Lieblingstweets Dezember

Mit kuschelbedürftigem Säugling auf dem Arm und einem milchvernebelten Babybrain bloggt es sich nicht so gut (was wollte ich eigentlich im Arbeitszimmer und wieso habe ich den Laptop aufgeklappt…?), aber die Twitterlieblinge schaffe ich diesen Monat gerade noch so für euch festzuhalten.
Heute mit saisonal bedingt gehäuftem Nikolaus- und Weihnachtscontent, dem Entsetzen über Schnee im Dezember und dessen politisch korrekte Bezeichnung, Verhütung im Büro und unvorteilhaft verpackten Geschenken. Außerdem lernen wir u.a., was Babys mit Herzchirurgen gemeinsam haben und, warum das Hörvermögen eines Mannes mit den Jahren abnimmt.
Viel Spaß mit meinen Dezember-„Twighlights“ und einen Guten Rutsch!

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Schwanger – der zehnte Monat

Der zehnte Monat, Woche 37 –  40

Diesen Post wollte ich eigentlich irgendwann Anfang nächsten Jahres als Rückblende auf die allerletzten Wochen schreiben, wenn das Baby längst da ist und friedlich neben mir schlummert (lasst mir diese Illusion!). Aber da ich nun immer noch hier sitze und warte (ok, obwohl die 40 Wochen noch nicht ganz um sind), kann ich genauso gut den letzten Schwangerschaftsmonat noch vor der Geburt aufschreiben…

„Was für eine aufregende Woche seit dem letzten Eintrag! Am Donnerstag war ich bei meiner Hebamme in der Praxis. Sehr entspannt: Tee trinken, quatschen, Streptokokken-Abstrich und CTG mit 10 Punkten „bestanden“ (10 P.  heißt: Herzfrequenz super, keine Wehe). Samstag waren wir dann zum Babybauchshooting beim Fotografen. Den Termin hatte ich schon vor einigen Wochen ausgemacht. Es war sooo toll und hat riesigen Spaß gemacht! Die Bilder sind einfach der Wahnsinn. Statt der geplanten 10 haben wir 20 Stück genommen (von 66!) und gucken sie uns fast täglich an. Wunderschöne Erinnerungen an eine ganz besondere Zeit. Erst konnten Papa und Nono Eis essen gehen, während ich professionell geschminkt wurde und dann ging es für alle 3 bzw. dreieinhalb ins Studio. Die junge, dynamische Fotografin war ein echter „Glücksgriff“ und sprudelte nur so vor kreativen Motivideen für Familien-, Eltern-, Bauch- und Mamabilder. Am Montag war dann wieder Frauenarzttermin: CTG – as usual – wehenlos, 10 Punkte, und Muttermund ist noch fest verschlossen. Als ich erwähnte, was ich noch vorhabe an Konzerten, meinte die Ärztin nur: „Na Sie sind ja optimistisch!“. Ich musste versprechen, dass ich langsam mache, einen Stuhl mit auf die Bühne nehme und so oft es geht sitze, wenn ich nicht dirigieren muss. Auf dem Rückweg im Auto dann ein komisches Gefühl: „Rudolph, the rednosed reindeer“ im Radio. Stimmt, Totensonntag ist vorbei. Danach beginnt offiziell die Vorweihnachtszeit und die Radiosender warten nur darauf, dass sie endlich ihr musikalisches Weihnachtsfeuerwerk abschießen können. Aber Rudolph im Radio heißt auch: Endspurt, es wird ernst! Beim Arzt sollte ich übrigens noch einen Termin für nächste Woche vereinbaren. Der Sprechstundenhelfer schlug den 02.12. vor und ich sagte erst: „Nee, in EINER Woche!“ und dann: „Oh, achso…“ December’s coming!“

Unser großes Jahreskonzert in der letzten Novemberwoche hat wunderbar geklappt, auch wenn es ein komisches Gefühl war, sich als Dirigentin mit seinem Höckerchen auf der Bühne hinzusetzen, wenn man sonst einfach zur Seite abgegangen ist. Als ich zum ersten Mal vor das Publikum getreten bin, ging ein hörbares Raunen durch die Menschenmenge. Es wussten wohl noch nicht alle von der Schwangerschaft. Nun ja, zu übersehen ist sie inzwischen wirklich nicht mehr. Spezielle Umstandsauftrittskleidung musste ich mir übrigens nicht kaufen. Das ist der unschlagbare Vorteil, wenn man als Frau sowieso Klamotten für 3 verschiedene Kleidergrößen im Schrank hat ^^

