Best-Of Juli

Der Juli war mit nur 4 Posts (davon einer aus dem letzten Monat) der Pausenmonat auf dem Blog, das sog. „Sommerloch“ (was im TV für mich mittlerweile nur noch schwer zu ertragen ist. Stefan Raab, wann kooooommst du wiiieeeder?). Ich gelobe Besserung 😉 Aber wenn der Sommer endlich mal in Deutschland angekommen ist, muss man ihn auch nutzen, schließlich könnte er am nächsten Tag mit monsunartigen Regenfällen oder Lebkuchenherzen im Regal beim Einkaufen schon wieder vorbei sein. Weiß man ja hier nie so genau. Dementsprechend waren wir, wenn wir nicht im Urlaub am Strand gelegen haben, viel draußen unterwegs und haben das schöne Wetter genossen. Highlightbild ist diesen Monat das chillende Kind in dem zur Wanne umfunktionierten Wäscheeimer im Garten. Herrlich entspannt, oder?

Was sonst noch so los war, seht ihr hier kurz und knapp in Bildern:
Für die Wand in der Küche über dem Esstisch haben wir ein Murmelbild gemacht. Dafür einfach eine Leinwand in einen passenden Karton legen (oder zugeschnittene Kartonteile an die Ränder der Leinwand kleben), ein bisschen Farbe auf das Bild tropfen und dann die Murmeln im Karton kreuz und quer über das Bild und durch die Farbe rollen lassen. Für Special Effects vorher mit Masking Tape Muster abkleben. Kleiner Aufwand, großer Spaß! 
Wer es noch nie gemacht hat: unbedingt ausprobieren!
Ein Fahrrad stand nicht wirklich auf dem Einkaufszettel, als wir den ansässigen Spielzeugladen betraten. Dass sie mit dem Laufrad bis heute nicht warm geworden ist, habe ich ja schon mal erwähnt. Umso erstaunter war ich, als sie sich spontan auf ein Fahrrad mit Stützrädern gesetzt und damit unermüdlich den Laden unsicher gemacht hat. Liebe auf den ersten Blick. Das Erstaunlichste? Es ist nicht pink, sondern blau! Genauso wichtig, wie die Tatsache, dass es fahrtauglich ist, ist übrigens die Klingel am Lenker…

„Fiona und Mama“, die seitlichen Auswüchse  am Kopf sind übrigens Ohrringe 🙂
Gestern habe ich erfahren, dass man bei der U8 (um den 4. Geburtstag rum) Menschen malen muss. Hätte mir das jemand bei einer der ersten Untersuchungen erzählt, bei denen die Anforderungen u.a. waren, sich vom Bauch auf den Rücken zu drehen und ein Spielzeug zu greifen, ich hätte nicht geglaubt, wie schnell sich vor allem die Feinmotorik entwickeln kann! Die „Kopffüßler“ haben mittlerweile erstmals Arme und Hände mit Fingern bekommen!
Ich habe mich zum ersten (und letzten) Mal an Cakepops versucht, den kleinen, niedlichen Kuchenkugeln am Stiel. Das Zerkrümeln des fertigen Kuchens tat mir ja schon ein bisschen leid, und hinterher war der Ärger groß, dass er im direkten Geschmacksvergleich zum fertigen Pop auch noch wesentlich besser geschmeckt hat. Der Aufwand war unglaublich hoch, viele, viele dreckige Schüsseln, viel Zeit und dann stand ich da mit zwei fertigen Kuchenstielen in der Hand und der Frage: „Wohin damit?“. Dass ich ein Tollabox-Fan bin, ist ja kein Geheimnis. Die praktischen Boxen sind nicht nur ideal als Aufbewahrungsschubladen geeignet, sondern halten (mit Wattefüllung) auch trocknende und tropfende Kuchenkugeln. Das Urteil der Testpersonen fiel eindeutig positiv aus, mich haben sie nicht überzeugt.
Wo wir beim Thema Tollabox wären – ich stellte schon bei Facebook die Frage, was es Erfrischenderes gäbe, als das missglückte Befüllen einer Wasserbombe… Wir hatten großen Spaß mit dem Wasserbomben Boule aus der aktuellen Box und als wir nicht mehr spielen wollten, aber noch Bomben übrig waren, haben wir eine kleine Wasserschlacht gemacht und dabei so gelacht wie schon lange nicht mehr ^^
Ich habe eine Idee von Pinterest umgesetzt und über den tatsächlich gelungenen 3D-Effekt gestaunt! Der Trick ist – wie man sieht – einfach, auf die Hand leichte Halbkreise und auf die restliche Fläche gerade Linien zu malen. Try it!
Nadine und Ricarda vom Blog Pech&Schwefel haben einen eigenen Stoff entworfen, das wunderschöne HafenKitz. Aus dem tollen Stoff ist eine Ballontunika nach dem Schnitt meiner Lieblingsschneiderfee Christina (von rosarosa) für Fiona und etwas Ähnliches für Zoe, die BabyBorn, entstanden. Jetzt weiß ich, warum alle BabyBorn-Klamotten hinten Klettverschluss haben. Die Dinger haben so einen überproportional großen und unnachgiebigen Kopf, dass es anders einfach nicht möglich ist. Kurzerhand wurde das genähte Teilchen also auch hinten aufgetrennt, mit Klettverschluss versehen und spannt durch die fehlenden Zentimeter nun etwas am Bauch, aber wer wird denn so kleinlich sein 😉
Wir lieben Playmobil! Durch einen letztes Jahr bei der Blogparade gewonnenen Gutschein, der noch eingelöst werden wollte, sind wir zu diesem tollen Teil gekommen. Fiona ist hellauf begeistert von dem Schwimmbad! Durch ein unterirdisches Schlauchsystem kommt aus der Dusche tatsächlich Wasser und der Wal im Kinderpool kann auch spritzen. Alle Playmos, und bei uns wohnen viele davon, durften sich an der Rutsche anstellen oder den Sprungturm ausprobieren (aber erst duschen!). Wie man auch kürzlich von den überfüllten Berliner Freibädern gehört hat, deren Kassen dem Ansturm der heißen Tage nicht gewachsen waren, platzte auch unser Schwimmbad aus allen Nähten, als auch noch die PollyPockets zum Baden vorbeikamen. Ist aber alles friedlich abgelaufen, ohne Prügeleien und Playmobilpolizeieinsatz ^^
Sommeraktivitäten: Raupeneis essen und Pool im Garten testen – ohne weitere Worte.
Am letzten Juliwochenende waren wir an der Ostsee, in Eckernförde, und haben meine Großeltern und meinen Cousin besucht (sind treue Blogleser, liebe Grüße an dieser Stelle!). Wir hatten – wie auch schon vor 2 Jahren – eine schöne gemeinsame Zeit und konnten am Sonntag vor der (diesmal glücklicherweise staulosen) Rückfahrt nach Berlin auch den Strand noch ein bisschen genießen. Einen Tag zuvor waren gefühlt die ganzen nord-östlichen Bundesländer auf den Straßen unterwegs. Nach 4 Stunden Fahrt steckten wir endlich nicht mehr Stop-and-Go auf dem Berliner Ring fest…
Die Google-Suchanfragen beschränkten sich in diesem Monat hauptsächlich auf Bastelthemen („Wie bastelt man Berge aus Pappe“), die erspare ich euch. Zitate Best-Of gibt es natürlich trotzdem, hier sind sie:
Fiona ist 3 Jahre und 9 Monate alt.
(Ich ziehe Fiona ein T-Shirt über den Kopf)
„Mama!!! Du hast mir die Haare vermasselt!“
Ich: „Mein Brötchen ist gerade auseinander gebrochen!“
Sie: „Ja, meins hat auch gerade gebrochen.“
(Am Flughafen, kurz nach dem Start)
„Guck mal, da ist die Erde, und wir sind einfach rausgeflogen!“
„Mama, was steht da?“
– „Da steht „Privatweg“, das ist eine Straße, die man nicht gehen soll.“
(Kurze Zeit später)
„Ha, hier ist wieder so ein PIRATweg…“
„Da sind Nilpferde (kurze Pause) Bah, die riechen aber pferdig!“
(Fiona beim Baden im Urlaub über das gegenüberliegende Ende einer Bucht)
„Is Italien, wa?“
„Nono, du kannst auch meine Stifte nehmen.“
– „Nein, du packst die ein. Sonst sind die weg und dann ist das Geschrei wieder groß…“
o_O
„Ey Mama, du hast meine Haut ein bisschen angeknickt!“
„Das ist eine Elmar-Kirche, weil sie so bunt ist.“
(bezieht sich auf das Buch von Elmar, dem bunt-karierten Elefanten)
(Fiona über die Jesus-Statue am Kreuz)
„Warum ist der Mann da am Propeller?“
„Bist du im Kindergarten meistens die Erste oder die Letzte beim Essen?“
– „Manchmal die Letzte, aber auch manchmal die Erste.“
„Bist du auch manchmal in der Mitte?“
– „Nein, in der Mitte ist doch kein Stuhl!“ 

