Richtig geschreibt

„…und wer’s schon kann, darf seinen Namen auf das Blatt schreiben.“
„Ich kann das nicht! Schreibst du für mich?“
„Klar. Anne heißt du, oder?“
„Ja.“
(ich schreibe: A N N E)
Sie: „Oh, hast du richtig geschreibt!“

Ich habe in der letzten Woche ein ausgeklügeltes System zur Namensspeicherung ausgearbeitet. Bei 19 Stunden Früherziehung in der Woche (!) – d.h. ca. +-190 Namen – ist das auch bitter notwendig. Wenn ein Kind Jayden-Tyler heißt, aber mehr nach Leopold-Gustav aussieht, kann ich mir das merken. Andersrum auch.
Wenn eine kleine Vietnamesin Monika heißt, kann ich mir das auch merken.
Und die vielen anderen Namen schreibe ich gruppenrein auf einen Zettel und darüber eine kleine Skizze mit einem wesentlichen Merkmal des Kindes und einem + (lieb) oder – (NICHT lieb). Ich habe Freitag erst angefangen, das Konzept in die Tat umzusetzen, mal sehen, wie viel mehr hängen geblieben ist bis nächste Woche. Bin ja ein eher visueller Typ…
Das Dumme war nur, dass ich den Zettel versehentlich offen liegen gelassen hatte und eine Erzieherin im Vorbeigehen einen Bloc….(haha, ich lass den Tippfehler mal stehen)…Blick drauf geworfen hat. Jetzt weiß sie, warum ich nicht Kunst- sondern Musiklehrerin geworden bin…

Nona hat ein Buch, in dem Gegenstände des Alltags abgebildet sind, u.a. auch Musikinstrumente. Bisher war das die „LALA“-Seite.
Dort gab es Nonos Lala (Glockenspiel), Mamas Lala (Akkordeon) und Papas Lala (Gitarre). Mittlerweile hat sich bei der Sprache so einiges getan und als wir nach langer Zeit wieder mal das Buch aufschlugen, zeigte sie auf die Gitarre und rief: „PAPAS KARRE!“

Papa kann bald wie in der Werbung Fotos aus der Tasche ziehen à la „mein Haus, mein Auto, …“.
Immerhin haben wir schon „Papas Zeug“ und „Papas Karre“. Zum Putzzeug sagt sie übrigens auch „Papas Eimer“ und „Papas Sauger“.

Freitag durfte Nona mal mitkommen zu meinem Baby- und Kleinkindmusikkurs an der Musikschule. „Nona auch Schule“, genau.
Auf dem Rückweg wollte sie gerne mit Saro, Sasa und Mama zusammen fahren. Da wir aber mit 2 Autos dort waren, war das schlecht umzusetzen.

1. Versuch: Saro und Mama in einem Auto, Nona und Sasa im anderen Auto
…nach 2m STOP….ein hochrotes Gesicht mit dicken Elefantentränen: „Saro Auto fahr’n!“

2. Versuch: Nona, Saro, Mama in einem Auto, Sasa im anderen Auto.
…nach 2m kein Stop (weil Sasa in weiser Voraussicht losgeheizt war und nichts als Staubwolken hinterlassen hatte), aber wieder ein weinerliches Kind auf dem Rücksitz. „Sasa Auto!“
Ich sagte: „Ich fahre ganz schnell, vielleicht können wir Sasa überholen.“
Nona: „Oh ja, Sasa holen!“
Irgendwie haben wir da wohl ein bisschen aneinander vorbei geredet…

Vor ein paar Tagen haben wir eine lustige Szene im Eiscafé miterlebt.
Oma kommt an mit Enkel auf Laufrad (ca.4 J.) und dessen Papa (oder Opa? Schwer zu sagen…). Schon draußen erklärte sie ihm lautstark, dass er sein Fahrrad abstellen, den Helm absetzen, hineingehen und sich 2 Kugeln Eis aussuchen soll.
Oma, Vater und Enkel verließen etwa 2 min später den Laden (ohne Eis!) und im selben Moment hörte man die Eisverkäuferin leicht angesäuert raus rufen: „Junge Frau, was soll ich jetzt mit dem Eis machen?!“
Und die „junge Frau“ rief zurück: „Na für 3 € könn‘ Se dit selba essn!“

Das war das Wort zum Sonntag! Guten Appetit.

