#supermomdad Blogparade

Wie in jedem Jahr fällt der Termin des Schweizer Bloggerevents SwissBlogFamily, organisiert u.a. von meiner liebsten Bloggerfreundin Séverine, leider auch diesmal wieder genau in die wichtige Generalprobenzeit für unser großes Jahreskonzert. Aber wenn ich da schon nicht live dabei sein kann, möchte ich wenigstens bei der Blogparade mitmachen, zu der die Organisatoren aufgerufen haben. Es geht um den Begriff Supermom bzw. Superdad und was wir damit verbinden. Dieser Beitrag enthält unbezahlte Werbung wegen Verlinkung.

bauch skizze_Zeichenfläche 1Wer kennt ihn nicht, DEN Standardratgeber zum Thema Babyzeit: „Oje, ich wachse“ von Dr. Frans X. Plooij und Dr. Hetty van de Rijt. Meine These: auch Supermoms bzw. Superdads machen diese Entwicklungssprünge durch, nur äußern sie sich ein bisschen anders. Im Folgenden beziehe ich mich aufgrund meiner eigenen Erfahrungswerte auf die weibliche Form, die männliche ist selbstredend mitgemeint.

1. Wahrnehmungsveränderungen

Mit dieser zarten zweiten Linie gerät ihre Welt ins Wanken: jetzt beginnt eine ganz besondere Zeit. Und während sich Religion und Wissenschaft noch streiten, ab wann der Mensch ein Mensch ist, weiß sie bereits jetzt, dass sie noch nie etwas Wertvolleres in ihren Händen hielt als diesen urindurchtränkten Plastikstab, der im richtigen Licht verrät, was außer ihr noch niemand weiß: hallo Baby! Ihre Wahrnehmung verändert sich. Plötzlich sieht sie überall Babys, Kinderwägen und Rabattaktionen in Babyfachgeschäften und deckt sich vorsorglich mit Säuglingszubehör ein. Fernsehwerbungen mit Babys und/oder Welpen erfordern eine Packung Taschentücher neben der Couch. Das ist ganz normal! Sollte die frisch Schwangere ihr gesamtes Umfeld stattdessen nur noch verschwommen wahrnehmen, ist auch das im Bereich des Normalen und liegt möglicherweise an der 24-7-Übelkeit, die die Badezimmerfliesen zu ihren engsten Vertrauten werden lässt. Keine Sorge! Nicht alle Frauen entwickeln die Wahrnehmungsveränderungen zur gleichen Zeit.

2. Muster

Ab dem zweiten Trimester der Schwangerschaft beginnt für die meisten Frauen die Wohlfühlzeit. An den langsam wachsenden Bauch hat sie sich gewöhnt, die Übelkeit hat nachgelassen und auch das Umfeld wurde inzwischen in das süße Geheimnis eingeweiht. Nun vollzieht sich der zweite Sprung in der Entwicklung der Supermom: sie beginnt, sich für wiederkehrende Muster und Farben in der Kinderzimmereinrichtung zu interessieren, umgangssprachlich auch als „Nestbautrieb“ bezeichnet. Möglicherweise fällt Ihnen auf, dass die Schwangere endlos von der Art und Weise fasziniert ist, wie einschlägige Möbelhäuser ihre Ausstellungsbabyzimmer dekoriert haben. Auch kurze Laute der Verzückung wie „Ah!“ und „Oh!“ werden Sie des Öfteren wahrnehmen können. All diese Dinge signalisieren eine große Veränderung in der neuronalen Entwicklung der Schwangeren auf dem Weg von der Frau zur Supermom.

3. Fließende Übergänge

Mit dem Sprung um den errechneten Geburtstermin herum wird die Frau eine ganz neue Welt betreten. Der fließende Übergang von einer Schwangerschaft zum neuen Leben mit Baby außerhalb des Bauches ist wohl der einschneidendste Sprung in der Entwicklung zur Supermom. Sie werden merken, dass die Frau sich einige Tage nach Beginn des Sprunges wieder besser bewegen kann und ihre Bewegungen weniger hölzern und schwammig aussehen. Die Veränderung macht sich auch dadurch bemerkbar, dass die Frau den Klang ihrer Stimme variiert, während sie mit dem Neugeborenen spricht. Dieser Sprung setzt eine ganze Reihe von Fertigkeiten und Aktivitäten in Bewegung.

