6 Monate Schulkind

Unglaubliche s-e-c-h-s Monate soll dein erster Schultag schon her sein, wie schnell rast die Zeit denn bitte?!
Du hast doch gerade erst Zuckertütenfest im Kindergarten gefeiert und jetzt wird schon bald die nächste Vorschulgruppe verabschiedet. Verrückt!

Wie auch schon beim letzten Bericht (3 Monate Schulkind) geschrieben: wir bereuen keine Sekunde, dich kurz vor deinem 6. Geburtstag schon eingeschult zu haben, obwohl die meisten deiner Klassenkameraden inzwischen schon 7 werden oder geworden sind. Du bist angekommen in deinem neuen Lebensabschnitt, hast dich an den Tagesablauf gewöhnt und bist auch nicht mehr soo maulig beim frühen Aufstehen. Ich wäre es zwar, 6.15 Uhr ist einfach noch nie meine Zeit gewesen, aber lasse mir nichts anmerken, damit du einen guten Start in den Tag hast und ihn mit guter Laune beginnst! Mit ganz kleinen Augen nutze ich die 20min zwischen Wecken und Aufstehen in der ansonsten stillen Wohnung für den „Brotbüchsenzauber“, wie es dein Papa nennt. Puzzleteilchen aus Toast, Gurkensterne und Melonenherzchen – das ist mein Yoga zum Wachwerden. Du würdest ganz normal geschIMG_9411nittene Gurken auch essen, das Alibi-Obst sowieso drin lassen und den Toast auch viereckig nehmen, aber weil ich weiß, dass du dich darüber freust und, weil ich dir zeigen möchte, dass du mir diese liebevollen Extraschnippeleien wert bist, mache ich das jeden Morgen. Manchmal stecke ich auch einen kleinen Liebesbrief oder „Kussbonbon“ mit rein und stelle mir vor, wie du ihn in der Frühstückspause findest und lächelst: Guten Appetit! Ich hab dich lieb, Mama ❤

Was eure Lehrerin uns letzten Sommer gesagt hat, habe ich nicht für möglich gehalten: im Dezember können die Kinder lesen. Du konntest tatsächlich im Dezember lesen – ganz langsam, aber richtig. Mittlerweile scannst du deine ganze Umgebung nach etwas Lesbarem ab und mit dem Lesen kommen auch die Fragen: was heißt eigentlich ULTRAHOCHERHITZT und HOMOGENISIERT?
Ähhh…

Du gehst – im Gegensatz zu mir damals – sehr gerne in den Schulhort und bist traurig, wenn du mal nicht bis 16 Uhr bleiben darfst. Ihr macht dort tolle Sachen: basteln, backen, stempeln, experimentieren und 1x im Monat steigt eine große Mottoparty. Das letzte Motto war Weltraum. Du hast dich akribisch darauf vorbereitet, aus unserem riesigen Konzertkostümfundus den Astronautenanzug mit Helm rausgesucht und wir haben zusammen einen Ufokuchen gebacken. Am Morgen der Party dann: Fieber. Das tat mir in der Seele weh! (Aber deine coole Horterzieherin hat gesagt, dass ihr bald in die Sternwarte geht und du dein Kostüm dann gerne anziehen darfst ^^).

Deine Lieblingsfächer sind nach wie vor Sport und Lebenskunde, aber auch Kunst gefällt dir sehr! Ich bewundere dein kreatives Potential und, wie du deine Ideen einbringst! Als ihr den Struwwelpeter gemalt habt, habt ihr seine Haare und Fingernägel aus schwarzen Papierstreifen gerissen und aufgeklebt. Du hattest zusätzlich die Idee, den nassen Pinsel mit schwarzer Farbe auf die gemalten Klamotten tropfen zu lassen, damit sie dreckig aussehen. Das fand deine Lehrerin nicht so gut, aber ich finde das großartig! Auch zu Hause produzierst du ein tolles Bild nach dem anderen. Was die Malkünste angeht, hast du mich längst überholt! Weiter so! Seitdem du in der Schule Buchstaben lernst, bastelst du dir regelmäßig Bücher, denn du machst nichts lieber als Dinge zu sortieren und zu archivieren, meine kleine Forscherin! Auch Einkaufszettel schreibst du mittlerweile am liebsten selber.

 

Obwohl du in deiner Freizeit sehr gerne Musik machst und eine der besten in deiner Akkordeongruppe bist, magst du das Fach „Musik“ in der Schule nicht so. Als ich fragte, weshalb, erklärtest du mir: „Weil wir da überhaupt nicht Musik MACHEN, Mama! Die Lehrerin macht immer einfach ein Lied an und wir sollen mitsingen. Ohne Instrumente! Das macht mir keinen Spaß.“ 
Das kann ich so gut verstehen, mein Schatz!

Dein erstes Halbjahreszeugnis hast du Ende Januar bekommen und warst mächtig stolz (nicht nur du!). In meinem eigenen Zeugnis der ersten Klasse war neben viel Lob für sprachlich-musische Fähigkeiten auch zu lesen: „Addition und Subtraktion im Zahlenbereich bis 20 bereiten ihr zuweilen noch Probleme.“
Dir nicht! Du bist schon mehrfach „Rechenkönigin“ geworden und hast kleine Tests mit „O F.“ bestanden. Zehner und Einer, Vorgänger und Nachfolger – you rock!

 

Geltende Währung zur Bestimmung des Coolness-Faktors und des Reifegrades in der ersten Klasse sind übrigens Wackelzähne! Da wird geklatscht und getrascht, geholfen, beratschlagt, es werden Wackel-Tipps gegeben und Erfahrungen geteilt: im Club der fehlenden Zähne. Die beiden unteren Schneidezähne bist du schon im Herbst losgeworden. Nachdem einer der oberen so bedrohliche Winkel eingenommen hat, dass einem vom Zugucken schlecht geworden ist, hat er nach vielen wackligen Wochen vor ein paar Tagen endlich aufgegeben. Hooray! Letztes Wochenende hat sich der zweite angeschlossen. Und nun fehlt dir ein Erkennungsmerkmal! Dein Babylachen mit den zwei großen, ein bisschen auseinanderstehenden Schneidezähnen, dieses freche, verschmitzte Nono-Grinsen – weg! Wuaah! DU bist stolz wie Bolle, schließlich hast du jetzt ein Riesenloch für den Strohhalm, und singst „Zahnlose Minka, Auto ohne Blinker“. ICH allerdings muss mich erst noch langsam daran gewöhnen, dass mein „großes Baby“ mit den langen Beinen nun nicht mehr nur keines mehr ist, sondern auch nicht mehr wie eines aussieht. Auch nicht ein klitzekleines bisschen…

Foto 12.03.16, 17 28 27

Im April findet der Rezitatorenwettbewerb eurer Schule statt, für den du dich freiwillig gemeldet hast. Als ich staunte, meintest du nur trocken: „Wenn es irgendwo gilt, mutig zu sein und sich etwas zu trauen, bin ich dabei! Das kann ich gut!“. Und weil wir online kein passendes Gedicht gefunden haben, habe ich dir kurzerhand ein schönes von den Tieren in der Tierschule geschrieben; vom Elefanten, der nicht so gut springen kann wie der Frosch und der Katze, die beim Schwimmunterricht blubbert und untergeht. „Kopf hoch“, sagt der Lehrer dann, „weil man nicht alles können kann. Seid verschieden, habt nur Mut: jeder kann was and’res gut!“. Keine 24 Stunden später konntest du alle 6 (!) Strophen auswendig. Hut ab!

