Best-Of November

Jubiläum! Im November 2012 gab es hier das erste Monats-Best-Of zu lesen. Immer wieder erstaunlich, wie schnell so ein Jahr vergeht!
November ist ja eigentlich so ein grauer Dazwischenmonat: nicht mehr Herbst aber auch noch nicht Weihnachten. Schöne Momente gab es trotzdem viele! Ein Highlight ist natürlich der Laternenumzug im Kindergarten am 11.11., bei dem das Pferd den Zug anführt, der Martin seinen Umhang mit dem Bettler teilt und niemand etwas von dem Schauspiel sieht, weil viel zu viele Menschen auf einem Haufen stehen. Nach den ersten 15min Laufen spielen die Kinder Fangen, während die Eltern die Laternen tragen und anschließend nur ein daumennagelgroßes Stück vom Martinshörnchen abbekommen. Wir hatten in diesem Jahr gleich zwei Laternen: die bemalte, die Fiona in der Kita gebastelt hat und die Angry-Birds-Laterne, die wir zu Hause gemacht haben. Ich trug am Ende beide. Natürlich.

Außerdem findet immer Ende November unser großes Jahreskonzert statt. In diesem Jahr kam das Publikum in den Genuss einer Musikgeschichte namens „Am Ende des Regenbogens“ mit Musik, Tanz und Schauspiel, zu der meine Mama und ich uns viele Monate im Voraus die Geschichte ausgedacht und die Musik dazu komponiert haben. Dieses Programm haben wir nicht nur mit unseren Schülern und Orchestern einstudiert und aufgeführt, sondern wir bekamen auch Besuch von 30 Kindern unserer polnischen Partnerschule aus der Nähe von Warschau, die bei unserem Konzert mitgewirkt haben. Mit Worten ist so ein Erlebnis eigentlich nicht zu beschreiben! Und wenn ich dann als Dirigentin auf der Bühne stehe und dem begeisterten Publikum die Arbeit der vergangenen Monate präsentieren kann – diese Momente und Gefühle zählen eindeutig zu den schönsten Seiten meines Berufes! Ich lasse mal das Bild unseres großen Finales mit allen Mitwirkenden sprechen:

 by pixelmillionaire-photography

Als ich Fiona vor ein paar Wochen von unserem Konzert und der Geschichte erzählte, sagte die: „Ich möchte aber auch ein Sssaussspieler sein!!!“ Also wurden kurzerhand ein kleines Eisbär- und ein Pinguinkostüm bestellt, in denen sie in ein paar Szenen über die Bühne tanzen durfte. Als der große Moment endlich gekommen war, saß mein kleiner Eisbär hinter der Bühne, wollte plötzlich nicht mehr und hatte „Bauchschmerzen“, das erste richtige Lampenfieber! Im letzten Programmteil hat sie sich dann aber doch noch überwunden und tanzte gemeinsam mit den großen Eisbären wild und ausgelassen über die Bühne. Ich war soooo stolz auf meinen kleinen „Sssaussspieler“!!!

by Joanna Pilecka Photography

An den Nachmittagen und Wochenenden gibt es so gut wie nur noch eine Beschäftigung: PUZZLES. Das kam ganz plötzlich, nachdem sie sich ewig nicht für ihre Puzzles interessiert hat. Am Liebsten mag sie ihre Helden, die Oktonauten, Findet Nemo und Sendung mit der Maus. Ganz alleine legt sie geduldig eins nach dem anderen und präsentiert dann stolz, dass auf der Schachtel 5+ steht und sie ja noch gar nicht 5 ist. Ich habe dem Nikolaus schon geflüstert, was er am besten in den Stiefel füllt…

Wenn sie gerade nicht puzzelt, verarztet sie ihre Kuscheltiere. Das Wartezimmer ist immer voll! Die haben die schärfsten Krankheiten! Das Einhorn zB. hat „Viren und Bakterien im Horn“, Hasi hat sich einen Arm und ein Bein gebrochen, der große pinke Vogel hat „Sticktokocken“ und behandelt wird grundsätzlich nach der Methode „mit Kanonen auf Spatzen“. Eine gute Spritze hat noch niemandem geschadet ^^

Bevor es draußen so kalt geworden ist, dass wir morgens kratzen müssen, waren wir an den Wochenenden auf dem Spielplatz in der Nähe, haben um die Wette geschaukelt, ungerecht gewippt („Warum darfst du immer unten sein, Mama?“) viel gelacht und sind um die Wette geklettert.

