Best-Of Juli

Trotz partieller Zerstreutheit (haben wir Sonnencreme? Bikinis? Windeln? Oh Gott, ich habe Fionas Schlafanzug noch nicht im Koffer…) möchte ich noch schnell das Juli-Best-Of verbloggen, bevor wir heute Nacht für 10 Tage in Richtung Kreta starten und den deutschen „Sommer“ erstmal hinter uns lassen
Hier kommen also unsere schönsten Insta-Momente aus dem Juli 2015:

Quallenkleid genäht für den kleinen Forscher 

Schulbücher bestellt, hach ist das toll! 

Obligatorisches Gartenbaden in der Schüssel, 
die irgendwie jedes Jahr ein bisschen kleiner wird 😉 

Gipsverpackung 
(bis die Tüte beim Planschen im Pool geplatzt ist 
und wir den Rest des Tages föhnend verbracht haben…) 

Liebeserklärung vom Kitafreund, so süß!

 Sommer im Garten

Modderspaß.
Das gehört doch irgendwie zum Kindsein dazu oder?
(auch wenn ich mich schon waschen möchte, wenn ich nur das Bild angucke, haha)
 

Fußie-Liebe, ich muss die ständig küssen!

Mein Mann und ich bereiten in jedem Jahr für das Hoffest nach unserem großen Sommerkonzert einen musikkabarettistischen Beitrag vor. Dieses Mal: „An der schönen blauen Donau“, begleitet von vorher verteilten Glockenspieltönen *pling pling, pling pling* im Publikum und Musik-Bingo – der Renner!

Ein sicher nicht in der Ecke verstaubendes Abschiedsgeschenk 
für die tollste Kita-Erzieherin der Welt

…und die dazugehörige Schultütenparty, 
Häschteck MamaInDerKüche:
Regenbogen-Obstspieße und (wortwörtlich) „Zuckertüten“

Geschenk der Kinder für mich, weil ich mit ihnen Musik gemacht habe ❤
 

 Geschwisterplüsch!

Hey, Baby! 7 Monate alt! Das erste Karten-Foto im Sitzen!
(danach hat sie geniest und ist durch die rückwärtige Beschleunigung erstmal umgekippt…ich konnte leider nicht fotografieren, hatte mit Lachen zu tun)

 „Wir“ stillen immer noch tröpfchenweise. 
Kleine Pause vom Alltag, Welt aus!

Großkind baumelt. Mit Eisfleck, seh ich gerade.
Kleine Brombeere. Zuckersüß oder?

Nochmal Geschwisterplüsch und der erste Fahrradausflug zu dritt!

Sommeroutfits genäht
Griechenland, wir kommen!

Eines Abends spontan: 
„Mama, ich möchte basteln. 
Irgendwas mit Meerestieren. 
Hast du ne Idee?“
– Well…Ich nicht, aber Pinterest hat! 

Und ein paar Zitate habe ich auch noch für euch.
Fiona ist 5 Jahre und 9 Monate alt.
„Mama, hör mal, ich habe mir ein Lied ausgedacht.“
(spielt)
– „Oh, das ist aber schön! Wie soll es denn heißen?“
„Naja, wenn ich es gespielt habe, dann kennt man es ja. 
Also nennen wir es „Den bekannten Walzer“.

„Weißt du, als der Gips abgemacht wurde, das hat sich echt unterirdisch angefühlt!“
Sie wacht nachts auf, sitzt kerzengerade im Bett, sagt
„Was ist eigentlich mit Quallen?!“ und „Ich wollte doch noch üben!“ 
und fällt wieder zurück in ihr Kissen…

„Ich weiß, wo wir mal hinfahren müssen: in den Kongo! 
Da gibt es Kurzhalsgiraffen: 
kurzer Hals, Stirnhöcker, kleine Ohren und Po wie ein Zebra. 
Die muss ich sehen!“

„Heute gab es ganz witzigen Kuchen: gefrorenen Hund!“

„Fiona, machst du bitte dein Bett?“
– „Aber das geht nicht! Ich habe doch heute Nacht in eurem geschlafen!“

„Weißt du, Mama, leben ist schön.“
– „Wie meinst du das?“
„Na zu leben, das ist einfach toll!“

„Bei Papas Schuh ist die Schleife irgendwie verwirrt.“

Felicia gähnt und streckt sich.
Fiona: „Boah, die hat sich ja richtig ausgedehnt!“

