Jedem Anfang wohnt ein verdammter Zauber inne – eine audiovisuelle Buchrezension

Öhm…wie fängt man denn an nach so langer Abstinenz…?

Ich weiß es auch nicht so recht, vielleicht einfach mit „Hallo, ich bin wieder da, schön, dass ihr es auch seid“?

Einen konkreten Grund für meine digitale Abwesenheit gab es gar nicht direkt, nur viel Leben 1.0, viel Arbeit, viele Hobbys und (zu) wenig Motivation vielleicht. Aber was könnte es für einen besseren und auch namentlich passenderen Grund für einen Neuanfang geben, als diesen hier:

„Jedem Anfang wohnt ein verdammter Zauber inne“

So heißt es nämlich, das erste Printbuch meiner Lieblingsbloggerette Andrea Harmonika, die mich seit Anbeginn ihrer Blogger-Zeitrechnung mit jedem einzelnen ihrer Texte umgehauen hat. Mit so viel Feingefühl für Sprache, so viel Witz, Augenzwinkern und Empathie. Herzaugen oder Lachtränen bei jedem Blogpost. Und als ich dann auch noch von ihr gefragt wurde, ob ich ihr Buch rezensieren möchte – woaahh! Und ob ich das will. Als Widmung bekam ich: „Für Vivien, die einzig wahre Harmonika“. Deshalb fällt meine Rezension natürlich auch stilgerecht musikalisch aus! Andrea, I hope you like it!

Mit anderen Worten:

Dieses Buch muss man besitzen! Ich hätte da noch ein paar Verwendungsgebiete.

1. ) Es sollte nicht nur in jedem Haushalt mit Kindern zu finden sein, sondern

2.) anstelle der vergilbten Bibel in den Schubladen sämtlicher Hotelzimmer (und im Klostergästehaus natürlich!) liegen

3.) Erstlingsmüttern sollte man beim Babybesuch daraus vorlesen und es

4.) im Restaurant den Eltern heimlich zustecken, deren Kinder nackte Nudeln bestellt haben und die trotzdem nicht essen, weil ein Basilikumblatt den Teller ziert und Grünes ja bekanntlich per se als giftig kategorisiert wird

5.) In der Geburtsvorbereitung kann es einen wertvollen Beitrag leisten für alle, die schon immer wissen wollten, wie es klingt, wenn ein Kopf geboren wird

6.) Und Jesper Juul brennt sicher darauf, zu erfahren, was Fisima- und viereckige Tanten mit bedürfnisorientierter Erziehung zu tun haben.

Ich habe in den letzten Tagen mit Andrea bei meiner Tasse Tee gelacht, geweint (Hormone, Hormone! Ach, oder doch einfach nur die emotionale Inkontinenz…? Wer weiß!) und wieder gelacht und hätte sie gerne die ganze Zeit neben mir zu sitzen gehabt, damit sie unmittelbar erleben kann, wie viel Spaß mir ihr Buch gemacht hat und wie ich (mir selbst) manche Sätze laut vorlesen musste, weil sie so treffend formuliert sind.

„Jedem Anfang wohnt ein verdammter Zauber inne – vom Sinn und Unsinn mit Kindern“

von Andrea Harmonika

erschienen bei Bastei Lübbe, Köln

ISBN-10: 3404609670
ISBN-13: 978-3404609673

Preis: 10€

ab heute, 26.01.18, im Handel!

Und nun husch husch in die Buchhandlung mit euch!

Advertisements

Schwanger – der neunte Monat

Der neunte Monat, Woche 33 – 36

„9. Monat – WAAAAS? Aber du hast doch noch ein paar Wochen!?“
Wie ganz am Anfang im allerersten Monat (der eigentlich noch gar keiner ist) schon mal erklärt, wird eine Schwangerschaft nicht in Kalendermonaten, sondern in Mondmonaten gezählt, d.h., 4 Wochen = 1 Monat. Der erste Monat beginnt mit der letzten Regel, also wenn man eigentlich noch gar nicht schwanger ist. Dadurch kommen am Ende nicht wie im Volksmund üblich die berühmten 9, sondern ganze 10 Monate (40 Wochen : 4 = 10) heraus.

Zu Beginn des neunten Monats haben wir zusammen Halloween gefeiert, natürlich mit entsprechender „spooky“ Bauchbemalung ein paar Tage vorher. Ich trug ein Kostüm, als wir um die Häuser zogen, und wurde von (älteren) Nachbarn auf den kugeligen Hexenbauch angesprochen. Meine Märchenanspielung „Da ist Gretel drin“ haben sie allerdings nicht verstanden und beglückwünschten mich stattdessen zu dem schönen Namen Gretel. Ups.
Ende Oktober habe ich mir eine fiese Erkältung eingefangen mit einem handfesten Schnupfen. Die machte zusätzlich zur Kurzatmigkeit das Keuchen nach 3 Treppenstufen nicht wirklich besser und blieb die kommenden Wochen hartnäckig…

