Best-Of Mai

Der Mai 2015, ein aufregender Monat bei uns! Hier ist er, in Insta-Bildern:

Zum ersten Mal Stoffmarkt, am Maybachufer in Berlin. 
Für einen Suchti absolut gefährliches Pflaster :p
Die zentrale Einschulungsuntersuchung mit dem Großkind:
zu 100% schultauglich!
Jetzt kann die erste Klasse kommen!

 Das kleine Faultier an seinem liebsten Platz: Mama

genäht: Panda-Partnerlook für die Schwestern

Tag der offenen Tür bei der Freiwilligen Feuerwehr 
 Mit knapp 5 Monaten jeden Abend ein halbes Glas Gute-Nacht-Grießbrei und plötzlich schläft das Kind nachts, sieh an, sieh an. Meinen Möhrenversuch hätte sie deutlicher nicht ablehnen können. Den Grieß löffelt sie weg, als hätte sie noch nie etwas anderes gemacht. Yes!
 
 Der neue Beiß-Knister-Rassel-Lamaze-Liebling: 
von der großen Schwester liebevoll „Octopussy“ genannt

 Tierparkbesuch am Vatertag mit Akrobatenelefant

Das erste Mal allein auf Reisen:
Kitafahrt fürs Großkind & Liemhasi mit Notfallanhänger ^^

die zum Glück vorerst letzte Impfung für’s kleine F

Sonnenuntergang über’m See bei der Abholung von der Kitafahrt

 5 Monate schon!!! Die Zeit rast…
über Pfingsten 1 Woche in der ägyptischen Sonne

Und für Fiona das absolute Mai-light: 
die erste Zahnlücke nach gut 6 Wochen Wackelzahn!
Und hier sind die Mai-Zitate.
Fiona ist 5 Jahre und 7 Monate alt.
„Mir gefallen beide.“
(zeigt 3 Finger)
(Sie guckt Sendung mit der Maus, das Baby-Spezial)
„Der Embryo sieht aus wie eine außerirdische Qualle!“
(Fiona spielt mit Papa Karten)
Er: „Wenn du Asse im Ärmel verstecken willst, würde ich lange Ärmel anziehen.“
Sie: „ASSELN?!?“
„Ihr habt auch Stockbrot gemacht? Erzähl mal, wie!“
– „Na wir haben so einen Teig um einen Stock rumgebunden, ins Feuer gehalten und dann ist Stockbrot draus geworden.“
„Ich habe ganz viele Mückenstiche am Hinterbein!“
„Mama, was machst du gerade?“
-„Ich hab ein Urlaubsbild von dir an Facebook geschickt.“
„Cool, und was sagt Facebook dazu?“
(Sie studiert ihre Fischkarte)
„Boah, ich wusste nicht, dass der Ozean soo cool sein kann!“
„Kannst du dir vorstellen, dass du bald ein Schulkind bist, Nono?“
– „Klar! Denn eigentlich bin ich wie gemacht für die Schule.“
(Fiona tanzt den Ententanz mit Klatschen: vorne, unterm Bein, nochmal vorne, hinten. 
Meine Mama versucht es nachzumachen, scheitert)
Fiona: „Ach Sasa, das ist einfach nichts für dich.“
(Sie holt sich vom Buffet ein gekochtes Ei)
„Kannst du mir das Eigelb rausmachen? Das mag ich nicht. 
Und danach bitte Salz auf die Eierschale streuen.“

(Felicia schlägt mit der Hand auf ihr Kuscheltier)
Fiona: „Muss man den armen Hasen hauen ja?!“

(Sie bekommt ein Doppelpack neue Zahnbürsten)
„Wenn die eine ein bisschen verschrottet ist, nehm ich einfach die andere.“
 
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Schwanger – der fünfte Monat

