2014+: Viereinhalb Fragen an Hexhex

Vor Kurzem fragte mich die liebe Béa von der Tollabox, ob ich nicht Lust hätte, an einem kleinen Interview teilzunehmen. Da ich eine der ersten Bloggerinnen war, die ihre Box und ihr Konzept getestet und vorgestellt haben, mich nach wie vor jeden Monat wie ein kleines Kind freue, wenn der Postbote 2x klingelt (weil er sie nicht durch den Briefkastenschlitz kriegt) und sowohl als Mama als auch als Pädagogin zu 100% hinter dem wunderbaren PLAYDUCATION-Konzept stehe, hatte ich natürlich Lust dazu und bekam umgehend die viereinhalb Fragen ins Mailpostfach.
Das Interview steht unter dem Motto „2014+„, hier ist es:

2 … deiner hervorstechendsten Eigenschaften?

2 meiner hervorstechendsten Eigenschaften sind wohl der trockene Berliner Humor und mein Ehrgeiz, ein typischer Steinbock eben. Man sagt mir nach, ich sei ein „Vorzeigeexemplar“ des gehörnten Sternzeichens, ziemlich stur und immer mit dem Kopf durch die Wand. Ich selber sehe das als Kopf voller Ideen, der manchmal beim Verfolgen seiner Ziele die Wände im Weg übersieht das passiert besonders häufig, wenn man das Leben fotopoetisch durch den Sucher seiner Kamera betrachtet. 

0…. Verständnis hast du für?

0 Verständnis habe ich für die, die aufgehört haben, Kind zu sein und nicht wissen, 
dass Lernen ein lebenslanger Prozess ist. 

(hier rechts im Bild: die kleine Vivi im Jahre 1987)





1… dein Ein & Alles?

Mein Ein und Alles ist natürlich die Familie, aber auch ohne Musik könnte ich nicht leben. Ich habe schon in jungen Jahren die Liebe zum Akkordeon entdeckt, vielleicht ungewöhnlich für manchen, der das Instrument ausschließlich mit dem Seniorenstadl der Volksmusik und einem gewissen Florian S. verbindet. Das ist übrigens genau so falsch wie die ausländische Annahme, alle Deutschen trügen Lederhosen und äßen den ganzen Tag Eisbein… Ich mache genau das Gegenteil, alles außer Volksmusik: Jazz, Musette, Tango, Pop, Rock, Weltmusik und zeige dem Publikum regelmäßig, dass eines der facettenreichsten Instrumente in fast jeder Musikrichtung zu Hause ist. Weil ich das Glück habe, mein Hobby zum Beruf gemacht zu haben, gibt es auf meinem Blog auch ab und zu kleine Episoden aus meinem Alltag als Musikpädagogin zu lesen. 

4…. Dinge, mit denen du am liebsten (mit deinen Kindern) spielst?

mit Musikinstrumenten, mit unserer Fantasie, mit Seifenblasen und mit Meerwasser + Sand. 

+ Welche Fragen hättest du am liebsten beantwortet, die wir nicht gestellt haben?

Die Frage nach einem Lebensmotto vielleicht. Es wäre die große Weisheit aus dem kleinen Prinzen: „Man sieht nur mit dem Herzen gut. Das Wesentliche ist für die Augen unsichtbar.“ 
Antoine de Saint-Exupéry)
Außerdem finde ich, wir sollten viel öfter auf unser Herz hören, uns die Zeit nehmen, unseren Kindern einen Regenbogen zu zeigen, gemeinsam durch Pfützen springen, den Spielplatz erobern und manchmal auch einfach ohne Netz und doppelten Boden tun, was uns glücklich macht. Man lebt nur ein Mal, aber wenn man das richtig anstellt, ist ein Mal auch genug (Joe E. Lewis).

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Wenn…

Es ist schon ein paar Tage alt, aber dennoch: ein glückliches neues Jahr, ihr Lieben!
Nachdem ich schon eine Anfrage über meinen Verbleib in den letzten 2 Wochen erhalten habe, melde ich mich hiermit nun wieder zurück. Nach der Rückkehr aus dem Urlaub ging sofort der Unterrichtsalltag wieder los und ich konnte mich vorerst nur häppchenweise diesem Post widmen…

Ausführliche Urlaubsberichte von unserem Lieblingsreiseziel Ägypten gab es z.B. hier und hier schon, deswegen heute mal ein sehr persönlicher und emotionaler Rückblick in ganz anderer Form. Eine besondere Reise verdient schließlich auch einen besonderen Post. Hope you’ll like it!

Ägypten ist, wenn…
…man bei der Landung das Gefühl hat, nach Hause zu kommen.

…man mit einem herzlichen „Welcome back!“ im Hotel begrüßt wird.
…man den ganzen Reisepass voller Sticker und arabischer Schriftzeichen hat.
…man in der Sonne die Zeit vergisst.

…man dem Koch auf Englisch vorzählt, wie viele Waffeln man zum Frühstück essen möchte.
…man wieder alle Strophen von „Veo Veo“ auswendig mitsingen kann.
…man nicht weiß, wie man alles essen soll, was man probieren möchte.
…man sich mit einem einfachen Lächeln verständigen kann.
…man Sand als das beste Spielzeug betrachtet.
…man sein persönliches Paradies gefunden hat.
…man mit 4 Jahren Schnorcheln (mit durchaus interessanter Technik!) als neues Hobby entdeckt hat.
…man Stunden zu Minuten und Minuten zu Stunden macht.

…man sich nach 27 Jahren einen persönlichen Traum erfüllen konnte.
(Ein Mal im „Sommer“ Geburtstag haben!)

…man das arabische Trommelständchen der Kellner bekommt, auf das man sich schon Jahre freut.

 …man mit 60 Sachen auf einem Quad durch die Wüste heizt und am Horizont das Meer sehen kann.


…man wunschlos glücklich die Kerze auf der Torte auspustet.

…man die Sonne als das schönste Geschenk empfindet.

 
…man so voller Eindrücke ist, dass man abends nicht einschlafen kann.


…man nicht weiß, was blauer ist: der Himmel oder das Meer.

…man das Zeitgefühl völlig verliert. Noch Freitag oder schon Montag?!

…man das Salz auf dem Fell fühlen kann.

…man nicht weiß, wie man all die Schätze transportieren soll.

…man zufrieden mit der Fischkarte im Arm einschläft.


…man das Gefühl der Freiheit zwischen den Zehen spüren kann.


…man das Leben plötzlich so einfach findet.

…man den Geruch des Glücks in der Nase mit nach Hause nimmt…

…man weiß, dass es nicht das letzte Mal gewesen ist.