Außerdem habe ich mich an ein Bild erinnert, das ich genau dort kurz vor Fionas 1. Geburtstag aufgenommen habe und wir haben ein Vergleichsbild gemacht, 3 Jahre später. Wann genau ist das Kind so groß geworden?!

Eine gute Tat haben wir auch noch vollbracht, und zwar hat Mari von Baby, Kind & Meer dazu aufgerufen, Spenden für einen guten Zweck zu sammeln, um das SOS-Kinderdorf in Lütjenburg und das Ronald-Mc-Donald-Haus in Kiel zu unterstützen. Unglaublich viel Zuspruch hat sie dafür erhalten und es haben sich bereits unzählige Familien an der großen Spendenaktion beteiligt. Ich habe u.a. ein paar kleine Beanie-Mützchen genäht und mit Fiona sehr gut erhaltene Bücher aussortiert, denn viele Tropfen bilden einen Ozean. Bis 10. Dezember könnt ihr euch noch beteiligen. Weitere Infos dazu findet ihr hier: Baby, Kind & Meer Spendenaktion

Hier kommt das Zitate-Best-Of, es war mal wieder eine Freude, ihr zuzuhören!
Fiona ist 4 Jahre und 1 Monat alt.
„Wie haben die denn die Laterne gemacht?“
– „Aus Pappmache.“
„Aus PAPASCHNEE?!“
„Diese Tiere sind nackt-aktiv.“
„Ich bring dir etwas, damit es dir wieder gesund geht.“
„Mama, können wir Eierlauf spielen?“
– „Ja, aber mit den Rassel-Eiern, nicht mit echten.“
„Ok. Du hast recht. Echte Eier sind immer sehr knackbar.“
„Fiona, kommst du essen? Es gibt Fischstäbchen.“
– „Mmmhh, so ein Essen kann ich gut ertragen.“
„Komm nicht so dicht an mich ran, Mama, sonst ersteckst du dich.“
(Sie sieht die Katze meiner Eltern über die Straße laufen)
„Halt! Miezi darf doch nicht alleine raus! 
Die muss doch mit ihren Eltern zusammen gehen!“
„Der Apfel schmeckt sehr vitaminlich.“
(Fiona malt ihren Kindergarten)
„Hm, naja, sieht ein bisschen anders aus, als ich es erwartet habe.“
„Fiona, sagst du Opa bitte auch hallo? Er hat dir etwas mitgebracht, 
aber wenn du ihn nicht begrüßt, wird er es dir bestimmt nicht zeigen.“
„Hallo, Opa.“
Und zu sich selbst: „Ist ja gerade nochmal gut gegangen.“
(Mama zu Papa)
„Wo wollen wir sitzen? Parkett oder Loge?“
Fiona: „Was ist denn Spaghett?“
„Boah, heute nebelt es aber ganz schön.“
„So, Mama, du hast den Preis für das beste Outfit gewonnen.
Du bekommst dafür von mir ein Spielzeug oder ein Bild geschenkt.“
Mama: „Oooohhh, ein Bild!“
Fiona: „Nein. Man muss es nehmen, wie es kommt! Du kriegst ein Spielzeug.“
(Papa zieht an ihrer Mütze)
„Hey, ich will nicht gebommelt werden!“
„Mama, kannst du die Murmel einpacken?
Die ist so rollig…“
Das Suchanfragen-Best-Of der letzten 2 Monate kann sich auch sehen lassen. 
Kurios und manches mir völlig unverständlich, aber lest selbst:
Fällt beim Nicken das Auge raus?
 Ich hoffe nicht. Aber zumindest hätten Lehrer heutzutage 
dann nichts zu befürchten, so oft wie die den Kopf schütteln…
Selber genähte BHs
 Ich schreibe mir die Suchworte immer auf kleine Post-It-Zettel, die auf meinem Schreibtisch liegen. Letztens fragte mich mein Mann, ob das meine To-Do-Liste sei mit den selber genähten BHs. Haha, NEIN.
C&A Schlüsselloch
 Wenn man eines dort nicht sehen würde, dann vermutlich selber genähte BHs. 
Ansonsten tut’s ein simples Bücken auch, die haben nur Vorhänge.
Kleiner Dino der im Sandkasten spielt
So einen habe ich zu Hause. Manchmal. 
Kinderspielzeug 90er
Diese regenbogenbunten Spiralen, die man die Treppe runterlaufen lassen kann. 
Hatte die noch wer außer mir?
eklige Pizza mit Spinnen
Würde ich reklamieren! 
Oder war es die Halloween-Rache für das letzte Mal, 
wo du „versehentlich“ das Trinkgeld „vergessen“ hast..?
Fetzenfisch Kuscheltier
Klingt ein bisschen gruselig, aber so statt Schnuffeltuch vielleicht gar keine schlechte Idee!
Hund mit riesigem Kopf
 …heißt vermutlich Dobermann und hat einen proportional passenden Körperbau dazu.

