Best-Of Dezember

Ein grüner Dezember mit einem frühen Weihnachtsbaum (01.12., aber dafür ist er seit gestern auch schon wieder weg), giftgrünen Plätzchen, einem Baby-Nikolaus, ersten Schritten, einer Goldmedaille, einem 1. Geburtstag, Schnee und #skyporn. Viel Spaß mit unserem Insta-Dezember und den Zitaten der Großen!

Zitate-Best-Of Dezember
Fiona ist 6 Jahre und 2 Monate alt.
 „Warum magst du denn diese kleinen gelben Batterien eigentlich?!“
– „Mika hat mir gezeigt, was es mit Minions auf sich hat 
und dann bin ich auch Fan geworden.“ 
„Oah, Mama, heute ist nur eine Schokofigur im Kalender…“
– „Weißt du, als ich klein war, gab es nur Kalender, 
bei denen man jeden Tag ein kleines Stückchen Schokolade drin hatte!“
„Na gut, dass ich zu dieser Zeit nicht gelebt habe!“
„Es gibt auch unechte Weihnachtsbäume.“
F: „Aber wir kaufen keine Plastiktanne! 
Sonst denkt der Weihnachtsmann, wir haben nicht alle Eier im Kopf!“ 

„Mama, heute ist Spielzeugtag! 
Ich liebe es, dafür Spielzeug auszusuchen, denn ich habe so wenig.“
Ich: „So WENIG?! Du hast doch total viel!“
F: „Ach was, das kommt dir nur so vor!“

Sie trägt meine Arbeitstasche aus dem Auto ins Haus und sagt:
„Na, Mama, ist es nicht auch mal schön, die schwere Tasche nicht an der Backe zu haben?“

„Heute haben wir in der Schule einen Wunschzettel geschrieben.“
– „Und, was steht auf deinem drauf?“
„Ich habe mir das Starwars Sammelheft bestellt.“

„Die XY aus meiner Klasse erzählt immer das Gleiche. 
Ich glaube, die hat den Verstand verloren.“
Ich stehe im Bad mit Mascara.
Fiona: „Warum schmückst du dich? Du bist doch schon schön!“
Sie sieht bei meiner Mama einen Hornhautentferner und fragt:
„Sasa, gehst du dir jetzt die Füße rasieren?“
„Gibst du das bitte deiner Schwester?“
– „Nein, das geht nicht. Sonst schreit die wieder wie wild um sich!“
Wir zählen beim Toilettengang die Sekunden. Wer länger kann, hat gewonnen.
Öffentliches Klo mit Fiona. Plötzlich ruft es laut aus der Kabine neben mir: 
„Ich habe gewonnen, Mama! Kacke zählt Hundert!“
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Silvester für Kinder [Last-Minute-Idee]

Meistens läuft der Silvesterabend ja so ab:
die Erwachsenen versammeln sich um den Raclettegrill und essen für die nächsten Stunden so vor sich hin. Zwischendurch wird ein Mal Dinner for One geguckt, gestückelt natürlich, weil man auf jedem Sender erst einschaltet, wenn James schon stolpert.
Dann spielen die Erwachsenen Erwachsenenspiele und irgendwann geht man raus und knallt.
Und damit Fionas Silvesterabend, bis es tatsächlich Zeit für Feuerwerk ist, nicht langweilig vor dem Fernseher oder dem Tablet abläuft, während wir o.g. Dinge tun, habe ich auf der Suche nach Inspiration bei Pinterest eine tolle Idee gefunden. Fiona ist jetzt schon ganz hibbelig und kann kaum abwarten, bis die Party endlich losgeht. Ich bin mir sicher, die Überraschung wird ihr das Warten auf Mitternacht versüßen!

Das braucht man:

* Frühstückstüten
* Krimskram für die Tüten
* Uhren ausgedruckt (Freebie z.B. von hier)

Zu jeder vollen Stunde (bei uns ab 19 Uhr) darf sie die dazugehörige Überraschungstüte öffnen. Darin sind fast jedes Mal ein paar Wunderkerzen und ansonsten kleine Spiele, mit denen sie sich selber beschäftigen kann. Ganz begeistert bin ich von dem kleinen „Malen nach Zahlen“ mit den Delfinen, aber auch mit den Seifenblasen, dem Leuchtball und der Knete wird sie ihren Spaß haben. Besonders cool ist auch das Set, um sich ein „Silvesterperlenarmband“ selber zu machen. Und ein paar Knallfrösche, Goldbienchen und Knicklichter dürfen natürlich auch nicht fehlen. [Die Mitternachtstüte leuchtete schon gestern Abend fröhlich vor sich hin…zumindest 2 von 10 Stäben. Shit happens]

 

Findet ihr die Idee auch so cool wie ich??
Einen guten Rutsch und ein glückliches Jahr 2016 wünschen wir euch!

