10 Anzeichen, dass ich auf die 30 zugehe…

Vor ein paar Tagen, als ich arglos durch Facebook surfte, traf mich die „zielgruppenorientierte Werbung“ mitten ins Gesicht: ein Artikel mit der Überschrift „34 Anzeichen dafür, dass du auf die 30 zugehst“. Örgs!
Auf ein Mal stand sie da, diese große Zahl. Ich weiß, einige von euch werden jetzt lächeln und mir jungem Hüpfer zuversichtlich über den Kopf streicheln wollen, in Anbetracht der Tatsache, dass es noch viel größere Zahlen gibt. The best is yet to come… Aber ein kleiner Schreck ist es doch, wenn einem bewusst (gemacht) wird, dass ein neuer Lebensabschnitt bevorsteht, zumindest zahlentechnisch. Der Eintritt in die Twenties ist ja noch absolut cool, endlich kein Teenie mehr, der man ja auch volljährig mit 18 und 19 laut Definition immer noch ist. 20 ist jung, wild, aufregend, studierend, verliebt und schmeckt nach viel zu süßem Rotwein. 30 ist irgendwie…angekommen.
Sicher kann man nie vorher sagen, wie das eigene Leben in ein paar Jahren aussehen wird, aber wenn ich heute 5 Jahre in die Zukunft denke, kann ich mir in etwa vorstellen, wie das sein könnte. Das konnte ich mit Anfang 20 nicht. Vermutlich hat mich die Werbung so kalt erwischt, weil ich mich selber noch nicht mit der neuen Zahl konfrontiert habe. Immerhin sind bis zum runden Geburtstag noch 1,5 Jahre Zeit!
Den eigentlichen Artikel habe ich gar nicht gelesen, weil er so viele Werbebanner enthielt, dass ich den Wald vor lauter Bäumen nicht gesehen habe. Allerdings habe ich mir selber mal Gedanken zu dem Thema gemacht.

Wolfgang Weichenmeier  / pixelio.de

Meine Anzeichen, dass die 30 nicht mehr ganz so weit weg ist:

10. Ein perfektes Wochenende besteht aus zu Hause sein und Grillen.
9. Im Gegensatz zu früher bin ich heute froh, wenn auf meinem Shirt oder meiner Hose nur kleine Brei-/Keks-/Schokoladenflecken sind und stufe es als „noch tragbar“ ein. 
8. Isch habe Rücken! Nein, mal im Ernst: Rücken- oder Nackenschmerzen, nachdem man eine Nacht lang komisch gelegen hat, kannte ich bis vor Kurzem nicht. Da schleppt man sich morgens schief und krumm aus dem Bett, fühlt sich wie 90 und merkt dann: ach, da winkt nur die Dreißig…
7. Mein früherer Albtraum ist zu einer meiner liebsten Beschäftigungen geworden: Stoffläden plündern. Noch vor wenigen Jahren hätten mich keine 10 Pferde freiwillig in so ein Geschäft bekommen (boring!) und ich konnte über „die Alten“ nur den Kopf schütteln. Inzwischen könnte ich in Anbetracht meiner Vorräte fast selber einen Laden eröffnen…
6. Wo früher ein bisschen Make-Up, Kajal und Mascara nicht fehlen durften, heißt heute die unverzichtbare Wunderwaffe: Concealer. Was für eine wunderbare Erfindung.
5. Wenn ich einkaufen gehe, um mir eine Freude zu machen, komme ich (wie früher!) mit vielen vollen Tüten zurück. Nur mit dem winzigen Unterschied, dass sich darin 4 Kindershirts, 3 Kleidchen, 2 Sommerhosen, eine bunte Jacke, Bodies, Mützchen, Drache-Kokosnuss-Hörspiele und Socken in Größe 30 und 22 befinden. Witzig: die Freude darüber ist mindestens genauso, als hätte ich für mich selber eingekauft.
4. Man bittet den Friseur seines Vertrauens, nach grauen Haaren zu suchen, sofern man noch nicht selber welche entdeckt hat. Meine Haare jedenfalls gehen noch nicht auf die 30 zu. Immerhin!
3. Bei Werbung für eine ü30-Party denke ich nicht mehr zwangsläufig an Rentnertanz.
2. Man schätzt vollumfänglich den enormen Wert einer Waschmaschine, eines Geschirrspülers und eines Wäschetrockners.
1. In unserem Haus wohnen 2 kleine Menschen, die mich Mama nennen und von denen einer sogar schon dieses Jahr eingeschult wird. Da kann man dann ruhig ganz gelassen und stressfrei in anderthalb Jahren 30 werden. Oder?
Und woran merkt bzw. habt ihr gemerkt, dass ihr auf einen „neuen Zehner“ zugeht?
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Autor: Mama 2.0

stoffverliebte 2fach-Mama, Berlinerin, iphoneaddict, Musikpädagogin. Liebt buntes Klebeband, geistige Herausforderungen und hat sich den Blick für das Schöne bewahrt. Happiness is not a destination, it is a way of life. Glas ist halbvoll und so, wa?

6 Kommentare zu „10 Anzeichen, dass ich auf die 30 zugehe…“

  1. Punkt 8, 5, 2 kannst du gefahrlos mit in die anderen Dekaden nehmen!
    Ich persönlich habe mir solche Gedanken bisher nicht gemacht….irgwndwie bin ich 30 und 40 geworden und erreiche in diesem Jahrzehnt die 50 … bis auf die üblichen Zipperlein wird es immer besser, kannste glauben! LG Jeannette

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  2. Woran ich das bemerkt habe???

    Das war letztes Jahr als ich aushilfsweise einen Tag pro Woche in einer Gyn-Praxis gearbeitet habe und mich beim Akten wegsortieren gefragt habe was Mädels Jahrgang 98/99 denn schon beim Gyn wollen, das sind doch noch Kinder. Meine Große ist schließlich auch Jahrgang 99. Und dann fiel mir mit Schrecken auf dass sie ja auch schon 15 ist und dass das durchaus ein legitimes Alter ist um schon mal zum Gyn zu gehen und ggf. über Verhütung nachzudenken. Ach du Sch… ich werde alt!
    Aber eigentlich sehe ich es recht locker dass ich nächstes Jahr auf die 40 treffe 🙂

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