Mottoparty Unterwasser

Wie im Urlaubsartikel schon angekündigt, folgt heute nun endlich der Geburtstagspost! Ich hänge durch die Woche Ägypten und die ausgeuferten (haha, das Motto ^^) Geburtstagsvorbereitungen ein bisschen hinterher, warum genau werdet ihr gleich sehen. Und weil Feiern so schön ist, mache ich das jetzt hier mit meinen lieben Lesern und entführe euch in die Unterwasserwelt. Taucherbrille auf, Schnorchel dran und dann geht’s auch schon runter…..

15:04 Uhr, Fiona: „Mama, wo sind meine Gäste? Wann geht die Party los?“

Gewünscht hatte sich Prinzessin Fiona eine Unterwasserparty mit den Helden ihrer Lieblingsserie: den Oktonauten.
Ich surfte seit Wochen ziellos durch das worldwideweb auf der Suche nach zündenden Ideen für die Party. Dass die Oktonauten auf den Kuchen müssen, war mir klar. Aber WIE?! Es gibt solche großen, bedruckten Oblatenscheiben, die man einfach auf die Torte oder die Muffins legt, aber das erschien mir dann doch ein bisschen zu unkreativ. Mit Vertrauen in die eigenen (ungeahnten!) Fähigkeiten kaufte ich also Marzipanrohmasse, Lebensmittelfarben und Zuckerschrift und deponierte diese im Küchenschrank, damit mein kreatives Zentrum im Urlaub darüber nachdenken konnte, wie wir – Hirn und Hand – alle gekauften Zutaten eine sinnvolle Verbindung miteinander eingehen lassen können. Hat man erst einmal das Motto im Kopf und eine ungefähre Vorstellung davon, wie es aussehen soll, kommen die Ideen von ganz alleine. Da stolpert man plötzlich ständig über Anregungen, die sich mit kleinen Veränderungen wunderbar an das Motto anpassen lassen.
Aber genug der Vorrede, ihr wollt jetzt sicher Fotos sehen 🙂
Mit Hilfe meiner Eltern, die ich vorher übrigens noch nie mit Pinsel in der Hand gesehen hatte, entstanden aus übriggebliebenen Styroporplatten der Billy-Regale große Meerestiere, die später als Deko von der Decke hängen sollten. Ich schnappte mir das Handy, googelte mit der Bildersuche Begriffe wie „Schildkröte“, „Delphin“ und „Clownfisch“ und schnitt sie dann frei Hand mit dem Cuttermesser aus. Es wurde mit vereinten Kräften und bunten Bastelfarben drauf los gepinselt und Fiona hatte währenddessen ihren Spaß mit den Styroporresten, aus denen sie mit einer erstaunlichen Akribie und Geduld Kleinholz herstellte.

Des Krebsens Arm musste schon vor Partybeginn getaped werden – Diagnose: Scherenbruch!

Hat man erst mal angefangen zu dekorieren, kommt man vom Hundertsten ins Tausendste. Hier noch ein kleines Detail, dort noch eine coole Idee für’s Essen. Das süße Unterwassergedeck inklusive Pappbecher, Tischkonfetti, Mitgebseltütchen für die Gäste und Servietten habe ich übrigens von hier. Falls ihr auch eine Mottoparty plant, werdet ihr im Shop auf jeden Fall fündig, was die Grundausstattung betrifft – nicht nur für Kinderpartys!
Als die Styroportiere mit vorher ausgelotetem Schwerpunkt endlich hingen und Tische und Stühle am richtigen Platz standen, wollten wir nur noch „schnell“ die Tische decken. Diese überniedlichen Servietten kann man aber nicht einfach so danebenlegen, dann kommen sie ja gar nicht richtig zur Geltung. Also – was passt zum Motto? Kleine Schiffe, die werden wir ja wohl hinkriegen! Im Tunesienurlaub hatten wir von einem Kellner gelernt, wie man ein Schiff faltet. Allerdings waren es dort Stoffservietten, die sich irgendwie besser in Form bringen ließen. Wir falteten uns einen Wolf, aber was dabei rauskam, ähnelte eher einem windschiefen Surfbrett als einem Boot. Nun sollte also das Smartphone seinem Namen gerecht werden und uns kurz und smart erklären, wie aus einem bunten Stück Stoff ein Schiff werden kann. Meine Mama und ich falteten fein säuberlich die 12 (!)-seitige PDF-Anleitung nach und stockten beide an einer Stelle, wo irgendwelche Ecken nach innen über Kreuz gefaltet werden sollten. Trotz Zeichnung: da waren keine Ecken und Kreuze schon gar nicht. Mein Papa stand derweil grinsend daneben und fragte, warum wir die nicht einfach neben den Teller legen würden. Ich gab zu, dass sie am Ende garantiert einfach nur dreieckig da stehen würden, es uns aber jetzt wurmt, dass wir kein simples Schiff gefaltet kriegen! Wenige Minuten später hatte ich sie gefunden: eine Kinderseite mit Anleitung für einen Serviettendampfer. Ungefragt bekam mein Papa auch einen Stapel Servietten vor die Nase gelegt und so falteten wir die nächste Stunde 16 formschöne Dampfschiffe mit Schornstein, ahoi!

Als Fiona am 6. abends im Bett war („wenn ich aufstehe, habe ich Geburtstag??“ – „nein, mein Schatz. Wenn du MORGEN aufstehst, dann hast du Geburtstag“ <– habe schon dazu gelernt ^^), ging es an die Essensvorbereitungen. Der fluffig-schokoladige Wolkenkuchen war schnell gebacken, nun hieß es Ärmel hoch und ran an's Marzipan. So nach und nach entstanden tatsächlich süße Scheiben mit Ohren, Hüten und Augenklappe, deren ganz und gar beabsichtigte Ähnlichkeiten mit besagten TV-Helden nicht zu verleugnen war. Was bin ich stolz! Marzipanrohmasse in Verbindung mit Lebensmittelfarbe ist eine ziemlich klebrige Angelegenheit, ich habe noch am nächsten Morgen Reste an meinem Ellenbogen gefunden, aber das Nono-Gesicht war's absolut wert!!

Um das reichhaltige Kuchenbüffet von meiner Mama und mir zuckertechnisch ein bisschen zu relativieren, enstanden noch „Bananemonen“, also Seeanemonen bestehend aus einem Stück Banane am Stiel, was zuerst in geschmolzene Schokolade und anschließend in bunte Zuckerstreusel getaucht wurde. Gesund ist anders, aber immerhin war Obst beteiligt 😉 Die Anemonen habe ich in Gläser mit blau gefärbtem Reis gestellt, dafür einfach einen Tropfen Lebensmittelfarbe und einen Beutel Reis in eine Plastiktüte füllen und ein bisschen kneten. Toller Effekt und vielseitig anwendbar! Meine Mama hat grünen Wackelpudding mit blauer Lebensmittelfarbe bearbeitet, das Ergebnis war allerdings weniger türkis als gedacht. Weil im Algenwasser auch Algen schwimmen, kamen ein paar Kiwischeiben dazu, auf denen es sich Oktopusse und Seeigel gemütlich gemacht haben. Gesünder als meine Bananemonen waren sie auf jeden Fall, denn sie bestanden zu 100% aus Pflaumen, Weintrauben und Physalis mit Zahnstochern. Last but not least seht ihr in der oberen Collage unten links den Melonen-Hai. Der hat in der Herstellung die Marzipanschweinerei noch um Längen übertroffen, kam aber bei Fiona und ihren Gästen sehr gut an! Ich habe das „Maulstück“ aus der Melone entfernt, das Innere mit einem Löffel ausgeschabt, Zähne geschnitten und vorsichtig die grüne Schale darüber abgeschabt. Am Ende kamen die mundgerecht portionierten Melonenstückchen wieder ins Maul, ein Stück Schale als Flosse oben rauf und zwei Weintrauben als Augen eingepiekt – fertig war der Hai.
(Die Flosse war unbemerkt über Nacht in unserem Kühlschrank abgefallen, die hat der Papa dann separat mit zur Party gebracht ^^)

Als die ersten Gäste eintrafen, wurden freudig Geschenke angenommen, Kerzen ausgepustet und das Büffet erobert. Erstes Highlight waren die Wachsmalstifte und das niedliche „Luftschloss“ (kleiner Heliumballon am Stiel), die erstmal jedem erwachsenem Gast stolz präsentiert wurden, auch mehrfach 🙂 Beim anschließenden Auspacken der Geschenke war Fionas Freude ungebremst über so viele liebe Aufmerksamkeiten, einige sogar dem Motto entsprechend: Unterwasserpuzzle, Plüsch-Peso (Oktonauten…), Playmobil-Urlaubsset, Oktonauten-Actionfiguren, Spiele, Schubkarre, etc. Ich staunte, dass Fiona ihr nagelneues Spielzeug so problemlos mit ihren Freunden teilte, als sie sich gegen Ende der Feier auf dem Spielteppich versammelt hatten und die Playmobilfiguren unter fachkundiger Anleitung vier kleiner Spielmädchen ihren mitgebrachten Mini-Pool ausprobieren durften.
Vorher wartete aber das Partyprogramm auf die kleinen Gäste. Es war zwar „nicht gerade Biergartenwetter“, aber für unsere aufregende Schatzsuche konnten wir sogar in den Garten gehen, kurz bevor es dann wirklich anfing zu regnen. Im Partyraum waren insgesamt 4 Schatzkarten versteckt (von Fiona ausgemalte, laminierte Meerestiervorlagen), von denen nur eine auf der Rückseite einen Hinweis auf den Schatz hatte. Die Kinder haben nach der Suchanweisung den Raum auf den Kopf gestellt und alle vier Kärtchen gefunden. Auf der Krabbe war hinten etwas großes Rundes abgebildet und ein springendes Kind: na klar, auf zum Trampolin! Im Jackengewusel beim Anziehen konnte ich unbemerkt verschwinden und die Schatztruhe noch schnell an ihren Bestimmungsort bringen, das war im Vorfeld irgendwie untergegangen ^^ Die Mäuse – unanbgesprochen alle in Pink – schlichen wie Falschgeld durch den Garten und suchten, was das Zeug hielt. Als Nonos „besondere Lena“ den Schatz unter einem Gebüsch gefunden hatte, steckten gleich 4 Mädchenköpfe zur feierlichen und spannenden Öffnung der Schatztruhe zusammen. Das Suchen hatte sich gelohnt: wunderschöne Fischmagnete warteten in der Kiste auf die Kinder.

Und wo wir schon mal da waren, wurde auch gleich noch quietschvergnügt das (an den Seiten vom Vortag noch nasse) Trampolin besprungen. Nach dem anschließenden Strumpfhosenwechsel habe ich mit den Kindern Kreisspiele getanzt und gesungen, wir haben Enten geangelt, kleine Preise abgestaubt und gemeinsam große Fische gebastelt. Aus von den Mädchen mit Glitzerfarben und viel Spaß bemalten Papptellern wurden die Münder mit Mamas Hilfe ausgeschnitten, Wackelaugen und Schuppen aufgeklebt, sowieso Rück- und Seitenflossen befestigt. Und wo wir eh schon matschig waren, konnten wir auch gleich noch die Handabdrücke für das Erinnerungsaquarium drucken – blubb. Die „Großen“ vom Erwachsenentisch guckten allesamt ganz interessiert in die Kinderbastelecke und hinterher auf die superschönen Fischkreationen! Tja, da kann man schon mal neidisch werden 😉

Zum Ausklang der gelungenen (ich weiß, Eigenlob stinkt, aber es war wirklich schön) Party mit den besten Gästen und den tollsten Geschenken gab es einen von meiner Mama kreierten Clownteller für die Kinder mit einer Scheibe Toast als Gesicht, Gurkenaugen, einer Boulettennase, einem Wienerwürstchenmund und Ketchup-Haaren  – na wenn das nix is 😉 Die Erwachsenen bekamen Kassler und Sauerkraut serviert und auch da erwischte ich wieder neidische Blicke auf den Kindertisch ^^
Kleine Ketten mit seifenblasenflüssigkeitsgefüllten Delphin-, Fisch-, Pinguin- und Oktopusanhängern gab es für die Kinder beim Nachhausegehen noch, so konnte auch das Partyverlassen ohne Meckern von statten gehen, denn alle sind schon länger geblieben, als sie es für einen Sonntag Abend eigentlich vorgesehen hatten. Vielen Dank, dass ihr da wart! Ihr habt Fiona einen unvergesslich schönen 3. Geburtstag beschert, an den sie sich noch lange erinnern wird!
Happy Birthday!