Top 5 der witzigsten Weihnachtsspiele

Vielleicht habt ihr es mitbekommen, ich habe im Dezember fremdgebloggt bei zwei meiner liebsten Bloggerkolleginnen: bei Mama on the rocks über das Jahr 2016 und bei Nieselpriem über den ganz normalen Weihnachtsmarktwahnsinn. Heute folgt die dritte im Bunde, nämlich Tafjora, die mir im Rahmen ihrer „Bloggers Weihnacht“ ein paar Fragen gestellt hat. Traditionell öffnet sich bei ihrem Adventskalender auch auf dem jeweiligen Blog ein Türchen, hier ist meines:

Ihr kennt das bestimmt auch: 1. oder 2. Weihnachtsfeiertag, man sitzt mit den Lieben zusammen, ist voll bis unter’s Dach mit Ente, Rotkohl und Klößen und … bleibt sitzen und wartet auf das nächste Essen. Um das Ganze ein bisschen aufzulockern, habe ich ein paar weihnachtliche Spielideen für euch, und dabei haben nicht nur die Kinder Spaß!

1. Familienpantomime

Das brauchst du:
* kleine Zettel
* Stifte

Erinnert euch an lustige Begebenheiten in der Familie und schreibt sie verdeckt auf kleine Zettel, z.B., wie Oma vor einigen Jahren mal die Weihnachtsgans im Ofen vergessen hat oder dem Weihnachtsmann der Bart abgerissen ist. Die Ideen müssen auch nicht zwingend mit Weihnachten zu tun haben, bestimmt gab es über’s Jahr verteilt viele lustige Szenen, an die ihr euch erinnert. Wer dran ist, zieht einen Zettel, holt sich ggf. einen Mitspieler dazu und führt die Szene pantomimisch vor. Ein Heidenspaß, wetten?
Ihr könnt natürlich auch ganz normale Weihnachtspantomime spielen, hier ein paar Anregungen:

* Plätzchen backen
* einen Weihnachtsbaum fällen
* Geschenke einpacken
* Schneeballschlacht
* mit der Zunge eine Schneeflocke fangen (Unbedingt Fotos machen!)
* eine Schneeengel machen
* einen Schneemann bauen
* Weihnachtsbaum schmücken
Fiona, Weihnachten 2011
2. Pappteller-Partyspiel
Das brauchst du:
* Pappteller
* für jeden einen Stift
Ein wahnsinig witziges Spiel, von dem deine Familie noch lange sprechen wird! Wir haben es in abgewandelter Form auf der Einschulungsparty gespielt und es war ein voller Erfolg. Und so geht’s:
Sag den Gästen, sie sollen einen Pappteller auf ihren Kopf legen und den Stift in die Hand nehmen. Nun wird (blind) gemalt:
1. Zeichne eine Linie für den Fußboden
2. Zeichne einen Weihnachtsbaum mit Kugeln
3. Zeichne einen Stern auf die Spitze deines Baumes
4. Zeichne einen Kamin mit Feuer neben deinen Baum
5. Hänge einen Strumpf an den Kamin
6. Zeichne ein Geschenk unter den Baum
Jetzt darf sich jeder seinen Teller angucken (es wird Staunen und Gelächter geben) und dann werden Punkte vergeben und zusammengezählt.
2 Punkte, wenn der Baum den Boden berührt
2 Punkte, wenn der Strumpf den Kamin berührt
1 Punkt, wenn der Stern den Baum berührt
1 Punkt, wenn der Stern ÜBER dem Baum ist
1 Punkt für jede Weihnachtskugel, die sich am Baum befindet
1 Punkt, wenn der Kamin NICHT an den Baum rankommt (Brandgefahr!)
2 Punkte, wenn das Geschenk tatsächlich unter dem Baum liegt
 Wer die meisten Punkte erzielt, hat gewonnen!
3. Der gemalte Satz
Das brauchst du:
* Papier
*Stifte
Der erste Mitspieler schreibt oben auf das Blatt einen Satz. Das kann alles mögliche sein, z.B. „Der Weihnachtsmann ist mit seinem Rentier Rudolph unterwegs.“ Jetzt gibt er das Blatt an seinen rechten Nachbarn weiter. Der liest den Satz, faltet das Blatt so, dass die Schrift nicht mehr zu sehen ist, und zeichnet nun diesen Satz (in meinem Beispiel: Weihnachtsmann läuft mit Rentier an der Leine und leuchtender Nase). Der nächste Spieler faltet nun wieder die Zeichnung um und beschreibt sie mit einem Satz (Beispiel, je nach Zeichenkünsten natürlich: Ein Mann geht mit seinem Hund spazieren, dessen Nase blinkt) 
Das geht immer so weiter bis das Blatt voll ist. Zum Schluss wird der Ausgangssatz mit dem verglichen, was am Ende rausgekommen ist. Stille Post mal anders! Hier haben besonders Kinder großen Spaß (ggf. müsst ihr helfen und den Satz vorlesen bei den Kleineren).
4. Weihnachtsliedergeschichte
Das brauchst du:
* nichts
Dieses Spiel macht am meisten Spaß in einer großen Gruppe, ist aber auch in kleinem Kreis spielbar! 
Ich lese solche Geschichten auf unseren Konzerten vor und lasse das gesamte Publikum, in 4 Gruppen eingeteilt, mitmachen. Die sind dann immer so begeistert, dass sie die Geschichte gerne selber haben möchten. Hier sind die Spielregeln:
Gruppe 1 singt: Stille Nacht, heilige Nacht
Gruppe 2 singt: Leise rieselt der Schnee
Gruppe 3 singt: In der Weihnachtsbäckerei (klatsch klatsch)
Gruppe 4 singt: Oh Tannenbaum, oh Tannenbaum
Gruppe 5 singt: Kling Glöckchen klingelingeling
Die Mitspieler werden in 4 ungefähr gleich große Gruppen eingeteilt. Nun wird eine Geschichte vorgelesen, bei der der Spielleiter mitten beim Lesen eine bestimmte Anzahl Finger hochzeigt. Nun müssen die Gruppen reagieren und ihren Part beisteuern. Wird z.B. der Daumen hochgezeigt, singt Gruppe 1 „Stille Nacht, heilige Nacht“ (nicht weiter singen, nur den Anfang). Zeigt der Spielleiter 3 Finger, singt Gruppe 3 „In der Weihnachtsbäckerei (klatsch klatsch)“. Werden 5 Finger gezeigt, singen alle gemeinsam: „Kling Glöckchen, klingelingeling“. Nachdem jede Gruppe ein Mal geübt hat, geht es richtig los. Viel Spaß mit dem „Ganz normalen Berliner Weihnachtswahnsinn“!
Im schönen Prenzlauer Berg lebten die hübsche Mary-Chayenne und ihr Freund Joe-Maddox gemeinsam in einer angesagten Studenten-WG. Anfang Dezember erstrahlten die Häuser in einem nie dagewesenen Lichterglanz. Die Menschen stellten sich Rentiere aus bunten LEDs auf den Balkon, hingen sich kletternde Weihnachtsmänner an die Fassaden und überall lag der Geruch von Dinkelkeksen mit Zimt und Anis-Reiswaffeln in der Luft.

In einer [2] lagen Mary und Joe nebeneinander im Bett und tippten auf ihren Handys. Plötzlich sprang Joe auf und rief: [1] steht bei Wetter.com  für morgen! Es wurde also langsam Zeit, einen [4] zu kaufen und zu schmücken, bemerkte Mary. Hoch motiviert öffneten sie am nächsten Morgen das Fenster und tatsächlich: [1] und es hörte gar nicht mehr auf! Im Laufe des Tages verließ Mary und Joe die Lust, einen [4] in der Stadt zu kaufen und sie bestellten ihn stattdessen beim Onlineversand ihres Vertrauens. Amazon Prime sei Dank: schon am nächsten Tag stand der Postbote vor ihrem Haus: [5] hörten sie an der Tür und was brachte er? Natürlich ihren: [4]. Auch die Geschenke bestellten sie ausschließlich übers Internet und so kam es, dass sie ein Geräusch fast täglich an der Tür hörten: [5]. Sie bestellten die neusten iPhones, iPads, iPods und zwei Eidechsen für das Terrarium. Außerdem rief Mary heimlich [3] an und orderte die ayurvedischen Chai-Kekse, von denen Joe immer dachte, Mary hätte sie gebacken. Selber machen war aber nicht so ihr Ding, denn die Rezepte auf Chefkoch.de kamen teilweise mit abenteuerlichen Zutaten daher.  Kardamom und Koriander klangen für Mary eher wie das Zwillingspärchen aus der Nachbarschaft.