„Letztes Wochenende war der Geburtsvorbereitungskurs, Sa. und So. von 10 – 14 Uhr, speziell für Zweiteltern. Nachdem unser erster Kurs 2009 von einer kinderlosen Esoteriker-Hebamme mich nicht von den Socken gehauen hatte, habe ich erst überlegt, ob wir dieses Mal überhaupt einen Kurs machen sollten. Immerhin kann man sich auf eine Geburt nicht wirklich vorbereiten, die passiert einfach. Aber als meine coole Hebamme ihren Zweit-Eltern-Kurs vorgeschlagen hat, war ich sofort überzeugt. Die Frau ist so toll, das musste einfach lustig werden. Und genau so war es dann auch! Wir waren 8 Paare: von sehr sympathisch bis eher unterirdisch alles vertreten. Und wozu nun so ein Kurs, wenn man doch schon ein Kind bekommen und schon eine Geburt erlebt hat? Weil jede Schwangerschaft anders ist, weil die erste Geburt mit der zweiten absolut nichts gemeinsam haben muss, außer das Kind, das am Ende dabei rauskommt, weil man nach ein paar Jahren gefühlt ALLES vergessen hat (Blasensprung? Sofort liegend ins Krankenhaus? Oder doch noch zu Hause auf die Wehen warten?) und weil es gut tut, sich ganz bewusst diese 2 Vormittage Zeit für Baby Nummer 2 zu nehmen, wo doch schon die gesamte Schwangerschaft wahnsinnnig schnell vergeht und irgendwie „nebenher“ läuft. 

Die Hebamme hat gefragt, was uns speziell interessiert, was wir wiederholen möchten und was vielleicht komplett irrelevant ist. Mit einem Becken aus Stoff, einem Fruchtblasensack mit Plazenta („Das habt ihr alles auch, außer die Schnur mit der Kordel, natürlich!“) und einer Babypuppe hat sie uns am Anfang realistisch und ausführlich demonstriert, was Körper und Kind im Verborgenen anstellen, wenn die Geburt kurz bevor steht und welches Teil sich wohin drehen muss, damit es dann auch wirklich los gehen kann. 
Am Süßesten waren aber die Männer mit ihren Fragen. Einer hat gehört, dass man mit „Wehengesängen“ die Geburtsschmerzen lindern kann und wollte wissen, ob sie das mit uns üben könne, jemand anderes wollte gerne die Plazenta als homöopathische Kügelchen verarbeiten lassen. Es gibt übrigens nichts, was es nicht gibt! Auf jeden Fall hat sie uns Hoffnung gemacht, dass sich die Kreißsaalhebamme auf uns freuen und Spaß mit uns haben wird, weil Zweit- bzw. Mehrgebärende meist ganz genau wissen, was sie wollen und was nicht. Und ganz wichtig: beim Verdacht auf „echte“ Wehen nicht mehr den Badewannentest zu Hause machen (in der warmen Wanne werden echte Wehen stärker), sondern am Besten gleich ins Krankenhaus fahren. Das „Körpergedächtnis“ vergisst nichts und weiß beim zweiten Mal eben schon, wie alles funktioniert. Dementsprechend schneller verläuft eine zweite Geburt dann auch meistens.

Die einzelnen Geburtsphasen hat sie kurz und humorvoll erklärt (Phase 1: die Wehen kommen unregelmäßig, Muttermund öffnet sich langsam. Man macht noch Witze. Phase 2: Muttermund ist vollständig geöffnet, Wehen kommen regelmäßig und in kurzen Abständen, man macht keine Witze mehr, sondern verflucht Partner, Ärzte und Klinikpersonal, inoffizieller Beiname dieser Phase : „Der Exorzist“, Phase 3: Kind kommt. Plazenta auch noch irgendwann hinterher. Alles wieder gut. Äh, war was?!) und obwohl man richtiges Atmen eigentlich nicht üben kann, hat sie uns noch die „Rotzhochziehatmung“ von der sog. Schwarzwaldhebamme in ihrer Ausbildung demonstriert: ganz kurz und schnell einatmen (wie Rotze hochziehen) und anschließend etwas länger und ggf. laut ausatmen. Soll sehr effektiv sein. Ansonsten gab es noch ein paar Hinweise für hinterher, z.B. Netzschlüppis aus dem KH mitgehen lassen (beileibe nicht schön, aber ungemein praktisch), schon vorher Wochenbettzubehör kaufen für zu Hause (ja, bei einer Geburt fließt Blut und nein, es gibt nichts Erotischeres als sog. „Vorlagen“ mit dem Namen PELZY) und wir haben erfahren, was Magerquark und Weißkohl mit dem u.U. schmerzhaften Milcheinschuss am 3. Tag zu tun haben (Heiß, heiß, heiß! Löschen!). Alles in Allem ein spannendes und informatives Wochenende mit vielen netten Bekanntschaften! In diesem Sinne: lasset die Geburten bald beginnen!“

Auf der Rückfahrt vom zweiten und letzten Tag Geburtsvorbereitungskurs dann der elterliche Super-GAU, Zitat, mein Mann: „Duu? Irgendwie werde ich mit dem Namen (Anm. d. Red.: den wir seit etwa 10 (!) Wochen als Favoriten haben) doch nicht warm. Und an die Schreibweise kann ich mich auch nicht gewöhnen. Können wir noch mal neu verhandeln? Oder ersten und zweiten Namen umdrehen?“ AAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAHHHHHHHHHHHHHH!

