ein und zu meinem 100. dann 100 Kinder. Das geht doch nicht.“
(Wir sehen im Einkaufszentrum zufällig eine Modenschau)
Fiona: „Mit schicken Kleidern auf der Bühne hin und her laufen,
das ist ja auch kein aufregender Job…“
„Als ich in der ersten Klasse war, hatten wir dort einen echten Igel, der hieß Putzi.“
„Hahaha, hat der immer bei euch sauber gemacht?“
„Ich habe meinen Rücken abgekratzt!“
(über mein Bauchnabelpiercing)
„Gut, dass das Loch so klein ist, sonst könnte man ja zum Baby reingucken.
Aber da ist ja auch noch die Schwammwand dazwischen.“
– „Die was?!“
„Na den Mutterkuchen meine ich!“
„Machst du mir einen Elsa-Zopf?“
(ich flechte)
Sie: „Der ist so kurz! Früher hast du den immer länger gemacht!“
„Deine Haare sind ganz schön zerkraust, Mama.“
„Ich habe eine Kastanie schlüpfen lassen!“
„Wie alt ist denn Opa geworden?“
– „64.“
„Boah, das ist ja mehr als man zählen kann!“
„Hey Nono, wie bist du denn an die Chips auf dem Schrank rangekommen?!“
– „Mit der Hilfe des Stuhls.“
(Genitiv, Herzaugen!)
„Der Kastanienbaum verbirgt sich hinter dem Zaun.“
„Wenn unserem Baby die Sachen zu klein sind, müssen wir sie aber aufheben.“
Ich: „Warum? Meinst du, wir kriegen noch ein Baby?“
Fiona: „Na man kann ja nie wissen mit wem man noch verheiratet ist.“
Ich: „Weißt du schon, wie man einen Bär malt?“
Fiona: „Ja, einen runden Kopf und dann den großen Hintern.“
Ich: „Hahaha…“
Fiona: „Was denn? Hintern ist doch der Rücken oder?!“
„Heute kommt der Sandmann aus Chinesien.“
„Ich habe heute kleine Guglhupfs gebacken.“
(etwas später)
„Mama, darf ich einen von den springenden Kuchen probieren?“
„Mama, ich möchte mal wieder schwimmen gehen!“
(guckt an mir runter)
„Aber das geht wohl nicht, mit dem dicken Bauch gehst du ja unter…“
„Fiona, du bist noch so aufgekratzt. 
Wollen wir noch kurz auf den Spielplatz gehen, auch wenn es gleich dunkel wird?“
– „Klar, ich bin ja auch nachtaktiv!“
„Mama, weißt du was?
Im Meer gibt es etwas, das heißt Symbiose. 
Zum Beispiel, wenn ein Seeigel auf einem Krebs wohnt.“
Wir spielen Murmelmikado. Papa verliert.
Fiona eiskalt: „Tja, Papa, wer nix kann, der kann nix.“
„Was wünschst du dir denn zum Geburtstag?“
– „Die Elsa-Barbie mit den leuchtenden Brüsten.“
Fiona trickst mich aus und lacht:
„Das war eine Reinlegung, Mama!“

Endlich 4!

Mein liebes Geburtstagsmädchen,

du liegst inzwischen glücklich bis in die Zehenspitzen und völlig k.o. von deinem aufregenden ersten Tag als Vierjährige in deinem Bett, während ich vor 4 Jahren um diese Zeit gerade im Krankenhaus angekommen war und die Frage, wie man mir helfen könne, mit „Ich glaub, ich krieg ein Kind“ beantwortete… Unglaubliche 4 Jahre sind sie her, die letzten Wehengebirge auf dem CTG und diese heftigen „Rückenschmerzen“…
Jetzt bist du plötzlich groß, singst alle Strophen vom uralt-Zuckowski-Geburtstagsschlager „Wie schön, dass du geboren bist“ mit, backst mit mir gemeinsam deinen Regenbogenkuchen, bastelst gewissenhaft und geduldig an deinem großen Lego-Friends-Bausatz und kümmerst dich aufopferungsvoll um deine BabyBorn, die so schwer geworden ist, dass sie „schon 30 Grad wiegt“.
Du liebst das Reisen, das Feiern und die kleinen runden Babybel-Käse. Du interessierst dich für so Vieles, kannst dir besonders englische Wörter sehr gut merken („MAMA, der Pilot hat eben „clouds“ gesagt, das heißt Wolken!!!“), dafür aber nicht so gut, ob das Schild an der Hose nach vorne oder nach hinten gehört. Du bekommst manchmal einen mittelschweren Bock, weil du nicht barfuß laufen, sondern dir Socken anziehen sollst, aber im nächsten Moment kommen aus deinem Knutschmund so süße Sachen wie (zu deiner Familie beim Geburtstagskaffee) „Ihr seid die besten Freunde, die man sich wünschen kann!“. Wenn ich es nicht besser wüsste, würde ich vermuten, dass da ein kleiner gehörnter Mama-Steinbock tief in deiner ausgeglichenen Waage-Seele schlummert, aber der verwächst sich bestimmt noch 🙂
Aber ganz egal, ob Steinböckchen oder Waage, jeder Tag mit dir ist etwas ganz Besonderes.
Jeder Tag ist einmalig, die Zeit vergeht viel zu schnell!
Jeder Tag hält Herausforderungen und Überraschungen für uns bereit, an denen wir wachsen und von denen wir lernen, du als Kind genauso wie ich als Mama.
Du bist das Glück, für das es keine Worte gibt und das Puzzleteil, von dem ich vorher nicht gewusst habe, dass es fehlt.
Ich bin sehr stolz auf dich, mein großes Mädchen, und würde für dich barfuß bis ans Ende der Welt gehen, wenn ich wüsste, dass du dort auf mich warten und mit erhobenem Zeigefinger meckern würdest, weil ich keine Socken trage…

Ich liebe dich.
Deine Mama

„Ich bin vier! Ich kann schon mit einem Messer umgehen!“

Raupenkuchen für die Kita

Der süße Sorgenfresser, geschenkt von meiner besten Freundin – dem schmeckt auch Wut – mjam 🙂

Geburtstagsüberraschung vom Italiener unseres Vertrauens: die Liemhasi-Pizza als Special Edition