7 Sachen

Long time no see – oder wie sagt man?
Nach dem Bastelpost ist es hier erst mal ruhig gewesen, ich sag euch auch, wieso: die Schule hat wieder begonnen… Die letzten Tage der Osterferien haben wir in Trossingen verbracht, der Stadt, in der ich studiert habe. Es war schön und aufregend zugleich, die altbekannten Gesichter, Straßen und Gebäude wiederzusehen und einfach wieder mal ein bisschen schwäbische Musikluft zu schnuppern. Wir haben tagsüber einen Improvisations-Workshop und abends die Konzerte besucht, großartigen Jazz und unglaublich emotionalen Tango gehört und hinterher mit vielen anderen Musikern gemütlich beisammen gesessen mit einer (oder…äh…zwei) „Schorle weiß-sauer“, was mir außerhalb Baden-Württembergs in dieser Bezeichnung übrigens nie mehr begegnet ist 😉

Goran Kovacevic & sein Quinteto del arco nuevo mit „Alles Tango, oder was?“

Als wir nach achtstündiger Rückfahrt (ja, ist nicht gerade der nächste Weg…) wieder in Berlin angekommen sind, war irgendwie auf ein Mal schon Montag und der Schulalltag klopfte wieder an die Tür. Ostern und die Tage danach sind am Frühling spurlos vorbeigegangen und selbst nach ein paar Tagen April wollte das Thermometer nicht wirklich in den zweistelligen Bereich klettern. Das hat sich am vergangenen Wochenende glücklicherweise geändert! In weiser Voraussicht habe ich schon Mitte letzter Woche Grillfleisch besorgt, denn die Idee hatten vermutlich viele andere ebenfalls. Was sonst noch so bei uns los war, könnt ihr in unseren 7 Sachen vom Sonntag sehen, nach einer Idee von Frau Liebe.

Wir sind nach Potsdam gefahren zur Vernissage meiner Schwester
im „Benders“, haben Sekt getrunken, Canapés gegessen und Bilder bestaunt.

Ich habe die Ausstellung als Akkordeonsolistin musikalisch umrahmt
(und am Vormittag hatten wir noch Ensembleprobe mit conAmici – war ein musikalischer Tag!)
 
 
Wir haben einem heliumgefüllten Luftballon versehentlich die Freiheit geschenkt 😉
 
 
Wir haben uns kunstvoll verziertes Eis schmecken lassen.

 
Wie schon erwähnt haben wir angegrillt, in diesem Jahr allerdings wesentlich später als sonst!
Nichts schmeckt so nach Sommer wie ein Stück Fleisch vom Grill…
 
 
Wir haben nicht nur angegrillt, sondern auch angehüpft:
die Trampolinsaison wurde eröffnet!
 
 
…und wir haben die Playmobilclique zur Feier des (Sonn-)tages in den Häschenzoo eingeladen.
 
 
 
Die obligatorische Sonntags-Sendung mit der Maus haben wir zwar verpasst, hatten aber dennoch einen rundum gelungenen Tag! Nach Fionas böser Verstopfung der letzten Tage (Zitat Ärztin: „So schlimm hab ich es selten gesehen!“) geht es ihr mittlerweile zum Glück wieder besser. Was steht auf der Postkarte mit dem Bild der fast leeren Klopapierrolle drauf? „Irgendwas ist immer.“
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7 Sachen

…gab es hier auch schon lange nicht mehr! Und um den Best-Of-Post bildertechnisch ein bisschen zu entlasten, zeige ich euch heute 7 Sachen von unserem Sonntag nach einer Idee von Frau Liebe.

Wir haben morgens im Bett ein bisschen leise rumgeblödelt, als Papa so getan hat, als würde er noch schlafen ^^, haben uns Osterhasen auf die Hände gemalt und sind mit ihnen über die Bettdecke gehüpft…

Wir haben ein paar der hübschen 3D-Schmetterlinge an den Baum an der Wand im Kinderzimmer geklebt (Foto folgt, wenn das Vogelhaus hängt…) und zwei kleine auf Fionas gemalte Herz-Blumenwiese gesetzt.

Mittags ging’s auf ein Eis, was wir dort nicht bekommen haben (und hinter beim Restaurant „zum goldenen M“ besorgen mussten), ein Paar Wiener und einen Glühwein (!) an den Müggelsee. Die zwei ganz harten Schwäne froren sich einsam die Po-Federn im Eiswasser ab und der Spielplatz war noch zugeschlossen 😦 Früüüühling, komm endlich! Wenigstens hatte der Himmel mal wieder Farbe.

Meine lange Schnittwunde wurde von der Spielzeugärztin Fiona mit einer sterilen Wundkompresse und einer Mullbinde kreuz und quer versorgt, die aktuelle Tollabox zeigt mit dem Erste-Hilfe-Set, wie das geht. Keine Sorge, unsere „Wunden“ haben wir hinterher einfach rückstandslos abgewaschen 🙂

Ich habe zum ersten Mal etwas für mich selber genäht (nach einem Frei-Schnauze-Schnitt meiner Oma, Zitat: „Gib mir einfach eine scharfe Schere und den Stoff…“) und war tatsächlich gleich beim ersten Anlauf ganz zufrieden mit dem T-Shirt. Da meine Nähmaschine auf mysteriöse und bis heute ungeklärte Weise ihren Nähfuß verloren hat, habe ich mir fest vorgenommen, in der nächsten Zeit Ersatz zu besorgen, bevor die ganzen bisher ungenähten E-Books ausprobiert werden… Aber solange sich der Winter im Land noch häuslich eingerichtet hat, können die Frühlingsjäckchen und -Mützchen auch noch auf den Nähfuß warten…

Obwohl der ganze Ostereierfärbekrempel inklusive Eiern schon seit einer Weile rumliegt, kann ich es Fiona nicht übel nehmen, dass sie mich skeptisch anguckt und eher meint: „Osterhase?! Hahaha, nein, Mama. Es liegt doch Schnee! Bestimmt kommt bald der Weihnachtsmann wieder…“.
Gefärbt haben wir also noch nicht, aber immerhin schon fleißig Fingerabdruck-Frühlingskarten gestempelt.

…und abends saßen wir in der ersten Reihe, als Meerjungfrauen von wilden Seeungeheuern attackiert worden sind: *Melodie vom Weißen Hai* WUUUUUUUAAAAAAHHHHH!