Eintrag ins Babytagebuch, ein paar schlaflose Nächte und Namensdiskussionen später:

„Hallo Prinzessin, du wirst es nicht glauben: DU HAST EINEN NAMEN! Ich habe in den letzten Tagen seitenweise Blätter vollgekritzelt mit allen möglichen Vorschlägen und Kombinationen und dabei bin ich bei einer bestimmten immer wieder gelandet. Als ich deinem Papa die vorgeschlagen habe, war er sofort einverstanden und dann das Verrückteste: er zeigte mir einen kleinen Zettel in seiner Schreibtischschublade mit Namensvorschlägen. Keiner seiner Namen war unter meinen Favoriten, aber ganz unten stand sie dann: genau die Kombination, die ich für dich rausgesucht hatte! Damit war der Name nun wirklich beschlossene Sache. Fiona haben wir nicht eingeweiht, denn sonst wüsste es die ganze Welt schon, bevor du geboren bist, weil sie sich so auf dich freut und so kleine „unwesentliche“ Details wie einen Namen nicht für sich behalten könnte. Aber als ich ihr mal viele verschiedene Namen aufgezählt und gefragt habe, welcher ihr am Besten gefällt, hat sie ebenfalls genau den genannt, den du bekommen sollst. Ich glaube, das kann kein Zufall sein. Heute war übrigens auch wieder Termin bei der Ärztin. 

Gesicht im Profil, v.l.n.r.: Stirn, Nase, Mund

Der Muttermund ist noch fest zu, aber langsam könnten sich die ersten Senkwehen ankündigen. Abends auf der Couch komme ich kaum mehr ohne Hilfe hoch, Modell „gestrandeter Wal“. Frau Doktor wirkte ein bisschen überrascht beim Ultraschall, weil du schon 2500g wiegst und 42 cm groß bist, ein bisschen mehr als der Durchschnitt für diese Woche.  Sie meinte: „Sehen Sie das? Ihr Kind sieht schon ziemlich „fertig“ aus, rundes Bäuchlein, Gesicht schon gut gepolstert, da ist schon alles dran.“ 
Ich: „Also Fiona wog 3,6kg bei der Geburt.“ Sie: „Na ob das hier mal reicht…?“ Es bleibt spannend, vielleicht machst du dich ja wirklich ein bisschen früher als Heiligabend auf den Weg zu uns. Ich bin jedenfalls fest davon überzeugt und freue mich riesig auf dich, kleine Weihnachtsmaus!“


Mein Schwangerschaftsnewsletter aus dem 9. Monat fragte übrigens passenderweise, ob Mama und Papa schon ein paar Vornamen in die engere Wahl genommen hätten. Hahaha, sehr witzig. Außerdem gucke ich regelmäßig in eines meiner liebsten Bücher zum Thema: „Schwangerschaft und Geburt“ von Katharina Mahrenholtz und Dawn Parisi. Herrlich unverkrampfte („Ausfluss: Iiieeh, hässliches Wort. Liegt – wie so vieles – an den Hormonen. Trösten Sie sich mit dem Gedanken, dass Sie immerhin mehr als neun Perioden sparen.“), überspitzte und ziemlich direkte Bestandsaufnahme der „besonderen Umstände“

Ich zitiere mal den Zustand im dritten Trimester, S.72: „Im Spiegel sehen Sie ein fremdes Ich: Brüste, Bauch, Po – alles irgendwie überdimensioniert. Ein Zustand, an den man sich nur schwer gewöhnen kann. Aber immerhin ist jetzt allmählich das Ende in Sicht. Das Wesen in Ihrem Bauch hat sich schon fast zu einem fertigen Menschen entwickelt. Und Sie haben das beruhigende Gefühl, dass heutzutage schon Babys, die in der 28. Schwangerschaftswoche geboren werden, recht gute Überlebenschancen haben. Und falls Sie bisher Angst vor der Geburt hatten: die wird jetzt ersetzt durch den immer stärker werdenden Wunsch, das alles möge ein Ende haben – eine hervorragende Einrichtung der Natur.“


Besonders schön ist auch immer der kurze Exkurs mit dem Stempel „FÜR MÄNNER“ mit der Überschrift: So fühlt sich eure Frau.

