Best-Of März

Beim Sichten und Sortieren der Märzbilder (stolze 1,6 GB!) ist mir erst mal aufgefallen, was für aufregende und ereignisreiche 4 Wochen hinter uns liegen! Los ging es mit der Eröffnung des neuen Kindergartens, bei der wir ganz vorne in erster Reihe gestanden haben, als das Band feierlich durchgeschnitten wurde. Die Eingewöhnungswoche lief völlig problemlos und Fiona ist inzwischen richtig „angekommen“ und sehr glücklich dort. Das Abholen dauert immer um die 30 min, weil es so viel zu quatschen gibt mit anderen Mamas und die Kinder sich gar nicht trennen wollen. Wir haben schon überlegt, eine Elterncafé-Initiative einzurichten, damit wir nicht immer auf dem Gang stehen müssen. Das Kita-Konzept ist von vorne bis hinten gut durchdacht mit liebevollen Details wie dem „Kinderrestaurant“, wo alle gemeinsam Mittag essen, oder dem kleinen Tisch mit 2 Stühlen im Büro der Leiterin (das „Kinderbüro“, falls jemand zwischendurch „arbeiten“ möchte). Die Entscheidung für die neue Kita war goldrichtig und wir fühlen uns beide pudelwohl!


Weil direkt am 2. Tag im neu eröffneten Kindergarten noch keine Faschingsparty gefeiert wurde, habe ich das mit meinen Kursen der musikalischen Früherziehung gemacht. Fiona durfte an 2 Tagen mitkommen und konnte so auch alle Kostüme auftragen, die sie sich ausgesucht hatte. Die Meerjungfrau am ersten Tag hatte beim Eierlauf ein bisschen Probleme mit ihrer Flosse („Nein, Mama, du musst die wirklich ganz eng nähen, wie eine richtige Flosse!“) und der Pirat am zweiten Tag wollte erst einen echten Bart und eine Schnittwunde und später noch Lipgloss dazu haben…
Ich habe mich natürlich auch verkleidet, wie ich es den Kindern versprochen habe: mit einem großen spitzen Hexenhut mit herabhängenden „Spinnweben“-Fetzen und Mäusen, die aus dem Hut kommen, einem genauso „fetzig“-zippeligen Kleid und natürlich gruseligem Face Painting. Letzteres war aber wohl so unheimlich, dass eine meiner süßen Mäuse direkt auf der Treppe kehrt gemacht hat und ich Einiges an Überzeugungsarbeit leisten musste, dass ich wirklich ich bin ^^

Über’s Frauentags-Wochenende ging es spontan noch mal nach Heringsdorf an die Ostsee, Freitag Abend hin, Sonntag Abend zurück. Die Temperaturen waren schon frühlingsmild und man konnte z.T. ohne Jacke in der Sonne sitzen. Wir hatten wieder großes Glück mit dem Wetter und konnten bei wolkenlosem Himmel über die Seebrücke spazieren, hungrige Möwen füttern, im Sand buddeln, Muscheln sammeln und Fisch essen. Und auch, wenn man Sonntag Abend völlig fertig und erschlagen in’s eigene Bett fällt: es lohnt sich! Das Wochenende kam mir gleich doppelt so lang vor!

Zwischendurch habe ich wegen der wärmeren Temperaturen (und weil das Kind ein großer Piratenfan ist) mal wieder mit der neuen Overlock-Nähmaschine rumprobiert und den Stoff mit den piratigen Totenköpfen ein bisschen femininisiert, mit rosa-gestreiftem Bündchen und pinker Schleife (SM Beanie von Leni Pepunkt). Das Ergebnis gefällt Fiona und mir sehr gut, man sollte öfter mal mutig sein 😉 Jetzt kann die dicke Strickmütze endlich ihren Sommerschlaf antreten.

Die aktuelle Tollabox mit dem Motto „Piraten-Abenteuer“ kam – wie ihr seht – absolut gelegen! Mit dem Selbermach-Strand (aus Mehl u. Babyöl) hatten wir beide großen Spaß und auch der Staubsauger kam voll auf seine Kosten! Denn nachdem Polly Pockets und Freunde genug im Sand gespielt hatten, gab ich ihr einen Löffel, um kleine Kanonenkugeln zu bauen, die sie wieder zurück in die Schüssel schießen konnte. Nach „Kanonenkugeln“ hatte sie scheinbar abgeschaltet, denn als ich nach einer Weile zurück kam, hatte sie getestet, wie weit man die Kugeln durchs Wohnzimmer katapultieren kann… Ups. Außerdem habe ich diesen Monat die liebe Béa, den kreativen Kopf hinter der Kiste, endlich auch persönlich kennengelernt. Eine tolle Frau mit genialen Ideen!