Streifzug durch die TV-Landschaft

Es ist mal wieder Zeit, den deutschen Trash-TV ein bisschen näher zu beleuchten, nachdem der australische Voyeuristen-Dschungel und der Mittlerweile-wieder-Single Bachelor (haha!) inzwischen Geschichte sind.
Montag Abend hangeln wir uns von Jauchs Millionär über den Restauranttester bis zu Stefan Raab und schlafen dabei ein. Am Dienstag graben Knochenjäger, verrückte Spinner und andere Ermittler für meinen Geschmack etwas zu tief und zu amerikanisch in verwesten Leichen herum, deswegen begnügen wir uns da mit alten Simpsons-Folgen oder anderem Allgemeinbildenden, bis Akten-Ulrich mit versteckter Kamera mal wieder Fäkalkeime auf dem Salat am Urlaubsbuffet findet und wir kurze Zeit später zu Raab umschalten.
Mittwochs läuft gerade die Doku „7 Tage Sex“, die letzte Woche allerdings wegen eines Inzestpaares von Schuldnerberater Peter Zwegat durchaus würdig vertreten worden ist, und danach Stern TV mit Strahlemann Hallaschka. Nach einer Stunde wird umgeschaltet und bei Raab eingeschlafen. Am Donnerstag kommt nichts. Das Nichts ist knappe Eins-Achtzig groß, hat vorzugsweise BH-Größe 75B, große Augen, volle Lippen und trägt seine langen Beine mal mehr und mal weniger elegant durch diverse „Challenges“. Im letzteren Falle wird das mit einem vorzeitigen Game Over quittiert: „Ich habe heute leider kein Foto für dich.“. Ooohh, Krokodilstränen, die mehr wiegen als das Model selbst. Es kann kein Zufall sein, dass sich Klum auf dumm reimt… Nach red, dem Starmagazin, in dem man sich das Best-Of des Laufstegzirkusses noch mal reinziehen kann, kommt endlich Raab. Bis der dann letztendlich anfängt, schlafen wir meist ^^ Freitag laufen irgendwelche sinnfreien Unterhaltungsshows, in denen sich eine Handvoll Promis entweder zum Löffel macht oder bei Oli Geißen auf der Couch sitzend alte Kinderfotos zeigt. Die heute-Show mit Oliver Welke ist definitiv ein Wochenhighlight: eine bissige Comedysendung, die im Stile einer seriösen Nachrichtenshow daherkommt. Großes Kino!
Eine Polit-Satire vom Feinsten lief übrigens erstaunlicherweise so mitten in der Woche gestern auf dem Sender mit dem bunten Ball: „Der Minister“.
Weil ich mich schon auf einen Simpsons-oder-Doctor-House-Dienstag eingestellt hatte, war ich umso überraschter von der Prime-Time-Vorankündigung, bei der ich tatsächlich zwei Mal hingucken musste, ob da wirklich die Merkel dem von und zu Guttenberg die Hand schüttelt.

Quelle: www.toonpool.com

Namensähnlichkeiten von Franz-Ferdinand zu Donnersberg, Kanzlerin Murkel und Vizekanzler Wellerweste mit lebenden Politikern sind natürlich rein zufällig und nicht beabsichtigt, haben mir aber doch so manches Mal einen Lacher entlockt. Genau wie das Segelschulschiff der Deutschen Marine, vom eher unbedarften Freiherr von und zu Donnersberg in seinem Amt als Verteidigungsminister als „Forch Gock“ bezeichnet. Hahaha. Gespielt wurde er absolut überzeugend in Mimik, Gestik und Erscheinung von Kai Schumann. Alle übertroffen hat für mich allerdings die DDR-Schauspielerin Katharina Thalbach in ihrer Rolle als Angela Murkel. Die spielte ihren Part so kanzlerisch mit zum V gefalteten Händen, hängenden Mundwinkeln und einem Königreich voller Jackets, dass man beim Gucken regelrecht vergessen hat, dass das nicht Frau Merkel ist, die sich selbst darstellt. „Es gibt Dinge, von denen die Menschen nicht wissen wollen, wie sie gemacht sind: Gesetze, Krieg und Wurst…“ Das wäre doch mal ein Statement für die nächste Bundestagswahl! Hut ab, Sat1. Mehr davon! Ich spreche euch mein vollstes Vertrauen aus 🙂

Quelle: www.fuchskind.de

Falls sich die nächste Komödie um Frau Murkels Busenfreundin und Ex-Bildungsministerin „Annette Schovan“ drehen sollte, ich hätte da einen Titelvorschlag: „Der #Aufschrei: NEIN zum Schovinismus“ oder „Wissen heißt, wissen wo’s steht“ mit dem Untertitel „Copy & Paste“. Da fällt dann bestimmt auch noch für den Freiherrn eine Nebenrolle ab 😉

7 Sachen

Mit etwas Verspätung zeige ich euch heute 7 Sachen, die wir am Sonntag gemacht haben und für die wir unsere Hände benutzt haben, ob für 5 Minuten oder 5 Stunden ist unwichtig (nach einer Idee von Fr.Liebe). Erst haben wir uns einen entspannten Vormittag gegönnt: ausgiebig gefrühstückt und auf der pinken Kindercouch die Sendung mit der Maus zusammen angeguckt. Dann wurde gepuzzelt (hey, der Knoten ist geplatzt! Auf ein Mal geht’s!) und ein bisschen Theater gespielt 🙂