Zitat, S.88: „Sie glaubt nicht, dass sie jemals wieder einen Bikini tragen, locker-flockig Treppen steigen oder ungestört schlafen können wird. Wenn ihr euch ein entferntes Bild vom Zustand einer im neunten Monat schwangeren Frau machen wollt, seien hier folgende Übungen empfohlen:
01. Setzt euch an einen Tisch, und zwar so, dass die Tischplatte von unten gegen die unteren Rippenbögen drückt. So in Etwa fühlt sich Sitzen an für eure Frau (nur, dass das Baby nicht nur gegen die Rippen drückt, sondern auch die inneren Organe zusammenquetscht).
02. Tragt eine Bierkiste vom Supermarkt nach Hause und dann in den vier
ten Stock. So in Etwa fühlt sich Gehen bzw. Treppen steigen für eure Frau an.
03. Leiht euch die Latzhose eurer Frau, stopft das Sofakissen rein, stellt euch vor den Spiegel und überlegt, welches Sakko dazu passt. So in Etwa fühlt sich Ausgehen an für eure Frau.
04. Geht mit euren Kumpels was Scharfes, Fettiges beim Chinesen essen und trinkt dazu ordentlich Alkohol. Völlegefühl? Sodbrennen? So in Etwa fühlt sich Schlafengehen an für eure Frau (nur, dass sie nicht den Spaß mit dem Alkohol hatte).“



„Heute begännen (gibt es diesen Konjunktiv?) rein theoretisch die 6 Wochen Mutterschutz vor der Geburt, zumindest für Arbeitnehmerinnen. Ich hab zwar den Unterricht schon drastisch reduziert, habe aber noch Einiges vor bis Dezember. Immerhin stehen ja noch Konzerte an, für die geprobt werden muss. Aber wenn der Bauch manchmal hart wird und es beim Laufen zieht, als ob das Kind jeden Moment rausfällt, ahne ich dunkel, warum es diese Schutzfrist für Mütter gibt… Also alles langsam angehen lassen, jetzt ganz besonders! Manchmal kriege ich richtig Panik vor der Geburt und weiß gar nicht so recht, wieso. Eigentlich bin ich ganz entspannt und denke mir, es wird schon alles klappen. Aber an manchen Tagen wird mir heiß und kalt, wenn an den Moment denke. Und schlecht. Und panisch. Warum nur? Ich kann es mir nicht erklären, ist auch immer nur kurz und wahrscheinlich wie so Vieles: ganz normal im Endstadium. Habe jetzt endlich angefangen mit Fionas Hilfe („Hier steht Fünf-Null-Strich-Fünf-Sechs, nehmen wir!“) Babysachen nach Größe zu sortieren und zu waschen. So klein, unvorstellbar, dass du die bald tatsächlich tragen wirst! Laut der gängigen Empfehlungen für die Erstlingsausstattung benötigt man lediglich 4 Bodies, genauso viele Strampler, eine Jacke und ein Mützchen. Der Blick in die Babykommode mit den gewaschenen Klamotten sagt: wir könnten auch Drillinge bekommen. Klamottentechnisch wäre es jedenfalls kein Problem…“

Zu dieser Zeit haben wir (Nestbau?!) alles noch fehlende Zubehör besorgt: Fläschchen, Nuckel, HA-Nahrung, Einmal-Waschlappen, Wegwerf-Wickelunterlagen, einen stillfreundlichen Schlafanzug
zum Knöpfen vorne, ein langes Nachthemd für die Geburt, … Und in der 36. Woche hat es mich dann auch endlich gepackt: das Verlangen, die sog. Klinik-Tasche zu packen. Was da drin sein sollte, lässt sich eigentlich in wenigen Worten zusammenfassen: Klamotten, bei denen es einem später nicht weh tut, wenn man sich von ihnen trennen muss. Nein, mal im Ernst: eine Geburt ist zwar nicht direkt mit einem Splatterfilm (engl. to splatter – spritzen) zu vergleichen, aber zu romantisch-verklärt sollte man sich das Ganze nicht vorstellen. Frau liegt im Kreißbett, presst mit geschlossenen Augen hoch konzentriert die Lippen aufeinander, macht einmalig ein Geräusch wie beim Kugelstoßen – Schnitt – ein sauber-glänzendes Baby im Arm und eine top gestylte Mama im Bett – das gibt’s nur im Film.
Also neben den Wegwerf-Shirts ein paar kleine Duschgel-Shampoo-Zahnpasta-Fläschchen in Reisegröße, eine bequeme Hose, Latschen (die Klinik bat ausdrücklich um „keine Flip-Flops“, denn das Geräusch, wenn Schwangere in Erwartung der Geburt die Gänge hoch- und runterfloppen, sei unerträglich, hahaha) und warme Socken, denn eine alte Hebammenweisheit besagt: kalte Füße – schlechte Wehen. Klar, Lieblingsmusik kann man sich mitnehmen, etwas zum Lesen auch. Ob man dafür unter der Geburt tatsächlich die Nerven hat, wage ich allerdings zu bezweifeln. Als Letztes gehören noch Familienstammbuch, Versichertenkarte und Mutterpass da hinein, aber die haben wirklich noch ein bisschen Zeit. Also, Kliniktasche? CHECK.