Der fünfte Monat, Woche 17 -20

Anfang 5.Monat – avocadogroß

„Letzten Freitag war ich wieder zur Untersuchung und es wurde zum ersten Mal Ultraschall über den Bauch gemacht, endlich! Fiona war mit dabei, hat alles gesehen und zum Erstaunen von Fr. Doktor selber erklärt, was auf dem Monitor zu sehen ist („Also, da ist der Kopf, dort die Wirbelsäule und hier sind die Arme und die Beine….“). Die Schwester hat sich auch wieder ganz intensiv mit ihrem Geschwisterpass beschäftigt, hat sie gewogen, Eintragungen und Stempel gemacht, toll! Und du, kleiner Schatz, bist ca. 15cm groß und hast geschlafen. Ich habe mich auf der Stelle in dein süßes Stupsnäschen verliebt! Die Ärztin wollte sich bei der Untersuchung zwar nicht 100%ig auf ein Geschlecht festlegen, hat aber eine Tendenz geäußert…“  

Ab diesem Zeitpunkt hieß es für uns abwarten und Klappe halten, denn ich habe mir etwas ganz Besonderes für diese zweite Schwangerschaft einfallen lassen. In Amerika sind Babyshower-Partys für die werdende Mama ja selbstverständlich, bei uns ist dieser Trend gerade erst am Rüberschwappen. Was mir aber noch besser gefiel (speziell, weil es das Zweite ist): eine Sex-Party oder auch Gender-Reveal-Party! Wie der Name schon sagt, wird hier eine Feier veranstaltet, um Familie und Freunden das Geschlecht des Nachwuchses zu verraten. Lustige Spiele rund um’s Thema Baby, Wickelolympiade, Breiverkostung und am Ende ein Kuchen mit blauer oder pinker Füllung, um das Geheimnis zu lüften. Seit Beginn der Schwangerschaft sammelte ich schon fleißig Ideen dafür auf Pinterest und konnte es kaum abwarten, endgültig bescheid zu wissen, um dann die Party für Mitte des 6. Monats zu planen zu können.

Der Anfang des fünften Schwangerschaftsmonats fiel genau zusammen mit dem Anfang der Sommerferien in Berlin. Und da sich das zweite Schwangerschaftsdrittel für Urlaubsreisen am Besten eignet (Gefahr einer Frühgeburt ist gering und der Bauch ist noch nicht zu groß), ging es für uns 10 Tage an den Sonnenstrand in Bulgarien, nur etwa 2 Flugstunden entfernt.

„Das Fliegen hat dir scheinbar nicht so gut gefallen, irgendwie war der Bauch „unruhig“, teils Darm, teils du, glaube ich. Ich bin mir relativ sicher, dich vorgestern stupsen gespürt zu haben, aber seitdem nicht mehr. Zeig dich mal! Gestern war ich kurz panisch: ein nasser Fleck unter mir auf der Liege, die vorher trocken war!! Dachte an Fruchtwasser und hatte gleich die schlimmsten Szenarien im Kopf – liegend ins Krankenhaus, Infektionsgefahr, usw. Das mobile Internet, was ich eigentlich nicht nutzen wollte, beruhigte mich aber ein bisschen, denn kleine Risse wachsen wohl wieder zu und Fruchtwasser werde ständig nachproduziert, heißt es. War aber zum Glück eine einmalige Situation. Vielleicht war der Fleck ja doch vorher schon da von einer nassen Badehose oder so. Wer weiß. Immer diese Über-Panik, nervt mich selber, aber das gehört zum Mama-Werden wohl einfach dazu. Muss übrigens alle halbe Stunde auf’s Klo, und dann nur für 3 Tropfen. Kann das sein, dass du auf meiner Blase turnst?!“

Der Bauch wurde in dieser Urlaubswoche immer größer und härter, was aber wohl nicht nur am
Bewohner darin gelegen hat. Es ist nämlich so: die Schwangerschaftshormone verlangsamen den Transport der Nahrung durch den Verdauungstrakt, um möglichst viele Nährstoffe herausfiltern und sie über die Plazenta an das Baby weitergeben zu können. Ansich ja eine gute Sache. Diese Tatsache führte allerdings zu meinem nächsten Eintrag ins Babytagebuch: 