4. Ereignisse

Der Frau steht nun, zwischen 3. und 12. Lebensmonat des Kindes, der Sprung in die Welt der Ereignisse bevor. Sie wird von jetzt an nahezu täglich von Ereignissen umgeben sein: das erste Rollen vom Bauch auf den Rücken, der erste Brei, das erste Mal sitzen, ein erstes „MAMAMAMAM“ bis hin zu den ersten wackeligen Schritten auf eigenen Beinen. Die Erkenntnis, das die Entwicklung eines Kindes in zeitlich aufeinander folgende Ereignisse unterteilt ist, nehmen Erwachsene als selbstverständlich wahr. So wissen wir, dass jedes Baby irgendwann sitzen, stehen und sprechen kann.  Für eine Mutter ist all das jedoch neu und aufregend und sie wird jedem Ereignis ganz besondere Aufmerksamkeit zukommen lassen und es sowohl schriftlich als auch bildlich dokumentieren.

5. Beziehungen

Um den ersten Geburtstag des Kindes herum, werden Beziehungen eine wichtige Rolle spielen. Die Supermom kann neben Verwandten und Freunden nun auch eine Beziehung zu Erzieherinnen und Erziehern aufbauen, denen sie ihr Wertvollstes stundenweise anvertraut. Zu dieser Zeit wird die Mutter viele neue Dinge tun. Ihr aufrechter Gang verlagert sich wieder zurück in den Vierfüßlerstand, der das Aufheben heruntergefallener Gegenstände und Lebensmittel vereinfacht. Ob sie aber krabbelt oder nicht – sie wird in jedem Fall bedeutend mobiler, um den Nachwuchs vor Gefahren zu bewahren, die der kindliche Forscherdrang so mit sich bringt.

6. Kategorien

Mit dem sechsten Sprung im Kleinkindalter ist es Zeit für die Supermom, die Welt der Kategorien zu entdecken. Holz oder Plastik? Neu oder gebraucht? Möglicherweise ordnet die Mutter die Spielzeuge und Klamotten im Kinderzimmer nach einem ausgeklügelten System. Hier gilt nur eine Regel: nicht reinreden und machen lassen. Sie wird bei all diesen Untersuchungen eine unübertrefflich ernsthafte, vertiefte Miene aufsetzen. Der Sprung in die Welt der Kategorien betrifft alle Sinne: Sehvermögen, Gehör-, Geruchs- Geschmacks- und Tastsinn.

7. Abfolgen

Mit dem siebten Sprung ist es Zeit für die Supermom, die Welt der Abfolgen kennenzulernen. Möglicherweise erkennt sie jetzt, dass sie viele ihrer Ziele nur erreicht, wenn sie die Dinge erfolgreich in eine bestimmte Reihenfolge bringt: Kind 1 das Frühstück zubereiten, Kind 2 die Zahnpasta auf die Zahnbürste machen, die umgekippte Milch aus der Cornflakesschüssel von Kind 1 aufwischen und anschließend die am Badezimmerspiegel verteilte Zahnpasta von Kind 2 entfernen. Erst danach die gute Bluse anziehen. Die angehende Supermom wird damit beginnen, Aktionen miteinander zu verknüpfen, um ein Ziel zu erreichen. Wahrscheinlich fehlt ihr jedoch anfangs noch die eine oder andere Komponente.

8. Programme

Kurz nach der Geburt eines weiteren Kindes steht für die Supermom die nächste große Veränderung in ihrer neuronalen Entwicklung bevor. Sie wird dann bereit sein, die Welt der Programme zu erforschen. Somit rückt sie immer weiter auf ihrer Entwicklungsskala zu einer Supermom hin und geht ihre eigenen Wege bei der Erziehung ihrer Kinder. Sie wird nach diesem Sprung in der Lage sein, gleichzeitig mehrere Programme auszuführen: Monster unter dem Bett vertreiben, währenddessen einen Po abwischen – vermutlich nicht den eigenen – und Fragen zur Ernährung von Hirschkäfern googeln beantworten.

9. Prinzipien

Mit dem neunten Sprung ist es Zeit, die Welt der Prinzipien zu entdecken. Die Supermom-to-be führt nun allerlei Programme flüssiger, natürlicher und deutlich schneller aus. Das hilft ihr bei der Bewältigung naturgegebener Prinzipien wie z.B. dem Gesetz, dass das fallengelassene Brot mit der Butterseite nach unten landet oder dem, dass ein krankes Kind zwangsläufig ein zweites (drittes, viertes, …) nach sich zieht. Der einzige Fehler beim Halten von mehreren Schüsseln und kalten Lappen gleichzeitig ist der, dass die Evolution nicht mit jedem weiteren Kind mindestens einen weiteren Arm ergänzt hat.

