Best-Of August

Und ehe man sich’s versieht, ist das halbe 2014 vorbei und der Oktober-Geburtstag des großen Mädchens rückt schon wieder in planbare Nähe… Gestern waren in Berlin Einschulungen, die letzten bevor wir „dran sind“. Wenn es nach Fiona ginge, wäre sie am Liebsten schon dieses Jahr in die Schule gekommen. Ich werde heulen wie ein Schlosshund, wenn „mein Baby“ 2015 mit Zuckertüte und Schulrucksack auf der Bühne steht!

Der August begann mit unserem 5. Hochzeitstag, den wir schlemmend beim Italiener unseres Vertrauens verbracht haben. Ein Monat, der so anfängt, kann ja nur gut werden 😉

Die erste Woche des Monats führten uns mit meinem gesamten Orchester auf Konzertreise ins schöne Griechenland, genauer auf den Peloponnes, die große Halbinsel südlich vom Festland. Es war zusammenfassend eine der schönsten Fahrten, die wir je gemacht haben, mit 5 Auftritten, die von der Atmosphäre her unterschiedlicher nicht hätten sein können (Marktplatz eines kleinen Bergdorfes, Amphitheater eines 5-Sterne-Hotels, im Mondenschein direkt vor einem See, usw.). Eines hatten aber alle Konzerte gemeinsam: ein unglaublich begeistertes Publikum, „standing ovations“, lauten Gesang und trotz Sprachbarriere das Gefühl, willkommen zu sein. Musik ist eben eine internationale Sprache – so schön!

Nach der Rückkehr hieß es für uns: fertig umziehen, Kartons auspacken und wöchentlich 2x zum Schweden fahren, weil irgend etwas doch noch fehlte. Ich hatte es schon mal erwähnt, wir haben „nur“ Kinder- und Arbeitszimmer getauscht in unserer Wohnung, aber es fühlte sich an wie ein Komplettumzug. Und es ist unfassbar, was so ein kleiner Mensch in knapp 5 Jahren alles ansammeln kann! Mit dem, was ich in Plastiksäcken in den Keller geschafft habe, könnte man locker noch 2 weitere Kinderzimmer ausstatten. Oh oh! Das nächste Großprojekt ist nach dem geschafften Umzug das Sichten und Sortieren von Fionas Babysachen, aber damit warte ich noch. Jetzt erstmal wieder ein bisschen „wohnen“ ^^ Hier ein kleiner Einblick in das fertige Meereszimmer, in das ich heftig verliebt bin (mit der „Beförderung“ zur großen Schwester zog auch das Hochbett mit Rutsche ein, darunter eine kuschelige Lesehöhle. Hach, ist das nicht toll?)

Neben der einen oder anderen Grillparty in unserem Garten fand auch noch eine Feier zu einem ganz besonderen Anlass statt, doch dazu mehr in einem der nächsten Schwangerschaftsposts!

Die Sommerferienzeit, in der Fiona noch zu Hause war, bevor für mich die Schule wieder begonnen hat, haben wir auf diversen Spielplätzen, im Tierpark und in den Gärten der Welt verbracht. Das große Labyrinth aus dichten mannshohen Hecken ist eine ganz schöne Herausforderung. Hier der Blick vom „Rapunzel“-Turm in der Mitte:

August = Brombeererntezeit!
Ich bin ja eigentlich für meinen „schwarzen Daumen“ bekannt und schaffe es irgendwie, dass selbst als unkaputtbar geltende Pflanzen eingehen… Hier mein Tipp für Brombeerbüsche: ignorieren, dann hängen in jedem Jahr mehr Beeren dran!