(sie kichert)
„Mein Bauchnabel lacht mich aus.“
– „Hä? Wie geht das denn?“
„Na das kann man nur von innen hören!“
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Kurze Arme, keine Kekse – Urlaubsimpressionen

Wo es woanders im Land gerade erst Zeugnisse gegeben hat, neigen sich die Berliner Sommerferien schon wieder dem Ende entgegen – wie konnte das so schnell passieren? Aber ich will mich nicht beschweren, habe ich ja gerade 10 wundervolle, entspannte Urlaubstage auf der schönen Mittelmeerinsel Mallorca verbracht. Das höchste Gefühl, was man innerhalb der Ferien erreichen kann, ist die Unkenntnis über den aktuellen Wochentag und das Datum. Wenn man soweit ist, ist man wirklich erholt. Hat geklappt 🙂

Bilder sagen ja bekanntlich mehr als tausend Worte, deswegen gibt es heute verhältnismäßig wenig Text, dafür aber viele schöne Fotos von einer Insel, die zu unrecht bei den Deutschen nur als Party- und Saufinsel oder als das „17. Bundesland“ bekannt ist. Um die kleine Ecke „neben“ Palma, also Ballermann-El Arenal mit Schlagerbuden, Komasaufen und Partnerbörse, haben wir bewusst einen großen Bogen gemacht und zum wiederholten Male hauptsächlich den nördlichen und östlichen Teil der Insel erkundet.

Nach der Ankunft am frühen Morgen ging es mit unserem Mietwagen, einem geräumigen, französischen Löwen, vom Flughafen in Palma ein Mal quer durchs Land bis nach (Geographen bitte weghören) ganz rechts außen, Cala Millor an der Ostküste. Durch das frühe Aufstehen mitten in der Nacht bin ich dann während der Autofahrt eingeschlafen und war bei der Ankunft am Hotel entsprechend „urmelig“, ein wunderschön-treffendes Wort eines kleinen Mädchens aus der Nähe von Bonn, Fionas erster „Urlaubsliebe“, doch dazu später mehr.