10. Supermom!

Herzlichen Glückwunsch, Supermom! In jeder Frau steckt eine, denn was uns alle verbindet, ist, dass wir täglich unser Bestes geben, unseren Kindern eine wundervolle Kindheit zu schenken und sie mit Liebe, Zuneigung und Wurzeln zu stärken. Für sie da zu sein, sie zu halten, ihnen zu vertrauen, loszulassen und sie zu selbstbewussten, einfühlsamen Erwachsenen zu erziehen. Aber auch eine Supermom kommt regelmäßig an die Grenzen der Belastbarkeit und wir sollten alle viel öfter in einer instagram-perfekten Welt zeigen, dass auch wir nicht perfekt und gerade deswegen liebenswert und authentisch sind. Das tut dem Supermom-Sein ja keinen Abbruch.

I made humans. And what’s your super power? 😉

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#12von12 im März

Ich bin immer ganz beeindruckt, wenn ich sehe, dass Teilnehmer ihre 12 Bilder des Tages schon um 17 Uhr bei Draußen nur Kännchen verlinken. Im Normalfall bin ich selber da ca. bei der Hälfte angekommen. Nichts für ungut, hier sind also, traditionell am 13., meine 12 Bilder des gestrigen 12.

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Ein von Vivi (@mamazweipunktnull) gepostetes Foto am 12. Mär 2016 um 2:23 Uhr

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Ein von Vivi (@mamazweipunktnull) gepostetes Foto am 12. Mär 2016 um 4:51 Uhr

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Ein von Vivi (@mamazweipunktnull) gepostetes Foto am 12. Mär 2016 um 6:03 Uhr

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Ein von Vivi (@mamazweipunktnull) gepostetes Foto am 12. Mär 2016 um 7:18 Uhr

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Ein von Vivi (@mamazweipunktnull) gepostetes Foto am 12. Mär 2016 um 8:04 Uhr

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Ein von Vivi (@mamazweipunktnull) gepostetes Foto am 12. Mär 2016 um 8:32 Uhr

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…und hier die spontane Verschönerungsaktion von Tollabea #pareidolia

Ein von Béa Beste (@tollabea) gepostetes Foto am 12. Mär 2016 um 8:58 Uhr

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Ein von Vivi (@mamazweipunktnull) gepostetes Foto am 12. Mär 2016 um 11:43 Uhr

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Kinder & Essen: 10,5 Funfacts

Mama on the rocks hat immer die besten Blogparadenideen, dieses Mal geht es um #missionfood4kids – das (leidige) Thema Kinder und Essen.
Hier mal ein paar Funfacts über meine 2 speziellen Esser:

Funfact #1
Fiona isst unbewusst fast immer Trennkost: entweder nur das Schnitzel oder nur die Kartoffeln. Ich wünschte, ich hätte diese Nervenstärke.

Funfact #2
Am liebsten mag sie Toast mit Ketchup, von dem ich neuerdings den Rand abschneiden muss. Kartoffelpüree mit Ketchup vermischt, bis eine hellrote Pampe entstanden ist, geht auch. Uerks!

Funfact #2,5
Ketchup ist übrigens eine adäquate Beilage für jedes Gericht.

Funfact #3
Sie isst kein Gemüse. Nada. Niente. Ist eklig.
Das einzig Akzeptable sind Salatgurken und saure Gurken (?!).
Letztens habe ich ihr sogar mal ein Rührei versaut, weil ich ein bisschen Schnittlauch rangemacht habe.

Funfact #4
„Orrrr, Mama, hast du schon wieder Butter unter die Wurst geschmiert? Lass das!“

Funfact #5
In Freundebücher schreibt sie bei der Frage nach dem Lieblingsessen „Kartoffeln mit Apfelmus“ – eine von ihr erfundene Kreation.

Funfact #6
Fionas erstes richtiges Essen war eine Kartoffel mit Kräuterquark bei IKEA.

Funfact #7
Felicia hat recht früh alles gegessen, wenn denn Hackfleisch dabei war. Sonst nicht.
Frühkarotten und Spinat-mit-Ei-Gläschen hat sie uns also um die Ohren gehauen.

Funfact #8
Beide Mädels sind verrückt nach Dosenpfirsichen.

Funfact #9
Mit Abstand am besten essen beide Kinder sonntags abends, da gibt es bei uns den heißgeliebten „Wannensnack“ (s.u.). Da hat sogar Obst eine Chance!

