10 Fragen

Ihr merkt das schon, momentan komme ich leider im Schnitt nur noch 1x die Woche zum Bloggen, im „echten“ Leben so viel zu tun ;), aber heute gibt es einen kleinen Zwischendurch-Happen für euch, denn ich wurde getaggt von Sabine und darf ihre 10 Fragen beantworten.

1. Wie wichtig sind Dir Follower und Mitleser?
– Grundsätzlich habe ich das Bloggen in erster Linie für mich angefangen, um eine Art öffentliches Tagebuch/“Erinnerungshilfe“ über Fionas Entwicklung zu haben und, weil ich das Schreiben schon seit der Schulzeit sehr liebe. Aber natürlich freut es das Bloggerherz sehr, wenn dann ein paar Leute tatsächlich auch lesen, was man geschrieben hat oder sogar regelmäßig wiederkommen! Aber mir ist schon klar, dass ein – ich nenne es mal – Kinder-Kolumnen-Blog ohne Wettbewerbe und Verlosungen eine eher familiäre Fangemeinschaft hat und die 1000 Leser wohl nie sprengen wird. Aber das ist okay, die Zahl ist mir nicht so wichtig. Kleckerweise werden es mal 1-2 Leser oder Facebookfans mehr, wenn jemand den Blog seinen Freunden weiterempfohlen hat, weil es ihm hier gefällt – und darüber freue ich mich aber dann auch von Herzen!

2. Worüber bloggst Du am Liebsten?
– Ich blogge gerne über kreative Projekte wie kürzlich den Motto-Kindergeburtstag, über den Alltag als Mama einer 4-Jährigen und deren tollste Zitate im Monats-Best-Of, über Aktuelles aus Medien und Politik und über meine Arbeit als Musikpädagogin. Außerdem liebe ich Blogparaden 🙂

3. Welche Blogartikel liest Du in anderen Blogs am Liebsten?
– Ich lese 2 Arten von Blogposts besonders gerne: zum einen sind das informative und reich bebilderte Posts von Menschen, die mit ihrer Kamera umgehen können (tolles Motiv, geeignete Perspektive, Stimmung, Belichtung, etc.) und gute Ideen haben, da ist es dann auch fast egal, worüber sie schreiben, und zum anderen sind es gesellschaftskritische oder einfach humorvoll geschriebene Artikel von Bloggern, die mit ihrer Muttersprache stilistisch so jonglieren können, dass es eine Freude ist, mitzulesen – auch fast egal, worüber sie schreiben.

4. Kanntest Du meinen Blog schon vor dem Taggen?
– nein.

5. Kaffee oder Tee?
– Definitiv Kaffeeeee! Momentan am liebsten aus der großen Eulentasse, die mir letztens beim Einkaufen „zugelaufen“ ist. Die guckt morgens genauso zerknickt wie ich, da bekommt man direkt gute Laune 🙂

6. Kochst Du gerne?
– nein. Aber ich esse gerne ^^ Kochen ist für mich kein spaßiger Zeitvertreib, sondern sozusagen notwendiges Übel, wenn der Magen langsam anmeldet, dass er gefüllt werden möchte. Ich würde gerne behaupten, dass ich kochen mag, weil es gerade ziemlich hip zu sein scheint, sich mit Rezepten zu beschäftigen, die Zutaten bunt zu mixen und seiner Kreativität in der Küche unter Anleitung von Jamie Oliver und Konsorten freien Lauf zu lassen. Aber das wäre in meinem Fall schlichtweg gelogen, komme ich doch schon mit den alljährlichen Adventskeksen den Grenzen meiner Küchenfähigkeiten gefährlich nahe…

7. Was würdest Du auf die allseits bekannte einsame Insel mitnehmen?
– meine Familie, mein Akkordeon, Bücher, etwas zu schreiben und (seit gestern) auch einen sehr großen pinken Vogel. Die Geschichte dazu ist eine tragisch-komische: Fiona ist seit Monaten dem Angry-Birds-Wahn verfallen (siehe Motto Geburtstagsparty). Bei einer großen Spielzeugkette, die zufällig bei uns in der Nähe eine Filiale hat (argh!), gibt es kleine Überraschungstüten mit einem gummigen Angry-Bird drin, allerdings weiß man ja vorher nie, welchen man bekommt. Auf den Tütchen sind alle Gummi-Vögel abgebildet. Fiona war scharf auf den pinken Mädchenvogel, ein ganz seltenes Exemplar. Rote, Gelbe, Schwarze gibt es tausendfach mit kleinen Variationen (Augenbrauen sehr böse, Augenbrauen medium böse, Schnabel auf, Schnabel zu, …) und wir hatten auch regelmäßig das Glück, unsere Sammlung durch eben diese aufstocken zu können. Von dem pinken Vogel keine Spur. Bei unserem letzten Besuch im Spielzeugladen beschloss ich heimlich, mein nicht vorhandenes kleinkriminelles Potential zu aktivieren und einen winzigen Spalt in die Tütchen zu reißen, um dem Glück ein bisschen auf die Sprünge zu helfen. In sage und schreibe der allerersten spaltbreit geöffneten Tüte war der pinke Vogel!!! „Endlich haben wir mal Glück gehabt!“ flötete mein Kind selig und nahm den Mädchenvogel von diesem Moment an überall hin mit. Auch zum Hände waschen ins Waschbecken am Abend. Der Vogel zog allerdings die Freiheit vor und beschloss, die Chance des herausgenommenen Waschbeckenstöpsels zu nutzen. Weg! Bittere Tränen tropften von den Wangen der Vogelmama herunter, während Papa unterm Waschbecken liegend die Rohre auseinanderbaute. Von Pinky keine Spur. Als sich die verzweifelte Suche nach Ersatz in den Tiefen des WWWs als ziemlich aussichtslos herausstellte, begegnete mir endlich ein Pinky, der zwar nicht aus Gummi war, dafür aber definitiv nicht durch den Abfluss, das Klo oder den Staubsauger verschwinden können würde. Tatsächlich braucht dieser Pinky das halbe Bett für sich allein, nimmt am Frühstückstisch den ganzen Kinderstuhl in Beschlag und benötigt im Auto einen Extra-Sitzplatz… Naja, wo die Liebe hinfällt…


8. Schaust Du lieber Filme oder lieber Serien?
– Ich bin nicht so der Filmegucker, dafür fehlt mir meistens die Geduld. Es gibt auch zB. eine ganze Reihe an Filmen, die mein Mann nur gucken „darf“, wenn ich nicht zu Hause bin: die Star-Wars-Reihe, Tarantino-Filme und James Bond. Als wir uns kennenlernten, staunte er über 2 Dinge wohl am meisten: darüber, dass nur ein einziges Gewürz in meinem Küchenschrank zu finden war (und dann auch noch ausgerechnet Zimt! siehe Frage 6…) und darüber, dass ich nur ganze 3 DVDs mein Eigen nannte: „Lilo & Stitch“, „Shrek“ und „Harold & Maude“ ^^

9. Ich kann nicht leben ohne….
– MUSIK! 
Dazu letztens auf Twitter gelesen: „Musik kann vielleicht nicht die Welt retten, aber deine Seele.“. Schön.