Der erste Blick auf die Fußgängerzone, das Meer und unser Hotel

An der Poolbar haben wir Eiskaffee und „friss gepressten Orangensaft“ (Fiona)  getrunken und sind gleich danach über die Straße ans Meer gegangen zum Anbaden. 25°C hatte das Wasser mindestens, genau richtig für mich! Ansonsten war es temperaturtechnisch mit Deutschland zu vergleichen (nur, dass man sich hierzulande ja nicht langfristig auf den Sommer verlassen kann…), allerdings fehlt zu Hause der angenehme Wind. Der Strand, der übrigens nicht irgendwo abgelegen, sondern mitten in der Stadt ist, war natürlich hochsaisonbedingt entsprechend gut besucht, aber hat man erstmal einen Platz gefunden, stört das wenig beim Buddeln, Baden und Entspannen. In einer online Hotelbewertung hatte ich vor dem Urlaub gelesen, dass es am Strand von Cala Millor ein von der Gemeinde eingerichtetes (!), offenes WLAN geben solle. „Free Cala Millor“ wurde vor Ort zwar angezeigt, nur funktioniert hat es nicht. Kann aber durchaus auch an den Sicherheitseinstellungen meines Eiphones gelegen haben, denn statt auf dem Meer in einem ungeschützten Strandnetzwerk zu surfen, dürfte vom Risiko in etwa vergleichbar sein mit der Verhütungsquote vom Coitus Interruptus ^^

 Das Essen im Hotel war nicht nur liebevoll dekoriert, sondern auch so gut, wie wir es in zahlreichen Mallorcaurlauben vorher noch nicht erlebt haben. Sich bei einem Abendessen in kleinen Probierhäppchen einmal quer durch das Buffet zu kosten, war schlicht und ergreifend nicht möglich bei dem großen Angebot. Einzig der Geruch beim Öffnen der Tür zum Restaurant war für mich eine harte Prüfung, denn in direkter Türnähe stand der Fisch. Für eine, die Fische lieber vital und hinter Glas bestaunt, hieß es dann immer kurz Luft anhalten 🙂 Wer nach dem Essen in sich noch ein bisschen Platz gefunden hat, konnte sich am ebenso reichhaltigen Dessertbuffet bedienen. Täglich wechselnde 3 Sorten Eis mit verschiedenem Dekor, Waffeln und Soßen neben einer ganzen Platte voller Tiramisus, Crèpes, Panacottas, Mousse au Chocolats, etc. Außerdem gab es immer frisches Obst, oft sogar schon in mundgerechte Stücke geschnitten, und alle zwei Tage einen Schokoladenbrunnen daneben – so schmeckt das Paradies…

Die lebendige Fußgängerzone, an der wir diesmal unmittelbar gewohnt haben, hat sich in den letzten Jahren kaum verändert, wie ich auf analogen Bildern von einer 9-jährigen, macarenatanzenden Vivi aus dem Jahr 1996 gesehen habe. Hier mal ein Laden weniger, da einer mehr, aber im Grunde sehr ähnlich. Es gibt immer noch viele Straßenmusiker, vor allem stationäre Panflöter mit einem relativ überschaubaren Repertoire, Karikaturisten mit Menschentrauben um sich, Zöpfe flechtende Afrikanerinnen und natürlich einen Haufen Restaurants, Juweliere, Souvenir-Geschäfte und Läden mit witzigen T-Shirts („What happens in Mallorca, stays in Mallorca“… soviel zum Thema Ballermann). Auf jeden Fall macht es großen Spaß, abends durch Cala Millors Straßen zu bummeln, wirklich guten Bands von Bar zu Bar hinterherzureisen und dabei immer das Meeresrauschen in den Ohren zu haben…

Direkt in Cala Millor gibt es einen Safari-Zoo, den wir nun insgesamt zum dritten Mal besucht haben, davon zwei Mal mit Fiona. Wer mit Kind(ern) nach Mallorca reist, dem kann ich den Zoo (mit Spielplatz, Caféteria, etc.) nur ans Herz legen! Wenn man nicht mobil auf der Insel ist, kann man von den umliegenden Orten den kostenlosen Transfer dorthin in Anspruch nehmen und dann auf einem zebra-tarnfarbigen Safari-Zug durch das offene Gelände fahren. Wer allerdings einen Mietwagen genommen hat, kann sich auch direkt mit diesem ins Getümmel stürzen und in Schrittgeschwindigkeit die etwa 3km lange Strecke durch den Park fahren. Man kommt vorbei an Gazellen, Gnus, Nilpferden, Flamingos, Giraffen, Zebras, Nashörnern etc. Die Nilpferde, die eine Technik haben, ihre großen Zähne im Maul beim Schließen desselben so zu verstauen, dass irgendwie alles Platz hat, kommentierte Fiona mit den Worten: „Das sind stinkige Nilpferde mit lenkigen Zähnen!“. Direkt vor uns fuhr ein Auto, aus dem die Leute die Tiere mit Äpfeln gefüttert haben. Dementsprechend neugierig waren sie dann auch bei unserem Auto. Ein unerschrockenes Zebra guckte nicht nur von draußen durch mein zum Fotografieren geöffnetes Autofenster, sondern wollte sich mit der langen Schnauze im Inneren des Wagens selbst davon überzeugen, dass wir keine Leckereien auf den vorderen Sitzen mitführen. Die Affen sind dafür bekannt, sich gerne mal ein Taxi vom Anfang bis zum Ende ihres Geländes zu nehmen und steigen dafür beim Fahren schon mal aufs Dach und klettern auf Spiegeln und Windschutzscheiben herum. Wichtig: Fenster zu lassen, die klauen! Für das Erkennungsmerkmal der Paviane, den roten Po, hatte Fiona auch gleich eine Lösung parat: 
„Der muss da mal Heile-Creme (Penaten) rauf machen!“
„Hä?!“ Lieblingsbild!