Nachdem ich im neuen Arbeitszimmer mein persönliches Paradies, einen Stoffschrank, eingerichtet und ein paar neue Schätze erstanden habe, konnte ich auch mal wieder nähen. Entstanden ist eine Wohlfühlhose (SM „Spielhose Lässig“, Leni Pepunkt) für Fiona (lange Beine hat die, unfassbar!). Die Kita-Erzieherinnen sind immer ganz aus dem Häuschen, wenn sie selber genähte Klamotten trägt („Ooohhh, gibt’s die auch in meiner Größe?“). Schönes Hobby! Und jetzt warten ein paar Erwachsenenstoffe darauf, zu Fledermausshirts verarbeitet zu werden und niedlicher Baby-Jersey für Strampler liegt auch schon griffbereit. Ein bisschen mehr Zeit bräuchte man noch 😉

Beim „Tollaboxen“ ist uns noch ein ungebasteltes Projekt aus einem der Vormonate in die Hände gefallen: der DIY-Drachenschweif! Passend dazu musste auch noch ein Drache ins Gesicht geschminkt werden und weil Fiona so begeistert von der Mund-Technik war und staunend und fauchend vor dem Spiegel stand (auf – zu – auf – zu …), zeige ich euch hier den wesentlichen Ausschnitt 😉

Gesammelte Zitate habe ich natürlich auch wieder für euch, hier sind sie:
Fiona ist 4 Jahre und 10 Monate alt.
(Sie trinkt Wasser mit Kohlensäure und verzieht das Gesicht)
„Iieeh, der Prickel ist mir in die Nase geraten!!“
„Fiona, kannst du mir ein Küchentuch holen?“
(ruft aus der Küche) – „Geht auch ein Zebra?“
(Dauerte bei mir etwas, bis es Klick gemacht hat: ZEWA…)
(Guckt „Es war ein Mal das Leben“)
„Guck mal, Mama, da werden die gerade gegen Peternuss geimpft!“
(zählt)
„Elf, Zwölf, Drölf“
„Weißt du was? Ich bin froh, auf der Welt zu sein!“
„Und, wie schmecken die Muffins?“
– „Hmm, lecker, schmecken wie Gummi!“
(zweifelhaftes Lob…?)
(Sie streckt sich, ich reiche ihr eine Hose)
„Ey, du störst mich beim Trainieren!“
„Oh nein, iPaddy hat keinen Akku mehr. Das habe ich befürchtet!“
(im Labyrinth)
„Das ist ein richtiges Irrland!“
(Wir fahren mit Papas Auto)
„Mama, woher weißt du eigentlich, wie Papas Auto funktioniert?“
„Guck mal, eine Herde Regenwolken!“
„Hör mal, ein entsetzliches Lied von Ice Age.“
– „Ein entsetzliches?!“
„Naja, eins, das man kostenlos dazu kriegt. Entsätzlich.“
– „Zusätzlich?“
„Äh, ja.“
(Sie isst eine viereckige Waffel)
„Die ist richtig gut haltbar, hier unten kann man mit den Fingern reingreifen.“
Schülerin drückt im Vorbeigehen eine Taste auf dem Akkordeon und meint enttäuscht:
„Ööhh, das ist ja gar nicht an!“
„Im Dezember werde ich euch nicht mehr unterrichten können, 
da soll unser Baby auf die Welt kommen.“
Schülerin: „Ach ja, da hast du deine Muttertage.“
und mein Highlight:
 
„Vielleicht wird unser Nachwuchs ein kleiner Steinbock!“
Fiona: „Naja, ein Baby wäre aber besser…“
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Schon gesehen?

Meinen ultimativen Kinderlieder-Geheimtipp, den alle Eltern zum Überleben der ersten Jahre kennen sollten, verrate ich euch als Gastbloggerin auf dem wunderbaren Babykeks-Blog von Sabrina: hier entlang

Lieblings-Tweets August

Vielen Dank für euren Zuspruch in den Kommentaren hier und auf der Facebookseite zu meinem Mama-Albtraum von gestern. Heute früh ein strahlendes Kind in die Kita gebracht, das fast vergessen hätte, mich zu verabschieden. WTF?! Auf Nachfrage sagte sie übrigens, sie habe einfach keine Lust auf Kindergarten gehabt. Das kenne ich. Geht mir auch manchmal so.

Nun aber zu den Twitter-Lieblingen im August, darauf freue ich mich jeden Monat immer ganz besonders! Dieses Mal lernen wir, was Kondome mit Zelten zu tun haben, wie man am Besten mit Briefen vom Finanzamt umgeht und, warum die Sache mit der Religion nur ein Fehler sein kann. Star der heutigen Lieblinge: der Berliner Busfahrer. Viel Spaß!