10. Und zu guter Letzt: Hat es Dir Spass gemacht, diese Fragen zu beantworten?
– ja 🙂 Vielen Dank für’s Taggen!

An die exakten Regeln halte ich mich nicht, stelle aber dennoch hier 10 Fragen, die jeder, der sich getaggt fühlen möchte, gerne beantworten darf! Besonders freuen würde ich mich über Antworten von Sina & Herrn Bohne, Mari von Baby, Kind & Meer, Sabrina & Babykeks, Ori Gami, Mama on the rocks , Sebastian von PAL, Werkeltagebuch-Nina und Wir-mit-Kind, aber auch alle anderen Leser dürfen sich gern eingeladen fühlen, etwas dazu zu schreiben!

1. Wann und weshalb hast du mit dem Bloggen begonnen?
2. Hat dein Blog sich verändert, seit es ihn gibt? Inwiefern?
3. Was schätzt du am Bloggen am meisten?
4. In welchem Jahr wurdest du geboren und wer waren die Helden deiner Kindheit?
5. Erinnerst du dich an deine allererste CD? Welche war das?
6. Gibt es einen Song (oder mehrere), der in deinem Leben eine ganz besondere Rolle spielt? Warum?
7. Was ist das Wichtigste in der Erziehung, das du deinem Kind/deinen Kindern mit auf den Weg geben möchtest?
8. Warst du früher ein typisches Mädchen/ein typischer Junge? Wie war das mit dem Rollenbild?
9. Was waren deine Lieblingsfächer in der Schule und welche mochtest du gar nicht?
10. Hast du ein Lebensmotto? Wenn ja, welches?
Ich bin gespannt auf eure Geschichten und wünsche euch ein wundervolles Herbstwochenende!
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Musik für die Kleinsten

Dass ich Musiklehrerin bin, wissen die meisten von euch wohl mittlerweile. Allerdings arbeite ich nicht in einer staatlichen Schule und unterrichte demzufolge auch keine Klassen, sondern ich arbeite freiberuflich als Instrumentalpädagogin. Meine jüngsten Schüler sind etwa 1 Jahr alt, die ältesten sind schon sehr lange sehr erwachsen 😉 Dazwischen gibt es noch musikbegeisterte Grundschulkinder und zwei Schülerorchester, in denen meine jugendlichen Musiker mit Spaß und Ausdauer dabei sind.
Heute soll es hier um die Kleinsten gehen.

erste Töne mit 17 Monaten

Natürlich schnallt man sich im Normalfall mit anderthalb Jahren noch nicht die Gitarre um oder setzt sich ans Klavier und spielt die erste Sonate. Wenn man nicht gerade Mozart heißt, kommt das aktive Musikmachen am Instrument etwas später, aber auch in so jungen Jahren können Eltern ihren Kindern mit Musik schon viel Gutes tun. [Ich verzichte an dieser Stelle bewusst auf das hochgepushte Wort „Frühförderung“, denn dieser Kurswahnsinn mit Babyschwimmen, Babytanzen, Babyturnen und Babychinesisch nimmt ungesunde Ausmaße an, die meiner Meinung nach hauptsächlich mit der Selbstverwirklichung der Eltern zu tun haben. Liebe Mamas und Papas, bitte entscheidet euch für ein oder maximal zwei Angebote, solange eure Kinder noch nicht zur Schule gehen, sonst fördert ihr nicht, sondern ihr überfordert. Stichwort „Freizeitstress“]

Fiona mit 2 Jahren am Klavier

Babys haben eine angeborene Freude an Musik. Schon während der Monate in Mamas Bauch sind sie ständig umgeben von Klängen und Geräuschen: das Blubbern in Mamas Bauch, ihre Stimme und das gleichmäßige Schlagen ihres Herzens. Wen wundert es, dass sogar erwachsene Menschen ein bestimmtes Tempo als besonders angenehm empfinden: das des eigenen Herzschlages. Auch Musik von außen, wie die Spieluhr auf dem Bauch oder Mamas Lieblingsmusik, kann das Baby später wiedererkennen und sich dadurch beruhigen lassen (wenn Mama nicht gerade AC/DC hört…).
Wer ein Kleinkind zu Hause hat, wird das sicher bestätigen können: sobald der Nachwuchs sich einigermaßen auf zwei Beinen halten kann und irgendwo Musik läuft, wird lachend rhythmisch auf und ab gewippt, eine erste Form des Tanzens. Anschließend wird zum ersten Mal selber „Musik“ gemacht: wie klingt das, wenn man Bauklötze aneinander haut oder wenn man die große Legokiste geplant umstürzen lässt? Kinder sind Entdecker, kleine Forscher, die das Leben und die Zusammenhänge mit den eigenen 5 Sinnen „begreifen“ möchten. Denkt daran, wenn ihr euch das nächste Mal mit einem grinsenden Kind im Chaos des Kinderzimmers wiederfindet 🙂 Mit einem umgedrehten Topf und einem Holzlöffel ist übrigens stundenlanger Spaß garantiert und der erste Kindergeburtstag gerettet!

Es knistert und rasselt so schön! PS. Habt ihr Liemhasi gefunden?

Wenn Eltern mit ihren Kindern in dem Alter meine Kurse besuchen, sage ich gleich vorweg, dass die eine wöchentliche Stunde nicht in erster Linie für die Kinder, sondern für die Eltern ist. Große, staunende Augenpaare gucken mich dann meistens an. Kinder lernen nicht durch einmaliges Vormachen in der Stunde mit mir, sondern durch die ständige Wiederholung zu Hause mit den Eltern. Das ist das Zauberwort für fast alles. Außerdem lernen Kinder durch Imitation, Prinzip Vormachen, nachmachen. Was sie also von den Eltern sehen, möchten sie irgendwann ebenfalls können. Früher haben die Omas mit den Enkeln auf dem Schoß begleitet von fröhlichem Jauchzen Hoppe Reiter gespielt, heute kennen die wenigsten Eltern solche Kinderverse oder mehr als eine Strophe bekannter Kinderlieder, und genau das sollen und wollen sie wieder lernen. Kinder sind unendlich glücklich
über die emotionale Zuwendung, wenn Mamas Hand als Stachelschwein über den Körper krabbelt, ihr Schoß zum wilden Pferd wird und man gemeinsam mit ihr und den kleinen Handwerkern „Stein auf Stein“ legt, um das Häuschen fertig zu bauen. Diese Momente der liebevollen, innigen Verbindung durch Musik zwischen Eltern und ihren Kindern erleben zu dürfen, das macht diese Arbeit so wertvoll. Und wenn aus den kleinen Handwerkern große werden, die mit etwa 4 Jahren zum ersten Mal nicht mehr mit Mama, dafür aber wie ein Schulkind mit ihrem Hefter und dem Glockenspielkoffer zum Kurs kommen, dann platzen nicht nur die wartenden Eltern nach der Stunde vor Stolz über so viel Selbstständigkeit.
Genau an diesem Punkt haben wir vor 3 Wochen begonnen, als die Sommerferien zu Ende waren.

