Best-Of April

Der Monat ist fast vorbei, Zeit für das zum Ritual gewordene Best-Of!
Letztes Jahr Ende April saßen wir in kurzen Strandkleidchen eisessend im Garten und haben die Füße in den Kinderpool gehalten. In diesem Jahr ist daran noch nicht wirklich zu denken. Das Wetter war ziemlich durchwachsen, von 26°C bis Nachtfrost. Auch momentan ist an kurze Kleidchen noch nicht wirklich zu denken, aber immerhin konnte die Grillsaison, mein Monatshighlight, trotzdem starten! Wenn die einmal eröffnet ist, grillen wir in einem Monat so viel, wie andere im ganzen Jahr nicht, aber dieses gemütliche Beisammensitzen ist einfach der Inbegriff von Wochenende, Freizeit und Erholung. Eis gab es natürlich auch trotz des kühlen Wetters schon und der Sandkasten wurde dieses Wochenende auch neu bestückt.

 
Was sonst noch so los war (bzw. wovon ich noch nicht hier im Blog berichtet habe) seht ihr im Best-Of in Bildern:
 
Wir haben in einer Samstagsaktion mit der Familie den Garten wieder sommertauglich gemacht, Schnecken gesammelt, Blumen gepflanzt und Fiona hat vor dem Essen einen „Gruß aus der Küche“ geschickt (u.l.): „Super-Suppe“ – mjam, schön kross, die Tannenzapfen ^^
 
 
Wir haben mit Badewasserfarben experimentiert und festgestellt, dass Blau und Rot
zusammen tatsächlich lila Wolken Wasser zaubern 🙂
 
 
 
Wir haben Gebrauch von unserer Tierpark-Jahreskarte gemacht und den pinken Vögeln, den Katzenbären, Stachelschweinen, Elefanten und Nashörnern einen Besuch abgestattet, erstmalig mit ausgeliehenem Bollerwagen. Tolle Sache! Auf dem großen Spielplatz, auf dem man mit dreieinhalb Jahren nun schon Vieles ganz ohne Mamas Hilfe machen kann, wurde natürlich auch wieder viel Zeit verbracht. Und beim Gehen kamen wir nicht drum rum, eine Biene Maja zu adoptieren und während der ganzen Rückfahrt die hintere Reihe im Auto singen zu hören: „In einem unbekannten Land…“.
Finde es übrigens immer wieder lustig, wie es Paare nach dem positiven Schwangerschaftstest in Tierparks und den Zoo zieht (mich eingeschlossen, ca. 3.Monat, ein Bauch war noch nicht mal zu sehen ^^). Als ob man sich genau dort am Besten einstimmen könnte auf das, was einen in den nächsten Jahren erwartet („Mamaaaaa, ich will nicht zu den Giraffen, ich will lieber ein Eiiiiis!“), waren auch bei unserem Besuch viele Kugelbäuche und Mamas mit ganz kleinen, schlafenden Tragebabys unterwegs. Beim allerersten Tierparkbesuch war Fiona ein halbes Jahr alt. Der lief so ab: Mama und Papa gehen in den Tierpark, Fiona schläft auf den 50m vom Auto in den Park ein. Mama und Papa gucken Tiere, Fiona schläft. Mama und Papa essen Mittag, Fiona trinkt eine Flasche. Mama und Papa gucken weiter Tiere, Fiona schläft. Mama und Papa sind von den vielen gelaufenen Kilometern abends fix und fertig, schlafen auf der Couch ein, Fiona ist wach, Party! ^^
 
 
 
Wir haben auf Fionas ausdrücklichen Wunsch hin das kleine Akkordeon ausprobiert und (siehe links) „Katzenmusik“ gemacht – haha
 