Seit etwa 4 Monaten Foto 20.03.16, 21 44 30gehen wir morgens täglich zu Fuß zur Schule. Du bewegst dich gerne und sagst selbst, du bist „frischer“ im Kopf, als wenn wir fahren, und ich muss mit dem Auto nicht vor der Schule um einen Parkplatz drängeln und genieße die exklusive Zeit mit dir, meinem großen Mädchen. Unterwegs untersuchst du gefrorene Pfützen, Regenwürmer und Schuhabdrücke und erklärst mir mit deinem wichtigen Blick, welche Frühblüher auf dem Weg du in der Schule schon kennengelernt hast.

Du warst inzwischen schon auf gefühlte 20 Kindergeburtstage eingeladen, hast viele neue Freundinnen gefunden und mir gestern mit verschmitztem Grinsen erzählt, dass du VERLIEBT bist. Aber nicht nur in einen Jungen, sondern gleich in 3. Naja, viel hilft viel!

Seit du in der Schule bist haben wir ein fettes Minus auf dem Konto der Kleber, Bleistifte, Lineale, Anspitzer und Radiergummis. Ich weiß nicht, wohin die alle verschwinden oder wo in deiner Schulmappe sich das schwarze Loch befindet, aber du kratzt dir jedenfalls nur ratlos am Kopf und „weißt auch nicht“. Überhaupt weißt du Vieles nicht mehr, z.B., was es am selben Tag zum Mittagessen gegeben hat. Aber die temporäre Amnesie kenne ich ja schon aus Kita-Zeiten. Foto 20.03.16, 21 47 36

So schön es in der Schule ist – eine Situation, in der mein Mamaherz geblutet hat, gab es schon. Du erzähltest eines Tages am Wochenende unter Tränen, dass Mitschülerinnen dich gezwungen hätten, schneller zu essen und sogar, dein Essen wegzuschmeißen, obwohl du noch nicht satt warst. Sie wollten als Erste fertig sein und wieder auf den Hof gehen und das dürfen sie nur, wenn der ganze Tisch aufgegessen hat. Ich weiß, dass ich dich nicht dein Leben lang vor allem beschützen kann und dass du lernen musst, dich durchzusetzen und deine Meinung zu sagen. Aber in diesem Fall habe ich dir versprochen die Erzieherin zu bitten, beim Mittagessen ein Auge auf die Mädels zu haben. Seitdem gab es keine Probleme mehr. Ich wünsche mir, dass du auch in Zukunft mit deinen kleinen und großen Sorgen zu mir kommst und wir gemeinsam eine Lösung finden!

Mit Beginn der Schulzeit müssen ja vor allem die Eltern lernen, loszulassen. Wo man ein paar Monate vorher noch mitreingegangen ist, 3 Worte mit der Erzieherin gewechselt und das Kind in liebevolle Hände „übergeben“ hat, steht man heute nur noch am Schultor und winkt. Die meisten Kinder gehen von dort alleine über den großen Hof bis zu ihren jeweiligen Gebäuden. Wenn wir nicht gerade einer Klassenkameradin begegnen, mit der du zusammen reingehen kannst, möchtest du lieber, dass ich dich noch begleite bis zum Haus. Das mache ich sehr gerne, solange du mich lässt, und kann so Schritt für Schritt lernen, wie es ist, einem Kind Flügel zu schenken und es in die Selbstständigkeit zu entlassen… Bleib wie du bist! Ich bin stolz auf dich, mein großes Mädchen!

IMG_9399

Werbeanzeigen

Tausche 0°C gegen 30

Kürzlich auf Facebook gelesen: „Der kleine MÄRZ möchte bitte aus dem WINTER abgeholt werden!“
Solange er das noch nicht ist, nehmen wir die Beine in die Hand, hoffen darauf, dass nicht gerade morgen früh gestreikt wird (wie im Radio angekündigt!) und ziehen mit gepackten Koffern gen Süden. Macht’s gut und bis ganz bald!
 
Tausche lausige 0°C einer fleißigen Frau Holle…
 

…gegen wüstenwarme 30°C unter der afrikanischen Sonne!
 

Sind wir nicht alle ein bisschen toll(a)?

„Die Legende besagt, dass zwischen den Zeiten und zwischen den Welten, also ganz schön weit weg, die Tollas im Tolla-Stern leben…“

Bildquelle: www.tollabox.de

Ich wurde vor einiger Zeit vom Team der sog. Tollabox sehr nett und vor allem persönlich angeschrieben (also kein Standardtext mit geändertem Namen) und gefragt, ob ich nicht Lust hätte, mit Fiona diese Bastelkiste auszuprobieren und Feedback zu geben. Der Blogpost ist kein Muss, aber über so ein tolles Gesamtkunstwerk blogge ich gerne! Die Anfrage ist schon ein bisschen her, aber was lange währt, wird gut. Wir hatten jedenfalls ausgiebig Zeit zum Testen 🙂

Warum?

Wenn man noch relativ frisch in die Elternliga aufgenommen wurde und vor dem dicken Bauch so gar nichts mit Basteln am Hut hatte, verfügt man in der Regel über keinen großen Materialfundus. Mittlerweile wurde mein Noten-, Bücher-, Ordner-, Unterlagenchaos unterm Schreibtisch noch um ein Dutzend Bastelbücher und 2 Körbe voller Pfeifenreiniger, Fingerfarben, Wolle, Kleber, Kreide, Federn, Fotokarton, Tonpapier, Bastelfilz, Moosgummi und was man sonst noch so braucht ergänzt. Normalerweise, bzw. vor dem Leerkaufen des örtlichen McPapers, steht man als Mama mit dem „Ich-möchte-basteln-Kind“ da mit Schere, Kleber und einem alten, eingetrockneten Tuschkasten. Die Zeiten sind vorbei!

Was?

Es gibt ja jetzt diverse Bastelkisten, die 1x im Monat nach Hause geliefert werden. Eine davon hatten wir abonniert, haben sie aber jetzt gegen die Tollabox eingetauscht.
Das Tolla-Prinzip ist denkbar einfach und mit einem Stichwort erklärt: PLAYDUCATION.
Spielend lernen und die Welt entdecken, der Kreativität freien Lauf lassen, Fragen stellen und erforschen oder anders ausgedrückt: Ich spiele, also lerne ich.
Zum Thema „Lernen“ hatte ich im Rahmen der Eltern-Kind-Blogparade schon mal ausführlich geschrieben. Die Tollabox, die ich beim Schreiben des Lernen-Artikels übrigens noch nicht gekannt habe, greift genau das auf und setzt das ganzheitliche Lernen für die Kleinsten optisch ansprechend und gründlich durchdacht um.
Grundsätzlich ist sie unserer „alten“ Bastelkiste recht ähnlich, fügt sich aber besser in den übergeordneten Zusammenhang ein. Es beginnt schon damit, dass die Box nach dem Spielen, unförmig wie sie ist, nicht in die Papiertonne gestopft werden muss, sondern als stapelbare Pappschublade funktioniert (zu sehen auf dem Erbsenbild weiter unten).
In der Box warten 3 Entdeckerspiele, die einzeln verpackt und mit einer großen, bunten Anleitung versehen sind.

Wer oder was sind Tollas?