P.S. Und nachdem das Kind schon lange im Bett war und wir Großen beim nichtssagenden Sonntagabendfernsehprogramm nach diesem aufregenden und anstrengenden Tag im Halbdunkel auf der Couch lagen, hatte ich meinen ganz persönlichen Geburtstagsmoment, nämlich, als ich um exakt 23:59 Uhr auf die Uhr schaute und mich erinnerte, wie ich vor genau 3 Jahren mein 50cm langes GLÜCK zum ersten Mal in den Armen hielt…schnief 😉

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Ordnung muss sein!

Nach meiner eher unfreiwilligen Begegnung mit der Polizei letzten Monat, kommt jetzt auch noch eine mit den netten Herren vom Ordnungsamt hinzu. Nein, ich habe weder nachts laute Musik gehört (Witz: „Stellt euch vor – da klingelt mein Nachbar mitten in der Nacht um 2.30 Uhr an meiner Haustür! Z-W-E-I Uhr Dreißig!! Ein Glück war ich noch wach, saß gerade am Schlagzeug…“) noch illegal Bäume gefällt. Aber ich habe einen Hund.
Mit gerade mal 11 Jahren konnte ich die Tragweite dieser Entscheidung damals noch nicht einschätzen, wusste ich doch nur, dass nach dem Tod des geliebten Vierbeiners schnell ein neuer einziehen sollte! Als ich bei meiner Oma Jauli zu Besuch war, wartete ich im Einkaufscentrum vor dem Klo auf sie und studierte derweil die Suche-Biete-Pinnwand. Beim Wort „Hundewelpen“ in Verbindung mit „abzugeben“ klingelten bei mir alle Pawlow’schen Glocken. Jauli, ihres Zeichens ganz sicher Hund im vorigen Leben, teilte meine Begeisterung und so fuhren wir kurzerhand Babys gucken. Ein ganzes Rudel weiß-blonder Labrador-Schäferhund-Mixe stürmte begeistert auf uns zu. Nur einer saß ein bisschen schüchtern vor der Hütte und guckte mir durch sanft braune Augen direkt ins Gesicht. Der sollte es sein! Mamapapa angerufen (die teilten meine Begeisterung im ersten Moment nur bedingt, erlagen aber meiner Euphorie ^^), alles klar gemacht und meine schüchterne Hundedame abgeholt. Weil sie, im neuen Zuhause angekommen, sofort glücklich im Garten spielte, nannten wir sie „Felicitas“, die Glückliche, kurz: Feli.
Mit 19 zog ich in die weite Welt hinaus und Feli blieb bei meinen Eltern. Mittlerweile bin ich wieder da, mit eigener Wohnung und eigener Familie. Feli ist immernoch da – bei meinen Eltern 😉
Am 1. September ist sie sagenhafte 14 Jahre alt geworden. Im zarten Alter von 3 ergriff Madame ein Mal die Gelegenheit, die so ein offenes Gartentor bietet, und verliebte sich spontan in einen vorbeigehenden, ziemlich großen Hund. Die beiden fackelten nicht lange, steckten mitten auf der Straße ihre Puzzleteile ineinander und machten Nägel mit Köpfen, 11 Nägel, um genau zu sein! 7 Braune und 4 schwarze tapsige Welpen wohnten also von da an zuerst in einer umgebauten und eigens für den Nachwuchs hergerichteten Europalette im Flur und später in unserem Garten. Da so eine Hundemama über keine 11 Zitzen verfügt, aber grundsätzliche alle Kinder gleichzeitig das haben wollen, was die Schwestern und Brüder gerade haben, musste Jauli mit dem Fläschchen einspringen und in dieser anstrengenden Zeit für Feli Nachsorge-Hebamme, Rückbildungsgymnastik-Lehrerin und Babysitter spielen.

Jauli aus Solidarität mit den Hunden im Käfig 🙂

Eins der schwarzen Welpenkinder, „Willy“, behielten wir selber. Er starb leider letztes Jahr an einer Autoimmunkrankheit, hat aber für einen so großen Hund ein langes und schönes Leben gehabt. Feli hat sich im Laufe der Jahre auch einige Gebrechen zugelegt: die Hüfte ist schon ziemlich steif und die Ohren sind auch nicht mehr das, was sie mal waren, zumindest, wenn man danach geht, wie gut sie auf Rufen reagieren… Nun hat unsere Hundedame also täglich den großen Garten zur freien Verfügung und hält sich nur stundenweise im Zwinger auf, während Herrchen und Frauchen arbeiten sind. Was früher einwandfrei funktionierte, stellt heute ein kleines Problem dar: Feli bellt. Solange sie sich im Garten irgendwo im Sand unter der Hecke einen U-Bahn-Schacht buddelt, in dem sie seelenruhig den Tag vorbeiziehen lassen kann, ist alles gut. Sperrt man sie ein, meldet sie sich nach 5 Minuten zu Wort Wuff. Einigen netten Nachbarn muss das scheinbar auch aufgefallen sein, denn als die Herren vom Ordnungsamt auf den Hof gelaufen kamen (was Feli übrigens tatsächlich nur mit einem einzigen, müden „WOW“ kommentierte ^^), erklärten sie Jauli und mir, dass sie einer Beschwerde nachgehen müssten, da ihnen eine Anzeige vorläge.
Hunden stehen über den Tag verteilt 30 min Bellen zu, also hier mal 2, dort mal 3, etc. In der Zeit zwischen 13 – 15 und 22 – 6 Uhr gar nicht. Das Dumme ist nur, dass Hunde so schlecht Uhren lesen können.
Das Ordnungsamt muss solchen Geschichten natürlich nachgehen, denn es gab auch schon den Fall, dass ein bellender Hund auf seinen verstorbenen Besitzer aufmerksam machen wollte, sagten sie. Unsere Besitzer sind alle noch topfit, das Bellen heißt einfach nur: „Ey, ihr Penner, macht die Tür auf und lasst mich in den Garten.“

Auf ihre Nachfragen erklärte Jauli, die zwar rein biologisch schon zwei Mal 40 geworden ist, im Kopf aber fitter als die beiden Männer vom Amt zusammen, dass der arme Hund so alt ist und den Winter wohl nicht mehr überstehen wird. Sie tat ein bisschen tüdelig-alt, packte die 11-Welpen-Geschichte und diverse Tierarztstorys aus, reflektierte die vergangenen 14 Jahre mit dem Hund in vielen Facetten und quatschte die Männer in Grund und Boden. Als der ältere von beiden dennoch nach den Daten des Halters fragte, packte der jüngere seinen Anzeigenerstattungsblock in die Tasche und erklärte ganz entrüstet, dass er in diesem Fall doch keine Anzeige erstatten würde! Schließlich solle der Hund seinen Lebensabend in Frieden verbringen und auch mal das tun, was ein Hund tun muss: nämlich ab und zu einen Ton von sich geben.

Fiona wollte die Herren eigentlich fragen, ob sie Polizisten sind. Ich ermutigte sie dazu, denn die Antwort hätte mich brennend interessiert, leider hat sie sich dann doch nicht getraut. Wenige Stunden vor dem Besuch des Ordnungsamtes hatten wir die Straßenmalkreide rausgeholt und Fiona hatte sich auf den Boden gelegt, wo ich ihren Umriss abzeichnen sollte. Besagter Umriss wirkte in dem Moment dann doch ein bisschen komisch auf die Beamten, als sie das Grundstück betraten. Auf die Frage, ob es hier Tote gegeben habe, erwiderte ich, dass die Leiche im Keller sei.
Punkt für mich ^^

Als Fiona gerade sprechen lernte, war die Bezeichnung für den Hund ein tiefes „Wu“, ähnlich einem Husten. Als der „Hund“ konkreter wurde, bekam er auch einen liebevollen Namen: „Fitzi“. Wir nennen ihn bis heute so.
Wenn Fitzi in den Zwinger gehen soll („Geh arbeiten!“), bekommt er einen „Cookie“, also einen Hundekeks. Fiona brennt darauf, den Hundecookie in nanometergroße Stücke zu reißen und einzeln durch das Gitter zu stecken. Ich versuchte bereits, ihr zu erklären, dass Feli die Stückchen nicht einatmen, sondern essen will, aber das Durchstecken ist eben einfach zu schön. Letztens kommentierte sie Felis Bellen lautstark mit gerunzelter Stirn: „Ey, Feli! Wir haben dir einen Cookie gegeben, deswegen bellst du jetzt nicht mehr! Geh in dein Zimmer!!!“

der Rest der Bande:
Charmeur Joschka – der dicke Willy R.I.P. – und Zicke Miezi

Von Zirkustieren, Gummistiefeln und Spielzeugkisten

„Ein großer Mensch ist der, der sein Kinderherz nicht verloren hat.“

Ich bin mir sicher – ich habe meins noch!
Bei den vielen, tollen Kinderaktivitäten der letzten Tage ist der Spaß bei uns beiden nicht zu kurz gekommen. Wir haben das schöne Wetter genossen, rumgeblödelt, gebadet, gebastelt, gestaunt und gespielt. Wenig wort-, aber dafür bildreiche Impressionen folgen gleich, zuerst aber die Mini-Mittwochs-Meinung von einem meiner Lieblingsblogs. Die Befragung wurde heute morgen im Auto auf dem Weg zur Kita durchgeführt (hinterher: „Mama, warum hast du mich so viel gefragt?“)

1. Trinkst du morgens lieber Tee oder Kakao?
Fiona: „Kakao.“
Mama: „Aber du trinkst doch gar keinen Kakao. Du trinkst doch immer Saft.“
Fiona: „Ja.“
2. Was magst du am Kindergarten am Liebsten?
Fiona: „Saft.“
Mama: „Nein, du sollst sagen, was dir in der Kita am Besten gefällt.“
Fiona: „Kakao.“
……….