Die Puppe „Lucy“ kennen die Kinder schon von Anfang an. Sie ist im Unterricht immer dabei und mit ihr zusammen wird getanzt, gesungen und gespielt. Der Kurs, der sich an Baby- und Kleinkindmusik anschließt, heißt „Musik & Englisch“ und begleitet die Kinder ab dem Alter von ca. 3,5 Jahren bis hin zur Einschulung. Nach dem Begrüßungslied gibt es jede Woche eine kleine Geschichte von Lucy (Zuhör-Ecke), in deren Zusammenhang Singen, Tanzen und Instrumente spielen (Mitmach-Ecke) und erste englische Vokabeln (Lern-Ecke) spielerisch eingebettet sind. In der Kreativ-Ecke wird auch regelmäßig zu Musik gemalt und der kindlichen Fantasie freien Lauf gelassen.
Durch die Verbindung von Liedern und Reimen mit englischen Vokabeln bleiben die wie von selbst hängen und schon nach kurzer Zeit können die kleinen Musiker in der Fremdsprache ihren Namen sagen, sich begrüßen, verabschieden und erste Farben und Zahlen benennen, sehr zum Erstaunen der Eltern. Dennoch ist das Englisch „nur“ ein Nebeneffekt, denn in erster Linie geht es nach wie vor um das Erleben und das Machen von Musik.
Jede Woche wird ein kleiner Teil unserer über ein Semester fortlaufenden Geschichte weitererzählt und es ist wirklich erstaunlich, wie viel die Kinder davon mitnehmen und wie sie mit Lucy mitfiebern. Stellt euch vor, Lucy war im Urlaub und hat auf dem Flughafen ihr Lieblingskuscheltier, den Teddybär, verloren! Und weil man das ja nicht einfach so hinnehmen kann, fliegen wir in diesem Semester ein Mal um die halbe Welt und suchen Teddy in den verschiedensten Ländern der Erde. Natürlich lernen wir auf der spannenden Suche auch ganz nebenbei, wo auf der Karte welche Länder sind, wie die Musik in Griechenland klingt, ob die Eisbären am Nord- oder am Südpol leben und wo der Koala-Bär zu Hause ist. Fiona ist auch bei einem dieser Kurse dabei. Als der Teddy verschwunden ist, sagte sie erst entrüstet und später noch mal fast weinerlich: „Lucy muss nicht traurig sein! Ich gebe ihr einfach eins von meinen Kuscheltieren!“. Lucy hat übrigens dankend abgelehnt und sich letzte Woche mit den Kindern im Flugzeug auf die Reise begeben. Wir sind gespannt wo es hingehen wird und ob wir Teddy tatsächlich irgendwo finden werden… Nach dem Abschiedslied dürfen sich die kleinen Künstler übrigens sogar verbeugen und bekommen Applaus und einen Stempel für ihre tolle Leistung, bevor sie aufgeregt die Treppen runterspringen und ihren Eltern erzählen, was diese Woche Spannendes passiert ist. Bye-bye, Lucy! Bis zum nächsten Mal!

Warum es schön ist, eine Mama zu sein

Die liebe Bloggerkollegin Frau Mutter schrieb kürzlich über 10 Dinge, die sie am Muttersein liebt und stellte die Frage danach in die Runde. Ich habe mir auch mal ein paar Gedanken dazu gemacht, bei 10 Dingen ist es allerdings nicht geblieben.

Ich darf guten Gewissens im Buchladen an Krimis und historischen Romanen vorbeigehen 
und mich ein Mal quer durch die Kinderbuchabteilung lesen.

Ich darf mit dem kleinen Tretroller übers Grundstück fahren und dabei Motorengeräusche machen.

Ich darf mich im Backen ausprobieren und mit Speisefarben experimentieren.  
Schon mal ein Kind gesehen, dass nicht auf Papageienkuchen abfährt?

Ich darf im Sandkasten sitzen, Modderpampe machen und so tun als ob ich Eis esse.

Ich darf im Garten mit einer Pinzette Käfer und Regenwürmer sammeln 
und sie anschließend im Lupenbecher beobachten.

Ich darf mir mit Badeschaum eine Krone aufsetzen oder einen Bart ankleben, 
um danach das schönste Lachen dieser Welt zu hören.

Ich darf unterwegs auf einem Baumstamm balancieren.

Ich darf farbenfrohes Plastikgeschirr kaufen und auch selber davon essen.

Ich darf mich dabei ertappen, einen Ohrwurm von „Wer will fleißige Handwerker sehn?“ zu haben.

Ich darf Steine sammeln, sie bemalen und zu Tieren zusammenkleben.

Ich darf einen Kinderschminkkasten besitzen und der Fantasie im 
Gesicht meines Kindes freien Lauf lassen.

Ich darf einen Löwenzahnstrauß sammeln, Pusteblumen fliegen lassen 
und mich über abgerissene Gänseblümchen freuen.

Ich darf stundenlang Seifenblasen machen, ihnen fasziniert beim Fliegen 
zuschauen und sie danach fangen und zum Platzen bringen.

Ich darf eine Wasserbombenschlacht feiern und muss keine Angst haben, hinterher Ärger von meiner Mama zu bekommen, wenn die Klamotten nass sind.

Ich darf mir in der Zoohandlung die Nase an den Aquarien platt drücken 
und mir Geschichten über Nemos Freunde ausdenken.

Ich darf durch die Kinderabteilung bei C&A streifen und in der Babyabteilung vor Entzücken quietschen, mit den Worten: „Guck mal, Nono, so klein warst du auch mal!!!“

Ich darf mir für Kuscheltiere Stimmen ausdenken und sie Geschichten erzählen lassen.

Ich darf mich in der Nacht an ein kleines Mädchen kuscheln, 
das so wunderbar nach Familie und Sahnebonbons riecht.

Ich darf eine Stange Mentos in eine Flasche Cola Light kippen und mich über die Fontäne freuen.

Ich darf Tage damit verbringen, Polly Pockets an- und auszuziehen.

Ich darf die Sendung mit der Maus gucken und mich jeden Sonntag darüber freuen, 
wieder etwas Neues gelernt zu haben.

Ich darf an verregneten Wochenenden mit Knete experimentieren und Fantasietiere bauen.

Ich darf eine BabyBorn auf den Arm nehmen und trösten, wenn ihre Mama gerade „keine Zeit“ hat.

Ich darf alte Ultraschallbilder angucken und sagen: „Wie die Zeit vergeht…“

Ich darf bunte Beanie-Mützen, Ballonhosen und Kleidchen nähen.

Ich darf das einemillionste Kuscheltier kaufen, wenn es mich so süß angrinst im Laden.

Ich darf einem Kind heimlich beim Schlafen zusehen und einen Kuss in die Handfläche hauchen, 
die vor nicht allzu langer Zeit kaum größer als ein 2-Euro-Stück gewesen ist. 

Ich darf Fruchtzwerge und Knistereis essen.

Ich darf kleine Auas wegpusten, Monsterpflaster kleben oder 
Wunden mit Heile-Heile-Creme versorgen.

Ich darf Monster unter dem Bett verjagen.

Ich darf Lego-Schlösser und Eisenbahnstrecken bauen.

Ich darf mich jeden Tag wieder neu erfinden. 

Ich darf mit Vollgas durch Pfützen fahren, statt ihnen auszuweichen. 

Ich darf ausgelassen zum „Gorilla mit der Sonnenbrille“ tanzen.

Ich darf beim Wettrennen „aus Versehen“ stolpern und mich über das 
Gewinnergrinsen der Gegners freuen.

Ich darf kleine Gemälde aus den frühen Jahren des Künstlers horten und aufhängen. 

Ich darf kleine Maulwurffingernägel sauber bürsten, 
wenn sie im Kindergarten nach Schätzen gegraben haben.

