#12von12 im August: Holidayedition

Es war ein paar Tage ruhig auf dem Blog, das hatte den schönsten Grund, den es dafür geben kann: URLAUB! Wer uns auf Instagram folgt, wurde in den vergangenen 10 Tagen mit Strand-, Sonnenuntergangs- und Meerbildern im wahrsten Sinne des Wortes „überschwemmt“ und konnte ein bisschen am wunderschönen Griechenlandflair teilhaben. Der Monatszwölfte fiel genau mit unserem Abreisetag zusammen, an dem wir erst am Abend aus dem Hotel abgeholt wurden und kurz vor Mitternacht in Berlin landeten. Hier kommt also – bedingt durch Kofferauspack-Wäsche-Chaos- mit etwas Verspätung unsere Urlaubsversion der #12von12.

Mehr gibt es wie immer bei Draußen nur Kännchen! Viel Spaß!

Advertisements

15 Monate kleines F

Meine liebe Felicia,

3 Monate ist er nun schon her, dein 1. Geburtstag, den wir mit bunten Luftballons, Regenbogenkuchen, Glitzerkleidchen und vielen lieben Gästen gefeiert haben. Ich habe überlegt, erst wieder einen Brief zu schreiben, wenn du 1,5 Jahre alt wirst, aber weil sich gerade in den ersten Jahren jeden Monat so Vieles verändert und entwickelt, was man hinterher vieleicht vergisst, schreibe ich doch jetzt schon.

Zu deinem Geburtstag, kurz vor Weihnachten, hattest du gerade deine ersten freien Schritte gemacht, brauchtest aber noch eine „psychologische Hand“ als Stütze. Die Zeiten sind vorbei! Du läufst seit Anfang Januar nun ganz alleine und es ist unglaublich schön, dir dabei zuzusehen. Mit deinen großen pinken Turnschuhen in Gr.22, die draußen im Garten manchmal schnellere Schritte machen, als der restliche Körper, wirbelst du selbstbewusst durch die Gegend und bist kaum aufzuhalten.

 

Wenn deine Schwester und andere Kinder im Garten toben, bist du natürlich mittendrin! Was gibt es Schöneres? Es ist so toll, euch beim gemeinsamen Spielen zuzusehen. „Dinga“ (Kinder) rufst du dann ganz begeistert und lachst. „Dinga“ ist übrigens universell einsetzbar und zugleich die Bezeichnung für deine große Schwester. Ansonsten hältst du dich mit dem Sprechen sehr zurück. „A-a!“ und die ausgestreckte Hand sind nach wie vor Mittel der Wahl, wenn du etwas haben möchtest. Dein Vokabular umfasst außerdem „Mama“, „Papa“, „Sasa“, „Ja“, „Ei“ (streicheln) und …. „DREI“ (man beachte im Video die jeweils 4 Zähne oben und unten, Backenzähne in the making übrigens, Spitzen sind schon da – autsch!).

 

Ich spreche sehr viel mit dir, von früh bis spät, frage: „Was möchtest du haben?… Möchtest du etwas trinken?…Oder möchtest du die Schokolade?…Wie macht der Hund?…Wollen wir Musik hören?…“. Anstatt darauf zu antworten, nickst du heftig oder schüttelst – genauso heftig – deinen kleinen Kopf. Aber auch, wenn du nicht viel sprichst, verstehst du fast alles! Aufforderungen wie „Bring mir mal bitte den Schal“, „Hol mal deine xy (Mütze, Schuhe, usw.)“ funktionieren wunderbar. Auch auf die Frage „Möchtest du ein bisschen schlafen?“ kennst du eine eindeutige Antwort, perfekt artikuliert in Mimik und Gestik. Nur, weil man dich nicht versteht, heißt das aber nicht, dass du nichts erzählst. Im Gegenteil! Mit „A-a“ orderst du dir das Telefon und möchtest dann deine Uroma anrufen. Ein Riesenkauderwelsch kommt da manchmal aus deinem süßen Mund, mit richtiger Satzmelodie und großen Augen – siehe Video. Ich bin gespannt, wann daraus Deutsch wird!

 

Du hast Anfang des Jahres e-n-d-l-i-c-h einen Kuschelfreund gefunden, Giraffi. Die hilft zwar nicht, wenn du nachts aufwachst – und ja, das tust du immernoch mehr als 1x – aber beim Mittagsschlaf ist sie ein treuer Freund an deiner Seite. Es sieht so niedlich aus, wenn du dir die Giraffe mit dem langen Hals zwischen Schulter und Wange klemmst, wenn ich „kuschel, kuschel“ sage, awww ❤

 

Einen Monat nach deinem Geburtstag warst du im Urlaub, eine Woche Teneriffa. Das hat dir gefallen! Die Flugdauer (5 Std) habe ich als das maximal Erträgliche empfunden, weil du noch keinen eigenen Sitz hattest, dich bewegen wolltest und an Schlaf nicht zu denken war. Und wenn man dann so eng sitzt, dass man selber kaum Luft bekommt, dem großen Kind die Stifte runterfallen und das kleine immerzu den Tisch vor sich hoch und runter klappen möchte, ist man froh, wenn man endlich da ist. In dieser einen Woche hast du geschlafen. Die ganze Nacht bis zum nächsten Morgen, mit deiner Schwester und mir im Doppelbett. Ich konnte mein Glück kaum fassen! Dieses Schlafverhalten hielt allerdings nur bis 2 Tage nach der Rückkehr an. Zu früh gefreut :/ Auch beim Osteopathen waren wir deswegen inzwischen, aber auch das hat keine Wirkung gezeigt. Letzte Hoffnung: Kindergarten.

Am Strand von Teneriffa haben wir zum ersten Mal festgestellt, dass du deine Hände nicht gern schmutzig machst. Wenn du gekleckert hast, hingefallen bist oder im Sandkasten warst, streckst du kurz danach deine Händchen in die Luft und möchtest, dass sie sauber gemacht werden. Das hast du von mir!