Funfact #10
Gestern gab es „Windelkotelett“ – das ist Kasslerfleisch mit einer Panade aus Eiern, Mehl und Milch. Die Kinder haben sich für Arbeitsteilung entschieden: Fiona aß nur das Fleisch und Felicia nur die Haut. Gut, dass wir 2 Kinder haben!

Schnittmusterchaos

Meine Freundin Ka von NikaRockt hat einen Beitrag zum Ideensammeln geschrieben, wie man als Nähfee Ordnung in seinem Schnittmusterchaos hält.
Ich musste doch grinsen, als ich den Screenshot ihrer Organisationsstrategie gesehen habe: Name, Bild, Material, gedruckte Größe, Nahtzugabe ja oder nein, … Typisch Ka!

Ich bin da doch eher pragmatisch veranlagt und habe alles für euch, aber sicher keine Tipps um Ordnung zu halten. Nur das Genie beherrscht das Chaos! Ich habe rein interessehalber mal meinen Taschenrechner bemüht und sage und schreibe 234 (!) Schnittmuster/Nähanleitungen auf meinem Computer gefunden. Hossa! Wo kommen die denn alle her? Asche auf mein Haupt, denn ich habe erst einen Bruchteil dessen tatsächlich genäht. Eines Tages, wenn ich alt bin und die Kinder aus dem Haus sind, kann ich die ganzen Strampler, Babymützchen, Kindershirts und Pumphosen dann nähen, für die ich die Schnittmuster in jungen Jahren gekauft habe, haha. Auch, wenn mir aktuell die Zeit fehlt, um alle Schnitte auszuprobieren (ausreichend Stoffe wären mit Sicherheit vorhanden…), horte ich meine Schnittmusterdateien wie einen Schatz und freue mich auf den Moment, wenn ich doch mal wieder ein neues ausdrucke und zuschneide. Kommt Zeit, kommt Stoff.

Das ist nur die Spitze des Eisberges aka oben auf dem Stoffschrank drauf ^^

Meine gedruckten Schnittmuster sind in einem ganz normalen bunten Ordner, der nicht wie geplant im Schrank steht, sondern dekorativ auf dem Keyboard liegt, weil ich ihn ständig benutze. Die Schnitte, die ich am Häufigsten nähe, sind in Folien mit Klebezettel in einem Stehsammler auf dem Schreibtisch. Eine saubere Übersicht über gedruckte Größen oder vorhandene Dateien gibt es nicht. Ist also immer wieder eine Überraschung, wenn ich so durch den Ordner blättere. Andererseits kann ich aber bestimmte Schnitte blind aufschlagen, weil ich genau weiß, wo sie sind. Ich gelobe also keine Besserung, denn Ordnung wird in mein persönliches Chaos erst einziehen, wenn ich groß bin. Und das kann noch dauern… 🙂

An die Näherinnen: wie macht ihr das mit euren Schnittmustern? 
Seid ihr auch so Chaoten wie ich oder organisiert ihr euch wie Ka?

10 Gründe für einen Wutanfall

Frida vom 2KindChaos hat zur Blogparade #Wutkinder aufgerufen und möchte 10 Gründe für einen Wutanfall wissen. Eigentlich ist das große F schon relativ zivilisiert und hat sich ganz gut im Griff (vor anderen). Zumindest musste ich sie noch nie vom Boden aufsammeln, wenn wir in der Quengelzone im Supermarkt standen. Wutanfälle oder eher kurze Böcke fallen mir natürlich trotzdem auf Anhieb ein. Jeder kriegt 5, hier sind sie:

Das kleine F ist 8 Monate und das große F 5 Jahre alt.
1) Kleines F: 
 Sie versucht, etwas Glitschiges zu essen (Melone, Gurke, etc.) und kurz vor dem Mund rutscht es immer wieder aus der kleinen Hand. 
Es ist zum Verzweifeln. 
Jetzt guck nicht nur, sondern hilf mir lieber, Mama!
2) Großes F: 
Nachdem sie beim letzten Bolognese-Essen erst ordentlich Parmesan über die Nudeln gekippt und hinterher angemerkt hat, man könne es nicht essen, weil es „zu käsig“ sei, habe ich beim nächsten Mal Parmesanverbot erteilt. Oh oh.