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Hutzenwaff

Weil wir beide immer noch ein bisschen erkältet sind, gibt es morgens und abends Hustensaft. Nona hat den größten Spaß daran, wenn sie mir befehlen kann, auch einen Löffel voll zu nehmen. Obwohl der Saft gar nicht so schlecht schmeckt, muss ich mich streng an die „Choreografie“ halten, sonst gibt’s Ärger vom kleinen Chef:

1. Packung holen
2. Hustensaftspritze füllen
3. Nono sagen, sie soll den Mund aufmachen
4. Nono bitten, die Spritze mit festzuhalten und hinten rauf zu drücken
5. „Mama auch!“
6. Löffel füllen, schlucken, Gesicht verziehen und angewidert Kopf schütteln
7. Kind sich ausschütten lassen vor Lachen

Am Besten war aber, wie sie abends kam und rief: „Mamaaa, Hutzen-Waff nehm‘!!“

Meine Donnerstagskitakinder sind z.T. sehr kleine, 2-3 Jahre alt.
Als ich für das Zuglied die Schaffner-Kelle hochhielt und fragte, ob sie wissen, was das ist, sagte ein Kind: „Ein Lolli?“
Das gibt ein Bienchen im Fach „um die Ecke denken“.
Auch nett war:
„Wer wohnt denn beim Bauern im Teich?“
Kind: „Ich.“

Mittlerweile kann ich übrigens bald meine eigene „beliebte-Namen-aus-den-Jahren-2006-bis-2009-Liste“ aufstellen.
Witzig ist dann immer, wenn der ausgefallenste, zumeist amerikanische, Vorname beim besten Willen – auch nicht mit viel Fantasie – zum ur-deutschen Nachnamen passt…Liebe Eltern, ein LEBEN lang. Das ist wie Heiraten!

Gestern war wieder Probe meines Schüler-Orchesters „VIVAccordia“, die zweite nach den langen Sommerferien. Und sie haben mich echt geflasht mit Fluch der Karibik, der Depp (Johnny!) würde Augen/Ohren machen!
Gänsehaut!! <– Oha, da muss ich wieder an die Enten denken……………..nak nak.
Eene meene Entengrütze, Sommer komm, nimm mit die Pfütze(n), HEX HEX

Ach, apropos….Bibi und Tina ritten übrigens vorletzte Nacht um 2 Uhr nochmal durchs Kinderzimmer.Und stellt euch vor – bei mir hat’s den umgekehrten Effekt:
ich konnte nicht mehr s-c-h-l-a-f-e-n!

Nachsitzen!

Oh, das ist echt peinlich.
*räusper*
Enten fressen tatsächlich Entengrütze, sagen Wikipedia und meine Mama.
http://de.wikipedia.org/wiki/Kleine_Wasserlinse
Mal ehrlich, Hand hoch, wer hat’s gewusst?

Warum nur dachte ich, Entengrütze bezeichnet die analen Hinterlassenschaften der Enten?!
Wenn dem tatsächlich so gewesen wäre, weswegen habe ich mich dann nie gefragt, warum Entengrütze grün ist? Alien-Sch……lamm. ^^
Glücklicherweise habe ich die Entengrütze-Antwort der Kinder „überhört“ und bin auf Körner und Würmer eingegangen. So habe ich mich wenigstens nicht vor den 4-jährigen zum Lappen gemacht, sondern nur vor der ganzen Welt. Hallo 🙂
Ich sollte wohl besser im Grundschul-Bio-Unterricht nachsitzen gehen. Oder vielleicht tut’s auch Sachkunde….
Aber: je älter, desto weiser. Wieder was gelernt.
Dazu fällt mir ein – es gibt eine Krankheit namens Anatidaephobie, der Angst, von einer Ente beobachtet zu werden.
WUUUUHAAAAAAA………….

