Best-Of März

Die ersten 3 Monate 2013 sind vorbei und wir werden den Winter einfach nicht los – kaum zu fassen! Die verschneiten Ostern waren vielleicht nicht wirklich das Monatshighlight, aber trotzdem lustig und etwas zum sich-daran-erinnern.

Hier kommt also der zur Tradition gewordene Blog-Monatsrückblick, als Erstes in Bildern.

Wir haben…

…den März bei Sonnenschein feuchtfröhlich mit Wasserbombenzielwurf im Garten begrüßt,

 
…kurz darauf den zurückgekommenen Winter beklagt,

…gemalt mit Wachs-, Bunt- und Filzstiften und manchmal auch mit dem Tuschkasten,
…zu italienischem Essen Sommercocktails getrunken,
 
 
…hübsche Postkarten gekauft und per Postcrossing in die ganze Welt verschickt,
(und die Fernsehturmkarte auch zum Behalten gekauft weil schön 😉
 
 
…die Sonnentage des Monats dort verbracht, wo es am Schönsten ist: draußen,
 
 
…mit der Tollabox und geschickten Erste-Hilfe-Handgriffen erst Mamas Wunden versorgt
 
 
…und dann Riesenspaß mit dem Süßigkeitenkatapult gehabt 🙂
(die Gummibären klebten so schön an Sasas geputzten Küchenschränken ^^)
 
 
…buchstabiert und geschrieben wie ein Weltmeister
(Eines Morgens: „Mama, ich habe ein F auf die Couch geschrieben!“
— PANIK —
– „Oh nein, verdammt, mit welchen Stiften?!?!“
„Keine Stifte, mit Muscheln!!“)
 
 
…schöne Sonnenuntergänge bewundert
 
 
…einen großen Kaffeeladen leergekauft mit allem, außer Kaffee und mit den Fingern hübsche Frühlings- und Osterkarten gestempelt
 
 
…ein Stoffreste-Bäumchen an die Kinderzimmerwand ge(löckchen)zaubert 🙂
 
 
 
…mit Füßen, Fingern und Farbe gemanscht
 
 
…und am Letzten des Monats weiße Ostern verbracht.
 
 
Highlight war zweifellos die Woche in der Sonne: Ägypten
 
 
 
 
Das Zitate Best-Of von Fiona ist auch wieder lesenswert.
Fiona ist 3 Jahre und 5 Monate alt.

 
Beim Spazierengehen am Fluss:
„Noni, ich glaube, da sind heute keine Enten.“
– „Doch, Mama, wir finden bestimmt welche. Wir sind doch ein gutes Team!“
 
„Nicht traurig sein, Mama, du hast doch einen Freund dabei:
ICH bin dein Freund!“
 
Papa kocht.
Fiona (anerkennend): „Gute Arbeit!“
 
Bei einer Spiele-App auf dem Handy fängt ein Mädchen den kleinen Goldfisch und sagt:
„Say Goodbye to freedom!“
Nono darauf: „Ja, ja, nichts zu danken…“
 
„Mama, ich kenne ein neues englisches Wort!
Hund heißt genauso, wie die Spielzeugärztin: DOC!“
 
„Was müssen wir mitnehmen in den Urlaub?“
– „Eine Luftmakratze.“
 
„Mama, von wem ist das Lied?“
– „Na das habe ich komponiert. 
Die Musik war in meinem Kopf und dann habe ich sie einfach rausgelassen.“
„Aber das geht doch nicht! Du hast doch kein Loch im Kopf!“
 
„Oh, lecker, Essen! Ich bin auch schon sehr verhungert!“
 
„Nono, soll ich dich zudecken?“
– „Nee, nee, das ist mir so schon ein bisschen okayer.“
 
Fiona läuft mit krummem Rücken und hängenden Armen durch ihr Zimmer.
Ich komme rein und frage, was sie macht.
Sie: „Mama, das ist ein Elegantensitter.“
Mama: „Hä??? Was ist das denn?!“
Fiona: „Na ein Elegantensitter eben! Der macht immer so. (läuft wieder krumm und lacht).“
 