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"Ich will zu meiner Mama"

Ein ganz normaler Dienstag Morgen: liebevoll geweckt werden, aufstehen, frühstücken, anziehen, waschen, Zähne putzen, Haare kämmen, zusammen lachen, ein Kuscheltier für die Kita aussuchen und losfahren. Im Auto Fachgespräche über Biene Maja und das Motto für den 5. Geburtstag im Oktober. Alles gut. Vor dem Kindergarten angekommen einen akuten Schnuffelanfall kriegen und noch 5min im Auto sitzen bleiben und mit „Liem-Hasi“ kuscheln (der nur für die Fahrt dabei ist und normalerweise nicht mit in den Kindergarten geht, weil er viel zu wichtig ist…). Krümelmonster, der eigentlich heute mit rein sollte, im Auto lassen und stattdessen Hasi mitnehmen. Okay, ausnahmsweise… Danach folgte mein persönlicher Kita-Albtraum:

In der Garderobe angekommen, wollte sie plötzlich nicht Jacke und Schuhe ausziehen, sondern drückte sich mit dem Gesicht an mich. Nanu? Ich half ihr beim Ausziehen und wir gingen zum Gruppenraum, die Tür stand offen. Von Weitem winkte schon die Erzieherin. Ich kniete mich hin um sie zu verabschieden, mit einem Kuss, „Viel Spaß“ und „Ich hab dich lieb“, wie jeden Morgen. Auf ein Mal hing sie sich an meinen Hals, setzte sich auf meinen Schoß und sagte, sie wolle nicht hier bleiben und lieber mit mir mitkommen in die Schule. Oh nein! Ich redete die nächsten 10 Minuten wie mit einem kranken Tier. „Willst du mal gucken, was die anderen da basteln“, „wollen wir mal schauen, ob deine Freundin schon da ist“, „ihr geht nachher bestimmt in den Garten“, „weißt du schon, was es heute Leckeres zum Mittag gibt“, „Ich muss doch heute wieder in die Schule und danach hole ich dich ganz schnell ab“, … Nichts half. Beim heftigen Umarmen stieß sie sich zu allem Überfluss auch noch den Kopf am Türrahmen und die Tränen rollten. Ihre beste Freundin kam und sagte, sie könne gerne mitspielen mit dem Puppenhaus, allerdings gäbe es keine Puppen mehr. Ich: „Ach, da findet ihr bestimmt noch eine!“ Die Freundin: „Nee, wirklich, da sind nur noch zwei. Eine hat Amélie und eine habe ich.“ Super.
Kind klammerte weiter. „Ich will bei dir bleiben.“

Irgendwann kam die Erzieherin und flüsterte mir zu, sie glaube, wir sollten besser kurzen Prozess machen. Sie nahm Fiona auf den Arm, ich beugte mich rüber um sie zu küssen, als sie schon „neeeiiiiiin“ rief. Dann sagte ich ihr, dass ich sie lieb habe und ging. Im Flur hörte ich sie noch schreien: „ICH WILL ZU MEINER MAMAAA!“. Ich lief schneller, die Tränen rollten meine Wangen hinunter. Ich drehte mich nicht nochmal um obwohl meine Beine schwer waren wie Blei und ich am Liebsten stehengeblieben wäre. Die gesamte Rückfahrt im Auto heulte ich wie ein Schlosshund.
Immer wieder hallten die Worte in meinem Kopf nach, ich hörte sie rufen: „Ich will zu meiner Mama!“. Es hat mir fast das Herz gebrochen. Ach, was sage ich. Es HAT mir das Herz gebrochen.
Es erinnerte mich an meine Kindheit, ich hatte das auch manchmal. Ich weiß, wie schlimm dieses Gefühl ist in dem Moment und wie allein man sich fühlt. Aber ich weiß auch, dass es ihr nicht hilft, wenn ich sie dann wieder mit nach Hause nehme. Vielleicht ist sie einfach mit dem falschen Fuß aufgestanden. Den ganzen Morgen war alles okay. Sie mag die anderen Kinder und auch die Erzieherin sehr gerne. Ich weiß nicht, was sich heute früh in dem kleinen Kopf abgespielt hat. Während ich jetzt, nach über 2 Stunden, immer noch daran denke und mich kaum auf meine Unterrichtsvorbereitung konzentrieren kann, ist bei ihr bestimmt schon wieder alles in Butter und wenn ich sie abhole, wird sie sagen, ich sei viel zu früh, sie wolle noch im Garten spielen…