„Im Urlaub eine neue Vokabel gelernt: CONSTIPATION – Verstopfung! Habe alles versucht – morgens vor dem Frühstück ein Glas warmes (!) Wasser getrunken (uerks!), mich von frischen Pflaumen und Kiwis ernährt, literweise getrunken, Naturjoghurt gegessen, … Die guten Tipps aus dem Internet helfen mir hier nicht wirklich, denn finde mal Buttermilch, Trockenfrüchte oder Milchzucker in einem kleinen bulgarischen Tante-Emma-Laden! Keine Chance. Als wir in der wunderschönen Altstadt von Nessebar bummeln waren und einer Apotheke begegneten, versuchte ich mein Glück und tatsächlich: man gab mir ein Tütchen mit einem dickflüssigen, extrem süßen Gelee, für Säuglinge und Schwangere geeignet. Ich gehe mal davon aus, dass es Milchzucker gewesen sein wird. Lesen konnte ich es jedenfalls nicht. Keine Ahnung, was von allem letztendlich geholfen hat, aber einen Tag später ging’s mir besser. Da war direkt die ganze Familie erleichtert, haha. Fiona: „Darmschlingen? Igitt, habe ich sowas auch?!“ Habe im Laufe des Tages immer mal wieder kleine Flatterbewegungen gespürt (könnten allerdings auch die vielen Pflaumen sein, die ich zu verdauungsfördernden Zwecken durch meinen Körper geschleust habe…).“

Ich fand, dass mein Bäuchlein zu diesem Zeitpunkt schon eindeutig nach Baby und nicht mehr nach zu viel gegessen ausgesehen hat. Eine der Animateurinnen war allerdings ganz erstaunt, als wir etwas von „pregnancy“ erwähnten. Manno! Der fünfte Monat war so das Stadium, in dem ich mich gefühlt irgendwo zwischen „nicht mehr sexy“ und „noch nicht sexy“ befand, ein bisschen unförmig halt. Schwangere sehen ja eigentlich so schön aus, aber solange man sich noch nicht sicher sein kann, dass andere Menschen bei einem bauchzeigefreundlichen Oberteil „oh, wie süß, ein Babybauch!“ denken, sondern vielleicht doch „Kann die sich nicht ein Shirt in ihrer Größe kaufen…?“, kann man die Rundungen einfach noch nicht so richtig genießen 😉 Auf jeden Fall hatte ich das Gefühl, als würde sich der Bauch immer über Tag „aushängen“, expandieren, so dass er abends kugelrund ist. Demzufolge fanden auch erste (harmlose) Wehwehchen Eingang ins Tagebuch:

„Bin schon in dem Stadium angekommen, in dem mein Körper beim Bücken/Hinsetzen/Aufstehen Geräusche entstehen lässt! Unkontrollierte, versteht sich! Inzwischen ist es so, dass ich beim Sitzen überlege, was ich noch brauche oder mit hoch nehmen könnte, wenn ich schon mal unten bin. Aber immerhin hat mir Fiona heute ein Kompliment gemacht, genauer gesagt meinte sie: „Deine Brüste sind schon ganz schön groß geworden. Guck mal nach, ob schon Milch rauskommt!“ Findet sie extrem faszinierend, das Ganze. Uh.“

Im Internet las ich für den 5. Monat immer Größenangaben von etwa 15 Zentimetern (ich bin jetzt wieder beim Baby, nicht mehr bei den Brüsten…), kurze Zeit später sollten es schon 25 sein. Habe mich immer gefragt, wo diese 10 cm so plötzlich herkommen. Irgendwann fand ich die Antwort in meinem Schwangerschaftsnewsletter: „bisher wurde immer die SSL (Scheitel-Steiß-Länge) angegeben, also Kopf bis Po, ab sofort ist die angegebene Länge die Gesamtkörpergröße Ihres Babys“. Aha! Als wir aus Bulgarien zurück waren, habe ich gleich wieder den Angelsound benutzt und den kräftigen Herzschlag auch auf Anhieb gefunden. Allerdings konnte man kaum noch längere Zeit zuhören, weil Babys Bewegungen auch sehr deutlich zu hören waren und jedes Mal übersteuerten, ein Krachen im Ohr. Trotzdem schön!