„Guck mal, Mama, das ist mein Beethoven-Filly.“
– „Achso? Hast du das so genannt?“
„Ja, die Mähne sieht so aus wie die Haare von Beethoven.“

Sie spricht über eines ihrer Lieblingsessen, 
halbes Hähnchen, auf berlinerisch Broiler.
„Wann gibt’s denn mal wieder Keule am Stiel?“ 
 
2 gelbe und eine schwarze Tonne stehen vor unserem Tor.
Fiona: „Guck mal, wir haben Dortmund-Mülltonnen!“ 
 
„Instrument mit N“
– „….hm….NASENFLÜGEL!“
 
„Mama, gefällt dir mein neues Filly?“
– „Ja.“
„Wirklich?“
– „Ja.“
„Dann sag das mal bitte cooler!“
 
Kind auf dem Spielplatz sieht Felicia in der Manduca.
„Wir haben auch so eins! Unsers heißt Ayden. Schreit deins auch so viel?“
 
„Was habt ihr heute so gemacht in der Kita?“
– „Wir haben uns als Prinzessinnen verkleidet.“
„Oh cool, du auch?“
– „Nee, ich war die Lehne von ihrem Geburtstagssofa.“
 
Sie hält mir einen Vortrag über die gefährliche Irukandji-Qualle und sagt:
„Mama, geh bitte nie nach Australien. 
Die lebt dort nämlich! Sonst kommst du mir noch tot zurück!“
 
„Mama, warum kneifst du deine Pickel?!“
 
Wir spielen Pantomime, Gegenstände erraten.
Ich komme nicht drauf und frage:
„Hä? Das sollte eine Klobürste sein?! Was machst du denn damit?“
– „Na umrühren.“
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Baby-Verhaltensregeln bei Tisch

Das Baby des Hauses ist inzwischen 7 Monate alt und ein begeisterter Esser. Fläschchen sucks! Das wussten wir ja schon lange. Seitdem das kleine F also halbwegs vernünftige, pürierte Nahrung zu sich nehmen darf, hat sich während der Mahlzeiten eine Essenskultur entwickelt, die ich für aufschreibenswürdig halte.

Hier kommen unsere „Tischregeln“, ein Kodex, an den sich die meisten Babys zu halten scheinen:

Puste vorsichtshalber nochmal „nach“, um sicherzugehen, dass das Essen auf dem Löffel auch wirklich richtig temperiert ist. Freue dich, wenn der Löffelinhalt in alle Richtungen spritzt. Nächster Versuch!

Warte, bis der Löffel direkt vor deinem geöffneten Mund angekommen ist und drehe deinen Kopf dann blitzschnell zur Seite. Die Hand, die dich füttert, wird dieses Spiel lieben!

Wähle eine Breisorte aus und iss mit großem Appetit, z.B. Müsli in Früchten. Warte ein paar Tage ab, bis deine Eltern XL-Gläschen dieser Sorte gekauft haben. Dann ignoriere dieses Essen und tu so, als sei es absolut ungenießbar.

Sobald du Gemüse schmeckst, solltest du Kotzgeräusche machen und dabei angewidert die Zunge rausstrecken. Nur nichts durchgehen lassen!

Die Kinderärzte empfehlen, zwei Mal pro Woche ein Gericht mit Fleisch zu geben. Suche dir beispielsweise „Kartoffeln mit Hackfleisch“ aus und iss eine Zeit lang nichts anderes zum Mittag. Nimm das, Frau Doktor!

Falls du das Bedürfnis verspürst, dein Essen auf dem Eingangsweg wieder loszuwerden, warte damit, bis alles sauber gemacht ist und dein Lätzchen entfernt wurde. Sollst du in Kürze umgezogen werden, warte unbedingt auch das noch ab. „…ein Löffel für Mama, ein Löffel für Papa, … und dann stiegen sie alle wieder aus.“

Lege dich auf eine Breisorte fest und iss nur noch diese. Deine Eltern werden dir aus Angst vor zu einseitiger Ernährung diverse Mittagsmenüs kredenzen, was deine Auswahl ins Unermessliche steigern wird. Probiere alles und zeige dich dennoch unentschlossen.

Nimm das Gläschen Rahmspinat mit Kartoffeln zum Anlass, deine Palette an angeekelten Gesichtsausdrücken zu üben und zu erweitern. Kein Mensch auf der Welt würde das freiwillig ohne einen Krümel Salz essen. Also auch du nicht.

Versuche, deine Grobmotorik soweit zu kontrollieren, dass du den herannahenden Löffel mit einem gezielten Schlag K.O. setzen kannst. Das bedarf etwas Übung, ist aber unheimlich effektvoll und wird dir Bewunderung von allen Seiten einbringen.