Anschließend ging’s in ein großes Familienfreizeitzentrum ganz in der Nähe, was normalerweise durch seine vielen Spielplätze interessant für’s Nono-Kind ist. An diesem Wochenende wurde allerdings etwas Besonderes geboten: „Das kann ich schon alleine!“ – ein Spiel-, Mal-, Bau-, Bastel-, Tanz-, Sing-, Ausprobierwochenende, bei dem die jüngsten Besucher zwischen 2 und 5 Jahren im Mittelpunkt standen. An vielen verschiedenen Ständen konnten die Kinder unter Anleitung (und oft unter den staunenden Blicken ihrer Eltern) selber kreativ werden und den Pinsel, die Buddelschippe oder das Tanzbein schwingen. Als in der Kinderspielecke (bis 4) der Geruch nach gefüllten Windeln Überhand genommen hat, sind wir auf ein Eis und einen Kaffee in die Cafeteria geflüchtet und haben Fionas Bastelwerke bestaunt. Obwohl es – sicher auch wegen des bescheidenen Nieselwetters – gut besucht war, musste sie nie lange warten und konnte alles ausprobieren, was sie interessiert hat. Ein Raum bot eine gigantische Kugelbahnausstellung: alles in XXL-Größe, damit selbst der kleinste Babymund oral nichts mit den Kugeln anfangen kann. Durch die vielen, z.T. sehr kleinen, Kinder, war der Raum ein bisschen elternüberbevölkert und ich hatte, am Rand sitzend, wirklich Probleme, mein eigenes Kind im Auge zu behalten. Da schoben sich inmitten der Murmelbahnen viele schwangere Murmeln und tragende Papas vorbei, um ihren umgefallenen Nachwuchs wieder aufzusammeln, Streit zu schlichten („Torben-Antonio, du kannst nicht alle Kugeln behalten! Die anderen Kinder wollen auch mal!“) und zum freundlichen Miteinander zu animieren („Meins!“). Wenn man – wie ich – auf Holz steht, findet man sich dort im Paradies wieder. Große Bahnen, kleinere Bahnen, ganze Städte mittendrin, bunte Xylophon-Klangtreppen, Rotationskegel – einfach alles, was das Holzherz begehrt. Unsere große HABA-Kugelbahn, die ich vor 2 Jahren gebraucht aber in sehr gutem Zustand bei Ebay gekauft hatte, wird demnächst in immernoch Topzustand auch genau dort wieder landen, denn jetzt ist es Zeit für eine filigranere Bahn mit größerem Entdeckerpotential. Jemand Vorschläge? Ich tendiere ja wieder zu HABA, denn die vielen Ergänzungsbauteile lassen es nie langweilig werden. Dass sich übrigens Qualität gegen billigen Plastikmüll tatsächlich durchsetzt, habe ich an unserer o.g. Bahn jetzt mal selbst gesehen, obwohl Fiona im Familotel natürlich auch großen Spaß daran hatte, der gelben, singenden Giraffe ihre Kugeln immer wieder ins Maul zu schieben ^^

Hier also eine Auswahl der gebastelten Sonntagssachen:



„Wir lassen aus Papier, Kleister, Perlen, Federn, Trinkhalmen, Stiftkappen, …… und Farbe plastische Bilder wachsen“

von Playmais hatte ich bisher noch nichts gehört. Ein Riesenspaß! Einfach anfeuchten und schon klebt’s.
Amazon sagt, dafür gibt es sogar ganze Vorlagenbücher.
Mein Kind sagt: „Guck mal, Mama, ich habe ganz allein eine große Rutsche gebaut!“
…viel Tisch und ein bisschen Bild bestempelt…
…und ein Bild aus dem Farbklatsch gemalt: bunte Farben auf die Platte gematscht und am Ende weißes Papier draufgelegt und abgedruckt.
Buntes Chaos wollte sie erst nicht. Wie man sieht, entstand zu Beginn eines ihrer berühmt-berüchtigten Gesichter 🙂
Hier das Ergebnis

Die 7. der sieben Sachen sind die Haare, die wir erstmalig ohne Tränen waschen und föhnen konnten. Okay, wollen wir ehrlich sein: nur Tränen sind untertrieben. Wir haben sie gewaschen ohne hysterisches Kreischen, als ob Mama mit einer Kettensäge gerade im Begriff ist, sämtliche Extremitäten ohne Narkose zu entfernen. Erfolg!

Nach diesem aufregenden Tag kann ich mehr als nur gut verstehen, dass Montag Morgen die Kita-Ankündigung keine Freudenschreie hervorgerufen hat: „Ich will aber bei dir bleiben!“. Glücklicherweise gibt sich das, bis wir dann im Auto sitzen. Autofahren macht im Moment sowieso großen Spaß wegen der neuen Kinderlieder-CD im Radio. Ich bin von Berufswegen her sehr kritisch mit Kinderlieder-CDs und es gibt mehr, die mir nicht gefallen, als die, die mir tatsächlich gefallen. Da geht es viel um Arrangements, Tonlagen zum Singen, Texte, Reime, etc. Detlev Jöcker und Volker Rosin sind den Eltern unter euch vielleicht ein Begriff, das ist alles ganz nett. Wirklich vom Hocker gehauen haben mich aber die CDs von Simone Sommerland, Karsten Glück und den Kitafröschen. Da kann man bedenkenlos jedes Album kaufen und wird nie enttäuscht (wir haben diverse zu Hause). Ob es die Spiel- und Bewegungslieder sind, die englischen Kinderlieder oder die Weihnachtshits – Fiona liebt sie, singt sie auswendig mit und ich kann sie anhören, ohne nach der 3. Wiederholung in die Kinderklapse eingeliefert werden zu müssen. Unser absolutes Highlight sind die „Kinderlieder auf Weltreise“, gerade frisch erschienen. Eine Reise in 30 verschiedene Länder wurde hier musikalisch so gut umgesetzt, dass man beim Hören wirklich ein kleines bisschen Urlaub auf Jamaica, Hawaii, dem Südpol, in Australien, Afrika, China, Irland, der Türkei, u.v.m.machen kann. Mein Mann lacht schon, wenn ich mal wieder gedankenverloren das kubanische „Oooh oh oh oh, Käptn Buba hat ne Tuba….tuBa!“ oder den „Popo-Tango“ aus Argentinien zum Besten gebe. 30 absolut hartnäckige Ohrwürmer tummeln sich auf diesem Album und ich kann es euch nur wirklich ans Herz legen. Die wird man nicht mehr los 😉

7 Sachen

Frau Liebe ruft – wenn sie nicht gerade mit dem Blog pausiert – jeden Sonntag dazu auf, 7 Sachen zu zeigen, für die wir unsere Hände benutzt haben, ob für 5 Minuten oder 5 Stunden spielt dabei keine Rolle.