View this post on Instagram

Bye Bye Teneriffa! #Tenerife #blacksand #babygirl

A post shared by ✮ Vivi ✮ (@mamazweipunktnull) on

 

Du guckst dir unheimlich viel von deiner großen Schwester ab und manchmal vermute ich, du weißt gar nicht, dass du noch so klein bist, sondern denkst, du bist genau so groß wie sie. Ich kann mich nicht erinnern, dass Fiona so früh gemalt hat. Dich hingegen trifft man selten ohne Papier und Stift an. Auch die richtige Stifthaltung, die du dir abguckst, wenn deine Schwester Hausaufgaben für die Schule macht, probierst du schon aus mit deinen kleinen Fingern. So niedlich! Mit den dicken Holzbuntstiften gehst du auf alles los, was sich nicht schnell genug wehren kann. Den Couchtisch im Wohnzimmer hast du auf diese Weise verschönert und auf der AquaDoodle-Matte wolltest du mal mit etwas anderem als immer nur Blau malen. Besonders niedlich ist es, wenn ich zu Beginn einer neuen Woche meinen Timeplaner umblättere und am unteren Rand Bleistiftstriche von dir finde. An meinen Schreibtisch kommst du also offensichtlich auf Zehenspitzen gerade so ran. Außerdem liebst du Puppen, Bücher, die Registrierkasse und die große Holzkugelbahn. Motorisch bist du sehr geschickt; deine Königsdisziplin: Deckel wieder auf die Fruchtquetschis schrauben.

 

 

Du interessiert dich brennend für alles, was mit Musik zu tun hat. Das mag nach Wunschdenken meinerseits aussehen, ist es aber ganz objektiv betrachtet tatsächlich nicht. Wenn Musik läuft, gehst du ein bisschen in die Knie und wippst dabei lässig hoch und runter, das wird bestimmt mal ein neuer Tanzstil! Außerdem drückst du gerne Tasten auf allen Instrumenten, die du finden kannst. Dabei benutzt du nicht die ganze Hand mit  vielen Tasten gleichzeitig, wie es Babys normalerweise tun, sondern du suchst dir mit einem Finger ganz gezielt einzelne Tasten aus und drückst die herunter. Auch das hast du dir mit Sicherheit schon von deiner großen Schwester abgeschaut. Meine Partituren und Notenhefte sortierst du regelmäßig und markierst die schönen Stellen mit Stiften, wenn ich nicht aufpasse. In die Notenhefte guckst du so interessiert rein, als ob du sie wirklich lesen könntest.

 

Du bist ein absolutes Draußenkind und machst nichts lieber, als in den Garten oder spazieren zu gehen. Dort beschäftigst du dich ganz alleine, setzt dich auf die kleinen Kinderstühle, schiebst den Puppenwagen durch die Gegend und probierst das Bobbycar aus. Auf Englisch würde man dazu sagen: she simply enjoys herself. Nicht selten kommst du schon während des Frühstücks mit deiner Jacke oder deiner Mütze an oder bringst mir deine Schuhe, wenn ich unter der Dusche stehe. Diese Freude in deinen Augen zu sehen, wenn ich frage, ob du raus gehen möchtest, ist unbezahlbar!

 

Die schönsten Momente für mich sind die, in denen du mit deiner Schwester spielst, ich von außen zusehe und mein Glück kaum fassen kann: 2 so tolle Mädchen – und die sind meine! Oft fühlt es sich ein bisschen unwirklich an, tatsächlich eure Mama zu sein, aber es macht mich einfach nur stolz, euch beide zusammen zu sehen. Wenn du Dummheiten machst, höre ich deine Schwester rufen: „Man, Felitschi!“, z.B., wenn du ein von ihr gemachtes Puzzle in einer unbeobachteten Sekunde blitzschnell wieder auseinandernimmst, um deine motorischen Fähigkeiten unter Beweis zu stellen. Shit happens! Letztens hat sie für dich ein Auto aus einem leeren Pappkarton gebastelt, Räder ausgeschnitten, angemalt und aufgeklebt und dich damit durch die Wohnung geschoben. Ihr habt beide gequietscht vor Freude, das war so süß! Andererseits weißt du aber auch schon ganz genau, was du nicht willst und quittierst Kuschelattacken mit dem sogenannten „Nono-Ton“ – einem lauten, hohen „Ä!“. Du hast sehr konkrete Vorstellungen und kannst auch ganz schön wütend werden, wenn etwas nicht so läuft, wie du es dir gedacht hast. Neu ist auch das berühmte Fallen-Lassen, kenne ich von deiner Schwester überhaupt nicht! Letztens auf dem Stoffmarkt (viele Leute, Gedränge, unübersichtlich) wolltest du aus dem Kinderwagen raus. Ich nahm dich auf den Arm, du hast dich rausgewurmt, wolltest offensichtlich runter. Ich sagte: „Du kannst laufen, aber mit Anfassen.“ Du wolltest aber alleine laufen. Als ich dich dennoch an die Hand genommen habe, hast du dich plötzlich meckernd fallen lassen wie eines dieser Holztierchen, auf die man unten rauf drückt und die dann in sich zusammenfallen. Noch ein bisschen früh für die „terrible twos“, oder?

 

Die wohl aufregendste Zeit steht dir genau jetzt bevor: vor 3 Tagen hat für dich die Kita begonnen, du bist nun kein Baby mehr, sondern ein großes Kindergartenkind! Juchu!!

Gleich am 2. Tag konnte ich in einem anderen Raum mit den Großen Musik machen, während du in deiner Gruppe friedlich gespielt hast. Die Erzieherin war völlig von den Socken und meinte, so etwas habe sie auch noch nie erlebt. Eingewöhnung XXXL, in einem rasanten Tempo. Und sie hätte gerne mehr Kinder von der Sorte, weil du so unkompliziert bist. Ich glaube, das klappt bisher so gut (*toi toi toi*), weil du einfach glücklich über Abwechslung bist. Endlich passiert mal was. Malen, spielen, rausgehen – das ist absolut dein Ding! Wir machen genau so weiter und erhöhen deine Kitazeit jede Woche ein bisschen, ab Montag darfst du dann schon Mittag mitessen. Ich bin sehr stolz auf dich, mein kleines großes Mädchen und musste eine Träne herunterschlucken, als du am Montag ganz selbstverständlich mit deinem Rucksack auf dem Rücken und Giraffi unter dem Arm losgegangen bist „zu den Kindern“. So schnell werden sie groß…hach.