Umgangsregeln für eine Scheibe Toast, Zwieback oder ein Brötchen: übe den Pinzettengriff und zerpflücke das Nahrungsmittel in möglichst kleine Teilchen. Lege dir Vorräte für später an. Man kann nie wissen! Geeignete Orte für die Aufbewahrung sind beispielsweise unterm Tisch, in den Ritzen deines Hochstuhles oder in deiner Kleidung. Der natürliche Feind des Toastschnipsels ist übrigens der Staubsauger. Obacht.

Kleckert ein bisschen Brei vom Löffel auf deinen Tisch, zögere nicht und fasse blitzschnell hinein zum wilden Verteilen. Das sind wichtige sensorische Erfahrungen, die du nur so sammeln kannst!

Mahlzeit!
 
Kennt ihr das auch von zu Hause?
Könnt ihr noch weitere Baby-Essens-Regeln ergänzen?

#12von12 im Juli

Da gestern unser großes Sommerkonzert stattfand und eine Dirigentin mit iPhone komisch ausgesehen hätte auf der Bühne, kam ich leider nicht dazu, alles zu fotografieren, was ich gerne bildlich festgehalten hätte, deswegen ausnahmsweise nur 11 von 12.

[1] aus #12von12
Großkind macht Kaffee. Yes!

[2] aus #12von12
Mein erstes Obstmandala
 

[3] aus #12von12
„Machst du uns eine DVD an?“
– „Ja, aber wer ist denn uns?!“
„Na die Filly-Pferde wollten unbedingt einen Film 
gucken und haben mich überredet.“ 
 
 [4] aus #12von12
Beim Spielen eingeschlafen…

[5] aus #12von12
Aufbau für’s Konzert
 

[6] aus #12von12
Der Saal ist voll, gleich geht’s los! 
#vorfreude #orchester #sommerkonzert
 

[7] aus #12von12
Das Orchester kurz vor dem Auftritt hinter der Bühne
 
[8] aus #12von12
Weil wir alle den ganzen Tag auf der Bühne standen,  
„kocht“ heute HalloPizza für uns. 

[9] aus #12von12
„Mama! Keine Presse am Wickeltisch!“
#talktothehand 

[10] aus #12von12
Endlich die Füße hochlegen. Was für ein (toller!) Tag!
 

[11] aus #12von12
Da sagt das große Mädchen beim Gute-Nacht-Kuss plötzlich zu mir:
„Weißt du, Mama, leben ist schön.“
– „Wie meinst du das?“
„Na zu leben, das ist einfach toll!“
 

Lieblingstweets Juni

Was wäre ein Monat ohne Lieblingstweets! Heute u.a. mit Verhaltensregeln nach Verlassen der U-Bahn, einem ersten Grundverständnis für Politik, den Gefahren des gemeinen Speiseeises und den Leckerbissen veganer Ernährung. Viel Spaß!

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Best-Of Juni

Ein bisschen spät, aber deswegen nicht weniger spannend: der Insta-Juni 2015.
 Kindertag mit Eiskönigin-Schloss aus Lego.
Und als wir versehentlich Elsas Umhang falschrum „angebaut“ hatten, rief Fiona:

„Hahaha, jetzt hat sie einen Sabberlatz.“

Geburtstagseinladung von einer der besten Kitafreundinnen

Sommertage im Garten, hier:
Abhängen in der Nonomo…zzzz

 
Geburtstagsshirt für die Freundin gepimpt

Nichts zu Essen im Kühlschrank. 
Also gab es Dinonuggets und Smileypommes.
Kommentar des großen Kindes: 
„Du bist die beste Mama der Welt! Danke für das tolle Essen!“
Öhm…

Kofferraum-Tetris nach einem Besuch bei IKEA

Samstag Morgen, das Kind lädt mich zu einer Schildkrötengeburtstagssause ein, 
Arielles „Unter dem Meer“ aus dem CD-Player anderthalb Stunden (!) auf Repeat!
Der Haken? Ich sollte noch Gäste mitbringen. 
#basteln #diy #dankepinterest

Fionas erstes großes Sommerkonzert mit der Melodica

Mamas IKEA-Ausbeute: ein Stoffregal. Es ist Liebe.
1. Elternabend und 2 Tage später Schnuppertag in der zukünftigen Grundschule. 
In einer Klasse mit den Kitafreunden, eine tolle Lehrerin (die ich als Kind schon hatte!) und ein aufgeregtes großes Mädchen, das den Schulbeginn kaum noch abwarten kann. 
 Ist das alles spannend, Mensch!
P.S. Es heißt jetzt übrigens nicht mehr „Muttiheft“, sondern Elternheft. Hahaha.

