Schönheitsideal im Spielzeugregal

Kennzeichnungspflicht: dieser Beitrag enthält Werbung, spiegelt aber zu 100% meine eigene Meinung wider.

Wenn ich als Noch-Nicht-Mama mal durch eine Spielzeugabteilung geschlendert bin, habe ich zwar das enorme Angebot wahrgenommen, mir aber keine Gedanken zu den Dingen gemacht, die ich da im Regal gesehen habe. Das ändert sich grundlegend, wenn man Kinder hat.
Es gibt so viele schöne und pädagogisch wertvolle Spielzeuge, leider auch genügend nervtötende Staubfänger, denen irgendwann ganz „plötzlich“ der Saft ausgeht und deren Batterien man auch nicht nachkaufen kann, wie schade… Versuch macht auch in diesem Fall klug und jetzt weiß ich zumindest beim zweiten Kind, was es dieses Mal nicht gibt (ganz davon abgesehen, dass von Nummer 1 ein ausreichender Bestand vorhanden ist *hüstel*). Ich erinnere mich da mit Grauen an ein singendes Hündchen mit gewöhnungsbedürftigen Reimen („Der rote Apfel schmeckt ganz formidabel“ – äh?)… Neben den klassischen Lernspielzeugen und einer Horde Kuscheltiere ziehen in einem Mädchenhaushalt auch irgendwann unvermeidlich Puppen und Barbies ein.

Ungeschminkt ist nur Babybauch-Steffi Love ganz hinten, aber kein Wunder, die ist ja auch Mutter, haha

Aber habt ihr euch so eine richtige Barbie schon mal genauer angeguckt?
Stark geschminkte Augen und Lippen, große Brüste, Wespentaillie, Maße 99 – 46 – 84 (BMI 16 = Magersucht!) und Spitzfüße, die nur gut in Hackenschuhe passen.

In einem Artikel auf t-online.de war mal zu lesen, dass Barbie ein unnatürliches und unerreichbares Körperbild vermittle und dass Frauenrechtlerinnen und Pädagogen befürchten, die Puppe könne negativen Einfluss auf Mädchen und ihr Verhältnis zum eigenen Körper haben.

Wäre Barbie eine echte Frau, würde sie u.a. schlecht Luft kriegen, sie wäre unfruchtbar, hätte Osteoporose, Bandscheibenprobleme, müsste auf allen Vieren kriechen und könnte aufgrund des schmalen Halses nicht mal ihren Kopf heben.
Vielleicht ist der negative Einfluss auf kleine Mädchen ja ein bisschen weit hergeholt, immerhin hatten wir alle Barbies, aber unabhängig davon und rein objektiv betrachtet ist das schon ein seltsames Wesen, was wir unseren kleinen Mädchen da zum Spielen in die Hand drücken oder?

Vor einiger Zeit kursierte auf Facebook ein Video von einer jungen Frau, die es sich zur Aufgabe gemacht hat, die stark und fast bis zur Hässlichkeit geschminkten Bratz-Puppen „abzuschminken“ und sie kindgerecht umzugestalten. Wirklich beeindruckend und unglaublich, wie viele Clicks und positive Kommentare dieses Video bekommen hat. Hier könnt ihr die Verwandlung bestaunen:

Als mich kurz darauf über Griffiths Consulting die Anfrage erreichte, ob wir „Lottie“ aus dem Hause Arklu ausprobieren möchten, zögerte ich nicht lange.

Wer ist Lottie?
Die Puppe Lottie wird in Deutschland, Österreich und der Schweiz über HCM Kinzel vertrieben, ist 18cm groß und sieht aus wie ein ganz normales, etwa 9-jähriges Mädchen: sie ist nicht geschminkt, hat keine Brüste, trägt nicht Glitzerkleidchen und High Heels, sondern ein süßes Shirt mit Motivflicken, Jacke mit Knöpfchen, Cordrock, Ringelstrumpfhose, Öhrchen-Mütze, Schal und Stiefelchen, auf denen sie sogar alleine stehen kann (Nimm das, Barbie!). Die Puppe wurde in Zusammenarbeit mit Wissenschaftlern und Ernährungsexperten entwickelt und soll Kinder ermutigen, sie selbst zu sein, anstatt ein unrealistisches und sexualisiertes Frauenbild zu vermitteln.
Die mutige Abenteurerin Lottie kommt z.B. als Piratendame, Schmetterlingsmädchen oder Balletttänzerin daher und ist dank ihrer kindlichen Proportionen und der handlichen Größe eine wahre Bereicherung im Spielzeugregal. Fiona hat sich Blätter-im-Herbst-Lottie ausgesucht, die man am Liebsten sofort mit raus in den Garten nehmen möchte. Ihr Gesicht sieht aus, als würde sie sagen: „Komm, lass uns spielen!“