Maxi Biewer Oberweite
 Ob die sich ihre BHs selber näht?

Mit Erbsen und Zahnstochern zur Mathematik
Sinnvoller wären vermutlich Bleistift und Taschenrechner, 
aber bekanntlich führen ja viele Wege nach Rom ^^
Ich wünsche euch einen guten Start in den letzten Monat des Jahres und eine besinnliche Adventszeit!
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Was Pfeifenreiniger mit Marzipankartoffeln zu tun haben…

Wenn im September die Blätter an den Bäumen noch nicht mal annähernd gelb verfärbt sind und in den Supermärkten aber quasi über Nacht schon Weihnachten eingezogen ist, spaltet sich das Land in zwei Gruppen: in die, die sich schon seit Ende der Sommerferien nach dem ersten feierlichen Bissen in den Sternenlebkuchen und die Marzipankartoffel sehnen und in die, die trotz kalter Füße noch in Flip-Flops zum Einkaufen gehen und die heilige Konsumnacht im Supermarkt kopfschüttelnd ignorieren, solange sie können.
Eigentlich zähle ich zur zweiten Gruppe und bin jedes Jahr wieder schockiert, wenn mich beim arglosen Einkaufen der Spekulatiusstand ohne Vorwarnung überfällt. Aber oft ist es ja so, dass man das Weihnachtsangebot aus Prinzip links liegen lässt und wenn dann die Zeit ran wäre, am 30.11. mal einen Adventskalender zu besorgen, wird man in einschlägigen Geschäften und vom amazon-Button („lieferbar in 3-4 Wochen“) nur noch milde belächelt. Wie sangen die Ärzte so schön? „Zu späät, zu spät….“. Ob man also will oder nicht – es gibt kein Entkommen, Weihnachten wird dich kriegen.
Schon seit vor dem 4. Geburtstag (der war, wohlgemerkt, Anfang Oktober) liegt der Angry-Birds-Adventskalender unter meinem Bett. In der Zwischenzeit sind auch noch Glitzerpostkarten, Pfeifenreiniger, Tonpapier, Perlen- und Plusterstifte, Streuglitter und 3D-Weihnachtsaufkleber in den

Fundus gewandert und warten nun auf ihren Einsatz. Und ich? Zähle die Tage bis Dezember, damit wir endlich loslegen können 😉 Niemals hätte ich das geglaubt, hätte mir das jemand vor ein paar Jahren prophezeit! Aber so kitschig das klingen mag: ein Kind bringt den Zauber in die Weihnachtszeit zurück und ob man will oder nicht, von den leuchtenden Augen muss man sich einfach anstecken lassen! Wenn also das Kind um 17 Uhr fragt, ob es heute „ausnahmsweise“ noch ein bisschen wach bleiben darf, obwohl draußen „schon Nacht ist“ und der Spielzeugkatalog für den Weihnachtsmannwunschzettel ganz behutsam zerstückelt wird, nähert sich Santa Claus in großen Schritten…

