Die dritte Schwangerschaft

Ob ich über diese dritte Schwangerschaft auf dem Blog auch so ausführlich berichten werde, wie bei der zweiten (2014), wurde ich in den vergangenen Monaten oft gefragt.

Theoretisch ja, total gerne! Praktisch gibt es bisher genau einen Post zu diesem Thema und ich befinde mich heute bereits in der Mitte der 40. Schwangerschaftswoche. Öhm ja.

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#dickbauchdienstag aus Schwangerschaftswoche 40! Der letzte hoffentlich…? Das Baby hat nicht nur die Größe dieser riesigen Frucht 🍉 – der dicke Bauch fühlt sich auch in Etwa so an, wie die Dirty Dancing-Szene „Ich habe eine Melone getragen“. Die #Mimimi s nehmen täglich zu, von Wasser in den Füßen 💦 (Sind DAS meine Füße?! So sehen doch meine Zehen nicht aus!) über Watscheln-Extreme 👣, schlaflose Nächte weil einfach irgendwie alles wehtut bis Bück-ich-mich-oder-wird-es-auf-dem-Boden-von-alleine-verrotten…? 🙈 Bald bist du bei uns, Baby! 😍🍉 Wie geht es euch momentan, liebe Mitschwangere? (Von denen so viele schon kuscheln dürfen und gar nicht mehr schwanger sind! Gefühlt jeden Tag gibt es ein neues Julibaby in meinem Feed 😍) #schwanger #julibaby2018 #5daystogo #ssw40 #pregnancy #bumpupdate #pregnantbelly #bauchbild #schwanger2018 #julibaby #schwangerschaft #endspurt @babypicsapp

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Und das spiegelt eigentlich auch schon ganz gut wider, wie eine dritte Schwangerschaft in den meisten Fällen läuft: nebenher!

Beim ersten Kind checkt man täglich die aktuelle Entwicklung, freut sich über jeden Millimeter, den die zarte Knospe (laut App) wächst und kennt auf den Tag genau die aktuelle Woche der Schwangerschaft. Man liegt abends romantisch verstrahlt auf der Couch und liest dem Bäuchlein pädagogisch wertvolle Kinderbücher vor, meldet sich in der 5. Woche zum Geburtsvorbereitungskurs an, prägt das Ungeborene auf die Spieluhrmelodie und informiert sich schon mal vorsorglich über die Kurszeiten von Pekip, Babyschwimmen, Kindertanz und Turnen.

In der zweiten Schwangerschaft hat man – wenn das Zweitgeborene wie in unserem Fall mit einem Abstand von +-5 Jahren folgt –  immerhin neben der Große-Schwester-Bespaßung noch die Zeit, täglich die App zu checken, den Bauch einzucremen, zum Babybauchshooting zu gehen und einen Geschwisterkurs zu besuchen. Wöchentliche Fotos mit einem Obst, das in seiner Größe der des Embryos entspricht, und auch eine Kreißsaalbesichtigung in der Wunschklinik waren noch drin.