„Ich träume so einen Mist in letzter Zeit, das gibt’s gar nicht! Letztens habe ich (in echt) überlegt, wie man feststellt, ob man tröpfchenweise Fruchtwasser verliert. Ein Anruf in der Apotheke brachte Klarheit: mit speziellen pH-Testhandschuhen für unglaubliche 35€ (!) – oder eben kostenlos im Krankenhaus bei Verdacht. Eine Nacht später träumte ich, ich sei im Einkaufscenter gewesen und habe mir in der Apotheke so einen Test gekauft. Er sah aus wie ein ganz normaler Clearblue-Schwangerschaftstest mit Digitalanzeige und ich machte ihn gleich vor Ort auf der Apothekentoilette. Erst zeigte er „Schwanger 3+“ an und kurz darauf blinkte „FRUCHTWASSERFLÜSSIGKEIT“ im Display. Als ich panisch aus dem Apothekenklo raus wollte, herrschte plötzlich Seuchenalarm und das gesamte Einkaufscenter wurde zur Quarantäne-Station erklärt. Nicht raus und nicht rein. Hilfe! Oh man, dementsprechend schlecht geschlafen, die Nacht. Heute dann das plötzliche Verlangen, auch die Babytasche mit eigenen Klamotten für den Heimweg aus dem Krankenhaus zu packen – check – und Geburtskarten online auszusuchen und (bis auf die Daten) vorzubereiten (check). Nanu, Nestbau?!“

Nachdem in dieser Woche der MaxiCosi bei uns eingezogen war, holte ich auch endlich den noch original verpackten Kinderwagen im Karton aus dem Keller. Den hatten wir Anfang des Sommers schon gekauft, als wir noch nicht mal das Geschlecht unseres Kindes kannten. Aber die Farbe „red rumour“ wäre im Zweifel auch für einen kleinen Jungen nicht unpassend gewesen. Trotz verhältnismäßig wenig technischen Verständnisses saß ich nun also zwischen Rädern und Stangen im Flur und schaffte tatsächlich ganz alleine, a) den Buggy vollständig auf- (und auch wieder ab-)zubauen und b), sogar die Adapter für die Babyschale zu montieren (tricky!). Anschließend fuhr erst ich ein paar leere Testrunden durch die Wohnung und bewunderte den nicht vorhandenen Wendekreis des Quinnys und dann wurde Zoé, unsere BabyBorn, von Fiona angeschnallt und im Wohnzimmer spazieren gefahren. Und weil ich danach dann auch noch die Isofix-Base in meinem Auto „installiert“ habe, fährt seit Wochen der MaxiCosi leer auf dem Rücksitz mit und dient zuweilen Liemhasi als komfortable Reisemöglichkeit in der 2. Klasse. Ist also jetzt alles da, fehlt eigentlich nur noch das Baby!

„Freitag Abend, ich bin über’s Wochenende allein zu Hause und fühle mich prompt unwohl. Der Bauch wird ständig hart und mir ist ein bisschen schlecht. Senkwehen?! Mit letzter Kraft noch Fiona ins Bett gebracht und jetzt liege ich mit Wärmflasche auf der Couch. In ein paar Tagen bist du offiziell kein Frühchen mehr. Ich weiß noch genau, wie ich in der ersten Schwangerschaft mit deiner großen Schwester auf den Tag X hingefiebert habe. Aber irgendwie macht einem dieser Umstand auch ein bisschen Angst. Wenn es jetzt losginge, würde niemand mehr versuchen, dich noch ein bisschen im Bauch zu halten, sondern du dürftest einfach so rauskommen. Uah! Lass dir aber bitte bitte noch ein bisschen Zeit, okay?“

„Dezemberchen“, so habe ich den zweiten Strich auf dem Schwangerschaftstest ganz am Anfang

genannt (und so heißt auch noch der Fotoordner auf dem PC). Und „plötzlich“ ist er da, der Monat, in dem das Dezemberchen vermutlich geboren wird! Der Bauch wurde in diesen Tagen schon ziemlich oft hart, ohne weh zu tun zwar, aber eben hart. Manchmal war es sogar beim Laufen unangenehm und ich musste kurz stehenbleiben, weil es vom Bauch über die Oberschenkel bis fast zu den Knien gezogen hat. Meine Hoffnung, dass das effektive Senkwehen seien, die das Baby tief ins Becken, sozusagen in „Startposition“ schieben, wurden beim nächsten Arzttermin allerdings wieder zunichte gemacht. Auf dem CTG: keine Wehe! Die Arzthelferin hat den oberen Rand der Gebärmutter ertastet und meinte, Platz sei da oben jetzt aber keiner mehr. Ich frage mich ernsthaft, wo die ganzen Organe hin sind. So ein Querschnitt durch einen hochschwangeren Körper würde mich dann doch interessieren. Bestimmt alles irgendwo am Rand und nur noch halb so groß. Wer weiß, vielleicht streichel ich bei der Beule rechts außen in Wahrheit nicht die Füßchen meines Babys, sondern meine Leber oder so. Who knows! Der Sprechstundenhelfer fragte mich beim Terminvereinbaren ganz ungläubig, ob ich tatsächlich noch Auto fahren würde. „Klar, besser als laufen, oder?“