Zum Glück ist so ein „Anfall“ sehr selten, vielleicht 2x im Jahr, aber wenn, dann leide ich wohl noch viel mehr als sie. Ich glaube, durch die Schwangerschaftshormone kam es mir heute noch schlimmer vor. Ich weiß nicht, wie es euch geht, aber obwohl man eigentlich weiß, was man tun muss (verabschieden und gehen, Stichwort liebevolle Konsequenz), fühlt man sich in der Situation so hilflos. Es hätte nicht mehr viel gefehlt und wir hätten beide heulend auf einem viel zu kleinen Kindergartenstuhl gesessen und nach unseren Mamas gerufen. Kennt ihr das?

Und an Tagen wie heute wird einem bewusst, wie viel Wahrheit doch in dem Spruch mit dem Herzen steckt, das man ab der Geburt außerhalb seines Körpers trägt…

Foto: angieconscious/ pixelio.de

Security Check – eine Komödie in 3 Akten

Achtung, Klischees!

Foto: Andrea Damm/ pixelio

Es heißt ja, Frauen brauchen bei allem was sie tun e-w-i-g: telefonieren, aufs Klo gehen, einparken, Klamotten kaufen, Schmuck aussuchen, … Männer dagegen übermitteln am Telefon nur die wirklich relevanten Informationen (hallo – schönes Wetter – heute grillen? – ich kaufe Fleisch, du kaufst Bier – tschüss), tauschen auf der Toilette nicht Klatsch und Tratsch mit ihrem besten Kumpel aus, kommen ohne Aroma-Teelichter, bunte Lampenschirme und Bilderrahmen aus dem schwedischen Möbelhaus und sie kaufen im Geschäft auch nur das, was tatsächlich im Schrank fehlt. Ich zitiere Mario Barth: „HOOSE.“
Inzwischen ist mir allerdings schon mehrmals ein ganz untypisches Geschlechterklischee aufgefallen, und zwar beim Security Check am Flughafen.

FRAUEN

Während sie mit ihrem überdimensionalen Handgepäck in der einen und dem Kind an der anderen Hand in der Schlange zur Sicherheitskontrolle steht, beginnt sie schon, erst sich und dann das Kind zu entkleiden: Halstücher, Jäckchen, Sonnenbrillen, iPad, Handy, Flüssigkeiten-Zipper. Das Kind möchte auf den Arm, weil es sonst nicht so gut sehen kann. Mit der freien Hand wuchtet sie ihr Handgepäck auf das Band (in dem sich neben der Bord-Verpflegung für 3 Tage und den Personaldokumenten noch Malbuch, Stifte, Kuscheltiere und Kinderersatzkleidung befinden) und erklärt noch ausführlich, was genau hier gemacht wird, wo die Taschen hinfahren und warum die Menschen Uniformen tragen. Bevor sie durchgewunken wird, streift sie sich noch die Schuhe mit der Metallsohle ab und geht barfuß durch das Tor. Es piept nichts. Sie nimmt den Kasten mit ihren und den Sachen des Kindes in Empfang, geht damit einen Schritt zur Seite, zieht sich und dem Nachwuchs die Jacken wieder an, steckt das Handy in die Hosentasche, iPad und Flüssigkeiten ins Handgepäck, die Füße wieder in die Schuhe und wartet am Rand auf die mitreisenden