[5] – ach, der Postbote wieder? Und was brachte er heute? Mary hatte sie ganz vergessen: die  Kekse für ihren Liebsten, die extra [3]hergestellt und liebevoll verpackt worden waren!  Jetzt wurde es auch langsam Zeit, denn schon eine [2] später war es dann endlich soweit: das Fest der Liebe stand vor der Tür. Mary und Joe saßen bei veganen Plätzchen und einem koffeinfreien Latte Macchiato mit Sojamilch unter ihrem geschmückten [4] und freuten sich über den Blick aus dem Fenster, denn [1]. Später brach sie langsam über die WG herein, die [2], und das Einzige, was man hören konnte, kam dieses Mal ausnahmsweise nicht vom Postboten: [5].  
Frohe Weihnachten! 



5. Weihnachtsliederquiz
Das brauchst du:
* nichts
Wer von deiner Familie ist der Weihnachtsliederexperte? Das gilt es bei diesem Spiel herauszufinden! Der Spielleiter sagt einen deutschen Satz und alle müssen raten, auf welches bekannte Weihnachtslied diese Beschreibung passen könnte. Um es ein bisschen spannender zu gestalten, kann man die Familie in 2 Gruppen einteilen und gegeneinander spielen lassen. Welches Team zuerst richtig antwortet, bekommt einen Punkt!
1. Ein Tier ohne Freunde mit einer besonderen Aufgabe und einem farbigen Körperteil
2. Alles voller Mehl, das Ei auf dem Fußboden, die Kekse verbrannt
3. Kristallines H2O fällt lautlos auf stehende Gewässer
4. Eine jahreszeitenunabhängige Grünpflanze 
5. La celebration en Mexico y Espana
6. Jedes Jahr auf’s Neue der gute Vorsatz, das Herz nicht zu schnell zu verschenken
7. Ein Minderjähriger mit Rhythmusinstrument
8. Englische Grußworte mit Sprung in der Platte
9. Der Jüngling mit der blonden Mähne möge ruhig nächtigen
10. Der englische Traum vom jahreszeitentypischen Niederschlag
11. Gut gelaunter, beglückter Jahresausklang
12. Schwingende, hohle Metallkörper, kohlehydrathaltig anzuhören
13. Israelische Kindertagesstätte unter freiem Himmel
14. Am nächsten Werktag erscheint ein dicker Mann mit Sack
15. Teile des Alphabets und ein Vertreter der Gattung felidae mit Fußbedeckung
16. Alter Mann mit Bart und weißem Pferd klopft an
17. Eine Schlittenfahrt, begleitet von hellklingenden Orff-Instrumenten
18. Kühe, Schafe, Trompete, Pferd und Trommel bringt der Weihnachtsmann
19. Für Schwache, Starke, Reiche, Arme, Schwarze und Weiße: Fröhliche Weihnachten und ein Frohes Neues Jahr
20. Grußworte zum Jahresende und olfaktorische Genüsse im ganzen Haus
Lösungen:
1. Rudolph the rednosed reindeer
2. In der Weihnachtsbäckerei
3. Leise rieselt der Schnee
4. Oh Tannenbaum
5. Feliz Navidad
6. Last Christmas
7. Der kleine Trommler
8. We wish you a merry christmas
9. Stille Nacht
10. White Christmas
11. O du fröhliche
12. Süßer die Glocken nie klingen
13. Ihr Kinderlein kommet
14. Morgen kommt der Weihnachtsmann
15. ABC, die Katze lief im Schnee
16. Bald nun ist Weihnachtszeit
17. Jingle Bells
18. Eine Muh, eine Mäh, eine Täterätätä
19. Happy X-Mas
20. Fröhliche Weihnacht überall
P.S. Buy 5, get one free: 
Wer es gerne albern mag oder aber mit Kindern Weihnachten feiert (dann hat man keine Wahl!), hier noch ein kleines Extra Partyspiel für die Tonnen an Weihnachtsplätzchen, die ihr gebacken habt. 
Ihr habt 1 Minute Zeit und müsst es schaffen, einen Keks von eurer Stirn in euren Mund zu befördern OHNE die Hände zu benutzen. Ihr werdet Muskelkater haben vom Lachen, versprochen!