„Sozusagen in 4 Tagen, an 38+2, ist deine Schwester zur Welt gekommen. Ein bisschen unheimlich ist

mir das schon. Da ist diese zweite Schwangerschaft nun „schon“ fast wieder vorbei. Andererseits wird es ja auch langsam Zeit, denn mein aktueller Zustand ist wohl am Besten mit RIEN NE VA PLUS zu beschreiben. Da überlegt man sich zwei Mal, ob man etwas Runtergefallenes aufhebt. Zurück aus dem Krankenhaus werde ich erstmal eine Runde ausgelassen auf der Couch hüpfen und mich hinlegen – aufstehen – hinlegen – aufstehen. Aus keinem besonderen Grund, einfach nur, weil ich es dann wieder kann! Mal im Ernst: ich glaube so oder so ähnlich fühlt sich alt sein an. Ich weiß jetzt auch, warum es den Mutterschutz gibt: damit man sich morgens nicht mehr anziehen muss! Hosen und Socken sind echt gemein! Und Rasieren hat ein bisschen was von blind Rasenmähen… Beim Essen sitze ich nach hinten gelehnt wie ein Mann mit sehr großem Bierbauch, weil selbst gerade sitzen nicht mehr geht! Werde sofort ermahnt. Und wenn ich im Unterricht auf dem kleinen Akkordeon mitspiele, wird der Bauch sofort hart. Jetzt noch 2 Tage durchhalten, dann die beiden Konzerte am Wochenende und dann bin ich fertig für dieses Jahr. Habe gestern Nacht geträumt, dass ein Kaiserschnitt gemacht werden musste, aber hier zu Hause! Ich lag in der Höhle unter Fionas Bett und dann kamen Ärzte rein und haben gesagt, sie müssten das Kind jetzt holen und haben diese grünen Tücher aufgespannt und alles vorbereitet. Im Traum wundert man sich über unrealistische Situationen ja nicht zwangsläufig. Auf jeden Fall war das (sogar im Traum) eine ganz schreckliche Erfahrung, auf die ich – auch wenn es im OP und nicht im Kinderzimmer stattfände – nach Möglichkeit gerne verzichten möchte. Habe übrigens noch Mini-Bettwäsche für dich bestellt, damit das Babybay-Bettchen ein bisschen „benutzerfreundlicher“ aussieht. Wir freuen uns alle so auf dich, kleines Wunder!“

Anfang des Monats hat die erste Mama aus dem Geburtsvorbereitungskurs (siehe 9.Monat) ihre Tochter bekommen! Sie war auch laut ET-Liste die Erste. Und die Zweite … bin ICH! Wie du wohl aussiehst? Wie Baby Fiona? Ähnlich? Oder ganz anders?
In der 39. Schwangerschaftswoche habe ich mehrfach gedacht, wir müssten evtl. in der Nacht ins Krankenhaus fahren und habe schon „vorsichtshalber“ das Handy ans Ladekabel angeschlossen und überlegt, was noch dringend in die Kliniktasche muss. Mir wird auch jetzt noch oft richtig übel aus heiterem Himmel, ich fange an zu frieren, der Bauch wird oft steinhart, drückt, und ich fühle mich insgesamt einfach nicht wohl, fast wie krank, nur eben ohne krank. Aber die Tatsache, dass ich immer noch einschlafen kann, heißt ja scheinbar, dass alles noch im grünen Bereich ist. Das Komische? Am nächsten Morgen ist immer alles vorbei, als wäre nie was gewesen. Der Bauch ist weich und (fast) nicht zu merken und mir geht es blendend. Gegen 18 Uhr geht’s dann immer bergab und ich vegetiere vor mich hin auf der Couch in der Hoffnung, dass es entweder richtig losgehen oder bald wieder besser werden möge. Und dann sagt Dr. Google, dass der Körper vor einer anstehenden Geburt gerne noch mal „ausmistet“ und viele Frauen mit Übelkeit, z.T. Erbrechen und Durchfall zu kämpfen haben, bevor es richtig los geht. Und prompt muss ich auch noch aufs Klo… Wunschdenken?

„Gestern war wieder Termin bei Frau Doktor. Ständig harten Bauch in den letzten Tagen, aber auf dem CTG natürlich wie immer: keine einzige Wehe. Nicht mal ’ne halbe. Vorführeffekt? Habe aber auf einer Untersuchung bestanden, um zu erfahren, wie es an der Muttermundfront aussieht. Sie meinte, sie gebe keine Prognosen ab, denn manchmal könne es auch von 0 auf 100 ganz schnell gehen, aber einen aktuellen Ist-Zustand könne sie mir mitteilen. Dann die große Ernüchterung: der Gebärmutterhals (der „Flaschenhals“, um es sich bildlich vorzustellen) sei noch bei 3,5cm (muss vor einer Geburt „verstreichen“, also komplett weg sein) und der Muttermund noch fest verschlossen. Das heißt, es sieht also nicht danach aus, dass das Baby in den nächsten Tagen „rausfällt“. Hmpf. Köpfchen „hat Bezug zum Becken aufgenommen“, das bedeutet, dass das Kind sich langsam auf den Weg in die Startposition macht, aber noch nicht ganz dort – fest im Becken – „angekommen“ ist. Du scheinst es dir gerade so richtig bequem da drin zu machen. Und ich dachte, du möchtest Weihnachten schon mit deiner Familie unter dem Baum feiern…?“