Mich dieses Mal auf nur 7 zu beschränken, fiel mir nicht gerade leicht, so aufregend wie unser Wochenende war.
Beginnen wir chronologisch beim Samstag Morgen, mit dem mit Abstand schönsten und einem bisschen sentimentalen Erlebnis unseres Schmetterlingsprojektes !
Es war langsam an der Zeit, unsere vier hübschen Falter in die Freiheit zu entlassen. Seit knapp einer Woche haben wir sie beobachtet, fotografiert, mit Orangen, Nektar und Blüten gefüttert und ihnen „Guten Morgen“ und „Gute Nacht“ gewünscht. Fiona wollte sie natürlich lieber behalten und war von der Freilassungsidee gar nicht so angetan… Ich erklärte ihr, dass der kleine Beobachtungskorb für die Schmettis nicht groß genug ist. Sie wollen die leckeren Blüten draußen kosten, andere Schmetterlingsfreunde finden und zusammen bis in den Himmel fliegen. Das verstand sie, schnappte sich den Korb und stiefelte die Treppen runter bis in den Garten. Dort angekommen kniete sie sich ins (nasse) Gras, öffnete vorsichtig den Reißverschluss und hielt ihre Hand in den Korb. Es dauerte nicht lange und schon saß der erste Schmetterling auf ihrer kleinen Hand. Behutsam zog sie die Hand heraus und hielt sie wie eine Abflugrampe in den Himmel. Nichts geschah. Er blieb einfach sitzen. Nicht mal die Aufforderung „Flieg, Schmetti, du bist frei!“ bewegte ihn zum Abheben. Erst eine ganze Weile später, nachdem die anderen drei schon ihre Reise angetreten hatten, breitete auch er die Flügel aus und flog der Sonne entgegen. Wir winkten ihnen mit einem lachenden und einem weinenden Auge hinterher (3 Std später: „Mama, ich will die Schmetterlinge doch lieber wieder haben, bitte….“) und sind beide sehr froh, dass wir an dem Projekt teilnehmen durften. Sowohl Mama als auch Kind haben bei der Aktion viel gelernt und großen Spaß gehabt! Bye bye butterfly….

 Anschließend ging es in Europas größtes, gemeinnütziges Kinder-, Jugend- und Familienzentrum, das FEZ Berlin. Dort trafen wir nicht nur auf die große Rutsche und das Klettergerüst, sondern auch auf einige der 2009er Oktobermamas. Wir haben uns damals online in einer Gruppe über’s StudiVZ kennengelernt und die Schwangerschaft gemeinsam erlebt. Wünsche (Mädchen? Junge?), Ängste (Gesund?), Hoffnungen (PDA?) und Probleme (Schwangerschaftsstreifen?!) wurden geteilt, Ultraschallbilder „getauscht“ und Vornamen diskutiert. Heute sind unsere Babys alle fast 3 Jahre alt, unterhalten sich wie die Großen, toben, klettern, fangen, spielen und rutschen zusammen als hätten sie nie etwas anderes gemacht. Unvorstellbar!
Caros Erdbeermädchen Lena und mein Mausekind Fiona „Fine“ haben sich gesucht und gefunden: „das ist jetzt meine Freundin!“. Da wurden Kekse geteilt („Willst du lieber Weintrauben?“ – „Nein.“ „Aber die sind gesund!“), Bücher gelesen, Kuscheltiere geschoben, gemeinsam aufs Klo gegangen (Frauen!), Eis gegessen, erzählt und gelacht. Einfach schön!

Holzspielzeug ist etwas Tolles, finden wir. Kein Wunder, dass wir demzufolge an dem großen aufgebauten Holzkugelbahnenparcours im Hauptgebäude nicht vorbeigehen konnten. Der Stempel auf der Hand durfte am Abend auch keinesfalls abgewaschen werden! Nun schrubb mal schwarze Kinder-Fingernägelchen sauber, ohne dabei versehentlich den Handrücken nass zu machen… Als alle Oktobermamas drinnen waren, war die vorher leere Spielfläche schlagartig voll. Es klackerte und rummste, klingelte und quietschte in einer Tour. Die Tonleiter-Glockenspielbahnen haben es mir ja angetan. Aber dafür bräuchten wir erstens einen Lottogewinn und zweitens müssten wir wohl anbauen 😉

Nach ausreichender Erforschung der physikalischen, architektonischen und akustischen Phänome der riesigen Kugelbahnen ging es weiter in Richtung Streichelzoo. Ich schreibe bewusst „in Richtung“, denn vor Erreichen der Tiere hielten wir an jeder Fressbude, um Crèpes, bunten Quark (nach dem Abessen eines Löffels Smarties-Topping: „Will nicht, Mama.“ *argh*) und Eis zu organisieren. Will einer, wollen alle. Außerdem stoppte unsere Herde auch noch an jedem Spielplatz, und davon gibt es im FEZ eine Menge. Ich hatte als Einzige aus Eitelkeit keinen Buggy mitgenommen, denn die Kinder sind ja groß, staunte dann natürlich nicht schlecht, dass wirklich alle außer mir einen dabei hatten und diesen auch benutzten. Ende vom Lied war ein Platz auf meinen Schultern für ein 15kg-Baby. Kein Wunder, dass Menschen mit dem Alter schrumpfen. Ich weiß jetzt, wieso. Habe gestern bestimmt 1cm an Höhe eingebüßt auf dem Weg zum Streichelzoo ^^
Im „Haus Natur und Umwelt“ konnten wir erst drinnen und dann draußen kleine und größere Tiere bestaunen: von bunten Fischen über haarige Vogelspinnen bis hin zu mauligen Eseln war alles dabei. Große Attraktion war für alle das Ponyreiten mit pferdgroßen Huftieren. Fiona wollte unbedingt den großen Reiterhut aufsetzen, was zur Folge hatte, dass sie auf den letzten Metern das Innere der Kappe statt den Rücken des Ponys gesehen hat. Shit happens!