Wir sind beim Italiener.
Fiona: „Ich male jetzt ein Bild für den Kocher, der mir die Pizza gekocht hat.“
 
„Und das heilige Bild hier ist für dich, Mama!“
 
In der Kita hängt eine Pinnwand mit dem Titel INFO.
Fiona: „Hey, Mama, da steht ja Fiona! Aber irgendjemand hat das total falsch geschrieben!!!“
 
Wir gehen bei meiner Oma zu Hause auf die Toilette, wo es nach Gewürzseife riecht.
Fiona: „Iieeh, hier stinkt’s nach Popeln!“
 
„Bist du müde, Nono? Deine Augen sehen aus, als ob sie gleich zufallen.“
– „Nein, nein, ich habe nur so getan. Ich habe nur Spaß gemacht!“ (gähn)
 
Wir machen im Ägyptenurlaub eine Wüstentour mit dem Jeep.
Fiona guckt sich das Beduinendorf interessiert an und sagt dann nach einer Weile:
„So, jetzt will ich lieber wieder zurück nach Ägypten!“
– „Aber Noni, das hier ist doch Ägypten!“
„Nein, ich meine, in UNSER Ägypten…“ (Hotel)
 
Ein Ehepaar steht im flachen Wasser und wirft sich gegenseitig einen Ball zu. Fiona geht hin, spricht sie an und spielt auf ein Mal mit. Ein paar Stunden später sieht der Mann sie allein am Strand, geht mit dem Ball zu ihr hin und will spielen. Sie: „Ich bin gerade beschäftigt. Aber später habe ich wieder Zeit für dich!“
 
Durchsage am Flughafen:
„…letzter Nachruf für die Fluggäste XY und YZ gebucht nach Hannover…“
 
Einige Flugzeuge rollen hintereinander in Richtung Startbahn. Fiona guckt aus dem Fenster und sagt:
„3 Flugzeuge sind hinter uns her!“
 
„Ich bin ein großes Mädchen, Mama!“
– „Ja, Nono. Aber ich bin auch ein großes Mädchen!“
„(lacht) Nein, du bist doch meine Mama!“
– „Aber Mamas sind doch auch Mädchen.“
„Nein, Mamas sind Frauen.“
– „Ok, bist du denn auch eine Frau?“
„Ja, ich bin eine Kinderfrau!“
 
 
Die besten Suchanfragen, über die die Leute auf wundersame Weise auf meinem Blog gelandet sind, möchte ich euch nicht vorenthalten, hier sind sie:
 
 
„Hunde in der Badewanne lustig“
– Ja, das ist es!
 
„Hip Hop Hasen zum Ausmalen“
– würde mich brennend interessieren, wie die aussehen!
Hosen auf halb 8 und ein Skateboard unter dem Puschelschwanz…?
 
„angebissener Apfel“
– ist einfach die Krone der technischen Schöpfung 🙂
 
„Arsch Suchbild“
– was wollt ihr da suchen? Den Ausgang? Licht am Ende des Tunnels? Bäh!
 
„Akkusativ im Kindergarten“
– Naja, Fälle sind im Kindergarten in der Regel so häufig anzutreffen wie geputzte Nasen. Die deutsch-türkische Grammatik à la Kaya Yanar mit dem Universalartikel „d“ scheint wohl einfach bequemer ^^
 
„Klopapierrollen Barometer“
– nach Murphys Law ist das ganz leicht zu erklären!
Viel Papier auf der Rolle = kleines Geschäft.
Kein Papier auf der Rolle = großes Geschäft…
 
„Versauter Sandmann auf Berlinerisch“
– den würde ick jerne mal sehen! Aber ick gloob, der kommt sicher nich im rbb…
 
„antiker Gartenzaun“
– vielleicht mal direkt bei H*rnbach nachfragen statt sinnlos Blogs zu surfen…?
 
„Afrika Frau schwanger schluckt Klippe Doku“
– äh, jetzt würfeln wir den Satz nochmal neu und schauen, ob was Sinnvolleres dabei raus kommt.
 
„Amazon Männchen selber basteln“
– hahaha, nach den neusten Skandalen wäre das vielleicht wirklich mal eine gute Idee!
 