„Habe vor ein paar Tagen gedacht, dass ich tröpfchenweise Fruchtwasser verliere. Gleich die Hebamme angeschrieben, ihre Antwort: „uhiii, es wird spannend! Könnte aber auch nur Pipi gewesen sein“. Mit Letzterem hatte sie scheinbar recht. Schade! Immerhin drückt ein Kopf mit geschätzten 35cm Umfang auf die Harnblase, da hat man’s nicht immer 100% im Griff, besonders nicht, wenn man auf allen Vieren durchs Kinderzimmer kriecht und Rumliegendes aufsammelt… Abends auf dem Sofa wurde der Bauch so oft und in so kurzen Abständen hart (unangenehm), dass ich begonnen habe, auf die Uhr zu gucken. 12 min Abstand etwa. Ich war in Achtungsstellung, aber es hat sich dann doch wieder beruhigt und ich bin irgendwann eingeschlafen. Wenn der Bauch ruhig ist, möchte ich am Liebsten alles tun, um die Wehen anzuschubsen. Aber wenn der Bauch immerzu hart wird, möchte ich nur, dass es aufhört, damit ich ruhig schlafen kann. So wird das doch nix 😉 

Bild: Peter Hebgen  / pixelio.de

Tagsüber bleibe ich oft ganz dekadent bis mittags im Schlafanzug, nähe ein bisschen, blogge, bereite Weihnachtsgeschenke vor und sitze auf Kohlen. Wehwehchenstatus ist relativ hoch. Ich dachte nicht, dass ich es mal sage, aber ICH MÖCHTE NICHT MEHR SCHWANGER SEIN. Alles tut weh, jede Bewegung ziept irgendwo anders. Bauch drückt, pullern, kalt, Hunger, wääh. Ich möchte den Bauch endlich neben mir auf der Couch zu liegen haben oder auf der Brust oder im Bettchen. Nur nicht mehr bei jedem Schritt spazieren tragen. Wer inzwischen so groß ist wie ein Kürbis, könnte wirklich langsam ausziehen! 
Meine Schwangerschafts-App zeigt seit übrigens heute kein Ultraschall-Bild mehr, sondern das Bild eines Säuglings, denn „rein statistisch gesehen wird dein Baby am Ende dieser Woche das Licht der Welt erblicken“! Hast du das gehört, Baby? Ich hab ein bisschen Angst aber will dich gleichzeitig auch unbedingt endlich kennenlernen!“

Zu Beginn der 40. Schwangerschaftswoche – gestern – schob sich noch kurzfristig ein Hochzeitstermin vor die anstehende Niederkunft des „dicken Dings“, wie mich meine Mama liebevoll nennt. Der meiner Schwester. Dass sie schnell entschlossen ist, kenne ich nicht anders von ihr. Ob ich noch als Hochzeitsgast würde teilnehmen können, vermochte ich bei der Einladung eine Woche vorher nicht zu sagen. I’ll try my very best. Aber da sich das Bauchkind drinnen häuslich eingerichtet hat und nicht daran denkt, seine Wohnung zu räumen, stand der kleinen Feier nichts im Wege. Während der standesamtlichen Trauung war noch alles ruhig, aber am Nachmittag im Restaurant begann der Bauch in relativ kurzen Abständen hart zu werden wie ein Medizinball, so dass meine Oma ganz besorgt meinte, ich solle doch mal auf die Uhr gucken und mir die Abstände einprägen. Meine Schwangerschafts-App hat eine praktische Wehen-Funktion, bei der man auf „UMPF!“ drückt, wenn es weh tut bzw. hart wird und auf „besser„, wenn es nachlässt. Die „Umpfs“ kamen im Abstand von 6 – 15 min über einen Zeitraum von mehreren Stunden, aber immer noch so, dass ich mich währenddessen unterhalten konnte und nicht das dringende Bedürfnis verspürte, die Hebammen im Krankenhaus damit zu „belästigen“. Abends ließen sie nach und in der Nacht habe ich geschlafen wie ein Stein. Nun ja… Und dabei hatte ich gestern echt Hoffnung auf den Einzug in den Kreißsaal. Aber immerhin, irgendwas tut sich! Morgen habe ich wieder Termin zum CTG und „wehe“, wenn da keine Wehe drauf ist!

ET minus 6, eine knappe Woche noch. Oder weniger. Oder mehr. Der Countdown läuft und das Entbindungstermin-Raten von unserer „Sexparty“ im Sommer geht in die heiße Phase!

Und was glaubt ihr…? Any suggestions?

Ein kleiner Hase auf Weltreise…?