MÄNNER
1. Akt: Sie stehen in der Schlange zur Sicherheitskontrolle und halten in der einen Hand Bordkarte und Ausweis, in der anderen ihren Rollkoffer – bis sie an der Reihe sind. Was genau man alles ablegen muss („Gürtelarmbanduhrkleingeldhandykugelschreiberlaptopflüssigkeiten!“) lassen sie sich lieber noch mal vom genervten Sicherheitspersonal aufzählen, es ist einfach zu viel, um es sich zu merken…
2. Akt: Nachdem sie sich umständlich vor den Augen der wartenden Schlange „nackig“ gemacht haben, gehen sie durch den Metalldetektor, der auch prompt ALARM schlägt. Während sie noch mit der „Lupe ohne Glas“ durchsucht werden, wedelt schon der Sicherheitsbeamte mit dem Handgepäck: „Jehört dit Ihn‘? Bitte mal uffmachn.“ Als sie sich dann den Tränen nahe von ihrem geliebten Taschenmesser und der halbvollen Wasserflasche verabschiedet haben, scharrt schon eine Horde Reisewilliger dahinter mit den Hufen in Anbetracht des länger werdenden Staus und der bald startenden Maschine. 
3. Akt: „Alles ok, der Nächste bitte!“. Beim hektischen Zusammensuchen der Einzelteile aus dem Durchleuchtungskasten fällt der Laptop aus 1m Höhe auf die Erde. Aufgebrachtes Fluchen. Die Bordkarte flattert zu Boden, das Handy liegt noch im Kasten und dann will auch der Gürtel erst mal wieder ordnungsgemäß durch die eigentlich zu engen Schlaufen gefädelt werden, natürlich vor Publikum, sonst fehlt der Nervenkitzel. Völlig gestresst und beunruhigt (der gute Laptop! Und wo ist eigentlich meine Armbanduhr?!) muss er sich im Flugzeug als Einstimmung auf den Urlaub erstmal einen kleinen Schnaps genehmigen, um sich wieder entspannen zu können. Dann kann der Urlaub beginnen.
Doors closed. Cabin crew, prepare for take-off, Applaus.
Foto: Rainer Sturm/ pixelio
Kennt ihr?
P.S. Ähnlichkeiten mit real existierenden Personen, speziell aus der eigenen Familie, sind rein zufällig und nicht beabsichtigt.

Bloggeburtstag & Gewinnspiel

…huch!
Still und leise ist er letzte Woche an uns vorbei gezogen, der 3.Geburtstag von HexHex!
Happy Birthday, mein liebes Blog-Baby! 

Als ich angefangen habe zu schreiben, hätte ich nicht gedacht, dass es die Seite 3 Jahre später noch geben und sich tatsächlich ein kleiner aber feiner Leserstamm ansammeln würde, der regelmäßig vorbeisurft um zu sehen, was es bei uns Neues gibt. Meine liebste Schweizerin, Mama on the rocks, hat gerade heute „7 Tipps zum Bloggen“ veröffentlicht, mit der Fragestellung, wann bzw. ob man einen Blog schreiben sollte oder nicht. Schön zusammengefasst: wenn man in der tiefsten Stelle des Herzens den Drang verspürt: ich m-u-s-s schreiben.

Bloggerfreundschaften sind vielleicht nicht vergleichbar mit denen aus dem „echten Leben“, aber im Laufe der Zeit entsteht doch eine ganz besondere Basis, vor allem bei Elternbloggern mit gleichaltrigen Kindern. Seit ich bei Twitter aktiv bin (wogegen ich mich übrigens lange gewehrt habe), habe ich auch dieses Netzwerk als Plattform für den Austausch untereinander schätzen und lieben gelernt und bin froh, dass sich das alles durch das Bloggen ergeben hat! Kurzum: schön, dass es euch gibt!

Als Dankeschön für eure Treue möchte ich zum Bloggeburtstag auch wieder eine kleine Verlosung starten. Zu gewinnen gibt es für euch 2 Mal ein komplett kostenloses Fotobuch von myphotobook.de für iPad-Nutzer im Wert von je 29,90€! Yay!