Abends beim Grillen war sie dann nach diesem ganzen Action-Tag an der frischen Luft mit den vielen Eindrücken so müde, dass sie fast am Tisch eingeschlafen wäre, mit dem Kopf auf dem neuen Blanco-Kissen vom Schweden, bei dem der Infozettel beinahe größer ist, als das Kissen selbst…

Heute Mittag ging’s nach der obligatorischen Sendung mit der Maus auf ein Sommerfest ganz in der Nähe. Angekündigt war laut Flyer „Programm für Jung und Alt auf der Bühne, Hüpfburg, Kinderschminken, Karussel uvm.“. Der große Platz war bei unserer Ankunft relativ leer. Es gab tatsächlich eine kleine Bühne mit zwei älterlichen Herren an Mikrofon und Gitarre. Das war wohl gerade das Programm für „Alt“. Am Programm für „Jung“ fehlte es leider an allen Ecken und Enden. Von der versprochenen Hüpfburg war leider keine Spur, genauso wenig vom Kinderschminken. Nachdem wir alle Attraktionen ausprobiert hatten (also Kinderkarussel und Entenangeln), gab es noch Süßes und eine Bockwurst und dann traten wir den Heimweg an, aber nicht, ohne dem CDU-Stand noch Luftballons, Kugelschreiber und Spritzpistolen abzuziehen. Wenigstens was 😉 Beim Entenangeln hat Fiona ein Armband-Set gewonnen, bei dem man mit einem kleinen Löffel und einem Trichter bunten Sand in ein Plastikröhrchen einfüllen kann. Der Staubsauger lachte sich schon ins Saugrohr als er uns damit kommen sah ^^ Herausgekommen sind 2 hübsch bunte Armbänder und eine Kette.

Last but not least kommt hier noch die letzte der 7 Sachen – ein verunstaltetes Buch.
Äh?!
Gerade ich, die ich Bücher über alles liebe und schon Probleme mit dem kleinsten Eselsohr oder einem gebrochenen Buchrücken habe, verunstalte ein Buch? Ja!

Vielleicht sind sie dem einen oder anderen von euch schon ein Mal im Buchladen begegnet: „Mach dieses Buch fertig“ und „Das ist mehr als ein Buch“ von Keri Smith. „Fertig“ sehen beide Bücher in der Tat nur von außen aus, denn innen findet man weder Text noch Bilder – man findet Anleitungen, Aufforderungen, Vorschläge zur (Verun-)Gestaltung der Seiten. Da soll das Abendessen (in natura!) dokumentiert oder eine Seite in Farbe getränkt werden. Einzelne Seiten sollen zerschnitten, rausgerissen, in Brand gesetzt oder mit klebrigen Substanzen betropft werden. Es sollen abscheuliche Bilder gemalt, die verstrichene Zeit dokumentiert oder die schlimmsten Schimpfwörter notiert werden. Obstaufkleber sammeln, farbige Handabdrücke machen und mit dem Stift im Mund rückwärts schreiben sind noch die harmlosesten Aktivitäten. Als ich durch Zufall auf Rikes Blog und ihr Projekt „Tobt euch an diesen Büchern aus!“ stieß, stand für mich fest, dass ich da mitmachen möchte. Die beiden Bücher werden von Blogger zu Blogger geschickt, die sich jeweils ein paar Seiten zum Kreativwerden raussuchen dürfen, bevor sie das Bücherpaket weiterschicken.
Ich blätterte ein wenig in den Büchern, freute mich über viele unglaublich einfallsreich gestaltete Seiten und ärgerte mich über die handvoll lieblos hingeklatschter Wörter von manchen, die scheinbar nicht kreativ werden, sondern nur den eigenen Bloglink unterbringen wollten. Wer sich anmeldet, sollte auch wirklich Lust darauf haben! Ich suchte mir den Apparat zur Stimulierung der Sinne aus, bei dem man für jeden Sinn einen Gegenstand finden und ihn aufkleben soll.
Wackelaugen, Wattepad, Stephans Parfum, einer von Nonos MAOAMs und eine Bastelfeder von Ostern fanden schnell ihren Weg in das Büchlein. Der dicke Kaubonbon bewirkt höchstwahrscheinlich sogar, dass meine Seite die erste ist, die automatisch aufgeschlagen wird ^^ Ist mir aber erst hinterher aufgefallen. Für jeden Sinn fand ich noch ein passendes Zitat und für den Apparat eine zeitgemäßere Masking-Tape-Verkleidung. Wenn schon, denn schon. Hope, you like it!
P.S. Dadurch, dass ich mich als Erstes um das „Riechen“ gekümmert hatte und alle Sinne tausendfach im Kreis schrieb, roch meine rechte Hand hinterher durch und durch nach Jill Sander. For men…

Am Besten gefiel mir die mit Stofffetzen und bunten Pompons beklebte Seite, die in Farbe ertränkt werden sollte mit Auslassung eines kleinen Kreises. Die war ein echter Hingucker! Aber auch die mit Büroutensilien, wie Klammern, Kuliminen, Aktendulli, Nieten und einer flache Scheibe vom Radiergummi, beklebte Seite hat mich sehr amüsiert. Die üblen Schimpfwörter sind so übel, dass ich mir ein paar davon direkt merken musste, um sie für eine verbale Auseinandersetzung als Totschlagargument im Ärmel zu haben. Nicht von schlechten Eltern 🙂
Im zweiten Buch sprang mich die Seite mit dem Zeitungsausschnitt an, bei dem man alle Wörter einkreisen sollte, die einem gefallen.
Ich zerschnippelte eine NEON und suchte mir den Artikel über Facebook heraus: alte Liebe postet nicht – oder doch?
„Man muss sich nicht gleich entfreunden, wenn man nicht mehr miteinander ins Bett geht. Ihr seid schließlich erwachsene Menschen? Dümmster Satz der Welt. […] Ihr solltet lieber von den Dreijährigen lernen. Die brüllen nach dem Schippenklau instinktiv das Richtige: Du bist nicht mehr mein Freund!!!“

Ich hatte viel Spaß dabei. Vielleicht hat einer von euch jetzt auch Lust bekommen? Es ist noch Suppe da sind noch Seiten frei! Nachdem ich mir das schwarze Buch im Laden schon ein Mal vorher angesehen und es wieder weggelegt hatte (die Aufgaben macht man ja eh nicht!), musste es bei einem der folgenden Einkäufe doch mit. Ich sage euch auch, warum. Es gibt eine Seite, auf der man dazu aufgefordert wird, Aufkleber zu sammeln, die auf dem Obst drauf kleben. Jedes Mal, wenn ich einen Apfel, eine Birne o.ä. gegessen hatte, musste ich an dieses Buch und besagte Seite denken. Deswegen besitze ich nun auch ein Exemplar, vergewaltige manchmal eine der Seiten, aber klebe hauptsächlich meine Obststicker ein. Schön, back to the 90s. Das moderne Stickeralbum. Besonders begehrt sind die großen: HONIGMELONE, besonders haarig die kleinen: KIWI!

