(noch) Nicht Frohe Weihnachten!

In der Blogroll von heute gibt es wohl keinen Post, der nicht das Wort „Weihnachten“ bzw. „24“ oder „Adventskalender“ enthält. Ich schließe mich an, wünsche euch aber noch nicht „Frohe Weihnachten“, denn das sagt man doch erst am 1. Feiertag, oder? Trotz ziemlich unchristlicher +10°C, wie ich sie mir dieses Jahr zu Ostern gewünscht hätte, steigt die Vorfreude mit jeder Minute. Wenn eine aufgeregte 4-jährige im Haus rumspringt, muss man sich vom Weihnachtswahn einfach anstecken lassen.
Weil meine Liebe zum Weihnachtsbaum mit jedem Tag nach dem Fest rapide abnimmt und er spätestens zum Neuen Jahr das Feld räumen und die Wohnung auf direktem Wege im freien Fall vom Balkon verlassen muss, haben wir ihn in diesem Jahr schon am 2. Advent aufgestellt und erfreuen uns nun schon ein paar Tage am gemeinschaftlich geschmückten Musik-Tannenbäumchen.

Wenn man – wie ich – gleich zu Beginn des neuen Jahres Geburtstag feiert, darf da nicht noch der geschmückte „Endjahresballast“ vom Vorjahr stehen. Platz für Neues. Wie heißt es beim Schweden immer so schön, wenn sie die Bäume aus dem Fenster werfen? Knut?!

Heute wird es bei uns eine Besonderheit geben: wir bekommen Besuch, vom echten Weihnachtsmann! Meinen Papa können wir ihr nicht mehr verkaufen, da stellte sie letztes Jahr nämlich schon fest, dass der Weihnachtsmann enorme Ähnlichkeit mit Opa und sogar die gleiche Stimme hatte! Na sowas! Also habe ich mich in diesem Jahr vertrauensvoll ans Weihnachtsmannbüro gewandt, denn die schicken einem am Heiligabend Weihnachtsmänner, Christkinder und das ganze Zubehör wie Elfen, Engel und, was er sonst noch so braucht.
Ich habe die Tage schon mit ihm telefoniert, ein echtes Berliner Urgestein. Ich bin so gespannt auf ihr Gesicht, wenn der Wahrhaftige vor der Tür steht! Geplant hat sie ja ein langes Gedicht und ihr Lieblingsweihnachtslied („eine Muh, eine Mäh“), aber dass es tatsächlich zum Vortrag kommt, dafür würde ich nicht meine Hand ins Feuer legen. Vielleicht ist man auch viel zu sehr mit Staunen beschäftigt. Also ich habe ja immer Rotz und Wasser geheult, wenn der Weihnachtsmann im Kindergarten war ^^
Sie hat übrigens gesehen, dass ich das Geschenkpapierset im Auto hatte und ich musste mich schnell rausreden mit „Der Weihnachtsmann hat mich angerufen und gesagt, dass ich es für ihn kaufen soll…“ Immerhin, ist ja sogar die halbe Wahrheit. Angerufen hat er!

Ist das Papier nicht süß?

Fiona ist in den letzten Wochen zur absoluten Über-Puppenmama „muttiert“, keinen Schritt mehr ohne ihre Zoé. Seit Neustem werden der abends sogar die Zähne geputzt und Nono schimpft wie ein Rohrspatz, wenn Zoé das mal vergessen hat! Ich wette, der Weihnachtsmann hat auch eine Kleinigkeit für die Lieblingspuppe im Sack, z.B. Söckchen und Schuhe, denn sie hat ja die abenteuerlichsten Kleidkreationen, aber ist immer mit nackten Füßen unterwegs. Man darf gespannt sein!

