Nummer 3

Wie viele Monate schiebe ich diesen Post jetzt schon vor mir her… obwohl es mir eigentlich ein Bedürfnis ist, darüber zu schreiben. Aber kennt ihr das, wenn die richtigen Worte fehlen?

Gestern Abend las ich den Artikel von Halima über ihren 3. Kinderwunsch, den sie sich aller Wahrscheinlichkeit nach nicht mehr erfüllen möchte, obwohl er da ist. Und plötzlich hatte ich das Gefühl, es ihr schuldig zu sein, unserer Nummer 3.

20.11.2017

„Nachdem ich 3 Tage gefangen war in einer Seifenblase, in der die Welt einfach angehalten hat und die Zeit um mich herum still stand, sickert jetzt so langsam in mein Bewusstsein, was ich vor 72 Stunden erfahren habe: ich bin schwanger.“

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Mit dem Kinderwunsch ist das ja so eine Sache. Beim ersten Kind war ich noch sehr jung, 22 Jahre alt. Ich habe zu dieser Zeit gerade mein Musikstudium beendet und bekam nach dem Abschluss also erst mal unsere Tochter. Als sich nach etwa 3 Jahren der Gedanke an ein Geschwisterchen bemerkbar machte (ringsherum plötzlich nur noch Schwangere, Babys, Kinderwägen, hach – ihr kennt das!), dauerte es geschlagene anderthalb Jahre, viele Auf und Abs und eine Fehlgeburt, bis sich Tochter Nummer 2 endlich auf den Weg machte. Mama, Papa, 2 Kinder. 4er-Familie. Komplett, also? Ich erinnere mich noch gut an die 2. Schwangerschaft und die ersten Wochen mit dem Neugeborenen, in denen ich nicht nur 1x wehmütig dachte: „Das soll das letzte Mal gewesen sein?“. Ich lief mit unserer frisch geborenen Tochter auf dem Arm einen Tag nach der Geburt über die Wöchnerinnenstation des Krankenhauses, atmete ihren Babyduft ein und mir kamen die Tränen. Meine letzte Geburt, mein letztes Baby??

Die ersten Monate mit Nummer 2 – ach was sag ich, to be honest: die ersten anderthalb Jahre – gestalteten sich als wahre Herausforderung. Das ruhige, ausgeglichene, zufriedene Baby, das die große Schwester mal gewesen ist, war hier nur ein ferner Wunschtraum. Dieses zweite Kind schlief nicht oder nur sehr selten. Es forderte immer 150% Aufmerksamkeit, es schrie und ließ sich nur schwer beruhigen, es war die meiste Zeit unzufrieden mit sich und der Welt. Da halfen kein Osteopath, keine Federwiege, keine Globuli und erst recht kein „So-lernen-Kinder-schlafen-(ohne schreien lassen)-Buch. Ich war am Ende, sowohl körperlich als auch psychisch. Dieses Baby verlangte mir alles ab und die Doppelbelastung Selbstständigkeit und Familie + Schlafentzug brachte mich sehr nah an meine Grenzen.

Der Gedanke an ein mögliches 3. Kind war demzufolge in sehr, sehr weite Ferne gerutscht. Ok, ich bin Anfang 30. Es ist noch nicht so, dass die biologische Uhr wahnsinnig laut tickt. Aber würde ich das irgendwann später überhaupt noch ein Mal schaffen? Noch mal die anstrengende erste Zeit? Was, wenn das Dritte wieder nicht schlafen würde? Rückblickend muss ich zugeben, dieser 3. Kinderwunsch war trotzdem da. Die ganze Zeit über. Er war versteckt in einer der hintersten Ecken und gut verschlossen. Aber er war da. Ich begnügte mich mit dem Gedanken „Vielleicht in ein paar Jahren noch einen Nachzügler“, ahnte aber insgeheim, dass wenn die Kinder erst groß sind, ich sicher nicht den Mut und die Kraft hätte, noch ein Mal „von vorne“ anzufangen. Immerhin wird unsere erste Tochter dieses Jahr 9.

Als ich dann aber im November 2017 den zweiten Strich auf dem Schwangerschaftstest gesehen und nach 3 Tagen „Schockstarre“ realisiert habe, dass sich trotz im Zeitfenster genommener „Pille Danach“ (!) ein Löwenembryo eingenistet hat, der trotz widrigster Umstände den Weg zu uns gefunden hat, wusste ich, dass wir dieses 3. Wunder bekommen werden.