„Jetzt sind wir auch laut offiziellem Termin in der 36. SSW. Hooray! (Arzt hat den 24.12. als Berechnungsgrundlage genommen, ich selbst bin nach Eisprung-Bienchen-und-Blümchen-Rechnung beim „inoffiziellen“ 20.12. gelandet) Gestern hatte ich das Geburtsplanungsgespräch im Krankenhaus. Kann man machen, muss man aber nicht. Der Vorteil ist, dass die Akte schon angelegt und bei der tatsächlichen Vorstellung zur Geburt dann alles Bürokratische erledigt ist und man demzufolge unter Wehen keine überflüssigen Fragen beantworten muss. So der Plan. 
Die Oberärztin hat kurz Ultraschall gemacht, sich aber in erster Linie auf die „Funktionsfähigkeit“ von Plazenta und Gebärmutter beschränkt, also Durchblutung und Versorgung untersucht. Im Arztbrief steht „Grannum Grad 1-2“, das bedeutet (es gibt Grad 0 – super – bis Grad 4 – schlecht. Danke, Dr. Google), dass die Plazenta so langsam den Geist aufgibt und anfängt zu verkalken. Ist aber in dem Stadium völlig normal, da sie ja eh nur auf eine „Haltbarkeit“ von 40 Wochen ausgelegt ist, also alles im grünen Bereich. Von dir habe ich nur ein rundes Köpfchen gesehen, das aber noch nicht ins Becken gerutscht ist. 2620g wiegst du in Etwa, das ist gar nicht so wenig (aber Durchschnitt für diese SSW) und 6,7cm Oberschenkelknochenlänge entsprechen einer Gesamtkörpergröße von 46,9cm. Wow! Danach musste ich noch etwa 20min auf das Hebammengespräch wegen der Formalitäten warten, und wo? Genau, direkt im KREIßSAAL!“ 

aus dem Aufklärungsbogen „Geburtshilfliche Maßnahmen“

Das letzte Mal, dass ich einen Kreißsaal von innen gesehen hatte, live und in Farbe, war im Oktober 2009. Wobei von „live und in Farbe“ hier eigentlich nicht die Rede sein kann, denn in meiner Erinnerung ist alles ein bisschen schwammig vernebelt. Ich könnte nicht mal mehr sagen, welche Farbe die Wände hatten. Zurück zu 2014: ich setzte mich an den kleinen Tisch für die Angehörigen und schaute mich um. Links das Kreißbett mit Stillkissen, daneben CTG und allerhand Kabel und Schnüre, und rechts ein gigantisches Ungetüm namens „Gebärwanne“ mit Hochziehseil (pardon, aber Schwangere aus Wannen zu hieven ähnelt ein bisschen dem Bild von Kränen auf Schrottplätzen). Dahinter ein Pezziball, ein vorbereitetes Babybett, Wickeltisch mit Wärmestrahler, Waage, usw. Die Uhr tickte und nebenan veratmete eine Gebärende ihren 3cm offenen Muttermund mit lauten „Oooohhh“s und „Aaaahhhh“s. Zwischendurch liefen Hebammen und Krankenschwestern an der offenen Kreißsaaltür vorbei und winkten mir fröhlich zu. Ich grinste schief, hatte aber ein mulmiges Gefühl so zwischen den ganzen „Geburtsgerätschaften“ und hoffte, die Hebamme würde bald kommen. So bei „vollem Bewusstsein“ ist ein Kreißsaal nämlich irgendwie unheimlich.

Hier wurden und kleine Menschen geboren. Echte! Hier in diesem Raum machten sie ihren ersten Schrei, wurden gewogen und ihren Mamas auf den Bauch gelegt. Und in etwa 5 Wochen würde genau das mit mir und meinem Baby so passieren. Ach du Scheiße! Als dann endlich die freundliche Hebamme kam, besprachen wir ein paar Fragebögen mit Organisatorischem, ich bekam (nur für den Fall der Fälle) den Aufklärungsbogen zur PDA (Periduralanästhesie, also Rückenmarksbetäubung), den ich zu Hause ausfüllen konnte, und Infoflyer zum Thema Neugeborenenscreening, Vitamin-K-Gabe und Lachgasinhalation gegen Geburtsschmerzen (das gibt es wirklich!). Zum Schluss hieß es nur, man freue sich auf die Weihnachtstage mit mir in der Klinik („Wir machen es uns dann schon gemütlich hier, keine Angst!“) und ich solle mich direkt am Termin im Krankenhaus vorstellen, also Heiligabend, falls nicht vorher die Wehen einsetzen. Sollte sich dann noch nichts tun, werde man noch eine weitere Woche warten bis zur Einleitung, die fiele dann genau auf den 31.12., Silvester. Nun ja, die Termine haben wir uns vielleicht wirklich nicht so günstig „ausgesucht“, aber ich gehe ja fest davon aus, dass die kleine Lady ihr erstes Weihnachten schon live mit uns unterm heimischen Tannenbaum feiern möchte…Drückt uns die Daumen!