Quelle: http://www.amazon.de

Das absolute Lieblingsbuch meiner Kindheit war das vom kleinen Hasen auf Weltreise: Briefe von Felix. Sophie verliert am Ende der Ferien ihren liebsten Kuschelhasen Felix auf dem Flughafen. Es rollen bittere Tränen, denn wo sie auch sucht – er bleibt verschwunden. Umso glücklicher ist sie, als sie eine Weile später Post aus London aus dem Briefkasten fischt: ein echter Brief von ihrem Felix! Der Hase ist versehentlich in einen falschen Flieger gestiegen und in England gelandet. Von dort aus reist er um die halbe Welt (Paris, Rom und sogar Ägypten und Amerika), aber nicht, ohne von jedem Ort Post an seine Sophie zu Hause zu schicken. Die echten Briefe mit der krakeligen Hasenschrift stecken in Umschlägen innerhalb des Buches und ich erinnere mich noch daran, wie ich es jedes Mal geliebt habe, sie zu öffnen und zu lesen. Hach. Eine wunderbare Geschichte!

Hasi damals

Aber das soll hier keine Buchvorstellung werden (obwohl das meiner Meinung nach Literatur ist, die in keinem Kinderzimmer fehlen sollte), sondern Aufhänger für eine andere Geschichte: UNSEREN Hasen auf Reisen! Wer den Blog schon eine Weile verfolgt, wird sicher wissen, dass es auch bei uns ein Kuscheltier gibt, das seit fast 5 Jahren fester Bestandteil der Familie ist (siehe Header), zufällig ebenfalls ein Hase. Mit seinem später nachgekauften Doppelgänger hat er leider keinerlei Ähnlichkeit. Denn der echte „Liemhasi“ (der liebe Hasi) zeichnet sich im Gegensatz zu seinem baugleichen Zwillingsbruder nämlich u.a. durch stumpfes Fell, schlaksige Beine mit inzwischen nur noch wenig Füllung, einer Näh-Narbe am linken Ohr und speziellem Kuschelduft aus. Wo Fiona ist, kann Liemhasi auch nicht weit sein. Er ist emotionales Pflaster, Entspannungshilfe, Tröster, weltbester Zuhörer und einfach der tollste Kuschelfreund, den ein kleines Mädchen sich wünschen kann. Naja, wo die Liebe hinfällt…!

Hasi heute

Auf jeden Fall muss Hasi seit dem Kitawechsel jeden Tag mit in den Kindergarten. Ansich auch kein Problem: beim Schlafen kann sie kuscheln, bei anderen Aktivitäten liegt er in ihrem Fach. Nun steht heute Nachmittag aber der allererste Ausflug in die Stadt an, bei dem die Kinder mit 2 Erzieherinnen unterwegs sind und auf dem Weg ins Theater Bus & Bahn unsicher machen. Sie freut sich schon seit Wochen auf diesen Tag und ich finde ganz toll, dass die Kita solche Unternehmungen mit der Vorschulgruppe macht, aber vor 2 Tagen bin ich nachts aufgewacht und konnte nicht mehr einschlafen. Mir geisterte Liemhasi im Kopf rum und die Tatsache, dass er wohl kaum Briefe schreiben würde, wenn er unterwegs verloren ginge…

Auf meinen Vorschlag, Hasi an diesem besonderen Tag ausnahmsweise zu Hause zu lassen, folgten erst dicke Krokodilstränen und dann Indianerehrenwort-Versprechungen, auch wirklich gut aufzupassen. Aaaahhh! Was macht man denn da?! Es handelt sich ja nicht um irgendein Kuscheltier, das man einfach nachkaufen kann, sollte es verschwinden. Also ist zu-Hause-lassen die einzig logische Lösung für dieses Problem. Aus Erwachsenensicht. Andererseits kann ich den inneren Konflikt der Protagonistin auch sehr gut verstehen, denn ich hatte selbst so ein Kuscheltier, ein Reh namens „Schlafhund“, das mich auf Schritt und Tritt begleitet hat (ich habe ihn noch heute, liegt auf meinem Kopfkissen!) und ohne das die Welt untergegangen wäre! Nach einigem Hin- und Her, Diskussionen, Erklärungen, Versprechungen und einem netten Gespräch in der Kita („Man kann Ihnen doch nicht die Verantwortung für 12 Kinder und noch einen Kuschelhasen aufs Auge drücken…oder?!“), haben wir uns nun in Absprache mit der besten Erzieherin der Welt darauf geeinigt, dass Fiona einen Rucksack mit ins Theater nehmen darf. Bedingung: während der gesamten Hinfahrt bleibt der Hase drin und erst im Theater darf er wieder rauskommen. Heute Morgen beim Losgehen dann nochmal ein kurzes Briefing: wo ist Hasi, wenn ihr in der Bahn seid? Wann darfst du ihn erst rausholen? usw. und dann begann er tatsächlich, der erste Ausflug, an dem ich „zwei Kinder“ verabschiedet habe. Ihr könnt euch sicher denken, dass ich mittlerweile ein bisschen schwitze, nervös auf die Uhr gucke und hoffentlich beide heute Abend wohlbehalten abholen kann und nicht die nächsten Wochen mit einem Auge am Briefkastenschlitz hängen muss 😉

Ihr könnt mir doch bestimmt sagen, dass ich nicht die Einzige bin, die in panischer Angst um „the one and only“ am Rad dreht…? Eure Kinder bzw. ihr selbst hattet damals doch auch dieses eine, ganz besondere Kuscheltier, oder?