3) Kleines F:  
Sie schläft beim Stillen ein, schnarcht sogar leise. Sobald ich aber auch nur auf die Idee komme, mich die Brust langsam und unauffällig zu entfernen, kriege ich das herzzerreißendste Wie-kannst-du-nur-Schreien (mit Tränen!) als Quittung, das ich je gehört habe.

4) Großes F:  
Nein, bei uns wird gerade kein Kind misshandelt, liebe Nachbarn. Wir versuchen lediglich so abartige Dinge, wie ihm die Zehennägel zu schneiden. Oder die Haare zu waschen. Tschakka!
5) Kleines F:  
Das Baby spielt friedlich bei meiner Mama; sie waren gemeinsam spazieren mit dem großen Kinderwagen, es ist satt und rundum zufrieden. Und dann sieht es „die Frau mit den Brüsten“ kommen, mich. Und brüllt. Ja, ich freue mich auch, dich zu sehen. Was für eine Begrüßung.
6) Großes F:  
Buch lesen, Hörspiel anmachen, Schlafmilch trinken, aufs Klo gehen, Kuscheln, Erzählen. 
22.30: „Man! Ich. Kann. Aber. Nicht. Einschlafen!!!“
10min später schnarcht’s. 
Und wie bei Twitter schon mal gelesen – ja, da würde man dann am liebsten hingehen, wecken und sagen: „Siehste!“
7) Kleines F: 
 „Ich weiß, du willst lieber sitzen, mein Schatz, ich mach nur schnell eine neue Windel…“
8) Großes F: 
 „Zwei Punkt Fünf Neun, also kann ich mir das kaufen!“ 
– „Wie viel Taschengeld hast du denn?“ 
„Zwei Euro.“ 
– „Dann geht’s nicht.“  
„Aber warum denn?! Da steht doch ZWEI…“
9) Kleines F:  
Das Buch fällt runter. Da kann man so schnell sein wie man möchte mit dem Aufheben und wird trotzdem erstmal ordentlich angebrüllt. Das eigentlich noch eher grobmotorisch veranlagte Baby hat sich eine interessante Technik erarbeitet, das große viereckige Buch genau in den schmalen Spalt zwischen Hochstuhltisch und Wand fallen zu lassen. Beugt man sich über Kind und Stuhl, um es wieder herauszuangeln, kriegt man erstens eine Haarkur mit fraglicher Wirkung und zweitens ein Büschel Haare entfernt. Was ein Spaß.
10) Großes F:  
„Nono, wir kaufen keine Gummitiere mehr.“ 
– „Aber das hier ist besonders schön. Und ich liebe doch Gummi. Bitte!“ 
 „NEIN.“

Du bist ich – oder nicht?

Vor ein paar Tagen in der Kita, Elternabend auf winzigen Stühlen:

ich kannte bisher nur die Kinder, weil wir noch nicht so lange in dieser Kita sind. Als die Eltern nach und nach den Raum betraten, musste ich grinsen. 
…das ist bestimmt die Mama von Moritz, und dahinten sitzen die Eltern von Emma, die ist ihnen ja wie aus dem Gesicht geschnitten. Und Oscar kann seine Eltern auch nicht leugnen… Gesichtermemory! Es war so witzig – ich konnte jedem der 14 Kinder (die an diesem Abend natürlich nicht dabei waren) die passenden Eltern zuordnen, wie sich später im Gespräch herausgestellt hat. Aber können auch andere mir mein Kind eindeutig ansehen??

Seien wir mal ehrlich: jeder ist doch stolz, wenn er sich selbst in seinen Kindern wiedererkennt, oder?
Vermutlich ist das von Seiten der Natur so eingerichtet, schließlich ist ja das Erhalten der eigenen Art irgendwo tief und unwiderruflich ins Stammhirn programmiert. Nicht umsonst hält sich hartnäckig das Ammenmärchen, Babys sähen in den ersten Tagen oft dem Vater ähnlich, damit bei genau dem der Beschützerinstinkt angeht und er direkt sehen kann: Ich habe Feuer gemacht.

Beim kleinen F lässt sich noch nicht so viel sagen, außer, dass sie ihrer Schwester unglaublich ähnlich sieht und sogar ich bei Babybildern zwei Mal hingucken muss, welches meiner Kinder da zahnlos grinst. Auch die Erzieherinnen in der Kita staunen jedes Mal beim Blick in den Wagen über die eindeutige Familienzugehörigkeit.