Ich darf auf dem Spielplatz bis in den Himmel schaukeln und auf dem 
Hüpfburgenfest die Riesenrutsche testen.

Und ich darf den schönsten Satz der Welt sagen: „Ich hab dich auch lieb!“

Soundtrack meines Lebens

Kennt ihr das? Ihr hört zufällig ein Lied im Radio, das euch zu einer bestimmten Zeit eures Lebens begleitet hat, und habt plötzlich den Kopf voller Bilder, Gefühle und Gedanken aus längst vergangenen Zeiten. Es ist ein bisschen wie das Kramen in vergilbten Fotoalben, nur viel intensiver…

Ich würde gerne mit euch zusammen virtuell ein bisschen in der Plattenkiste wühlen und erfahren, mit welchen Songs ihr besondere Menschen oder bestimmte Situationen verbindet. Habt ihr ein spezielles Lieblingslied? Könnt ihr vielleicht manche Lieder absolut nicht hören? Zu welchem Lied habt ihr euch zum ersten Mal geküsst oder eure Kinder in den Schlaf gesungen? Welche Hits habt ihr damals auf Kassette aufgenommen und euch darüber geärgert, dass der Radiomoderator in den Schluss reinquatscht? Welches war eure allererste CD?
Fühlt euch eingeladen, mir in einer Art kleinen Blogparade zu erzählen, was euch zum Thema einfällt. Euren Beitrag mit Link bzw. eure musikalische Geschichte als Kommentar könnt ihr natürlich hier posten und das Foto dürft ihr gern mitnehmen.

Mir ist die oben beschriebene Situation gestern Abend passiert, als ich auf der Suche nach einem bestimmten Lied durch meine Musikdateien auf dem Computer gesurft bin. Dabei habe ich noch viel mehr gefunden als das eine, was ich ursprünglich gesucht habe.
Es war regelrecht schockierend, wie längst vergessen geglaubte und verschüttete Erinnerungen an Situationen und Gefühle nur durch das bloße Lesen der Titel plötzlich wieder an die Oberfläche schwammen! Beim Hören einiger Songs liefen dann sogar die Tränen; nicht, weil die Lieder etwa besonders traurig sind, sondern weil diese Flut von Emotionen mich mit ziemlicher Heftigkeit einfach überrollt hat.

Auf eine kleine Reise mit dem Soundtrack meines Lebens möchte ich euch gerne mitnehmen. Es gibt natürlich noch viel mehr als die hier vorgestellten, aber manche Schätze muss man eben auch mal für sich behalten 😉

Schrei nach Liebe – Die Ärzte
Speziell mit diesem Lied verbinde ich viele schöne Orchesterfahrten Anfang des neuen Jahrtausends und daraus entstandene langjährige Freundschaften. Viele meiner Freunde waren schon zu Jugendzeiten große DÄ-Fans und konnten sämtliche Texte sowohl vor- als auch rückwärts im Schlaf mitgröhlen. Irgendwie wurde ich angesteckt und „Schrei nach Liebe“ war das erste, was ich tatsächlich auch irgendwann auswendig kannte. Und wenn es nur die Tatsache war, dass man im Refrain ein Mal so richtig laut und aus vollstem Herzen fluchen durfte.
 
Don’t stop me now – Queen
ist für mich untrennbar mit einer scheinbar grenzenlosen Freiheit und dem Gefühl, ein bisschen fliegen zu können, gekoppelt. Diese eingängige Up-Tempo-Nummer von Freddy & Co. war das Lied, zu dem mein Leistungskurs am Gymnasium beim Abi-Ball (2006) zur Zeugnisvergabe auf die Bühne gekommen ist. Hach… „Bewahre dir die kindliche Neugier des kleinen Prinzen“ schrieb mein Deutschlehrer und Tutor als Widmung in gleichnamiges Büchlein. Lieber Herr G., das hab ich!
 
All Star – Smash Mouth
Dieser Ohrwurm stammt aus dem Soundtrack zum allerersten Shrek-Film. Mein Faible für Animationsfilme ist ja allgemein bekannt. Wer weiß, vielleicht wurde genau da der Grundstein für die spätere Namenswahl bei unserer Tochter gelegt…? Beim Hören denke ich an meine Schwester, mit der ich gemeinsam mit ausgedrucktem Textblatt in der Hand die schnelle Strophe laut und unfallfrei mitsingen wollte, ohne einen Knoten in der Zunge zu bekommen. Ich kann es übrigens noch heute auswendig 😉
 
You know my Name – Chris Cornell
Die James-Bond-Fans unter euch, die sich jetzt händeklatschend mit mir sympathisieren möchten, muss ich leider enttäuschen. Mit dem Mann hab ich nix am Hut. Der Titel stammt aus dem Film „Casino Royale“ und kam (0)07 in die Kinos. Zu der Zeit studierte ich gerade im ersten Jahr und musste mir diesen Song ständig reinziehen, weil meine beste Semesterkumpanin völlig vernarrt in den damals neuen Darsteller Daniel Craig gewesen ist. Wann immer wir in ihrem Übezimmer einen Kaffee getrunken haben: Craig schaute von einem großen Poster an der Wand zu und Cornell steckte im Radio fest…
 
I wish I was a punkrocker – Sandi Thom
Nochmal zurück ins Übezimmer: wenn es nicht Chris Cornell war, war es Sandi Thom, die sang – schon eher mein Geschmack! Wir starrten auf den großen Wandkalender und staunten, wie schnell die ersten 6 Wochen Studium vergangen sind… In meinen Größenordnungen was Zeit angeht unvorstellbar lange her, auch wenn die Abi-69-Generation jetzt vermutlich laut lachen wird. Wenn ich dieses Lied höre, denke ich an laue Sommernächte, in denen wir vor dem Haus sitzend die Becks-Flaschen auf der Motorhaube eines kleinen blauen Corsas abgestellt haben, an meine erste Weinschorle in der Kneipe des studentischen Vertrauens und daran, dass ich laut Zeugenaussagen zu meinem Briefkasten gesagt haben soll: „Ach, sei ruhig!“ ^^
 
Have you ever really loved a woman – Bryan Adams
Mein jetziger Mann spielte bis vor ein paar Jahren als Gitarrist in dem in der Szene über die Ländergrenzen hinaus bekannten Orchester meines Dozenten mit und hatte im Frühjahr 2007 ein großes Konzert zum World Music Festival in Österreich. Vor einem vollbesetzten Saal spielten sie dieses an und für sich recht schnulzige Lied. Ich war nicht direkt im Publikum, sondern stand weit weg von der Bühne am Saaleingang. Unsere Blicken trafen sich über die Entfernung und er winkte mir flüchtig zu. Nicht einem der anderen 1500 Menschen, sondern mir! Have you ever really loved a woman… Ich habe gut geträumt in der Nacht.
 
Surfin‘ USA – Beach Boys
Nach dem Winken in Österreich haben wir beim gemeinsamen Bowling die Aktion „näher kennenlernen“ in Angriff genommen und dabei einen gemeinsamen Nenner gefunden: Surf-Musik. Über diesen Song, der gerade lief, als alle anderen mitgebrachten Freunde mit der Kugel beschäftigt waren, sind wir letztendlich tiefer ins Gespräch gekommen und haben es erstmalig ein bisschen knistern lassen…Hoppla, jetzt hat meine Hand doch glatt zufällig seine flüchtig berührt. Na sowas!
 