12 Monate kleines F – Geburtstagsbrief

Mein liebes Baby, das du offiziell ab heute keines mehr bist,

ich kann es kaum glauben, aber wir feiern heute tatsächlich deinen allerersten Geburtstag!
Konfetti, Luftschlangen und ganz viele Kuchenkrümel – Happy Birthday, mein kleiner Schatz!
Ein ganzes Jahr ist vorbei, 12 Monate mit dir in unserer Mitte.
Es ist stressiger, anstrengender und turbulenter als es vorher war, aber auch viel, viel schöner!

In den 3 Monaten seit dem letzten Brief konnte man fast täglich dabei zugucken, wie aus dem Baby ein kleiner Mensch geworden ist. Ich könnte stundenlang zuhören, wenn du mit deiner süßen Stimme „Mama“, „Papa“ oder „Sasa“ sagst. Wenn man dir etwas gibt, sagst du „Datte“ und wenn du ein angelutschtes Stück Toast großzügig weiterverschenkst, sagst du „Ditt“. Ich nehme an, du bist ein sehr höfliches Baby und übersetze das frei als „Danke“ und „Bitte“. Neben Küsschen, die du gerne verschenkst, streichelst du nun auch und sagst dabei „Eyyy“ – dabei schmelze ich fast, das ist sooo niedlich! Du streichelst übrigens auch deine eigenen Oberschenkel, jedes Mal, wenn du eine neue Windel bekommst: „Eiii“.

Im September schrieb ich, dass du nach wie vor nicht krabbelst und auch sonst kaum Anstalten zur Fortbewegung machst. Das hat sich im letzten Vierteljahr aber grundlegend geändert! Vor 6 Wochen hast du dich erst alleine hingestellt und wenig später bist du auf ein Mal losgekrabbelt, anfangs noch mit einer eleganten Ich-krabbel-eine-Beinlänge-und-setze-mich-dann-sicherheitshalber-schnell-wieder-auf-den-Po-Geste. Anfang Dezember hast du deine ersten Schritte gemacht. Das geht alles so wahnsinnig schnell im Moment! Du läufst eigentlich so gut wie alleine in den Lauflernschuhen deiner großen Schwester, brauchst aber noch die „psychologische“ Hand als Back-Up. Dass das so ist, haben wir gesehen, als deine Jacke auf der Bank lag und du sie genommen hast und losgelaufen bist, bis du gemerkt hast, dass in der Jacke niemand drinsteckt. Ups! Schnell hinsetzen…

Wenn du Musik hörst („Jingle Bells“ ist dein Lieblingssong) wackelst du mit dem Oberkörper wild hin und her und applaudierst, wie es sich gehört. Du klopfst mit deiner kleinen Hand auf die Brust, um zu zeigen, dass es dir schmeckt, besonders gerne, wenn du in der Hand noch das Toaststückchen mit der Himbeermarmelade hältst…  Du nimmst alleine deinen Schal und deine Mütze und legst sie dir auf den Kopf und wenn man dir die Babybürste gibt, „kämmst“ du dir die Haare. Du lachst und streckst deine Ärmchen in die Höhe, wenn man fragt, wie groß du bist und du liebst es, im Laufgitter stehend am Klavier Musik zu machen, während ich am Computer arbeite (Wer den Widerspruch im letzten Satz erkennt, darf jetzt wissend grinsen). Nimmst du etwas, von dem du genau weißt, dass du es nicht darfst, guckst du mich an und schüttelst entschlossen deinen kleinen Kopf. Nein, nein.

5min-Chaos, als ich kurz mal nicht hingeguckt habe…

Deine Lieblingsbücher sind alle aus der Reihe „Mein erstes Buch von…“. Wir haben bis auf wenige Ausnahmen alle, denn erstens steckst du zu gerne deinen kleinen Zeigefinger in ein Loch und ziehst den Schieber hoch („Wo ist der Löwe? Und wo sind die Bienchen?“) und zweitens muss man sich ja informieren! Immerhin kanst du schon einen Affen nachahmen. Herrlich! Besonders beim Frühstück brauchst du gute Lektüre, damit das mit dem Essen funktioniert. Was würden wir ohne diese Bücher machen! Eines ist schon so zerlesen, dass es am Buchrücken auseinandergefallen ist und die Seiten nach mehrmaligem Zusammenkleben (Babykeks wird hart wie Zement!) und Ablösen kaum noch zu erkennen sind. Der halbe Bär klebt z.B. auf der gegenüberliegenden Seite, hat keinen Kopf mehr und der Bienenstock ist komplett abgerissen. Ich glaube, dieses spezielle Lieblingsbuch kaufen wir irgendwann einfach nochmal neu.