„Darf man zerknickte Kartoffelsuppendose verwenden“
– natürlich! Ist das beste Baumaterial!
 
„Großes Gebiss für Übungszwecke“
– ich würde mal bei Mick Jagger anfragen!
 
„Wusstest du, dass Pinguine ein Leben lang zusammenbleiben wenn sie einen Partner gefunden haben“
– wenn man es schon weiß, warum googelt man es dann? Immerhin, jetzt weiß ich es auch.
 
„Baby Born Junge nackt“
– ich will niemanden enttäuschen, vermute aber ganz stark, dass es die nur in der weiblichen Ausführung gibt. Bei kleinen Jungs würden sonst die hübschen Kleidchen vorne so abstehen ^^ EDIT: Es gibt sie tatsächlich – omg!
 
 
Adios, lieber März! Mach’s gut und nimm ja den Schnee mit!
Advertisements

So schmeckt der Sommer

Der Boden der Realität ist grau, nasskalt und von einer zentimeterdicken Schneeschicht bedeckt, so kurz vor Ostern… Die Hoffnung auf Temperaturen im zweistelligen Bereich bei unserer Rückkehr aus dem Urlaub wurde uns schon genommen, als wir vor ein paar Tagen schwitzend im Bikini auf den ägyptischen Fernseher mit den 4 deutschen Sendern starrten und der German-Wetterfee lauschten. Da kann einen nicht mal die Bauernregel „Karwoche weiß, Sommer heiß“ wirklich aufmuntern… Was soll’s, zu ändern ist es ja nicht. Hoffen wir, dass der Osterhase durch Schnee und Eis trotzdem seinen Weg zu uns findet! Fiona bemalt Ostereier und summt dabei „Jingle Bells“ – verübeln kann ich es ihr nicht ^^

Immerhin konnten wir in der letzten Woche den Sommer schmecken und wollten euch ein bisschen teilhaben lassen. Damit wenigstens virtuell die Sonne scheint, gibt es also jetzt ein paar Bilder aus Afrika für euch von unserem mittlerweile 7. Besuch (5x davon mit Fiona) im gleichen Hotel, unserem ägyptischen Zuhause.


Fiona kennt sich bestens aus und hat die Tage größtenteils im Badeanzug mit Buddeln und Planschen verbracht. Ohne Scheu zog sie los und suchte sich neue Freunde, die ausnahmslos älter waren als sie selbst und mit denen sie sich schon richtig beschäftigen konnte. Im Team spielten sie „Meerjungfrau & Hai“ oder sammelten (ungiftige) gestrandete Quallen, von denen eine kleine, die auf den liebevollen Namen „Qualli“ hörte, beinahe als neues Haustier mit nach Hause geflogen wäre – beinahe.
Weil ich zwar eine dicke Spiegelreflexkamera besitze, für die aber im Handgepäck zwischen Kinderbüchern, Malstiften und Kuscheltieren momentan keinen Platz habe, fotografiere ich ausschließlich mit meinem Apfelphone. Das habe ich immer und überall griffbereit für Schnappschüsse jeder Art und bin mit der Bildqualität absolut zufrieden. Und gerade weil ich nur mit dem Handy knipse, habe ich mir vor dem Urlaub ein 3-in-1-Objektiv zum Anstecken gegönnt: Fisheye-, Weitwinkel- und Makrolinse. Dabei sind erstaunliche Bilder mit tollen Effekten entstanden, hat sich für mich also durchaus gelohnt, auch wenn es natürlich nicht 1:1 mit der Spiegelreflex zu vergleichen ist.

