Reisetagebuch Chalkidiki

Wie ihr wisst, waren wir Anfang August in Griechenland, genauer gesagt auf der wunderschönen Halbinsel Chalkidiki, das ist die mit den „3 Fingern“, rechts von Athen & Co. (mein Erdkundelehrer möge mir verzeihen!). Wir sind nach Thessaloniki geflogen und von dort aus noch etwa 45min mit dem Bus gefahren bis nach Néa Potidea, das liegt genau an der schmalsten Stelle, wo der „erste Finger“ beginnt. Unser Hotel war das „Portes Beach“, Portes und die Gegend Portea übrigens vom Wort Tür/Tor abgeleitet, also das Tor zur „Kassandra“, so heißt er nämlich, der erste Finger. (Ganz in der Nähe, in Psakoudia, war zur gleichen Zeit zufällig der Familienbetrieb unterwegs. Wer deren Urlaubstagebuch verpasst hat, sollte das dringend nachholen 😉 )

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Schon als wir durch die große Hotelhalle nach draußen in den Garten getreten sind, war klar: wir haben wieder ein kleines Paradies gefunden. So unscheinbar das Hotel von außen aussieht, so traumhaft ist es hinter den Türen! Den Hotelslogan „where green meets blue“ hätte man nicht besser wählen können. Palmen, Blumen, Bäume, Torbögen, Bänke, WLAN-Repeater, kleine Häuser und kein 10-etagiger Klotz in der Landschaft. Perfekt! Wir sind sehr früh geflogen und waren so schon mittags dort. Nach Beziehen der Zimmer konnten wir also direkt in Richtung Pool/Strand gehen, wo in der Taverna schon das Mittagsbuffet wartete. Auf dem Weg dorthin lief ich nur mit Handy vor der Nase und musste ständig abdrücken, es war einfach alles so schön!

Und dann der erste Blick auf’s Meer, der ist für mich immer etwas ganz besonderes. Hier ist er, vor Freude über das Gesehene sogar mit schiefem Horizont, das ist sonst nicht meine Art, haha:

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Das Meer war badewannenwarm, aber der Einstieg steinig. Nicht zuletzt deshalb bestand eine der ersten Urlaubsaktionen darin, den kleinen Hotelshop zu plündern, in dem wir in diesen 10 Tagen zu Stammgästen geworden sind (Tag 1: Badeschuhe, aufblasbare Schwimmtiere. Tag 2: Flasche Wein. Tag 3: Klebetattoos. Tag 4: Klebetattoos, Alleskleber für sich auflösende Schuhsohle. Tag 5: Buch, Briefmarken. Tag 6: Kinder-Sonnencreme mit Goldstaub (?) für sagenhafte 20€, Tag 7: Gewürzmischung, Schokolade, Duschbad, …..) Während das große Kind nach dem Frühstück seine Runden im Pool gedreht und die Taucherbrille zum wichtigsten Urlaubsutensil erkoren hat, saßen wir unter den großen Pinien im Schatten, mit Wellenrauschen in den Ohren, Meerwind um die Nase, Kaffee in der Hand und Blick auf Pool und Strand.

 

Für Tag 3 hatten wir einen Schiffsausflug gebucht und wurden in aller Frühe nach einem 15-minütigem Speedfrühstück von einem kleinen Bus abgeholt und nach Pefkochori gebracht (wer oben gucken möchte: erster Finger ziemlich weit unten). Frühstück gab es übrigens nur von 7.30 Uhr bis 9.30 Uhr, das fand ich relativ knapp bemessen. Aber was schrieb @krispels neulich dazu auf Twitter?

 

Auf der großen Agios Nikolaos ging es hinüber zum 2. Finger namens Sithonia zu einem der schönsten Strände, die ich je gesehen habe: Toroni. Schon der Name klingt ja nach Erholung. Türkisblaues Wasser, heller Sand, strahlender Sonnenschein und anderthalb Stunden Zeit bis zum Mittagessen auf dem Schiff. Und los!