ein knieendes Lama

Ein weiteres Highlight war der Besuch der „Cuevas del Drach“, der berühmten Drachenhöhlen in Porto Cristo. Dieses unterirdische Tropfsteinhöhlensystem ist eine der beliebtesten Touristenattraktionen der Insel. Beim Entdecken der Höhlen haben die Menschen vermutet, es würde ein Drache dort wohnen, daher der Name. Als ich Fiona davon erzählte, wollte sie auf ein Mal nicht mehr dort hin fahren, aus Angst vor dem Drachen. Wir cremten uns vor dem Besuch großzügig mit Sonnencreme ein, denn dann würden wir dem Drachen nicht schmecken, versprach ich ihr 😉 Glücklicherweise war er übrigens nicht zu Hause. Bei den vielen Menschen wäre ich auch in der Zeit spazieren geflogen an seiner Stelle. Die Stalakmiten und Stalaktiten, also die Tropfsteine, entstehen aus Sickerwasser von oben mit Kalkablagerungen, die sich irgendwann zu diesen beeindruckenden, von der Decke hängenden Gebilden formen. Mein Mann hat übrigens die wohl beste Eselsbrücke erfunden, wie man sich merken kann, welche Tropfsteine wie genannt werden. Die hängenden heißen Stalaktiten – einfach hinten ein weiteres T einfügen. Werdet ihr nie mehr vergessen ^^ Im Inneren der Höhle befindet sich neben den vielen erstaunlichen Gebilden (Fiona: „Das sieht mir aus wie der Magen.“) auch der größte unterirdische See, der Lago Martel. Beleuchtete Boote mit Live-Musikern fahren über den See im Dunkel der Höhle und geben ein kleines, klassisches Konzert, bevor dann die Besucher ebenfalls in Boote einsteigen können. Ganz ehrlich – Fiona war sehr froh, dass wir dem Drachen nicht begegnet sind, nachdem wir schon durch seinen Magen spaziert sind, und ich war dann auch froh, als das Tageslicht am Ende des Tunnels wieder zu sehen gewesen ist. So ein bisschen unheimlig ist das Ganze ja doch irgendwie…

 Ein Vergleichsbild muss ich euch noch zeigen, das ist ebenfalls im malerischen Porto Cristo entstanden, ein Mal im Mai 2011 und jetzt im Juli 2013. Wahnsinn, was 2 Jahre ausmachen können! Und ich dachte damals schon, sie sei ja so groß 😉

Die erste „Liebe“, die ich ganz oben schon mal erwähnt hatte, heißt Sophia und ist ebenfalls 3 Jahre alt. Die beiden haben sich im Hotel im Speisesaal kennengelernt und sich auf Anhieb super verstanden. Regelrechte Mädchengespräche wurden da geführt, die beiden Schnatterinchen haben sich so angeregt unterhalten, dass die Herumsitzenden mit offenen Mündern gestaunt haben, inklusive Eltern! Ab dem Zeitpunkt waren die beiden nur noch im Doppelpack anzutreffen. Da wurde gemeinsam gebuddelt, gebadet, gespielt, gemalt, geklebt, gepollypocket, …

…und am Abend vor Sophias Abreise sind bittere Tränen auf beiden Seiten geflossen. Fiona hat sich so reingesteigert, dass sie einen regelrechten Heulkrampf im Bett bekommen hat. Das habe ich bei ihr noch nie erlebt. Da half kein Trösten und kein Kuscheln, es wurde immer schlimmer, bis ich wirklich Angst hatte, sie hätte vielleicht ernsthafte Schmerzen. Auf mein mehrmaliges Nachfragen erwiderte sie irgendwann unter Schluchzen: „Nein, mir tut nichts weh. Es ist nur, weil ich meine Freundin nicht mehr sehe….“ *schnief*. Dann haben wir uns gemeinsam überlegt, dass wir einfach nochmal aufstehen und zu Sophias Zimmer gehen. Dann können sich beide noch ein Mal richtig verabschieden. Außerdem hat Fiona sich überlegt, ihrer Freundin eine ihrer geliebten PollyPockets zu schenken, damit die etwas hat, wobei sie dann immer an Fiona denkt. Großes, großes Mädchen, ich bin aus dem Staunen nicht mehr rausgekommen! In Schlafkleidung, also Hemd und Schlüppi, sind wir anschließend mit dem Fahrstuhl durch das halbe Hotel gefahren, haben erfolglos an Sophias Tür geklopft, waren in der Bar, im leeren Speiseraum, wieder oben am Zimmer und haben sie letztendlich am Pool gefunden. Als die Mädchen sich gedrückt haben, hatten beide Mamas Pipi in den Augen bei dieser herzergreifenden Szene. Die Kinder haben sich versprochen, bald mal zu telefonieren. Und ich sehe es schon kommen: eine der nächsten Reisen wird uns in die Nähe von Bonn führen, ganz bestimmt!

Um den Tag von Sophias Abreise nicht im Hotel zu verbringen, wo ihr Fehlen sicher sehr aufgefallen wäre, haben wir uns ins Auto gesetzt und sind zum nördlichsten Punkt Mallorcas gefahren, der Halbinsel Formentor. Nach einem Kaffeestopp in Pollenca ging es die kurvigen Bergstraßen mit traumhaften Panoramas entlang, bis es nicht mehr weiter ging: am Far de Formentor, dem Leuchtturm mit Aussichtspunkt. Ich knipste mir den Akku heiß und kann nur sagen: auch da muss man mal gewesen sein!

Die letzte größere Tour führte uns direkt nach Palma. Wegen der etwa einstündigen Fahrt von unserem Hotel bis in Mallorcas Hauptstadt, haben wir erst überlegt, ob wir bei der Wärme wirklich fahren oder uns lieber am Strand braten lassen sollten. Da unsere Männer aber noch nie vorher auf Mallorca gewesen sind und demzufolge auch die imposante Kathedrale, das wohl berühmteste Postkartenmotiv, noch nicht kannten, haben wir uns am vorletzten Tag auf den Weg dorthin gemacht. Palma war an einem Samstag im Juli gut besucht, weswegen wir vor der Einfahrt zum Parkhaus das erste Mal anstehen mussten – voll. Immerhin konnte man in dieser Zeit ungestört wunderbar unverwackelte Bilder von dem beeindruckenden Bauwerk machen. Im Inneren der „Kathedrale des Lichts“, wie sie wegen der vielen Fenster und des mediterran-wamen Glanzes auch genannt wird, zieht das mit 12m Durchmesser riesige, bunte Rosettenfenster (bestehend aus über 1000 Scheiben!) alle Blicke auf sich. Es ist das größte „gotische Auge“ der Welt. Gebaut wurde die Kathedrale ganze 300 Jahre lang bis zur Fertigstellung Anfang des 17. Jahrhunderts.

Hinterher sind wir trotz Stadtplan noch ein bisschen ziellos durch Palma gebummelt, haben das bunte Stadttreiben genossen, Erdbeertorte auf dem Plaza Major gegessen und es uns gut gehen lassen.