(noch kurz Hasi-Kuscheln, bevor es zum Probetag in die Schule geht…)
Und auch mal wieder genäht, jetzt wo mich die Stoffe aus dem Schrank so schön anlachen:
an apple a day… 
Schnittmuster: Shirt „My simply summer“ (schaumzucker) und Hose „Frida 2.0“ (das Milchmonster)

Das Sportliche hat sie nicht von mir. Erstes Mal ohne Hilfe Schweinebaumel

Kreative Wochenendbeschäftigung: ein Bügelperlen-Seepferdchen.
Mit der Nadel durch eine Perle, Schnur dran und fertig ist die coole Kette!

Eine Aktion im Juni, die wir uns gut und gerne hätten sparen können.
Was wir in der Notaufnahme gemacht haben, könnt ihr hier nachlesen.
 

Geschwisterplüsch: die beiden Kuschelmädels mit ihren Hasen
#großeliebe
Das schönste Foto aus dem Juni:
die jüngste und die älteste Generation unserer Familie..
Kleines F mit ihrer Uroma. So viel Geschichte in einem Bild.
 
Zitate gibt es natürlich auch wieder.
Fiona ist 5 Jahre und 8 Monate alt.
„Ich mochte Kindertag als Kind immer so gerne.“
– „Tja, Mama, deine Chance mit Kindertag ist vorbei.
Du darfst jetzt nur noch Muttertag feiern.“
„Die anderen Kinder aus meiner Gruppe haben immer so oft Geburtstag!“
– „Das kann nicht sein. Jeder hat nur 1x im Jahr.“
„Doch, doch, die haben öfter.“
Wir spielen ein Kartenspiel namens „Drecksau“.
Nach einer halben Stunde Pause fragt Fiona:
„Können wir jetzt wieder Wilde Sau spielen?“
„Ich gehe mal schon runter, meinen Computer hochfahren.“
– „Wo fährt Papa hin?!“
Auf dem Kindergeburtstag, ein Mädchen wird abgeholt. 
Der Abhol-Papa fragt:
„Wo ist denn Lina?“
Mein Kind:
„Die ist kacken.“
„Ich vergesse immer so viel Wichtiges, Mama.“
– „Was denn zum Beispiel?“
„Weiß ich nicht….. Siehste!“
„Die Post war heute wieder nicht da, Nono.“
– „Hm, bestimmt macht unser Postmann mit bei diesem Streik-Spiel.“
Während Fiona noch über ihren Gips jammert, sehen wir einen kleinen Vogel, 
der scheinbar aus dem Nest gefallen ist.
Fiona begutachtet ihn eine Weile, schaut dann wieder auf ihren Arm und sagt:
„Ok, tot ist schlimmer als Arm gebrochen.“
„Guck mal, das Beet! Da haben wir Erdbeeren gezüchtet!“
„Wer das gemacht hat, war ein cleveres Kerlchen!“
„Was ist denn dein größter Wunsch?“
– „Eine Qualle als Haustier.“

Ich trage das schlafende Baby in der Manduca auf dem Rücken.
Es wacht auf und nörgelt.
Fiona: Ey, Mama, dein Rucksack schreit!

In die Notaufnahme…

Letzten Sonntag habe ich das schlimmste Geräusch meines Lebens gehört:
den panischen, schmerzerfüllten Schrei meines Kindes.

Von vorn:
Am Nachmittag standen wir noch alle gemeinsam auf der Bühne zum Sommerkonzert. Fiona als stolze Instrumentalistin mit ihrer Melodica zum ersten großen Konzert und ich als Dirigentin des Orchesters.
Vorher kann man nicht so richtig essen, durch die Anspannung, ob alles klappt wie geprobt. Aber wir hatten uns hinterher zum gemütlichen Grillen im Garten bei meinen Eltern verabredet, die natürlich auch auf und neben der Bühne zu tun hatten.

Das Konzert hat super geklappt, ich hatte Tränen des Stolzes und der Rührung in den Augen, als ich mein großes Kind so selbstbewusst und souverän auf der Bühne gesehen habe. Mit diesem euphorischen Glücksgefühl fuhren wir zum Grillen.