15 Fun-Facts zu dieser dritten Schwangerschaft:

  • Ich wusste meistens, in welcher Woche ich gerade bin. Oft. Also ungefähr.
  • Geburtsvorbereitungskurs habe ich keinen besucht. Ich weiß inzwischen, wie es geht.
  • Im Kreißsaal kenne ich mich auch ohne Besichtigung aus.
  • In der 34. Woche wurde ich von meiner Hebamme gefragt, ob ich alles soweit vorbereitet hätte. Ich habe schallend gelacht.
  • Alle Babyklamotten des zweiten Kindes sowie sämtliche Umstandsmode war einem spontanen Ich-miste-die-Schränke-aus zum Opfer gefallen, etwa 3 Monate, bevor ich schwanger geworden bin. D’oh!
  • Ich hatte in dem Jahr vor der Schwangerschaft mit viel Disziplin 15kg abgenommen bis Wohlfühlgewicht. Die und noch einige Bonuskilos sind inzwischen wieder da. Leider war ich bis zur 13. Woche im Teufelskreis „Nur solange ich esse, ist mir nicht schlecht“ gefangen und auch danach schmeckten Kohlenhydrate irgendwie besser als Gemüse, haha.
  • Ich habe (immerhin!) einen Strampler für das Baby genäht bisher.
  • Die ersten Babyutensilien sind erst vor wenigen Wochen bei uns eingezogen, in einem aggressiven Anfall von Nestbautrieb aufgrund z.T. schmerzhafter Senkwehen. Wenigstens ein Bettchen sollte man haben, oder?
  • Wir hatten noch sagenhafte 3 Babyschalen im Keller, die wir in der Zwischenzeit aus reiner Faulheit noch nicht bei Kleinanzeigen eingestellt haben. Alle 3 konnten wir bei näherer Betrachtung leider nur noch entsorgen, da es im Keller scheinbar irgendwo doch feucht gewesen sein muss…
  • Heublumensitzbad, Himbeerblättertee und Dammmassage? Nope.
  • Ich habe auch dieses Mal wieder ein Babytagebuch als Erinnerung geführt, allerdings mit meistens nur einem Eintrag pro Woche. Aber immerhin!
  • Die Frage, die mir mit Abstand am meisten gestellt wurde, war die nach dem Namen (nein, kein drittes F. Das zweite war ja schon eher „Zufall“.)
  • Die ehrlichste Reaktion auf diese dritte Schwangerschaft war: „Schwanger?! Oh Gott! …Na herzlichen Glückwunsch!“
  • Eine Babyparty wollte ich dieses Mal eigentlich nicht feiern, denn beim Dritten lässt die allgemeine Wohoo-sie-kriegen-endlich-ein-Baby-Euphorie des Umfeldes verständlicherweise ein wenig nach. Meine amerikanische Brieffreundin aus Teenagerzeiten kam mich allerdings Anfang Juli besuchen und fragte vorher ganz direkt: „Are you planning a baby shower? If not, can I have one?“. Und aus „I’ll see what I can do!“ wurde doch eine kleine aber feine pinke Feier im engsten Kreis mit schönen Erinnerungen, über die ich jetzt sehr froh bin!
  • Meine Geburtsvorbereitung bestand in der Lektüre diverser Bücher zum Thema „selbstbestimmte Geburt“ und im vorsorglichen Lackieren der Zehennägel, auch wenn Letzteres eher der Szene aus Dinner for One glich, in der der schon fortgeschritten-angetrunkene James mit der Flasche das Glas anvisiert und mit einer flotten Bewegung den Wein über der Tischdecke verteilt. Well…

Ich freue mich nicht weniger über das dritte Wunder, als über die ersten beiden, aber diese Exklusivzeit mit Mama und Bauch, die gibt es im ganz normalen Familienalltag mit zwei Kindern eben so gut wie nicht. Ihr wisst schon, diese rosa-plüschigen Momente, in denen man komplett Eins ist mit sich und dem Bauchkind, sich das Leben nach der Geburt in den buntesten Farben ausmalt und sich beim Babygeschäft-Bummel im Nestbau-Deluxe so richtig schön einstimmt auf das neue Leben – die sind irgendwie rar gewesen. Denn legt man sich mit der Spieluhr in der Hand aufs Bett, ist garantiert im nächsten Moment ein Kind in der Nähe, das das singende Tierchen genau jetzt zum Kuscheln benötigt („so lange das Baby noch nicht da ist, kann ich sie doch haben, oder?“). Legt man im Garten die Beine hoch, um zumindest innerlich ein paar Worte an das Baby zu richten und ihm gedanklich mitzuteilen, wie man sich auf seine Ankunft freut, hat sich ein Geschwisterkind gerade den Kopf an der Schaukel gestoßen und möchte auf den Schoß und „kusseln, Mama!“. Und im Babygeschäft auf der Suche nach Nuckeln, Fläschchen und Mobile läuft man Gefahr, dass die Geschwister währenddessen diverse Plüschtiere mit großen Augen und ebenso großen Preisschildern adoptieren möchten #TeamOnlineshopping. Immerhin das Vorlesen schaffen wir jeden Abend, zwar nicht exklusiv für das Ungeborene, aber so ist das, wenn man als jüngste Schwester in eine Familie hineingeboren wird.

Da sind nicht nur Mama und Papa, die auf dich warten, sondern da wird eine grooße Familie sein, die dich empfängt, die sich auf dich freut, dich in ihrer Mitte willkommen heißen und immer für dich da sein wird! Deine großen Schwestern können es kaum erwarten, mit dir zu spielen, mit dir zu lachen, zu tanzen, zu lernen und dir allerhand große-Schwestern-Blödsinn beibringen zu können ❤ Da nimmt man die fehlende Bauchexklusivzeit doch gerne in Kauf, oder? 😉

ET minus 4. Can’t wait to meet you!

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Autor: Mama 2.0

stoffverliebte 3fach-Mama, Berlinerin, iphoneaddict, Musikpädagogin. Liebt buntes Klebeband, geistige Herausforderungen und hat sich den Blick für das Schöne bewahrt. Happiness is not a destination, it is a way of life. Glas ist halbvoll und so, wa?

4 Kommentare zu „Die dritte Schwangerschaft“

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