3. Wenn ich im Sandkasten spiele, dann…
Fiona: „koche ich Kartoffelsuppe.“
4. Urlaub finde ich…
Fiona: „…toll!“
5. Wenn wir Besuch haben, dann….
Fiona: „…frühstücken wir.“
(Öh?! Das wirft ein ganz falsches Licht auf uns Spätaufsteher 😉


6. Ich spiele zur Zeit am meisten mit…
Fiona: „…meinem Strampeltier.“
(Das ist der liebevolle Kosename für einen kleinen Dinosaurier, der läuft, wenn man ihn aufzieht)
7. Eincremen, wenn die Sonne scheint, ist…
Fiona: „…perfekt.“

 Am Sonntag, dem wohl heißesten Tag im Jahr, verschlug es uns nicht etwa an einen See, ins Freibad oder auf die Sonnenliege im Garten. Kurz vor 14 Uhr, als die Sonne mit der größten Kraft auf den Asphalt donnerte, trafen wir uns mit Erdbeermädchen Lena und ihrer Mama, um in den Zirkus zu gehen. Ja, ihr werdet jetzt lachen. Zurecht.
Der Zirkus Kunterbunt gastierte nur von Mittwoch bis Sonntag in der Stadt, dummerweise direkt bei uns um die Ecke, so dass wir jeden Tag mindestens 2x an dem großen Zirkuszelt vorbeigefahren sind. Bereits 300m vorher stand die Frage vom Rücksitz schon im Raum, um beim Anblick des Zeltes endlich ausgesprochen zu werden: „Mama, gehen wir jetzt in den Zirkus?“ Da wir die Werktagsvorstellung um 16 Uhr arbeitstechnisch an keinem der Tage besuchen konnten und Samstag conAmici-Probe und Grillen geplant war, blieb nur der Sonntag. Natürlich hatte ich die Wettervorhersage gehört, aber versprochen ist versprochen! An der Zirkuskasse klappte uns 3 Erwachsenen angesichts der Preise die Kinnlade herunter. Sogar Kinder ab 2 Jahren müssen schon ganze 10€ bezahlen! Aber wer mit dem Slogan „der mit den vielen Tieren“ wirbt, wird schon wissen, dass Elefanten, Seekühe und Giraffen den Zehner wert sind! Die angekündigten „vielen Tiere“ waren letztendlich eine Hand voll Ziegen, Esel und Ponys. Nicht gerade die Wucht, wenn man für den Preis auch 3x in den Tierpark gehen könnte… Dass eine Bergziege auf einem Eselrücken à la „Bremer Stadtmusikanten“ reitet, ist zwar ganz süß anzusehen, aber so besonders auch wieder nicht, bedenkt man, dass Bergziegen dem Namen nach den ganzen Tag nichts anderes machen, als auf Bergen rumzuziegenklettern.
Die Witze des Clowns habe ich beim besten Willen nicht verstanden, das waren weder alte Kalauer noch simpler Kinderhumor. „Wollt ihr Honig?“ Nachdem alle Kinder bejaht hatten, flog der Clown unter Summen des 8-Mann-starken Publikums eine Runde durch die Manege und spuckte seiner Kollegin anschließend aus dick gefüllten Backen Wasser ins Gesicht. Niemand lachte. Zeichen für den Clown, die gleiche Szene wieder und wieder zu spielen. Der letzte Applaus war ein erleichterter. Er ist fertig! Statt des spuckenden Clowns hätte ich lieber das spuckende Lama gesehen, was zwar draußen im Gehege wartete, aber leider keinen Auftritt hatte. Ein bisschen Feuer, ein bisschen Jonglieren, fertig. Keine Artistik, keine aufregenden, „vielen“ Tiere und nach 75min fertig (davon 15min Pause). Ich war ehrlich gesagt ganz froh, dass wir so schnell wieder aus der (geschlossenen!) Zirkussauna entlassen wurden, denn wenn draußen 35°C waren, herrschten drinnen locker 50. Nassgeschwitzte Kinder, leere Trinkflaschen und erleichtertes Portemoinnaie – aber hey, wir waren im Zirkus 🙂 Den Kindern hat’s gefallen und das ist die Hauptsache! Die Mäuse trugen Zwillingslook und hatten eine schöne Zeit zusammen.

Am Montag ging es direkt nach der Kita zum See ganz in der Nähe von uns. Wer jetzt schnell nochmal nachgucken will, ob er wirklich „Berlin“ als unseren Wohnsitz gelesen hatte, dem kann ich das Nachgucken ersparen. Ja, wir wohnen in Berlin und ja, hier gibt es tatsächliche Bäume und Seen. Auch Blumen, Wildschweine, Füchse und nicht-verwahrloste Spielplätze können einem in freier Wildbahn schon einmal begegnen 😉
Dem Badesee meiner Jugend, an dem ich vor allem die Abi-Zeit genossen habe, mal wieder einen Besuch abzustatten, rief schöne Erinnerungen hervor. 6 Jahre soll das schon her sein! Der Sohn einer Schülerin meines Jahrganges, den sie als Säugling friedlich schlummernd zum Abiball im Maxi-Cosi mitgebracht hatte, ist dieses Jahr schon in die Schule gekommen!! Nun stand ich also wieder an dem kleinen Badestrand: statt Fahrrad, Alcopops, Kondomen und Mathehefter ein kleines Mädchen, Liemhasi, Obstdosen und Wimmelbuch in der Hand. Der Strand war gut besucht und das Wasser eine angenehme Abkühlung, aber als Fiona gerade mit der kleinen „Nela“ und dem Wasserball Freundschaft geschlossen hatte, fing es erst an zu blitzen und kurz darauf schaffte der monsunartige Kurzregen wieder Platz am Strand. Es war also zwar ein recht kurzes Vergnügen, aber gelohnt hat es sich auf jeden Fall!

Die neuen Kitagummistiefel mussten anschließend zu Hause sofort an- und ausprobiert werden, denn schließlich hatte es ja geregnet. Dass die 30°C-Marke trotzdem noch nicht unterschritten war, kümmerte mein Herzenskind relativ wenig. Kleidchenbekleidet ging es am Abend noch in das Shopping-Center unseres Vertrauens auf ein paar neue Schuhe, einen Badeanzug und (laut Bon) „halbe Himbeeren“ – Vanilleeis mit heißen Früchten als Kinderportion. Mmmmhhh! Ja, Mama, das ist dann ja wohl mal genauso hirnrissig bei 30°C wie Gummistiefel ^^ Im Akkordeonparadies waren wir am Wochenende auch noch und haben unsere 8 (!) kleinen Patienten abgeholt, von denen nur einer klinisch tot ist und als „Organ“spender herhalten musste (guter Schnitt!). Der Rest konnte ohne größeren Aufwand wiederbelebt werden und hat das letzte Jahr in Kinderhänden weitestgehend unbeschadet überstanden. (Bitte WIE schaffen es die Kinder, feste Schrauben, einzelne Tasten, Knöpfe und anderes Kleinzeug einfach verschwinden zu lassen…?!)
Fiona: „Ich möchte auch ein Akkorjon haben!!!“

 Als es noch nicht ganz so heiß war, haben wir uns der aktuellen Wummelkiste angenommen und unseren Zirkusbesuch schon mal basteltechnisch vorbereitet (dass dann weder Schlangen noch Pinguine in der Manege tanzen würden, konnte ja keiner ahnen). Es wurde geknetet, was das Zeug hielt. Fiona stellt grundsätzlich mit Vorliebe gerollte Schlangen aus krümeligen Knetresten her. Als sie dann wider Erwarten einen bunten Haufen, der so gar nicht nach Schlange aussah, in den Händen hielt und ich sie fragte, was das sei, antwortete sie nebensächlich: „Ach, das ist nur ein Schrotter-Tier“. Herrlich!

Apropos Knete – letzte Woche war Elternabend in Fionas Kita. Von den von Kind zu Kind ganz unterschiedlichen Fähigkeiten mal abgesehen, erzählten die Erzieherinnen von geplanten Aktivitäten (Zähneputzen nach dem Mittagessen), Terminen, vom allgemeinen, derzeitigen Wochenablauf und auch von den Basteleien in der Gruppe. Das letzte Großprojekt war die selbst hergestellte, blaue Knete, mit der jedes Kind etwas formen durfte, was auf dem Elternabend vorgestellt wurde. Auf einem Blatt Papier lag jeweils ein phantasievolles Kinderkunstwerk und daneben stand eine Ein-Wort-Erklärung aus dem Mund des Kindes („Möhrrüben“, „Schmetterling“, „Raupen“). Meine Tochter hatte – wie von ihr angekündigt – tatsächlich eine flache Scheibe mit Schwanz geknetet: einen Rochen. Der Knüller war allerdings ein Junge aus der Gruppe, neben dessen unförmigem, großen Haufen das Wort „S-Bahn“ zu lesen war ^^ So klein und schon das Prinzip verstanden: die Bahn ist ein einziger Müllhaufen, zumindest, wenn sie nicht kommt.

Genähtes gibt es heute auch mal wieder zu bestaunen. Sooo oft komme ich ja gar nicht dazu, aber momentan bin ich echt zufrieden mit den Ergebnissen, wo doch der ZickZack-Stich und ich alles andere als gute Freunde waren:
ein liebes Kuschel-Monster mit Wackelärmchen als Kissenbezug….. „hab mich lieb!“

….und ein sogenanntes „Schnuckipüü“ aus weichem Nicki-Stoff. Statt sich zu wundern, dass das Reh eine Mütze trägt, war Fionas erster Kommentar dazu: „Mama, Rehe haben doch keine Punkte…“ Und ob, mein Kind! Guck mal Bambi, der hat auch Punkte am Hintern 🙂 Besonders cool ist auf dem letzten Bild unten rechts mein ausgefressenes Kinder-Pingui aus dem Nono-Fach im Kühlschrank. War mir beim Knipsen gar nicht aufgefallen. Wollte eigentlich keine Zeugen ^^

Bei unserem Gewinnspiel (ihr seid noch nicht dabei? Na dann los, ab in’s (Los-)Körbchen!) habe ich euch schon kurz das Konzept der Spielzeugkiste vorgestellt, von denen ihr übrigens 2 Stück für einen Monat gewinnen könnt! Viel fast neues Spielzeug, das sein trostloses Dasein unbeachtet in einer Ecke des Kinderzimmers fristet, könnte bald der Vergangenheit angehören. Warum nicht leicht gebrauchtes, einwandfreies Lernspielzeug online aussuchen, nach Hause bestellen und ganz in Ruhe ausprobieren, bevor man es kauft oder wieder zurückschickt? Hochwertiges Miet-Spielzeug, das man gegen eine monatliche Gebühr so lange behalten kann, wie man möchte, stellt für uns eine echte (und umweltfreundliche) Alternative zum Spielzeughorten dar. Möchte man neues Spielzeug mieten oder einfach das Gemietete wieder „loswerden“, schickt man seine Kiste versandkostenfrei zurück und erhält bei Bedarf eine neue. Hohe Qualitätsansprüche und ein professioneller Reinigungsprozess garantieren unbeschwerten Spielspaß und machen das Mieten hygienisch unbedenklich. Die Kisten gibt es in 3 Größen: Kiste S (2 Spielzeuge) für 14€ monatlich, Kiste M (4 Spielzeuge) für 24 und Kiste L (6 Spielzeuge) für 34€/Monat. Weil wir die Spielzeugkiste kostenfrei ausprobieren durften, haben wir uns für die mittlere Größe entschieden, um eine aussagekräftige Bewertung abgeben zu können. Eine Woche nach der Bestellung traf die riesige Kiste hier ein – Fiona war zum Glück gerade im Kindergarten, das hätte sonst ein heilloses Durcheinander und eine bunte Überforderung ihrer Spielzeugrezeptoren zur Folge gehabt. So konnte ich das Auspacken und Entdecken der neuen Sachen ein bisschen besser dosieren 😉
Wir haben uns online für die Variola-Kugelbahn von Selecta, das TipToi-Starter-Set, ein Holzbalancierbrett und das Big Waterplay entschieden.

Das Tip-Toi-Set besteht aus einem Buch („Bauernhof“) und dem speziellen Stift dazu. Im Buchladen schon 2000 Mal gesehen und davon mindestens 1000 Mal in der Hand gehabt, überlegte ich, es Fiona zum 3. Geburtstag im Oktober zu schenken. Ich erinnere mich, dass ich selbst auch einen sprechenden Stift besessen habe und von dem Prinzip schon als Kind absolut begeistert gewesen bin. Nun kam das Angebot, dieses Set zu testen, also gerade richtig. Ich habe (zunächst ohne Kind) die Funktionen des nagelneuen und noch ganz jungfräulichen Stiftes ausprobiert und bin absolut begeistert! Da es verschiedene Bücher und Spiele aus der TipToi-Reihe gibt, muss man mit dem Stift zu allererst das Standby-Zeichen auf der ersten Seite aktivieren (damit der Stift weiß, welches Buch er „vorlesen“ soll ;). Auf jeder Seite kann unten eines von mehreren Symbolen angetippt werden, um den Modus zu verändern. Entweder kann man mit dem Stift die Seite entdecken („Das ist Marie“, „Das ist der Schweinestall“, etc), Wissenswertes erfahren („Wie werden eigentlich die Kühe gemolken?“), sich kleine Geschichten erzählen lassen („Marie ist aufgeregt, denn heute kommt ihr Freund Paul zu Besuch…“) oder kleine Spiele spielen (Geräusche zuordnen, Tierkinder zählen). Die Bücher sind eigentlich „zugelassen“ ab 4 Jahren aber schon meine noch nicht ganz 3-jährige Maus ist völlig fasziniert von dem sprechenden Stift. Einige Aufgaben sind noch ein bisschen zu schwer für sie (Getreidesorten anhand ihrer Beschreibung zuordnen), andere, wie Geräusche zuordnen, meistert sie mit Bravour, vermutlich durch ihre iPhone-Kinderapp-Vorbildung ^^

Fazit: das Set macht nicht nur Kindern Spaß! Durch die verschiedenen Spiel-Modi und die unterschiedlichen Bücher, die es zu kaufen gibt, wird dieses Spiel mit Sicherheit nie langweilig! Das wird auf jeden Fall dauerhaft bei uns einziehen.