 

So aufregend und schön es ist, mitanzusehen, wie du mit allen Sinnen die Welt entdeckst und deinen Platz in ihr findest, tut es auch ein klitzekleines bisschen weh, sich buchstäblich mit großen Schritten von der kuscheligen Babyzeit zu verabschieden.

Werd‘ nicht so schnell groß, okay?

Ich hab dich lieb.

Deine Mama

Urlaubsbilderbuch Teneriffa

Grau, kalt, nass – ein typischer deutscher Winter. Da in Berlin letzte Woche Ferien waren, haben wir die effektiv genutzt und ein bisschen Sonne und Wärme getankt: auf der wunderschönen Kanareninsel Teneriffa!

Habt ihr Lust, mitzukommen auf einen kleinen Kurzurlaub vor dem PC bzw. am Handy?  
Dann klappen Sie bitte die Tische vor sich hoch, schnallen sich an und lehnen sich entspannt zurück…

Okay, das mit dem entspannten Zurücklehnen hat im Original nicht soo gut geklappt, denn im Flugzeug war es echt e-n-g. So ein 13-monatiges Laufbaby findet in Ermangelung eines eigenen Sitzplatzes die ganzen 5 Stunden auf Mamas Schoß nicht mehr so witzig. Und Ryanair hat nicht mal mehr Sitztaschen am Vordersitz! Fällt einem erst gar nicht auf, aber man glaubt nicht, wie viel man so während eines Fluges in der Hand hat! Als die Crew vor dem Abflug durch die Reihen kam und das Bordmagazin verteilte, erwiderte die Oma in der Reihe vor mir pampig: „Nee danke! Ick weeß ja nich, wo ick ‚et hinsteckn soll!“ Berliner Charme. Mein Highlight war aber die englische Stewardess, die am Essenswagen vorne stand und ihrem Kollegen im hinteren Teil des Flugzeuges eine Bestellung „weiterleitete“. Sie ruderte ententanzartig mit den Ellenbogen und formte mit dem Mund das Wort „chicken“. Geil.
Fiona bekam ein Travel Journal, ein kleines Reisetagebuch, in das man Flugdaten, Reiseroute, schönste Orte im Urlaub, Fakten über das Urlaubsland usw. eintragen konnte. Auf einer Seite waren Lücken für die Namen der Piloten und der Crew. Sie gab das Heft der netten Stewardess, die etwas später strahlend zurück kam und Fiona das Travel Journal inklusive aller Namen und mit einem Autogramm des Piloten überreichte. Wow, die war vielleicht stolz und schwärmt seitdem von „ihrem“ Käpt’n Guillermo 🙂

Wir kamen am späten Abend an und fuhren mit dem Mietwagen die wenigen Kilometer vom Aeropuerto bis nach Los Cristianos, an der Südküste Teneriffas. Dass der Balkon unseres Appartements (CheckIn Bungalows Atlantida) auffällig groß war, bemerkten wir direkt. Wie atemberaubend schön die Aussicht mit Meerblick tatsächlich war, stellten wir aber erst nach Sonnenaufgang am nächsten Morgen fest.

Hallo Urlaub!

Das WLAN dort war eine eher zickige Angelegenheit, aber es reichte am ersten Morgen, um die Wetterapp zu öffnen. Ich hatte für mich und die Kinder vorsorglich Sommerklamotten und Flip-Flops eingepackt und bekam einen kleinen Schreck beim Blick auf die aktuellen Temperaturen: 17 Grad. Würden wir die ganze Woche frieren müssen..? Nein, würden wir nicht! In den Morgen- und Abendstunden mussten wir eine Strickjacke überziehen, aber sobald die Sonne gegen 10 höher am Himmel stand, wurde es von Minute zu Minute wärmer. Die Temperaturen waren einfach perfekt: T-Shirt-Wetter, blauer Himmel und meistens keine einzige Wolke. Es war nicht so heiß, dass man in der Sonne sofort wieder ein schattiges Plätzchen gesucht hat und trotzdem warm genug, dass Fiona ausgiebig Tauchen üben konnte im Pool (bis auf das eine Mal, wo wir die Zeit vergessen hatten und ihre blauen Lippen mit Wärmflasche und heißem Tee behandeln mussten ^^) Sie hat für diesen Urlaub ein neues Schwimm-Outfit und konnte es nun natürlich kaum abwarten, endlich den „Bikini mit den Brüsten“ einzuweihen, hihi. Außerdem gab es um den Pool mehrere Spielhäuschen für die ganz Kleinen. Das fand „Felisha“, wie die Kellner sie nannten, klasse und hat sich mit ihrer dänischen „Hausnachbarin“ Maya (2 Jahre) Kritzelbriefchen „geschrieben“ und gegenseitig in den jeweiligen Briefkasten gesteckt. So süß!

Nur wenige hundert Meter von unserem Appartement entfernt (sieht auf dem Terrassenblickfoto viel weiter weg aus!) waren die süße Strandpromenade und natürlich: das „große Wasser“! Und wie schon bei Instagram geschrieben: immer wieder dieses Glück beim ersten Blick auf’s Meer! Kennt ihr?

Ich fühle mich sofort entspannt, wenn ich einfach nur auf das Meer gucke und das Wellenrauschen höre. „Gedankenstopp“ nennt sowas Hypnoseprofi Jan Becker. Dazu der Salzgeruch in der Luft, der warme Wind um die Nase und im Hintergrund der spanische Fußgängerzonentrubel. Wunderbar, das ist Urlaub für mich.
Faszinierend an Teneriffa ist nicht nur, dass die Insel quasi „neben“ Afrika liegt und dennoch zu Spanien gehört, sondern auch der schwarze Lavasand am Strand, den wir uns gläserweise abgefüllt haben.