Barefoot – Ray Collins Hot Club
Die Titelmusik zu meinem Lieblingsfilm: „Barfuß“ mit Till Schweiger. Schon bei den ersten Takten hält es mich auf keinem Stuhl und das ganze Ich fängt von allein an, rhythmisch zu zucken. Auch in dem dazugehörigen Soundtrack untergebracht ist Rea Garvey mit seiner Version vom „Hallelujah“ – zum Heulen schön!
 
Mexico – Les Humphries Singers
Zu einer Zeit im Herbst 2009 hörte ich ihr Best-Of-Album rauf und runter, wie auch am 7. Oktober, als ich im Auto mit Kugelbauch zu einem (dem letzten, wie sich später herausstellte) Vorsorgetermin zum Frauenarzt unterwegs war. Bei spätsommerlichen Temperaturen fuhr ich mit heruntergelassenem Fenster laut singend durch die Gegend und brachte nur wenige Stunden später unsere Tochter zur Welt. So gesehen haben die Les Humphries also die Geburtshymne beigesteuert.
 
The Story – Brandi Carlile
„All of these lines across my face tell you the story of who I am…“
Ein wahnsinnig berührendes und emotionales Lied, das mich aufgefangen hat, wann immer ich Halt gebraucht habe.
Ähnlich intensiv wie:
 
 
What’s up – 4 Non Blondes
Die meisten Songs haben ja eine gewisse Stimmung, die sie vermitteln. Zum Beispiel ist „Always look on the bright side of life“ sowohl musikalisch als auch textlich so ziemlich das Gegenteil von HIMs „Join me in death“. Je nach Stimmung hört man entweder das eine, um die gute Laune zu zelebrieren oder das andere, um die eigene Traurigkeit ein bisschen auszuleben. „Whats up“ passt in kein Schema, auch deshalb ist es eins meiner absoluten Favourites. Wenn man traurig ist, kann man wunderbar ein bisschen mit Linda Perry heulen („and so I cry some times when I’m lying in bed“ – übrigens als jugendlicher Liebeskummertröstsong erprobt!), wenn man glücklich ist, nimmt man sich das positive, befreite Gefühl mit und genießt einfach die gute Musik der vier Nicht-Blonden. Wann immer dieses Lied im Radio läuft, vergesse ich die Welt für einen Moment und tauche ab in große Emotionen aus der Vergangenheit. Und die heimliche Hymne meiner Lieblings-iPhone-Chat-App ist es zudem auch noch 😉
 
 
Jetzt seid ihr dran! 
 Ich bin sehr neugierig und unglaublich gespannt, welche Songs euer Leben begleitet haben!

Der schönste Beruf der Welt

Na klar, das sagt sie an ihrem freien Tag ^^
Nein, mal ehrlich, ich habe den – für mich – schönsten Beruf der Welt!
Weil ich schon mehrfach darauf angesprochen wurde, ob ich wirklich Musikerin sei, wie es in meinem Profil steht, und was man da eigentlich so mache den ganzen Tag, erkläre ich euch das hier gerne mal. Ich fände es übrigens auch sehr interessant, von euch mal eine genaue Berufsbeschreibung zu lesen, also nicht nur, wie man den Job nennt, sondern konkret wie so ein Tag oder eine Woche in eurem Arbeitsalltag aussieht (gerne auch, wie ihr nach der Schule zu eurem Studium oder eurer Ausbildung gekommen seid!). Freiwillige vor 🙂

Also: Musiker ist man in jedem Fall aus Leidenschaft, klar. Dumm nur, dass die Wenigsten von ihrer Leidenschaft Brot kaufen und die Miete bezahlen können. Ich tingele also nicht als Straßenmusikant mit einer Gitarre um den Hals (hey, Moment, ich kann außerdem gar nicht Gitarre spielen ^^) durch die Berliner S- und U-Bahnen und gehe mit meinem Gesang den Leuten auf den Keks. Die Musik hat mich seit meiner Kindheit begleitet und war immer eine feste Konstante in meinem Leben. Bis zum Eintritt in die Oberstufe war ich felsenfest davon überzeugt, eines Tages Fachärztin für Allgemeinmedizin zu werden. Eine mögliche Praxis zur Übernahme, nämlich die meiner kinderlosen und nicht mehr ganz jungen Hausärztin, hatte ich auch schon vor Augen. Weil das schulische Interesse für Biologie hauptsächlich aufgrund persönlicher und methodischer Differenzen mit dem Lehrer stark ab- und das für Musik im Privaten stark zugenommen hat, wurde das geplante Medizinstudium vom Thron geschubst. Mikroskopische Zeichnungen sahen bei mir immer eher aus wie gezeichnete Verkehrsunfälle (das wiederum lag aber eher am künstlerischen Unvermögen) und meine Begeisterung für ökologische Nischen, Zellmembranen und komisch-chemische Prozesse wie Fotosynthese oder Assimilation (die irgendwie so gar nichts mit Hartz IV zu tun hatte) hielt sich auch in Grenzen… Jedenfalls hatte ich bei einem Akkordeon-Workshop in der Musikstadt Trossingen (das steht wirklich auf dem Ortsschild!) das Glück, und durfte eine Stunde Probeunterricht bei einem der Dozenten des Konservatoriums nehmen. Hans-Günther Kölz ist aber nicht nur irgendein Dozent, sondern der Name schlechthin in der Szene: er ist einer der wichtigsten Komponisten und Arrangeure für Jazz-Akkordeon und er revolutioniert das eingestaubte Bild, das die meisten Menschen (sicher auch viele meiner Leser) vom „Schifferklavier“ (uerks!) haben. Dass dieses wundervolle Instrument durch Karl Moik, Hansi Hinterseer & Konsorten so in die Schrammel-Humtata-Volksmusikecke gedrängt worden ist, davon kann ich mich nur distanzieren. Egal ob Tango, Rock, Klassik oder Ska – kaum ein Instrument ist so vielseitig und in so vielen Genres zu Hause wie das Akkordeon.


Hohner-Konservatorium Trossingen

Nachdem ich also vorgespielt und er scheinbar Potential erkannt hatte, schlug er vor, ich solle es doch mit der Aufnahmeprüfung zum Studium probieren. Er gab mir noch einen Stapel Noten und ein „viel Erfolg“ mit auf den Weg und dann saß ich da: vollkommen aufgedreht, glücklich, motiviert und auch ein bisschen panisch. Ich wusste ja nicht, ob ich das wirklich können würde und ob meinen Fähigkeiten für ein Studium ausreichend sein würden, hatte ich doch die Musik all die Jahre „nur“  als intensives Hobby betrieben und nicht ernsthaft mit dem Gedanken an ein Studium in diese Richtung „gespielt“. In den Wochen zwischen dem Workshop und der Aufnahmeprüfung im Sommer 2005 übte ich mir zu Hause die Finger wund. Angestachelt von einem Ehrgeiz, der selbst mir in dieser Form vorher noch nie vorher begegnet war, kam ich sogar körperlich an meine Grenzen und hatte nicht nur ein Mal mit den Tränen zu kämpfen. Aber der Schweiß und die Ausdauer haben sich ausgezahlt: ich bestand die Aufnahmeprüfung am wundervoll-familiären Konservatorium und konnte mein 13. Schuljahr und die heiße Abi-Phase ganz entspannt angehen, denn ich hatte ihn ja schon in der Tasche, meinen Studienplatz im Süden.