Heiß herbeigesehnt hat meine kleine Wasserratte das BIG Waterplay, eine Wasserbahn mit Kanälen und Schiff für draußen. Wie Kinder so sind – ein Ohr rein, anderes Ohr raus – hat sie das TipToi-Starter-Set und das Wasserdingens durcheinander gewürfelt und nun jedem, des es hören oder auch nicht hören wollte, auf die Nase gebunden, dass sie ein „Starter-Set“ bekommt (meinte das mit dem Wasser). Nun kann sich wohl jeder vorstellen, dass ich in der Zeit bis zur Ankunft der Kiste oftmals die Fragezeichen aus den Gesichtern der Leute wegreden musste. Familie, Freunde, Kita – alle wussten von dem mysteriösen Starter-Set nur keiner konnte genau sagen, warum es sich dabei genau handelt ^^

Beim Zusammenbauen saß ich mitten im Flur zwischen gefühlten 100 verstreuten Einzelteilen, die alle irgendwie gleich aussahen, und kam mir mit dem Zettelchen dazu vor, wie mit einem großen Überraschungsei. Wenn man das Steckprinzip zum Abdichten allerdings ein Mal verinnerlicht hat, geht es ganz leicht. Das Set wurde am selben Nachmittag im Garten ausprobiert und seitdem täglich bespielt. Wellen machen, Schleusen anbauen und Strömung verursachen faszinierte nicht nur Nono, sondern sogar zufällig durch den Garten zum Schlagzeugunterricht vorbeikommende 4.Klässler, die anschließend nicht mehr zum Nach-Hause-Gehen zu bewegen waren. Tja, so kann’s gehen 😉

Fazit: für den Sommer ideal! Aber auch schön, dass wir es im Winter nicht rumstehen haben. Es ist nämlich größer als es aussieht 😉

…ein staunendes Kind über den auch ohne Boot schwimmenden Kapitän in der Strömung.
Unten in der Mitte liegt übrigens kein Teppich auf dem Rasen. Das ist ein Hund ^^

Das „Balancierbrett Kreis“ von Erzi hat hier auch eingeschlagen wie eine Bombe!
Ziel des Spiels ist es, die sechs bunten Murmeln fließend im Kreis rollen zu lassen, allein durch die Verlagerung des Gewichtes. Unsere Schuhgröße 42 reizt die Kapazitäten des Brettes zwar bis auf das Maximum (Zehen stoppen manchmal Kugeln), aber Kinderfüße haben ganz bequem auf den vorgezeichneten Fußabdrücken Platz. Das Brett schult Balance und Motorik, lässt sich wunderbar mitnehmen und eignet sich sowohl für drinnen als auch für draußen. Gerade vor dem Hintergrund, dass Kinder heutzutage oftmals schon umkippen, wenn sie nur auf einem Bein stehen geschweige denn hüpfen sollen, ist das Balancierbrett Haltungsschule und gleichzeitig Hilfe zur Körperbeherrschung und Koordination. Wie man sieht, hat die ganze Familie Spaß mit dem Brett! (Und Fiona hat eine bequeme Methode entwickelt, die Kugeln ohne Umfallen im Kreis rollen zu lassen – von der Couch aus!)

Fazit: eine tolle Motorikübung für Groß und Klein – nochmal!

Ein kleines bisschen enttäuscht bin ich einzig und allein von der Selecta Kugelbahn, die im Handel stolze 77€ auf die (Kassen-)Waage bringt. Ich liebe Holzspielzeug und Kugelbahnen sowieso, deswegen haben wir schon seit langer Zeit die HABA Kugelbahn Kullerei im Kinderzimmer zu stehen – damals wegen des horrenden Preises günstig gebraucht über Ebay gekauft. Die Selecta Kugelbahn besteht aus einzelnen Elementen, die aneinander gestellt werden können, um somit immer wieder neue Bahnen für die Kugel zu kreieren. Das Prinzip ist nicht schlecht, allerdings sind die Möglichkeiten schnell erschöpft. Die Bausteine haben unterschiedliche Höhen, weil die Kugel ja sonst nicht rollen würde. Für Fiona ist es schwer zu verstehen, warum das von ihr ausgesuchte, flache Kurven-Bauteil jetzt nicht an die halbhohe Kurve davor passt. Konstruieren geht also nur mit Mamas oder Papas Hilfe. Außerdem ist die Bahn durch die losen Bauteile nach einem Kugeldurchgang so verschoben, dass man fast jedes Bahnelement wieder zurechtrücken muss. Da bleibt der Spaß trotz ausgezeichneter Qualität ein bisschen auf der (Kugel-)Strecke. Über diese knapp 80€ hätte ich mich definitiv geärgert, hätte ich sie ausgegeben, um die Bahn zu kaufen.

Fazit: sieht nett aus, besticht durch gute Qualität, bringt aber nur begrenzten Spielspaß. Die muss man nicht haben.

Ich freue mich, dass wir die Spielzeugkiste ausprobieren durften und kann euch nur an’s Herz legen, euch auf der übersichtlich gestalteten Homepage mal umzuschauen. Mit Sicherheit findet auch ihr Etwas, das euch bzw. euren Kindern gefällt!
Das war’s für heute von uns – habt eine schöne Woche und genießt das Wetter, so lange es noch so schön ist!

Reise in die Vergangenheit

Die Sprücheparade von der Testfamilie startet in eine neue Runde und ich bin auch mal wieder mit dabei – das Thema lautet „Vergissmeinnicht“. Es geht dabei nicht um die gleichnamigen Blümchen, sondern um die schöne (aber ausgestorbene?) Tradition der Poesiealben; gesponsert wird übrigens von couponsearch. Ich möchte mich an dieser Stelle schon im Vorfeld bei Eva für das tolle Motto bedanken, denn es hat mir erstens beim Suchen witzige Funde auf Dachboden und Wintergarten meiner Eltern beschert und zweitens durfte ich mit Hilfe der Bücher weit in die Vergangenheit reisen und ungeahnte Schätze entdecken. Wer jetzt meint, ich übertreibe maßlos, nur weil ich mein Büchlein mit „uralten“ Versen von 1995 gefunden habe, der irrt. Ich stelle euch heute etwas ganz Besonderes vor, nämlich die Poesie von sage und schreibe  4 Generationen!

Steigt ein, schnallt euch an und dann reisen wir zusammen ein ganzes Stück zurück….

Auf dem hintersten Buch, dem Buch meiner Oma, steht nicht etwa „Ponfin“, wie man meinen könnte, sondern „Poesie“. Diese Schrift nennt sich „Sütterlin“ und war in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts die gängige Schulausgangsschrift. Als meine Mama es aufschlug und die ersten Seiten durchblätterte, rief sie mir zu: „Das kannst du bestimmt gar nicht lesen!“ Ich rief zurück: „Klar, kann ich das lesen!“. Ich erwartete die altdeutsche Schrift, die zwar ein bisschen experimenteller aussieht, als unsere Schreibschrift, man sie aber dennoch mit einem bisschen Phantasie und gutem Willen lesen kann. Aber was mir dann aus dem Buch entgegenblickte, war nicht das, was ich gedacht hatte. Es waren gemalte Zeichen, ein bisschen wie verschlüsselte Botschaften, bei denen man nicht sicher ist, ob es wirklich Buchstaben sind, die dort stehen. Ich erriet eine handvoll Wörter (davon die Hälfte noch falsch ^^) und ließ mich resignierend über die Sütterlinschrift aufklären und die Verse von meiner Mama übersetzen. Dieses kleine, von den Jahrzehnten grau gefärbte, Büchlein ist von vorne bis hinten voll mit „Zeugenaussagen“ einer fast vergessenen Zeit. Bunte, damals sehr wertvolle Lackbilder zieren die mittlerweile vergilbten Seiten und in elegant-verschörkelter Schrift steht eine magische Jahreszahl zwischen 1939 und 1941 unter jedem Eintrag. Das Gefühl, dass ich über 70 Jahre später die Seiten berühren kann, auf denen die Menschen im Zweiten Weltkrieg ihre Zeilen zu Papier gebracht haben, jagt mir einen Schauer über den Rücken. Viele von ihnen sind entweder heute sehr, sehr alt oder sogar schon gar nicht mehr am Leben. Der Geruch, die Schrift, die Bilder und die Worte rühren mich zu Tränen, wenn mir bewusst wird, wie wertvoll dieses Buch ist und auch in Zukunft für meine Kinder und deren Kinder noch sein wird. Interessant ist, was sich die Mehrzahl der Schulfreundinnen meiner Oma für Verse ausgesucht haben. Da ist noch lange nicht die Rede von „In allen 4 Ecken soll Liebe drin stecken“ oder anderem belanglosen Blabla. Die Achtung vor den Eltern und der Gehorsam des Kindes stehen bei nahezu jedem Spruch im Mittelpunkt. Stellvertretend zeige ich euch den Eintrag meiner Uroma vom März 1939. Ihre Tochter – meine Oma – war damals gerade erst 8 Jahre alt.

„Sei folgsam, Kind, und zög’re nicht,
wenn Vater oder Mutter spricht!
Die Eltern sollst du herzlich lieben,
durch Ungehorsam nie betrüben!
Dieses schrieb Dir zum Andenken
Deine Mutti“

Wirklich schön und nach wie vor aktuell ist der Vers eines Lehrers, der zusammen mit meinem Uropa als Einziger unsere lateinische Schrift benutzt hat: „Kämpfe und erring‘ Dir eig’nen Wert, hausbacken Brot am Besten nährt.“. Dieser Spruch existiert heute in etwas anderer Form (aus Kohlenhydraten wurde Eiweiß), hat aber an Aktualität nichts verloren: „If you give a man a fish, you’ll feed him for a day. If you teach a man how to fish, you’ll feed him for a lifetime.“

Mit Hilfe der Wikipedia-Seite über die Sütterlinschrift und dem dort abgebildeten ABC konnte ich sogar Vieles aus dem Buch von Deutsch nach Deutsch „übersetzen“. Mühsam ernährt sich das Eichhörnchen…. Ihr dürft euch auch gerne mal am Übersetzen probieren:
(P.S. Textfragmente bei Google eingeben wird euch vermutlich nicht helfen. Zu alt 😉

Lustig ist auch die Veränderung der Namen über die Generationen. Hießen sie bei meiner Oma noch Erika, Gisela, Elsbeth, Ingeborg und Hildegard (Poesiealben sind wohl schon immer Mädchensache gewesen), schrieben bei meiner Mama vorwiegend Monikas, Petras, Brigitten, Margits, Renaten und Angelikas ein. Damit sind wir schon bei der zweiten Generation angekommen. Anfang der 60er Jahre, die DDR war in vollem Gange, schrieb man – nun auch für mich – lesbar und klebte ebenfalls hübsche Lackbilder ein. An denen kann ein Ungeübter die 25 Jahre Unterschied absolut nicht erkennen (Blumen waren immer „in“), wohl aber am Inhalt der kleinen Verse. Vater/Mutter aus den 30ern haben Platz gemacht für ein bisschen Politik:
„Wer mit dem Leben spielt, kommt nie zurecht. Wer sich nicht selbst befiehlt, bleibt immer Knecht!“ (Februar 1961) oder auch harmlose, absolut unpolitische Regentropfen, die in vielen Jahren an’s Fenster klopfen und Grüße überbringen (Moment – war es die, die einen Stasi-Mann geheiratet hat? Dann waren die klopfenden Tropfen vielleicht doch nicht so unpolitisch….)
Die hübschen Lackbilder wurden getauscht, gesammelt und gehortet. In den 60ern war die Auswahl nicht sooo groß. Es gab Blumen. Viele Blumen. Rote Blumen, blaue Blumen, weiße Blumen, gelbe Blumen. Und Fachwerkhäuser. Bombastisch für eine 10-Jährige, die viel lieber die Schätze aus Mamas Album besessen hätte: fliegende Tauben, niedliche Schulkinder, Engel und selbst die Blumen waren schöner!
Wenn dann doch mal ein außergewöhnliches Bild im Album klebte, war es entweder ein Überbleibsel von den Mamas der Schulfreundinnen (li.) oder aus dem Westen (re.).