Mit dem Angrillen ist meine Familie ja immer recht früh dabei, aber Mitte März ist, glaube ich, auch für uns ein neuer Rekord. Inzwischen haben wir es schon mehrfach wiederholt, denn wenn es nicht gerade regnet, ist jedes Wetter Grillwetter. Am vergangenen Wochenende haben wir das Grillen mit dem Frühjahrs-Garteneinsatz verbunden, in der DDR Subbotnik genannt (von russisch „Sonnabend“). Fiona ist extra samt Gartenhandschuhen mit in den Baumarkt gekommen, damit sie beim Tragen der Blumen helfen kann. Einige hübsche Petunien, Schmetterlingsgeranien und eine Hortensie habe ich gepflanzt (sch****, ich werde erwachsen…), dazu noch drei Erdbeeren wie im letzten Jahr für den Balkon und noch ein bisschen Kleinkraut, wie die fleischfressende Pflanze, die Fiona unbedingt haben musste. Ich weiß ja nicht, wie es euch geht, aber bei „Insectivoren“, so deren Oberbegriff, geht immer meine Fantasie mit mir durch, also nachts lieber schön die Füße unter der Bettdecke lassen 😉

Ich bin ja ein Fan von Dingen in kleiner Ausfertigung und kann deshalb am Tchibo-Regal nur selten unbeschadet vorbeigehen. Diesen Monat sind es die niedlichen Guglhupfe (-hupfs?! -hupfen?!) geworden, die dann auch gleich zum Geburtstag der Leiterin mit in die Kita genommen wurden. Allerdings sah die Küche nach dem bunten Dekorieren so aus, dass wir einen Moment überlegt haben, sie gleich ganz abzureißen ^^ Außerdem entstanden sind im März mehrere Tröstifanten (SM Freebook „Elefantös“, Farbenmix) in klein und groß, z.B. für Fionas ehemalige Erzieherin zum Abschied, damit sie für ihre Babygruppe im neuen Kindergarten gleich das passende Kuscheltier parat hat. Sind die nicht süß?

Fiona hat sich vor ein paar Tagen ihre große Playmais-Kiste geschnappt und fröhlich drauf los geklebt. Als sie mir das fertige Ergebnis präsentiert hat, bin ich aus dem Staunen nicht mehr raus gekommen: richtige Osterhasen mit Korb und Eiern! Sie hat herausgefunden, dass man die dicken Playmais-Stücke auch wie Knete rollen kann, dann sehen sie nämlich aus wie lange Ohren. Tolle Idee, das geht ins Blog-Archiv als erstes Nono-Tutorial ein!

Mit unseren Jahreskarten im Portemonnaie haben wir uns gestern spontan für einen Tierpark-Besuch entschieden. Mit der Idee waren wir nicht die Einzigen. Die Erwachsenen ohne kleine Kinder waren in der Stadt beim Halbmarathon und der ganze Rest scheinbar im Tierpark. Wir hatten trotzdem einen schönen Nachmittag, denn man sieht jedes Mal etwas, was man davor noch nie gesehen hat. Nach dem Spielplatzbesuch war ich allerdings ganz schön hinüber, denn behalte mal auf einem Wimmelbild dein Kind permanent im Auge. Höchst konzentriert versuchten wir die ganze Zeit, unserem Flummi mit den Augen zu folgen und wissen spätestens jetzt, dass für den nächsten Tierparkbesuch an einem schönen Sonntag Hose und Shirt aus bunten Stoffresten in Signalfarben genäht werden….
P.S. Bei dem vorderen Känguruh war ein Baby im Beutel. Wenn die Mutter sich zum Fressen runtergebeugt hat, konnte das Kleine direkt von der Wiese mitfressen. Baby-Led Weaning, sozusagen ^^

Der März hält auch wieder wunderbare Zitate für euch bereit und ja, alles hat sie tatsächlich genau so gesagt. Hier sind sie:
Fiona ist 4 Jahre und 5 Monate alt.