Als es im Bio-Unterricht um Genetik ging und die Mendelschen Erbsenversuche durchgenommen wurden, war ich schon völlig fasziniert von der Thematik Vererbung. Es hieß, braune Augen setzen sich dominant durch, genau wie Locken. Ich erwartete 2009 also mein erstes Kind, ein braunaugiges Löckchen. Nun ja. Blonde glatte Haare und strahlend blaue Augen sind es geworden. Felicias Augen sind noch blau (kann sich noch ändern) und Haare sind noch zu wenig, um etwas dazu sagen zu können. Eigentlich müsste man viele viele Kinder bekommen, weil allein die Genetik so spannend ist!

Beim Stöbern in alten Fotos für diesen Blogpost bin ich fast erschrocken über die ernorme Ähnlichkeit im Gesicht zwischen meiner Tochter und mir als Kind. Augenpartie, Gesichtsform und Mund sind eindeutig, das ist Mama noch mal, oder?

Natürlich möchte man keine identische Kopie von sich selber, das wäre ja langweilig: ich freue mich, wenn ich beobachte, was sie gut kann und vor allem, was sie jetzt schon besser beherrscht, als ich jemals! Fiona ist z.B. sehr sportlich, was ich nie war, und kann tauchen, ohne sich die Nase zuzuhalten 🙂
Dennoch entdecke ich mich nicht nur in ihrem Gesicht, sondern auch in ihren Eigenschaften wieder. Sie ist sehr sehr ehrgeizig und wahnsinnig begeisterungsfähig, dass es eine wahre Freude ist, ihr etwas beizubringen! Andererseits kriegt sie auch leicht „einen Bock“ und kann schlecht damit umgehen, wenn etwas nicht so läuft, wie sie es sich vorgestellt hat oder wenn sie etwas (noch) nicht kann. Drama, Baby! (Mein erstes Fahrrad sei in die Ecke geflogen, als es nicht sofort klappte. Genauso das erste Akkordeon, heißt es! Oh oh…Ich glaube ja, das sind alles nur Gerüchte :p)

Genau wie ich als Kind möchte Fiona später gerne Ärztin werden. Obwohl sie sehr gesellig und wahrlich nicht kontaktscheu ist, beschäftigt sie sich auch viel (und gerne) für sich allein und ist dann völlig versunken in ihr Spiel. Same here, bis heute bei mir!
Ich bin früher nicht so gerne in den Schulhort gegangen, sondern war am Liebsten nachmittags zu Hause im Garten. Fiona dagegen freut sich, wenn sie „unter Menschen“ ist und vor allem: sie b-a-s-t-e-l-t gerne! Wenn ich in meiner Grundschulzeit dann doch mal im Hort war und es hieß, alle kommen rein, jetzt wird gebastelt (früher war noch nicht: möchtest du lieber A machen? oder B? oder C, D, E? Oder nichts?) , stand mir schon der Angstschweiß auf der Stirn. Eine Schere – uaaaaahhhh! Heute habe ich meine Bastelphobie überwunden und sie ins Gegenteil verkehrt, nicht zuletzt dank Hilfe der Tollabox 🙂

Richtig gespannt war ich, wie sich das ständige Umgebensein von Musik auswirken würde. Immerhin habe ich während des letzten Semesters meines Studiums täglich mehrere Stunden für meine Akkordeon-Abschlussprüfung geübt, mit Fiona im Bauch. Auch nach der Geburt ging es fast nahtlos weiter: musikalische Früherziehung, zu der ich sie als mein „Anschauungsobjekt“ mitgenommen habe und regelmäßige Konzerte und Konzertreisen, bei denen sie dabei war, weil die ganze Familie involviert ist. Bei einem Wettbewerb in Irland, sie war zweieinhalb, hat sie sich einfach auf die Stühle im Publikum gelegt und geschlafen, während ein großes Orchester mit Pauken und Trompeten seinen Beitrag dargeboten hat. Eine tolle Fähigkeit!
Schon früh hat Fiona mit allem Musik gemacht, was sie finden konnte (und in dieser Hinsicht ist mein Arbeitszimmer sehr ergiebig, wie ihr euch vorstellen könnt) und lernt inzwischen seit 1 Jahr Melodica in einer meiner Gruppen, ein Tasteninstrument für den Anfängerunterricht. Sie gehört zu den Besten und es macht mich unglaublich stolz, zu sehen, dass sie unsere Begeisterung für die Musik teilt. Hoffentlich erhält sie sich den Spaß und die Freude am Musikmachen noch ganz, ganz lange!