Last-Minute-Geschenktipp: Pralinen ohne Kalorien

Mal ehrlich: wer sich für die Adventszeit vorgenommen hat, auf Schokoladenweihnachtsmänner, Plätzchen, Lebkuchen, Spekulatius und all die anderen leckeren Dinge zu verzichten, der hat es in diesen Tagen ganz schön schwer. Und wer frei von Sünde ist, werfe die erste Marzipankartoffel ^^

Und gerade weil die Waage in der Weihnachtszeit eh immer schon ein bisschen übertreibt, könnte man ja auch mal etwas Süßes ganz ohne Kalorien zum Fest verschenken: „Chocolate Fix, das zuckersüße Logikspiel“ aus der Brain-Fitness-Edition von ThinkFun. Ich stelle hier ja sonst gerne Kinderspiele vor, aber heute geht es ausnahmsweise mal um ein Spiel für erwachsene Feinschmecker. „Chocolate Fix“ ist ein perfektes Gehirn-Workout für die Feiertage und mein Last-Minute-Geschenke-Tipp für die zu Beschenkenden, die sonst schon alles haben.

9 niedliche Pralinen in 3 unterschiedlichen Farben (Erdbeer, Schoko, Vanille) und Formen müssen bei diesem Spiel in die richtige Reihenfolge gebracht werden. Was im ersten Moment ganz einfach klingt, entpuppt sich bei näherem Hinsehen als z.T. ganz schön kniffelig und erfordert Einiges an logischem Denk- und Kombinationsvermögen! Der Schwierigkeitsgrad der insgesamt 80 Aufgaben reicht von den leichten „Beginner-Challenges“ über „Intermediate“ und „Advanced“ bis hin zu „Expert“. (Ich habe mich in meinem Selbstversuch ehrgeizig und lückenlos von Beginner bis zu Advanced hochgearbeitet. Expert…ähm…hebe ich mir noch ein bisschen auf 😉

Wie funktioniert das Spiel?

Zu jeder Aufgabe gibt es Hinweise in Form einer Abbildung, um die 9
Pralinen an ihre korrekte Position zu stellen (für jede Aufgabe gibt es auch nur eine Lösungsmöglichkeit). Es gibt genaue Anordnungshinweise, bei denen sofort klar ist, welche jeweilige Praline an welcher Stelle auf dem Spielbrett stehen muss (siehe Bild links), und Teilhinweise zur Anordnung, also in welcher „Beziehung“ zueinander gewisse Pralinen stehen sollen, ohne eine konkrete Position zu verraten (siehe Bild rechts). Außerdem existieren noch Farb- und Formhinweise, beispielsweise ein braunes Feld unten links. Das gibt zwar an, dass an dieser Stelle eine Schokopraline stehen soll, aber nicht, ob die dreieckige, die runde oder viereckige gemeint ist.

+++ Achtung, Warnhinweis +++

Mit diesem Spiel ist es wie mit echter Schokolade: das Aufhören fällt extrem schwer. Suchtfaktor ist enorm! Ich würde es am Ehesten mit Sudoku, dem beliebten Zahlenrätsel aus Japan, vergleichen, aber Chocolate Fix ist für mich noch besser, weil man die zu positionierenden Pralinen richtig in die Hand nehmen kann und einzelne Denkschritte besser „begreift“. Ich habe schon einige Abende auf der Couch mit den Pralinen zugebracht, an denen Günther Jauch, Steffen Hallaschka und Konsorten nur ganz entfernt zu mir durchgedrungen sind. Kann. Nicht. Zuhören. Muss. Denken.

Also wer selbst Spaß an Logikrätseln hat oder jemanden kennt, der lieber gehirnjoggt als auf dem Laufband im Fitnessstudio, dem kann ich „Chocolate Fix“ nur ans Herz bzw. unter den Baum legen. Ein sehr intelligentes Spiel in coolem Design, ein echter Hingucker!

Und was schenkt ihr denen, die eigentlich schon alles haben?

Best-Of November

Die Schwangerschaftsdemenz scheint wirklich voll zugeschlagen zu haben, ich schulde euch ja noch das monatliche Best-Of aus dem November!

Da der Nestbautrieb schon in vollem Gange ist, gab es bis auf Drachensteigen und Spielplatz nicht mehr so viele spektakuläre Unternehmungen oder Ereignisse wie noch in den Sommermonaten, aber eines der Highlights im November war auf jeden Fall der Besuch der Kinderrevue im Friedrichstadtpalast, diesmal waren wir sogar Gäste bei der Premierenshow! Wie in jedem Jahr absolut sehenswert! (Bei der Kinderrevue tritt ausschließlich das „Junge Ensemble“ auf, Alter der Schauspieler, Sänger und Tänzer ist max. 16!)