Angekündigt als „El MUST de Canarias“ ist auf Schildern rund um die ganze Insel der Loro Parque in Puerto de la Cruz: Europas schönster Zoo, heißt es. Um dorthin zu kommen, mussten wir ein Mal rum fahren, denn wie so viele Inseln hat auch Teneriffa einen Berg in der Mitte, den El Teide. Nicht nur „El Must de Canarias“, sondern vor allem „El Must de Fiona“, denn der Loro Parque (loro = Papagei) beherbergt eine Quallenausstellung, wuooohhhh! Stolze 34€ Eintritt pro Erwachsenem und 23€ pro Kind ab 6 ließen uns ganz schön staunen. Bei den gängigen Preisen für Tierparks und Zoos bei uns (ungefähr 12€ p.P.) war ich skeptisch, ob dieser hohe Preis gerechtfertigt ist.
Ja, was soll ich sagen – er ist es zu 100%!

Pinguine, die man über und unter Wasser beobachten kann – spannend!

Einen vergleichbaren „Zoo“ habe ich noch nirgendwo auf der Welt gesehen bisher. Man hat das Gefühl, durch einen großen grünen Urwald zu laufen. Rund um die Uhr finden verschiedene Shows statt: Delfine, Papageien, Orcas, Seelöwen, etc. Der Eintritt zu den Shows ist inklusive und schon allein für die hat sich der Besuch absolut gelohnt. Meine Mama hat sogar geweint bei den Delfinen! Bei den Quallen haben wir natürlich auch eine ganze Weile verbracht; für Fiona ein Paradies, könnt ihr euch sicher vorstellen! Die hatte Quallen-Herzaugen und wollte gar nicht mehr raus.

„Hahaha, guck mal Mama, die sieht aus wie ein Blumenkohl!“

Und weil wir beim ersten Mal gar nicht alles geschafft haben, sind wir 2 Tage später mit vergünstigtem Eintritt noch mal wiedergekommen und haben dann auch Ameisenbären, Erdmännchen, Orchideengarten, Flamingos, die Loro-Show, den Hai-Tunnel und mein Highlight – die „two toed sloths“ (Faultiere) – gesehen. Außerdem haben wir die TreeTops besucht, wo man viele Treppen hochsteigt und dann auf Hängebrücken (!) in den Baumwipfeln durch den Urwald geht, viele bunte Vögel freifliegend inklusive. Nur Sonja Zietlow und Daniel Hartwich haben gefehlt 😉

Eis essen und ein bisschen die Fußgängerzone unsicher machen waren wir natürlich auch zwischendurch. Fiona hat sich beim Juwelier von ihrem ersten Zeugnisgeld eine funkelnde Seesternkette gekauft. Wo die Liebe eben hinfällt…!

 Und noch ein paar Outtakes:

Endlich eine Verwendung für’s Bidet gefunden!
der „Penisbaum“, öhöm

Na, Fernweh geweckt?

Silvester für Kinder [Last-Minute-Idee]

Meistens läuft der Silvesterabend ja so ab:
die Erwachsenen versammeln sich um den Raclettegrill und essen für die nächsten Stunden so vor sich hin. Zwischendurch wird ein Mal Dinner for One geguckt, gestückelt natürlich, weil man auf jedem Sender erst einschaltet, wenn James schon stolpert.
Dann spielen die Erwachsenen Erwachsenenspiele und irgendwann geht man raus und knallt.
Und damit Fionas Silvesterabend, bis es tatsächlich Zeit für Feuerwerk ist, nicht langweilig vor dem Fernseher oder dem Tablet abläuft, während wir o.g. Dinge tun, habe ich auf der Suche nach Inspiration bei Pinterest eine tolle Idee gefunden. Fiona ist jetzt schon ganz hibbelig und kann kaum abwarten, bis die Party endlich losgeht. Ich bin mir sicher, die Überraschung wird ihr das Warten auf Mitternacht versüßen!

Das braucht man:

* Frühstückstüten
* Krimskram für die Tüten
* Uhren ausgedruckt (Freebie z.B. von hier)

Zu jeder vollen Stunde (bei uns ab 19 Uhr) darf sie die dazugehörige Überraschungstüte öffnen. Darin sind fast jedes Mal ein paar Wunderkerzen und ansonsten kleine Spiele, mit denen sie sich selber beschäftigen kann. Ganz begeistert bin ich von dem kleinen „Malen nach Zahlen“ mit den Delfinen, aber auch mit den Seifenblasen, dem Leuchtball und der Knete wird sie ihren Spaß haben. Besonders cool ist auch das Set, um sich ein „Silvesterperlenarmband“ selber zu machen. Und ein paar Knallfrösche, Goldbienchen und Knicklichter dürfen natürlich auch nicht fehlen. [Die Mitternachtstüte leuchtete schon gestern Abend fröhlich vor sich hin…zumindest 2 von 10 Stäben. Shit happens]

 

Findet ihr die Idee auch so cool wie ich??
Einen guten Rutsch und ein glückliches Jahr 2016 wünschen wir euch!

Top 5 der witzigsten Weihnachtsspiele

Vielleicht habt ihr es mitbekommen, ich habe im Dezember fremdgebloggt bei zwei meiner liebsten Bloggerkolleginnen: bei Mama on the rocks über das Jahr 2016 und bei Nieselpriem über den ganz normalen Weihnachtsmarktwahnsinn. Heute folgt die dritte im Bunde, nämlich Tafjora, die mir im Rahmen ihrer „Bloggers Weihnacht“ ein paar Fragen gestellt hat. Traditionell öffnet sich bei ihrem Adventskalender auch auf dem jeweiligen Blog ein Türchen, hier ist meines:

Ihr kennt das bestimmt auch: 1. oder 2. Weihnachtsfeiertag, man sitzt mit den Lieben zusammen, ist voll bis unter’s Dach mit Ente, Rotkohl und Klößen und … bleibt sitzen und wartet auf das nächste Essen. Um das Ganze ein bisschen aufzulockern, habe ich ein paar weihnachtliche Spielideen für euch, und dabei haben nicht nur die Kinder Spaß!