Du bist in jeder Hinsicht ein sehr extremes Baby – wenn du gut drauf bist, dann steckst du alle damit an, quatschst, lachst, flirtest und tanzt in einer Tour. Wenn dir allerdings etwas nicht passt, wirst du von 0 auf 100 so wütend, wie man es sich nicht vorstellen kann! Letztens hattest du ein Handy mit einer Tierstimmenapp in der Hand. Mit einer gezielten Bewegung hast du immer die App weg gedrückt und dich dann geärgert. Beim Versuch, dir das Handy aus der Hand zu nehmen, um die App neu zu starten, hast du es so festgehalten, dass du es dir versehentlich an die Stirn gehauen hast! Auch darf man nicht auf die Idee kommen, dir ein Musikinstrument weg zu nehmen oder dich von einem zu „entfernen“. Ganz dünnes Eis!

Bei der Kinderärztin steht mitten im Wartezimmer ein kleiner Tisch mit Malbüchern und Stiften drauf. Da standest du eine ganze Weile mit Stift in der Hand und hast zum ersten Mal in deinem Leben gemalt, und wie! Heute bekommst du eine große Packung dicke Baby-Wachsmalstifte ganz für dich alleine. Außerdem gibt es für dich zum 1. Geburtstag eine Holzkugelbahn. Als ich sie aus dem Karton geholt habe, durftest du schon kurz probieren. Du hast die Kugel zielsicher auf die Bahn gelegt und warst immer ein kleines bisschen zu langsam, wenn du sie beim Rollen fangen wolltest. Zu süß! Die Ärztin wollte wissen, ob du klatschst, winkst, „Mama“ und „Papa“ sagst etc. und, ob du Fussel aufsammelst. Ja, zuverlässig jeden einzelnen! Du bist zarte 76cm groß und wiegst nicht ganz 9kg, Größe 80 passt also noch locker eine Weile.

Was du unbedingt noch lernen musst, ist SCHLAFEN. Ich habe noch nie so wenig geschlafen wie in diesem Jahr. Du wirst jede Nacht noch mehrmals wach, schläfst sehr spät ein und machst tagsüber wenn, dann nur kurz deine Augen zu. Das komplette Gegenteil von deiner großen Schwester! Ich stille dich noch abends vor dem Einschlafen kurz und eben nachts. Wahrscheinlich müssen wir das sein lassen, damit du endlich durchschlafen kannst. Aber ich genieße diese kleine abendliche Kuscheleinheit, in der du mal nicht stehen übst, auf mir rumturnst oder knetest, auch noch sehr. Du nimmst immer noch keinen Nuckel oder Daumen und hast bisher nichts gefunden, womit du dich beruhigen kannst. Deine Schwester hatte mit 1 Jahr schon längst Liemhasi als besten Freund…
An der Zahnfront hat sich seit dem letzten Brief nichts getan: du hast nach wie vor 2 Schneidezähne unten und 2 große oben, mit denen du wunderbar bei uns mitessen kannst. Richtiges Essen von einer richtigen Gabel möchtest du jetzt und nicht mehr diese durchgedrehte Pampe!
In der Manduca bist du immer noch viel, auch wenn du nicht mehr so entspannt darin schläfst, wie noch vor einigen Monaten. Aber darin abhängen, während ich koche, findest du immer noch cool.

Heute Nachmittag kommen die Familie und ein paar unserer liebsten Freunde zum Kaffee, du ziehst dein Geburtstagskleidchen mit den goldenen Punkten an und dann wirst du gefeiert, kleines F!
Und am Abend werde ich mich daran erinnern, wie ich vor genau 1 Jahr um 18.30 Uhr im Krankenhaushemdchen und den roten Stoppersocken im dunklen Vorwehenzimmer neben dem beleuchteten Weihnachtsbaum saß und atmete… und wie um 19:25 Uhr die Welt für einen Moment stehen blieb, als ich dich das erste Mal sah ❤

Happy 1st Birthday, Babygirl!