 Apropos Zähne putzen – die Lieblingszahnpasta war plötzlich leer und das Kind weigerte sich, mit etwas anderem als „Putzi Erdbeer“ die Zähne zu putzen. Wir drückten und quetschten uns die Finger wund, um auch noch allerletzte Reste aus der Tube zu pressen, aber so langsam wurde es eng. Und man sollte es kaum glauben: Erdbeeren sind – in jeder Hinsicht – saisonales Obst, sogar in der Zahnpasta! Keine der einschlägig bekannten Drogerien im Umkreis von einigen Kilometern hatte sie noch im Sortiment. Beim großen Weihnachtsesseneinkauf im Kaufland begegnete sie Papa aber letztendlich und der kaufte einen Vorrat, der bis zur Einschulung reichen müsste. Das wohl schönste und gleichzeitig unspektakulärste Weihnachtsgeschenk ^^

Bis 21.12. war ich noch im Stress mit Proben, Unterricht, Aufführungen und Konzerten, danach habe ich erstmal 2 Tage bis in den späten Vormittag hinein ausgeschlafen und so langsam habe ich mich (und die Wohnung) jetzt wieder auf Werkseinstellungen zurücksetzen können. Jetzt kann Weihnachten kommen! Wir haben in den letzten Tagen Weihnachtsbilder gemalt, festliche Briefe verschickt und tolle 3D-Aufkleber auf allem Möglichen befestigt. Sogar Plätzchenbacken haben wir noch vor Heiligabend geschafft, denn ich wollte unbedingt die niedlichen und minimalistischen Rentier-Plätzchen ausprobieren. Sie sind nicht ganz so ausgefeilt wie die Originale auf Pinterest, aber durchaus als ihre Spezies zu erkennen, oder? Von dem großen Spaß, den wir beim Backen hatten, kann ich allerdings nicht berichten, zumindest nicht in der Wir-Form. Fiona hat es wohl gefallen, aber für mich ist es eher einen riesengroße Sauerei. Dieser ganze Zuckerdeko-Kram, von dem wir reichlich im Schrank haben, fällt eben auch mal daneben. Besonderen Spaß machen kleine bunte Zuckerkugeln, die fühlen sich nämlich an wie winzige Rollschuhe unterm Fuß. Lustig, lustig, trallalalala…

Ich freue mich in diesem Jahr auf die 4 kleinen weihnachtlichen Gefühle und besonders auf das eine große! Bei uns im Bad liegt seit ein paar Tagen ein neues „Klo-Buch“, nämlich „Die Wahrheit über Weihnachten in erleuchtenden Inforgrafiken„. Ich liebe Infografiken und habe mich schon gut amüsiert!

aus: „Die Wahrheit über Weihnachten“

Noch ein paar weihnachtliche Worte: lasst es euch gut gehen, genießt die Liebe, die Familie und denkt bei allen guten Vorsätzen daran, dass sich alles, was ihr euch wünscht, in euren Herzen befindet. Dass alles was ihr sucht, in euren Händen liegt und dass alles, was ihr findet, Teil eures Lebens ist. Also macht euch auf die Reise zu euch selbst, denn wenn ihr mit euch selbst eins seid, werden eure Träume Wirklichkeit!

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Autor: Mama 2.0

stoffverliebte 2fach-Mama, Berlinerin, iphoneaddict, Musikpädagogin. Liebt buntes Klebeband, geistige Herausforderungen und hat sich den Blick für das Schöne bewahrt. Happiness is not a destination, it is a way of life. Glas ist halbvoll und so, wa?

Ein Gedanke zu „(noch) Nicht Frohe Weihnachten!“

  1. Das Geschenkpapier ist ja wirklich süß.
    Meine Jüngste ist auch eine echte Puppenmama – ihre Nele (benannt nach dem Baby meiner Freundin) muss überall dabei sein.
    In diesem Jahr habe ich zum ersten Mal schon am 2. Weihnachtstag überlegt, abends den Baum abzuschmücken und raus zu werfen :-/ Normalerweise stellt sich dieses Bedürfnis erst ein paar Tage nach Silvester ein. Ich schätze mal, dass in diesem Jahr bei mir das Wetter ein wenig zur nicht vorhandenen weihnachtlichen Stimmung beigetragen hat.

    Lieben Gruß
    Pamela

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