Wusstet ihr, dass sprechenlernende Kleinkinder die Angewohnheit haben, von längeren Wörtern nur die letzte Silbe zu sagen und einem das als das ganze Wort zu verkaufen? Oder hinten und vorne am Wort einfach Buchstaben weglassen und dann aber pampig werden, wenn man nicht gleich versteht, was sie doch so klar und deutlich sagen.
So entstanden bei uns schon Kreationen wie:

„Nona Toffel (und) Lette essen.“ <— na? was sollte auf dem Teller landen? Kommentare bitte.
„Nona Fehks essen.“
„Dani hat. Mea.“
„Beeken, mutzi“

Die Klassiker unter den non’schen Neologismen „Hip-Hop“ (Ketchup) und „Paula, ficken!“ sind ja nun schon weitestgehend bekannt dank FB.
„Ficken“ sind natürlich die FLECKEN der Pudding-Kuh Paula.
Ungünstig war daran nur die Situation, in der sie mich heftig gestikulierend und mit großen Augen auf „Paula ficken“ aufmerksam gemacht hat – an der Kasse im Supermarkt!
„Ja, mein Schatz, du hast recht, die Paula hat Flecken, genau…“
(entschuldigend zur Kassiererin)

„Lade essen“ kann übrigens sowohl MarmeLADE als auch SchokoLADE sein. Das ist dann die Aufgabe einer erfahrenen Mama, je nach Quengelgrad schnellstmöglich die gewünschte Lade (am Besten intravenös!) zu verabreichen. Tempo ist alles!

„Him-Ham“ war auch gut. Sie wollte Saft („Waff!“) aus einem Becher trinken aber irgendetwas war noch falsch. Mit jeder Sekunde des Unverständnisses meinerseits nahm die Lautstärke zu, in der sie mir ihr „HIM-HAM!“ befahl.
Sie zeigte auf den Schrank. Ich öffnete die Tür, konnte nichts erkennen, was nach „Him-Ham“ aussah und wendete mich wieder fragend an die total genervte Fiona.
Ich bin mir nicht sicher, ob es Einbildung war, oder ob mein Kind tatsächlich mit den Augen gerollt hat, als sie mir erklärte:
„Becha, Hut!!!“
………..und dann verstand ich.
Unsere Becher haben einen zusätzlichen Deckel mit integriertem Strohhalm. Him-Ham, na klar!
Mensch, Mama!

Entengrütze

„Entengrütze!“
– das war die Antwort der Dienstagskinder auf die Frage, was Enten fressen.
(Außerdem auch Blumen…)
Leckeres Menü:
herzhaft gefüllte Schnecken-Medaillons an grüner Grützsoße mit Ei-Brötchen im Wurstmantel und Blumendekor.
Ich hör schon die Enten mit dem Besteck klappern. Mmmmhhhh, nak nak!
Dazu trinken sie Wasser, klar. Was läge näher.

Nona verpetzt mich übrigens schon regelmäßig! Ich war unterwegs, Nona bei Sasa.
Im Fernsehen kam eine Werbung für das neue Album von Brooke Fraser. Kurz danach bekomme ich einen Anruf:
„Hast du eine CD von einer Brooke Fraser?“
„Äh…ja…warum?“
„Hat mir Nona erzählt.“
„Wie – hat dir Nona erzählt?!“
„Na die Werbung lief und sie hat gesagt: Mama hat!“

So langsam muss man echt aufpassen^^

Und ich muss ihr noch beibringen, dass „Popel schenken“ zwar eine wahnsinnig nett gemeinte Geste ist, diese aber bei anderen, besonders bei Fremden, nicht sonderlich gut ankommt…

Am Sonntag waren wir mit einem Schiff („Boot fahr’n. Nono auch, ja? Hasi auch.“) auf dem Müggelsee unterwegs.
Auf dem Schild eines Restaurants war zu lesen:
„Ein herrliches Fleckchen Erde am großen Müggelsee“
Stört sich noch jemand dran? Germanisten, hallo? Sagt doch auch mal was dazu!