7 Sachen

Berlin, 15 Grad, Regen – die Frisur saß aber das war ziemlich egal, denn sie wurde heute eh nicht ausgeführt. Bei dem Mistwetter muss man kreativ werden, was die Indoor-Beschäftigungen angeht bzw. die paar Sonnenstrahlen nutzen, wenn sie denn mal kurz zu Besuch sind. Frau Liebes 7 Sachen vom Wochenende, für die wir unsere Hände gebraucht haben, gibt’s trotzdem zu sehen.

Fiona hat am Wochenende gegrillt im Garten meiner Cousine, bei der wir in der Zeit den friedlich schlummernden, 2-Tage-alten Babyjungen bestaunen konnten. Da die gleichaltrige „Gastgeberin“ und frisch gebackene große Schwester den ganzen Rummel erstmal ausgiebig mittagsschlafend verarbeiten musste, richtete sich Fiona derweil in deren Gartenhäuschen ein, goss die Blumen mit Wasser aus dem Pool und packte sich wie gesagt erstmal Hähnchen und Mais auf den nassen Grill. „Mama, willst du auch mal probieren? Ist köstlich! Aber du musst erst pusten!“
Das Gartenhaus war Emilys Geburtstagsgeschenk. In knapp 3 Monaten steht bei uns auch der nächste Kindergeburtstag an. Ursprünglich hatte ich mit einer Oktonauten-Unterwasser-Party gerechnet (und im Hinblick darauf schon erfolgreich gegoogelt, wie ich die Muffins am besten oktonautenähnlich kriege). Erstaunlicherweise hat sich diese Begeisterung zum kleinen Franzosenjungen Caillou verschoben. Im Blog von Wir-mit-Kind sinnierte ich schon darüber, ob ich vielleicht einfach einen Kuchen backe ohne Glasur und ohne Deko und ihn als die Glatze von Caillou von oben verkaufe 🙂 We’ll see. Bis Oktober kann sich noch Einiges ändern, was die Vorlieben angeht. Vielleicht sollte ich mich schon mal informieren über Micky-Maus-Wunderhaus-Muffins, Thomas-die-Lokomotive-Lutscher und Cars-Kuchen…

Apropos Kuchen – Fiona und ich haben heute zusammen die Küche umgestaltet gekocht und gebacken. Das Kochen hat Spaß gemacht (besonders das Pürieren) und das Gekochte tatsächlich geschmeckt. Es gab Möhrensuppe, wovon sogar Fiona einen ganzen Teller voll gegessen hat. Der Rest ist im Zip-Lock-Beutel in’s Tiefkühlfach gewandert. Von dem, was angeblich für 4 Personen sein sollte, hätte ich eine Großfamilie satt kriegen können. Wenn auf Kartoffelpüree die Angabe „für 3 Personen“ steht, kommt nach dem Anrühren ein voller Teller Kohlehydratmansche dabei heraus. Was die anderen 2 Personen essen sollten, ist mir ein Rätsel. Ist wie mit den Kleidergrößen im Laden. Wer bei Pimkie eine M kauft und sich wundert, dass das Shirt direkt nach dem Kauf in den Besitz des 1,10m-großen Nachwuchses mit Alter im einstelligen Bereich überwandert, ist selber schuld 😉
Im Kinder-Backbuch von der Sendung mit der Maus sind die Rezepte mit Schwierigkeitsstufen versehen. Wir machten uns nachmittags an den Napfkuchen mit Kirschen, der auf dem Bild sehr lecker aussah und mit einem (von drei) blauen Elefanten gekennzeichnet war. Was dabei heraus kam, war eine mittelschwere Katastrophe. War es die Backzeit? War es die unmögliche Sonnenbackform? Waren es die Bäcker? Man weiß es nicht. Ergebnis des Ganzen war jedenfalls eine nasse Kirsch-Teigmischung, die beim Umdrehen besser hätte in den Mülleimer statt aufs Blech stürzen sollen. Erst hat es Fiona geschmeckt, doch dann hat sie sich versehentlich auf das kleine Brett gesetzt, auf dem noch ein Rest Kuchen war ^^ Und ich wunderte mich noch, warum sie beim Backen plötzlich sagte: „Mama, der Teig ist räudig!“. Jetzt wundert mich das nicht mehr, jetzt weiß ich es, haha.

Außerdem haben wir die Wummelkiste zum Thema „Geschicklichkeit“ vom vergangenen Monat um ein Bastelprojekt erleichtert. Bunte Strohhalme sollten auf ein vorgezeichnetes Labyrinth geklebt werden, durch das dann der an einer Styroporkugel mit Magnet befestigte Wummel durchfahren musste. Zuerst galt Nonos Faszination ausschließlich dem Prinzip „Magnete“. „Guck mal, die kleben fest!“ Als ich ihr zeigen wollte, wie das Spiel funktioniert, wurde sie richtig wütend und schimpfte, dass ich ihr nicht die Magnete wegnehmen dürfe. Nach Magneteroberung meinerseits und einmaliger Vorführung des verirrten Wummels war die Neugier, wie das Ding von Geisterhand durch das Labyrinth fährt, doch größer. Auf Trial und Error folgte nach einer Viertelstunde ein zügig und sicher geführter Wummel, der innerhalb von Sekunden (zwar mit kleinen Umwegen, aber der Weg ist ja bekanntlich das Ziel ^^) von Start bis Ende schwebte und dort mit den Worten: „Jaaa, ich hab gewonnen!“ begrüßt wurde.