1. Familienpantomime

Das brauchst du:
* kleine Zettel
* Stifte

Erinnert euch an lustige Begebenheiten in der Familie und schreibt sie verdeckt auf kleine Zettel, z.B., wie Oma vor einigen Jahren mal die Weihnachtsgans im Ofen vergessen hat oder dem Weihnachtsmann der Bart abgerissen ist. Die Ideen müssen auch nicht zwingend mit Weihnachten zu tun haben, bestimmt gab es über’s Jahr verteilt viele lustige Szenen, an die ihr euch erinnert. Wer dran ist, zieht einen Zettel, holt sich ggf. einen Mitspieler dazu und führt die Szene pantomimisch vor. Ein Heidenspaß, wetten?
Ihr könnt natürlich auch ganz normale Weihnachtspantomime spielen, hier ein paar Anregungen:

* Plätzchen backen
* einen Weihnachtsbaum fällen
* Geschenke einpacken
* Schneeballschlacht
* mit der Zunge eine Schneeflocke fangen (Unbedingt Fotos machen!)
* eine Schneeengel machen
* einen Schneemann bauen
* Weihnachtsbaum schmücken
Fiona, Weihnachten 2011
2. Pappteller-Partyspiel
Das brauchst du:
* Pappteller
* für jeden einen Stift
Ein wahnsinig witziges Spiel, von dem deine Familie noch lange sprechen wird! Wir haben es in abgewandelter Form auf der Einschulungsparty gespielt und es war ein voller Erfolg. Und so geht’s:
Sag den Gästen, sie sollen einen Pappteller auf ihren Kopf legen und den Stift in die Hand nehmen. Nun wird (blind) gemalt:
1. Zeichne eine Linie für den Fußboden
2. Zeichne einen Weihnachtsbaum mit Kugeln
3. Zeichne einen Stern auf die Spitze deines Baumes
4. Zeichne einen Kamin mit Feuer neben deinen Baum
5. Hänge einen Strumpf an den Kamin
6. Zeichne ein Geschenk unter den Baum
Jetzt darf sich jeder seinen Teller angucken (es wird Staunen und Gelächter geben) und dann werden Punkte vergeben und zusammengezählt.
2 Punkte, wenn der Baum den Boden berührt
2 Punkte, wenn der Strumpf den Kamin berührt
1 Punkt, wenn der Stern den Baum berührt
1 Punkt, wenn der Stern ÜBER dem Baum ist
1 Punkt für jede Weihnachtskugel, die sich am Baum befindet
1 Punkt, wenn der Kamin NICHT an den Baum rankommt (Brandgefahr!)
2 Punkte, wenn das Geschenk tatsächlich unter dem Baum liegt
 Wer die meisten Punkte erzielt, hat gewonnen!
3. Der gemalte Satz
Das brauchst du:
* Papier
*Stifte
Der erste Mitspieler schreibt oben auf das Blatt einen Satz. Das kann alles mögliche sein, z.B. „Der Weihnachtsmann ist mit seinem Rentier Rudolph unterwegs.“ Jetzt gibt er das Blatt an seinen rechten Nachbarn weiter. Der liest den Satz, faltet das Blatt so, dass die Schrift nicht mehr zu sehen ist, und zeichnet nun diesen Satz (in meinem Beispiel: Weihnachtsmann läuft mit Rentier an der Leine und leuchtender Nase). Der nächste Spieler faltet nun wieder die Zeichnung um und beschreibt sie mit einem Satz (Beispiel, je nach Zeichenkünsten natürlich: Ein Mann geht mit seinem Hund spazieren, dessen Nase blinkt) 
Das geht immer so weiter bis das Blatt voll ist. Zum Schluss wird der Ausgangssatz mit dem verglichen, was am Ende rausgekommen ist. Stille Post mal anders! Hier haben besonders Kinder großen Spaß (ggf. müsst ihr helfen und den Satz vorlesen bei den Kleineren).
4. Weihnachtsliedergeschichte
Das brauchst du:
* nichts
Dieses Spiel macht am meisten Spaß in einer großen Gruppe, ist aber auch in kleinem Kreis spielbar! 
Ich lese solche Geschichten auf unseren Konzerten vor und lasse das gesamte Publikum, in 4 Gruppen eingeteilt, mitmachen. Die sind dann immer so begeistert, dass sie die Geschichte gerne selber haben möchten. Hier sind die Spielregeln:
Gruppe 1 singt: Stille Nacht, heilige Nacht
Gruppe 2 singt: Leise rieselt der Schnee
Gruppe 3 singt: In der Weihnachtsbäckerei (klatsch klatsch)
Gruppe 4 singt: Oh Tannenbaum, oh Tannenbaum
Gruppe 5 singt: Kling Glöckchen klingelingeling
Die Mitspieler werden in 4 ungefähr gleich große Gruppen eingeteilt. Nun wird eine Geschichte vorgelesen, bei der der Spielleiter mitten beim Lesen eine bestimmte Anzahl Finger hochzeigt. Nun müssen die Gruppen reagieren und ihren Part beisteuern. Wird z.B. der Daumen hochgezeigt, singt Gruppe 1 „Stille Nacht, heilige Nacht“ (nicht weiter singen, nur den Anfang). Zeigt der Spielleiter 3 Finger, singt Gruppe 3 „In der Weihnachtsbäckerei (klatsch klatsch)“. Werden 5 Finger gezeigt, singen alle gemeinsam: „Kling Glöckchen, klingelingeling“. Nachdem jede Gruppe ein Mal geübt hat, geht es richtig los. Viel Spaß mit dem „Ganz normalen Berliner Weihnachtswahnsinn“!
Im schönen Prenzlauer Berg lebten die hübsche Mary-Chayenne und ihr Freund Joe-Maddox gemeinsam in einer angesagten Studenten-WG. Anfang Dezember erstrahlten die Häuser in einem nie dagewesenen Lichterglanz. Die Menschen stellten sich Rentiere aus bunten LEDs auf den Balkon, hingen sich kletternde Weihnachtsmänner an die Fassaden und überall lag der Geruch von Dinkelkeksen mit Zimt und Anis-Reiswaffeln in der Luft.