 …………………………………………………………..to be continued………………………………………………………..

<<< 8. Monat

Beta-Männchen

Auch wenn es die Überschrift vermuten lässt, hatte ich jetzt nicht vor, über das in unserem Haushalt lebende Exemplar der Spezies Mann herzuziehen. Es handelt sich viel mehr um einen Buchtitel mit der kritischen Frage „Sind die Männer noch zu retten?“ auf dem Cover.

Das Enddreißiger-Erfolgsduo Anne Weiß und Stefan Bonner, bekannt aus „Generation Doof“, „Heilige Scheiße“ und „Doof it yourself“, hat im September 2014 sein neues Buch „Beta Männchen“ im Bastei Lübbe Verlag veröffentlicht und ich durfte über „Blogg dein Buch“ testlesen.

In kurzen Episoden beschreiben die beiden Autoren abwechselnd Anekdoten aus ihrem Leben, immer mit Fokus auf den Schwerpunkt „Mann“ in der heutigen Zeit.
Anne ist nach ihrer Beziehung zu Exfreund Oli frei und ungebunden, hört aber so langsam ihre biologische Uhr ticken und sucht…ja, was sie sucht, weiß sie eigentlich selbst nicht so genau. Liebevoll, zuvorkommend und romantisch aber auch heldenhaft, stark und „ein ganzer Kerl“ eben. Aber existiert dieser Typ Mann noch irgendwo anders als in Annes Fantasie? Nachdem ihr erster One-Night-Stand versehentlich in die Küchentöpfe gepinkelt hat, ist sie mit dem Thema jedenfalls durch… und wer sagt eigentlich, dass Frau um jeden Preis einen Mann braucht um glücklich zu sein?!

Stefan ist mit Freundin Maja liiert und wird demnächst Papa. Seinem Schwiegervater Helmut fällt bei der Bekanntgabe fast das Essen aus dem Gesicht, denn wie sollte Weichei Stefan, der in einem Mama-Oma-Uroma-Frauenhaushalt groß geworden ist, jemals für eine Familie sorgen bzw. einen eventuellen Sohn erziehen können? Majas Ex Torsten, leidenschaftlicher Kettensägensammler, ist da ein ganz anderes Kaliber und steht in der Gunst des Schwiegervaters immer noch wesentlich weiter vorne. Auf der Suche nach sich selbst berichtet Stefan u.a. von einem echten Männerseminar, bei dem er zu Klängen der Schamanentrommel eine Höhle baut und einen hölzernen Luke Skywalker schnitzt, bei dem jeder das Lichtschwert für einen überdimensionalen Penis hält, und anderen Situationen im Leben eines „Beta-Männchens“ auf der Suche nach dem letzten bisschen Testosteron. Wie zeigt man einer Frau eigentlich, dass man sie wirklich liebt? Muss man ihr ein Haus bauen oder reicht auch eine schöne Wohnung? (Helmut: „Ein Haus! Ein Haus!“) Wann ist der beste Zeitpunkt, um um ihre Hand anzuhalten? Und was um Himmels Willen passiert genau bei einer Geburt?

Mein Fazit: Die berechtigte Frage „Wann ist ein Mann ein Mann?“ stellte sich schon Herbert Grönemeyer vor vielen Jahren. Muss er erst einen Baum gepflanzt, ein Haus gebaut und ein Kind gezeugt haben? Darf er Elternzeit nehmen oder muss er „das Geld nach Hause bringen“? Ich weiß nicht so genau, was ich hier gelesen habe: einen Roman, eine pseudo-wissenschaftliche Gesellschaftsanalyse, eine Kurzgeschichtensammlung…?
Das Autoren-Duo schreibt zweifelsfrei flüssig, locker und unterhaltsam. Allerdings habe ich beim Lesen immer das Gefühl, als wollten beide eben nicht „nur“ oberflächlich lustig sein, sondern hätten den Anspruch, auch „ein bisschen wissenschaftlich fundiert“ über aktuelle Probleme zu schreiben und damit ernst genommen werden zu wollen.
Man weiß nicht so genau, mit wem man es da zu tun hat – zwei, die Missstände aufzeigen und etwas in der „verweichlichten“ Gesellschaft verändern möchten oder zwei, die sich mit einem Augenzwinkern über die Situation lustig machen, pointieren und unterhalten wollen.
Insgesamt eine seichte Urlaubslektüre mit einigen guten und durchaus witzigen Kapiteln. Anderes wird aber dann doch wieder ein bisschen zu langatmig geschildert und verliert für mich auf insgesamt 399 Seiten den Unterhaltungswert in der anklingenden Gesellschaftskritik. Aber vielleicht bin ich mit süßen 27 Jahren auch einfach noch zu jung, um dem weiblichen und männlichen Midlife-Drama etwas abzugewinnen. Who knows!
Ich vergebe 3 von 5 Sternen: kann man durchaus lesen, muss man aber nicht.