Wenn man den Konsumwahn rund um das christliche Fest mal außer Acht lässt, sind die Wochen vorher eben genau diese ruhige und besinnliche Zeit in der kuschelig-warmen Adventsatmosphäre, die dazu einladen, bunte Weihnachtsmänner in Scharen auf Karten zu kleben, Rentiergirladen aufzuhängen und Tonpapiertannenbäume mit Glitzersteinen zu bestücken, während die Rock’n’Roll-Version von „White Christmas“ aus den Lautsprecher dröhnt. Für Musiklehrer ist die Vorweihnachtszeit zwar eigentlich alles andere als ruhig und besinnlich, denn zu keiner Zeit im Jahr stehen mehr Konzerte an, wie in den Wochen vor Weihnachten, aber ohne den alljährlichen Auftrittsmarathon würde einem ja auch etwas fehlen.
Und während man dann den Nachmittag mit einem viel zu großen Po auf einem viel zu kleinen Stuhl verbringt und an seinem ungesüßten Bio-Tee nippt, wird man ganz sentimental, weil schon wieder ein Jahr vergangen ist. In diesen Momenten wird einem irgendwie ganz plötzlich bewusst, dass das Kind, was vor 2 Jahren im Schneeflockenkostüm noch ängstlich auf Mamas Schoß geklebt hat, heute selbstbewusst auf der Bühne ins Mikro singt und in 2 Jahren das erste Adventssingen in der Grundschule feiern wird….
Hach…Kann vielleicht mal jemand kurz die Zeit anhalten???

Von kleinen Gespenstern und bunten Herbstbäumen (DIY)