Da ist eine Silbe zu viel!
herr-lich-es.
Das stolpert beim laut lesen. Probiert’s mal. Jetzt!
Anders wäre:
„Ein schönes Fleckchen Erde am großen Müggelsee.“
oder optimiert:
„Das schönste Fleckchen Erde am großen Müggelsee.“
Des sag ich! Beim nächsten Mal.

Dem Ganzen die Krone aufgesetzt hat aber mein iPhone. Man lese und staune.
Als mir beim Autofahren der Satz wieder eingefallen ist, wollte ich ihn festhalten ohne anhalten zu müssen.
Da SMS tippen mit Touch-Tastatur und nur ’nem halben aufmerksamen Auge immer sehr abenteuerlich endet, beschloss ich, die Spracherkennungssoftware zu benutzen. Den roten Punkt drücken, quatschen, stoppen, lesen, speichern, fertig.
Handys sind so kluk. K-L-U-K!
Die letzten beiden Arbeitsschritte konnte ich jedoch nicht ausführen, denn seht selbst, was Handy mir für o.g. Satz vorschlug:
„Ein herrliches Fleckchen Erde an großen mögen sie.“
Nein. Nochmal.
„Ein herrliches Fleckchen Erde am großen nennen sie.“
Nein, man! Nochmal.
„Ein herrliches Fleckchen Erde am großen Merkel sie.“
NEIN!
„Ein herrliches Fleckchen Erde am großen McKenzie.“
NEIN; VERDAMMT! HÖR ZU, DU IDIOT!
„Ein herrliches Fleckchen Erde am großen Mücken sie.“
ÄÖKN ÜOH „*Ü“§4567(/&!%$§“$%&/()=?`
Letzter Versuch. In der Zeit hätte ich’s getippt. Man!
Ich spreche ganz langsam und deutlich wie mit einem Hörgeschädigten, Silbe für Silbe, clicke zufrieden auf „Aufnahme stoppen“ und lese:
„Ein herrliches Fett …..“
Wie’s weiter ging weiß ich nicht mehr, weil das Handy mit 9,81m/s in meiner Tasche verschwunden ist und die nächsten Stunden vorerst nicht mehr gesehen ward….

KLUK!
Gute Nacht!

P.S. Da fällt mir gerade ein – vor einiger Zeit diktierte ich meinem Handy etwas über unser Ensemble, die „conAmici“s.
Als ich las, was Handy geschrieben hatte, musste ich mit dem Auto tatsächlich anhalten, obwohl ich – um das zu vermeiden – die Spracherkennung genutzt hatte. Die Lachtränen in den Augen machten ein Weiterfahren unmöglich.
I proudly present, das Ensemble: „Connor mit Schieß“

"Ach, der Elefant!"

Heute morgen war es endlich wieder soweit:
Nono in den Kindergarten und danach Mama in den Kindergarten.
Trotzdem ich den Kindern stark verschnupft und verhustet lieber nur aus sicherer Entfernung gewunken habe, machten die sich gar nichts aus meiner Erkältung und hingen mir ein Mal rundrum an der Hüfte wie ein Rock. Trägt man jetzt so.
War zum Glück auch genug Platz für viele 😉
Was die Kleinen (3-5 J.) dann im Unterricht manchmal von sich geben,
ist zum Schrei(b)en!
Weil ich aber im Moment des Geschehens schlecht mein Handy zücken und schnell mittippen kann, schaffen es immer nur die besten Zitate, die mir im Gedächtnis geblieben sind, zu FB oder in den Blog.
Hier nun eine erste Auswahl von den Montagskindern:
Die Kinder benennen die Tiere des Bauernhofs, die in unserem Lied vorkommen.
Nachdem alle genannt waren bis auf den Bauern himself, stemme ich die Arme in die Hüften, laufe laut stampfend und frage, wer denn noch fehlt.
Kind: „Ach, der Elefant!!“
„Und wem gehört der Bauernhof?“
Kind: „Na dem Bauarbeiter!“
(Das ist übrigens auch der, der früh morgens Krach macht, wenn es noch gar nicht richtig hell ist und alle noch schlafen…)
„Was fressen denn Enten?“
Kinder (einstimmig): „Brötchen!“
„Ja, und was fressen die auf der Wiese in der Natur?“
Kind: „Na auch Brötchen. Oder Eier und Wurst.“
„Was meint ihr – wenn die Entenmama dann laut schnatternd ruft, kommen die Küken dann alle wieder?“
Kind (ernst): „Nein.“
Kind: „Was ist denn watscheln?!“
„Er kommt mit einem kleinen Säckchen, um die Enten wieder anzulocken. Was könnte denn da drin sein?“
Kind: „Ein Hund.“
(das kam von einer kleinen Chinesin….öhöm)
Fiona war auch wieder gut drauf gestern.
Wir haben Papas elektronisches Schlagzeug ins Auto geladen und zu uns in den Probenraum gefahren.
Zu Hause frage ich, was denn im Auto drin war.
Nona: „Papas Zeug!“