Die Tollas sind 4 kleine Geschöpfe vom Planeten Tolla, die mit der Tollabox auf die Erde reisen dürfen um die Kinder besser kennenzulernen. Als Team finden die Vier für jedes Problem eine Lösung. Sie sind neugierig, frech und in ihrer Art den Kinder sehr ähnlich. Jeder Tolla hat andere Eigenschaften: Nao sieht aus wie ein lilanes X, glaubt, er sei der Chef und sieht Probleme und Gefahren schon kilometerweit vorher. Kess ist eine kleine gelbe Flamme, immer gut drauf und voller Tatendrang und Ideen. LumLum ist das umgekehrte Herz, singt und kuschelt gerne. Der blaue Pi sieht genauso aus wie die mathematische Kreiszahl, demnach zählt, rechnet und misst er den ganzen Tag.
Um die Tollas erst mal ein bisschen besser kennenzulernen, spielten wir das Tolla-Verstecken, bei dem man zuerst die 4 kleinen Geschöpfe aus Tonpapier im Zimmer versteckt und mit „warm“ und „kalt“ suchen lässt.
Anschließend wurden die Augensticker überall verteilt: am Bett, an der Kinderküche, an der Lampe, etc. Die Tollas können sich nämlich nicht nur hinter, sondern auch in den Dingen verstecken, nur ihre Augen gucken dann noch raus. Das erfährt man in der Tolla-Geschichte, einem kleinen Heft mit Text und Illustrationen, das sich wunderbar als Gutenachtgeschichte eignet und in jeder Box dabei ist.

Entdeckerspiel #1

Das unangefochtene Lieblingsprojekt: ohne Frage – die Seifenblasen!
Nicht etwa normale, kleine Pusteblasen, sondern große, seeehr große Riesenseifenblasen. Na wenn das nichts ist! Unter Anleitung konnte Fiona die Seifenblasenflüssigkeit alleine mit Wasser verdünnen, während ich die Schnur mit den beiden Bambusstäben verknotet habe. Mit etwas Übung gelangen ihr ganz allein wunderschöne, gigantische Blasen. Einziges Manko: der Spaß war leider viel zu schnell vorbei. Es gibt auf der Homepage zwar ein Rezept zur Herstellung, allerdings benötigt man dafür ziemlich abgefahrene Zutaten wie z.B. Ultraschallgel vom Arzt ^^

Entdeckerspiel #2

Eine Box Erbsen und eine Box Zahnstocher: wie können die beiden eine sinnvolle Verbindung miteinander eingehen? Ganz einfach: die Erbsen über Nacht in Wasser einlegen und am nächsten Tag das Bauen beginnen. Für größere Kinder ein toll(a) Zeitvertreib, für Fiona noch ein bisschen zu schwierig, denn mit geringfügig zu grobmotorischen Bewegungen ist die Erbse halbiert und der Zahnstocher im Auge. Passiert ist bei uns zum Glück (fast) nichts, aber sie hat sehr schnell das Interesse verloren. Man braucht schon ein bisschen Feingefühl und Geschick, um zu testen, wie viele Zahnstocher in eine Erbse passen oder wie hoch man einen Turm bauen kann, bevor er umfällt. In der Anleitung waren gute Beispiele gezeigt, die absolut nachmachenswert gewesen sind! Beim Stecken ihres Namens ist es mir dann aber doch passiert: ein kleiner Pieks und ein Tröpfchen Blut am Finger. Das Pflaster war in der Box auch schon mit dabei und meine Mini-Krankenschwester hat mich sogleich versorgt. Ich glaube, das war der größte Spaß bei der Aktion 🙂 Als ich wegen kindlichen Desinteresses das Bauen beenden wollte, hat Fiona aber dann doch noch eine kreative Verwendung für den Haufen Erbsen gefunden: den Kochtopf in ihrer Küche. Seitdem gibt es jeden Tag halbweiche Erbsen und harte Nudeln zum Mittag. Jeden.

Das grundsätzliche Interesse an dieser Art zu konstruieren ist allerdings trotzdem vorhanden! Zum Geburtstag bekam sie das Magnetspielset von GEOMAG geschenkt, das nach dem gleichen Prinzip funktioniert. Viele kleine Stäbe statt Zahnstochern und statt Erbsen magnetische Kugeln, mit denen man frei Schnauze bauen und experimentieren kann. Weil der Originalkarton schon kaputt gespielt ist vom vielen Rein und Raus, ist das Bauset in einen Filly-Schuhkarton umgezogen, steht immer griffbereit und wird wirklich jeden Tag bespielt. Daraus kann man leicht und unkompliziert Ketten, Drachen, Türme, Dreiecke und allerhand andere abenteuerliche Gebilde bauen. Noch abenteuerlicher wird es für Mama und Papa, wenn die Stäbe am nächsten Tag wie von Zauberhand am Geschirrspüler, dem Ofen und der Waschmaschine „kleben“… Faszinierendes Spielzeug, nicht nur für Kinder!

Das Erbsenprojekt ist mit der Zahnstochersteckaktion aber noch nicht beendet! 2 dicke Substrattabletten können in einen der Kunsttoffbehälter gelegt und mit Wasser aufgefüllt werden. Drückt man dann ein paar übriggebliebene Erbsen in die Erde („Das ist ganz plitschlig, Mama!“), ragen nach einigen Tagen ein paar zarte grüne Ärmchen aus dem Boden. Hat geklappt! Wir gießen fleißig und warten, was noch passiert (dass das Gefäß schon mehrfach versehentlich runtergefallen und die Erde zur Freude des Staubsaugers auf dem gesamten Kinderzimmerfußboden verteilt gewesen ist, lasse ich an dieser Stelle besser unerwähnt)

Hier ist auch die Schubladen-Kiste zu sehen. Beherbergt jetzt ca. ein Dutzend Malbücher unterm Schreibtisch 🙂

Entdeckerspiel #3

Das dritte Set besteht aus einem Schnürsenkel, ein paar Wäscheklammern und Stimmungskarten mit Begriffen wie „traurig“, „glücklich“, „verliebt“, etc. Gebaut werden soll hier ein Stimmungsbarometer, bei dem man jeden Tag (bei Kleinkindern ggf. auch mehrmals täglich ^^) die aktuelle Befindlichkeit eintragen kann. Auf rotes Tonpapier werden die Namen der Familienmitglieder geschrieben, ausgeschnitten und mittels Klebepunkten an den Wäscheklammern befestigt. Wir haben den Schnürsenkel mit mitgeliefertem Powerstrip auf Nonos Augenhöhe an der Tür befestigt und über Stimmungen gesprochen: sie wollte spontan „glücklich“ sein und schnappte sich gleich die gelbe Karte und ihre Namensklammer. Die anderen Familienmitglieder wurden entweder direkt befragt oder, wenn das wegen Nichtanwesenheit unmöglich war, spontan angerufen und nach ihrer „Stimme“ gefragt 😉 Wo ich erst dachte, dass ein Stimmungsbarometer für Fiona mit 3 Jahren vielleicht noch zu abstrakt sein könnte, weiß ich jetzt, dass sie mittlerweile viel genauer beobachtet, bewertet und die Stimmungseinteilung keine Eintagsfliege war. Manchmal steht sie morgens auf, geht zur Tür und wechselt die Karten, z.B. mit den Worten: „Heute bin ich stark, Mama!“. Gegen die abendliche „Müde“-Karte ist sie allerdings weitesgehend immun… Letztens habe ich sie gefragt, ob sie denn noch glücklich sei, wie es auf ihrer Karte stand. Sie bejahte und fragte, ob ich auch glücklich sei. Ich sagte: „Wenn du glücklich bist, bin ich auch glücklich.“ Fiona: „Dann brauchen wir aber noch eine gelbe Karte!“.
Das Barometer funktioniert auch einwandfrei als Drohung bei akutem Bockanfall mit auf-den-Boden-schmeißen-und-quengeln:
„Oh, du weinst? Na dann müssen wir zu Hause schnell deine Stimmungskarte ändern.“
– „Neeeeeeiiiiiiiiinnnnnn!“
„Na aber wenn du weinst, bist du doch traurig und nicht glücklich oder?“
– *mitÄrmeltränenabwischend* „Ich weine gar nicht mehr!“