"Ich kann das aber nicht!"

„Mir ist langweilig!“
– „Wie wär’s denn, wenn du etwas malst?“
„Ich kann das aber nicht. Das macht mir keinen Spaß.“

Die ersten gemalten „Kopffüßler“ sind schon eine Weile her. Seitdem gab es vielleicht mal einen Marienkäfer oder einen Schmetterling, aber auch eher sporadisch. Der große Zeichner ist meine Tochter nicht. Vererbt?
Kunst war schon in der Schule nicht so meins, war ich doch nicht mal in der Lage, den Blick durchs Mikroskop in Biologie einigermaßen erkennbar aufs Papier zu bringen… Dementsprechend konnte ich Fiona auch nie zeigen, wie man ein bestimmtes Tier so malt, dass eindeutig zu sehen ist, ob es sich um einen Hund, einen Affen oder doch einen Hamster handelt. Damit ist jetzt Schluss, denn ich habe sie zufällig gefunden, die perfekte Lektüre für interessierte Kinder (und/oder nachhilfebedürftige Eltern):
die beiden Bücher aus der Reihe „Schritt-für-Schritt“ vom Tessloff-Verlag.

Im Alter von 4 Jahren sind die meisten Kinder in der Lage, einfache geometrische Formen wie Kreis, Dreieck und Viereck zu malen. Aber wie nur wird daraus ein Tier??
Band 1 von „Schritt-für-Schritt“ wird beworben mit dem Titel „Zeichenschule ab 4 Jahren“ und hält tatsächlich, was er verspricht: „vom Kreis zum Schwein, vom Viereck zur Eisenbahn und vom Kringel zur Puppe“.
In wenigen, sehr verständlichen Schritten (ohne Textanleitung!) werden hier die verschiedensten Tiere (Schwein, Hund, Katze, Robbe, Schmetterling, Giraffe, Elefant, Igel, Känguruh, etc.) und auch andere Dinge (Ball, Laster, Auto, Badeente, Flugzeug, Palme, …) erklärt und man kann gleich drauf los malen und seine Erfolge bestaunen. Fiona war sofort begeistert von dem Buch und hat sich fast schon ein Mal komplett durch alle Seiten gemalt! Die magnetische Leine an der Wand in meinem Arbeitszimmer (eigentlich für Postkarten gedacht) hängt jetzt voller Seesterne, Schafe, Fische, Eisbären, Hähne und Mäuse.
Aber seht selbst, was die Dame des Hauses (die kleinere von beiden) seither alleine mit dem Buch zu Papier gebracht hat, sind die nicht süß? (Okay, ihre Schweine haben manchmal mehr Beine als sie sollten und auch der Löwe ist scheinbar ein extremitätentechnisch nicht einwandfreies Exemplar, aber wer wird denn so kleinlich sein ^^)

Band 2 musste ich vor ein paar Tagen auch noch bestellen, „Zeichenschule ab 6 Jahren“. Dieses Buch ist in Kapitel eingeteilt (Tiere/Pflanzen, Fahrzeuge, Cowboy/Indianer, Piraten, Ritterburg/Schloss und Hexen/Zauberer) und die Anleitungen sind etwas komplexer gestaltet, aber wenn sie so weitermacht, werden wir uns wohl ganz bald auch schon systematisch durch Band 2 „arbeiten“, weil es einfach so viel Spaß macht.

Dieser Post ist übrigens nicht gesponsert, ich habe die Bücher (für unschlagbare 6,95€) im Laden gesehen bzw. Band 2 online bestellt und wollte sie euch einfach vorstellen, für den Fall, dass einige meiner Leser auch „Nachhilfe“ im elementaren Zeichnen benötigen 😉
Und obwohl speziell die Tiere in nur wenigen Schritten schnell gezeichnet sind, wirken sie absolut nicht stümperhaft, im Gegenteil! Dieser einfache Zeichenstil hat seinen ganz besonderen Charme und jedes Tier besticht trotzdem durch seine unverwechselbare Charakteristik. Meine (Kinder-)Buch-Entdeckung des Jahres! Auch ich konnte endlich ohne Probleme ein Chamäleon, einen Biber, Bambi und einen Waschbär aufs Papier bringen, allesamt Tiere, die ich auch nach längerem Überlegen nicht in ihren wesentlichen Merkmalen eindeutig hätte darstellen können ohne Hilfe. Dass ich sie (unbewusst) figurentechnisch ein bisschen an mein schwangeres Ego angepasst habe (der Wellensittich…hoppla!), äh, daran arbeite ich noch…
Und wer jetzt einsieht, dass er dieses Buch unbedingt braucht, dem wünschen wir viel Spaß beim Ausprobieren, Auffrischen & Lernen!