19 Uhr. Fiona fragte, ob sie kurz rüber zu ihrer Freundin gehen dürfe. Klar. Sie nahm ihr Fahrrad mit.
Das Essen stand fertig gegrillt auf dem Tisch, wir wollten uns gerade setzen. Da hörte ich den schlimmsten Schrei, den ich in meinem ganzen Leben je gehört habe.
Ich bekomme noch heute, eine ganze Woche später, eine Gänsehaut und ein sehr mulmiges Gefühl, wenn ich das aufschreibe.
Es gibt Schreie, bei denen du instinktiv weißt, dass etwas Schlimmes passiert sein muss.
„AAUUUUUUUUUUUU AAAUUUAAA AAAAUUUU!!!!!!!“.

Papa und ich rannten so schnell wie wir konnten zum Gartentor, wo Fiona stand und schrie. Sie schrie so, dass mir jetzt noch Tränen in die Augen steigen, wenn ich nur daran denke.
Meine Eltern haben ein Automatiktor, das durch einen Taster auf der Innenseite bedient wird und dann automatisch öffnet und schließt. Fiona hat ihn schon 1000 Mal bedient. Beim 1001. Mal ist es passiert. Sie hatte die Hand zwischen Pfeiler und Tür (!) gesteckt und auf den Schalter gedrückt. Jedenfalls konnte sie ihre Hand nicht schnell genug herausziehen und wurde zwischen Pfeiler und Tor eingequetscht. Das Tor blieb stehen und blockierte. Ihre Schreie hallen in meinem Kopf nach seit einer Woche. Am Schlimmsten war aber das Gefühl der Hilflosigkeit, als mein Mann und ich versuchten, sie zu befreien, sich das Tor aber keinen Millimeter bewegte!! Kein Stück! Ich rief so laut und panisch um Hilfe, dass sogar die Nachbarn auf die Straße liefen. Mein Kind schrie vor Schmerzen und ich konnte nichts tun! Dieses Ohnmachtsgefühl…so schlimm.
Wenige Sekunden später, die mir wie eine endlose Zeit vorkamen, zogen wir – ich weiß es nicht mehr – zu viert oder fünft an dem schweren Tor, rissen es aus der Verankerung und konnten Fiona befreien. Sie weinte und schrie noch immer, ihr Handgelenk hatte oberflächlich nur leichte Abschürfungen, wurde aber schon dick.

Ohne zu zögern ließen wir das Baby bei meiner Mama, setzten die weinende Fiona mit einem Kühlakku ins Auto und fuhren direkt in die Notaufnahme. Unser Nachbar rief mir noch zu, dass das große Unfallkrankenhaus immer sehr voll sei und wir es lieber im „Wald-und-Wiesen“-Krankenhaus versuchen sollten (ein liebevoller Spitzname für das kleine Krankenhaus, in dem vor vielen Jahren ich selbst und 2014 auch Felicia zur Welt kam). Ich fuhr schneller als ich durfte und wurde wütend, wenn Sonntagsfahrer auf der Suche nach einem Parkplatz langsam fuhren und nicht blinken konnten. Ich bin eigentlich kein aggressiver Autofahrer, stand aber wohl irgendwie unter Schock. Das Kind auf dem Rücksitz jammerte, „Auuu, es tut soo weh!!“.

In der Einfahrt zum Krankenhaus sagte der Pförtner schon, wie voll die Rettungsstelle heute sei. Drinnen angelangt, lasen wir auch, weshalb: das Pflegepersonal der Charité streike, deswegen herrsche Ausnahmezustand in den Rettungsstellen der Krankenhäuser und man möge die langen Wartezeiten entschuldigen. Papa trug die weinende Fiona auf dem Arm in die Notaufnahme.
Auf den Gängen standen Betten mit Patienten, alle Räume waren als Wartezimmer umfunktioniert worden, Menschen saßen, standen und lagen, wohin das Auge reichte und ständig kamen Sanitäter mit neuen Patienten aus dem Rettungswagen. Zuerst saßen wir noch zu dritt auf zwei Stühlen in der Anmeldung und hatten beide mit den Tränen zu kämpfen. Dann hieß es, nur einer könne mit dem Kind warten, der andere müsse im Wartebereich vor der Notaufnahme Platz nehmen.
Ich wurde mit der noch immer schluchzenden Fiona in einen abgedunkelten Raum geführt, in dem zwei Betten und ein Stuhl standen. Beide Betten waren belegt mit Menschen am Tropf und deren Begleitung. Ich nahm Fiona auf den Schoß, setzte mich auf den Stuhl und hoffte, dass wir nicht bis Mitternacht würden warten müssen…