Ein paar Kuriositäten habe ich auch noch fotografisch für euch festgehalten, die Outtakes sozusagen. Hier sind sie:

In dieser Bar muss man sich die Frauen nicht schön saufen, 
sondern bekommt sie gleich direkt aus dem Fass:

Der Versuch ist ja durchaus nett gemeint, leider waren alle schon weg ^^

Zieht euch mal diese Eissorten rein! Neben „Red Wine“ steht übrigens klein: „No, we are not joking“
Es würde mich aber doch interessieren, wie eine Hello Kitty schmeckt. Bestimmt ekelhaft süß ^^

Nach jedem Urlaub nehme ich ein „anderes“ Kind mit nach Hause als das, mit dem ich hingefahren bin. Dieses Jahr haben sich ihre Mal- und Zeichenfähigkeiten drastisch gesteigert: Quallen, Clownfische, Schildkröten, Marienkäfer, Schmetterlinge – das Kind malt einfach alles.

Jeder kennt sie, viele haben sie: Taschen mit dem Namen einer Stadt oder einem Ort auf der Welt, um zu bekunden, dass man erstens dort gewesen und es einem zweitens sehr gut gefallen hat. Solche Taschen hingen dort natürlich auch in allen Farben und Formen, soweit ist das noch nicht ungewöhnlich. Ein lauter Lacher ist mir allerdings entfahren, als ich eine ziemlich korpulente Frau mit heller Haut und schwarzem Badeanzug am Strand mit einem Exemplar der besagten Taschen gesehen habe und sie es geschafft hat, die Tasche so zu tragen, dass groß die Aufschrift „ORCA“ zu lesen gewesen ist ^^
 Cola, Heineken, Playboy-Gesöff und Duff-Beer mit abenteuerlichem Flaschenhals: 7,90€

Fiona steht auf Gummitiere. Am besten die, die so ekelhaft nach allem riechen, nur nicht nach Spielzeug. Auch auf dieser Reise hat sie sich in ein besonders hässliches Exemplar verliebt, hier im Bild ganz vorne links zu sehen. Es erinnert ein bisschen an eine Handgranate mit Gesicht und Gummifusseln auf dem Kopf und hat von Fiona den liebevollen Namen „Holly Haarstreuer“ bekommen, kein Mensch weiß, weshalb. Nun ja, und das ist ja fast schon wieder süß, besonders, wenn man mit 3 Jahren noch s und t getrennt voneinander ausspricht 🙂

Und hier kommt er, unser aller absoluter favourite: das Verbotsschild im Fahrstuhl unseres Hotels. Wir haben 10 Tage lang auf jeder Fahrt gerätselt, was es uns sagen bzw. verbieten möchte. An Vorschlägen kam z.B. „Nichts anfassen“, „Kein Sex im Fahrstuhl“ (oh, oh, das wird wieder Google-Suchanfragen bringen…) und dann der, für den wir uns letztendlich intern entschieden haben und der dadurch zum geflügelten Satz aufgestiegen und bei jeder sich bietenden Gelegenheit angewandt worden ist: 
„Kurze Arme, keine Kekse“.

Ich hoffe, ihr hattet Spaß an unserer kleinen Mallorca-Blog-Rundreise und nehmt euch von hier ein ähnlich entspanntes Feriengefühl mit, wie das, was wir in unserem Koffer transportiert haben und dafür sagenhafte 112€ Übergepäck zahlen mussten (wir hatten zu dritt EINEN Koffer, sei entschuldigend gesagt) ^^

P.S. Falls ihr euch wundert, dass manche Bilder aussehen, wie Archiv-Aufnahmen aus den 70ern: meine Urlaubsfotos, knapp 700 an der Zahl übrigens, sind alle mit dem iPhone und größtenteils mit meiner neuen Lieblingsapp „Hipstamatic“ entstanden, gibts für 1,79€ im App-Store und ist jeden Cent wert. Ich liebe einfach diesen Vintage-Effekt total und fotografiere mit der App noch mal doppelt so gerne 🙂

Ein Liebesbrief

Liebe Fiona,

große Menschen denken manchmal: „Ach, was sind schon 4 Jahre?“. Für kleine Menschen hingegen sind 4 Jahre, besonders die ersten 4, die Zeit, in der sie sich so verändern, wie wohl in ihrem ganzen Leben nicht mehr. Von einer einzigen, winzigen Zelle mit Mamas und Papas Chromosomenbausatz werden sie zu einem voll funktionsfähigen Baby, einem neugierigen, kleinkindlichen Entdecker und dann zu einer kleinen Person mit ganz eigenen Vorstellungen, Wünschen, Gefühlen und Gedanken, einem ganz eigenen Charakter. Ein neuer Mensch, einzigartig auf dieser Welt, ganz ähnlich und doch so anders. In die Augen des eigenen Kindes zu schauen ist jedes Mal eine kleine Reise. Eine Reise in die eigene Vergangenheit und gleichzeitig eine Reise in die Zukunft…

Du bist 1,06m groß und 17 kg schwer.
Wenn du heute nach deinem Alter gefragt wirst und wahrheitsgemäß mit „Drei“ antwortest, erntest du von Fremden ungläubige Blicke und erst ein verständiges Nicken, wenn ich „sie wird aber im Oktober 4“ ergänze.
Du redest gerne, hast ein hohes Mitteilungsbedürfnis und machst dir viele Gedanken über das, was um dich rum passiert.
Wenn du mal wieder Nasenbluten hast, muss ich unzählige Male die Geschichte von der kleinen, geplatzten Ader erzählen, weil du es so interessant findest und Zusammenhänge verstehen möchtest.
Wenn bei einem von uns Blut abgenommen wird, schaust du wie gebannt zu, lässt dir alles genau erklären und bist völlig fasziniert vom menschlichen Körper, genau wie deine Mama, als sie klein war (und noch Ärztin werden wollte).
Du liebst alle Folgen von „Es war einmal das Leben“ und weißt schon über rote Blutkörperchen, böse Viren und die Embryonalentwicklung bescheid.
Du spielst am Liebsten mit deinen Oktonautenfiguren, den BabyBorns, Polly Pockets und mit Playmobil. Weil du vor Kurzem mit deinem Lego Duplo beim Hausbau an die Grenzen des Möglichen gekommen bist und es Fenster,Türen und Dachziegel nur für „normales“, kleines Lego (ab 4) gibt, bist du jetzt – auch was das angeht – kein Kleinkind mehr.
Deine Begeisterung für Malen und Basteln reißt nicht ab. Du zeichnest Menschen (sog. „Kopffüßler“) am laufenden Band, fügst raffinierte Details wie Locken, Haargummis und Mützen hinzu und

