Lieblingstweets Januar 2018

Neues Jahr, neue Lieblingstweets. Ich hab sie vermisst, ihr auch?

Verratet ihr mir eure Lieblinge in den Kommentaren? Meine sind das Fistelstimmchen und das Gebüsch auf dem Teller. Viel Spaß beim Lesen, Lachen und Teilen!

Advertisements

Jedem Anfang wohnt ein verdammter Zauber inne – eine audiovisuelle Buchrezension

Öhm…wie fängt man denn an nach so langer Abstinenz…?

Ich weiß es auch nicht so recht, vielleicht einfach mit „Hallo, ich bin wieder da, schön, dass ihr es auch seid“?

Einen konkreten Grund für meine digitale Abwesenheit gab es gar nicht direkt, nur viel Leben 1.0, viel Arbeit, viele Hobbys und (zu) wenig Motivation vielleicht. Aber was könnte es für einen besseren und auch namentlich passenderen Grund für einen Neuanfang geben, als diesen hier:

„Jedem Anfang wohnt ein verdammter Zauber inne“

So heißt es nämlich, das erste Printbuch meiner Lieblingsbloggerette Andrea Harmonika, die mich seit Anbeginn ihrer Blogger-Zeitrechnung mit jedem einzelnen ihrer Texte umgehauen hat. Mit so viel Feingefühl für Sprache, so viel Witz, Augenzwinkern und Empathie. Herzaugen oder Lachtränen bei jedem Blogpost. Und als ich dann auch noch von ihr gefragt wurde, ob ich ihr Buch rezensieren möchte – woaahh! Und ob ich das will. Als Widmung bekam ich: „Für Vivien, die einzig wahre Harmonika“. Deshalb fällt meine Rezension natürlich auch stilgerecht musikalisch aus! Andrea, I hope you like it!

Mit anderen Worten:

Dieses Buch muss man besitzen! Ich hätte da noch ein paar Verwendungsgebiete.

1. ) Es sollte nicht nur in jedem Haushalt mit Kindern zu finden sein, sondern

2.) anstelle der vergilbten Bibel in den Schubladen sämtlicher Hotelzimmer (und im Klostergästehaus natürlich!) liegen

3.) Erstlingsmüttern sollte man beim Babybesuch daraus vorlesen und es

4.) im Restaurant den Eltern heimlich zustecken, deren Kinder nackte Nudeln bestellt haben und die trotzdem nicht essen, weil ein Basilikumblatt den Teller ziert und Grünes ja bekanntlich per se als giftig kategorisiert wird

5.) In der Geburtsvorbereitung kann es einen wertvollen Beitrag leisten für alle, die schon immer wissen wollten, wie es klingt, wenn ein Kopf geboren wird

6.) Und Jesper Juul brennt sicher darauf, zu erfahren, was Fisima- und viereckige Tanten mit bedürfnisorientierter Erziehung zu tun haben.

Ich habe in den letzten Tagen mit Andrea bei meiner Tasse Tee gelacht, geweint (Hormone, Hormone! Ach, oder doch einfach nur die emotionale Inkontinenz…? Wer weiß!) und wieder gelacht und hätte sie gerne die ganze Zeit neben mir zu sitzen gehabt, damit sie unmittelbar erleben kann, wie viel Spaß mir ihr Buch gemacht hat und wie ich (mir selbst) manche Sätze laut vorlesen musste, weil sie so treffend formuliert sind.

„Jedem Anfang wohnt ein verdammter Zauber inne – vom Sinn und Unsinn mit Kindern“

von Andrea Harmonika

erschienen bei Bastei Lübbe, Köln

ISBN-10: 3404609670
ISBN-13: 978-3404609673

Preis: 10€

ab heute, 26.01.18, im Handel!

Und nun husch husch in die Buchhandlung mit euch!

Lieblingstweets Mai Teil 1

Zeit für Lieblingstweets rund um aktuelle Themen wie die Frankreich-Wahl, Trump (Trump geht immer!) und den ESC. Ich habe sehr gelacht. Und jetzt ihr: have fun!

#12von12 im März

…von Schweinen, Meerjungfrauen und Motorrädern. Ach, und natürlich mit eurem Liebling, dem #wannensnack!

Mehr 12von12 gibt’s wie immer bei Caro

Lieblingstweets Februar Teil 2

Just in time, die Twitterlieblinge aus der zweiten Februarhälfte für euch! Enjoy!