Kommen wir zur 3. Generation: zu meiner Zeit, in den 90er Jahren, kannte man Poesiealben zwar noch, viel cooler waren dann aber Stickeralben (haben die guten, alten Lackbilder abgelöst) und Freundebücher. Zu Zeiten von Backstreet-Wahn (waaaaaahh, ein überlebensgroßer Starschnitt von Nick in der BRAVO *augenroll*) und Diddl-Mania musste jeder ein Buch mit dem klumpfüßigen Mäuse-Kanguruh drauf haben und durch die Reihen der Mitschüler reichen, vorzugsweise direkt im Unterricht. Hier brauchte man nicht mehr selbst kreativ werden, sondern konnte einfach einen Fragebogen ausfüllen und damit hatte sich das. Da wurde dann auch schon mal ein Vierteljahr später das Buch erneut verlangt, damit man die Lieblingsband aktualisieren konnte. Irgendwann waren auch Nick, AJ, Brian & Co. irgendwie schwul statt megasüß ^^

Trotz des Freundebuches besaß ich tatsächlich noch ein Poesiealbum, in das ich allerdings nur Lehrer und Erzieher schreiben ließ – haha. Ich fand das Buch so schön und hatte Angst, dass gleichaltrige Kinder es verunstalten würden, glänzte meine Klasse im Bereich „Schönschrift“ ja nicht sonderlich, wenn ich da vor allem an die Jungs zurückdenke…
Eine Lehrerin zitierte Tucholsky: „Der Vorteil der Klugheit ist, dass man sich dumm stellen kann. Das Gegenteil ist schon schwieriger.“ Wahrscheinlich hatte sie damals schon erkannt, dass mein zeitweises, mathematisches Unvermögen ausschließlich auf dem Verbergen der eigentlichen Fähigkeiten beruhte ^^

Wenn dann doch mal ein Kind einschrieb (ok, die große Schwester einer Klassenkameradin), hatten Politik und Patriarchat da nichts mehr zu suchen. Man schrieb entweder Banales, wie „Lebe glücklich, lebe froh, wie der Floh in Mexiko“ oder Schulsprüche wie „Algebra, Physik, Chemie mancher denkt, er lernt es nie! Aber mancher, der das dachte, später doch Karriere machte!“. Da war nichts mehr zu spüren vom Wind of Change oder gar dem Rohrstock im Unterricht… Und auch wenn man’s nicht glauben mag – poetisch waren wir allemal, nur eben nicht vorrangig im Poesiealbum. Man schrieb dem Angebeten (der leider gerade mit der besten Freundin „zusammen“ war – blöd) Geraspeltes wie „Wärst du eine Träne von mir, ich würde nie mehr weinen, aus Angst, dich zu verlieren“ im Liebesbrief oder per Liebesmail, nur um 10min später in eben diese Tränen auszubrechen, weil er noch nicht geantwortet hat (hatte die Zunge vermutlich gerade im Mund der Freundin! Multitasking und so) Ja, ja, so war das mit den 90s-Kids 😉

Ob die 4. Generation überhaupt noch weiß, was ein Poesiealbum ist, geschweige denn, ein eigenes besitzen wird, sei mal dahingestellt. In Zeiten der Social Media, wo Freundschaft, Liebe, Hass und andere Kommunikation hauptsächlich über Facebook, Twitter und diverse andere Netzwerke stattfindet, wie viel Wert hat da noch ein handgeschriebenes Büchlein? Ist das so oldschool, dass es niemand mehr machen wird (Was ist eigentlich Po-esie? Was Versautes?) oder erfährt es irgendwann eine Renaissance? Statt der Lackbilder schickt man mal schnell als Gruppennachricht ein witziges Bild rum – wer will kann es sich ja selber ausdrucken und irgendwo hinkleben… Wie persönlich ist denn das „Happy birthday“ im Netz, nicht, weil man weiß, wann die Freunde Geburtstag haben, sondern weil das Netzwerk blinkt und einen daran erinnert?
In vielen, vielen Jahren, wenn Schulzeit, Ausbildung oder Studium längst hinter unseren „Babys“ liegen, scrollen sie sich dann online durch ihre Nachrichten und denken: „Ach, war das eine schöne Zeit! Was die wohl gerade macht? Ob sie Kinder hat? Verheiratet ist?“? Im Zweifel müssten sie das nicht mal erfragen, sondern könnten einfach auf deren Chronik vorbei gucken und das Hochzeitsbild liken ^^

Die Schönheit mancher Verse erschließt sich einem mitunter erst viele Jahre später. So ist es auch mit diesem, den ich meiner Tochter mit auf den Weg geben würde, sollten Poesiealben tatsächlich ein Revival erfahren:

„Wenn deine Augen dieses lesen,
so reich im Geiste mir die Hand.
Es ist doch wunderschön gewesen,
wie wir als Kinder uns gekannt.“

Wenn Fiona größer ist und unseren Poesiebücher-Schatz mal zu sehen bekommt, wird sie sicher auch eines haben wollen (hoffentlich!). Derzeit besitzt sie ein vollständig ausgefülltes Kindergartenfreundebuch. Muss das in dem Alter schon sein? Nee, muss überhaupt nicht. Aber mal ehrlich, könnt ihr euch an alle erinnern, die mit euch zusammen im Kindergarten waren? Meine vollständige Erinnerung beginnt erst mit der Schulzeit. Und auch wenn es nicht die Kinder ausgefüllt haben, sondern die Eltern, ist es in ein paar Jahren sicher sehr süß, wenn man zusammen die Fotos und abstrakten Zeichnungen der anderen Gruppenkinder angucken kann. Und in 20 Jahren erst – „na, erinnerst du dich noch an den? Der hat doch immer gehauen. Jetzt arbeitet er auf der Bank…“

Schon allein die Tatsache, dass man mit knapp 3 Jahren „Sahne“ als sein Lieblingsessen angibt, ist es wert, im Kindergartenalter schon ein erstes Erinnerungsbuch zu starten.
Es heißt ja, mit dem Alter wird man wieder Kind. Vielleicht sollte ich mal meine Oma nach ihren Lieblingsspeisen fragen. Wenn die dann „Sahne“ sagt, lach ich aber 🙂

HexHeks

Wow, da steht man wegen eines gekauften Armbandes mal kurz beim Blogzug auf der Startseite und schon explodiert die Zahl der regelmäßigen Leser von gut 70 auf über 100 – ich freue mich, vielen Dank und herzlich Willkommen in der bunten Welt von HexHex! (Ihr kommt gerade richtig, das Gewinnspiel zum ersten Bloggeburtstag Mitte August steht schon in den Startlöchern!)

Vor ein paar Tagen ist das bestellte (weil bei Testmama gesehene) Buchstabenspiel angekommen. Es ist kein gewöhnliches Spiel mit Karten oder Würfeln – es ist einn Art LEGO-Bausatz, allerdings nicht von LEGO, sondern von einer Firma namens Hubelino. Eine große Grundplatte und das komplette ABC auf Spielsteinen, die kompatibel mit allen gängigen Steckspielsystemen sind – toll! Vokale sind jeweils dreifach im Set enthalten, andere wichtige Konsonanten wie z.B. „M“ oder „S“ sind auch mehrfach vorhanden. Außerdem gibt es nicht nur einzelne Buchstaben, sondern auch „Kuschelbänke“, auf denen dann „SP“, „AU“, „SCH“ etc. Platz finden. Fiona ist seit einer Weile ganz fasziniert vom Alphabet, so musste ich ihr schon auf Küchenpapier mit einem Stift ein „F“ malen, das sie dann mit Traubenzuckerdrops nachgelegt hat. Da kam dieses Spiel natürlich gerade recht. Unter Zuhilfenahme des niedlichen Buches „Mutter Gans lehrt das Alphabet“ zeigte ich ihr immer, welchen Buchstaben wir für das gewünschte Wort als nächstes brauchten und sie kramte ihn dann aus der Kiste raus. „Ihr“ F findet sie so schön, dass sie ihren Namen regelmäßig mit zwei Fs vorne schreibt 😉 Lieblingsbuchstabe ist das Ypsilon, wahrscheinlich einfach, weil sein Name so schön klingt. Im letzten Urlaub (ich berichtete HIER) sangen wir bei der Minidisco ein spanisches Lied namens „Chu-Chu-Ua“, was ich als „Kitschi-Wah“ und Fiona als „Itzi-La“ interpretierte. Seitdem das Buchstabenspiel bei uns zu Hause eingezogen ist, singt sie auf die Melodie gerne „Ypsi-Lon, Ypsi-Lon, Ypsi-Lon-Lon-Lon“…
Als mir die Idee kam, mit dem Spiel ein Werbefoto für den eigenen Blog zu machen, stieß ich auf ein leider nur einmalig vorhandenes Problem: das X ^^ Nichts für ungut.

Es gibt übrigens freudige Neuigkeiten im Hause M, und zwar an der Raupenfront! Vorgestern (und ein Nachzügler gestern) haben hier 4 wunderschöne Schmetterlinge das Licht des Kinderzimmers erblickt! (Der Einfachheit halber heißen sie alle „Brian“) Nachdem wir die Kokons vorsichtig vom Raupenbecher in den Schmetterlingskorb umgelagert hatten, dauerte es nicht ein mal eine Woche bis zur „Geburt“. Im „Beipackzettel“ war angegeben, dass die Raupen sich nach 3-5 Wochen verpuppen und die Schmetterlinge anschließend  nach 7-14 Tagen schlüpfen. Bei uns haben sie scheinbar das Kurzprogramm durchgezogen. Eine knappe Woche bis zur Verpuppung und noch mal ein paar Tage bis Schmetterling. Die Neuankömmlinge wurden natürlich sofort bestaunt, fotografiert (so gut das bei denen eben geht) und gefüttert. Womit füttert man denn bitte einen Schmetterling? Mit Obst wie z.B. Äpfeln, alten Bananen und (aufgeschnittenen ^^) Orangen und mit Blüten aus dem Garten, die man mit Nektar (2 TL Zucker auf 1/4 l Wasser) beträufelt. Fiona hatte gestern großen Spaß dabei, denn wenn man das Obst mit der Hand ganz langsam bis zum Boden des Schmetterlingskorbes führt, fliegt manchmal einer der rot-schwarzen Distelfalter neugierig auf die Hand. Das hat gequietscht vor Freude! Wenn man ihnen dann das leckere Obst direkt vor die Fühler gelegt hat, fahren sie einen kleinen, zusammengerollten Rüssel aus, probieren ein Nano-Stück und rollen ihn wieder ein. Der Rüssel scheint so beweglich zu sein, dass man damit auch problemlos vom Teller des Nachbarn kosten könnte. Das wär’s doch im Restaurant: „oh, der Herr da drüben hat Lachs vom Grill, ich darf kurz…?“ *ausroll*

Besonders süß war Fionas Kommentar, als wir ihnen kurz vorm Schlafengehen das Stückchen Apfelsine reingelegt hatten, was sie erstmal gekonnt ignorierten. „Mama, wir müssen warten, bis ein Schmetterling auf der Cousine ist!“ Hui! Und wer den Anfang von unserer Schmetter-Mania verpasst hat, kann sich das „Life of Brian“ (ja, nur deshalb ^^) hier nochmal im Zeitraffer angucken, vom Päckchen in der Post bis hin zum fertigen Falter:

Am Sonntag waren wir mal wieder im Berliner Tierpark, dem größten Landschaftstiergarten Europas. Eine Wohnungsbaugesellschaft hatte für diesen Tag ein großes Fest mit Spielen und Programm angekündigt, was wir uns nicht entgehen lassen wollten. Kaum angekommen, fing es auch schon an zu tröpfeln. Ich hatte zwar (lange) Wechselkleidung für Fiona eingepackt, die wir dann auch direkt gebrauchen konnten, aber nützliche Utensilien wie Regenschirme o.ä. liegen bei uns grundsätzlich dort, wo es normalerweise nicht regnet, also im Kofferraum vom Auto, im Schrank zu Hause, … Nur ein rotes Regenkondom hatte ich dabei. Das wurde vorne zusammengeknotet (weil Kilometer zu lang) und von Fiona sofort in Beschlag genommen (Nach dem Auseinanderfalten wird es nie, nie wieder in die vorgesehene Hülle passen!). Wir suchten uns also einen Platz am Terrassencafé und etwas zu essen und hörten (halb aus privatem, halb aus beruflichem Interesse) einem Schüler-Akkordeonorchester auf der Bühne zu. Nach einer guten Dreiviertelstunde, in der wir trotz gezahltem Eintritt schon überlegt hatten, wieder nach Hause zu fahren, hellte es sich wieder auf und entwickelte sich zum perfekten Tierparkwetter: nicht zu heiß, aber trocken und sonnig. Fiona staunte über die „pinken Vögel“, die „borsteligen Schweine“, die sich entleerenden Elefanten (okay, nur einer…muss eben auch mal sein, aber WIE!) und die kleinen Kletter-Äffchen, die baumauf- und baumabwärts Fangen spielten. Die Affenmama gewährte uns einen kleinen Blick auf das winzige Baby unter ihrem Bauch, präsentierte uns anschließend aber nur noch ihren Rücken. Fiona passte das so gar nicht. Sie rief laut, sehr zur Freude der Mitmenschen: „Affe! Affe! … AFFE! … AAAAAFFFEEEEE! Zeig ma‘ dein Baaaaabbbbyyyy!“

Als wir an der großen Spielwiese mit dem dort aufgebauten Kinderprogramm vorbei kamen, war das Schminken leider gerade vorbei. Aber man konnte noch hübsche Masken basteln und diese selber mit Pinsel und Farbe gestalten. Nix wie ran da! Mein kleiner Bastelkönig färbte seine Giraffe in Regenbogenfarben und überhäufte sie mit Glitzerpuder. Vorher hatte Mama es doch tatsächlich noch geschafft, sich beim Ausschneiden der Maske aus einem gewöhnlichen Pappteller mit einer stumpfen Kinderschere (!) so in den Finger zu schneiden, dass es blutete. Naja, Messer, Scheren und ich haben ja bekanntlich ein ganz spezielles Verhältnis zueinander ^^
Ein großer Klangbaum mit Murmeln (man, sind die [leider] teuer!), Entenangeln, Monsterabwerfen, Stablaufen, Verzerrspiegelgucken, Obst ertasten, viele weitere Spiele und dazu als Kulisse große, luftgefüllte Giraffen, Walrösser (s.u.) und Schildkröten machten aus einem gewöhnlichen Nachmittag einen ganz besonderen.

Ach ja, apropos Basteln – am Wochenende war das erste Projekt unserer August-Wummelkiste zum Thema Zirkus fällig: Tier-Masken von Elefant und Löwe. Die wurden an den vorgegebenen Kanten herausgetrennt, bemalt, trocknen gelassen, zusammengesteckt, bebändert und aufgesetzt. Wuaaahhhh!
(Den Elefantenrüssel und die Löwennase werde ich bei Gelegenheit festkleben. Denn nichts ist furchteinflößender, als wenn dich gerade ein Elefant antrötet und ihm im selben Moment der Rüssel abfällt ^^ Törööööö!)

Eigentlich sollte der Post hier zu Ende sein, aber aus gegebenem Anlass noch eine kurze Story von gestern.

Folgendes Szenario: ein Berg, eine große (doppelte) Kurve, 2 Spuren. In der Kurve eine Tankstelle.

Ich fuhr auf der linken Spur und wollte kurz vor der Kurve auf die rechte wechseln. Neben mir war ein Motorrad. Ich fuhr weiter auf die Kurve zu, ließ das Motorrad vorbei, machte den in der Fahrschule gelernten Schulterblick (alles frei), setzte an zum Spurwechsel, richtete den Blick wieder nach vorne und schaute direkt auf….das Kennzeichen eines dicken BMWs, das zu nah dran war um rechtzeitig bremsen zu können. Bumms.
Fiona: „Öh, was war das, Mama?“ – „Mist! Ein Unfall…“
Ich hielt ein kleines Stück weiter halb auf dem Gehweg, um den Verkehr nicht zu behindern und stieg aus. Die betagte BMW-Frau stieg ebenfalls aus und zeterte, was das Zeug hielt. Was mir einfiele, sie habe noch nie einen Unfall gehabt (ich auch nicht!!!), das Auto habe noch keinen einzigen Kratzer und sie habe übermorgen einen Termin zum TÜV. Ich erwiderte, dass sie doch nicht einfach mitten in der Kurve, so weit hinter dem tankstellenabbiegenden Auto mit ihrem Schlitten stehen bleiben könne, aber das hörte sie gar nicht. Sofort pampte sie mich an, ich solle augenblicklich die Polizei anrufen. Zum ersten Mal in meinem Leben wählte ich die 110 und berichtete, was passiert war. Statt mal ihre Karre aus dem Weg zu räumen, schnappte sich die aufgebrachte Dame ihr Notfall-Set bestehend aus Einwegkamera, Stift und Zettel, fotografierte ihren kleinen Kratzer an der Stoßstange und notierte erstmal mein Kennzeichen. Sie tat so, als würde es sich nicht um einen minimalen Blechschaden am Ar*** ihres BMWs, sondern um ein Fiasko mit mindestens 5 Toten handeln… Derweil bombardierte mich Fiona mit Fragen: „Kommt jetzt ein Krankenwagen? Ich hör ihn schon, Mama! Warum hast du eine Notbremsung gemacht? Mein Sitz hat gewackelt. Schimpft die Polizei jetzt? …“

Als sie endlich kam, schimpfte die Polizei tatsächlich, in erster Linie mit der alten Dame, die ihren Blechschaden über eine halbe Stunde an der Gefahrenzone mitten auf der Straße stehen ließ, statt mal zur Seite zu fahren um nicht noch einen Unfall zu provozieren. Wenn keine Personen zu Schaden gekommen sind, kann man einen Anbumms-Unfall auch ohne Polizei über die Versicherung regeln, das hätte mir in dem Fall die 35€ Bußgeld erspart, aber die BMW-Frau war ja scharf wie ein Schießhund. Nicht mal über den Witz des Beamten („Ah, ein BMW, Bayerischer Mist-Wagen“) konnte sie einen Mundwinkel zum Lächeln hochziehen, im Gegensatz zu mir ^^ Als wir unter Anleitung des Schiedsrichters Polizei unsere Personalien ausgetauscht hatten, fragte sie mich ungelogen 3x, ob sie sich darauf verlassen könne, dass ich die Versicherung informiere. JA, man!
Nun das Größte: heute früh, kurz nach 9, rief ich im Versicherungsbüro meines Vertrauens an. Anrufbeantworter: „Wir sind Montag bis Freitag ab 10 Uhr für Sie da…“ Okay, probiere ich es eben in einer Stunde nochmal, dachte ich. Haha, denkste. Kurz nach halb 10 klingelte mein Handy, dran war die Zentrale meiner Versicherung aus Münster. Eine Frau Sowieso habe angerufen und sich erkundigt, ob ich den Unfall schon gemeldet habe. Argh! Ja, klar, Frau Sowieso, ich bin gestern direkt nach dem Unfall nach Münster gefahren zum Vorsprechen und Buße tun!
Manche Menschen sollten mit Eintritt in die Rente ihren Führerschein besser abgeben. Wer nicht in Kauf nehmen will, dass auch ein dickes Auto mal unabsichtlich einen Kratzer am Heck abbekommen kann (den die Versicherung natürlich übernimmt!), der darf eben nicht am Straßenverkehr teilnehmen. So!

Wenn ich einmal groß bin, dann bin ich nicht mehr klein

…lautet die erste Zeile eines Mini-Disco-Klassikers, in dem die Kinder beschreiben und vertanzen, was sie später vielleicht werden möchten („Schnipp schnapp schnipp schnapp schnipp schnapp, ja dann sind die Haare ab, dann sind die Haare ab, ja dann sind die Haare ab!“). Erst sollte dieser Post „Where is the Baby?“ heißen, aber um nicht unnötig die Gerüchteküche brodeln zu lassen (von denen, die nur den Titel lesen und den Rest nicht), beließ ich es lieber bei der Liedzeile 🙂

Das Baby, das hier ein mal wohnte, ist nämlich ganz definitiv und absolut keines mehr, das wurde mir heute morgen so richtig bewusst. Nach 6 Wochen Urlaub startete Fiona heute früh wieder in den Kita-Alltag, was normalerweise nach so langer Pause zu einem tränenreichen Abschied beiderseits und größeren, wortreichen Diskussionen mit den Hauptbestandteilen „will“, „aber“ und „nicht“ geführt hätte. Nichts dergleichen! Als wir gestern vorsichtig einstreuten, dass sie Montag wieder in den Kindergarten geht, reagierte sie nicht weiter darauf. Ich befürchtete, sie würde es uns schlicht und einfach nicht abnehmen nach so vielen Wochen zu Hause. Heute früh stapfte sie im Schlafanzug mit ihrem neuen Ice-Age-Sid (dazu später mehr) in die Küche und erklärte mit verschlafener Stimme, dass er mitkommen wolle in die Kita. Sie suchte mir aus dem offenen Kühlschrank Zutaten für ihre Brotbüchse raus, trug den kleinen rosa Schulranzen mit Büchse und Urlaubsfoto für die Kita-Collage stolz wie einen Koffer und spazierte nach Hasi-Zudecken-und-Tschüss-Küsschen gutgelaunt aus dem Haus. Na sowas! Dort angekommen, stürmten die Raupenkinder an die Tür zur Garderobe, drückten sich die Näschen an der Scheibe platt und riefen im Chor: „Fiiiooooonaaaa ist daaaa!“ Selbige öffnete die Tür, begrüßte ihre Kumpels, streckte mir die Wange und ein „Tschüss, Mama!“ entgegen und verschwand fröhlich erzählend im Gruppenraum… Einerseits bin ich sehr froh über und stolz auf diese neue Selbstständigkeit, andererseits – wie gesagt – the baby’s gone. Unvorstellbar, dass dieses bald 1m lange, sich deutlich artikulieren könnende Menschlein vor 3 Jahren noch in meinem Bauch gestrampelt hat. Uuuh!