Alle mit Blümchen-Badeanzug: Mama, Nono und Papa am Strand

verschönerst deine Gemälde mit Aufklebern aus meinem Fundus. Signiert werden die kleinen Kunstwerke natürlich auch meistens, denn deinen Namen schreibst du schon seit einigen Monaten völlig fehlerfrei. Außerdem lernst du regelmäßig neue Buchstaben dazu und erkennst sie, wenn sie dir im Alltag begegnen (am Fuße einer Rolltreppe, die im Erdgeschoss ankommt: „Guck mal, Mama, ein E wie Emily!“).
Schere und Kleber sind für dich etwas Selbstverständliches und ich bin jedes Mal aufs Neue begeistert, wie präzise du mit der Schere in deinen kleinen Händen schon umgehen kannst. Die Begeisterung für Wackelaugen teilst du mit mir und verzierst seit ein paar Tagen alle Kunstwerke mit den sympathischen Kullern, die irgendwann in einem unbemerkten Moment in deinen Besitz übergegangen zu sein scheinen.
Mit dem Laufrad, für das du nun bald sicher zu groß sein wirst, hast du immer noch keine Freundschaft geschlossen, dafür saust du auf dem Dreirad und dem Tretroller durch den Garten. Das Trampolin wird wohl nie an Aktualität verlieren, steht nach wie vor ganz hoch im Kurs und ist eine deiner liebsten Freizeitbeschäftigungen für draußen.
Du liebst es, dich nützlich zu fühlen und hilfst, wann immer du kannst, z.B. im Garten beim Blumengießen oder auf dem Balkon beim Wäsche aufhängen.
Du erfindest regelmäßig neue Liedtexte auf bekannte Melodien („Die Blu-men brau-chen Was-ser“ zu „Mein Hut, der hat 3 Ecken“) und hast große Freude am Spielen und Singen. Wenn einer von uns gerade Musik macht, kommst du begeistert dazu getanzt, schnappst dir eine Trommel oder, was sonst gerade so rumliegt, und spielst einfach mit, oft sogar ganz genau im Rhythmus. Das macht mich sehr stolz!
Du bist eine absolute Wasserratte und vergisst beim Baden die Welt um dich herum. Ob im Pool oder in der Badewanne, da ist stundenlanges Vergnügen garantiert. Letztens haben wir das tolle Playmobil-Schwimmbad mit Wasser gefüllt. Als ich 2 min später wieder ins Kinderzimmer kam, hattest du dich splitternackt ausgezogen und standest schon selbst mit dem Fuß im Becken. Für die Playmos war da allerdings kein Platz mehr bei deiner sagenhaften Schuhgröße 28…

Beim Anziehen lässt du dir aus Faulheitsgründen noch gerne helfen und erzählst manchmal Märchen wie „Das kann ich aber noch nicht alleine.“ Ich weiß, dass du das Meiste sehr wohl alleine kannst und muss ab und zu gegen einen kleinen Bock ankämpfen, der einfach vergessen haben will, wie man ein T-Shirt auszieht, ohne, dass die Nähte gefährlich knacken…
Abends vor dem Schlafengehen liest Papa dir immer ein Buch vor, momentan möchtest du am Liebsten englische Bücher wie die kleinen, süßen Geschichten von Froggy hören.
Ein paar englische Wörter hast du dir auch schon gemerkt, zum Beispiel zählst du one-two-three-four-five und kennst „eyes“, „nose“, „mouth“ usw.
Mit atemberaubender Geschwindigkeit bedienst du Geräte mit dem kleinen „i“ vorne, navigierst dich zielsicher durch die App-Menüs und findest schnell und intuitiv heraus, wie bestimmte Spiele funktionieren oder welche Aufgaben man im Lern-Modus erfüllen soll.
Wenn du groß bist, möchtest du „wie Mama auch mit Kindern Musik machen“ – „Aber jetzt wo ich klein bin, spiele ich lieber noch ein bisschen, ok?“.
Du liebst Blumen und Steine über alles und sammelst sie, wann immer dir welche begegnen.
Dein ständiger Begleiter ist seit über 3 Jahren der kürzlich frisch gewaschene „Liemhasi“, der dir in guten und in schlechten Zeiten zur Seite hängt und ohne den ein Leben nicht vorstellbar wäre…

Liebe Nono, 
du bist etwas ganz Besonderes und ich hätte niemals vermutet,
wie viel Liebe man tatsächlich für einen anderen Menschen empfinden kann.
Danke, dass ich dich auf deiner Reise begleiten und mit dir an der Hand
die Welt durch Kinderaugen neu entdecken darf.
Deine Mama.
Eine Mutter hält die Hand ihres Kindes für eine Weile, ein Leben lang sein Herz.

Best-Of Juni

Normalerweise lest ihr das Monats-Best-Of immer am Ende desselben. Ende Juni waren wir mit dem Nachwuchsorchester auf Konzertreise im schönen Warschau. Nach der Rückkehr wollte ich eigentlich bloggen, bin aber mit melonengroßen Mandeln und hohem Fieber für 2 Nächte direkt im Krankenhaus gelandet und auf ein Mal war Juli. Ich werde nun mit Penicillin regelrecht bombardiert, um die schwere Entzündung wieder in den Griff zu kriegen. Das Fieber ist mittlerweile weg, ich kriege auch wieder etwas mehr als homöopathische Dosen Nahrung geschluckt, aber ich hänge noch so rum, ein bisschen zu schwach für die Welt… Aber ein anständiger Lehrer wartet mit so etwas natürlich brav bis zu den Sommerferien 😉 Ausgerechnet jetzt hat auch der Kindergarten seine jährliche Sommerschließzeit (3 Wochen), also sitzen Fiona und ich momentan drinnen und ich werde immer besser darin, mir Beschäftigungen auszudenken, die sie erledigen kann, während ich vom Sofa aus zugucke ^^
Deswegen heute also ein bisschen verspätet die schönsten Bilder aus unserem Juni 2013.