Und wie ist das bei euch? Kann man euch eure Kinder im Gesichtermemory eindeutig zuordnen? Erkennt ihr euch in euren Kindern oder eigenen Eltern wieder?
Ich bin gespannt auf eure Kommentare!

Das ist mein Beitrag zur Blogparade von Mama on the rocks, #DubistIch.

Zähneputzen 2.0?

Die Blogparade zum Thema Zähneputzen #DailyRoutine, zu der Frau Mutter in Kooperation mit Elmex aufgerufen hat, könnte ich auch unter den von vielen Bloggern kürzlich geschriebenen Beiträgen zum Thema „Geschichten vom Scheitern“ einsortieren. Zähne putzen ist ein heikles Thema, und das, obwohl mein Onkel Zahnarzt ist! Da ich keinen ultimativen Tipp fürs Gelingen des morgendlichen und abendlichen Rituals beisteuern kann, verrate ich euch an dieser Stelle stattdessen, wie es bei uns jedenfalls schon mal nicht oder nur bedingt geklappt hat. Here we go.

Zahnputzsanduhr
Nach 2 Probedurchläufen hatte sich das mit der niedlichen Sanduhr erledigt. „Mit Sanduhr putzen mag ich nicht“ als Synonym für „2 min dauern mir viel zu lange“.

Zahnbürste selber aussuchen
Wir hatten sie alle: pinke Pferde mit Borstenkopf, Froschbürsten mit Saugnäpfen, reisetaugliche Haie mit Fischkappen, Löwen mit bunten Borsten, Affen, Biene Majas, Arielles, Piraten und Wikinger. Der Reiz besteht jedes Mal nur solange, wie die Zahnbürste noch nicht bezahlt ist. Anschließend ist Putzen mit Maja genauso doof wie sonst auch.
„Muss ich heute Abend Zähne putzen?“ – „Ja, du musst.“

Elektrische Kinder-Zahnbürste
Nach dieser Anschaffung dachte ich tatsächlich, wir seien zahnputztechnisch über den Berg. Die Vorfreude auf das Putzen hielt aber nur genau 3 Tage. Manko: ob das Kind tatsächlich putzt oder nicht ist schlechter nachzuvollziehen, wenn man nicht direkt daneben steht. Eine elektrische Bürste kann man auch etwa 1 min lang an einen einzigen Zahn halten und währenddessen statt zu putzen lieber mit Playmobilfiguren im Waschbecken spielen. Bei einer „Analogbürste“ fällt es auf, wenn das Putzgeräusch fehlt…

Lieder singen
Als Musikpädagogin bin ich ja geradezu prädestiniert für das Erfinden von albernen Zahnputzliedern. Sowohl in der musikalischen Früherziehung als auch im heimischen Badezimmer habe ich genau das getan, mit zumindest im privaten Bereich eher mäßigem Erfolg. Gut, die Musikkids liebten es, im Unterricht mit ihren Fingern so zu tun als ob sie putzten, aber bis abends war auch das bei den meisten wohl wieder vergessen. Als ich ein Mal zu Hause erklärte, das Kind müsse solange putzen wie ich singe, erhielt ich von meiner schlagfertigen Tochter die schaumige Antwort: „Gu fingft viel fu langfam, Mama!“ Tja nun. (Solange die dicke Frau singt, ist die Oper noch nicht zu Ende…)
Wer es trotzdem probieren möchte, hier mein Text auf die Melodie von „Bruder Jacob“:

Zähne putzen, Zähne putzen, 
das muss sein, das muss sein!
Mach ein Mal den Mund auf, mach ein Mal den Mund auf:
so ist’s fein, so ist’s fein!
Zähne putzen, Zähne putzen, 
das muss sein, das muss sein!
Denn sie wollen weiße, denn sie wollen weiße
Zähne sein, Zähne sein!

Zähne putzen, Zähne putzen, 
das muss sein, das muss sein!
Karius und Baktus, Karius und Baktus:
ich sag „nein!“, ich sag „nein!“.

Mit Puppe putzen
„Erst putzt du „deinem Baby“ die Zähne und danach deine, okay?“
– „Mein Baby möchte heute nicht Zähne putzen. Ich bin die Mama, ich erlaube es.“
Möööp.