Dieses Mal lagen wir nicht nur „faul“ am Strand in der Sonne, sondern waren an zwei Tagen auch unterwegs. Mit dreieinhalb Jahren ist man schon alt genug für kleine Ausflüge, deshalb ging es mit dem Jeep („Oh, cool, wir fahren mit dem wackeligen Auto!“) in die Wüste. Ersten Stopp machten wir an einer riesigen Düne mit feinstem Zuckersand inmitten von ansonsten nur Staub und Steinen. Pünktlich zum Halt stellte unser Fahrer Hassan einen Platten fest, den er gemütlich wechselte, während wir kletterten…

 

Anschließend ging es weiter zu einem Beduinenstamm. Die Beduinen sind nomadische Wüstenbewohner und leben mitten im Nichts. Schulpflicht besteht grundsätzlich auch in Ägypten ab 6 Jahren, die Beduinen allerdings haben eine Sondergenehmigung und besuchen keine Schule. Gelehrt wird innerhalb des Stammes ausschließlich der Koran und gebetet wird 5 Mal täglich gen Mekka in einer eigenen kleinen Wüsten-Moschee. Die Kinder arbeiten schon sehr früh mit und wachsen von Klein auf in die Aufgaben der Erwachsenen hinein. Wir durften zusehen, wie die mit Ausnahme der Augen voll verschleierten Frauen aus Mehl, Wasser und etwas Salz einen Teig zubereiteten und an einer kleinen Feuerstelle Fladenbrot backten. Ein kleines Stück weiter wurden von den Männern aus gefärbtem Kamelhaar Taschen und Teppiche nach altem Handwerk gewebt. Wenn die Beduinen krank sind, pilgern sie übrigens nicht ins nächste Wartezimmer außerhalb der Wüste, sondern bedienen sich ihrer „Wüstenapotheke“. Für nahezu jedes Wehwehchen ist dort ein Kraut gewachsen. Ein medizinischer Notfall, wie beispielsweise ein Blinddarmdurchbruch, bedeutet dann allerdings den sicheren Tod. „Allah hat es gegeben, Allah nimmt es…“
 Wir sind auf Kamelen geritten, haben aus klitzekleinen Tassen Schwarztee getrunken, einen Rundgang durch’s Dorf gemacht, zu Abend gegessen und den Sonnenuntergang in einer ganz besonderen Atmosphäre bewundert…
 
 

 
 Unser zweiter Ausflug führte uns raus aufs Meer zu Nemos Zuhause: dem Korallenriff. Mit dem Glasbodenboot ging es direkt bis zu einem Riff und dann immer am Rand entlang, denn Schiffen ist es verboten, direkt über das Riff zu fahren. Wer schnorcheln wollte, konnte schnorcheln, wer nicht schnorcheln wollte, konnte durch den Glasboden die vielen bunten Fische, Muscheln und Korallen bewundern. Die Farbe des Wassers wechselte zwischen Dunkelblau, Hellblau und strahlendem Türkis, das reinste Paradies! Die staunenden „Aah“s und „Ooh“s angesichts der beeindruckenden Unterwasserwelt wurden nur unterbrochen von meiner kleinen Oktonautin Fiona, die ab und zu einen qualifizierten Kommentar einstreute, wie: „Also das sieht mir aus wie ein Doktorfisch…“ ^^
 
 

Im Hotel selber hat sich seit unserem letzten Aufenthalt vor einem halben Jahr nicht viel verändert, es ist tatsächlich ein bisschen wie „nach Hause kommen“. Das Personal begrüßt uns z.T. mit Umarmung, die Kellner wissen, wo wir gerne sitzen und was wir trinken möchten und Fiona wird mit Namen und „Hello again!“ angesprochen. Als wir eines Morgens aus unserem Bungalow gekommen sind und beobachten konnten, wie jemand die vertrockneten Palmenblätter entsorgt, mussten wir ziemlich grinsen. Dass ein Mann oben im Baum sitzt und arbeitet, ist für ägyptische Verhältnisse nichts Ungewöhnliches. Aber dass er kurzerhand einfach zwei Leitern aneinander bindet, ist für die deutschen Allesabsicherer mit Netz und doppeltem Boden dann doch ein nicht ganz so alltäglicher Anblick 😉