3 Monate Schule

Nun geht das große Kind tatsächlich schon seit 3 Monaten in die Schule. Ein erstes Kurzfazit:

Schlafen & Aufstehen
Aus der Nachteule, die abends noch 25x mit Spezialwünschen aus dem Bett kam, ist ein „zuverlässiger Schläfer“ geworden. Sie ist nach einem Schultag körperlich und geistig so ausgepowert, dass das Einschlafen ohne Probleme funktioniert. Aufstehen geht inzwischen auch ganz gut, besonders natürlich, wenn es im Dinovember jeden Morgen Dinos zu suchen oder im Dezember ein Türchen zu öffnen gilt. Wer noch so seine Probleme mit dem frühen Aufstehen hat, bin ich. 6.15 Uhr ist einfach nicht meine Zeit, vor allem nicht, wenn das Baby von Durchschlafen noch so weit entfernt ist wie die nächsten Sommerferien… Und dass ich das freitägliche Aufstehen zur 2. Stunde mal als Luxus empfinden würde, hätte ich mir auch nicht träumen lassen!

Zeichnen & Malen
Menschen haben neuerdings einen Hals! Und Schultern. Die sind zwar eckig und stehen ab wie nach einem komplizierten Bruch, aber die Bilder werden zusehends realistischer. Sonnenblumen, Igel, Herbstbaum oder Adventskranz – sie sind alle soooo schön. Sehr froh bin ich, dass die Zeit vorbei ist, in der ich mich höflich für ein buntes „Kritzelbild“ bedanken musste (und ich meine nicht die Mal-Anfangsphase mit 2 Jahren, sondern jetzt kürzlich!). Mutter hin oder her – die waren selbst mir ein bisschen zu abstrakt.

Selbstständigkeit
Ja, auch mit 5 Jahren kann man sich schon alleine anziehen, sich die Zähne putzen und den Po abwischen. Theoretisch jedenfalls. Praktisch sah es oft so aus: „Mamaaaa? Kannst du das machen? Ich bin noch so müde…“. Seitdem sie ein Schulkind ist, ist das allerdings passé. Es braucht zwar ab und zu mehr als eine Aufforderung, aber ansonsten macht sie alles ganz alleine. Diese neue Selbstständigkeit beinhaltet außerdem das Anschnallen im Auto, welch ein Segen! Was hingegen noch ausbaufähig ist, ist das Tempo, in dem sie sich fertig macht, wenn ich sie abhole. An was man da alles denken muss: Schal, Mütze, Jacke, Schuhe, Mappe, Sportzeug, … „Ich hab noch was vergessen…bin gleich wieder da…“ – never ending story.

Lesen & Rechnen
„Steht da GALERIA KAUFHOF?“
Auf dem ersten Elternabend hat die Klassenlehrerin gesagt, zu Weihnachten können die Kinder lesen. Das war im September und ich habe gegrinst und gedacht, da hat sie sich wohl geirrt. Inzwischen muss ich sagen: hat sie nicht! Natürlich kann man noch nicht von fließendem Lesen sprechen und Kombinationen wie „SCH“ kennen sie noch nicht, aber einfache Texte aus der Fibel liest Fiona flüssig vor und mein Mamaherz hüpft vor Freude!

Die Zahlen von 0-9 haben sie bereits gelernt und wenden das Wissen jetzt langsam an mit kleinen Additionsaufgaben bis 10. Das klappt schon ganz gut, nur sieht man ihrer Handschrift an, ob sie gerade Lust hatte zu rechnen oder lieber gelesen hätte…

Verluste
Eine Inventur der Federtasche hat ergeben: -3 Radiergummis, -1 Lineal, -2 Kleber, -1 Anspitzer. Wo das Loch ist, in das diese Dinge verschwinden, würde mich ja doch interessieren! Bis ich das herausgefunden habe, bleibt mir nichts anderes übrig, als zu jeder sich bietenden Gelegenheit Radiergummis zu schenken. Gerade gestern zum Nikolaus gab es 2 Rentiere. Was solls.
Verschollene Mützen, Schals und Handschuhe hatten wir auch schon zu genüge, die sind aber inzwischen alle wieder aufgetaucht.