Ich kann verstehen, dass sie bereits 19 internationale Auszeichnungen gewonnen hat, denn Lottie macht einfach Spaß! Sie kann im Gegensatz zur Barbie die Knie einknicken und sogar die Beine spreizen, ohne dass man gleich einen Totalschaden mit Hüftdysplasie in der Hand hält. Ich finde, Lottie ist eine tolle Alternative und speziell für kleine Kinderhände auch wesentlich besser geeignet. Hätte ich früher von ihr erfahren, gäbe es bei uns wohl mehr Lotties und weniger Barbies im Schrank!
Wenn das „kleine F“ alt genug ist, wird sie auf jeden Fall eine eigene Lottie bekommen und vielleicht können die Barbies aus dem Bestand ja mal längere Zeit in den Urlaub fahren. Ins Kellerland oder so 😉

Auch wenn ich finde, dass in die „sexualisierte Puppe“, die zu Hauf in deutschen Kinderzimmern vertreten ist, ein bisschen zu viel hineininterpretiert wird, glaube ich dennoch, dass die Idee hinter Lottie Zukunft hat und ein kleiner Schritt in die Richtung ist, dass Kinder einfach wieder länger und selbstverständlicher Kinder bleiben können. Schaden kann es jedenfalls nicht.
Lottie bekommt ihr übrigens für etwa 20€, z.B. über amazon oder direkt im Shop von HCM Kinzel.

Kanntet ihr Lottie bereits? Falls nicht, wie gefällt sie euch?
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Du bist ich – oder nicht?

Vor ein paar Tagen in der Kita, Elternabend auf winzigen Stühlen:

ich kannte bisher nur die Kinder, weil wir noch nicht so lange in dieser Kita sind. Als die Eltern nach und nach den Raum betraten, musste ich grinsen. 
…das ist bestimmt die Mama von Moritz, und dahinten sitzen die Eltern von Emma, die ist ihnen ja wie aus dem Gesicht geschnitten. Und Oscar kann seine Eltern auch nicht leugnen… Gesichtermemory! Es war so witzig – ich konnte jedem der 14 Kinder (die an diesem Abend natürlich nicht dabei waren) die passenden Eltern zuordnen, wie sich später im Gespräch herausgestellt hat. Aber können auch andere mir mein Kind eindeutig ansehen??

Seien wir mal ehrlich: jeder ist doch stolz, wenn er sich selbst in seinen Kindern wiedererkennt, oder?
Vermutlich ist das von Seiten der Natur so eingerichtet, schließlich ist ja das Erhalten der eigenen Art irgendwo tief und unwiderruflich ins Stammhirn programmiert. Nicht umsonst hält sich hartnäckig das Ammenmärchen, Babys sähen in den ersten Tagen oft dem Vater ähnlich, damit bei genau dem der Beschützerinstinkt angeht und er direkt sehen kann: Ich habe Feuer gemacht.

Beim kleinen F lässt sich noch nicht so viel sagen, außer, dass sie ihrer Schwester unglaublich ähnlich sieht und sogar ich bei Babybildern zwei Mal hingucken muss, welches meiner Kinder da zahnlos grinst. Auch die Erzieherinnen in der Kita staunen jedes Mal beim Blick in den Wagen über die eindeutige Familienzugehörigkeit.

Als es im Bio-Unterricht um Genetik ging und die Mendelschen Erbsenversuche durchgenommen wurden, war ich schon völlig fasziniert von der Thematik Vererbung. Es hieß, braune Augen setzen sich dominant durch, genau wie Locken. Ich erwartete 2009 also mein erstes Kind, ein braunaugiges Löckchen. Nun ja. Blonde glatte Haare und strahlend blaue Augen sind es geworden. Felicias Augen sind noch blau (kann sich noch ändern) und Haare sind noch zu wenig, um etwas dazu sagen zu können. Eigentlich müsste man viele viele Kinder bekommen, weil allein die Genetik so spannend ist!