Auf dem Gang liefen ständig Krankenpfleger und Ärzte vorbei, warfen einen kurzen Blick in das Zimmer und gingen hektisch weiter. Leise und ruhig erklärte ich Fiona alles, was ich noch aus dem Biologieunterricht behalten hatte zum Thema Knochen. Ich zeigte ihr, wo Handwurzel-, Mittelhand- und Fingerknochen sind und ließ sie raten, welcher der fünf Finger nur 2 statt 3 Fingerglieder hat. Ich flüsterte die ganze Zeit mit ihr, nicht nur um sie, sondern auch mich selbst zu beruhigen. Nach etwa 20min blieb ein junger Arzt an unserem „Wartezimmer“ stehen, sah das kleine geknickte Mädchen auf meinem Schoß, nickte seitlich mit dem Kopf und sagte „Kommen Sie mal mit“. 3 Kreuze!!!

Nach kurzer Begutachtung der Hand (ein bisschen geschwollen und minimal abgeschürfte Haut) schickte er uns sicherheitshalber in die Nachbarabteilung zum Röntgen. Warten mussten wir zwar an allen „Stellen“, aber glücklicherweise nicht so lange. Bilder wurden gemacht, wir nahmen wieder in unserem dunklen Wartezimmer Platz und wurden kurz darauf von einem netten Pfleger abgeholt, der uns direkt ins „Gipszimmer“ brachte.
Die Röntgenbilder hatten einen glatten Bruch gezeigt, kurz hinter dem Handgelenk an der Speiche.
Shit!

Ich hielt die Familie (meinen Mann vor der Rettungsstelle und meine Mama zu Hause) per whatsapp auf dem Laufenden, während Pfleger Vincent im grünen Kittel Witze mit Fiona machte und ihr so die Angst nahm: „Guck mal, erst eine Schicht Watte, dann Krepppapier…ist fast wie Basteln!“. Sie suchte sich einen roten Verband aus, erklärte, wen sie alles darauf unterschreiben lassen würde, und hatte den ersten Schreck mit dem frisch eingegipsten Arm scheinbar schon überwunden.

Wir bekamen Bilder und Arztbericht mit, nahmen unseren emotional ebenso angeknacksten Papa und fuhren wieder zu meinen Eltern.
Dort sammelten wir das satte (und glücklicherweise zufriedene) Baby ein und berichteten kurz, bevor es nach Hause ging. Papa räumte freiwillig das Feld und ließ Fiona in seinem Bett schlafen. Ich war unendlich müde und hellwach zugleich, konnte kein Auge zumachen bis weit nach Mitternacht, Papa im Wohnzimmer auf der Couch erging es ähnlich. Fiona wachte mehrmals auf, weinte und rief im Schlaf: „Aua! Aua! Nein!“. Wie man da als Eltern leidet, brauche ich wohl nicht extra erwähnen.
@Endwinterwunder schrieb auf twitter: „Kinderschreie machen Beulen in Elternseelen.“

Während ich also mitten in der Nacht meine „Beulen“ kühlte, wurde auch das Baby ungewöhnlich oft wach, hat vermutlich mein Adrenalin mit der Muttermilch übergeholfen bekommen…
Am nächsten Morgen sollten wir direkt zum Chirurgen. Der relativierte die verordneten 6 Wochen und sagte, er würde nach 8 Tagen den Gips entfernen und dann entscheiden, ob erneut gegipst wird oder ggf. eine Schiene reicht. Inzwischen ist eine Woche vorbei und der Gips hat schon ganz schön gelitten. Nicht nur, dass ausgerechnet jetzt der Sommer angekommen ist und schweißtreibende 40°C mitgebracht hat. Zusätzlich dazu steckt bestimmt schon jede Menge Sand aus dem Kindergarten drin und baden gegangen ist er auch schon versehentlich, als die drübergebundene Tüte geplatzt ist. Und wie wir so standen und den Gips föhnten, waren wir alle sehr froh, dass er in ein paar Tagen erstmal ab kommt…

Das ist wohl eine der nicht so schönen Erfahrungen, die zum Elternsein dazu gehört. Ich jedenfalls bin im Gegensatz zur kleinen Patientin immer noch ein bisschen mitgenommen und „emotional inkontinent“, wie es Andrea Harmonika mal so schön genannt hat.

Habt ihr auch schon Momente erlebt, in denen euer Herz vor Schreck stehen geblieben ist?