 „Meine Füße tanzen vor Glück!“
„Guten Morgen, Fiona! Warum guckst du denn so zerknickt?“
– „Hm, ich fragte mich nur gerade, wo Hasi ist.“
„Bei der Eröffnungsfeier hat meine neue Erzieherin mich immer so lustig angeguckt.“
– „Achso? Wie denn?“
„Na sie hat immer ein Auge auf und zu gemacht.“
„Wie heißt der Laden, in dem man Schmuck kaufen kann?“
– „Iuiwier.“
„Was willst du denn werden, wenn du groß bist?“
– „Zwölf.“
„Das hat geschmeckt, wie die Bouletten, die wir bei KENIA gekauft haben.“
(Möbelschwede)
„Wer ist die tollste Person auf der Welt?“
– „Ich.“
„Guck mal, Mama, die Sonne zwinkert mir zu! Sie strahlt genau auf mich!“
„Wir dürfen den Garten von der Kita noch nicht benutzen. 
Die Arbeiter bauen erst noch ein Gehege drum rum.“
„Ich esse für IMMER Brötchen mit Bärchenwurst zum Frühstück. 
Auch, wenn ich tot bin.“
„Ich hab mich ganz oft gestoßen. Da war ich gestern wohl ein echter Bruchpilot.“
(zum Kater)
„Ey, dein Schnurrbart kratzt mich!“
(Ich kämme ihre Haare)
„Mama! Das ziept! 
Merkst du etwa nicht, dass meine Haare noch an meinem Kopf dran hängen?!“
„Meine Zunge fühlt sich perlig an.“
„Guck mal, der Aal lummert hier rum.“
(Fiona weiß, wie man kleine, dünne Stöckchen zu einem „Paket“ bindet, 
damit sie im Lagerfeuer besser brennen und sagt zu mir:)
„Tja, Mama, wenn wir mal auf einer einsamen Insel sind, kann ICH dir ein Feuer machen.“
„Hat man in der Schule auch Sport als Fach?“
– „Ja, klar.“
„Das ist gut für mich. Ich bin ja auch sehr kraftvoll.“
„Ist Obst gesund?“
– „Ja, da sind viele Vitamine drin. Weißt du, was das ist?“
„Ja, das sind so kleine bunte Buchstaben im Körper.“
„Kennst du Frühlingsblumen?“
– „Klar: Krokus, Tulpe und Osterhasenglöckchen.“
„Ich erinnere mich, das war übergestern! 
Äähh nee, ich meinte eher das dritte Gestern.“
(sie streicht sich gedankenverloren über die Nasenwurzel)
„Häh? Ich wusste gar nicht, dass man auch Fell auf der Nase hat!“
(beim Kartenspielen)
„Mal sehen, was du zu bieten hast!“
„Morgen wird die Zeit umgestellt.“
– „Welche Zeitung?“
(im Sandkasten)
„Soll ich dir ein Eis backen?“
– „Ja, gerne. Welche Sorten hast du denn im Angebot?“
„Hmmm, Schoko, Vanille, Erdbeer und Hyazinthengeruch-Joghurt.“
„Ich weiß, wie JA auf Englisch heißt: Ay Ay Sir!“
Fiona gibt allen möglichen Dingen Kosenamen mit i, z.B. „Bolli“ für den Bollerwagen 
oder „Spirali“ für die bunte Spirale. Am Spielzeugtag nimmt sie eine Aufklapp-Muschel fürs Handgelenk mit und verkündet laut deren Spitznamen…
„Können wir der Muschel nicht ausnahmsweise einen anderen Namen geben?“
„Nö. Ich will sie aber so nennen…“
Ich wünsche euch und uns einen guten Start in den April und, dass der Frühling bleibt!
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Autor: Mama 2.0

stoffverliebte 2fach-Mama, Berlinerin, iphoneaddict, Musikpädagogin. Liebt buntes Klebeband, geistige Herausforderungen und hat sich den Blick für das Schöne bewahrt. Happiness is not a destination, it is a way of life. Glas ist halbvoll und so, wa?

6 Kommentare zu „Best-Of März“

  1. Liebe Vivi,

    Ich liebe die Best-Of-Posts! Ich habe mich mal wieder köstlich amüsiert und meine Nachbarn durften wieder an meinem Lachflash teilhaben. Ich würde gerne mal die Eissorte „Hyazinthengeruch-Joghurt“ probieren 😉
    Ein Glück hast du so ein „kraftvolles“ Töchterchen, dass jedes Mal mit ihrem (kraftvollen ^^) Sprachwissen glänzt.

    Liebste Sonnengrüße aus Poznań ♥

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