Das Erstellen von Fotobüchern macht zwar großen Spaß, frisst aber meistens viel Zeit. So stapeln sich dann in digitalen Haufen die zahllosen Bilder der vergangenen Monate auf dem PC (besonders „schlimm“ mit Kinderfotos, wie ich finde!) und man denkt regelmäßig: „Schade drum! Eigentlich müsste man….“.
Warum nicht mit einer kostenlosen iPad-App abends gemütlich auf dem Sofa Fotos auswählen, mit wenigen Clicks Layout und Hintergründe anpassen, Buchtitel festlegen und bequem versandkostenfrei innerhalb Deutschlands nach Hause schicken lassen? Mit der intuitiv zu bedienenden myphotobook-App wird genau das möglich gemacht: verschiedene Stile, über 40 Fotofilter und Effekte und Platz für 140 Bilder. Das Fotobuch im handlichen iPad-Format (18,5 x 24 cm), so einfach wie genial! Wer seine Erinnerungen wie ich auch gerne zum Anfassen im Regal hat, sollte sich die Chance auf eines von 2 kostenlosen Fotobüchern nicht entgehen lassen!

Hier die Spielregeln:

1. Blogleser (links in der Sidebar auf „Mitglied dieser Site werden“ clicken) und/oder Facebookfan sein.
2. Bis 31.08.14, 23:59 Uhr einen lieben Geburtstagsglückwunsch als Kommentar da lassen.
3. Für ein zweites Los den Link zum Gewinnspiel bei Twitter/Facebook/Google+ teilen – kein Muss!

Die Gewinner werden per random.org ausgelost und auf der hexhex-Facebookseite bekannt gegeben!

Viel Glück!

Schwanger – der dritte Monat

Der dritte Monat, Woche 9 – 12 
(oder: Endspurt der längsten 12 Wochen meines Lebens…)

„Hey dritter Monat, hallo! 9. Woche, das klingt schon total schwanger! Ab sofort heißt du Fötus und nicht mehr Embryo („Keimling“). Du bist ca. 1,4cm groß und fängst jetzt an, deine Mini-Arme und Mini-Beine zu bewegen, natürlich noch nicht spürbar. MORGEN ist er endlich, der große Tag, an dem wir uns sehen bzw. eher ich dich. Ich weiß gar nicht, was ich fühlen soll: aufgeregt, vorfreudig, ängstlich, zuversichtlich, panisch, ruhig, zufrieden, verliebt, hoffnungsvoll, beunruhigt – irgendwie alles gleichzeitig!“

Auch wenn zu dem Zeitpunkt (bis auf einen kleinen Blähbauch) äußerlich meist noch nicht viel zu sehen ist, arbeitet der weibliche Körper in diesen Wochen auf Hochtouren. Er baut um und an, produziert Zellen, Blut und was er sonst noch so braucht für einen 2-Personen-„Haushalt“. Vor allem aber beschert er der werdenden Mama eines: Hormone! Diese kleinen Biester sorgen zwar einerseits dafür, dass man auch noch in den nächsten 7 Monaten von der Regel verschont bleibt, andererseits sind sie auch verantwortlich für die wirren Gedanken und gegensätzlichen Gefühle, die man plötzlich mit sich herum trägt (siehe oben).

„Ich hatte einen aufgeregten Blutdruck von 129/85 und habe auf dem Stuhl beim Arzt fast die Luft angehalten vor Anspannung! Endlich die erlösenden Worte: „HERZLICHEN GLÜCKWUNSCH!“ Yes! Kein Suchen und kein Raten: sofort die große Fruchthülle mit Dottersack und Inhalt auf dem Monitor! Ein „großer“, kräftiger Embryo mit erkennbarem Kopf und Körper und deutlich schlagendem Herzchen. 1,44cm großes Glück, das entspricht SSW 7+6, also nur 4 Tage weniger als nach meiner Rechnung. Das ist absolut im Rahmen und kann auch durch Messungenauigkeiten entstehen. Dadurch ergibt sich allerdings als Entbindungstermin eine Punktlandung am Heiligabend, 24.12.2014. Das wird spannend, ein Weihnachtswunder! DU BIST DA UND ES GEHT DIR GUT!!! Ich könnte die ganze Welt umarmen. Endlich haben sie auch Blut abgenommen und das ganze Schwangerschaftsprogramm gestartet. Es ist offiziell, ich bin ZWEI! Mutterpass gibt’s leider erst nächstes Mal in 4 (!) Wochen, eine gefühlte Ewigkeit…“