 
Fiona hat diesen Monat wieder viel gemalt und geschrieben und ist im feinmotorischen und sprachlichen Bereich, wie im jährlichen Entwicklungsgespräch im Kindergarten bestätigt wurde, sehr weit entwickelt und liegt über der Norm. Beherrschen müsste sie laut Tabelle beispielsweise das Zeichnen eines geschlossenen Kreises, das Zählen bis 5 (sie zählt mittlerweile schon auf Englisch), das sichere Halten von Besteck und das Öffnen und Schließen einer Streichholzschachtel. (Letzteres konnte sie anfänglich nicht, weil sie in ihrem Leben noch nie eine Streichholzschachtel gesehen hatte und ich auch nach wie vor der Meinung bin, dass ein 3-jähriges Kind besser nicht mit einer Streichholzschachtel umgehen können sollte.) Sie spielt und beschäftigt sich, wie auch schon im letzten Jahr, oft und gerne allein mit sich selbst, hat aber auch erste „feste“ Freundinnen gefunden. Wirkliche Defizite hat sie glücklicherweise keine, allerdings ist sie beim Anziehen oft ein bisschen faul, träumt vor sich hin und steht dann als Letzte der Gruppe immer noch in Hemd und Schlüppi da und weiß gar nicht, was sie eigentlich machen wollte; „Bummel-Liese“ nennt man das bei uns 🙂
 
Die Rollschuhe, die der Osterhase im Schnee „vergessen“ hatte, wurden vorsichtig angeschnallt und ausprobiert und so nach und nach funktioniert sogar das Spielespielen auch ohne non’schen Regelbruch immer besser. Auch das Roller- und Dreiradfahren, was so lange hat auf sich warten lassen, geht nun von dem einen auf den anderen Tag völlig problemlos. Mit dem Laufrad hat sie jedoch immer noch keine Freundschaft geschlossen. Ich schätze, das lässt sie einfach aus und steigt irgendwann auf ein richtiges Fahrrad um. Gekrabbelt ist sie ja auch nicht, sondern einfach aufgestanden und losgelaufen. Auf dem großen Trampolin wird bei schönem Wetter fast täglich gesprungen (ich bewundere ihre Kondition!). Jetzt übt sie auch schon kleine Tricks und kann seit gestern auf den Po fallen und mit dem Fall-Schwung wieder in den Stand hochkommen. Stolz wie Bolle!
 
 
 
Immer mittwochs ist im Kindergarten „Spielzeugtag“. Bisher hat sie Bagger, Bücher, Actionfiguren, Maltafeln und Pupskissen mitgenommen, letzte Woche war es auf ein Mal die Baby Born, die sich seit geschlagenen anderthalb Jahren in der Spielzeugkiste unbeachtet die Plastikbeine in den Bauch sitzt. Ich bin gespannt, wie lange diese neue Liebe anhält! Jedenfalls wird sie momentan herumgefahren, zugedeckt, gebadet, gefüttert und bekommt von ihrer Mama sogar Gutenachtgeschichten „vorgelesen“. Baby Born selbst staunt darüber mit offenem Mund…
 
 
 
Fionas Zitate-Best-Of darf an dieser Stelle natürlich nicht fehlen. Immer wieder gut und immer wieder so plötzlich aus dem Hinterhalt, dass ich die Lachtränen manchmal nicht zurückhalten kann! Danke, mein Kind 😉
Fiona ist 3 Jahre und 6 Monate alt.
 
 
„Fiona, Emily kann heute doch nicht kommen, sie ist leider krank und hustet ganz viel.“
– „Aber wenn Emily hustet, kann ich mich doch einfach verstecken!“
 
„Was gab es denn heute zum Mittag im Kindergarten?“
– „Kartoffel-Pulver mit Apfelmus.“
 
Anderes Kind sagt in der Garderobe zu seiner Mutter:
„Guck mal, Mama, das ist Viona!“
Nono: „Ich heiße FIONA, mit Eff!“
 
Ich singe die Melodie von „Schwanensee“.
Fiona: „Das ist von Hinter Alien Tschaikotzki!“
(Peter Iljitsch…)
 
Ich (morgens): „Hey, Nono, warum guckst du so zerknittert?“
Fiona: „Meine Augen sind ein bisschen salzig, weil ich nicht so gut geschlafen habe…“
 
„Mama, ich hab ein bisschen Bauchschmerzen.
Kannst du mir so ein Hirschkernkissen warm machen?“
 
Auf der Straße läuft eine alte Frau ohne Kopfbedeckung.
„Guck mal, Mama, die Frau hat eine weiße Mütze auf!“
 