 Wir haben es getan! „Liemhasi“, der Fiona seit dreieinhalb Jahren auf Schritt und Tritt begleitet, musste sich mit ihrer Erlaubnis und Mithilfe einer gründlichen Fellpflege (und vorher noch einer kleinen Schönheits-OP am Ohr) unterziehen, denn die 3 Jahre Dauereinsatz sind an ihm nicht gerade spurlos vorbeigegangen… Er riecht nun nicht mehr nach Marmelade, Orangensaft, Gummibärchen, Spucke und Sonnencreme, sondern frisch und fruchtig nach Head-and-Shoulders-Lemongrass. Naja, immerhin dürfte er dann mit Schuppen auch in Zukunft keine Probleme haben. Sein inzwischen grau gewordenes Fell hat sich nach dem Waschen tatsächlich um etwa 3 Nuancen ins Hellere verbessert, allerdings waren Wasch- und Trockenvorgang eine nachmittagsfüllende Beschäftigung für alle Beteiligten 🙂

Wir haben im Juni wieder viele Postkarten über www.postcrossing.com verschickt. Das ist eine Seite, auf der man sich kostenlos mit seiner Adresse registrieren und dann Adressen anfordern kann von anderen Usern, um denen eine Karte zu schicken. So viele, wie man verschickt hat, bekommt man nach einer Weile von irgendwo auf der Welt zurück. Das ist immer sehr spannend und macht Spaß. Aber Achtung, Suchtpotential!

Als es ein paar Tage Sommer im Land war, sind wir mit Sack und Pack rausgefahren an den schönen Werbellinsee. Da gibt es alles, was das Urlauberherz höher schlagen lässt: Wasser, Sand, Baum, Eis, Pommes. Any questions? 😉 In einem Anfall von Leichtsinnigkeit habe ich angesichts der Temperaturen einen kleinen, aufblasbaren Pool mit Rutsche für den Garten bestellt. Als der nur wenige Tage später ankam, war der Sommer irgendwie weg und bisher habe ich ihn auch noch nicht wiedergefunden. Die Rutsche steht seitdem im Kinderzimmer und wartet auf ihren Einsatz…

Herr Bohnes Frauchen Sina hatte kürzlich mal nach unseren Steintieren gefragt. Um Fionas akuter Steinsammelleidenschaft einen Sinn zu geben, werden von Zeit zu Zeit die geeignetsten Exemplare gewaschen, bemalt (nehmt Acrylfarbe! Alles andere macht keinen Spaß…) und ggf. mit meiner Freundin, der Heißklebepistole, zusammengeschweißt. Entstanden sind im letzten Durchgang ein Marienkäfer, eine Biene, ein nicht ganz authentischer Herr-Bohne-Hundeherr und Elmar, der Elefant (deswegen die bunten Farbkleckse auf dem Rücken).

Viel Bild, wenig Text: wir waren oft draußen unterwegs, haben im Garten gechillt, Spielplätze unsicher gemacht, mit Wasser gemanscht und uns über die allerersten eigenen Erdbeeren im Wachstum gefreut.

Wenn man, wie wir, nicht direkt im Herzen von Berlin wohnt, bekommt man den Großstadttrubel überhaupt nicht mit. Deswegen muss man sich von Zeit zu Zeit mal wieder kopfüber ins Vergnügen stürzen und ein bisschen buntes Hauptstadtflair genießen. Das geht am besten auf der Spree selber, auf der man bei einer einstündigen Rundfahrt die innerstädtischen Sehenswürdigkeiten an der Nase vorbeigefahren bekommt. Wir hatten das Glück, eine Ur-Brandenburgerin mit einem Mikrofon auf dem Schiff zu haben. Wenn man die Augen geschlossen hat, dachte man, Frau Merkel persönlich würde ihre „Waschmaschine“ (Bundeskanzleramt), die Museumsinsel („Da hinten sehn Se ooch so’n paar Figuren uffn Dach, dit is dit Alte Museum…“) und den „Pampers-Palast“ (Kindergarten nur für die Kinder der Mitarbeiter des Bundestags) vorstellen. Schön! Noch schöner ist allerdings, wenn man dann nach so einem Stadttag wieder in seinem Randbezirk angekommen ist, die Autos weniger und die Bäume mehr werden und man die nächste Szene-Bar in sicherer Entfernung von 15min weiß :p Wie war das in der Werbung? Wenn ich groß bin, möchte ich auch mal Spießer werden…?

Weil in Berlin die Sommerferien schon so früh anfangen (Mitte Juni), finden natürlich auch die Schuljahresabschlusskonzerte so früh statt. Unser Sommerkonzert, traditionell immer am letzten Sonntag vor den großen Ferien, war auch in diesem Jahr wieder ein voller Erfolg! Wir haben gemeinsam mit Eltern, Freunden und Fans unsere Innsbruck-Erfolge nochmal Revue passieren lassen und hinterher auf dem beliebten Hoffest im Innenhof des Theaters mit viel Musik und guter Laune den Beginn der Ferien gefeiert.