Im Auto auf dem Weg zum Kindergarten erzählte sie mir, was sie ihrer Erzieherin alles berichten muss: vom Tunesienurlaub mit Quallenbiss über „Babbelin-See“ (Werbellinsee) mit den Musikkindern bis hin zum Leben ohne Windeln und den nagelneuen Ohrringen.
Ohrringen?!
Eigentlich sollte sie zum 3. Geburtstag im Oktober welche bekommen. Da im Herbst aber die Mützensaison wieder beginnt und diese die Angewohnheit haben, meist eng auf den Ohren zu sitzen, ist das keine so gute Idee. Da ist der Sommer schon die bessere Zeit für sowas.
„Fiona, möchtest du Ohrringe haben?“
– „Ja!!!“
„Aber das tut ein bisschen weh!“
– „Ja.“
„Willst du trotzdem welche haben?“
– „Lieber nicht.“

Dieses Gespräch war schon eine ganze Weile her, als wir Freitag in ein großes, klimatisiertes Shopping-Center in der Nähe fuhren (statt Zoo, weil zu heiß ^^). Weil wir direkt vor einem Juwelier ein Eis aßen, fragte ich zum Spaß erneut. Sie bejahte meine Frage, auch noch, als ich sie erneut darauf hinwies, dass es weh tun könne und sogar eine kleine Pistole im Spiel sei. Da die Stech-Kollegin des Juweliers (haha) an diesem Tag keinen Dienst hatte, gingen wir ungelocht weiter. Vor dem nächsten Schmuckladen sah sie die Ohrringe im Schaufenster und war fest entschlossen, auch welche haben zu wollen. Bevor wir reingingen, fragte ich noch ca. 100x und im Laden wurde sie von der Verkäuferin dann auch noch mal gefragt, ob sie wirklich Ohrlöcher haben möchte. Nach kräftigem Bejahen nahm Fiona auf einem großen Stuhl Platz (normalerweise verlassen Kinder fluchtartig den Laden, wenn sie erklärt bekommen, wie gestochen wird…). Aufgeregt wühlte sie in der Kiste mit den Erststeckern und suchte sich allein kleine weiße Blumen mit rotem Stein in der Mitte aus. Die zukünftigen Löcher wurden angezeichnet, die Frauen kamen mit Handschuhen und Pistolen und Fiona beobachtete alles ganz gespannt. Ich nahm ihre Hände und war auf eine heftige Reaktion mit Schreien, Toben und Treten vorbereitet, aber – nichts! Die Frauen zählten bis 3 und drückten gleichzeitig ab. Eine kurze Schrecksekunde später zuckte Nono ein bisschen zusammen, aber bevor die zitternde Unterlippe einem ausgewachsenem Weinen weichen konnte, knuddelte und lobte ich sie schon staunend für ihre Tapferkeit. Als sie ihren neuen Schmuck stolz im Handspiegel betrachtete, war der Schreck über den Pieks vergessen und sie fand sich einfach nur noch „wunderssön“. Die Verkäuferinnen staunten nicht schlecht, hatte Fiona doch keinen Ton von sich gegeben außer „Ich bin jetzt soo sssick, wie Mama!“ 🙂
Auch jetzt, ein paar Tage später, kann sie an keinem Spiegel vorbei gehen, ohne ihre Ohrstecker zu betrachten.

Kennt ihr Build-A-Bear? Nicht?!
Wer noch kein Kind hat, aber über dessen „Anschaffung“ nachdenkt, könnte als Experiment dort einen Bären oder einen anderen kuscheligen Freund adoptieren, ihn einkleiden und ausrüsten. Anschließend hat man eine ungefähre Vorstellung von den finanziellen Ausmaßen ^^ Nein, Spaß. In Berlin gibt es eine dieser Build-A-Bear-Filialen, wo man sich sozusagen die leere Hülle eines Kuscheltieres aussucht, um es dann zum Leben zu erwecken. Wir sind schon 1000x an dem Laden vorbeigegangen, aber so richtig angesprungen hat mich nie eins. Bis letzte Woche. Da saßen sie: das Dreamteam Sid und Scrat von Ice Age ❤ Scrat sitzt zwar schon im Schaukasten, ihn gibt es dort aber erst ab August bzw. eventuell sogar noch mit Verspätung. Die Augen meines Kindes leuchteten Sids leere Hülle an – wer kann da schon widerstehen? Also verbrachten wir bestimmt eine gute Stunde in dem kleinen Laden, um Sid lebendig zu kriegen (so eine Geburt dauert eben!). Zuerst wird das Tier von einem Angestellten unter Mithilfe des Kindes (und einer Watte-Stopf-Maschine mit Tretpedal) mit "Zuckerwatte" gefüllt, damit der Körper Form bekommt. Weil Fiona die Frage nach "Kuschlig oder hart?" mit Ersterem beantwortet hat, lässt unser Sid seitlich manchmal ein bisschen den Kopf hängen, wirkt dadurch aber sehr authentisch. Wenn der Körper gefüllt ist, wird dem Kuscheltier ein echtes Herz geschenkt. Dieses wird in einer Zeremonie vorher warm gerubbelt, geschüttelt und geküsst, bevor es in das Tier kommt und ihm Leben einhaucht. Mitarbeiter: "Hör mal, schlägt es schon?" Fiona: "Nein, schlägt nicht…" Ich sag ja: war 'ne Geburt, dauerte länger… Als es dann endlich schlug, wurde der Sid zugenäht und zum Waschen und Fönen gebracht.

Von dort aus geht man in die große Anzieh-Ecke, die in der Vielfalt den Kinderabteilungen bei H&N, C&E, Ornstings Family, etc. in nichts nachsteht (nicht mal im Preis!). Von Wäsche, Strümpfen, Bademode, Schlafanzügen über Oberteile, Hosen, Kleider, Röcke bis hin zu festlichen Outfits oder Arbeitskleidung gibt es dort alles, was das Kuscheltiermamaherz begehrt. Specials wie Mini-Chucks, Stiefel, Hüte, Skateboards, mp3-Player und Sonnenbrillen sind in Kassennähe natürlich auch vorhanden, damit das Warten in der Quengelzone beim Anstehen auch Spaß macht ^^

So ein Sid ist ja eigentlich nackt am Schönsten, aber so ganz ohne Extra kommt man an der Einkleidezone einfach nicht vorbei, also gab es eine Winterjacke mit Fellkragen, damit er bei Wind und Wetter nicht friert (die Tatsache, dass er untenrum nach wie vor nackt ist, vernachlässigen wir an dieser Stelle ^^). Am Computer gibt man die Daten für seine Geburtsurkunde ein und dann geht es mit dem „Baby“ zur Kasse. Dort zaubern die Verkäufer in einer gekonnten Bewegung dem Tierchen ein Papphaus mit Tragegriff, gehen mit der „Mama“ die Daten nochmal durch und schenken dem Kuschel-Geburtstagskind eine bunte Schleife. Wenn man vorher noch ganz amüsiert über das Prozedere und die freakigen Mitarbeiter des Ladens ist, amüsiert einen dann die Anzeige auf der Kasse vermutlich nicht mehr so sehr. Aber der Spaß ist es wert! Sid wird an seinem langen Hals durch die Gegend geschleppt, hat jedes Buch aus dem Kinderzimmer schon mindestens ein Mal vorgelesen bekommen am Wochenende, kennt alle Betten und den Garten und ist heute wie gesagt sogar mit im Kindergarten. Außerdem hat Fiona eine ganz entscheidende Erkenntnis gewonnen, die ich nicht schöner hätte ausdrücken können: „Wenn man eine Mama wird, dann verschenkt man ein Herz!“
Sein Haus haben wir natürlich hinterher auch noch „gemalert“, damit er sich darin so richtig wohl fühlt:

Gestern waren wir im Deutschen Technikmuseum Berlin (auf dem Gelände des ehemaligen Anhalter Güterbahnhofs) und haben den Regennachmittag mit Staunen verbracht. Sind zwar die Daten, Zahlen und Fakten eher für Schulkinder und Erwachsene gedacht, haben Fiona doch die Exponate und Experimente ziemlich fasziniert: das Segelschiff im Windkanal, der Wasserwiderstand je nach Schiffsform oder das Schlafabteil einer hundert Jahre alten Eisenbahn. Das Gelände ist allerdings so groß, dass man an einem Tag gar nicht alles schaffen kann. Bei 6€ Eintritt pro Erwachsenem (Kinder bis 14 3,50€, Kleinkinder frei) kann man nicht meckern. Ein Besuch lohnt sich auf jeden Fall! Meinem Mann hat der ausgestellte (nachgebaute) erste Computer aus dem Jahr 1937 (!) von Konrad Zuse besonders gefallen; ich fand den Wandel der Eisenbahn, eingebettet in den politischen und gesellschaftlichen Zusammenhang, am interessantesten. Es war also für jeden etwas dabei 🙂

Abschließend noch ein paar lose Bilder der letzten Tage:

Der tolle Rasenmäher-Frosch von GOWI in Aktion:
bei Betätigen des Hebels spritzt ihm Wasser aus den Augen, da lacht der Rasen!
Hut: H&M, Kleid: made by mama 😀
beim ersten Foto-Versuch und der Aufforderung „Wink mal!“
drehte sie sich um und winkte den Leuten, die aus dem U-Bahnhof kamen ^^
Melonenherz ❤
Eine Sonne? Eine Spinne? Papa?
Man weiß es nicht so genau 🙂
Werbellinsee bei schönstem Buddel- und Badewetter
Fernsehturm im Gegenlicht und Straßenfest auf dem Alexanderplatz

Und: Raupenfortschritte. Aus den angegebenen 3 Wochen bis zur Verpuppung wurde eine halbe, schließlich waren sie ja aus England auch schon eine ganze Weile mit der Royal Mail unterwegs. In den letzten Tagen hielten sich die Raupen tatsächlich fast ganz exakt an das Drehbuch der kleinen Kollegin Nimmersatt (bis auf das Anfressen der Papierscheibe am Deckel, an die sie sich eigentlich hängen sollten zum Verpuppen…). Sie wuchsen innerhalb von wenigen Tagen auf eine stattliche Raupengröße an, was Fiona regelmäßig mit der neuen Kinderlupe beobachtete. Besonders interessant ist das Fortbewegen (wer sich ekelt, darf den Rest gerne überspringen, der Post ist dann höchstwahrscheinlich eh fertig ^^): sie haben vorne 3 Paar „Füße“, dann einen kleinen Bauch ohne Füße, dann 4 Paar, dann wieder Bauch und dann nochmal ein Paar. Wenn das Raupenhirn nun die grüne Kelle zum Loslaufen durch die Raupenneuronen nach hinten schickt, bewegt sich zuerst das letzte Paar Füße. Wie bei einem Newtonpendel stoßen die letzten Füße die vorletzten an, die vorletzten wiederum die vorvorletzten und so weiter. Deswegen sieht das Kriechen für die meisten Menschen nicht so appetitlich aus…Fiona und ich fanden es interessant und hätten ihnen stundenlang dabei zusehen können. Nacheinander hingen sie sich in der Form eines Jotts an die Reste der Papierscheibe und bauten sich ihr Puppenhaus. Nachdem heute nun alle 4 verpuppt waren, stand das Umbetten an. Vorsichtig befestigte ich die Papierscheibe mit Sicherheitsnadeln in dem Schmetterlingskorb und legte die anderen 2 Raupen (die anscheinend beim Fressen am Deckelboden von der Verpuppung überrascht worden waren ^^) auf einem Stück Küchenpapier an den Boden des Korbes. In der Beschreibung heißt es, nach 7 bis 14 Tagen schlüpfen die fertigen Schmetterlinge aus den Kokons (oder „Balkons“, wahlweise „Croissants“, wie meine Kitakinder sie nannten). Man darf gespannt sein 🙂

Bunt

Trotz Ferien und viel freier Zeit wird der Laptop gerade ein bisschen vernachlässigt, denn endlich, ENDLICH, ist er da – der deutsche Sommer! Bester Spruch bei Facebook dazu: „Der Wetterbericht meinte, dass der Sommer 2012 auf einen Mittwoch fällt!“
Vor ein paar Tagen habe ich von Molly-Monkeys-Nina einen Blogger-Staffelstab überreicht bekommen. Sie möchte, dass ich 8 Sachen zum Thema „Bunt“ schreibe. Nichts leichter als das, diesen Wunsch erfülle ich dir natürlich, liebe Nina!