Mein Fazit

„Wir brauchen mehr Kindergarten im Leben!“
Ihr seht schon, ich bin restlos begeistert von der Box und dem gesamten Konzept!
Jeden Monat werden mit unterschiedlichen Materialien und Inspirationen andere Entwicklungsbereiche der Kinder gefördert, eingeteilt in das sog. Play-Curriculum. Bei jedem Bastelprojekt steht dabei, welche Smart-Bereiche damit gezielt gefördert werden.

Konzipiert ist die Tollabox für Kinder zwischen 4 und 8, aber früh smart sein ohne Druck schadet nie – ich kann sie bedenkenlos ab 3 Jahren empfehlen! Am Günstigsten ist sie im Halbjahresabo für 20,90€ monatlich. Wer jetzt – wie ich – Tollazeichen (ha, was für ein Wortspiel) in den Augen hat, bekommt noch einen 10€-Gutscheincode für die Bestellung mitgeliefert (TOLLAFB4 – nur noch im November verwendbar). Mit der Box ist jeder Monat ein bisschen wie Weihnachten oder Geburtstag 🙂
Die Mama und die Pädagogin in mir sagen beide „JA“ zum bunten Playducation-Manifest, gibt’s hier auch zum Runterladen. Ein paar Auszüge:

Glück ist, staunen zu können.
Entdecken ist Lernen.
Aus wenig Material viel machen ist Kreativität.
Sich heiße Lava auf dem Boden vorzustellen und von Sofa zu Sofa zu springen ist Abenteuer.
Schmutz ist ok, Kinder sind zu 100% waschbar.
Ermutigung und Raum für Ideen sind die beste Schulvorbereitung.
Wir brauchen überhaupt mehr Kindergarten im Leben.

Fionas Fazit:

„Monster sind meine Lieblingstiere!“

Keine Metaphern in die Headline: Bloggertreffen

Eigentlich wollte ich euch schon viel früher über das letzte Wochenende auf dem Laufenden halten, aber als weitestgehend wetterberichtresistenter Mensch wurde ich vom morgendlichen Raureif und den dazugehörigen nächtlichen Temperaturen in der Müritz ein bisschen überrascht und habe mir deshalb eine handfeste Erkältung halsaufwärts mitgebracht…

 
Fiona zeigt, wo wir sind
 

Wie ja bereits hier angekündigt, fand am vergangenen Wochenende das 1. Elternbloggertreffen Deutschlands im Familotel Borchards Rookhus in der Mecklenburgischen Seenplatte statt und wir waren dabei! 10 Blogger wurden von der PR Agentur Griffiths Consulting eingeladen, mit ihren Familien das Wochenende am Großen Labussee zu verbringen. Während die Kinder entweder mit Papas oder Omas auf Kutschen und Pferden das großzügige Gelände um den See erkundet oder ausgiebig die 1A-Kinderbetreuung im Happy Club getestet haben, waren für die Blogger ein Kreativworkshop am Samstag und eine Diskussionsrunde am Sonntag angedacht. Ich schreibe bewusst „angedacht“, denn geplant war das Ganze sicher ein bisschen anders…

Wenn es heißt „Stellt euch doch bitte mal kurz vor“, man mit ein paar Eckdaten wie Name, Alter und Beruf beginnt, danach bei sagenhaften 45min Selbstdarstellung einiger anderer Blogger zuhören darf und u.a. erfährt, welche Spitznamen die Leute ihren Brüsten geben, fragt man sich schon kurz, weshalb man eigentlich so weit gefahren ist. Denn dass jeder in die anderen Teilnehmerblogs schon ein Mal kurz reingelesen hat vor dem Treffen, ist – so dachte ich – selbstverständlich.
Wenn ein Blogger es allerdings schafft, mit nur einem Satz eine Handvoll der Anwesenden (unbewusst?) zu diskriminieren, hat man vorher offensichtlich nichts gelesen oder man ist ein soziales Trampeltier.
WIE, ihr schreibt keine keywords in die headline? Metaphern sollten da nicht drin stehen, sonst weiß ja niemand, worum es geht. Keinen teaser in der sidebar? Kein Logo? Pfui. Da kannst du gleich zu machen. Romane schreiben? Nee, du, das geht gar nicht. Das liest doch kein Mensch. Waas? Du schreibst nicht suchmaschinenoptimiert?! Ein Leser bleibt schließlich nur 3min auf der Seite, bevor er weiterclickt. So hält man die nie!
Es gibt aber tatsächlich noch Blogger im www, die kein verbales Fast-Food schreiben und denen SEO ziemlich weit am Lendenwirbel vorbei geht. Laut offenkundiger Meinung einiger weniger Teilnehmerinnen schreibt die restliche Welt weichgespülte, rosa Kinderkacke im Gegensatz zur ausgewiesenen „nackten Wahrheit“ der Szene-Mums. Großes Kino. Wie viele fehlgeleitete Googler „kommen“ wohl wegen dieses bestimmten key words hoffnungsvoll auf die Seite und verlassen sie nach den 3min enttäuscht und im wahrsten Sinne des Wortes „unbefriedigt“ wieder…?

Das bisschen Schreibworkshop, was nach der ausgeuferten Vorstellungsrunde noch übrig geblieben ist, war sehr interessant und aufschlussreich. Eine Aufgabe war das Clustern zum Thema „Was schlimm ist“. In eine vorgebene Strophenform (nach dem Gedicht von Gottfried Benn) sollten wir innerhalb von 10min selber bringen, was für uns schlimm ist:

 
Was schlimm ist

Wenn man seine Instrumentalschüler auf ein Konzert vorbereitet
und in der letzten Unterrichtsstunde feststellt,
dass die gesamte Schule auf Wandertag ist.
 
Morgens aufzuwachen und festzustellen,
dass nach hell – dunkel – hell – dunkel plötzlich wieder Montag ist.
 
Sich zu entscheiden, ob man das magendarmgeplagte Kleinkind
wäscht, umzieht, wäscht, umzieht
oder gleich in der Badewanne sitzen lässt.
 
Eine akute Blogidee im Kopf zu haben,
während der Laptop jegliche Verbindung zur realen Welt kappt.
 
Schlimm ist, in ein Hotel mit Pool zu fahren und festzustellen,
dass man die Badehose vergessen hat.
 
Schlimmer ist, wenn das Kind zwar eine Badehose hat,
sich aber dem Gesichtsausdruck nach zu urteilen ein größeres Geschäft ankündigt.
 