Inzwischen bin ich Anfang 7. Monat, der Bauch ist nicht mehr zu übersehen und mit jedem „Hallo“ aus dem Bauch wächst die Liebe zu unserem 3. Mädchen, obwohl natürlich die Angst vor den ersten Monaten und dem möglichen Temperament der kleinen Löwin nicht weg ist! Aber in hormongetränkte, rosa Watte eingepackt ist sie momentan, haha. Ich kann nicht sagen, ob ich mich in ein paar Jahren tatsächlich noch mal bereit dafür gefühlt hätte oder ob es (vermutlich eher) bei den zwei Damen geblieben wäre. Auf jeden Fall bin ich inzwischen sehr froh, dass das Löwenbaby mir diese Entscheidung abgenommen hat. Denn dieses dritte Kind, das vielleicht auf Ewig „nur“ einen wir-sind-noch-nicht-vollständig-Platz in meinem Herzen gehabt hätte, hat nun einen Platz in meinem Bauch gefunden. Und darüber könnte ich nicht glücklicher sein!

Welcome to the family, little one!

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Wenn die Flügel wachsen…

Vorletzte Nacht schlich ich mich zu den Kindern in (mein) Bett und kuschelte mich an das schlafende Schulkind. Ja, die Mädels schlafen momentan beide im Elternbett, wo Papa freiwillig das Feld geräumt hat und vorübergehend ins Wohnzimmer umgezogen ist. Sie brauchen sich trotz aller Kabbeleien und sie brauchen mich im Moment. Das Gitterbett dient als Buch- und Kuscheltierablage und die Betten im Kinderzimmer sind nur Deko. Aber ich fühle, dass es ihnen so, wie es gerade ist, Halt und Sicherheit gibt, dass sie die Nähe und Geborgenheit des Familienbettes suchen. Und eines Tages wird es, ohne dass wir das vorher ahnen, das letzte Mal gewesen sein. Die Zeit geht viel zu schnell vorbei. Also habe ich mir vorgenommen, meine 20cm Betthälfte zu genießen, so lange die Kinder sie noch mit mir teilen.

Jedenfalls lag ich da so neben meiner schlafenden, großen Tochter und schaute sie an im schwachen Licht der Straßenlaterne, die durch unser Fenster schien. Ihr wunderschönes Profil: ihre perfekten Lippen, ihre langen Wimpern, ihre dunklen Augenbrauen, die Rundung ihrer Nase, ihr wunderschöner Mund, der inzwischen schon so viele schlaue Dinge sagt. Ich lauschte ihrem gleichmäßigen Atem. Und plötzlich liefen mir Tränen die Wangen herunter.

In meinem Kopf spielte sich ein Film ab

Lauter Erinnerungsfetzen von diesem, meinem ersten Kind. Auf ein Mal sah ich sie, wie sie auf der Schaukel saß und lachte, ihr helles, klares Kinderlachen, „Bitte anschaukeln, Mama!“. Wie sie in meinen viel zu großen Absatzschuhen durch die Wohnung lief, in ihrem Hochstuhl sitzend „Kling Glöckchen“ sang, wie sie ihre allerersten Lieder auf der Melodica spielen lernte und wie wir zusammen über die Hängebrücke auf dem Spielplatz kletterten. Ich sah sie an und mir wurde in diesem Moment in der Nacht bewusst, dass dieser kleine Mensch nicht mehr da ist. Sie ist jetzt jemand anderes. Wie Berlinmittemom es letztens so treffend beschrieben hat: sie ist eine andere Version von sich selbst. Ich liebe sie mit jedem Tag noch ein bisschen mehr und ich könnte nicht stolzer auf meine große, selbstbewusste Tochter sein. Aber die kleine Fiona, diese, die ich auf meinen Schultern durch den Tierpark getragen und beim Fahrradfahrenlernen festgehalten habe, die ist nicht mehr da. Die Babyzeit, IHRE Babyzeit, mit ihrem einzigartigen Geruch, mit winzigen Füßen, kleinen Händchenabdrücken in Salzteig und mit ersten Schritten an meiner Hand – die ist unwiederbringlich vorüber. Mit jedem Milchzahn, den sie verliert, wird sie ein Stück erwachsener und selbstständiger. Schöner und klüger. Lustiger und mutiger. Umso mehr genieße ich die kleinen, seltenen Momente, in denen sie zeigt, dass sie zwar eine tolle große Schwester, aber eigentlich doch selber manchmal noch klein und kuschelbedürftig ist und meine Nähe sucht.