Die REWE-Strategie ist bei uns mal wieder voll aufgegangen: seit ein paar Wochen gibt es diese kleinen Sammelfiguren, eine pro 15€ Einkaufswert. Da die ganze Familie sowieso immer bei REWE einkaufen geht, war es nur eine Frage der Zeit, bis Fiona die Sucht erfassen würde. Inzwischen haben wir mehr Sammelfiguren als sie zählen kann, natürlich viele doppelt und dreifach, und es fehlt nur noch eine einzige, die Nummer 6. Die zu bekommen, gleicht natürlich nun der Suche nach der Nadel im Heuhaufen. Oft fragt sie während des Einkaufens dann ganz besorgt: „Hast du dann auch noch 15€ übrig für eine Sammelfigur??“ (Prinzip noch nicht ganz verstanden 😉 Hier ist sie, unsere REWE-Armee beim Fernsehschauen. Sind eure Kinder auch infiziert…?

Eine geeignete Aufbewahrungsmöglichkeit für die Armee musste auch noch her, da waren natürlich Stoffschrank und Nähmaschine Mittel der ersten Wahl. Hab ich schon mal erwähnt, dass ich Webbänder mag? (Diese kleinen Fummel-Schnipsel am Rand) Ein paar andere schöne Sachen sind auch noch entstanden, z.B. das Alice-im-Wunderland-Kleid (SM „Herbstkleid Lillesol & Pelle) und das Shirt mit den Häkeltieren (SM Retroshirt Lina, kibadoo).

Außerdem hat meine Lieblingsnähfee (haha) Christina von rosarosa vor Kurzem ihr Ebook „Puppenliebe“ veröffentlicht mit all ihren (Kinder-)Klamottenschnitten, die nun auch in Puppengrößen genäht werden können. Als ich die Ankündigung gelesen habe, war ich sehr froh, eine Mädchenmama zu sein, die zu benähende Exemplare der Spezies „Baby Born“ nebenan im Kinderzimmer zu sitzen hat. Bei den winzigen Bündchen bricht man sich zwar fast die Finger, aber das Endergebnis ist sooo süß, wie ich finde. Hier Fionas Lieblingspartneroutfit, die grauen Füchse:

Die Tollabox war diesen Monat natürlich auch wieder mit von der Partie und da der aktuelle Berufswunsch sich bei „Ärztin“ eingependelt hat, hat die Box zum Thema „Gesundheit“eingeschlagen wie eine Bakterie Bombe. Links seht ihr die charmante Kuschelbakterie und rechts das Kind beim Herstellen der Lavendelseife. Ganz tolla!

Ende November steht gemäß der Tradition eine bunte Bastel- und Klebestunde an, denn da schicken wir Post ins brandenburgische Himmelpfort in die Weihnachtspostfiliale! Man darf gespannt sein, was von den Wünschen der Weihnachtsmann und seine Weihnachtswichtel in diesem Jahr erfüllen. Zurückgeschrieben hat er jedenfalls schon! Immer wieder ein zauberhafter Moment, wenn sie den Antwortbrief mit dem Himmelpfort-Stempel und ihrem Namen im Briefkasten findet!

Hier sind sie, die Zitate.
Fiona ist 5 Jahre und 1 Monat alt.
„Die Kuschelkatze ist krank. Ich glaube, sie hat „verhinderte Lauferitis“.“
(Sie studiert eine Buchstabentafel und „liest“ vor)
„K wie Kokosnuss, R wie Rakete und Y wie…Schnee-Affe?!“
„Morgen ist in der Kita Champignon-Umzug!!!“
„Der Wasserkanister ist total cool. Man hält einfach seinen Becher drunter, 
drückt rauf und schon strullt es los.“
„Oh, ein Babyhut! Der sieht meiner Kindheit auch sehr ähnlich.“
„Was?! Deutschland war mal geteilt? Dann waren es ja mehrere Stücke…?!“
(Wir sprechen über Sternzeichen)
„Unser Baby kommt Weihnachten?! Och nö, dann wird es ja ein Ziegenbock…“
„Ich habe die Kartoffeln im Mund zu Kartoffelbrei verarbeitet.“
„Was gab es denn heute in der Kita zum Mittag?“
– „Äh….heute gab es Arabi.“
(Kohlrabi)
„Hey, guck mal, mit der App kann man den Sandmann überholen, 
wenn man ihn im Fernsehen aus Versehen verpasst hat!“
„Mama, fahr schneller! Kannst du bitte die Gangschaltung in die höchste Etage stellen?“
(wir basteln)
„Komm, ich zeig dir, wie man eine Hexentreppe faltet.“
– „Kannst du das lieber machen? Ich hab nicht so viel Zeit.“
 (über doppelte Sammelfiguren von REWE)
„Oah, das lilane Schwein zu bekommen ist meine Spezialität.“
„Wollen wir heute Plätzchen backen?“
– „JA! Darauf hab ich schon Jaaaahre gewartet!“
(zeigt mir eine Ausstechform mit Barcode-Sticker)
„Oh, hier ist noch der Kaufvertrag dran.“
(wir bauen die Playmobil-Krippe auf und das Weihnachts-Karussell)
„Was macht denn der Engel da?!“
– „Na der nimmt das Gold von den Heiligen Drei Königen 
und bezahlt damit seine Karussellfahrt.“
„Weißt du was, Fiona? Am 18.Dezember kommt der Weihnachtsmann in den Kindergarten!“
– „Da bin ich nicht da.“
„Hä? Wo bist du denn da?“
– „Im Kino. An dem Tag kommt Drache Kokosnuss.“
(sie findet Ohrenschützer im Schrank)
„Guck mal, meine neuen Winterkopfhörer!“
(Telefon, Freizeichen, dann: „Der gewünschte Gesprächspartner….“)
„Wen wolltest du denn anrufen, Mama?“
– „Eigentlich Papa, aber er geht nicht ran.“
„Na das war ja zu erwarten…“
 