Murphys Law: erst ist das Kind eine Woche erkältet zu Hause und wenn der kleine Mensch wieder topfit ist, kränkeln die großen so vor sich hin. So geschehen bei uns am letzten Wochenende. Aus unseren Sealife-Plänen (da kann man gerade die Oktonauten live treffen!) wurde demzufolge nichts, weil jeder Schritt zu viel ist, wenn man hauptsächlich mit der Erhaltung seiner Lebensfunktionen beschäftigt ist. Um dem Mausekind aber doch noch ein Wochenend-Highlight zu bieten, bei dem man sich nicht weiter bewegen muss, beschlossen wir spontan um 15 Uhr, dass wir zu der 16-Uhr-Vorstellung ins Kino gehen würden. Wir sagten Fiona nicht, wo wir hinfahren. Umso größer war dann die Überraschung an der Kinokasse: „Wir gucken das kleine Gespenst??? Jaaaaa!“
Ich muss dazu sagen, dass die Buchvorlage von Otfried Preußler aus dem Jahr 1966 leider irgendwie an mir vorbeigegangen ist, ich kannte die Geschichte bis dato nicht und war dementsprechend unvoreingenommen, was den Vergleich mit der Verfilmung betrifft. Zum letzten Mal im Kino waren wir zum Trickfilm „Keinohrhase & Zweiohrküken“. Das einzig Witzige daran war für mich die Hasenstimme von Til Schweiger, ansonsten insgesamt eher ziemlich flach. So enttäuscht, wie ich vom Keinohrhasen gewesen bin, so begeistert war ich vom kleinen Gespenst! Die anfängliche Sorge, dass es Fiona langweilig werden würde, weil der Film mit echten Schauspielern arbeitet und kein reiner Animationsfilm ist, war völlig unbegründet. Sie verfolgte die Handlung gebannt, gruselte sich ein bisschen, als das Gespenst dem Polizist die Mütze vom Kopf gepustet hat und lachte lauthals über die kleinen Missgeschicke des niedlichen Geistes. Das Gespenst wird immer um Mitternacht wach, spukt eine Stunde lang durch die Burg Eulenstein, grüßt seinen Freund, den Uhu-Schuhu, und die alten Bekannten auf den Bildern an der Wand und fällt Punkt 1 Uhr wieder zurück in die große Holztruhe zum Schlafen. Sooo gerne würde das kleine Nachtgespenst ein Mal den Tag erleben, aber dafür muss es erst die eine Uhr finden, die seine Schlaf- und Wachzeiten bestimmt. Als es sämtliche Uhren auf der Burg verstellt hat und die große Rathausuhr vom Uhrmacher Zifferle (haha) zum Stellen für 12 Stunden angehalten wird, geht der große Wunsch in Erfüllung: 12 Uhr mittags, das Gespenst ist wach! Vom Sonnenstrahl getroffen, wird es schwarz, versteckt sich in der Kanalisation, und sorgt als „schwarzer Unbekannter“ unter der Stadt für ziemliche Aufregung. Schon bald merkt das kleine Gespenst, dass es eigentlich viel lieber wieder ein weißes Nachtgespenst wäre, aber das allein und ohne die Hilfe seiner Freunde nicht schaffen kann. 3 mutige Kinder stellen sich der Herausforderung und wollen dem Gespenst helfen, damit es wieder zur Mitternachtsspukstunde zurückkehren kann…
Der Film besticht mit unglaublicher Liebe zum Detail und einer charmant umgesetzten Geschichte, die das Herz berührt. Die Auswahl der Schauspieler hätte nicht besser sein können, besonders Uwe Ochsenknecht wird der Rolle des eitel-schnöseligen Bürgermeisters von Eulenstein mehr als gerecht. Während die Kinder sich über tolpatschige Feuerwehrmänner und ungeschickte Polizisten amüsieren, freuen sich die Erwachsenen über treffend zugespitzte Gesellschaftskritik an den „Würdenträgern“ und die kleinen versteckten Lebensweisheiten. Alles in allem ein wunderbarer und kurzweiliger Film für die ganze Familie, der definitiv als DVD bei uns einziehen wird, sobald er erscheint! 
5 Sterne, Prädikat: absolut sehenswert!
Und wer für das kommende Herbstwochenende noch eine schöne Beschäftigung sucht (und wie ich bunte Knöpfe in rauen Mengen hortet), für den habe ich die ultimative Do-It-Yourself-Idee, bei der auch kleine Hände schon ganz toll mithelfen können und jede Menge Spaß haben: das Knopf-Bäumchen! Ohne viel Aufwand machbar und eine wirkungsvolle Herbst-Deko. So geht’s:
Du brauchst:
eine kleine Leinwand 
 (in unserem Fall ist sie 30x24cm)
Pinsel
braune Acrylfarbe
Kleber
KNÖPFE
Ich habe einen Abend vorher den Baum mit Ästen frei Schnauze auf die Leinwand gepinselt und das Ganze trocknen lassen. Am nächsten Morgen durfte Fiona dann in der Knopfschachtel wühlen und viele kleine Schätze aussuchen, die sie als Blätter an die Äste kleben möchte. Einige sind auch klebstofflos in ihren Kinderzimmerbestand übergewandert, ich glaube, die Faszination für Knöpfe ist erblich! Oh oh…
Mit einem kleinen Tropfen Kleber auf der Rückseite verteilt man die unterschiedlich großen Knöpfe kreuz und quer an den Ästen des Baumes und lässt die „Blätter“ kurz trocknen – FERTIG!  
Falls ihr es nachbastelt, würde ich mich über Bilder eurer fertigen Werke sehr freuen! 
Viel Spaß dabei und ein schönes Wochenende!

Karottenschreck

Dieser Moment mit 4 Monaten, wenn die jungfräulichen Geschmacksnerven ganz überraschend zum ersten Mal mit orangefarbenem Gemüse in Kontakt kommen: das ist der Karottenschreck ^^

Dieser Moment mit 4 Jahren, wenn der Hase losspringt und 4 Menschen am Tisch wild gestikulierend versuchen, ihn zu fangen bevor er runterfällt: das ist Karlo Karottenschreck!

Vor Kurzem wurde ich gefragt, ob ich nicht Lust hätte, ein Spiel für Kinder ab 4 Jahren mit meiner Familie auszuprobieren. Ich schaute mir das Angebot genauer an und ahnte bei der Spielbeschreibung schon, dass es genau ins Schwarze treffen würde bei Fiona, denn dass sie auf Hasen steht, ist ja eher ein offenes Geheimnis 😉 Letzten Freitag kam das große Paket an. Ich verriet ihr nicht, was drin ist, sagte nur, sie müsse noch eine Nacht schlafen bevor wir es öffnen würden. So schnell wie an diesem Abend ist sie selten eingeschlafen… Dann kam er, der Samstag: im Schlafanzug wurde das Arbeitszimmer gestürmt und das Paket in Beschlag genommen. Yippiiie, ein HASE!