An meiner Hand läuft noch ein anderes kleines Mädchen, eines, das fast täglich Neues lernt und gerade mittendrin in der Entwicklung ihrer eigenen kleinen Persönlichkeit ist. Mamasein zum zweiten Mal erleben – das fühlt sich ganz anders an. Ich liebe meine Kinder nicht gleich. Ich liebe sie beide bis ans Ende der Welt, aber auf ganz unterschiedliche Arten. Die beiden könnten nicht verschiedener sein! Man erlebt die Meilensteine des ersten Kindes mit dem zweiten nicht einfach noch mal, man erlebt sie mit jedem Kind anders. Dem kleinen wachsen gerade Wurzeln, dem Schulkind jeden Tag etwas größere Flügel…

In dieser Nacht streichelte ich gedankenverloren ihre Handfläche, als sie, immer noch schlafend, ihre Finger um meine legte. As long as I’m living, my baby you’ll be… ❤

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18 Monate kleines F

Anderthalb Jahre – du bist jetzt schon 2x so lange auf der Welt, wie du in meinem Bauch warst! Wenn mir in den vergangenen Wochen immer mal wieder Neugeborenenbilder in die Twitter-Timeline Bilder gespült wurden, konnte ich den Anblick gar nicht so richtig verarbeiten. Immerhin sehe ich dich immer noch als mein Baby („as long as I’m living, my baby you’ll be“), aber im direkten Vergleich muss ich zugeben, dass du irgendwie doch schon ganz schön groß bist!

Gerade in den vergangenen 3 Monaten hast du dich wahnsinnig entwickelt, Kindergarten sei Dank! Über unseren steinigen Weg der Eingewöhnung habe ich ja hier schon geschrieben. Inzwischen bist du angekommen in deinem neuen Alltag und du liebst es, im Garten mit den anderen Kindern zu spielen, zu malen, zu klecksen, zu buddeln und ein Teil der Gruppe zu sein!

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Speziell deine Sandkasten-Skills hast du enorm ausgebaut: du backst jetzt Kuchen, hantierst souverän mit der Schippe, füllst die Förmchen, kippst sie auf dem Rand um und klopfst drauf. Dass der Rand bei unserem Muschel-Sandkasten im Gegensatz zu dem in der Kita nur wenige Zentimeter breit ist, ignorierst du dabei gekonnt. Schlimmer noch, bis vor ein paar Wochen hatten wir gar keinen funktionierenden Sandkasten in unserem Garten, weil der alte aus den Vorjahren Opfer einer Überschwemmung und inzwischen zu einem Biotop geworden war. Eltern kennen das Problem. In Ermangelung an Alternativen hast du dich einfach auf die Terrasse gesetzt und mit übriggebliebenem Sandspielzeug schwarze Erde auf dein helles Kleid geschaufelt. Wir sind noch am gleichen Tag in den Baumarkt gefahren ^^

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Aus einem Bauchgefühl heraus habe ich vor einigen Wochen einen Termin beim HNO vereinbart, obwohl unsere Kinderärztin mir nicht dazu geraten hat („Alles ganz normal, Late-Talker“, etc.). Irritiert hat mich, dass du absolut kein Late Talker bist, sondern von Anfang an sehr viel gesprochen hast, nur eben nicht Deutsch. Und tatsächlich: der Hörtest hat ergeben, dass du Schleim hinter beiden Trommelfellen hast und deshalb in Etwa so hörst, als wenn wir uns die Ohren zuhalten. Also du hörst zwar, aber alles nicht so genau und deutlich. Und so klingt auch dein Reden. Inzwischen sagst du neben „Mama“ und „Papa“ hauptsächlich (und sehr deutlich!) „ja“ und „nein“ und „heißßß“ und „(k)alt“. Wenn man davon ausgehen kann, dass dein Wortschatz nach Wichtigkeit geht, wundert mich nicht, dass „Eis!“ bei den Vokabeln auch weit vorne mit dabei ist. Bei „Nana“ sind wir uns nicht ganz sicher, ob das der Spitzname für deine Schwester (FioNA), „neinnein“ oder sogar besitzanzeigend: „meiner?“ sein soll. Aber meistens trifft es eh gleichzeitig auf alles drei zu, haha. Du verstehst alles, kannst komplexen Aufforderungen folgen und weißt genau, was du willst. „Die!“ ist übrigens momentan das Universal-Wort für „das da“. Morgens frage ich immer, welche Schuhe du anziehen möchtest. Ich halte sie hoch und sage: „Die? .. oder die?“. Das hast du übernommen und sagst jetzt, wenn du auf etwas zeigst, das du haben (essen/trinken) möchtest, ebenfalls „die!“. Dieser Gag funktioniert übrigens am besten, wenn wir in Gesellschaft sind, ich dich rittlings auf den Schoß nehme, du mit deinem kleinen Zeigefinger auf meine Brust tippst und dazu laut „Die! Die!“ rufst. Für euch getestet.