Bis Sommer 2009 studierte ich dann also in der Regelstudienzeit Musik mit Hauptfach Jazz-Akkordeon, lernte das Dirigieren, Arrangieren, Mundharmonika- und Klavierspielen und beschäftigte mich u.a. mit Musikpädagogik, Stimmbildung (kenne seitdem so perverse Körperteile wie das „Zungenknie“, haha), Tonsatz („das ist falsch, aber gut!“), Gehörbildung, Methodik, Akustik und Musikgeschichte (uäh). Meine praktische Abschlussprüfung (45 min) spielte ich dann komplett auswendig und mit einem 7-Monatskugelbauch vorne dran. Obwohl ich große Angst hatte, dass die strampelnde Fiona heftig (und schmerzhaft!) gegen die Bauchdecke bzw. das Akkordeon treten würde in dieser aufregenden Situation, geschah genau das Gegenteil! Sie war die ganze Stunde durch wohl adrenalinbedingt so mucksmäuschenstill, dass es schon fast unheimlich war. Seitdem wir zwei die Prüfung mit Bravour gemeistert haben, darf ich mich „staatlich anerkannte Musikpädagogin“ nennen.

Viele Musiker sind mit Leib und Seele Spieler und müssen zwangsläufig Unterricht geben, um sich ihre Brötchen zu verdienen. Das ist bei mir anders. Ich bin zwar tatsächlich durch und durch Musikerin, aber genauso gerne und mit mindestens genauso viel Herzblut bin ich Pädagogin! Was gibt es Tolleres, als Kinder auf ihrem Weg in die Welt der Musik begleiten zu dürfen, um dann nach einigen Jahren auf die gemeinsamen Erfolge zurückblicken zu können? Besonders auf unseren großen Konzerten macht mich diese Arbeit sehr, sehr stolz!

Jahresabschlusskonzert November 2012

Nun aber zum Tagesablauf: Lehrer haben vormittags recht und nachmittags frei.
Ganz so ist es nicht ^^ Das Schöne ist, dass man nicht jeden Tag das Gleiche macht, sondern das Berufsbild sehr breit gefächert ist.
Selbstständige Musiklehrer haben vormittags frei, wenn ihre Instrumentalschüler die Schulbank drücken. An den Nachmittagen bis in die Abendstunden hinein finden dann der Unterricht oder die Orchesterproben statt. Ich fange mit den Allerkleinsten mit musikalischer Früherziehung (singen, tanzen, Glockenspiel, Kniereiter, Fingerspiele) an, wenn sie gerade das Laufen gelernt haben (ca. 1 Jahr) und unterrichte bis ins hohe Alter auf allem, was Tasten hat, momentan aber hauptsächlich Schulkinder von der 1. Klasse an.
An den „freien“ Vormittagen liege ich natürlich nicht faul auf der Couch rum und gucke „Unsere erste gemeinsame Wohnung“, sondern beschäftige mich mit dem kreativen Part des Lehrerseins: Komponieren und Arrangieren für meine Schülerorchester und mein Erwachsenen-Ensemble. Das ist vergleichbar mit dem Werbedesigner, der eine neue Plakatkampagne auf die Beine stellt oder der Schneiderin, die ein neues Schnittmuster für eine Kollektion kreiert.

An einer allgemeinbildenden Schule, genauer gesagt einer integrierten Gesamtschule, habe ich auch schon für ein paar Monate Musik in der 7. und 8. Klasse unterrichtet. Würde ich übrigens nie wieder tun. Ein Hoch auf Instrumentalisten! Musik ist genau wie Kunst und Sport ein Fach, das nicht für die breite Schülermasse angelegt ist. Ich rede nicht ausschließlich von Talent, aber man muss schon auch selber wollen. Da kann man als junger Lehrer noch so revolutionären, spannenden und praxisorientierten Unterricht machen: Dreiviertel der Schüler sitzen da, gucken Löcher in die Luft und popeln in der Nase. Schön wär’s gewesen, wenn es wenigstens in allen Klassen so harmlos abgelaufen wäre. Als gerade mal 26-Jährige möchte ich nicht wie eine verkalkte, alte Schachtel auf die heutige Jugend schimpfen wie schon einst ein antiker Philosoph. Aber von 14-jährigen Möchtegernbushidos auf’s Übelste beleidigen lassen („Ey, du M*schi, geh k*cken!“) muss man sich wirklich nicht. In so einem Fall darf man den Schüler übrigens nicht mal vor die Tür schicken, denn dann verletzt man als Lehrer seine Aufsichtspflicht. Himmel, *rsch und Zwirn – nix darf man. Fluchen im Idealfall auch nicht.

Die schönste Arbeit ist, wenn man sein Hobby zum Beruf machen kann und genau das habe ich getan. Man kann in anderen nur das Feuer entzünden, was in einem selbst brennt. Ich liebe diesen Moment, wenn ich merke, dass die Musik in meinen Schülern ein Feuer entfacht hat und in ihren Herzen brennt. Das kann man mit keinem Geld der Welt bezahlen! Ich würde meinen Weg immer wieder gehen und bereue kein bisschen, wofür ich mich damals entschieden habe! Ohne die Unterstützung meiner Eltern wäre das allerdings so nicht möglich gewesen. Angefangen von der Studienwahl, zu der sie nie gesagt haben „Lern doch lieber was „Richtiges!“, über die Betreuung von Fiona, wenn ich späte Proben habe. Danke, Mama ❤

Und jetzt seid ihr dran: was habt ihr gelernt/studiert? In welchem Job arbeitet ihr heute? Seid ihr glücklich damit oder unzufrieden mit eurer Wahl? Warum? Ich freue mich auf eure Antworten und wünsche euch ein schönes Wochenende!

Wusstest du…?

 

Ich weiß, reichlich spät, aber dennoch von Herzen: Happy New Year! Unser Rutsch war genauso schön und gelungen wie im letzten Jahr: die Mama-Papa-conAmici-Raclette-Besetzung ist einfach toll und absolut partytauglich! Wenn dann noch ein lallender James über den Tigerkopf stolpert, eine gut gelaunte Minnie-Mouse herausfindet, wie die Sache mit den Luftschlangen funktioniert und beim postmitternächtlichen Bleigießen allerhand skurrile Formationen (und entsprechende, subjektive Interpretationen) entstehen, könnte das neue Jahr nicht besser begrüßt werden! (Und wer wissen will, wie es dazu kam, dass Sophies Geburtstagsgäste am 31.12. jedes Jahr aufs Neue unpässlich sind, sollte hier mal gucken: „Dinner for One – Killer for Five: der 90. Geburtstag und was wirklich geschah“)
 
Ein schlauer Mensch hat mal gesagt, Bloggen ist das Gegenteil von „alles für sich behalten“. Getreu dem Motto wird der erste Post im neuen Jahr ein faktenreicher! Ende letzten Jahres, beziehungsweise vor einer Woche, machte in vielen Blogs ein faszinierender Beitrag mit ziemlich simplen Regeln die Runde: „Wusstest du…?“, ins Leben gerufen von Mama Elch.Wie ein Virus wühlte er sich durch die Bloglisten und hat es heute auch bis zu mir geschafft. Hier kommen sie nun also: 16 lustige, erstaunliche oder peinliche Dinge, die die Welt nicht wissen muss, aber kann 🙂
Wusstest du,…
 
…dass ich am 22.03.2003, also vor fast 10 (!) Jahren, meinen Motorrollerführerschein gemacht habe?
 