Beim Stöbern in alten Fotos für diesen Blogpost bin ich fast erschrocken über die ernorme Ähnlichkeit im Gesicht zwischen meiner Tochter und mir als Kind. Augenpartie, Gesichtsform und Mund sind eindeutig, das ist Mama noch mal, oder?

Natürlich möchte man keine identische Kopie von sich selber, das wäre ja langweilig: ich freue mich, wenn ich beobachte, was sie gut kann und vor allem, was sie jetzt schon besser beherrscht, als ich jemals! Fiona ist z.B. sehr sportlich, was ich nie war, und kann tauchen, ohne sich die Nase zuzuhalten 🙂
Dennoch entdecke ich mich nicht nur in ihrem Gesicht, sondern auch in ihren Eigenschaften wieder. Sie ist sehr sehr ehrgeizig und wahnsinnig begeisterungsfähig, dass es eine wahre Freude ist, ihr etwas beizubringen! Andererseits kriegt sie auch leicht „einen Bock“ und kann schlecht damit umgehen, wenn etwas nicht so läuft, wie sie es sich vorgestellt hat oder wenn sie etwas (noch) nicht kann. Drama, Baby! (Mein erstes Fahrrad sei in die Ecke geflogen, als es nicht sofort klappte. Genauso das erste Akkordeon, heißt es! Oh oh…Ich glaube ja, das sind alles nur Gerüchte :p)

Genau wie ich als Kind möchte Fiona später gerne Ärztin werden. Obwohl sie sehr gesellig und wahrlich nicht kontaktscheu ist, beschäftigt sie sich auch viel (und gerne) für sich allein und ist dann völlig versunken in ihr Spiel. Same here, bis heute bei mir!
Ich bin früher nicht so gerne in den Schulhort gegangen, sondern war am Liebsten nachmittags zu Hause im Garten. Fiona dagegen freut sich, wenn sie „unter Menschen“ ist und vor allem: sie b-a-s-t-e-l-t gerne! Wenn ich in meiner Grundschulzeit dann doch mal im Hort war und es hieß, alle kommen rein, jetzt wird gebastelt (früher war noch nicht: möchtest du lieber A machen? oder B? oder C, D, E? Oder nichts?) , stand mir schon der Angstschweiß auf der Stirn. Eine Schere – uaaaaahhhh! Heute habe ich meine Bastelphobie überwunden und sie ins Gegenteil verkehrt, nicht zuletzt dank Hilfe der Tollabox 🙂

Richtig gespannt war ich, wie sich das ständige Umgebensein von Musik auswirken würde. Immerhin habe ich während des letzten Semesters meines Studiums täglich mehrere Stunden für meine Akkordeon-Abschlussprüfung geübt, mit Fiona im Bauch. Auch nach der Geburt ging es fast nahtlos weiter: musikalische Früherziehung, zu der ich sie als mein „Anschauungsobjekt“ mitgenommen habe und regelmäßige Konzerte und Konzertreisen, bei denen sie dabei war, weil die ganze Familie involviert ist. Bei einem Wettbewerb in Irland, sie war zweieinhalb, hat sie sich einfach auf die Stühle im Publikum gelegt und geschlafen, während ein großes Orchester mit Pauken und Trompeten seinen Beitrag dargeboten hat. Eine tolle Fähigkeit!
Schon früh hat Fiona mit allem Musik gemacht, was sie finden konnte (und in dieser Hinsicht ist mein Arbeitszimmer sehr ergiebig, wie ihr euch vorstellen könnt) und lernt inzwischen seit 1 Jahr Melodica in einer meiner Gruppen, ein Tasteninstrument für den Anfängerunterricht. Sie gehört zu den Besten und es macht mich unglaublich stolz, zu sehen, dass sie unsere Begeisterung für die Musik teilt. Hoffentlich erhält sie sich den Spaß und die Freude am Musikmachen noch ganz, ganz lange!