(Ja, ich stille abends/nachts tatsächlich immer noch und hätte mir das nie träumen lassen. Aber solange ich das Gefühl habe, dass du „die“ noch brauchst, um runterzukommen und dich von dem Tag zu erholen, behalten wir das auch so bei. We don’t care what people say.)

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Vor deiner Geburt habe ich oft gelesen, dass das zweite Kind dann einfach mitlaufe, in seinen Platz in der Familie hineingeboren werde und so unkompliziert sei. Das kann ich so nicht unterschreiben. Du bist zu einer richtigen kleinen Persönlichkeit geworden und denkst nicht daran, einfach irgendwo mitzulaufen! Du hast dir deinen Posten in der Familie hart erkämpft und wirst den Thron nicht so schnell aufgeben! Mit „Ziegenbockaugen“, also stark gerunzelter Stirn, vertrittst du in Babynesisch deinen Standpunkt und brüllst auch mal aus heiterem Himmel los, wenn etwas nicht so läuft, wie du es dir vorstellst! Einfach aus Bock! Und wenn man dann das Gefühl hat, dass du NUR meckerst und man dir einfach nichts recht machen kann (und du ja auch noch nicht sagst, was los ist) – das sind die Momente, in denen ich ganz sicher bin, dass meine Kraft nie für mehr als 2 Kinder reichen würde…

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Deine Schwester soll dich möglichst nicht anfassen, denn du willst alles A-L-L-E-I-N-E machen. Es sei denn, sie funktioniert als Handlanger für Dummheiten, das ist dann etwas anderes. Abends sagt ihr euch Gute-Nacht mit „Küsschen, Ei, Winkewinke“, also – eigentlich selbsterklärend – Kuss, streicheln und winken. Awww! Geschwisterplüsch gibt es nicht soo oft, aber wenn, dann läuft beinahe mein Herz über. Euch zwei Lieblingsmenschen so zu sehen und zu wissen, dass ihr euch immer haben werdet, weil Blut dicker ist als Wasser, ist eines der schönsten Gefühle, die es gibt ❤ ❤ ❤ (und dann sind auch die Gedanken von weiter oben irgendwie wieder relativ, hihi)

Dass du Musik magst, ist ja schon hinlänglich bekannt. Inzwischen hast du ein eindeutiges und unangefochtenes Lieblingslied: „Baby Shark“! Das singe ich mit meinen Kita-Kindern in der Früherziehung und als ich es zu Hause mal angemacht habe, hielt es dich nicht mehr auf deinem Stuhl. Erst wird mit Daumen und Zeigefinger der „Baby Shark“ gezeigt, danach mit beiden Händen (als Maul) „Mommy Shark“, dann die gleiche Bewegung in groß als „Daddy Shark“ usw. Du tanzt dabei so, dass deine Moves dich regelmäßig umwerfen, und zwar ganz wortwörtlich. Zuckersüß! Und wenn du mit Daumen und Zeigefinger Baby Shark zeigst, schmelze ich. Hach…

Außerdem telefonierst du mit allem. Ja, wirklich mit allem. Egal, ob mit dem Deckel der Cremedose, mit meinem Autoschlüssel oder kürzlich mit einem Stück Kuchen, das du dir ans Ohr gehalten hast. „Ja?“

Für Puppen hat sich deine Schwester nie wirklich interessiert. Du dagegen fährst täglich mit dem kleinen klapprigen Puppenwagen über den Hof, veranstaltest Teepartys und zeigst deiner Püppi die Welt.