In einer [2] lagen Mary und Joe nebeneinander im Bett und tippten auf ihren Handys. Plötzlich sprang Joe auf und rief: [1] steht bei Wetter.com  für morgen! Es wurde also langsam Zeit, einen [4] zu kaufen und zu schmücken, bemerkte Mary. Hoch motiviert öffneten sie am nächsten Morgen das Fenster und tatsächlich: [1] und es hörte gar nicht mehr auf! Im Laufe des Tages verließ Mary und Joe die Lust, einen [4] in der Stadt zu kaufen und sie bestellten ihn stattdessen beim Onlineversand ihres Vertrauens. Amazon Prime sei Dank: schon am nächsten Tag stand der Postbote vor ihrem Haus: [5] hörten sie an der Tür und was brachte er? Natürlich ihren: [4]. Auch die Geschenke bestellten sie ausschließlich übers Internet und so kam es, dass sie ein Geräusch fast täglich an der Tür hörten: [5]. Sie bestellten die neusten iPhones, iPads, iPods und zwei Eidechsen für das Terrarium. Außerdem rief Mary heimlich [3] an und orderte die ayurvedischen Chai-Kekse, von denen Joe immer dachte, Mary hätte sie gebacken. Selber machen war aber nicht so ihr Ding, denn die Rezepte auf Chefkoch.de kamen teilweise mit abenteuerlichen Zutaten daher.  Kardamom und Koriander klangen für Mary eher wie das Zwillingspärchen aus der Nachbarschaft.

[5] – ach, der Postbote wieder? Und was brachte er heute? Mary hatte sie ganz vergessen: die  Kekse für ihren Liebsten, die extra [3]hergestellt und liebevoll verpackt worden waren!  Jetzt wurde es auch langsam Zeit, denn schon eine [2] später war es dann endlich soweit: das Fest der Liebe stand vor der Tür. Mary und Joe saßen bei veganen Plätzchen und einem koffeinfreien Latte Macchiato mit Sojamilch unter ihrem geschmückten [4] und freuten sich über den Blick aus dem Fenster, denn [1]. Später brach sie langsam über die WG herein, die [2], und das Einzige, was man hören konnte, kam dieses Mal ausnahmsweise nicht vom Postboten: [5].  
Frohe Weihnachten! 



5. Weihnachtsliederquiz
Das brauchst du:
* nichts
Wer von deiner Familie ist der Weihnachtsliederexperte? Das gilt es bei diesem Spiel herauszufinden! Der Spielleiter sagt einen deutschen Satz und alle müssen raten, auf welches bekannte Weihnachtslied diese Beschreibung passen könnte. Um es ein bisschen spannender zu gestalten, kann man die Familie in 2 Gruppen einteilen und gegeneinander spielen lassen. Welches Team zuerst richtig antwortet, bekommt einen Punkt!
1. Ein Tier ohne Freunde mit einer besonderen Aufgabe und einem farbigen Körperteil
2. Alles voller Mehl, das Ei auf dem Fußboden, die Kekse verbrannt
3. Kristallines H2O fällt lautlos auf stehende Gewässer
4. Eine jahreszeitenunabhängige Grünpflanze 
5. La celebration en Mexico y Espana
6. Jedes Jahr auf’s Neue der gute Vorsatz, das Herz nicht zu schnell zu verschenken
7. Ein Minderjähriger mit Rhythmusinstrument
8. Englische Grußworte mit Sprung in der Platte
9. Der Jüngling mit der blonden Mähne möge ruhig nächtigen
10. Der englische Traum vom jahreszeitentypischen Niederschlag
11. Gut gelaunter, beglückter Jahresausklang
12. Schwingende, hohle Metallkörper, kohlehydrathaltig anzuhören
13. Israelische Kindertagesstätte unter freiem Himmel
14. Am nächsten Werktag erscheint ein dicker Mann mit Sack
15. Teile des Alphabets und ein Vertreter der Gattung felidae mit Fußbedeckung
16. Alter Mann mit Bart und weißem Pferd klopft an
17. Eine Schlittenfahrt, begleitet von hellklingenden Orff-Instrumenten
18. Kühe, Schafe, Trompete, Pferd und Trommel bringt der Weihnachtsmann
19. Für Schwache, Starke, Reiche, Arme, Schwarze und Weiße: Fröhliche Weihnachten und ein Frohes Neues Jahr
20. Grußworte zum Jahresende und olfaktorische Genüsse im ganzen Haus
Lösungen:
1. Rudolph the rednosed reindeer
2. In der Weihnachtsbäckerei
3. Leise rieselt der Schnee
4. Oh Tannenbaum
5. Feliz Navidad
6. Last Christmas
7. Der kleine Trommler
8. We wish you a merry christmas
9. Stille Nacht
10. White Christmas
11. O du fröhliche
12. Süßer die Glocken nie klingen
13. Ihr Kinderlein kommet
14. Morgen kommt der Weihnachtsmann
15. ABC, die Katze lief im Schnee
16. Bald nun ist Weihnachtszeit
17. Jingle Bells
18. Eine Muh, eine Mäh, eine Täterätätä
19. Happy X-Mas
20. Fröhliche Weihnacht überall
P.S. Buy 5, get one free: 
Wer es gerne albern mag oder aber mit Kindern Weihnachten feiert (dann hat man keine Wahl!), hier noch ein kleines Extra Partyspiel für die Tonnen an Weihnachtsplätzchen, die ihr gebacken habt. 
Ihr habt 1 Minute Zeit und müsst es schaffen, einen Keks von eurer Stirn in euren Mund zu befördern OHNE die Hände zu benutzen. Ihr werdet Muskelkater haben vom Lachen, versprochen!