Und wie ist das bei euch? Kann man euch eure Kinder im Gesichtermemory eindeutig zuordnen? Erkennt ihr euch in euren Kindern oder eigenen Eltern wieder?
Ich bin gespannt auf eure Kommentare!

Das ist mein Beitrag zur Blogparade von Mama on the rocks, #DubistIch.

Zähneputzen 2.0?

Die Blogparade zum Thema Zähneputzen #DailyRoutine, zu der Frau Mutter in Kooperation mit Elmex aufgerufen hat, könnte ich auch unter den von vielen Bloggern kürzlich geschriebenen Beiträgen zum Thema „Geschichten vom Scheitern“ einsortieren. Zähne putzen ist ein heikles Thema, und das, obwohl mein Onkel Zahnarzt ist! Da ich keinen ultimativen Tipp fürs Gelingen des morgendlichen und abendlichen Rituals beisteuern kann, verrate ich euch an dieser Stelle stattdessen, wie es bei uns jedenfalls schon mal nicht oder nur bedingt geklappt hat. Here we go.

Zahnputzsanduhr
Nach 2 Probedurchläufen hatte sich das mit der niedlichen Sanduhr erledigt. „Mit Sanduhr putzen mag ich nicht“ als Synonym für „2 min dauern mir viel zu lange“.

Zahnbürste selber aussuchen
Wir hatten sie alle: pinke Pferde mit Borstenkopf, Froschbürsten mit Saugnäpfen, reisetaugliche Haie mit Fischkappen, Löwen mit bunten Borsten, Affen, Biene Majas, Arielles, Piraten und Wikinger. Der Reiz besteht jedes Mal nur solange, wie die Zahnbürste noch nicht bezahlt ist. Anschließend ist Putzen mit Maja genauso doof wie sonst auch.
„Muss ich heute Abend Zähne putzen?“ – „Ja, du musst.“

Elektrische Kinder-Zahnbürste
Nach dieser Anschaffung dachte ich tatsächlich, wir seien zahnputztechnisch über den Berg. Die Vorfreude auf das Putzen hielt aber nur genau 3 Tage. Manko: ob das Kind tatsächlich putzt oder nicht ist schlechter nachzuvollziehen, wenn man nicht direkt daneben steht. Eine elektrische Bürste kann man auch etwa 1 min lang an einen einzigen Zahn halten und währenddessen statt zu putzen lieber mit Playmobilfiguren im Waschbecken spielen. Bei einer „Analogbürste“ fällt es auf, wenn das Putzgeräusch fehlt…

Lieder singen
Als Musikpädagogin bin ich ja geradezu prädestiniert für das Erfinden von albernen Zahnputzliedern. Sowohl in der musikalischen Früherziehung als auch im heimischen Badezimmer habe ich genau das getan, mit zumindest im privaten Bereich eher mäßigem Erfolg. Gut, die Musikkids liebten es, im Unterricht mit ihren Fingern so zu tun als ob sie putzten, aber bis abends war auch das bei den meisten wohl wieder vergessen. Als ich ein Mal zu Hause erklärte, das Kind müsse solange putzen wie ich singe, erhielt ich von meiner schlagfertigen Tochter die schaumige Antwort: „Gu fingft viel fu langfam, Mama!“ Tja nun. (Solange die dicke Frau singt, ist die Oper noch nicht zu Ende…)
Wer es trotzdem probieren möchte, hier mein Text auf die Melodie von „Bruder Jacob“:

Zähne putzen, Zähne putzen, 
das muss sein, das muss sein!
Mach ein Mal den Mund auf, mach ein Mal den Mund auf:
so ist’s fein, so ist’s fein!
Zähne putzen, Zähne putzen, 
das muss sein, das muss sein!
Denn sie wollen weiße, denn sie wollen weiße
Zähne sein, Zähne sein!

Zähne putzen, Zähne putzen, 
das muss sein, das muss sein!
Karius und Baktus, Karius und Baktus:
ich sag „nein!“, ich sag „nein!“.

Mit Puppe putzen
„Erst putzt du „deinem Baby“ die Zähne und danach deine, okay?“
– „Mein Baby möchte heute nicht Zähne putzen. Ich bin die Mama, ich erlaube es.“
Möööp.