Am schlimmsten ist es, festzustellen, dass Sonntag ist
und kein Klopapier im Haus.

Bei den Bloggern, die nicht den notorischen Drang verspürt haben, auf ausnahmslos jede gestellte Frage antworten und dabei bis in die Kreidezeit ausholen zu müssen, waren sehr sympathische und vor allem authentische Menschen dabei, mit denen der Kontakt sicher über dieses Kennenlernen hinaus gehen wird. Besonders gefreut habe ich mich über die Familie mit der weitesten Anreise: Mama, Papa und natürlich das Babymädchen vom Bloggerhund Herrn Bohne aus Hessen! Sie sind genau so herzensgute Menschen, wie man vermutet, wenn man ihren Blog liest und schon allein aus diesem Grund hat sich das Hinfahren auf jeden Fall gelohnt! Das Gruppenbild vom Treffen gibt es hier, auf dem familotel-Blog zu sehen. Der Fotograf war übrigens nicht nur draußen, sondern vor allem drinnen während des Workshops schwer damit beschäftigt, immer gleich sitzende, vornehmlich zuhörende Personen so abzulichten, dass das Ganze hinterher auch so interessant aussieht, wie es tatsächlich gewesen ist. Bei dem Vorhaben war zwischenzeitlich mehrfach eine tiefhängende Lampe im Weg, die ihm wohl ab und zu ein Bloggergrinsefoto (und die ein oder andere Beule) beschert hat ^^

Vom Hotel waren wir übrigens restlos begeistert! Die Betreiberfamilie Borchard erklärte, dass es früher ein Romantikhotel gewesen sei. Als dann aber eigene Kinder in ihr Leben traten, haben sie es kurzerhand zum Familienhotel umgewandelt. Es nur kinderfreundlich zu nennen, wäre untertrieben. Ein gigantischer Bobbycarfuhrpark im Garten, Klettergerüste, Spielzimmer, Streichelzoo, Indianerzelt, Kinderkino, Tritthocker am Buffet, eine Milchbar für Babyessen, etc. Die Spielecke direkt im Restaurant bescherte wohl allen Eltern ein entspanntes Aufessen, während der Nachwuchs an der Kinderküche das Dessert zubereiten konnte.

Im Zimmer gab es ein eigenes Kinderbett für Fiona, genau wie das, was sie zu Hause hat. Der bunte Zahnputzbecher mit Clown „Happy“ und die täglich wechselnde, laminierte A4-Gutenachtgeschichte sind nur zwei Beispiele für die absolut an Kinder angepassten Begebenheiten. Der Happy Club bietet eine Rundum-Kinderbetreuung und ein ebenfalls täglich wechselndes Freizeitprogramm für die kleinen Abenteurer an, Tränen gab es selten, sogar bei den Allerkleinsten nicht. Im „Badehuus“, dem frisch eröffneten Indoor-Schwimmbad, haben wir viel Zeit verbracht. Auch dort waren Schwimmhilfen, Bälle, Enten und anderes Badespielzeug vorhanden, so dass man im Prinzip an nichts denken musste außer daran, das eigene Kind mitzunehmen. Das Gelbrotgeringelte auf dem See ist übrigens ein Wassertrampolin. Wegen der Raureifproblematik und den sehr herbstlichen Temperaturen konnten wir das See-Angebot nicht nutzen, sondern nur über die Ruhe am Ufer staunen.

Die stolzen Preise wurden ganz unterschiedlich eingeordnet, wie ich im Gespräch mit einigen anderen erfahren habe. Obwohl Essen, Unterkunft und Angebot wirklich gut waren, wären mir persönlich 1500€ für eine Woche (2 Erw., 1 Kind) zu teuer. Es kommt ganz darauf an, was man vom Urlaub erwartet! Möchte man als Paar Urlaub machen und eine entspannte Zeit zu zweit erleben, während die Kids gut untergebracht sind, ist man mit familotel bestens bedient. Will man aber seinen Urlaub komplett mit Kind verbringen und das Betreuungsangebot nicht nutzen, kann man für das gleiche Geld eine Woche in den Süden fliegen und bei garantiertem Sonnenschein am Meer liegen… Für das Bloggertreffen war das familotel Borchards Rookhus zweifelsfrei eine sehr gute Wahl. Vielen Dank, dass wir dabei sein durften!

Cocktailkarte für Schwangere & Stillende, hihi
 
 

"Inschaallah"

…“so Gott will“ werden wir uns bald wiedersehen im Land der Pharaonen, sprachen Kellner, Roomboys, Animateure, Juwelier, Hotelmanager, Taxifahrer und unsere neuen ägyptischen Freunde zum Abschied.

Nach einer Woche goldgelben Ägyptens sind wir – meine Mama, Fiona und ich – letzten Donnerstag gesund und gut erholt im goldenen Berliner Herbst gelandet, der sich allerdings bei unserer Ankunft nicht gerade von der besten Seite gezeigt hat.
Der Pilot, der als „Samson“ vorgestellt wurde (ich sah im Geiste den großen, braunen Sesamstraßen-Zottel das Flugzeug lenken ^^), kommentierte zu Beginn des Fluges die Reisegeschwindigkeit von 820km/h mit den Worten „Ja, ich weiß, nicht die Wucht, aber wir haben Gegenwind“ und kündigte uns anschließend die zu erwartenden 10 °C in der Hauptstadt als „nicht gerade Biergartenwetter“ an…

Unsere Reise führte uns mal wieder in das „Giftun Beach Resort“ in Hurghada – mal wieder, weil Fiona mit ihren nun gerade mal 3 Jahren schon zum 4. Mal dort Urlaub gemacht hat 😉
Der süße trunki-Mariechenkäferkoffer war natürlich auch wieder mit dabei und hat uns gute Dienste erwiesen! Meinen großen lila Koffer habe ich spontan am Abend vor der Abfahrt mit Masking Tape und einer handvoll Herzen, Schleifen und Schmetterlingen individualisiert. War ein Hingucker auf dem Rollband! Nach dem Urlaub war von meinen Initialen allerdings nur noch „V 1“ übrig… Die Landung beim Hinflug war etwas unsanfter, um nicht zu sagen holprig. Das Flugzeug setzte auf, hob noch mal 1 Sekunde ab und landete ein zweites Mal. Der Applaus hinterher klang direkt ein bisschen erleichtert. Fiona: „Uiiii, das war lustlich, Mama! Wir sind geschwebt!“

Da spart man so eifrig auf seinen Urlaub und fährt immer wieder genau dorthin?! Ist das nicht langweilig?! Nein!
Wir sind ganz sicher nicht der Typ Urlauber, der immer nur in das gleiche Land, den gleichen Ort und in’s gleiche Hotel fährt, man möchte ja auch was sehen von der Welt, aber wenn Ägypten, dann Giftun Beach. Da weiß man, was man hat, wenn mit 7 Tagen nur verhältnismäßig wenig Zeit zum Erholen ist. Langer, feiner Sandstrand am Roten Meer, Fußgängerbummelzone vor der Tür, sehr gutes Essen, nettes und zuvorkommendes Personal, ordentliche und gutausgestattete Zimmer, 10min vom Flughafen entfernt – da beginnt die Erholung in der ersten Minute vor Ort. September bis Dezember ist Hauptsaison im Land am Nil, denn tagsüber knackt das Thermometer unter Garantie täglich locker die 30°C-Marke. Vom reichhaltigen Frühstücksbüffet ging es kurz auf’s Zimmer zum Umziehen und dann direkt an den Strand. Ein kleiner Auszug von unserem Frühstücksteller zum Neidisch-Machen: Spiegelei (named „sunset up“) direkt aus der Pfanne, frisches Brot, Cornflakes, Toast, Marmelade, Honig, Pancakes mit Schokosauce, leckerer Obstsalat, Mini-Kuchen, Kaffee, Saft, warme Croissants, etc. Und an das einfach Aufstehen und das Chaos auf dem Tisch stehen lassen gewöhnt man sich viel zu schnell ^^