Genäht habe ich auch mal wieder, einen Abend vor unserer Abfahrt nach Warschau. Denn als ich online bei alles-für-selbermacher den wunderschönen HafenKitz-Stoff gesehen habe, war es um mich geschehen – verliebt! In einer Nacht-und-Nebel-Aktion wurde also schnell ein Oberteil genäht (Schnitt: Ballontunika Feli von rosarosa) und gleich am nächsten Morgen für die Fahrt angezogen. Begeisterung auf beiden Seite. Hach ❤

 Letztes Großereignis im Juni war – wie oben schon erwähnt – die Konzertreise nach Warschau mit dem Nachwuchsorchester (10-12 J.). Angefangen von der 5-stündigen Zugfahrt bis zum Besuch des Thermalbades und dem Klettern unter professioneller Anleitung an der Kletterwand gab sich ein Highlight mit dem nächsten die Klinke in die Hand. Wir haben 3 ereignisreiche Tage in der polnischen Hauptstadt verlebt, viel gesehen, viel Musik gemacht, eine fremde Kultur kennen und lieben gelernt und Sightseeing bei bestem Warschau-Wetter genossen. Liemhasi hat übrigens (siehe Bild rechts) seit Neuestem nun eine Freundin: Maxi, ein Geschenk von Max, einem der „großen Jungs“ aus dem Orchester. Liebe auf den ersten Blick 🙂

An Zitaten mangelt es auch wie immer nicht, hier sind sie:
Fiona ist 3 Jahre und 8 Monate alt.
 (Wir sehen im Restaurant eine Schwangere.)
Fiona (flüstert): „Aber Mama, wenn die Frau so viel isst, 
dann kann das Baby ja dort gar nicht sitzen?!“
„Fiona, Haare kämmen!“
„Fioooona, Haare kämmen!!!“
„FIIIIIIIOOOOOOOOOONAAAAAAAA, kommst du jetzt endlich Haare kämmen??!!!“
Fiona: „Wenn du mich 100x fragst, dann mach ich es nicht mehr!!“
„Im Meer darf man nicht laufen, sonst hat man einen Delphin am Schuh!“
„Vor der Pizza muss man was Richtiges essen!“
Ich gehe eines Morgens zähneputzend in die Küche, 
um die Kaffeemaschine schon mal an zu machen.
Fiona (streng): „Ins Bad mit der Zahnbürste!!!“
„Nein, nein, die Puppen frieren nicht. Die haben etwas dickere Haut…“
„Heute ist Sommer? Sommer ist mein Lieblingstag!“
(wenn sie wüsste, wie recht sie hat!)
„Können wir jetzt Unkraut absammeln gehen?“
„In unserem Körper wohnen viele Mioden Blutkörperchen…“
Wir fahren am Elternhaus meiner besten Freundin vorbei.
Ich sage: „Guck mal, Nono, hier ist Saros Haus. Da hat sie früher mal gewohnt.“
„Aha. Und jetzt wohnt Saro auf dem Balkon.“
„Mama, was ist das?“
– „Ein Tattoo.“
„Wenn ich groß bin, möchte ich auch eins. Aber ein pinkes!“
(ich werde dich daran erinnern, mein Schatz)
„Mama, können wir bitte heiraten?“
„Ich möchte lieber in Mamas Bett schlafen.“
– „Warum denn?“
„Na weil Mama so warm ist.“
– „Aber die ist doch noch gar nicht in ihrem Bett…“
„Wenn ich groß bin, werde ich auch eine Mama.“
– „Klar, wenn du erwachsen bist und einen Mann hast.“
„Aber ich habe doch schon einen Mann: Papa!“
Mama: „Du bist mein größtes Geschenk!“
Fiona: „Aber ich bin doch kein Geschenk, ich bin doch Fiona!“
Wir gucken den Film „Konferenz der Tiere“, der Löwe ist im Bild.
Fiona: „Das ist der Konferenz der Tiere.“
– „So heißt der Film.“
„Ja, und der Löwe ist der Konferenz!“
Fiona trommelt und fragt förmlich:
„Möchten Sie noch ein Lied hören?“
„Du musst klatschen, ich habe mich gebeugt!“
„Das habe ich nicht verstanden. Das war auf Hinösisch.“
 
Das Suchanfragen-Best-Of gibt es auch wieder. Manchmal ist es wirklich zum sich-an-den-Kopf-fassen, was die Leute so googeln und vor allem die Tatsache, dass sie hier landen…
„Kermit der Frosch Speed“
– auf? Vermutlich würde er dann noch schneller reden als eh schon…
„Jürgen von der Lippe Witz Einzahl Mehrzahl“
– da kann ich helfen, den Witz kenne ich.
Vier Substantive, die mit Artikel in der Mehrzahl wiederholt werden sollen: 
der Arzt, der Bursche, die Bürste, die Schwester ^^
„Geschichten für Schnürsenkel“
-eher was Lustiges für Zwischendurch oder eine Gute-Nacht-Geschichte für den Schuh-Fetischist?
„Lustige Aufgaben für Abigeschenk“
– Bestehen wäre die erste, haha.
„Vorzeitigen Samenerguss vermeiden“
– ob ich da der richtige Ansprechpartner bin? 
Aber eine Idee hätte ich: denken Sie einfach an eine:
„Klobürste mit Armen“
– Hilfe.
„Das Loch in der Banane“
– jetzt ist sie nicht nur krumm, sondern hat zu allem Überfluss auch noch Löcher?!
„Wofür steht der Buchstabe U“
– U wie Unrat, Unterhalt, U-Haft, Urologe, Ulla Kock am Brink – 
gibt schönere Buchstaben…
„Käfer hat mich gebissen“
– Au.
„Kleiner roter Kreis Schambereich“
– da hat wohl der Ex-Partner mit Edding die Stelle markiert…
Solange kein Zorro-Z daneben steht, ist alles gut ^^
Habt einen schönen und hoffentlich heißen Juli! Wir verbringen 10 Tage davon unter der spanischen Sonne auf des Deutschen liebster Insel, Mallorca, allerdings fernab vom Ballermann und den dazugehörigen Schlagerschuppen.
P.S. Was ist euer Zitate-Favorit? Meiner ist im Juni ganz klar der Delphin am Schuh ^^ Wer weiß, wenn wir im Urlaub unachtsam sind, vielleicht gibt’s dann in einem Monat sogar Bilder davon…? 😉