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Nach dem Essen fuhr die Agios Nikolaos ein Stück an der Küste entlang bis nach Néas Marmaras ( Mitte 2. Finger) für einen kurzen Stadtbummelstopp. Ich schaffte es, in dieser einen Stunde sagenhafte 2 Oberteile, Postkarten und ein paar Schuhe zu shoppen, haha. Aber meine Lieblingsschuhmarke ipanemas in Verbindung mit einem 20%-off-Schild: daran kann ich nicht vorbeigehen! Nach einem kurzen Frappé (Eiskaffee) am Hafen ging es dann schon wieder auf’s Schiff, das mit uns zur „Schildkröteninsel“ fuhr, einer unbewohnten, felsigen Insel mitten im Meer, die von Weitem wie eine Schildkröte aussieht. Es ertönte eine Durchsage, dass das Schiff zum Badestopp halten würde und man von einem Brett direkt ins (tiefe) Wasser springen könne. Und nun ratet, wer ganz vorne in der Schlange stand und sich aus 4m Höhe furchtlos mit Schwimmring vom Piratenschiff gestürzt hat? Richtig, mein großes Kind – und ich notgedrungen hinterher mit zugehaltener Nase. Wenn man sie heute fragt, das schönste Erlebnis dieser Reise!

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An zwei weiteren Tagen fuhren wir mit dem Hotelbus vormittags direkt nach Néa Moudania und Néa Potidea. Erstere ist die größere Stadt von beiden. Bis auf ein paar kleinere Läden, einen Springbrunnen und Cafés gab es allerdings nichts. Touristisch noch so gar nicht erschlossen. Also verbrachten wir nach kleinem Souvenirbummel und ipanemas für die Mädels die Zeit bis zur Abholung bei einem Eiskaffee am Hafen.

In die kleinere der beiden Städte ging es am nächsten Morgen, eigentlich eher aus der Not heraus, weil wir keine Windeln mehr hatten und der Hotelshop nur NewBorns führte. Wenn in Néa Moudania nichts los war, dann war in Néa Potidea gar nichts los. Ein klitzekleiner urgriechischer Ort, der um halb 10 noch schlief. Einzige Attraktion war die große, dom-artige Kirche, die allerdings gerade geputzt wurde. Well… Das untouristischste Dorf, das man sich vorstellen kann. Shops fanden wir beim besten Willen keine und so gingen wir in Richtung Wasser. Immerhin für Fotos war es toll und für die kleine Bar, in der wir als einzige Gäste direkt über dem Wasser sitzen konnten, hat sich der Ausflug doch noch gelohnt! In Anbetracht des einzigen Kiosks mit sonnengebleichten Postkarten aus einem anderen Jahrhundert entschied sich Fiona dafür, Souvenirs nicht zu kaufen, sondern zu sammeln: Blumen. 3,5 Stunden später und um etliche Blüten reicher, mussten wir zurück im Hotel ein Buch zweckentfremden, um die ganzen schönen „Souvenirs“ zu trocknen. Den Supermarkt für unsere Windeln haben wir dann übrigens doch noch gefunden. Und die wagenradgroßen griechischen Melonen hatte er auch.

 

Nach dem Abendessen warteten die Kinder schon vor der Bühne auf das abendliche Pflichtprogramm: die Mini-Disco! In meinem Beruf mache ich musikalisch oft Ähnliches wie die Animateure, deswegen ist es für mich immer doppelt spannend. Oliver aus London hat mit so viel Körpereinsatz vorgetanzt, dass es eine wahre Freude war, ihm und den Kindern dabei zuzusehen. Kinder merken, ob jemand das macht, weil er es muss, oder ob er wirklich Spaß dabei hat. Felicia war mit ihren anderthalb Jahren mit Abstand die Jüngste, hat aber so wild getanzt, dass sie regelmäßig dabei das Gleichgewicht verloren hat, so süß!

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Der Sonnenuntergang war direkt über dem Wasser und zeitlich so getimed, dass er vorbei war, wenn die Mini-Disco angefangen hat. Perfekt! Ach, Griechenland, ich vermisse dich… Schön war’s, Chalkidiki!

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Und wo wart ihr diesen Sommer?