Bild: http://www.pinterest.com

„Ich glaube, abends zeigst du dich manchmal mit einem zärtlichen Stupser, als ob man von innen mit dem Finger angeschnipst wird. Aber immer nur 1x und wenn man gezielt darauf wartet, dann sowieso nicht. Du wiegst so viel wie 2 Tafeln Schokolade und du kannst mich hören! Ein komisches Gefühl, zu wissen, dass ein winziger Jemand über so viele Monate bis zur Entbindung jedes Wort wahrnimmt. Mamas Stimme, die erste Konstante in deinem Leben. Ein immer noch absolut unwirklicher und abgefahrener Zustand. Du bist in mir drin! 
„I’m so crafty, I make people“ sagt Pinterest dazu, haha.“

Meine Appetitwelle erreichte im 5.Monat ihren bisherigen Höhepunkt: ich musste nahezu alles, was ich erzählt bekam, auch selber essen. Da gab es neben meiner großen Liebe zu Dosenobst (Pfirsiche! Yummy!) die Kirschsuppe, von der mir meine beste Freundin erzählte und die es anschließend mehrfach gab, oder auch spätabendliche Fahrten zu McD*nalds, weil kurze Zeit vorher jemand nebenbei etwas von einem Burger erwähnt hatte…

Ende 5.Monat: bananengroß

Gegen Ende des Monats waren wir am Potsdamer Platz zur Show der BLUE MAN GROUP, der Saal war voll und wir hatten tolle Plätze! Kurz vor Veranstaltungsbeginn wurde mir plötzlich übel, heiß und kalt abwechselnd, und ich dachte, ich müsste rausgehen, war aber gleichzeitig froh, zu sitzen. Was war das? Platzangst etwa? Als die Show dann losging, war es in meinem Bauch ganz unruhig. Das war dir bestimmt zu laut! Sorry for that 😉
Bei einem Rundgang durch den Möbelschweden einige Tage später sind sie irgendwie mit mir durchgegangen, der erste richtige Baby-Kaufrausch: eine ganz tolle Wickelkommode passend zur bisherigen Kinderzimmerserie und das dazugehörige Babybett. Wie ich das da so im Laden gesehen habe, kam der Nestbautrieb durch.
Ach, das wird sooo schön!

„20. Woche, gestern war unser großer Tag: Babykino in Walsleben! Das ist keine ärztliche Untersuchung, sondern ein 3D/4D-Ultraschallstudio in der Nähe von Neuruppin, ca. 1,5 Std. Fahrt von Berlin entfernt. Natürlich gibt es in der Hauptstadt Spezialpraxen für Feindiagnostik, die ebenfalls im Zuge ihrer Untersuchung kurz auf 3D umschalten, aber von einem privaten Studio, was sich ausschließlich auf die dreidimensionale Darstellung von Babys im Mutterleib konzentriert, habe ich in der Form vorher noch nie gehört. Drinnen erwartete uns ein großer Raum, ganz liebevoll eingerichtet, mit der Untersuchungsliege, einer gigantischen Leinwand (BabyKINO) und 4 echten Kinositzen für die Familie. Jedenfalls war es eine unglaubliche Erfahrung, das müssen wir zu einem späteren Zeitpunkt unbedingt wiederholen! Ich war sooo aufgeregt. Papa durfte noch nichts davon wissen, er bekommt die Bilder nämlich erst zum Hochzeitstag geschenkt, pssst! Es war der Wahnsinn! Du bist so schön und siehst auf vielen Bildern genauso aus wie Fiona beim 3D-Ultraschall. Warst ziemlich ruhig, hast erst ein bisschen „Nabelschnursport“ gemacht (fast unheimlich, wie die Nabelschnur in 3D aussieht) und dann geschlafen. Ach, „telefoniert“ hast du auch mit der Hand am Ohr, genau wie Nono damals. Und es war absolut eindeutig: ich konnte für unsere Sex-Party jetzt Lebensmittelfarbe in ……… bestellen. 
Du bist und bleibst ein …………“ 

…………………………………..Auflösung folgt im 6.Monat, to be continued…………………………………………

<— 4. Monat