 

Mit deinem Lieblingsbuch („Das Orchester der Tiere“) haben wir schon ganze Arztpraxen erheitert. Man stelle sich vor, peinliche Stille in einem überfüllten Wartezimmer: die einen gucken zu Boden, die anderen in ihr Smartphone, die nächsten füllen gerade den Anamnesebogen aus. Und mittendrin schlägst du dein Buch auf, drückst auf einen Knopf und schon spielt das ganze Orchester aus dem „Karneval der Tiere“. Und weil es so schön war, gleich noch mal… Bücher müssen bei dir ja immer ziemlich leiden, und so hat auch dieses mittlerweile schon einige Seiten gelassen.

 

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Es ist so schön, dir beim Großwerden zuzusehen und dich auf deinem Weg in die Welt zu begleiten; zu sehen, wie du dich freust, wie du strahlst, wie du staunst und (nicht zuletzt) wie du schläfst.

Happy one-and-a-half birthday, mein Schatz!

Best-Of Jan/Feb

Habt ihr Lust auf die schönsten Fotos aus unserem Jahresbeginn 2016?
Dann nehme ich euch mit auf einen kleinen Januar-Februar-Insta-Rückblick in Bildern.
Kindermund-Zitate gibt es weiter unten natürlich auch!

Ein Foto als Ausmalbild gedruckt und bunte Haare gepustet
Fingerstricken!
Happy Birthday to me – hallo 29! Ab jetzt für immer ^^
im Schnee mit Schlitten zur Schule, ein großer Spaß!
Olaf
Für den Fasching 2016 ein Minion-Mädchen genäht
eingeschlafen auf Opas Schoß
Winterromantik in Berlin
My-little-Pony-Zeichnungen mit klebrigsüßen Namen wie „Rainbow Dash“ und „Pinky Pie“
Bollerwagenidylle am letzten Schultag vor den Ferien
das erste Zeugnis!
Winterferien: eine Woche Sonne auf Teneriffa
Endlich mal die Einschulungskarten hübsch im Rahmen organisiert
Das Schönste, das ich je verschenkt habe, für meine Mama zum 65.
Des Forschers liebste Beschäftigung: ordnen und systematisieren
Schöne Verwendung für den Urlaubssand (Rahmen: RIBBA von Ikea)
Geschwisterplüsch
ein neues Sport-Shirt für’s Schulkind genäht
„Guten Morgen, Berlin!“
„Wir“ tanzen auf dem Tisch
Paradies meiner Kindheit: Kletterreifen bei meiner Oma vor der Tür, hach
Maestro am Xylophon

Der Kinder liebste Tradition: Wannensnack am Sonntag Abend
Kranksein ist eine blöde Kuh, denn…
…wir hatten doch extra einen Ufo-Kuchen für die Weltraumparty in der Schule gebacken…
…und das passende Kostüm aus unserem Konzert-Fundus rausgesucht
Füchse vernäht
Rico, Private, Kowalski und Skipper: aus Playmais

Und hier sind die Zitate der letzten Wochen:
Fiona ist 6 Jahre und 4 Monate alt.
Bleigießen am Silvesterabend.
Fiona: „Hm, mein Blei sieht aus wie ’ne Flugratte.“
Wir lüften am Neujahrstag.
Sie: „Boah, die Luft riecht noch nach Silvester…“
„Ich glaube, mein Bauch ist eingeschlafen.“
„Warum können eigentlich Vögel fliegen?
Die haben doch auch Schwerkraft!“
Ich: „Sasa und ich fahren Donnerstag ins Stoffhaus.“
Fiona: „Kann ich mit?“
Ich: „Du bist in der Schule.“
Fiona: „Voll unfair! Ich muss arbeiten und ihr könnt euch amüsieren.“
„Mama, mein Bleistift schreibt nicht mehr. Der brauch eine neue Pupille.“
Im Familienfotobuch 2015 steht hinten ein Best-Of von Fiona-Zitaten drin.
Sie: „Cool, liest du mir mal meine Witze vor?“
 Sie bekommt ein Fuchs-Kuscheltier geschenkt und sagt zu ihm:
„Du kannst ein bisschen mit Hasi abhängen, Mr. Fuchs.“

Hundekot auf dem Gehweg.
Fiona: „Wenn der Hund talentiert gewesen wäre, 
hätte er die Kacke mit dem Fuß weggeschoben.“

Wir lassen eine Geburtstagsrakete steigen.
Ich: „Und jetzt schnell weg, eigentlich darf man das nur zu Silvester.“
Fiona: „Ist das im Namen des Gesetzes?“

„Da ist immer so viel los. Dieser ganze Trumbummel.“

Sie guckt auf die Uhr:
„Also wenn der kleine Zeiger sich ein bisschen beeilt,
ist es gleich halb 9.“