Zum Ausruhen auf der Liege geschweige denn Sonnen war es viel zu warm, deswegen verbrachten wir unseren Vormittag direkt im Meer und kamen erst kurz vor dem Mittagessen wieder raus 🙂 Mittagsbüffet gibt es immer direkt am Strand im Beach Restaurant, d.h., man muss sich nicht erst großartig umziehen, sondern wirft sich nur ein Strandkleid, ein Tuch o.ä. über und kann dann gleich zwischen Fleisch, Fisch, Nudeln, Reis, Kartoffeln, Gemüse, Salat, Obst, Kuchen und Pizza wählen, alles liebevoll dekoriert mit geschnitzten Melonen und anderen Köstlichkeiten. Die Poolbar nebenan bietet Kaffee, kleine Leckereien, Popcorn, Eis, Eiskaffee und natürlich alkoholische und nicht alkoholische Getränke rund um die Uhr. Das Abendessen im internationalen Restaurant über der Hotellobby (alternativ: arabisches Restaurant ein Stockwerk tiefer) trägt jeden Abend ein anderes Motto: „Europe on the Plate“, „Barbecue“, „Fishermens Delight“ oder „Exotic Night“ lassen einen schon beim Anblick des Schildes das Wasser im Mund zusammenlaufen. In der Kids Corner findet auch jeder kleine Urlauber, unabhängig vom Essensmotto, Kartoffeln, Pommes, Würstchen oder Spaghetti. Das Tolle ist das Selbst-Auffüllen, denn man ist ja schon groß!

Fiona hat ihre Ferien sichtlich genossen, auch, weil sie sich in der Hotelanlage mittlerweile bestens auskennt und wie zu Hause fühlt. Auch dieses Jahr wurde wieder viel geplanscht, gespritzt, geschwommen, gespielt, gebuddelt und gebaut. Muscheln haben wir am Strand und im Meer natürlich auch wieder gesammelt. Tatsächlich waren es am Ende so viele, dass ich befürchtete, Übergepäck zahlen zu müssen. Dem war glücklicherweise nicht so, aber unser Aquarium ist schon voll mit den Schätzen aus Tunesien, das Strandbild in der Küche klebt voll mit Muscheln und Sand und jetzt liegt hier schon der nächste Zip-Lock-Beutel mit Meeressouvenirs. Aber es ist einfach zu schön!
Während ich gerade versuchte, die gesammelten Muscheln auf meinem Bein und das im Wasser spielende Kind mit der Schärfe-/Unschärfefunktion gekonnt in Szene zu setzen, lief Kamel Oskar einfach durch’s Bild. Scharf ist keiner der drei wirklich, aber sehenswert ist das Bild allemal!

Nach dem Mittagessen verabschiedeten wir uns täglich für einen kleinen Fiona-Mittagsschlaf auf das gekühlte Zimmer. Ende vom Lied waren 3 schlafende Grazien, die manchmal erst wieder aufwachten, wenn draußen schon die ersten Laternen angingen ^^ Man könnte jetzt sagen, schade um die schöne (Urlaubs-)Zeit, die wir verschlafen haben. Andererseits holt sich der Körper ja bekanntlich, was er braucht. Uns fehlen nun zwar täglich ein paar Stunden Sonne, dafür sind wir schlaftechnisch so erholt wie nie. Hier ein kleiner Auszug aus meinem (handschriftlichen!) Urlaubstagebuch:

Samstag, 29.09.12, 15:08 Uhr, Hotelzimmer, Hurghada

Alles schläft, einsam wacht. Die bleierne Müdigkeit schien nach der zweiten Nacht heute morgen doch ein bisschen besser, der aktuelle Zustand in unserem Hotelzimmer spricht allerdings eine andere Sprache… Gestern verschliefen wir das Kaffeetrinken und lagen bis kurz vor 17 Uhr (!!) in den Laken, alle drei! Bei 4 Stockwerken und über 50 Stufen überlegt man sich doch 2x, ob man wirklich öfter als zu den Mahlzeiten gehen sollte ^^ Wir haben für uns entschieden, dass die täglichen 500 Stufen ein kleines Stückchen Kuchen am Abend rechtfertigen 🙂
Die Schlafkrankheit hatte uns übrigens schon direkt nach der Ankunft befallen, wo wir in Erwartung eines Zimmers mit toller Aussicht auf einer Couch in der Hotellobby eingeschlafen sind…


Nach dem Erwachen aus dem nachmittäglichen Dornröschenschlaf geht es meist nochmal kurz ans Meer, wo sogar schon der Handtuchmann mit seinem LKW weg ist. Während Fiona noch schnell Füße badet (die erstaunlicherweise bis zum Hals zu reichen scheinen), geht kurz vor 6 die Sonne unter und es ist Nacht in Hurghada. Schlafenszeit: yippiiiee 🙂

P.S. Heute am Strand, Massage-Aiman zu Fiona:
„Ist die schöne Frau deine Mama?“
F: „Ja, das ist meine Mama. Sie heißt Vivi. Ich bin Fiona und die Große heißt Sasa.“

Erst am 4. Tag hatten wir die Ferienmüdigkeit so weit weg geschlafen, dass wir abends vor dem Essen ein bisschen durch die Fußgängerzone bummeln und unserem Stamm-Juwelier einen Besuch abstatten konnten. Er freute sich riesig, uns zu sehen („Heute angekommen?“ – „Ääh…nein… immer geschlafen…“) und fragte gleich nach dem Rest der Bande: „say hello for me to the family!“. Als ich ihm die Geschichte mit Fionas im Kindergarten verlorenem Schildkrötenanhänger, den er ihr beim letzten Urlaub geschenkt hatte, erzählte, zögerte er keine Sekunde und legte der stolzen Nono ein Lederkette mit neuem Sammy um den Hals (Aufmerksame Leser werden sich erinnern, dass wir im Sommer in Tunesien eine neue Kettenschildkröte gekauft haben. Die ist zwar sehr süß und wird auch häufig getragen, aber es ist eben nicht Sammy….)

Anschließend wurde noch ein ganzer Schwung Postkarten gekauft und an die Liebsten verschickt. Beim Schreiben am Strand lag ich auf der linken Seite und merkte – mit den bunten Stiften beschäftigt – nicht, wie die Sonne langsam aber sicher unter den Sonnenschirm kroch und ihren Job tat. Ich habe zwar keinen Sonnenbrand, aber nun ein weißes und ein braunes Bein. Apropos weiß – Chefanimateur Ali, den wir seit mittlerweile 11 Jahren (!) in verschiedenen Hotels immer mal wieder treffen, begrüßte mich mit den Worten: „Ah, Mozzarella – hi!“
Wenn wir morgens an den Strand gingen und er uns beim Volleyball, beim Boccia, bei der Wassergymnastik, beim Dart oder anderen Rentnerbeschäftigungen zufällig vorbeigehen sah, rief er: „Hallo, schöne Leute!“. Das ist doch mal eine Begrüßung, so muss das 🙂
Die Wassergymnastikgruppe bestand überwiegend aus welligen Damen jenseits der 70, die mit Schwimmnudeln rhythmisch-angedachte Bewegungen ausführten und dabei lustige Sachen riefen: „Hey! Huh! Ha!“ Dschingis Khan?
Fiona zeigte auf die bunten Stangen und sprach versehentlich von „Schwimmwindeln“, was ich angesichts des Durchschnittsalters als Bezeichnung für die Turngruppe absolut passend fand.