Adventsbeichte

Ich gebe es zu:
ich bin nicht so der Weihnachtstyp. Noch nie gewesen.
Klar, Geschenke sind toll, Weihnachtslieder auch, aber wenn man die berufsbedingt schon im Oktober mit Kindern einstudieren muss (damit sie im Dezember ihr Weihnachtsrepertoire drauf haben), kann man sie eigentlich pünktlich zum ersten Advent nicht mehr hören.
Und gerade weil die Vorweihnachtszeit bei uns konzerttechnisch Hochsaison ist, bleiben Weihnachtsdeko und Geschenke auf der Strecke bis kurz vor knapp. Während meine Twittertimeline schon fleißig schmückt, backt und dekoriert, hängen bei uns noch die Herbstfüchse an der Tür. Hoppla, schon Dezember?!

Gerade in diesem Jahr wollte ich eigentlich mal früher anfangen, alles für’s Fest zu besorgen, denn es könnte spontan eine Geburt „dazwischen kommen“, die dem Last-Minute-Geschenkeshopping einen Strich durch die Rechnung macht. Die Häuser in Berlins Straßen erstrahlen jedenfalls seit 7 Tagen in einem blinkenden Lichterglanz, der Vattenfall Tränen der Rührung in die Augen treiben dürfte. Und hier so? Gestern (!) habe ich den kleinen LED-Schneemann fürs Fensterbrett hinter dem Küchenschrank hervorgekramt und festgestellt, dass er keine Batterien mehr hat. Möp. Weiter bin ich in Sachen Adventsdeko noch nicht gekommen. Am Vorabend des 1. Advents hat mir meine Mama ein kleines Gesteck mit einer Kerze drin vorbeigebracht, denn ich hatte es irgendwie verpasst, einen Kranz zu besorgen (Schwangerschaftsdemenz?). Und letzten Montag war ich auch tatsächlich ein bisschen geschockt, als ich im Radio „Rudolph the rednosed reindeer“

gehört habe. Da wartet man 10 lange Monate auf den Dezember und plötzlich „überfährt“ er einen einfach mit seinem Schlitten… Für heute Abend haben wir uns übrigens fest vorgenommen, die Playmobil-Krippe auf dem Wohnzimmertisch aufzubauen. Und das Weihnachtskarussell, mit dem die Heiligen Drei Könige so gerne fahren ^^ Passend zur Krippe gibt es in diesem Jahr übrigens einen fix und fertig gekauften Playmobil-Adventskalender (mit Weihnachtsmannfigur, Rentier, Schlitten, usw.) und einen herkömmlichen Schokoladenkalender. Nix Kreatives. Keine 24 liebevoll verpackten Tütchen mit aufgeklebten Nummern und sorgsam ausgesuchten Kleinigkeiten drin (die alle zusammen den Wert eines mittelgroßen Weihnachtsgeschenkes haben…). Ich bestaune bei vielen fleißigen DIY-Mamas, was sie ihren Kindern (manche haben mehrere!) für Kalenderchen zaubern, aber freue mich mit Blick auf das Playmobil-Logo, wie viel Kleinarbeit ich mir dieses Jahr erspart habe. Ich hatte übrigens das Glück, im Oktober zufällig über Facebook die Ankündigung des Cherry-Picking-Adventskalenders gelesen zu haben. Dass der Run auf diesen Näh-Kalender so groß ist, hätte ich nie erwartet. Jedenfalls war er schneller ausverkauft, als manch einer clicken konnte und ich hatte mit etwas Glück eine Auftragsbestätigung im Emailpostfach und konnte den Kalender letzte Woche in den Händen halten. Ich freue mich also diesen Monat auf lauter süße Kleinigkeiten für Näh-Tanten (Knöpfe, Webbänder, Stoffstückchen, etc.) und hoffe, dass irgendwann zwischen Adventssingen, Scheibenkratzen und Kinderkriegen die Weihnachtsstimmung auch bei uns ankommt… So langsam könnte man ja auch mal einen Tannenbaum besorgen.

Wie ist das bei euch? Seid ihr schon mittendrin im Weihnachtsfieber oder guckt ihr auch lieber erst mal eine Weile „von außen“ zu?

P.S. Ich habe heute Mehl, Zucker, Butter und bunte Streusel gekauft. Es wird ernst! 🙂