Pflichten
Ich traute meinen Ohren kaum, als ich hörte, dass sich mein Kind freiwillig (!) für den Schuhdienst gemeldet hat. Was der macht? Kontrollieren, ob alle ihre Hausschuhe wieder ordentlich in den Schrank gestellt haben und falls nicht, die Schuhe in den Klassenraum bringen, hochhalten und schimpfen. Gerade vor ein paar Tagen hatte sie einen lachenden Smiley im Elternheft für die gute Ausführung ihres Amtes. Man höre und staune!
Ich selber habe in meiner Funktion als Elternsprecherin inzwischen schon drölfzigtausend Emails geschrieben mit aktualisierten Adresslisten, fehlenden Punkten in Emailadressen (der Mailer Daemon und ich, hach…) und der Organisation eines Weihnachtsbuffets und eines kleinen Weihnachtsgeschenkes (jeder 1€ im Briefumschlag. Jeder! Bitte! Und nicht erst in 2 Wochen….argh!). Außerdem musste ich an einer der schlimmsten Veranstaltungen ever teilnehmen: der Gesamtelternsprecherkonferenz. Das Tor ist 2cm zu schmal, das Mittagessen 1 Grad zu kalt und wer dafür ist, hebt die Hand. Oder doch lieber eine geheime Abstimmung? Muäh!
Vor ein paar Tagen fand eine Veranstaltung für Eltern statt, ausdrücklich ohne Kinder, zu der ich leider verhindert war, weil ich arbeiten musste (wirklich!): das alljährliche Elternbasteln. WTF? Wenn Kinder für die Eltern basteln, kann ich das ja noch nachvollziehen. Aber andersherum? „Oh danke, Mama, das hast du aber schön gebastelt! Darüber freue ich mich viel mehr als über den Eispalast von Elsa!“ Hö?!

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass sich Fiona in den vergangenen 3 Monaten durch den Schulbeginn unglaublich weiterentwickelt hat. Sie drückt sich noch differenzierter aus als eh schon (ich liebe es, wenn sie von ihrer „Leseanalyse“ erzählt), berichtet mir täglich aufgeregt von ihrem Tag und den einzelnen Schulfächern und ist einfach insgesamt ein anderes Kind als vorher. Ein großes Schulkind, eben. Und ich bin die stolzeste Mama der Welt. Jeden einzelnen Tag.

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Best-Of Oktober/November

Das Oktober-Best-Of ist mir irgendwie durch die Lappen gegangen, dafür gibt’s jetzt bunt gemischt und ohne Worte ein paar Einblicke in unseren Herbst-Alltag und ein paar Baby-Meilensteine.

 
 
Die Zitate aus dem Oktober/November:
Fiona ist 6 Jahre und 1 Monat alt.
Arbeitsblatt aus der Schule, 
sie soll aus einer Reihe gemischter Buchstaben alle kleinen und großen Os einkreisen. 
„Als Vertricksung waren auch ein paar Qs dazwischen!“
Wenn wir auf den Schulhof kommen, stehen die Grundschüler aller Klassen noch auf dem Schulhof, bis es zum Hochgehen klingelt. Einen Tag kamen wir zur zweiten Stunde, ein menschenleerer Hof.
Fiona: „Die ganze Krawuttsche ist schon weg.“ 
„In meinem letzten Adventskalender war im 100. Türchen der Weihnachtsmann mit Schlitten.“
„Ich habe heute einen Stempel bekommen. Ich bin Sport-Ast!“
„Welche Sorte Kaubonbons möchtest du denn essen?“
– „Die roten. Maoam Radieschen.“
Am Pfandautomaten:
„Hast du noch irgendwo ein paar Flaschen?
Dann kriegen wir noch mehr Fun!“ 
„Guck mal, Mama, der Schwan ähnlicht einer Zwei.“
Wir gucken Wer wird Millionär im Fernsehen.
Fiona: „Bestimmt nimmt er gleich den Fiffi-Fiffi-Joker!“
Sie spielt morgens vor der Schule auf ihrem Keyboard.
Ich: „Also ich hab ja auch gerne und viel gespielt, 
aber nie so früh am Morgen. Da hab ich lieber geschlafen…“
Fiona: „Ich wollte eigentlich auch lieber schlafen, 
aber dann ist mir irgendwie Musik in den Kopf gekommen!“ 
Kindergeburtstag.
„Wir haben selber Pizza gemacht. 
Da war eine Köchin, die hat sich als Hexe ausgegeben.“ 

„Mama!! Du blockierst das Licht. Ich kann so nicht arbeiten!“

Im Auto:
„Ich habe einen Trick, um höher zu sein:
einfach die Pobacken groß machen!“

Es ist kalt. Wir laufen zügig zur Schule.
Fiona: „Mama, warum bist du denn heute so zielstrebig?!“