12 Monate kleines F – Geburtstagsbrief

Mein liebes Baby, das du offiziell ab heute keines mehr bist,

ich kann es kaum glauben, aber wir feiern heute tatsächlich deinen allerersten Geburtstag!
Konfetti, Luftschlangen und ganz viele Kuchenkrümel – Happy Birthday, mein kleiner Schatz!
Ein ganzes Jahr ist vorbei, 12 Monate mit dir in unserer Mitte.
Es ist stressiger, anstrengender und turbulenter als es vorher war, aber auch viel, viel schöner!

In den 3 Monaten seit dem letzten Brief konnte man fast täglich dabei zugucken, wie aus dem Baby ein kleiner Mensch geworden ist. Ich könnte stundenlang zuhören, wenn du mit deiner süßen Stimme „Mama“, „Papa“ oder „Sasa“ sagst. Wenn man dir etwas gibt, sagst du „Datte“ und wenn du ein angelutschtes Stück Toast großzügig weiterverschenkst, sagst du „Ditt“. Ich nehme an, du bist ein sehr höfliches Baby und übersetze das frei als „Danke“ und „Bitte“. Neben Küsschen, die du gerne verschenkst, streichelst du nun auch und sagst dabei „Eyyy“ – dabei schmelze ich fast, das ist sooo niedlich! Du streichelst übrigens auch deine eigenen Oberschenkel, jedes Mal, wenn du eine neue Windel bekommst: „Eiii“.

Im September schrieb ich, dass du nach wie vor nicht krabbelst und auch sonst kaum Anstalten zur Fortbewegung machst. Das hat sich im letzten Vierteljahr aber grundlegend geändert! Vor 6 Wochen hast du dich erst alleine hingestellt und wenig später bist du auf ein Mal losgekrabbelt, anfangs noch mit einer eleganten Ich-krabbel-eine-Beinlänge-und-setze-mich-dann-sicherheitshalber-schnell-wieder-auf-den-Po-Geste. Anfang Dezember hast du deine ersten Schritte gemacht. Das geht alles so wahnsinnig schnell im Moment! Du läufst eigentlich so gut wie alleine in den Lauflernschuhen deiner großen Schwester, brauchst aber noch die „psychologische“ Hand als Back-Up. Dass das so ist, haben wir gesehen, als deine Jacke auf der Bank lag und du sie genommen hast und losgelaufen bist, bis du gemerkt hast, dass in der Jacke niemand drinsteckt. Ups! Schnell hinsetzen…

Wenn du Musik hörst („Jingle Bells“ ist dein Lieblingssong) wackelst du mit dem Oberkörper wild hin und her und applaudierst, wie es sich gehört. Du klopfst mit deiner kleinen Hand auf die Brust, um zu zeigen, dass es dir schmeckt, besonders gerne, wenn du in der Hand noch das Toaststückchen mit der Himbeermarmelade hältst…  Du nimmst alleine deinen Schal und deine Mütze und legst sie dir auf den Kopf und wenn man dir die Babybürste gibt, „kämmst“ du dir die Haare. Du lachst und streckst deine Ärmchen in die Höhe, wenn man fragt, wie groß du bist und du liebst es, im Laufgitter stehend am Klavier Musik zu machen, während ich am Computer arbeite (Wer den Widerspruch im letzten Satz erkennt, darf jetzt wissend grinsen). Nimmst du etwas, von dem du genau weißt, dass du es nicht darfst, guckst du mich an und schüttelst entschlossen deinen kleinen Kopf. Nein, nein.

5min-Chaos, als ich kurz mal nicht hingeguckt habe…

Deine Lieblingsbücher sind alle aus der Reihe „Mein erstes Buch von…“. Wir haben bis auf wenige Ausnahmen alle, denn erstens steckst du zu gerne deinen kleinen Zeigefinger in ein Loch und ziehst den Schieber hoch („Wo ist der Löwe? Und wo sind die Bienchen?“) und zweitens muss man sich ja informieren! Immerhin kanst du schon einen Affen nachahmen. Herrlich! Besonders beim Frühstück brauchst du gute Lektüre, damit das mit dem Essen funktioniert. Was würden wir ohne diese Bücher machen! Eines ist schon so zerlesen, dass es am Buchrücken auseinandergefallen ist und die Seiten nach mehrmaligem Zusammenkleben (Babykeks wird hart wie Zement!) und Ablösen kaum noch zu erkennen sind. Der halbe Bär klebt z.B. auf der gegenüberliegenden Seite, hat keinen Kopf mehr und der Bienenstock ist komplett abgerissen. Ich glaube, dieses spezielle Lieblingsbuch kaufen wir irgendwann einfach nochmal neu.

Du bist in jeder Hinsicht ein sehr extremes Baby – wenn du gut drauf bist, dann steckst du alle damit an, quatschst, lachst, flirtest und tanzt in einer Tour. Wenn dir allerdings etwas nicht passt, wirst du von 0 auf 100 so wütend, wie man es sich nicht vorstellen kann! Letztens hattest du ein Handy mit einer Tierstimmenapp in der Hand. Mit einer gezielten Bewegung hast du immer die App weg gedrückt und dich dann geärgert. Beim Versuch, dir das Handy aus der Hand zu nehmen, um die App neu zu starten, hast du es so festgehalten, dass du es dir versehentlich an die Stirn gehauen hast! Auch darf man nicht auf die Idee kommen, dir ein Musikinstrument weg zu nehmen oder dich von einem zu „entfernen“. Ganz dünnes Eis!

Bei der Kinderärztin steht mitten im Wartezimmer ein kleiner Tisch mit Malbüchern und Stiften drauf. Da standest du eine ganze Weile mit Stift in der Hand und hast zum ersten Mal in deinem Leben gemalt, und wie! Heute bekommst du eine große Packung dicke Baby-Wachsmalstifte ganz für dich alleine. Außerdem gibt es für dich zum 1. Geburtstag eine Holzkugelbahn. Als ich sie aus dem Karton geholt habe, durftest du schon kurz probieren. Du hast die Kugel zielsicher auf die Bahn gelegt und warst immer ein kleines bisschen zu langsam, wenn du sie beim Rollen fangen wolltest. Zu süß! Die Ärztin wollte wissen, ob du klatschst, winkst, „Mama“ und „Papa“ sagst etc. und, ob du Fussel aufsammelst. Ja, zuverlässig jeden einzelnen! Du bist zarte 76cm groß und wiegst nicht ganz 9kg, Größe 80 passt also noch locker eine Weile.