Ich schreibe ihr eine Entschuldigung.
Sie: „Lies mal vor.“
Ich lese.
Sie: „Ist ok, aber nächstes Mal bitte nicht 
mit der professionellen Stimme lesen.“

„Guck mal, mein Wackelzahn ragt schon aus dem Gebiss raus!“

Wir kommen vom Kinderarzt.
Sie streichelt ihr Lieblingskuscheltier und sagt:
„Weißt du, in Hasi stecken alle Krankheiten, die ich jemals hatte.“

„Erinnerst du dich noch, als mir so schlecht war, 
dass ich neben der Straße auf den Bürgerweg gekotzt habe?“

 
 

Kleinkindverhaltensregeln 1.0

Weil ihr den Babyknigge und die Baby-Verhaltensregeln bei Tisch so gerne gelesen habt und die inzwischen schon so lange her sind, gibt es heute ein Update. Das jüngste Familienmitglied ist inzwischen 14 Monate alt und stellt alles auf den Kopf, im wahrsten Sinne des Wortes.

Ein von Vivi (@mamazweipunktnull) gepostetes Foto am 22. Dez 2015 um 6:06 Uhr

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Kleinkindverhaltensregeln 1.0

#1
Versuche, so lange wie möglich mit dem Sprechen zu warten! Benutze stattdessen weiterhin „A, A, A!“ und deinen ausgestreckten Zeigefinger für Dinge/Essen/Trinken, das du begehrst. Kopfschütteln und Nicken als Antwort auf eine Rückfrage sind okay. Denke dir lustige, nichtexistente Laute und Silbenverbindungen aus, nutze diese und gestikuliere wild dazu. Dann halte die Hand vor den Mund und lache laut über deinen „Satz“. So generiert man Publikum!

#2
Gehe im gemeinsamen Kinderzimmer regelmäßig heimlich auf Schatzsuche. Große Bausteine, Babylego und die Kugelbahn sind nur Hindernisse; du suchst winzige Murmeln, Bügelperlen, Loom-Gummis, Perlen, Glitzersteine und andere Dinge, die sich prinzipiell gut eignen würden, um sie in den Mund oder die Nase zu stecken. Schenke auch Staubflusen oder Trocknerfusseln große Beachtung. Daraus kann man mit einem bisschen Geschick noch etwas Schönes filzen.

#3
Wann immer sich die Gelegenheit ergibt, gehe durch die geöffnete Badezimmertür auf direktem Wege ins Paradies. Dort warten Sonnencreme, Knisterbad, Dschungeldusche und Prinzessinnenschaum darauf, von dir entdeckt zu werden. OBs, Badeperlen und Klosteine geben extra Punkte!

#4
Stelle bei jeder sich bietenden Gelegenheit deinen Musikgeschmack unter Beweis und suche aus dem Wohnzimmerregal die CDs, die dir besonders gefallen. Ziehe sie aus dem Schrank, öffne die Hülle und verteile die losen Silberscheiben auf dem Fußboden. Advanced Memory, ein großer Spaß für Eltern!

#5
Auf die offensive Frage „Hast du Kacka drin?“ oder die etwas subtilere Schwester „Brauchst du eine neue Windel?“ schüttle grundsätzlich entschieden den Kopf. Also wirklich!

#6
Verstecke übriggebliebene Weintrauben, Blaubeeren oder Toasthäpse mit Leberwurst in den Ritzen deines Hochstuhles und erkläre die Mahlzeit als beendet, indem du deinen Teller hochnimmst und auskippst. Das sollten deine Eltern dann auch nonverbal verstehen. Mit dem leeren Teller als verlängerter Arm kann man übrigens wunderbar den Becher Milch umschmeißen, den sie extra außerhalb der „Grabschzone“ plaziert hatten. Ist einen Versuch wert! Stehe außerdem im Hochstuhl auf um der Situation die nötige Dramatik hinzuzufügen.

#7
Gib vor, dich intensiv mit Steckdosen zu beschäftigen. Sie werden daraufhin alle mit einer Kindersicherung ausstatten, die dann deiner Mutter zu schaffen macht, wenn sie die Waschmaschine einstecken will.

#8
Unerlässlich: bringe herrenlose Stifte unbedingt in deine Gewalt und markiere damit dein Zuhause.