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5 Tipps für Urlaub mit Kleinkind

Sie schlafen schlecht, sie sprechen nur rudimentär, sie rauben einem den letzten Nerv, sie wollen am Liebsten alles ALLEINE machen und wir lieben sie trotzdem abgöttisch: Toddler. Das Wort „Kleinkind“ trifft es nicht so richtig, das klingt so harmlos. Das englische „Toddler“ beschreibt zumindest lautmalerisch den Zustand zwischen anderthalb und 3 für mich irgendwie treffender. Urlaub mit Baby ist vergleichsweise easy: trinkt Mama/Flasche, kackt und schläft und ist glücklich da, wo Mama und Papa sind. Ob das in den heimischen 4 Wänden oder in der Karibik ist, ist zweitrangig. Urlaub mit Kind ab 3 ist auch relativ entspannt: es spricht, es schläft, es buddelt, es badet und es darf in den Mini-Club, haha. Die Zeit dazwischen allerdings ist eine Herausforderung für urlaubende Familien, wenn sie sich neben Toddler-Bespaßung vorgenommen hatten, ein Buch zu lesen oder auch nur einen Kaffee zu trinken, oder, wenn sie mehrere Stunden in einem engen Flugzeug verbringen müssen und das Kleinkind bis 2 Jahre noch keinen Anspruch auf einen eigenen Sitzplatz hat, argh…

 

Deswegen kommen hier unsere 5 praxiserprobten und flugzeugtauglichen Tipps für einen entspannten Urlaub mit (oder trotz?) Kleinkind:

 

  1. Essen/Fingerfood

Ich weiß nicht, wie es bei euch ist, aber für meine Kinder ist die Snackbox immer der wichtigste Bestandteil eines Ausflugs und dabei ist es egal, ob es in den Tierpark um die Ecke geht oder auf einen anderen Kontinent. Kaum sind wir 5min unterwegs (manchmal noch vor dem Anschnallen!), heißt es: „darf ich jetzt die Brotbüchse aufmachen?“ Inzwischen ist schwesterliches Teilen nicht mehr so cool, weswegen jeder eine eigene Box bekommt. Sehr gute Erfahrungen habe ich mit den Bento-Boxen gemacht. Sind nicht ganz billig, aber die vielen kleinen Fächer machen aus dem Snacken ein großes Vergnügen. Wenn sie nicht mit uns in den Urlaub fahren, beherbergen diese Büchsen übrigens Fionas Frühstück in der Schulzeit.

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2. Motorikspielzeug [DIY]

Kleine Finger mögen kaum etwas lieber als Dinge irgendwo reinzustecken und sie wieder rauszufummeln. Kennt ihr oder? In einem Video bei Mamiblock habe ich diese Idee gesehen und sie kurzerhand ausprobiert. Ein voller Erfolg! Einen Tag vor Abflug saßen dann beide (!) Kinder auf dem Fußboden in meinem Arbeitszimmer und haben ausdauernd kleine Pfeifenreinigerstücke in die Mini-Löcher der leeren Oregano-Dose gesteckt. Auch im Hotelrestaurant, wenn die Kinder schon fertig waren, als die Erwachsenen gerade erst mit vollem Teller vom Buffet zurückkamen, verloren die Do-it-yourself-Steckspielzeuge nicht ihren Reiz. Einzige „Gefahr“: die volle Flasche mit den Pompoms (ohne Deckel, versteht sich) weckte immer einen unglaublichen Schüttelreflex bei unserem Toddler und so kam es, dass die Pompoms fliegenderweise schon Bekanntschaft mit vollen Bechern und sogar dem Schoß eines Busfahrers gemacht haben, erste Reihe sei Dank, hahaha.

3. Malbox [DIY]

Wer schon ein Mal mit Kindern im Flugzeug gemalt hat, wird wissen, dass es Schöneres gibt, als die dort runtergefallenen Stifte aufzusammeln. Man stößt sich den Kopf am Tischchen, der Rucksack steht im Weg, die Armlehne muss hoch und der Bauch wird so gequetscht, dass das überteuerte Sandwich aus dem Boardbistro beinahe den Rückweg antritt. Mit der Malbox für unterwegs kann zwar auch mal ein Stift runterfallen, die Gefahr ist aber weitaus geringer. Es ist so simpel: man benötigt nur eine ausrangierte Brotbüchse, Heißkleber, Stifte und einen kleinen Notizblock. Der Block wird mit dem Heißkleber auf die eine Seite der Büchse geklebt und die Stifte in der etwas zurechtgeschnittenen Hülle auf die andere Seite. Zumachen, fertig. Diese Idee stammt ebenfalls von Mamiblock und wurde von beiden Kindern getestet und sowohl für Flugzeug als auch Auto für gut befunden!