Im Kinderzimmer haben wir uns heute Vormittag Decken, Stühle und ein paar schwere Bücher geschnappt und zum ersten Mal eine echte Höhle gebaut. Zu meiner (Kinder-)Zeit sahen Höhlen irgendwie anders aus; größer, geräumiger und irgendwie höhliger. Vielleicht, weil mein Schreibtisch höher war oder das Zimmer höhlenarchitektonisch besser eingerichtet… Bei Fionas hätte ich mir allein beim Betreten schon 3x den Kopf an der Höhlenwand angeschlagen. Als ich sie (die Höhle, nicht Fiona) abends wegen Deckennotstand deinstallieren musste, wurde mir gleich versichert, dass wir morgen wieder eine bauen. Höhlenbewohner waren neben dem Kind Kermit-der-Frosch in Kissenform, der Simpson-Donut ebenfalls in Kissenform, eine Horde wilder Plastiktiere, Liemhasi und ein pinker Kinderlabello. Ich war das Gespenst, musste draußen warten und jedes Mal „huuuuuh“ sagen, wenn sie ihren Kopf rausstreckte. Habe dabei über einen Job in der Geisterbahn nachgedacht. Huuuuh! *kreisch*

Gestern, am Sonntag, sind wir kurzentschlossen zum ersten Mal zusammen im Kino gewesen. Denn wer jetzt ohne Windel unterwegs ist, der ist so groß, dass er auch schon in’s Kino gehen kann. „Eis Äits Vier“ – ein großer, roter Kinosessel, eine ganze Tüte Popcorn und Scrat, Manni, Diego und Sid auf der Leinwand. Bis auf einen kurzen Kloaussetzer hat sie den ganzen Film aufmerksam geguckt, an den witzigen Stellen laut gelacht und ernste Szenen leise in mein Ohr kommentiert: „Da bricht alles zusammen, oh je!“ Highlight war zweifelsfrei die gebisslose Oma von Sid: „Wenn die sich jetzt knutschen, kotz ich!“ Könnte ein ähnlicher Aufhängercharakter werden wie der ewig suchende Scrat mit seiner Nuss (der natürlich auch wieder vertreten ist und gleich zu Beginn des Films die wahre Geschichte der Plattentektonik an’s Licht bringt). Ein herrlicher Film mit Höhen und Tiefen, ein paar Tränchen für dicht-am-Wasser-Gebaute und originellen, neuen Gags am laufenden Band. Wer ihn noch nicht gesehen hat – unbedingt angucken!
Das einzig Nervige war der Junge in der Reihe hinter uns, der jede Schlüsselszene ein paar Sekunden vorher verriet, weil er den Film scheinbar zum wiederholten Male schaute…

Als meine Eltern kurz nach der Wende in England bei einer Gastfamilie waren, wurden sie Zeuge eines Gespräches zwischen Mutter und Tochter. Die Tochter sagte sinngemäß, dass sie nicht mit ihren Kuscheltieren spielen möchte und die Mutter antwortete unbeeindruckt: „Try to make new friends with them!“
Diese zum geflügelten Satz gewordene Anweisung schrieben auch wir uns am Wochenende auf die Fahne (hahaha, die Fahne…guckt unbedingt Ice Age 4 😉 und probierten aus, ob und wie die verschiedenen Spielsysteme miteinander kompatibel sind. Plötzlich fuhr Captain Barnius im Kittymobil den Löwen spazieren, Giraffe, Leopard & Co vergnügten sich im bunten Lego-Stall, Evi Love hob mit dem Bagger eine Baugrube aus und der Elefant gab im Oktopod die Anweisung zur Öffnung der Okto-Luke. Mit der Lego-Bahn durften die wilden Tiere später auch noch fahren, nur, dass sich Giraffe und Elefant jedes Mal an der Eisenbahnbrücke Hälse und Rüssel verletzten und manchmal sogar den fahrenden Zug auf direktestem Wege verließen. War ein verregneter, aber absolut spaßiger Morgen mit „new friends“ (die derzeit übrigens gerade ALLE mit Fiona im Bett schlafen, in MEINEM…)!

Last but not least wurde unsere nagelneue HABA Charlotte (aka. Lucy) bespielt. Beim Blog-Geburtstagsgewinnspiel von Löckchenzauber hat unser Gedicht (click) tatsächlich den ersten Preis belegt und als wir aus dem Urlaub nach Hause kamen, wartete schon ein großes Paket auf die Prinzessin. Die Puppe wurde sofort geknutscht, auf Windel untersucht (Fehlanzeige, puuuh!), mitgenommen und ist seitdem bei den meisten Tätigkeiten dabei. Gut, dass der Mensch zwei Arme hat – wenn jetzt neben Puppe und Hase noch ein weiterer Liebling dazu kommt, bekommen wir ein Problem. Recht bald sagte Nono über Charlotte, die die ersten zwei Tage auch wirklich Charlotte hieß: „Mama, kannst du bitte meine Lucy halten?“. Lucy heißt meine „Arbeitspuppe“ für die musikalische Früherziehung im Kindergarten. Sie ist nicht von HABA, hat aber ebenfalls rote lange Haare und ein süßes Gesicht. Da die für Nono zu Hause Tabu ist, hat sie jetzt eben ihre eigene Lucy-Charlotte 🙂
An dieser Stelle nochmal herzlichen Dank an Julia von Löckchenzauber! Wer im Blogger-www noch nie über ihre Seite gestolpert ist, sollte das unbedingt nachholen. Viele kreative Ideen, Designtipps, Fotowettbewerbe und mehr –> hier geht’s lang.

So, jetzt ist der Montag gleich vorbei und die 7 Sachen vom WE sind schon fast „verjährt“.
Husch, husch, in’s Körbchen, zu den wilden Tieren 😉 Gute Nacht!

7 Sachen

…für die ich am Wochenende meine Hände gebraucht habe, ob für 5 Minuten oder 5 Stunden, ist unwichtig.
7 Sachen von vielen anderen könnt ihr übrigens bei Frau Liebe bestaunen.

Wir haben:
– eine Erdbeere geprickelt und aus bunten Eishölzern einen Wechselrahmen dafür gebastelt,
(ich staune immer wieder, wie sicher sie mit der Nadel die vorgezeichneten Punkte trifft!)

– Pinocchio-Eis gegessen, obwohl es draußen leider ziemlich frisch war… wo ist der Sommer hin?
– Oktonauten Actionfiguren fein säuberlich um’s Frühstücksbrett aufgereiht und sie auf ihre „Oktonauten Zeichnung“ hin untersucht. Die Oktonauten-Zeichnung befindet sich bei den meisten Tieren am Hinterkopf, unter den Füßen oder auf dem Panzer und bezeichnet laut Fiona das eingebrannte „made in China, Octonauts (C) 2010, Mattel“ ^^.
Für die lila Muschel, hier ganz rechts zur Hälfte im Bild, hat mein Kind ein neues, absolut liebenswertes Adjektiv erfunden: „rüschelig“.
– mit dem neuen Stempelset alles bedruckt, was nicht bei 3 außer Reichweite war,
Festgestellt: Stempel drucken auch auf Waschbecken.
– ein Eulen-Halstuch mit Klettverschluss für die kleine Eule genäht, 🙂
– den Orchesternachwuchs und das Schülerorchester dirigiert, beim Ensemble mitgespielt,
– und uns riesig über einen Überraschungs-Brief von der lieben Sina und dem Herrn Bohne gefreut!
Familie Müller hat sich natürlich gleich rauf gestürzt und darf sich wohl dieses Jahr über eigene Sonnenblumen im Garten freuen. Danke, liebe Sina!!!