Hilfe, mein Kaktus hat Herpes!

Obwohl Kakteen wohl die einzigen Pflanzen sind, die bei mir „gedeihen“, sofern man davon sprechen kann, betrifft der Posttitel nicht meine eigenen. Jan Anderson (*1974) hat im blanvalet-Verlag ein Buch mit selbigem Titel herausgebracht, das „die beklopptesten Fragen und Antworten aus dem Internet“ vereint. Es ist zum Schreien komisch, wonach Menschen im Internet suchen (und manchmal genauso, welch kuriose Antworten sie auf ihre Fragen erhalten).

Wenn ich Eines in den vergangenen Jahren gelernt habe, dann ist es die Feststellung, dass es nichts gibt, was es nicht gibt. Die Google-Suche ist einem ja sowieso immer einen Schritt voraus und schlägt zum Satzanfang „Warum haben…“ sofort hilfsbereit „…Zebras Streifen?“, „…Asiaten Schlitzaugen?“ und „…Zeichentrickfiguren nur 4 Finger?“ vor. Manchmal bin ich dann so fasziniert von den Vorschlägen, dass ich beim Lesen vergesse, wonach ich eigentlich suchen wollte und mich Minuten später in einer zoologischen Abhandlung über das Paarungsverhalten afrikanischer Weißbauchigel wiederfinde. Nun ja.
Wie absurd die eigene Frage also auch sein mag, das Internet hat in Bruchteilen von Sekunden 48.372 Antworten gefunden, bei der garantiert eine dabei sein wird, die man gesucht hat. Denn mit dem Befragen des WWWs ist es ja so: oft möchte man eine bestimmte Antwort haben und googelt nach Bestätigung. Gegenteilige Antworten werden einfach überscrollt. Dass Dr.Google bei einem Kratzen im Hals nicht nur hilfsbereit homöopathische Kügelchen aus der Onlineapotheke zur Linderung anbietet, sondern auch Kehlkopfkrebs und eine onkologische Facharztpraxis in der Nähe vorschlägt, gefällt einem dann natürlich nicht so sehr…

Auszug aus dem Inhaltsverzeichnis

Ich erinnere mich noch an mein erstes Mal googeln, das muss Anfang des neuen Jahrtausends gewesen sein (man, klingt das alt!), denn ich hatte es am PC unter dem Moorhuhn-Deckmantel insgeheim nicht aufs Hühnertöten, sondern auf den Internet Explorer abgesehen. Aufregende virtuelle Welt! Das Modem blinkte wild und hat bei jedem Start Codes gesungen, die klangen, als würde man Kontakt zu einem fernen Planeten aufnehmen. Hatte man sich im Chatroom „festgequatscht“, gab es Ärger bei der nächsten Telekom-Rechnung und damit einer im Haus telefonieren konnte, musste der andere das Internet ausmachen. Wird mein Kind mal darüber lachen? Bei meiner ersten Anfrage saß ich ein bisschen hilflos vor der Suchmaske und tippte dann „Kannst du mir sagen, ob….“ in die Leiste, weil ich noch nicht wusste, wie man dieses Google bedient ^^
Mittlerweile kennt sich die Welt damit aus und scheut sich nicht, in den anonymen Weiten um Hilfe zu bitten, wenn „die Katze zu laut furzt, die Warze zu weit wandert oder der Diesel nach Salatöl stinkt“.  

Grob unterteilt nach Themengebieten geht es im Buch zum Beispiel darum, wie man seinen Nachbarn am geschicktesten verärgert, was man tun kann, wenn der Hund sich in die Katze verknallt hat, warum beim Sex im Auto die Scheiben beschlagen oder was man machen soll, wenn die eigene Oma mit in die Disco kommen möchte. Im Vorwort schreibt Anderson: „Wer sich in den Foren dieser Welt umschaut, erhält nicht nur Antworten auf Fragen, die ihm niemals in den Sinn gekommen wären. Man lernt zudem eine ganze Menge über die Natur des Menschen an sich, nicht zuletzt abzulesen an der Art der Sprache und dem Stil des Schreibens. Das Internet ist eine anonyme gefährliche Scheinwelt? Von wegen! Nirgendwo wird so ehrlich beraten, gefachsimpelt und gelogen. Tauchen Sie ein in die Menschlichkeit der Webforen, und lesen Sie, welche Themen Madmichael, SchnellesBienchen73, Silverdancer & Co. unter den Nägeln brennen.“

Die abenteuerlichsten Forenbeiträge findet man in „Hilfe, mein Kaktus hat Herpes“(8,99€) versammelt, sicher nicht als literarische Unterhaltung auf höchstem Niveau, aber für kurzweiligen Spaß bei langen Bahnfahrten oder anderen „Sitzungen“ in den eigenen 4 Wänden. Wer also das ideale „Klo-Buch“ zum Verschenken sucht, sollte nicht lange zögern!