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4. Stickerhefte

Auf der Suche nach Kleinkram für Punkt 5 fand ich einen Grabbelstand mit Pixi-Heften, darunter auch sog. Sticker-Pixis: Gold wert! Auf ein Minimum reduzierter Text, bunte Seiten zum Bekleben und in der Mitte eine Doppelseite mit wiederablösbaren Stickern, 99 Cent eins. Das kleine Kind benutzte seine Malkiste nicht nur zum Malen, sondern auch zum Einkleben der Sticker in den Block. Die wurden dann wieder abgemacht und zurück ins Heft, auf die Haut (steht total auf Klebetattoos!) oder auf Mamas Sonnenbrille geklebt. Immer und immer wieder, bis sie so sandig waren, dass sie nicht mehr hielten. Eine tolle Alleine-Beschäftigung! Inzwischen habe ich den Pixi-Stand aufgekauft und in meinem Reservefach für Ausflüge warten nun neben „Am Strand“ und „Im Zoo“ auch noch „Fahrzeuge“, „Fluss und See“, „Zu Hause“ und „Auf dem Bahnhof“ auf ihren Einsatz 😉

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5. Überraschungssäckchen

Einen Tag vor dem Urlaub, bzw. nur knapp 12 Stunden vor dem Aufbruch, überkam mich plötzlich die Lust, noch schnell ein Überraschungssäckchen für die Reise zu nähen und mit ein paar Kleinigkeiten zu füllen, weil ich weiß, wie sehr speziell das große Kind Überraschungen liebt. Blickdicht stand er dann zwischen den anderen Handgepäckssachen auf meinem Schreibtisch und Fiona schlich den halben Abend drum rum, fühlte und knisterte und konnte den nächsten Tag nun erst recht kaum erwarten. Im Flugzeug sitzend wurde sofort geplündert und die Freude über fluffige Knete, ein kleines Lego-Set, Überraschungsei und Sticker war riesengroß. Und an einem Strandtag hatte sie die Idee, mit der Knete Tiere zu formen und sie in ihrem normalen Lebensraum zu fotografieren. Das hat Spaß gemacht!

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Und was kennt ihr noch für Tipps für einen entspannten Urlaub mit Kindern?

Schreibt sie mir gern in die Kommentare, ich bin gespannt! Der nächste Urlaub kommt bestimmt 🙂

Lieblingstweets August Teil 1

Während wir im Urlaub waren, habe ich keine Mühen gescheut*, um euch auch Mitte August wieder Lieblingstweets präsentieren zu können! Hier sind sie!

*im schmalen Gang zwischen Klo und Restaurant das letzte Fünkchen griechisches Internet aus dem hoteleigenen, eher launischen WLAN gezogen

#12von12 im August: Holidayedition

Es war ein paar Tage ruhig auf dem Blog, das hatte den schönsten Grund, den es dafür geben kann: URLAUB! Wer uns auf Instagram folgt, wurde in den vergangenen 10 Tagen mit Strand-, Sonnenuntergangs- und Meerbildern im wahrsten Sinne des Wortes „überschwemmt“ und konnte ein bisschen am wunderschönen Griechenlandflair teilhaben. Der Monatszwölfte fiel genau mit unserem Abreisetag zusammen, an dem wir erst am Abend aus dem Hotel abgeholt wurden und kurz vor Mitternacht in Berlin landeten. Hier kommt also – bedingt durch Kofferauspack-Wäsche-Chaos- mit etwas Verspätung unsere Urlaubsversion der #12von12.

Mehr gibt es wie immer bei Draußen nur Kännchen! Viel Spaß!

Lieblingstweets Juli Teil 2

Pünktlich zum Beginn des neuen Monats steht der 2. Teil der Juli-Lieblinge in den Startlöchern! Diesmal mit demonstrierenden Freilandhühnern, Kleinkindabteil-Poker, wilden Pokemons und dem Geheimnis einer guten Mutter. Viel Spaß!

https://twitter.com/FrauvonSTiL/status/754900480401244161