In einer Kinderzeitung waren als Special zwei Spielfische mit einem Netz.
Ich: „Und wie sollen die heißen?“
Nono: „Mozart und Crescendo.“
(Crescendo ist ein italienischer Begriff aus der Musik und bedeutet „lauter werden“)
 
Wir spielen Knopf-Mau-Mau.
Man kann entweder einen Knopf in der gleichen Farbe oder der gleichen Form legen.
Sie fühlt blind im Knopf-Beutel und ruft: „Ich habe einen gelben gefühlt!“
 
„Nono, du hast dich ja mit Joghurt bekleckert!!“
– „Ja, ich habe den Deckel abgemacht und dann ist er einfach rausgeschissen!“
(schieße – schoss – geschissen, why not?)
 
Eines Morgens:
„Mama, ich bin noch sehr müde!“
– „Ja, ich auch.“
Sie drückt meinen Kopf zurück aufs Kissen und sagt:
„Na dann leg dich wieder hin…“
 
Momentan gibt es bei uns oft gezuckertes Obst.
„Mama, machst du mir salzige Erdbeeren?“
 
„Was ist das für ein Vogel?“
– „Das ist ein Pfau.“
„Quatsch, Mama, das ist doch kein Buchstabe!!“
 
„Was gab es heute zum Mittag?“
– „Es gab etwas sehr Schwabbeliges.“
(Germknödel)
 
Wir schauen ausnahmsweise ein bisschen zusammen DSDS.
Die schweizer Schlagerprinzessin singt „Du fängst mich auf und lässt mich fliiieeegen…“.
Fiona ganz entrüstet: „Aber man kann doch nicht Erwachsene fliegen lassen!“
 
„Bald ist in der Kita Entwicklungsgespräch, da sagt mir Frau S., was du schon besonders gut und, was du noch nicht so gut kannst. Was kannst du denn noch nicht so gut?“
Fiona überlegt eine Weile und sagt dann ganz ernst:
„Ich kann noch nicht alleine in ein Flugzeug gehen und Pilot sein.“
 
„Nono, ihr könnt ja nachher Vater, Mutter, Kind spielen.“
– „Wie geht denn das?“
„Na, du könntest z.B. die Mutter sein und die BabyBorn das Kind.“
– „Ja, genau! Dann ist Leon der Vater und Jasper die Oma.“
 
Fiona hilft sehr gerne beim Blumen pflanzen, deswegen habe ich ihr eine kleine
Gartenarbeitstasche gekauft mit Harke, Schippe, Schaufel und Kinderhandschuhen.
Fiona: „Bekomme ich heute noch meine Arbeitsüberraschung?“
Ich: „Ey, woher weißt du das denn schon?!“
Fiona: „Sasa hat mir das erzählt. Die ist ganz schön petzig!“
 
Wir wollen zu einem bekannten Drogeriemarkt mit rotem Logo.
Fiona: „Gehen wir heute wieder zu dem Rostladen?“
 
Sie sitzt krumm, guckt an sich runter und stellt fest:
„Mama, ich kann meinen Bauch knicken!“
 
Ich möchte ihr in der Spielzeugküche einen Kaffee abkaufen.
Sie zieht ihn über die Kasse und meint trocken: „Es kostet 25 Meter.“
 
Fiona sieht mein Tattoo im Nacken und stellt erschrocken und mit mahnendem Zeigefinger fest:
„Mama, du hast dich aus Versehen angemalt!!“
 
 
 
Und zum Schluss noch die Top 10 der skurrilsten Suchanfragen, über die die Leute auf meinem Blog gelandet sind:
 
„Kuscheltiere mit Glubschaugen, Schwanz und Kostüm“ 
– vielleicht lieber mal im Fetisch-Fachgeschäft nachfragen? Ach, oder meint ihr Build-A-Bear…? 😉
 
„Wie kommt Wasser in meine Lunge“
– also wenn es schnell gehen soll, empfehle ich Untertauchen und einfach nicht mehr hoch kommen.
 
„90-60-90 nackt“
– weder noch, sorry. Simple Solution: Barbie ausziehen.
 