Die Katzen, die sich in der Hotelanlage tummeln, kennen wir mittlerweile auch schon ganz gut. Meine Mama, in deren Brust zweifelsfrei ein Felidae-Herz schlägt, hat sogar extra Trockenfutter aus Deutschland mitgenommen als Gastgeschenk für die arabischen Miezen. Es lag sicher nicht an den Verständigungsschwierigkeiten, aber damit wussten sie beim besten Willen nichts anzufangen. Viele, die wir als Babys kennengelernt hatten, sind inzwischen zu stattlichen Spitzohren herangewachsen. Eine ganz Junge ließ sich von Fiona streicheln, ignorierte genau wie ihre Kumpels die Brekkies, aber interessierte sich brennend für die neuste Technik und fasste kurzerhand mein iPhone an, während ich versuchte, ein halbwegs scharfes Miezenbild zu knipsen. Mein Highlight!

Wenn wir vom Strand in’s Zimmer gehen wollten und Fiona vom „Erdbeerkuchen mit Zucker“-Backen noch komplett sandig zuckrig war, schickte ich sie kurz nochmal zum Meer, Hände waschen. Das klappte auch meistens ganz gut, allerdings ist es für die Entsandung nicht gerade förderlich, wenn man anschließend auf allen Vieren zurück zur Strandliege gekrochen kommt ^^
Wie es sich für einen richtigen Mädelsurlaub gehört, haben wir uns natürlich auch verliebt.
Gleich zu Beginn der Ferien lernte Fiona den kleinen Mika kennen, 2 Jahre alt, aus Braunschweig. Ein paar gezielte Anmachversuche („Komm mit, wir können im Wasser spielen und uns nass spritzen!“) verliefen ins Leere, so dass sie kurzerhand alleine spritzen ging. Als Mika mit Ermutigung von Mama dann doch ins Wasser kam und immer Matschsand auf Nonos Rücken verteilte, war es aber auch relativ schnell wieder aus mit der Freundschaft. „Maaaaaamaaaaaaaa, der Junge wirft immer Sand an mich ran!“
Liebe Nummer 2 heißt Kareem, ist ebenfalls 2 Jahre alt und Ägypter. Mit Mama Shereen und Papa Ahmed kamen wir recht schnell ins (englische) Gespräch und unterhielten uns über Gott und die Welt, während die Kinder friedlich im Sand buddelten. Sie sagten, sie seien stolz, dass sie jetzt Freunde in Deutschland haben, wir tauschten Emailadressen und versprachen, in Kontakt zu bleiben. Unglaublich liebe Menschen und ein zuckersüßer Kareem!
Die dritte Liebe heißt Pepo, ist 5 Jahre alt, ein ägyptischer Junge und der pure Zucker! Dem sind wir alle verfallen!
Wenn er lächelte, ging nicht nur für Fiona die Sonne auf. Kennt ihr die Werbung für Kinderschokolade? So ähnlich sahen die zwei aus, wenn sie nebeneinander am Strand saßen und planschten.
Auch mit Pepos Eltern und seinem Onkel (lebt mit deutscher Frau in der Nähe von Mannheim!) haben wir uns gefacebookt und werden sicher in Kontakt bleiben.
Wenn wir den braungelockten Jungen beim Frühstück nicht gesehen haben, fragte Fiona ganz beunruhigt:
„Wo ist mein Junge mit den lockeren Haaren??“

Am vorletzten Tag trafen wir uns im Hotel mit Mohammed, den Personalmanager, mit dem wir im Gesichtsbuch befreundet sind. Er hat 2 Berufe: Musiker und Anwalt. Er erzählte uns, dass er ersteren am Abend in der Shisha-Bar ausüben würde und lud uns herzlich zu seinem Konzert ein. Bei klangvollen Cocktails wie „Earth Quake“ (für Mama: Brandy, Rum, Kakao) oder „Honolulu“ (für Nono: alle Säfte, die es gibt) genossen wir gute Musik und interessante Gespräche von Musiker zu Musikerin mit der Einladung, beim nächsten Mal gemeinsame Konzerte zu geben (Er ist ein sehr talentierter Schlagzeuger – die ihm zugeteilte Sängerin für diesen Abend war allerdings eher unterirdisch…)

Wir haben unsere Woche in der Sonne mit All-Inclusive sehr genossen, sogar der Mond war ständig voll 😉
Der Rückflug war für 12.45 Uhr geplant, ging allerdings über die Sinai-Halbinsel nach Sharm-El-Sheikh, wo wir eine kurze Zwischenlandung mit Aufenthalt im Transitbereich hatten. 14.30 Uhr starteten wir mit der riesigen Boeing 757-300 (50 Sitzreihen à 6 Leute) und Kapitän Samson in Richtung Berlin, wo wir kurz nach 19 Uhr landeten. Die Sonne sahen wir ein letztes Mal kurz vor der Landung rosarot am Himmel leuchten, bevor wir in die kilometerdicke, graue Wolkendecke abstiegen. Die obligatorische Klimaanlagenrotze, die ich übrigens wie jedes Jahr als Souvenir mitgebracht habe, drückte ein bisschen auf Ohren, Kiefer und Stirn, aber nach der Landung war alles wieder weg. Ich bin – zumindest rechtsseitig – braun geworden, habe tolle Erinnerungen und ein Kilo Muscheln im Gepäck, einen Sammy um den Hals und die Sonne im Herzen… Bye Bye Egypt!

P.S. Wir haben gestern einen unglaublich tollen 3. Geburtstag gefeiert – Bilder und Bericht folgen in Kürze.
Seid gespannt 🙂

Die Glücksfee

Heute in Ermangelung von Zeit (und Mittagsschlaf) in ungewohnter Kürze nur schnell die Glücklichen unseres Bloggeburtstagsgewinnspieles:

 
In 3 Durchgängen mit vielen bunten Zettelchen zog sie erst die beiden Gewinner der Spielekiste,
dann die Gewinnerin des 10€-Gutscheines und zuletzt das neue Zuhause für Happy-Maker-Dame „Freaky“:
 
 
Meine kleine Glücksfee und ich gratulieren den Gewinnern!!!
 