Blinkende Bürste
Als Eltern klammert man sich ja an jeden Strohhalm, wenn es um den Versuch geht, den Kindern etwas Unliebsames schmackhaft zu machen. Mein letzter begegnete mir in der Apotheke, wo sie leuchtende Kinderzahnbürsten zu medikamentösen Preisen anboten. Das Prinzip ist so simpel wie genial: die Bürste hat unten einen Knopf, den man drückt, wenn man mit dem Putzen beginnt. So lange das coole Teil discomäßig blinkt, muss man putzen. „Boah, danke Mama, die ist ja cool! Darf ich die gleich ausprobieren?“ Während ich mir innerlich selbst High Five gab, war das Kind schon mit der Bürste verschwunden, allerdings nicht im Bad. Diese Tatsache hätte mich stutzig machen sollen! Sie probierte tatsächlich aus, aber nur das Blinklicht, ohne Putzen. Nach wenigen Tagen war die Batterie leer und das clevere Kind kam zu dem Schluss: „Wenn es blinkt, muss man putzen. Wenn es gar nicht mehr blinkt, muss man gar nicht mehr putzen“. Klarer Sieg durch Argumente, denn „nachladen“ kann man sie nicht und für 3 Tage Zahnputzspaß ist sie doch ein bisschen teuer…

Leckere Zahnpasta
Es gab mal eine Zeit, da war die richtige Zahnpasta enorm wichtig. Kaugummi- und Pfefferminzgeschmack gingen gar nicht, Erdbeer musste es sein, ausschließlich. Aus Angst, out of strawberrys zu geraten, schickte ich meinen Mann also „Putzi Erdbeer“ besorgen, obwohl gerade keine Putzi Erdbeersaison gewesen zu sein schien. Er klapperte sämtliche Drogerien ab um schlussendlich erfolgreich mit einem Haufen Tuben zurückzukommen. Wenige Tage später (und ganz sicher nur in Anbetracht der verfügbaren Menge) waren Erdbeeren plötzlich doch nicht mehr so lecker und seitdem sitzen tubenweise zweizahnige Hamster (?) mit rotem Iro in unserem Badezimmerschrank. Vielleicht kommt sie ja noch beim zweiten Kind, Putzis große Stunde.

Apps
Zähneputzen 2.0: es gibt da eine App namens „Disney Magic Timer“, kostenlos. Man verfügt da über ein virtuelles Stickeralbum und bekommt bei jedem Putzen ein Bild, das anfangs komplett mit Schaum bedeckt ist. Während man putzt, spielt die App eine Melodie (argh) und es putzt gleichzeitig eine Zahnbürste über den Bildschirm und macht so in 2min Stück für Stück das versteckte Disney-Bild sichtbar. Nach Ablauf der Zeit klingelt die App, es gibt ein Feuerwerk auf dem Bildschirm und der freigeputzte Sticker wandert ins Album. Wie bei so Vielem gibt es aber auch bei dieser App einen winzigen Haken: (ich glaube, es war) oral-b möchte auch etwas dabei verdienen. Man hat nun also die Möglichkeit, gekaufte Produkte von oral-b mit Disneymotiv einzuscannen, um z.B. Arielle- oder Cinderella-Sticker freiputzen zu können und nicht immer nur Winnie Pooh (ohne Scan). Die Marketingstrategie ist bei uns voll auf gegangen: wir kauften eine Ariellebürste und scannten….und scannten…und scannten. Und wenn sie nicht gestorben sind, …. Das Einscannen funktionierte im Anleitungsvideo blitzschnell und wunderbar, in der Realität leider nur an einem von 5 Tagen. Ich hielt das iPad gefühlte 15min von oben, unten, links und rechts, mit hellem Licht, mit dunklem Licht, mit Taschenlampe und Handyscheinwerfer unter die Tablet-Kamera und meistens passierte: genau, überhaupt nichts. Deswegen gaben wir es irgendwann entnervt auf. Dennoch ist es die Zahnputz-Lösung, die bei uns am Ehesten gefruchtet hat.

Was übrigens gerade funktioniert (sie ist 5,5 Jahre alt), ist ihr Gedanke, dass vielleicht endlich ein Zahn anfängt zu wackeln, wenn man lange genug putzt. Ich habe beschlossen, vorerst nichts dazu zu sagen. Der Zweck heiligt ja bekanntlich die Mittel! Und bis September klammere ich mich an die Empfehlung von Zahnärzten, wonach Eltern bis zum Schuleintritt grundsätzlich noch mal nachputzen sollten. Und ab Herbst wird garantiert alles anders 😉

Habt ihr den ultimativen Tipp? Oder macht man es vielleicht als Erwachsener auch nicht unbedingt gerne, aber eben konsequent, weil es nun mal sein muss?
Ich freue mich auf eure Erfahrungen!