Wusstest du,…
 
…dass ich mich in gelbem Licht unwohl fühle, weil die Vorhänge in meinem Kindergarten gelb und zugezogen waren zur Mittagsschlafzeit?
 
Wusstest du,…
 
…dass ich keine Ausdauer habe, mir einen normal langen Film im Fernsehen oder auf DVD anzusehen?
 
Wusstest du, …
 
…dass (zum Entsetzen meines Mannes) das einzige Gewürz in meiner Küche Zimt war, als ich zum Studium ausgezogen bin?
 
Wusstest du, …
 
…dass ich Musik mit Hauptfach Jazz-Akkordeon studiert habe?
 
Wusstest du, …
 
…dass mein erstes Akkordeon (wortwörtlich!) in die Ecke geflogen ist, als es nicht so geklappt hat, wie ich wollte?
(dieses „Schicksal“ ereilte übrigens auch das Fahhrad, den Taschenrechner, etc.)
 
Wusstest du, …
 
…dass ich mich im Sportunterricht bei der Leistungskontrolle im Bodenturnen immer mit großzügigen Vorwärts- und Rückwärtsrollen über die Matte gerettet habe, weil ich weder Hand- noch Kopfstand oder andere Specials beherrschte?
 
Wusstest du, …
 
…dass ich – Ohrlöcher inklusive – 18 Piercings (heute „nur“ noch 6 „aktive“) und 3 Tattoos habe?
 
Wusstest du, …
 
…dass ich berufsbedingt sämtliche Kinderlieder mit ihren Milliarden Strophen auswendig singen kann, aber Mühe habe, die 16 Bundesländer zusammenzukriegen ohne eines versehentlich unter den Tisch fallen zu lassen?
 
Wusstest du, …
 
…dass ich ein Lied aus dem Kinderfilm „Lilo & Stitch“ mit hawaiianischem Text noch heute von vorne bis hinten mitsingen kann?
 
Wusstest du, …
 
…dass ich im Chemieunterricht die Anfänge irgendwie „verschlafen“ habe und deshalb nie unfallfrei eine Formel aufstellen konnte?
 
Wusstest du, …
 
…dass ich von der Grundschule bis zur Oberstufe Fachärztin für Allgemeinmedizin werden wollte?
 
Wusstest du, …
 
…dass ich ein kleines Kuscheltier habe, was mich seit meiner frühen Kindheit begleitet, sämtliche Länder der Welt bereist, über Krankheiten, Liebeskummer und andere Sorgen hinweg getröstet hat und auch heute noch im Koffer ist, wenn es in den Urlaub geht?
 
Wusstest du, …
 
…dass es einen Satz gibt, über den ich schon mehrfach Tränen gelacht habe und an den ich nur denken muss, um gute Laune zu bekommen?
(Zu Vollbärtigen: „Na, bei der Geburt den Rahmen mit rausgerissen?!“)
 
Wusstest du, …
 
…dass ich vor der Schwangerschaft ein Kaffeejunkie war (6 Tassen am Tag mindestens) und danach eine ganze Weile nicht mal Kaffee von Nahem sehen konnte, ohne dass mir schlecht geworden ist?
 
Wusstest du, …
 
…dass mein erstes Auto (R.I.P. Kitty) ein ganz bestimmtes sein musste, weil ich die Werbung so geliebt habe, wo ein Inder seinen Wagen gegen die Wand fährt, einen Elefanten auf der Motorhaube platziert, hämmert, bohrt und schraubt, bis sein Auto endlich so aussieht wie das aus dem Werbeprospekt? Ein silberner Peugeot 206…Liebe auf den ersten Kilometer!
 
 
 

 

Die Top 5 der nervigsten Weihnachtslieder

An den laangen Feiertagen, an denen ihr eigentlich in friedlich-besinnlicher Festtagsstimmung essend mit euren lieben Verwandten zusammensitzen und singen solltet, guckt ihr nur mal schnell „zwischendurch“ ins Netz und habt keine Lust mehr auf Geschenke-Posts…?
Inspiriert von einem Artikel aus dem letzten Jahr von Wir mit Kind gibt es hier heute keine Bescherungsbilder, sondern eine weihnachtliche Bestandsaufnahme dessen, was gerade so im Radio läuft.
Die Top 5 der nervigsten Weihnachtslieder – welche sind das für euch?
 

Mit Weihnachtsliedern ist das ja so eine Sache: man hat nur ziemlich genau 5 Wochen im Jahr die Möglichkeit, sie zu hören. Danach fristen diverse Best-of-Christmas-Compilations 11 Monate ihr trostloses Dasein ganz hinten im CD-Schrank. Wir Musiklehrer haben in dieser Hinsicht ein besonders schweres Los, denn damit die Schüler zur Adventszeit die gängigen Weihnachtslieder unfallfrei vortragen können, muss man je nach Dauer der Ausbildung zwischen September und November schon damit anfangen im Unterricht. Wenn dann endlich wirklich Weihnachten ist, sind wir froh, „Fröhliche Weihnacht überall“ und „Stille Nacht“ nicht mehr hören zu müssen 😉
Trotz der Tatsache, dass man sie das ganze Jahr über nicht jeden Tag im Radio hört, lösen manche Weihnachtshits bei mir schon beim ersten Hören nach dem Totensonntag spontanen Brechreiz aus.
Einer dieser Songs ist

5) „White Christmas“ im Original, von Bing Crosby gesungen. Ich kann nicht mal genau sagen, weshalb. Andere Versionen, z.B. die poppige von Michael Bublé oder die rockige der Kelly Family, mag ich nach wie vor sehr gerne. Das Weihnachtsalbum der Kellys lief bei uns übrigens in Endlosschleife, als ich klein war. Da kann man jetzt über die Zottelsippe denken was man will, aber gute Musik haben sie gemacht! In den (damals) süßen Paddy war ich sogar mal verliebt und habe akribisch Bravo-Artikel und Poster gesammelt. Hach, lange her 🙂

Meine Nummer 4) ist „Driving home for Christmas“ von Chris Rea. Es ist nicht supernervig, aber wenn mein Ohr die ersten Takte hört, drückt mein Zeigefinger automatisch den Sendersuchlauf am Radio. Durch dieses monotone Begleitmuster in Verbindung mit dem relativ eintönigen Text fühle ich mich selber wie ein LKW-Fahrer auf der A9, in der linken Hand den Kaffee, in der rechten die Zeitung… Er sitzt in seinem Auto und singt. Und fährt. Und singt. Rote Ampeln hier und da. Er singt obwohl ihn niemand hört. Aber bald wird er da sein, denn er fährt Weihnachten nach Hause. Und wenn er nicht gestorben ist, dann fährt er noch heute. Muss ja ganz schön weit weg wohnen, der Gute. Hoffentlich kommt er bald an, ich wünsche es ihm!