 
Sabrina, Caro, Ori und Kaja, meldet euch doch bitte per Mail an hexhex{ät}sags-per-mail.de
 
 
Das Mausekind ist derzeit zu Hause, weil in der Kita letzte Woche mal wieder eine Seuchenwarnung an der Eingangstür hing und Mama die mikrometergroßen roten Pickelchen um den Mund für äußerst verdächtig hielt. Unsere Kinderärztin lässt ihr Stethoskop seit mittlerweile 3 Wochen irgendwo in der Sonne baumeln, so dass wir heute morgen die angestaubte Vertretung aufsuchen mussten. Angestaubt, weil sowohl ihrem „Spielzimmer“ als auch ihren Ansichten eine Generalüberholung oder wenigstens ein kleines Update nicht schaden würde. Whatever, immerhin konnte sie Entwarnung für die von mir befürchtete Hand-Fuß-Mund-Krankheit geben. Mit einer Feuchtigkeitscreme kriegen wir die Pickelchen schnell in den Griff und ab morgen kann Fiona wieder in die Kita gehen.
Vor dem Losfahren fragte ich, ob wir „Kinderärztin“ mit ihrem Arztkoffer spielen wollen. Fiona stiefelte los in Richtung Spielzeugkiste und rief zurück: „Ja, ok, ich hol schon mal die Kinderärztin…“
Am besten war allerdings die Szene vor Ort im Behandlungszimmer. Das „Spiel“ der echten Kinderärztin gefiel ihr nämlich überhaupt nicht und als die nach dem Ohrthermometer und dem Holzstäbchen für den Hals auch noch das schwarze Ohrenlicht zückte, wehrte Fiona es mit einer gekonnten Bewegung und den Worten „Ich mag das aber nicht!“ ab und hätte es der Ärztin dabei fast aus der Hand geschlagen ^^
 
Auch wenn es heißt, es sei nichts weiter, ich bin mir sicher, dass sie in den letzten Tagen einen kleinen Infekt durchgemacht hat (die heute noch erhöhte Temperatur spricht ebenfalls dafür). Sie war weinerlicher und müder als sonst und einfach insgesamt nicht so gut drauf. Vielleicht war es aber auch nur einer der berühmten Wachstums- bzw. Entwicklungsschübe, denn was sie heute morgen von sich aus mit Wachsmalstiften auf Papier gebracht hat, sah so gar nicht nach den normalen non’schen Kunstwerken aus.
Wo es bisher bestenfalls zum bunten Strichchaos ohne System gereicht hat, lacht mich heute ein Krokodil an. Ein grünes Krokodil mit spitzen Zähnen, Augen, Stacheln auf dem Rücken und einem langen Schwanz. Ich guckte ob des ziemlich eindeutigen Reptils auf dem Blatt in ihrer Hand mindestens so überrascht, wie das Tier selber. Von heute auf morgen und aus dem Stand malt sie Krokodile, Tiger, Libellen, Schildkröten und Quallen, als hätte sie nie etwas anderes getan. Ich heftete den Zoo gleich mit stolzgeschwellter Brust in den Nono-Ordner vor die „alten“ Strichbilder und staune im Stillen immernoch… Als mikroskopische Zeichnungen seltener Bakterienarten würden beide definitiv durchgehen, zumindest sahen meine im Biologieunterricht immer ähnlich aus 😉
 
„Krokodil“
 
Tiger – worauf er schielt, weiß man nicht so genau.
Fragt Papa, der hat einfach frech Pupillen ergänzt…


Ungeschminkt

Der Selbstporträt-Monat Mai (ja, spät dran, ich weiß ^^) endet mit dem Pimpinella-Thema „Ungeschminkt“.

Bis jetzt habe ich mich ja ganz wacker geschlagen, obwohl die Umsetzung der Mai-Mottos nicht nur für mich eine echte Herausforderung dargestellt hat. Zu „Ungeschminkt“ könnte ich euch eigentlich jedes x-beliebige Foto von mir zeigen, denn bis auf einen schiefen Kajalstrich unter’m Auge (den ich dann meistens auch noch vergesse in der Eile morgens), ist bei mir mit Schminke nicht viel zu holen. Einzig bei Konzerten oder anderen wichtigen Events darf’s ein bisschen Make-Up in Verbindung mit Mascara und Lidschatten sein, aber auch nur, weil man sonst im Scheinwerferlicht auf der Bühne so grün aussieht (sagte mir mal jemand nach einem Auftritt, allerdings war ich zu der Zeit schwanger, die Gesichtsfarbe kann also auch daran gelegen haben…). Gegen ein bisschen Verschönern im Gesicht habe ich grundsätzlich nichts einzuwenden, soll ja auch jeder so handhaben, wie er es mag. Aber wenn mir auf der Straße Mädchen begegnen, die bis vor 2 Monaten noch Unterhemd und Schlüppi statt Tanga und BH getragen haben und die jetzt aussehen, als wären sie kopfüber in einen Tuschkasten gestürzt, dann finde ich das einfach nur unangebracht. Eltern, die ihre Kinder so auf die Menschheit (oder sollte ich schreiben: „Männ“schheit?) loslassen, handeln ziemlich unverantwortlich, denn mit großgetuschtem Augenaufschlag und knallroten Lippen können aus 14 Jahren schon mal schnell 18 werden, inklusive der Folgen. Dislike! Aber es soll ja auch Kinder geben, die mit braven Zöpfen und altem Pulli aus dem Haus gehen und diese auf der Schultoilette erstmal gegen Minirock und Spaghetti-Top eintauschen. Von wegen schwer zu tragen im Schulrucksack. Kein Wunder, wenn die Schminkutensilien auch noch irgendwo neben dem dicken Bio-Buch untergebracht werden müssen.. Gut, dass Fiona noch ein bisschen Zeit hat, bis ihre Eltern anfangen schwierig zu werden ^^

Tja, was zeige ich euch nun zum Thema? Einfach nur ein unangemaltes Auge erschien mir zu banal.
Wie wäre es mit einer Weiterdeutung des Mottos, also keiner ungeschminkten Vivi sondern einer ungeschminkten Wahrheit…? Okay, hier kommt sie, wegen der Lockenpracht oft versteckt:

In meinem Nacken steht „Ente süß-sauer.“

Nein, das steht da natürlich nicht, aber das antworte ich, wenn ich danach gefragt werde. Die Blicke hinterher sind köstlich. Während meines Studiums, als die Musik nicht mehr nur Hobby und nicht Beruf war, sondern Lebensinhalt, ließ ich mir genau das auf den hinteren Hals schreiben. 2 Zeichen, denn im Chinesischen heißt „Musik“ soviel wie „Freude am Klang“. Und weil ich weiß, dass mich diese Freude ein Leben lang begleiten wird, steht es nun da. Satt sehen kann ich mich nicht dran, denn mir selbst ist es anatomisch unmöglich, die Zeichen anzugucken ^^ Wer sich jetzt fragt, ob der Tätowierer sich einen Spaß machen wollte und mir da tatsächlich „Ente süß-sauer“ oder „Wer das liest, ist doof“ raufgemeißelt hat, den kann ich beruhigen. Chinesisch ist zwar nicht Japanisch, aber beide Sprachen ähneln sich in gewisser Weise. In Trossingen fand sich zu meiner Studienzeit internationales Studenten-Volk ein, darunter auch Tomomi aus Japan, die mir die (richtige) Bedeutung meines Hautschmucks versichern konnte. Schönen Gruß!

Das obligatorische Auge schiebe ich trotzdem gleich noch hinterher, damit ich diese Woche wegen „am Thema vorbei“ nicht disqualifiziert werde 😉

Trotz brauner – wie ich dachte – dominanter Augen meines Mannes haben sich meine blaugrauen bei unserem Nono-Kind durchgesetzt. Da hat wohl jemand bei den Mendel’schen Erbsen im Bio-Unterricht doch nicht so gut aufgepasst…?