 

Lieblingstweets Februar Teil 1

Lieblingstwittercontent aus der ersten Februarhälfte, hier isser:

Wenn die Flügel wachsen…

Vorletzte Nacht schlich ich mich zu den Kindern in (mein) Bett und kuschelte mich an das schlafende Schulkind. Ja, die Mädels schlafen momentan beide im Elternbett, wo Papa freiwillig das Feld geräumt hat und vorübergehend ins Wohnzimmer umgezogen ist. Sie brauchen sich trotz aller Kabbeleien und sie brauchen mich im Moment. Das Gitterbett dient als Buch- und Kuscheltierablage und die Betten im Kinderzimmer sind nur Deko. Aber ich fühle, dass es ihnen so, wie es gerade ist, Halt und Sicherheit gibt, dass sie die Nähe und Geborgenheit des Familienbettes suchen. Und eines Tages wird es, ohne dass wir das vorher ahnen, das letzte Mal gewesen sein. Die Zeit geht viel zu schnell vorbei. Also habe ich mir vorgenommen, meine 20cm Betthälfte zu genießen, so lange die Kinder sie noch mit mir teilen.

Jedenfalls lag ich da so neben meiner schlafenden, großen Tochter und schaute sie an im schwachen Licht der Straßenlaterne, die durch unser Fenster schien. Ihr wunderschönes Profil: ihre perfekten Lippen, ihre langen Wimpern, ihre dunklen Augenbrauen, die Rundung ihrer Nase, ihr wunderschöner Mund, der inzwischen schon so viele schlaue Dinge sagt. Ich lauschte ihrem gleichmäßigen Atem. Und plötzlich liefen mir Tränen die Wangen herunter.

In meinem Kopf spielte sich ein Film ab

Lauter Erinnerungsfetzen von diesem, meinem ersten Kind. Auf ein Mal sah ich sie, wie sie auf der Schaukel saß und lachte, ihr helles, klares Kinderlachen, „Bitte anschaukeln, Mama!“. Wie sie in meinen viel zu großen Absatzschuhen durch die Wohnung lief, in ihrem Hochstuhl sitzend „Kling Glöckchen“ sang, wie sie ihre allerersten Lieder auf der Melodica spielen lernte und wie wir zusammen über die Hängebrücke auf dem Spielplatz kletterten. Ich sah sie an und mir wurde in diesem Moment in der Nacht bewusst, dass dieser kleine Mensch nicht mehr da ist. Sie ist jetzt jemand anderes. Wie Berlinmittemom es letztens so treffend beschrieben hat: sie ist eine andere Version von sich selbst. Ich liebe sie mit jedem Tag noch ein bisschen mehr und ich könnte nicht stolzer auf meine große, selbstbewusste Tochter sein. Aber die kleine Fiona, diese, die ich auf meinen Schultern durch den Tierpark getragen und beim Fahrradfahrenlernen festgehalten habe, die ist nicht mehr da. Die Babyzeit, IHRE Babyzeit, mit ihrem einzigartigen Geruch, mit winzigen Füßen, kleinen Händchenabdrücken in Salzteig und mit ersten Schritten an meiner Hand – die ist unwiederbringlich vorüber. Mit jedem Milchzahn, den sie verliert, wird sie ein Stück erwachsener und selbstständiger. Schöner und klüger. Lustiger und mutiger. Umso mehr genieße ich die kleinen, seltenen Momente, in denen sie zeigt, dass sie zwar eine tolle große Schwester, aber eigentlich doch selber manchmal noch klein und kuschelbedürftig ist und meine Nähe sucht.

An meiner Hand läuft noch ein anderes kleines Mädchen, eines, das fast täglich Neues lernt und gerade mittendrin in der Entwicklung ihrer eigenen kleinen Persönlichkeit ist. Mamasein zum zweiten Mal erleben – das fühlt sich ganz anders an. Ich liebe meine Kinder nicht gleich. Ich liebe sie beide bis ans Ende der Welt, aber auf ganz unterschiedliche Arten. Die beiden könnten nicht verschiedener sein! Man erlebt die Meilensteine des ersten Kindes mit dem zweiten nicht einfach noch mal, man erlebt sie mit jedem Kind anders. Dem kleinen wachsen gerade Wurzeln, dem Schulkind jeden Tag etwas größere Flügel…

In dieser Nacht streichelte ich gedankenverloren ihre Handfläche, als sie, immer noch schlafend, ihre Finger um meine legte. As long as I’m living, my baby you’ll be… ❤

img_9556