Der Übergang vom 3. zum 4. Monat ist die magische Grenze, ab der eine Fehlgeburt sehr unwahrscheinlich wird. Manche Ärzte warten mit dem Ausstellen des Mutterpasses tatsächlich bis zum Beginn des 4. Monats. Vorher gilt das Alles-oder-Nichts-Prinzip: geht bei der Zellteilung oder der Entwicklung des Embryos irgendetwas schief, beendet die Natur die Schwangerschaft in diesem frühen Stadium. Neben den ganzen guten Gedanken und der wöchentlich wachsenden Vorfreude, wächst aber auch noch etwas anderes: die Angst um die anderthalb Zentimeter Mensch im Bauch. Sie begleitet einen von dem Zwei-Linien-Moment auf dem Klo an und wird in diesen letzten 4 Wochen vor Ablauf des „kritischen Countdowns“ nicht unbedingt besser. Selten sind Tage und Wochen so unglaublich langsam vergangen wie die des dritten Monats… Außerdem möchte man endlich allen sagen, was los ist, Aufklärungsarbeit leisten über die anhaltende „Magenverstimmung“ der letzten Wochen und sich am Liebsten die frohe Botschaft mit Edding auf die Stirn schreiben. Nur noch 2-3 Wochen den Mund halten. Fiona fragte in dieser Zeit immer öfter aus heiterem Himmel, wann wir denn ein Geschwisterchen kriegen würden. Sie wünsche es sich doch schließlich so sehr. „Bald, mein Schatz. Bestimmt ganz bald…“

„Hallo Baby, du bist jetzt schon ca. 2,5cm groß, wiegst gerade mal 4,5 Gramm und siehst aber schon aus wie ein richtiger kleiner Mensch! Alles ist schon dran und muss „nur noch“ wachsen und reifen. Das Gefühl, einen echten Minimenschen im Bauch spazieren zu tragen ist immer noch so unwirklich und beim 2. Mal nicht weniger aufregend als beim ersten! Diese Woche wächst deine Nasenspitze und deine individuellen Hand- und Fußabdrücke bilden sich aus. Ein Wunder! In ein paar Tagen kann ich auch endlich deine große Schwester einweihen. Ich platze sonst!“

Und weil ich bei Fiona vor 5 Jahren Anfang der 11. Woche zum Ultraschall war und in dieser Zeit das mit Abstand niedlichste Bild der gesamten Schwangerschaft bekommen habe („Oh, ein Gummibär!“), habe ich nach meinem Arztbesuch telefonisch noch einen zusätzlichen Termin vereinbart für genau diese Zeit, einerseits zur Beruhigung für mich und andererseits, um das kleine Gummibärchen auf dem Monitor nicht zu verpassen. 21€ ist er mir allemal wert, dieser zusätzliche Ultraschall. Yippie!

„Der absolute Wahnsinn, Baby! Ich hab immer noch solche Herzaugen, wenn ich an den Moment denke, als wir uns „gesehen“ haben. Du bist in den vergangenen 2 Wochen unglaublich gewachsen, ganze 3,68cm groß von Kopf bis Po (SSL = Scheitel-Steiß-Länge) und ein richtiges, echtes, kleines Menschlein. Es war wie im Film: Ultraschall an, Baby da, du hast dich kräftig bewegt und es sah aus, als würdest du am Däumchen lutschen. Ich hätte stundenlang zusehen können, wie du dich bewegst, so schwerelos in deinem Zuhause. Das ist so emotional und gleichzeitig so unwirklich: das da auf dem Bildschirm ist in meinem Bauch drin! Waaaah! Mein Baby! P.S. Abends mörderschlecht und gekotzt. Aber egal. Ich bin einfach nur glücklich.“

In dem Moment, als auf dem Monitor zu sehen war, wie du deine Mini-Beinchen streckst und strampelst, hörte ich meine Mama hinter dem Vorhang schniefen. Die durfte mit zum Termin und war fix und fertig und total überwältigt. 1986 war die Technik noch eine andere. Dass man heutzutage bereits ein paar Wochen nach der ersten Zellteilung ein dreieinhalb Zentimeter großes Kind und u.a. dessen 10 winzige Finger so genau sehen kann, davon war man vor 28 Jahren noch ein ganzes Stück entfernt.