#9
Wecke auch nach deinem 1. Geburtstag deine Eltern noch mindestens 1-2x pro Nacht.
Wenn du irgendwann durchschläfst, werden sie dich feiern wie eine Königin!

#10
Hilf wann immer du kannst beim Aufräumen des Fußbodens im Arbeitszimmer. Studiere zu diesem Zweck intensiv herumliegende Noten und markiere die, die du nicht magst, mit einem Riss. Das erleichtert deiner Mutter später das Sortieren.

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Habt ihr noch Ergänzungen eurer Kinder? Schreibt sie mir gerne in die Kommentare!

Was Babys gut können

Babys sind ja von Hause aus eher grobmotorisch veranlagt.
Meines ist mit 11 Monaten noch nicht in der Lage, den runden Holzeumel in das passende Loch zu stecken, dafür erstaunt mich aber täglich die Präzision, mit der es andere Dinge bewältigt.

Was Babys nicht gut können:

– Ringe stapeln
– ohne Sauerei essen
– malen
– Türmchen bauen
– sich mal 10min alleine beschäftigen
– zu geregelten Zeiten schlafen
– aufs Töpfchen gehen
– laufen
– sprechen
– mit der großen Schwester Gesellschaftsspiele spielen ohne die Würfel zu essen
– für ein Foto kurz stillhalten
– Klavier spielen
– Erwachsene ausreden lassen

Was Babys gut können:

– das Buch genau in die Ritze zwischen Hochstuhl und Wand fallen lassen
– die Stückchen Toast mit der Butterseite zielgerichtet auf Mamas Hose werfen
– Haare ziehen
– den Holzstern in das Quadratloch pressen
– am Wochenende noch eine Stunde früher aufwachen als werktags
– mit dem Zeigefinger in Mamas Nase bohren, wenn sie noch schläft
– Krabbelmanöver in Richtung Bettkante oder andere Abgründe
– Becher umkippen, notfalls mit Löffel als verlängertem Arm
– mit einem präzisen Schlag den Hebelmechanismus auslösen und den Brei auf der Tapete verteilen
– in die Brust kneifen
– Fussel und andere Kleinteile aufspüren und probieren
– das Stückchen Banane erst in den eigenen Mund stecken und dann weiterverschenken
(es ist so wichtig, dass sie lernen, zu teilen…)
– einen beim Gähnen in den Mund gesteckten Löffel explosionsartig nach draußen befördern
– Windeln direkt nach dem Wechseln wieder füllen, gerne wenn man es eilig hat
– mit einem beherzten Griff die kompletten LEGO-Eisenbahnschienen auseinander reißen
– Bücher durch herausgetrennte Seiten besser lesbar machen
 ……..

Und eure? 

Die Top 11 der Elternkörperteile

CFalk  / pixelio.de

Habt ihr auch neue Körperteile bzw. -funktionen an euch entdeckt, seitdem ihr Eltern seid?
Ich habe mal die Top 11 aufgeschrieben, die mir in den vergangen 6 Jahren „gewachsen“ sind bzw., die die Palette ihrer Funktionen erweitert haben.

1. Maxi-Cosi-Ellenbogen, der
Am Anfang stellt der mit einem 3,5kg-Neugeborenen gefüllte Autositz noch kein Problem dar, aber mit steigendem Gewicht des Babys wird das „mal locker“ Hochtragen des Maxi Cosis in der Ellenbogenbeuge zum Kraftakt. Führt zu einseitigem Muskelaufbau im jeweiligen Oberarm. Inzwischen bin ich dazu übergegangen, den Sitz stationär im Auto zu lassen und das Kind separat mithochzunehmen.

2. Lego-Fuß, der
Viel zitiert, weil so wahr: der Fuß, ein Körperteil, um im Dunklen Legosteine aufzuspüren. Geht oft Hand in Hand mit der nicht extra aufgeführten Lautlos-Funktion, die immer dann benutzt wird, wenn man vor Schmerz eigentlich gerne schreien würde, es aber in Anbetracht schlafender Babys nicht tut und sich stattdessen auf die Lippe beißt.
3. Leichtschlafsensor, der
Hat es zwei Zimmer weiter gerade gehustet?
Jemand eine Rotznase?
Da hat doch eben was geknackt! Kannst du bitte nachsehen?
Der Körper ist von nun an auf Leichtschlaf programmiert. Das diente vermutlich der Arterhaltung und ist evolutionstechnisch hängen geblieben. Schließlich muss Mutti wach sein, bevor der Bär die Höhle auseinander- und den Nachwuchs mitgenommen hat. Also: Obacht.