Blinkende Bürste
Als Eltern klammert man sich ja an jeden Strohhalm, wenn es um den Versuch geht, den Kindern etwas Unliebsames schmackhaft zu machen. Mein letzter begegnete mir in der Apotheke, wo sie leuchtende Kinderzahnbürsten zu medikamentösen Preisen anboten. Das Prinzip ist so simpel wie genial: die Bürste hat unten einen Knopf, den man drückt, wenn man mit dem Putzen beginnt. So lange das coole Teil discomäßig blinkt, muss man putzen. „Boah, danke Mama, die ist ja cool! Darf ich die gleich ausprobieren?“ Während ich mir innerlich selbst High Five gab, war das Kind schon mit der Bürste verschwunden, allerdings nicht im Bad. Diese Tatsache hätte mich stutzig machen sollen! Sie probierte tatsächlich aus, aber nur das Blinklicht, ohne Putzen. Nach wenigen Tagen war die Batterie leer und das clevere Kind kam zu dem Schluss: „Wenn es blinkt, muss man putzen. Wenn es gar nicht mehr blinkt, muss man gar nicht mehr putzen“. Klarer Sieg durch Argumente, denn „nachladen“ kann man sie nicht und für 3 Tage Zahnputzspaß ist sie doch ein bisschen teuer…

Leckere Zahnpasta
Es gab mal eine Zeit, da war die richtige Zahnpasta enorm wichtig. Kaugummi- und Pfefferminzgeschmack gingen gar nicht, Erdbeer musste es sein, ausschließlich. Aus Angst, out of strawberrys zu geraten, schickte ich meinen Mann also „Putzi Erdbeer“ besorgen, obwohl gerade keine Putzi Erdbeersaison gewesen zu sein schien. Er klapperte sämtliche Drogerien ab um schlussendlich erfolgreich mit einem Haufen Tuben zurückzukommen. Wenige Tage später (und ganz sicher nur in Anbetracht der verfügbaren Menge) waren Erdbeeren plötzlich doch nicht mehr so lecker und seitdem sitzen tubenweise zweizahnige Hamster (?) mit rotem Iro in unserem Badezimmerschrank. Vielleicht kommt sie ja noch beim zweiten Kind, Putzis große Stunde.

Apps
Zähneputzen 2.0: es gibt da eine App namens „Disney Magic Timer“, kostenlos. Man verfügt da über ein virtuelles Stickeralbum und bekommt bei jedem Putzen ein Bild, das anfangs komplett mit Schaum bedeckt ist. Während man putzt, spielt die App eine Melodie (argh) und es putzt gleichzeitig eine Zahnbürste über den Bildschirm und macht so in 2min Stück für Stück das versteckte Disney-Bild sichtbar. Nach Ablauf der Zeit klingelt die App, es gibt ein Feuerwerk auf dem Bildschirm und der freigeputzte Sticker wandert ins Album. Wie bei so Vielem gibt es aber auch bei dieser App einen winzigen Haken: (ich glaube, es war) oral-b möchte auch etwas dabei verdienen. Man hat nun also die Möglichkeit, gekaufte Produkte von oral-b mit Disneymotiv einzuscannen, um z.B. Arielle- oder Cinderella-Sticker freiputzen zu können und nicht immer nur Winnie Pooh (ohne Scan). Die Marketingstrategie ist bei uns voll auf gegangen: wir kauften eine Ariellebürste und scannten….und scannten…und scannten. Und wenn sie nicht gestorben sind, …. Das Einscannen funktionierte im Anleitungsvideo blitzschnell und wunderbar, in der Realität leider nur an einem von 5 Tagen. Ich hielt das iPad gefühlte 15min von oben, unten, links und rechts, mit hellem Licht, mit dunklem Licht, mit Taschenlampe und Handyscheinwerfer unter die Tablet-Kamera und meistens passierte: genau, überhaupt nichts. Deswegen gaben wir es irgendwann entnervt auf. Dennoch ist es die Zahnputz-Lösung, die bei uns am Ehesten gefruchtet hat.