Mit meinen Kita-Kindern habe ich letzte Woche Fingerkuppen-Spinnen in ein vorgedrucktes Spinnennetz gedruckt und mit Namen beschriftet, was die Erzieherinnen diese Woche geschenkt bekommen sollen. Als es um die englischen Begriffe zum Thema ging, musste ich nicht lange suchen: mindestens ein Junge aus jeder Gruppe hatte Spiderman-Socken, Spiderman-T-Shirt, Spiderman-Schuhe, etc. Also nichts einfacher als „Spinne“ auf Englisch: einfach ohne „man“.
Als ich kurze Zeit später erneut fragte, wer sich noch an die englische Spinne erinnern könne, sagte ein kleiner Mann wie aus der Pistole geschossen: „Superman!“ und sein Kumpel: „Nein, man! Das heißt Star Wars!!!“
Soviel dazu….und die bekannte, australische Hardrockband heißt dann R2D2 ^^

In der Gruppe der Vorschulkinder herrscht schon extreme Pärchenbildung. Eine Woche hat Justin Marie an der Hand, nächste Woche kennt er Marie nicht mehr, läuft dafür mit Lea Arm in Arm und die Woche drauf sind beide out und er besinnt sich darauf, dass es echte Liebe eh nur unter Männer geben kann und tanzt das Lied vom Bären und seiner Frau eben mit Leon zusammen. Letzte Woche war die Marie-will-aber-Justin-nicht-anfassen-wenn-wir-einen-Kreis-machen-Woche. Justin platzte daraufhin spontan die Hutschnur und ein giftiges: „Zicke!“ kam aus seinem kleinen Vorschulmund. Während ich mir einen Wolf sang, klatschte, stampfte und bis 3 zählte bei „If you’re happy and you know it“, löcherte Justin seine bockige Marie permanent mit der Frage: „Liebst du mich?“ Die ersten paar Male konnte ich es noch ignorieren, aber die äußeren Umstände, mit wem er sich gerade wo befand und was tat (bzw. tun sollte –> singen!), schienen ihm völlig schnuppe zu sein und er bohrte immer lauter. „LIIIEEEEBST DUUUU MIIIIICH?!“ Marie blieb knallhart. No Comment. Ich wies ihn freundlich darauf hin, dass sie ihre Beziehung doch bitte in ihrem Gruppenraum später klären sollten, damit wir Musik machen können.
Eine Weile ging das auch gut, aber als sich die Bären im Lied zum Schlafen legen sollten, drängelte er sich neben Marie und ich hörte ihn empört flüstern: „…und ich dachte, du willst mich manchmal heiraten!!!“
Man darf gespannt sein auf die nächste Woche!

Ein Mädchen aus einer anderen Gruppe war kurz vor der Musikstunde im Garten vom Fahrrad gefallen und hatte eine kleine Schürfwunde am Knie. Mit dicken Krokodilstränen stand sie im Kreis und berichtete, was passiert war. Als sie im Erzählen stockte, ergriff ein anderes Kind das Wort und erklärte dem Mädchen: „Weißt du, warum das passiert ist? Du musst geradeaus gucken, wenn du fährst! Wenn du runter guckst, wirst du schräg und dann berühren die Pedalien den Fußboden und dann schlackert das Fahrrad und fällt mit dir um.“
Eine Bombenerklärung. Besser hätte ich es nicht sagen können, Sherlock.

Das eigene Kind haut in letzter Zeit auch immer öfter aufschreibenswerte Sprüche raus, hier mal ein Best-Of:

Wir kommen morgens aus dem Haus.
Fiona: „Die Sonne lacht, wenn die uns sieht!!“

Fiona steigt auf die Waage, guckt sich interessiert die Zahlen an und ruft:
„Ich bin fast einen Meter!!“

„Nono, du hast vergessen, deine Jacke anzuziehen!“
– „Oh, enschogugunk.“

Fiona: „Ich nehme heute den Flummi mit in die Kita.“
Ich: „Das geht nicht. Heute ist kein Spielzeugtag.“
Fiona: „Doch. Dann müssen wir sagen: gaaanz ruuuhig, Mautes…“
(Fr.Mautes = Erzieherin)

Fiona: „Ich geh in die Wanne.“
Ich: „Kann man mit Sachen in die Wanne gehen?!“
Fiona: „Nein…nur fittervaternackig“

Vor der Kita steht ein rotes Auto mit dem Schriftzug „Evangelische Kirchengemeinde“.
Fiona: „Da ist die Feuerwehr.“
Ich: „Nein, das ist keine Feuerwehr. Ist nur ein rotes Auto.“
Fiona: „Achso, verstehe. Ein Müllauto.“

Ich: „Na, was habt ihr heute gemacht im Kindergarten?“
Fiona: „Wir waren Enten füttern!!!“
Ich: „Boah, coool! Und was haben die Enten gesagt?“
Fiona: „Danke.“

Fiona rutscht in ihrem Hochstuhl hin und her. Es quietscht. Sie lacht.
„Mama, kannst du auch quietschen?“
Ich rutsche auf meinem Stuhl hin und her. Nichts quietscht.
„Ah, deiner funktioniert nicht! Nur meiner funktioniert.“ Lacht.

Fiona badet. Ich sitze daneben und lese ein Buch.
Als ich hochgucke, hält sie gerade die geöffnete Shampooflasche mit dem Kopf nach unten und lässt das Shampoo in’s Badewasser laufen.
Ich: „Ey, nich! Hör auf!“
Sie: „Warum? Darf man das nicht?!“

P.S. Bis morgen, 8.5., habt ihr noch Zeit, euer schönstes Himmelbild für mein Gewinnspiel zu posten! Viel Glück!