Was du unbedingt noch lernen musst, ist SCHLAFEN. Ich habe noch nie so wenig geschlafen wie in diesem Jahr. Du wirst jede Nacht noch mehrmals wach, schläfst sehr spät ein und machst tagsüber wenn, dann nur kurz deine Augen zu. Das komplette Gegenteil von deiner großen Schwester! Ich stille dich noch abends vor dem Einschlafen kurz und eben nachts. Wahrscheinlich müssen wir das sein lassen, damit du endlich durchschlafen kannst. Aber ich genieße diese kleine abendliche Kuscheleinheit, in der du mal nicht stehen übst, auf mir rumturnst oder knetest, auch noch sehr. Du nimmst immer noch keinen Nuckel oder Daumen und hast bisher nichts gefunden, womit du dich beruhigen kannst. Deine Schwester hatte mit 1 Jahr schon längst Liemhasi als besten Freund…
An der Zahnfront hat sich seit dem letzten Brief nichts getan: du hast nach wie vor 2 Schneidezähne unten und 2 große oben, mit denen du wunderbar bei uns mitessen kannst. Richtiges Essen von einer richtigen Gabel möchtest du jetzt und nicht mehr diese durchgedrehte Pampe!
In der Manduca bist du immer noch viel, auch wenn du nicht mehr so entspannt darin schläfst, wie noch vor einigen Monaten. Aber darin abhängen, während ich koche, findest du immer noch cool.

Heute Nachmittag kommen die Familie und ein paar unserer liebsten Freunde zum Kaffee, du ziehst dein Geburtstagskleidchen mit den goldenen Punkten an und dann wirst du gefeiert, kleines F!
Und am Abend werde ich mich daran erinnern, wie ich vor genau 1 Jahr um 18.30 Uhr im Krankenhaushemdchen und den roten Stoppersocken im dunklen Vorwehenzimmer neben dem beleuchteten Weihnachtsbaum saß und atmete… und wie um 19:25 Uhr die Welt für einen Moment stehen blieb, als ich dich das erste Mal sah ❤

Happy 1st Birthday, Babygirl!

Dinovember

Letztes Jahr im November habe ich bei Twitter Bilder von Dinosauriern gesehen, die Kinderzimmer verwüstet, Süßigkeitenvorräte geplündert und Blumentöpfe umgekippt haben. Gezieltes Googeln brachte Licht ins Dunkel: Dinovember! Ein Ehepaar aus Tuma in den USA hatte 2012 die Idee, die Spielzeugdinos ihrer 4 Kinder in der Nacht lebendig werden zu lassen.


„Wir wollten, dass unsere Kinder ihren Sinn für Wunder und ihre Vorstellungskraft nicht verlieren“ sagen sie. „In einer Zeit, in der die Antworten auf alle Fragen der Welt nur eine Web-Suche entfernt sind, wollten wir, dass unsere Kinder etwas Geheimnisvolles erleben.“

Sie liefern sich Essenschlachten, beschmieren Wände mit Spraydosen und verteilen das Toilettenpapier in der ganzen Wohnung. Inzwischen haben sie sogar 2 Bücher herausgebracht – die Eheleute, nicht die Dinos.
Ich war sofort begeistert von der Idee und habe schon sehnsüchtig auf den November gewartet. Ein paar Dinosaurier mussten noch bei uns einziehen und dann konnte der Spaß losgehen. Fiona war völlig aus dem Häuschen. Jeden Tag sprang sie aus dem Bett um die Dinos zu suchen und mir aufgeregt zu erzählen, was sie nun wieder angestellt hatten. Und zum Teil haben sie wirklich ganz schöne Dummheiten gemacht!
Wir hatten unglaublich viel Spaß im Dinovember, auch wenn die nächtlichen Dekorationsarbeiten manchmal ein bisschen viel des eh schon raren Nachtschlafs gekostet haben. Aber das war es wert!
Unsere 30 verrückten Dino-Nächte, hier sind sie:

//platform.instagram.com/en_US/embeds.js

//platform.instagram.com/en_US/embeds.js

//platform.instagram.com/en_US/embeds.js

//platform.instagram.com/en_US/embeds.js

//platform.instagram.com/en_US/embeds.js

//platform.instagram.com/en_US/embeds.js

//platform.instagram.com/en_US/embeds.js

//platform.instagram.com/en_US/embeds.js

//platform.instagram.com/en_US/embeds.js

//platform.instagram.com/en_US/embeds.js

//platform.instagram.com/en_US/embeds.js

//platform.instagram.com/en_US/embeds.js

//platform.instagram.com/en_US/embeds.js

//platform.instagram.com/en_US/embeds.js

//platform.instagram.com/en_US/embeds.js

//platform.instagram.com/en_US/embeds.js

//platform.instagram.com/en_US/embeds.js

//platform.instagram.com/en_US/embeds.js

//platform.instagram.com/en_US/embeds.js

Ein von Vivi (@mamazweipunktnull) gepostetes Foto am 19. Nov 2015 um 23:27 Uhr

//platform.instagram.com/en_US/embeds.js

Ein von Vivi (@mamazweipunktnull) gepostetes Foto am 21. Nov 2015 um 2:17 Uhr

//platform.instagram.com/en_US/embeds.js

//platform.instagram.com/en_US/embeds.js

//platform.instagram.com/en_US/embeds.js

//platform.instagram.com/en_US/embeds.js

//platform.instagram.com/en_US/embeds.js

//platform.instagram.com/en_US/embeds.js

//platform.instagram.com/en_US/embeds.js

//platform.instagram.com/en_US/embeds.js

//platform.instagram.com/en_US/embeds.js

//platform.instagram.com/en_US/embeds.js