4. Superbrainbrowser, der
Das Mutterhirn: ein Browser mit 475 offenen Tabs.
Wenn Schwangerschaftsdemenz und Milchhirn langsam abnehmen, funktioniert alles wieder wie ursprünglich programmiert. Da weiß Mama genau, wann wer zum Zahnarzt muss, was zum Indianerfest in der Kita mitgebracht werden sollen, an welchen Tagen das Kind zu wessen Geburtstag eingeladen ist, wie viel Kleingeld am Wandertag benötigt wird und, was im Kühlschrank fehlt. Das Dialogfenster „Keine Rückmeldung“ ist morgens vor dem ersten Kaffee allerdings nicht selten, besonders, wenn man am Vorabend nicht alle Fenster ordnungsgemäß geschlossen hat.
5. Schaukelhüfte, die
Ein weibliches Körperteil, das von der Natur so konstruiert worden ist, dass ein Kleinkind bequem darauf sitzen kann, während man es mit einem Arm stützt. Rhythmisches Hin- und Herschaukeln ist in der Programmierung eingeschlossen. Die Schaukel- und Sitzhüfte ist beim Mann anatomisch bedingt nicht bzw. nur rudimentär vorhanden.

6. Zusammenklappfunktion, die
Was bei Kinderwägen ein wesentliches Kriterium ist, darf auch bei Müttern nicht fehlen. O.g. Funktion erweist sich als besonders hilfreich im praktizierten Familienbett. Mütter können sich, unabhängig von Körpergröße und Gewicht, platzsparend zusammenfalten, um den Kindern größtmöglichen Komfort zu bieten. Randvolle Harnblasen, eingeschlafene Extremitäten oder Hustenreiz lassen sich ebenfalls unterdrücken, wenn ein gemütlich schlafender Kinderkopf die Bettflucht verhindert.
7. Bückrücken, der
In den ersten zwei Jahren nach der Geburt eines Kindes verlagert sich der Hauptaufenthaltsort der Eltern auf den Fußboden, um heruntergefallene Kekse aufzuheben, das Krabbelkind vor dem beherzten Griff in die Steckdose zu bewahren oder die Händchen festzuhalten bei den ersten unsicheren Schritten. Elternrücken scheinen allerdings auf die Bückfunktion eingerichtet zu sein. Wenn die Zeit der Kita-Elternabende auf Zwergenstühlen vorbei ist, also nach etwa 6 Jahren, bildet sich der Bückrücken meist folgenlos wieder in eine aufrechte Position zurück. Es sei denn, zwischenzeitlich sind kleine Geschwister „nachgewachsen“…
8. Notfallfinger, der
Wird benutzt, um verschluckbare Kleinteile in Windeseile aus Kindermündern zu holen, Nicht-Kaubares aufzufangen, bevor es auf der Tischdecke landet und nicht zuletzt, um schnell Google zu befragen, was Marienkäfer fressen. 

9. Kindershoppingschalter, der
Wird scheinbar immer dann umgelegt, wenn man einen Laden betritt, in dem es u.a. auch Kindersachen gibt. Da zieht man lois, um endlich mal wieder einen schönen Pullover für sich selber zu kaufen und kommt mit einer Tüte voll Hosen, Jacken, Socken, Schlafanzügen, Kleidern und Shirts wieder raus. Alles zwischen Größe 74 und 128. Und ohne den Pullover.
10. Nervschwelle, die

Das Herabsetzen selbiger führt dazu, dass man als Eltern auch die 100. Wiederholung der immer gleichen Lieder einschlägiger Kinderparty-Stars oder das millionste Vorlesen einschläfender Geschichten erträgt, solange das Kind nur glücklich ist. Ein überlebenswichtiges Feature im Alltag mit Kindern, denn der Endgegner heißt: „Bobo Siebenschläfer“. Schnarch…

11. Oktopusarme, die
Links auf der Hüfte das Baby, rechts über’m Arm die Wickeltasche, in der einen Hand eine Trinkflasche und die Mütze, in der anderen den Haustürschlüssel und einen Schal, zwischen den Zähnen die Post aus dem Briefkasten. Und dann sagt das Kind mit Schulrucksack: „Ich habe so viel zu tragen heute. Kannst du Hasi nehmen?“
Kennt ihr das auch? Und fallen euch noch welche ein?