Im Verlauf des dritten Monats war ich abends immer so tot, dass ich mich zu nichts mehr in der Lage fühlte. Manchmal habe ich nicht mal mehr geschafft, mit Fiona Zähne putzen zu gehen. Übel war mir auch immer noch, nicht mehr ganz so oft, aber wenn, dann richtig. Da half nur liegen und Augen zu!

„12.SSW – heute sind es noch genau 200 Tage, 80 schon geschafft! Ich dachte, dass das Schlecht-Level inzwischen schon bei Null angekommen sein müsste, ist es aber nicht! Tagsüber ist alles okay, aber abends lege ich mich um 7 auf die Couch und stehe nicht mehr auf, so schlapp! Und überhaupt, was ist eigentlich mit meiner Haut los? Ich hatte nie typische Teenie-Probleme mit Pickeln und unreiner Haut. Bis jetzt. Fast täglich ist irgendwo was im Gesicht, was da nicht hingehört. Habe mir (zum ersten Mal in meinem Leben!) Concealer gekauft und jetzt auch eine dunkle (haha) Ahnung, wofür Frauen sowas benutzen. Mein Schwangerschaftsnewsletter meint dazu: entweder strahlen Sie jetzt, wie nur eine werdende Mama strahlen kann – leuchtend-gesunder Teint, schöne Nägel und volles, glänzendes Haar ODER das genaue Gegenteil tritt ein.“  Hauptgewinn, würde ich sagen.

Mein Newsletter kündigte mir übrigens neben dem Gegenteil eines strahlenden Teints auch den hCG-Peak für diese Zeit an. Danach nimmt die Hormonkonzentration wieder etwas ab und demzufolge sollen auch Übel- und Müdigkeit weniger werden. Naja, die Hoffnung stirbt zuletzt!

„Ich warte schon sehnsüchtig auf den Energieschub, der kommen soll, wenn die ersten 3 Monate geschafft sind. Kann mir im Moment nicht vorstellen, jemals wieder so fit zu sein, um ins Fitnessstudio zu gehen oder überhaupt irgendetwas Zusätzliches zu machen außer den täglichen Abläufen und der Arbeit. Ach übrigens, Wehwehchen fangen schon an, haha! Wenn ich mich im Bett von einer auf die andere Seite drehe oder ruckartige Bewegungen mache, zieht es in der Leiste. Sollen wohl die Mutterbänder sein. Körperteile, von denen man nicht weiß, dass man sie hat. Meine Waage zeigt schon – ähm – ein bisschen mehr an als noch vor ein paar Wochen, aber ich esse ja auch fast alles, das mir in den Weg kommt und das permanent. Ein elender Teufelskreis: je weniger Pausen ich zwischen den Mahlzeiten lasse, desto weniger schlecht ist mir… Vielen Dank dafür.“

„Du wirst große Schwester!“

„Fiona war letzten Mittwoch Mittagskind. Ich habe Kindersekt zum Anstoßen gekauft, wir haben zusammen gekocht und dann habe ich zu ihr gesagt, dass es etwas zu feiern gibt: „Nono, du wirst große Schwester! Wir kriegen ein Baby!!“ Sie machte riesengroße Augen und sagte: „Echt?! Zeig!“ Ich habe ihr ein Ultraschallbild gezeigt („Hihi, Mama, sieht aus wie ein Elefant!“) und ihr einen Button geschenkt, auf dem „Große Schwester“ steht. Den trug sie ganz stolz und wollte ihn nicht mal zum Schlafen abmachen. Außerdem küsst sie inzwischen regelmäßig meinen Bauch abends („bye bye, Baby, kiss good-night“) und cremt ihn ein. Hach! P.S. Mein kleines Dezemberchen, du sorgst nun schon seit 3 Monaten für so ein Durcheinander in meinem Körper, würdest aber noch locker auf einen Suppenlöffel passen. Verrückt, das! Wir bekommen tatsächlich ein Baby, so richtig echt und ohne Quatsch!“

……………………………………………………to be continued…………………………………………………….

<– 2. Monat