Was übrigens gerade funktioniert (sie ist 5,5 Jahre alt), ist ihr Gedanke, dass vielleicht endlich ein Zahn anfängt zu wackeln, wenn man lange genug putzt. Ich habe beschlossen, vorerst nichts dazu zu sagen. Der Zweck heiligt ja bekanntlich die Mittel! Und bis September klammere ich mich an die Empfehlung von Zahnärzten, wonach Eltern bis zum Schuleintritt grundsätzlich noch mal nachputzen sollten. Und ab Herbst wird garantiert alles anders 😉

Habt ihr den ultimativen Tipp? Oder macht man es vielleicht als Erwachsener auch nicht unbedingt gerne, aber eben konsequent, weil es nun mal sein muss?
Ich freue mich auf eure Erfahrungen!

Dinge, die mich glücklich machen

Als ich in der Grundschule war, besaß ich ein Poesiealbum, in das meine Mama schrieb:
„Glück ist das Einzige, was sich verdoppelt, wenn man es teilt“. (Albert Schweitzer)
In diesem Sinne möchte ich meines gerne mit euch teilen:

Glücklich macht mich…

…wenn ich nachts meine große Tochter zudecke und ihr einen Moment beim Schlafen zusehe.
…ein Essen mit Messer und Gabel zu mir zunehmen, während das Baby zufrieden in seinem Wipper wippt.
…wenn sich Leser die Zeit nehmen, einen Blogbeitrag zu kommentieren. Das schönste Lob!
…ein perfekter Latte Macchiato!
…wenn der Postmann klingelt und ein Paket für mich hat (da ist sie dann wieder, diese kindliche Vorweihnachtsfreude)
…wenn ich einen Moment Zeit zum Nähen finde und den Kindern bunte Unikate zaubern kann.
…mit Freunden Musik zu machen und uns auf das World Music Festival 2016 vorzubereiten (Orchesterwettbewerb).
…an Urlaub zu denken und ihn zu planen.
…die Aufgeregtheit und Vorfreude auf die Einschulung aus Mama-Perspektive zu erleben.
…wenn man den Sommer schon ein bisschen spüren kann und zum ersten Mal im Jahr die Sonnenbrille rausholen muss.
…wenn ich beim Entwicklungsgespräch in der Kita höre, dass meine Tochter eine Bereicherung für die Gruppe ist.
…Grillgeruch am Samstag Abend.
…ein Gute-Laune-Lied im Radio, z.B. derzeit „Alle Bande Becks“ (All about that bass), „Geronimo“ oder „Shake it off“.
…ausgelassen mit dem Großkind zu „Hoppelhase Hans“ durchs Wohnzimmer zu tanzen.
…der gedeckte Kirschkuchen von meiner Oma
…wenn mich kleine Arme so fest drücken, dass mir fast die Luft weg bleibt. 
…das kleine Mädchen unter dem Flugzeug-Mobile vergnügt quietschen zu hören.
…wenn Fiona auf „Träum süß von sauren Gurken“ jedes Mal erwidert: „Träum süß von süßem Käse“ und dabei aus vollstem Halse lacht.
…mich in meinen Kindern wiederzuerkennen.
…wenn das Babymädchen von einem Ohr zum anderen strahlt, wenn es mich „Guten Morgen, Frau Holle“ rufen hört.
…wenn ich aus einer guten Unterrichtsstunde komme und merke, wie viel Spaß meine Schüler hatten.
…wenn das Tochterkind mir aufgeregt und mit wichtigem Blick erzählt, was es am Tag erlebt hat.
und:
…wenn ich abends todmüde auf der Couch sitze, die Kinder eingeschlafen sind und sich das Leben einfach so richtig anfühlt.

Dieser Post ist mein Beitrag zur Glücks-Blogparade von Jessi (feiersun). Eigentlich sollten es 10 Dinge werden, die mich glücklich machen, ist eine griffigere Überschrift. War aber beim Schreiben irgendwie ein Selbstläufer und das Glück wurde immer mehr… Ich glaube, das Geheimnis ist es, jeden Tag etwas zu finden, was einen glücklich macht oder gemacht hat und diese kleinen Inseln im Alltag zu genießen. Denn während man auf das große Glück wartet, verpasst man ja bekanntlich die vielen Kleinen on the way.

Habt ihr euch in der Liste wiedergefunden? Oder was macht euch aktuell glücklich?

12 von 12 – April 2015

Die Challenge?
Am Monatszwölften 12 Bilder des Tages zeigen. Mehr gibt’s übrigens bei Draußen nur Kännchen.
Dieses Mal nehme ich euch mit auf unseren Familiensonntag.