Wie letztens schon bei Beauty-Is-Where-You-Find-It, das leider leider gerade Sommerpause macht, geschrieben, ist das Leben mit Kind sowieso kunterbunt. Auf ein Mal hat man nicht mehr so viel Mitspracherecht, wie damals beim Aussuchen der Babybodies und Kuscheltierchen, als der Winzling fröhlich spuckend im Wipper vor sich hin gluckste. Heute wird selbst entschieden, was man anzieht, welche Haarspangen dazu passen und welche Schuhe es sein dürfen. Mit abenteuerlichen Kreationen wie dem pinken Bonbonkleid in Verbindung mit dem rot-weiß-gepunkteten Hut, den blauen Wollsocken und den gelben Gummistiefeln bei furztrockenen 30°C draußen muss ma(ma)n dann eben leben 🙂

Bunt ist es aber nicht nur im Kleiderschrank, sondern auch in unserem Garten, in dem wir derzeit die Sonne genießen. Heute Vormittag wurde das neue Buddelset eingeweiht und ein bisschen mit dem kalten Wasser aus dem Wasserhahn gemanscht (den Madame jetzt selbst auf- und zu drehen kann. Der arme Rasen musste einen nach dem anderen Eimer Wasser über sich ergehen lassen…). Bei genauerem Hinsehen konnten wir sogar die ersten Himbeeren entdecken, allerdings sind sie noch steinhart. Fiona fragte ca. alle 5 min: „Können wir sie jetzt essen? … Nein?!…..Ok….Und jetzt?“

Am Wochenende waren wir auf einem großen Spielplatz ganz in der Nähe. Ich traute meinen Augen kaum, als Fiona plötzlich ohne zu Zögern auf ein großes Raketenklettergerüst stieg, die älteren Jungs fragte, ob sie ihr Platz machen können, und dann ohne Mama-rette-mich-Rufe die geschlossene Röhre hinabsauste, um unten fröhlich grinsend auszusteigen. Noch vor ein paar Wochen musste ich meine träge Mamamasse regelmäßig auf diverse Rutschentürme befördern (ich sage nur „goldenes M“…), um das oben sitzende Kind vor dem Ungeheuern zu retten, die scheinbar auf der 50cm langen Rutsche auf sie zu warten schienen. Kennt ihr das?
Ganz übermütig wollte sie dann auch noch Elektro-Auto fahren, was man aber erst ab einem Alter von 6 Jahren selber darf. Um ihr wenigstens eine kleine Autofreude zu machen, spendierte ich Papa als Fahrer ein Ticket (von dem er locker 3 Liter echtes Benzin in sein echtes Auto hätte tanken können ^^) und Nono bekam einen „Beifahrer“ in die Hand gedrückt, denn „Führerschein gibt’s erst mit 6“. Also ab in’s Auto, angeschnallt und losgebrettert durch den Parcours. Spaß hatten sie jedenfalls und Papa hat gleich noch Automatik-Fahren gelernt. Das war die 5€ wert :p

Bunt geht es außerdem zu, wenn wir zu Hause basteln. Um mal den Osterhasen-Türschmuck loszuwerden, musste etwas Sommerliches her. Mit Bastelfarben, einem Kindergartenpinselset (so viele Pinsel, so wenig Hände!) und viel Zeitungspapier als Unterlage machten wir uns an ein Bullauge mit gefalteten Schiffchen aus buntem Tonpapier. Erst haben wir das Bullauge hellblau grundiert, dann dunkelblau „gewässert“ und nach dem Trocknen die Schiffe auf die Wellen geklebt. Die fertigen Boote kann man sehr gut mit Farbe beklecksen, in dem man den Daumen mit wenig Druck über die Pinselborsten streifen lässt. Mittelgroße Schweinerei, denn die Farbe war hinterher überall, aber tolles Ergebnis 🙂 Den Rand haben wir übrigens aus weißer Wellpappe ausgeschnitten und blau bepunktet. Papier tut’s aber auch.
Jetzt ziert das Bullauge mit Wellengang unsere Haustür und holt ein bisschen Urlaubsfeeling rein.

Die süßen Schiffchen sind kinderleicht und in Sekunden nachgebastelt. Guckst du hier:
falte ein quadratisches Stück Papier ein Mal senkrecht, klappe es auseinander und falte noch Mal waagerecht.

Anschließend klappst du die 4 Ecken zur Mitte.

Nun legst du das Papierstück umgedreht auf den Tisch und klappst eine Ecke ein bisschen nach oben. Umgedreht, nach Lust und Laune verziert und schon kann das Schiff in See stechen!
Aus buntem Tonpapier und hübsch beklebt, bemalt oder bekleckst verschönern sie jedes Wasserbild und sind ein echter Hingucker. Viel Spaß beim Nachbauen und „Schiff Ahoi“!

P.S. Den Pinguin haben die Boote auf ihrer Reise fotografiert 🙂 Er stand mit einem „Welcome-home-Schild“ auf Papas Platz am Tisch, als der letzte Woche wieder nach Hause gekommen ist. Er (der Pingu, nicht der Papa ^^) ist aus dem Buch „Einfach tierisch gefaltet“ – farbenfrohe Tiere aus Papier.

So, zurück zum Thema „Bunt“. Wir haben mit farbenfroher Knete geübt, wie man Kügelchen formt um das am nächsten Tag in der Küche umgesetzt:  es gab die schwedischen Hackfleischbällchen, die Fiona liebevoll „Käpt’n Bulla“ nennt 🙂 Diesmal hat sie alle Käpt’ns sogar selbst geknetet und bekundet, dass sie schon ein großes Mädchen ist und mir ganz toll beim Kochen helfen kann. Was dann auf dem Teller landete, war durch gelbe Smiley-Pommes und rote Preißelbeermarmelade auch ein sehr buntes Ergebnis, aber bevor wir das bildlich festhalten konnten, war es schon verputzt….

Sonntag Abend hatte ich uns Karten für das Berliner „prime time theater“ besorgt. Eine handvoll Schauspieler machen sich dort über Soaps, Krimis, Sitcoms, etc. lustig und tun das auf der Bühne vor Publikum gegen Geld. Der Dauerbrenner „Gutes Wedding, schlechtes Wedding“ lief gerade nicht, dafür aber „Eine Sommanachtstaraum“ in Anlehnung an die Komödie von Shakespeare. Fazit: Es war ein netter Abend und jeder, der sich mal nicht vor dem Fernseher langweilen will, ist mit dem prime time theater gut bedient. Vom Hocker gerissen hat es mich allerdings nicht. Mit unserem Stamm-Theater, den Gorillas, können sie leider nicht mithalten. Zu wenig geistreicher Witz, zu viel abgedroschenes Klischee. Jetzt weiß ich auch, weshalb der Sommernachtstraum auf der Eintrittskarte orthografisch so „interessant“ ist – das ist Deutsch-Türkisch, „eine Sommanachtstaraum, weissdu!“. Fand ich die Art und Weise zu sprechen nur bedingt lustig, wunderte ich mich später nicht mehr über das laute Gröhlen bei Witzen in uralter Erkan-und-Stefan-Art. Das Publikum sprach – wie ich in der Pause zufällig aus mehreren Ecken mitbekam – ganz genauso.
Ups! „Alter, hab isch voll nisch gewusst, weissdu!“
Und dass man seinen Gegenüber unter Kiffern in der Prenzl-Aue mit „Ich empfinde dich!“ begrüßt, wusste ich ebenfalls nicht. Publikum tobte. Naja, wird wohl so sein. Nicht meine Baustelle… Ein paar gute Gags waren dennoch dabei! Allerdings glaube ich, dass sich einer der Charaktere (der in Reimen spricht) nur in die Nixen verguckt hat, um am Schluss diesen Satz bringen zu können: „Ich gehe jetzt zu meinen Nixen, dann brauche ich auch nicht mehr….. traurig sein!“

Gestern waren wir spontan im Freizeitbad in Eberswalde und hinterher meine Oma besuchen, die dort um die Ecke wohnt. Bunt war es auf dem Obst- und Kuchenteller, den sie für uns vorbereitet hatte (wieder zu schnell weg zum Knipsen ^^) und im Rucksack mit den Schwimmsachen. Auch dort konnte ich meinen Augen wieder fast nicht trauen – euphorisch und motiviert stieg mein Kind die gefühlten 100 Stufen zum Rutschenturm hoch (ohne „Mama, bitte Arm-Arm!“), um dann abwechselnd auf Mamas und Papas Schoß den schwarzen Röhrentunnel hinabzusausen und vor Freude zu quietschen. Der Spaß war mit Mama aber wohl ein kleines bisschen größer, weil Papas Badehose bremste, statt zu beschleunigen 🙂  Nach 2 Stunden vollem Programm mit Whirpoolblubberbad, Strudelschwimmen, etc., konnte man sich – groß wie man ist – jetzt sogar ohne Schreien die Haare vom Fönautomaten trocknen lassen.

Wer sich über die unmögliche Mischung neonorange und rot wundert – das ist kein Set!
Das eine bedeckt mein „Oben“, das andere Nonos „Unten“.
Und für einen er- und ausgewachsenen Hintern ist „Little Beach Bum“ ja auch nicht mehr so passend, haha ^^

Heute Morgen war endlich unser langersehntes Raupen-Päckchen in der Post. Wenn der Briefträger wüsste, was er da mit sich rumgetragen hat ^^ Ich hatte hier schon ein Mal erwähnt, dass wir beim Schmetterlingszüchterwettbewerb von Arla Kaergarden (ja, die Butter) mitgemacht haben. Die wollten 5000 Züchtersets an den Mann/die Frau bringen. Um eines zu bekommen, musste man nur kreativ begründen, weshalb gerade man selbst eines kriegen sollte. Lange Rede, kurzer Sinn – irgendwann kam eine Email mit „Herzlichen Glückwunsch, Sie wurden ausgewählt!“ und wenig später war schon das Züchterset in der Post inklusive Bestellgutschein für die (englischen) Raupen.

Wie funktioniert das Ganze?

Die 4 zugegeben noch nicht sehr elegant anmutenden Raupen sind in einem futtergefüllten Becher mit kleinen Luftlöchern und halten sich jetzt ganz an die Geschichte der Raupe Nimmersatt. Sie fressen und wachsen, fressen und wachsen, fressen und wachsen. Nach 3 – 5 Wochen verpuppen sie sich und hängen dann kopfüber wie ein J an der Becherdecke. Dann kann man die Puppen umlagern in den Schmetterlingsaufzuchtkorb und dort schlüpfen nach ein paar Tagen wunderschöne Schmetterlinge, die man füttern, beobachten und anschließend freilassen darf. „Wir“ sind (natürlich) in Stadium Nummer 1: kriechen, fressen, wachsen. Noch ist es nicht sonderlich spannend und Geduld ist für fast-3-Jährige das Nervigste, was es geben kann. „Sind sie schon Schmetterlinge?“ – „Nein. Das dauert noch gaaaanz lange!“ …. „Mama? Sind sie jetzt Schmetterlinge?“ – „Argh.“
Ich werde euch auf dem Laufenden halten, wenn es was Neues aus der Raupenstation gibt.

Zu guter Letzt noch eine kleine Blogparade hinterher: Lordy, ein Student aus Bochum, hat dazu aufgerufen, die normalerweise relativ fotoscheue Zahnpasta im Badezimmer abzulichten und sie der Welt zu präsentieren. Und weil ich für witzige Ideen immer zu haben bin, mache ich gerne mit. Erstens ging es auch dabei wieder ziemlich bunt zu und zweitens ist mir aufgefallen, dass wir absolute Zahnpasta-Messis sind! Von wegen eine! Hier hat jeder seine eigene und noch Ersatz dafür ^^ Also, ich bin mir sicher, es hat euch schon immer brennend interessiert, wie es in unserem Bad neben dem Waschbecken aussieht. Eure Neugier soll hier und heute befriedigt werden 🙂

Zu gewinnen gibt es übrigens einen 25€-Gutschein von Amazon und bei mehr als 20 Teilnehmern legt er noch 5€ oben drauf. Also los, ab in’s Bad mit euch und der Kamera und dann hier lang!

Ich darf mir laut Spielregeln jetzt ein paar Blogger-Freunde aussuchen, ihnen ein Thema vorgeben und gucken, was passiert, bzw. ob sie sich etwas dazu ausdenken und das mit uns teilen. Hier sind die 10, von denen mich Bilder und/oder Geschichten zum Thema „Sommer“ ganz besonders interessieren.
Auf die Plätze, fertig, los:

Ich bin gespannt auf eure Beiträge (dürft ihr gerne hier im Kommentar verlinken, wenn ihr möchtet) und wünsche allen eine schöne, sommerliche Restwoche!