Auf der 3) ist ein Lied, was man zwar selten im Radio hört, mir aber dennoch gehörig auf die Nerven geht: das Weihnachtslied für Atheisten – „Oh Tannenbaum“. Vielleicht bin ich als „Frau vom Fach“ da ein bisschen empfindlicher als der Durchschnittsmusikkonsument, aber dieses Lied geht gar nicht. Schon nach den ersten vier Tönen ist eine Verzögerung, Musiker nennen das „Fermate“, die das feste Taktschema sozusagen aufbricht und bremst (singt’s mal im Kopf!). Typisch für Weihnachtslieder ist allerdings eigentlich, dass sie keine exotische Taktart haben – Walzer oder Vierer in der Regel – und wegen ihrer überschaubaren Struktur für jedermann leicht nachzusingen sind. Der Tannenbaum mit seinem grünen Kleid fällt also schon beim ersten Parameter durch mein persönliches Raster und hat deshalb den Platz in den Top 5 verdient. Es gibt zwar ollere Melodien („Kom-mehet i-hir Hir-tehen…“) und weitaus dramatischere Texte („So nimm uns’re Herzen zum Opfer denn hin…“ – Ihr Kinderlein kommet), aber die Fermate auf dem Tannenzweig toppt alles.

Den 2.) Platz belegt „Have yourself a merry little Christmas“. Ich weiß, Frank Sinatra ist einer der ganz Großen, aber mit diesem Song legt er mir einen Strick um den Hals und zieht ihn mit jeder Zeile ein bisschen enger, wirkt auf mich also so gar nicht „merry“. Und „light“ ist „my heart“ auch nicht gerade – im Gegenteil. Also schnell umschalten. Bei ganz großem Glück läuft auf dem Nachbarsender währenddessen die Nummer 1) meiner nervigsten Weihnachtslieder, das absolute No-Go. Da hilft nur Ausschalten:

„Last Christmas“ von WHAM.
Auf der Facebookseite meines Lieblingssenders fragten sie kurz vor dem angekündigten Weltuntergang, welches Lied sie in der letzten Stunde vor der Apocalypse spielen sollen. Ich postete den „Final Countdown“, las noch andere witzige Vorschläge wie „I will survive“, „Time to say goodbye“, „Highway to hell“ und „Muss nur noch kurz die Welt retten“  und lachte dann bei einem Liedvorschlag laut auf, denn dort schrieb jemand sinngemäß: „Last Christmas – diesmal wäre es wirklich das Letzte.“ Ich gebe ja zu (vorangegangene Diskussion mit meinem Mann über das Thema), die Harmoniefolge ist aus musikalischer Sicht tatsächlich nicht schlecht, aber das Gesamtpaket ist einfach so bäh wie es nicht unappetitlicher geht und dudelt trotzdem seit 1984 unerbittlich aus jedem Lautsprecher zur Weihnachtszeit. Soll er doch einfach aufhören zu nörgeln, sein Herz nicht ständig verschenken und alles wird gut…

Heiligabend 2012

Neben den wenigen nervigen Liedern gibt es natürlich auch sehr viele schöne! Die alten Schinken lasse ich mal außen vor (obwohl „Adeste Fideles“, „Stille Nacht“ und Konsorten nie an Aktualität verlieren werden) und beschränke mich auf meine Top 5 der charttauglichen Alle-Jahre-wieder-Lieblingsweihnachtslieder.
Auf der 5) ist „Merry Christmas everyone“ von Shakin Stevens. Kennengelernt habe ich diesen Song in der 6. Klasse im Englischunterricht. Statt eine mindestens 3-stündige Weihnachtsfeier mit Keksessen und Nasebohren zu veranstalten, hatte unsere damalige Klassenleiterin kleine Zettel mit Textfetzen ausgedruckt, die wir in eine sinnvolle Abfolge bringen sollten. Im Hintergrund lief permanent besagtes Lied. Dass ich den Ohrwurm danach erst mal nicht mehr losgeworden bin, brauche ich hier wohl nicht erwähnen. Mit seinem weihnachtlich-reduzierten Anfang, dem Rock’n’Roll-Refrain und dem Saxophonsolo, was ich Ton für Ton mitsingen kann, einer meiner liebsten Weihnachtssongs. Gute Laune pur!

Auf Platz 4) sitzt Bryan Adams, dem man nach dem ersten Eindruck wahrscheinlich eher kein Weihnachtslied in den Stiefel schieben würde. Wider Erwarten hat er eins gemacht und noch dazu ein wunderschönes: „Christmas Time“! „…to see the joy in the children’s eyes, the way that the old folks smile says that Christmas will never go away…“

Nummer 3) geht an die Band AID mit ihrem Afrika-Song „Do they know it’s Christmas“. Namhafte Künstler wie David Bowie, Phil Collins, Bob Geldof, Paul McCartney, Sting und Queen trafen sich kurz vor Weihnachten 1984, um dieses Lied als Reaktion auf eine Reportage über die Hungersnot in Äthiopien aufzunehmen und die Tantiemen zu spenden. Dieser kraftvolle Song mit seiner tiefen Botschaft hinter den gesungenen Worten („where the only water flowing is the bitter sting of tears […] well, tonight thank God it’s them instead of you. And there won’t be snow in Africa this christmas time. The greatest gift they’ll get this year is life…“) gehört für mich zu Weihnachten dazu wie Lebkuchen und Tannenbaum.
Gerade in Zeiten des kommerziellen Weihnachtswahns kann es nicht schaden, zumindest durch die Musik ein bisschen darüber nachzudenken, wie gut es uns auch mit kleineren Sorgen und Problemen trotzdem noch geht.

Die 2) hat John Lennon mit Yoko Ono im Bett komponiert: „Happy Christmas“. Im Rahmen einer Friedenskampagne mieteten sie 1969 Werbeflächen auf Plakaten in vielen großen Städten und ließen sie bedrucken mit „War is over, if you want it“. Auch dieser Song verliert wohl nie an Aktualität und kann von mir aus in der Weihnachtszeit in Dauerschleife laufen, ohne dass er langweilig wird. Schon bei den ersten Worten Lennons „So this is Christmas“ kriege ich parallel eine Gänsehaut und ein wohliges Gefühl im Bauch. Wenn John es ausgesprochen hat, dann kann Weihnachten kommen.

Mein Weihnachtstophit, der immer geht, 100%ig gute Laune bringt und irgendwie automatisch Hüften und Stimmbänder bewegt ist auf der 1) „Rocking around the Christmas tree“! Egal in welcher Version, bei dem Song kann ich einfach nicht stillsitzen. Auch früher lief dieses Lied schon in Endlosschleife, wenn wir gemeinsam den Baum geschmückt haben, es im ganzen Haus nach essen roch und hübsch verpackte Geschenke heimlich in den Schränken raschelten. Nicht so bedeutungsschwanger und völlig befreit vom tieferen Sinn hinter dem Fest der Liebe wird hier einfach nur getanzt, gegessen, gefeiert und unter dem Mistelzweig geknutscht. Muss auch mal sein. Merry Christmas!

eine Postkarte aus meinem Bestand

P.S. Seit vielen Jahren liegt hier außerdem noch eine glatt weiße Postkarte rum, auf der in Schwarz nur zwei kurze Sätze stehen:
„Schafft Weihnachten ab. Josef hat alles zugegeben.“
haha ^^
 
P.P.S. Wer Lust hat, darf sich gern anschließen und seine Top-Songs bloggen und hier verlinken oder einfach als Kommentar posten. Ich bin gespannt, was es bei euch Weihnachten auf die Ohren gibt bzw. was besser nicht 😉