 [1] aus #12von12:
Kind hat Kaffee gemacht und ruft aufgeregt:
„Mama!! Da ist ein Schmetterling in der Tasse!“
#pareidoliaproject

  [2] aus #12von12:
Mädelskuscheln im Pyjama
#mygirls #mama #love

 [3] aus #12von12:
Jeder malt auf, was er heute gerne sehen möchte…
#lifewithkids #sonntagsausflug #tiere
 [4] aus #12von12:
mit Tragling und Bollerwagenkind im 
#tierpark #berlin #sunny #spring
  [5] aus #12von12:
„Mama, Neeeemooooo!!!“
#tierpark #aquarium #clownfisch #nemo
 

 [6] aus #12von12:
Zu lustig, um ihn euch vorzuenthalten. Darf ich vorstellen? Das Vierauge.
#tierpark #berlin #fisch #sonntagsausflug

 [7] aus #12von12:
Auf ein spätes Frühstück folgt ein spätes Mittag-/Abendessen:
Lachs, Reis, Mischgemüse #instafood

 [8] aus #12von12:
Das vormittags verpasste Sonntagsprogramm nachholen:
Sendung mit der Maus!
#lifewithkids #sonntag #tv #chillenaufdercouch

 [9] aus #12von12:
Spielen, Knistern, Quietschen und Erzählen
#baby #lamaze #toy
  
[10] aus #12von12:
Gemeinsam den Sonnenuntergang anschauen 
und die schöne Stimmung genießen 
#sundown #soschöndasseslängerhellist

 [11] aus #12von12:
Badetag.
Hach, Babyfüße sind was Tolles!
#baby #love #bath

 [12] aus #12von12:
Gute-Nacht-Geschichte für das große Mädchen
#eiskönigin #frozen #vorlesenisttoll #mygirls
Und wie habt ihr diesen tollen Frühlingssonntag verbracht?

Best-Of März

Was wir im März so getrieben haben, gibt’s hier kurz und knapp in Insta-Bildern:

Naturkundemuseum mit einstündiger Parkplatzsuche und der 
anschließenden Überlegung, nicht noch ein Mal an einem Sonntag hinzugehen
erstes Mal Rückbildungsgymnastik oder „Mamaturnen“, wie Fiona sagt

genäht
(SM „Kalte Schulter“, LeniPepunkt und 
Raglanshirt „Kaschi“ von Alles-für-Selbermacher)
 
2 Tollaboxen geplündert
 
 geplottet

für das Seepferdchen geübt und es tatsächlich geschafft! 
Was sind wir beide stolz! (Details in den Zitaten) 
  
die Wohnung ostertauglich dekoriert
 
 einen Schulrucksack ausgesucht und ihn dem Osterhasen ans Herz gelegt…
Wann ist das Kind denn plötzlich so groß geworden?! Hilfe!

ganz viel gekuschelt

 

 angegrillt im Garten

Playdate für das kleine F…

…und auch für’s große

Kinderarztbesuch zur U4 – ist das nicht ein tolles Wartezimmer?
 
 

postnatale erste Hilfe in Form von Deoroller und Schokolade für meine Schwester.
Herzlichen Glückwunsch zum Geburtstag, kleine Cousine!
den O-Ball als erstes Spielzeugt entdeckt
 
 