In ihrem Zimmer steht seit vorgestern ein wirklich sehr kleines Pflänzchen auf dem Fensterbrett.
Sie wollte die Blume immer in die Hand nehmen bis ich ihr erklärt habe, dass die gerne auf dem Fensterbrett stehen möchte, weil sie sonst nicht rausgucken kann. Seitdem nimmt sie sie nur noch zum Riechen runter.
Gestern wähnte sie sich unbeobachtet und spielte auf dem Fußboden in Pflanzennähe mit ihrem Hubschrauber.
Dieser flog dann in ihrer Hand hoch zur Blume und ich hörte sie sagen: „Schrauber auch riechen!“

Hex, hex

Ich habe noch gar nicht erwähnt, warum der Blog „hexhex“ heißt…
Erstens, weil nona.blogspot und nono.blogspot schon weg waren und zweitens, weil ohne „hex hex“ gar nichts ginge.
Aber beginnen wir von vorn:
Seitdem sie ein Baby war, hatten wir nie Probleme mit dem Schlafen. Schon im zarten Alter von 6 Wochen schlief das Kind von Mitternacht bis 8 Uhr morgens durch ohne nächtliche Gesänge und Schunkelparaden durchs Schlafzimmer…
Hinlegen, Flasche, Ruhe.
Wir waren so verwöhnt!
Bis sie eines Tages nicht mehr schlief.
Gar nicht mehr.
Kein Mittagsschlaf, niente, und abends nur unter größten Diskussionen (nicht vor 22.30 Uhr!)
Sie ließ sich gar nicht ins Bett setzen/stellen/legen (engl.: to put).
Steif wie ein Brett und eine Stimme wie Montserrat Caballé!
Und „Mama mit“ oder „Mama Bett“ – ich weiß nicht genau, was davon sie gesagt hat, aber es stimmte beides. Sie wollte in Mamas Bett und Mama sollte mitkommen und sich daneben legen. Wenn Mama aber erstmal im Dunkeln unterm Sternenhimmel lag, den der Marienkäfer an die Decke projizierte, hatte sich Mama für den Abend auch erledigt…Denn so gemütlich angeschlafen dann noch mal für 2 Stunden aufstehen? *stöhn* Ich weiß jetzt jedenfalls, warum müde Kinder quengelig sind.
Nachdem sie also keinen Mittagsschlaf gemacht hatte und die ganze Zeit über topfit war, schlief sie dann beim Grillen am späten Nachmittag auf der Tischplatte ihres Hochstuhls ein. Super!
Und jetzt kommt das hex hex ins Spiel: die Lösung unseres Schlafproblems stand im Grabbelregal beim Einkaufen und hieß schlicht und ergreifend „Bibi und Tina“!
Seitdem Bibi und Tina mit Amadeus und Sabrina bei uns wohnen, geht sie sogar freiwillig ins Bett. Sätze wie: „Nono Bett, Hüü an“ sind keine Seltenheit. Obwohl die Kinderhörspielsammlung in der Zwischenzeit sprunghaft angewachsen ist, fordert sie mit Vehemenz immer nur die CD mit dem Hü. Jeden Abend, jeden Mittag. Ich kann schon mitsprechen. Und wenn sie nach den gut 30 min Hörspiel noch nicht schläft, höre ich lautstarken Protest aus dem Kinderzimmer: „Mama, Hüü an!“
An dieser Stelle ist es Zeit, danke zu sagen.
DANKE Bibi, DANKE Tina, DANKE Amadeus, DANKE Sabrina, DANKE Dr. Eichhorn, DANKE Mühlenhofbauer, DANKE Kuh des Mühlenhofbauers, DANKE Alexander, DANKE Maharadscha, …… und wenn sie nicht schon eingeschlafen ist, dann bedankt sie sich noch heute.