Die Spielregeln sind denkbar einfach: der Hase wird auf seinen Bau gesetzt und die Karotten werden rundherum hineingesteckt. Der Dreh am „Glücksrad“ entscheidet darüber, ob eine oder zwei Möhren gezogen werden, ob man aussetzen oder eine Möhre abgeben muss. Ähnlich wie bei KrokoDoc, dem Spiel bei dem das Krokodil irgendwann zuschnappt, wenn man den richtigen Zahn erwischt hat, springt Hase Karlo beim Ziehen einer bestimmten Möhre in die Luft und alle Spieler müssen versuchen, ihn zu fangen bevor er den Tisch berührt, dann gibt es Bonus-Möhren für den Fänger.

Die Mitspieler (2-4) sammeln ihre gezogenen Möhren in kleinen bunten Körbchen und wer am Ende die meisten hat, hat gewonnen.
Zuerst haben Mama und Fiona im Wohnzimmer gespielt. Angelockt von lautem Lachen kam Papa dazu. Es spielten die folgenden 2 Runden Mama, Papa und Fiona. Als Fiona irgendwann keine Lust mehr hatte, spielten Mama und Papa einfach alleine weiter ^^
Achtung: dieses Spiel hat ein extrem hohes Suchtpotential, ganz egal wie alt man ist!

Schnappschuss: Hase im Sprung

Am nächsten Tag brachten wir es nachmittags mit zu meinen Eltern, wo sage und schreibe 4 Generationen gemeinsam Spaß hatten! Am Witzigsten war der Aufschrei meiner Oma, immer wenn Karlo senkrecht in die Luft gestartet ist. Meine Oma – Jahrgang 1931 – lobte das Spiel in den höchsten Tönen und auch die anderen 3 Generationen sind restlos begeistert! Ein kurzweiliger, unterhaltsamer Zeitvertreib mit Überraschungseffekt – garantiert der Hit unter dem Weihnachtsbaum, wer noch ein Geschenk sucht! Neben den motorischen Fähigkeiten (Fangen, Reaktionsvermögen, Karotten stecken) üben die Kinder auch das Zählen, denn man muss ja nach dem Spiel herausfinden, wie viele Karotten man tatsächlich in seinem Körbchen gesammelt hat.
Einzig verbesserungswürdig finden wir die Drehscheibe, die man vorsichtig mit einer Hand am Rand festhalten muss, während man am Zeiger dreht. Der Zeiger hackt manchmal oder lässt sich von einer kleinen Hand oft nicht so gut drehen, das tut dem durchweg positiven Gesamteindruck aber keinen Abbruch!

Als ich nach dem Spielen zu Hause noch ein Foto von dem gesamten Inhalt des Kartons machen wollte, kam dieses Bild leider nicht mehr zu Stande, weil Fiona den niedlichen Hasen erst liebevoll mit seinen Möhren gefüttert und dann auf ihrem Arm in den Schlaf gesungen hat („Mein Baby!“).

Wir freuen uns jetzt schon auf verregnete Winterwochenenden mit Karlo und bedanken uns recht herzlich bei Griffiths Consulting und der Firma Goliath, dass wir ein neues Familienmitglied mit zwei langen Ohren in unserer Mitte begrüßen durften!

Hier noch ein paar Eckdaten:
Das Spiel heißt „Karlo Karottenschreck“ und kostet ca. 24,99€, online bis zu 5€ günstiger, im Spielwarenladen bis zu 5€ teurer.
Die offizielle Altersempfehlung liegt bei „ab 4 Jahren“, ich würde sagen, dass man es durch die einfachen Regeln und die kurze Spieldauer (ca. 15min pro Spiel) auch mit 3 durchaus schon spielen kann. Unsere „Testkinder“ (einige meiner Musikschüler), zwischen 2 und 8 Jahren alt, waren ebenfalls durchweg begeistert und wollten den niedlichen Hasen am liebsten mit nach Hause nehmen. Da wird der Weihnachtsmann in diesem Jahr sicher viele Häschen in seinem Sack transportieren müssen 🙂

Was waren eure Lieblingsspiele, als ihr klein wart? Was spielen eure Kinder gerne?