und ein tolles, verlängertes Wochenende an der Ostsee verbracht

Und die Zitate aus dem März sind eine wahre Fundgrube. 
Was dieses Kind so alles loslässt…immer wieder schön! Viel Spaß!
Fiona ist 5 Jahre und 5 Monate alt.
„Mama, ich kenne noch eine andere Saurierart: Omnivoren.“
– „Nee, das ist keine Art, das ist der Oberbegriff für „Allesfresser“. 
Wir Menschen sind auch Omnivoren!“
„Haha, ihr ja, aber ich nicht. Ich esse zum Beispiel keine Tomaten.“
„Können wir uns wieder so lustig drehen?“
– „Wie denn drehen?“
„Na auf deinem Rollstuhl im Büro…“
(im Naturkundemuseum)
„Wow, guck mal das Dino-Skelett! Ich schau mal nach was es für einer ist.“
Fiona: „Brauchst du nicht. Ich weiß das. Ist ein Kentrosaurus.“
(stimmte!)
„Papa, ich war mit Mama und Felicia mit beim Kinderarzt und 
habe mich gegen Krippe impfen lassen!“
(immer diese frühe Fremdbetreuung, tz!)
Meine Mama: „Ich habe 2,5kg abgenommen. 
Das sollte ich mir in Mehl- oder Zuckertüten abmessen und hinstellen zur Veranschaulichung.“
Fiona: „Ich freu mich auf die Schule!“
Ich: „Wie kommst du denn jetzt darauf?“
Fiona: „Na Sasa hat doch eben Zuckertüten gesagt!“
„Was habt ihr denn heute in der Kita gemacht?“
– „Wir haben Hühnchen gebastelt.“
(Osterküken)
„Fiona, was möchtest du zum Abendbrot essen?“
– „Ach, lass uns einfach nicht darüber reden…“
„Es heißt, dass die meisten Babys mitten in der Nacht geboren werden. Du bist auch so eins, eine Minute vor Mitternacht. Ich bin nicht nachts geboren, sondern mitten am Tage, halb 12.“
Fiona: „Also bin ich nachtgebort und du taggebort.“
(wir stehen in Sichtweite ihrer zukünftigen Grundschule)
Ich: „Wo lang geht es hier zu deiner Schule?“
Fiona: „Noch ’n Kilometer geradeaus.“
„Was gab’s heute in der Kita zum Mittag?“
– „Heute gab’s Fisch, der wie Schnitzel aussah.“
(sie „liest“ in einer alten Fibel)
„MIMI IST AM (Haus)“
Ich: „Wow, wie hast du das denn gerade gelesen?!“
Fiona: „Ich habe mir einfach die Buchstaben in meinem Kopf mit Honig zusammengeklebt!“
(immer noch Fibel, der Familienvater steht mit Schaufel im Garten)
„PAPA IST … am Arbeiten.“
„Boah, hier ist es so dunkel, ich fühl mich wie im Mittelalter!“
(nach der Seepferdchen-Prüfung beim Schwimmen)
„Ach, ich bin so begeistert von mir selber! Lies mir noch mal vor, was auf der Urkunde steht!“
„Mama! Freust du dich auch? D-E-I-N Kind hat das Seepferdchen geschafft! Dein Kind!“
„Mein Traum ist wahr geworden! Ich habe es mir sooo gewünscht! Ich habe einfach fest an mich geglaubt, dass ich es schaffe!“
„Wo ist denn der andere Spielzeugdino, Mama?“
– „Ich glaube, in der Puppenkiste!“
„Ach stimmt. Ich wusste, dass der dauernd bei den Barbies rumhängt.“
(sie fällt hin)
Ich: „Alles okay?“
– „Ja ja, alles in bester Ordnung.“
„Ich gehe in den Garten, einen Osterstrauch abschneiden.“
Fiona: „Warte auf mich, ich helf dir beim Ausgraben!“
Ich: „Das Baby ist deine Cousine. Und ich bin nicht nur deine Mama, sondern auch ihre Tante!“
Fiona: „Na das wird ja immer verrückter!“
(sie kippt die Tüte mit den bunten Deko-Eiern aus, alle rollen über den Fußboden)
„Oh, jetzt war der Osterhase schon da…“
„Mama, ich brauche unbedingt diese Stickeez-Sammelfiguren!“
– „Wo gibts die denn?“
„Na bei Lidllohntsich.“
(wir spielen Fußball, sie wirft sich immer über den Ball)
Ich: „…wie die Italiener!“
(etwas später)
„Mama, spielen wir noch ne Runde Fußball? Italienisch?“
(Hafen in Warnemünde)
„Guck mal Nono, da ist ein Kreuzfahrtschiff!“
– „Ja, das weiß ich.“
„Hä, woher denn?“
– „Na es hat doch ein Kreuz oben drauf.“
Ich: „Opa hat was vom Bäcker mitgebracht.“
Fiona: „Was denn?“
Ich: „Es ist süß und hat den Namen von einem Tier mit Ringelschwanz.“
Fiona: „Ich weiß! Schweineleber.“
Wir wünschen euch schöne Ostern und einen fleißigen Hasen!