Eene meene laut gelacht, ich wünsch‘ euch eine Gute Nacht, hex hex

"Faufen"

Nachdem Prinzessin Fiona vor ein paar Tagen einen Eimer randvoll mit Plastiklebensmitteln bekommen hat (als Zubehör für die Küche, die sie erst zum Geburtstag kriegt – dumm gelaufen….), ist das Thema „Einkaufen“ („faufen“) noch präsenter geworden.
Eine normale Lebensmittelspielstunde beginnt so:

„Mama, Arm Arm!“
„Nein, Nona, Mama arbeitet. Geh doch mal in dein Zimmer zu deinem Eimer.“
(Kind dreht sich um, verlässt den Raum….kurze Stille….dann lautes Krachen und Scheppern.)
„Nona, alles ok?“
„Jahaa! Eimer kippt.“
„Achso, du hast den Eimer ausgekippt. Super.“
Sekunden später steht sie wieder im Arbeitszimmer, zieht an meinem Arm und ruft: „Mama mit, faufen! Bittebitte“
Gegen ihr „bittebitte“ bin ich machtlos. Ich gebe auf und gehe mit.
Nachdem sie die Lebensmittel auf einer imaginären Kasse gescannt und selbiges mit einem hohen Ton quittiert hat, füllt sie alles Essen in meine Plastiktüte. Ich bezahle mit einem Taler, der aus übereinander geklebten Stuhlstopperfilzpunkten besteht („ein Geld“), und will den Raum verlassen.
Fiona fordert mich auf, die Tüte wieder auszukippen. Anschließend möchte sie die Lebensmittel zurück in den Eimer räumen, aber nicht allein. „Hasi auch räumen soll“ – aha. Da Hasis motorische Fähigkeiten aber stark begrenzt sind, muss ich mit Hasis zu kurzen Armen versuchen, die Lebensmittel (natürlich einzeln) zu greifen und über dem Eimer fallen zu lassen. Kein leichtes Unterfangen. Ein bisschen wie bei diesem Spiel mit dem Automaten, der mit Kuscheltieren gefüllt ist und mit dessen Greifarm man versuchen muss, über Joysticklenkung eines zu fassen. Das ist übrigens unmöglich! Aber solche Erfahrungen muss man selbst machen, statt auf die Eltern zu hören, die ihrem Hartgeld wehmütig hinterher winkten.

Heute vormittag waren wir richtig einkaufen, mit echtem Geld.
(Vielleicht sollte ich die Filztaler-Nummer mal bei REWE probieren…
Sammeln Sie Punkte? HAHA)
Ich übersetzte Nonas Bestellung beim Fleischer („Nona da haben, Wu. Haben!“) mit „Bitte eine Wiener auf die Hand“ und setzte meinen Einkauf fort. Nach einer Weile war ihr Interesse an der Wurst gesunken. Ich bemerkte, wie sie – wenn ich nicht hinsah – kleine Stücke von der Wurst abriss und fallen ließ. Wollte sie den Weg zurück markieren und hatte statt Kieselsteinen nur Wurst zur Hand?
Peinlich berührt verließ ich schnell den Gang mit den Wursthäppchen auf dem Fußboden, erklärte ihr, dass man das nicht macht und fragte, ob ich die Wurst lieber einpacken soll. Da schüttelte sie energisch den Kopf, riss erneut ein Stück ab, warf es mit Schwung an meiner Schulter vorbei, lachte laut und rief: „Weg Wurst. Hahahahaha“.