„zugenähte Ohrlöcher“
– Aua! Die „nähen“ sich mit der Zeit von ganz alleine zu.
 
„Mendelsche Regeln blaue und braune Augen“
– gibt höchstwahrscheinlich braun. In Fionas Fall aber blau.
Ausnahmen bestätigen die Erbsen, oder wie war das..?
 
„Karat Lyrik uns hilft kein Gott unsere Welt zu erhalten“
– da gehe ich ganz karatkonform. Kennt ihr die neue Hornbachwerbung?
„Himmel, Erde, Licht, Wasser. Und jetzt du!“
 
„Kind rennt in TV“
– nicht empfehlenswert, ein bisschen viel 3D.
 
„Weihnachtsmann überholt“
– da stellt sich mir doch die Frage: aktiv oder passiv? Überholt er oder wird er überholt?
So ein Weihnachtsmann muss ja irgendwie mit Lichtgeschwindigkeit reisen, wenn er an einem Abend im Jahr die ganze Kinderwelt mit Präsenten beliefern will. Kann mir die passive Version also eher schwer vorstellen. Für die andere gilt: in jedem Fall Vorfahrt gewähren!
 
„Klobürste“
– was genau erwartet man, wenn man in die Suchmaske „Klobürste“ eingibt (im Selbstversuch getestet!)? Dass Wikipedia einem verrät, wozu man sie benutzt, wie sie andernorts genannt wird (mein Favorit sind die Österreicher mit dem „Klobesen“ – da bekommt die „Kehrwoche“ eine ganz neue Bedeutung, uerks!) oder, dass die Urgroßmutter der Klobürste „Xylospongium“ genannt wird und mit dem Glockenspiel so ziemlich wenig gemeinsam hat…?
 
„Messitum Kinder“
– ja, das ist eine Krankheit, die wohl jeden durchschnittlichen Haushalt, in dem Kinder leben, ein Mal befällt. Ich berichtete hier kürzlich über die sprunghafte Vermehrung der Kuscheltiere. Besonders schlimm inzestuös sind auch Überraschungseierfiguren, gesammelte Steine, bemalte Blätter und einzelne Socken…
 
 
Ich hoffe, ihr hattet mit diesem Monat auch so viel Spaß wie wir! Der neue, bei uns ganz im Zeichen der Musik mit der Teilnahme am World Music Festival in Innsbruck, startet mit einem Feiertag, das kann ja nur gut werden 😉
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Autor: Mama 2.0

stoffverliebte 2fach-Mama, Berlinerin, iphoneaddict, Musikpädagogin. Liebt buntes Klebeband, geistige Herausforderungen und hat sich den Blick für das Schöne bewahrt. Happiness is not a destination, it is a way of life. Glas ist halbvoll und so, wa?

10 Kommentare zu „Best-Of April“

  1. Wieder ein wunderbarer Monatsrückblick, die Tierparkerkundung mittels Bollerwagen und Biene Maja lässt eine Menge Spaß vermuten und dass Fiona so weit entwickelt ist, freut mich sehr für euch (das liegt an den tollen Eltern, zumindest vermute ich, dass bei einer so tollen Mama der Papa ebenso toll sein muss 🙂 ).

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  2. Das sind immer viel zu viele Infos in einem Artikel, ich weiß gar nicht, wo ich anfangen soll. 😀 Ich habe jedenfalls viel gelacht, viele Gemeinsamkeiten mit unserem Großen entdeckt (Englisch, wir sprechen nun auch Englisch :D) und mich sehr über deine Zusammenfassung gefreut. Wirklich toll, du solltest das unbedingt häufiger schreiben (Wochenrückblick? Und nein, ich stresse dich doch nicht :P).

    Auf dass der Mai ebenso voller Freude, lustig und schön wird! 🙂

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  3. Vielen Dank für eure lieben Worte! Da macht das Schreiben gleich doppelt so viel Spaß! Schön, dass ihr die Zitate genauso liebt wie ich 😉
    Und Kerstin, ich komme ja so schon kaum hinterher (schaffe diesen Monat leider keinen Paradenartikel, irgendwie war der Monat schneller um als sonst…) aber nein, du stresst mich nicht :p

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