Das zweite Gadget, das ich mir neben meinem iPhone-Objektiv zugelegt habe, ist ein wasserdichtes Case für selbiges. Die Hülle kostete nur etwa 20€ und hielt absolut, was sie versprach! Ich testete sie erst vorsichtig im Pool mit Spritzwasser und anschließend nahm ich sie – inklusive Telefon, versteht sich – klopfenden Herzens mit zum Schnorcheln. Das iPhone funktionierte vorher, hinterher und währenddessen einwandfrei, allerdings sollte man sich versichern, den Aufnahmebutton auch wirklich gedrückt zu haben, bevor man abtaucht und Fische filmen will… Fotografieren unter Wasser funktioniert nicht, da das empfindliche Touchdisplay durch den Wasserdruck nicht mehr reagieren kann, aber über Wasser die Aufnahme starten und dann abtauchen ist kein Problem, sofern man – wie gesagt – auch wirklich gedrückt hat. Nun ja, neuer Urlaub, neues Glück! Immerhin: die Angst vor kindlichen Spritzattacken im Pool ist ein für alle Mal vorbei 🙂

 
 

Wir wünschen euch trotz des Wetterunfalls da draußen ein schönes Osterfest mit fleißigem Schneehasen und hoffen, dass ihr euch mit unseren Urlaubsimpressionen ein bisschen daran erinnern konntet, wie Sommer aussieht… „Easter“ kommt (zumindest in diesem Jahr) von „iieehh“ – in diesem Sinne:

Weil die Häschen-Schmetterlings-Blumen-Stempelaktion eine mittlere Katastrophe geworden ist,
kam kurzerhand „der Gerät“ zum Einsatz und prägte stattdessen
Botschaften wie „Mistwetter 2013“ auf unsere Eier ^^

Tausche 0°C gegen 30

Kürzlich auf Facebook gelesen: „Der kleine MÄRZ möchte bitte aus dem WINTER abgeholt werden!“
Solange er das noch nicht ist, nehmen wir die Beine in die Hand, hoffen darauf, dass nicht gerade morgen früh gestreikt wird (wie im Radio angekündigt!) und ziehen mit gepackten Koffern gen Süden. Macht’s gut und bis ganz bald!
 
Tausche lausige 0°C einer fleißigen Frau Holle…
 

…gegen wüstenwarme 30°C unter der afrikanischen Sonne!
 

7 Sachen

…gab es hier auch schon lange nicht mehr! Und um den Best-Of-Post bildertechnisch ein bisschen zu entlasten, zeige ich euch heute 7 Sachen von unserem Sonntag nach einer Idee von Frau Liebe.

Wir haben morgens im Bett ein bisschen leise rumgeblödelt, als Papa so getan hat, als würde er noch schlafen ^^, haben uns Osterhasen auf die Hände gemalt und sind mit ihnen über die Bettdecke gehüpft…

Wir haben ein paar der hübschen 3D-Schmetterlinge an den Baum an der Wand im Kinderzimmer geklebt (Foto folgt, wenn das Vogelhaus hängt…) und zwei kleine auf Fionas gemalte Herz-Blumenwiese gesetzt.

Mittags ging’s auf ein Eis, was wir dort nicht bekommen haben (und hinter beim Restaurant „zum goldenen M“ besorgen mussten), ein Paar Wiener und einen Glühwein (!) an den Müggelsee. Die zwei ganz harten Schwäne froren sich einsam die Po-Federn im Eiswasser ab und der Spielplatz war noch zugeschlossen 😦 Früüüühling, komm endlich! Wenigstens hatte der Himmel mal wieder Farbe.

Meine lange Schnittwunde wurde von der Spielzeugärztin Fiona mit einer sterilen Wundkompresse und einer Mullbinde kreuz und quer versorgt, die aktuelle Tollabox zeigt mit dem Erste-Hilfe-Set, wie das geht. Keine Sorge, unsere „Wunden“ haben wir hinterher einfach rückstandslos abgewaschen 🙂

Ich habe zum ersten Mal etwas für mich selber genäht (nach einem Frei-Schnauze-Schnitt meiner Oma, Zitat: „Gib mir einfach eine scharfe Schere und den Stoff…“) und war tatsächlich gleich beim ersten Anlauf ganz zufrieden mit dem T-Shirt. Da meine Nähmaschine auf mysteriöse und bis heute ungeklärte Weise ihren Nähfuß verloren hat, habe ich mir fest vorgenommen, in der nächsten Zeit Ersatz zu besorgen, bevor die ganzen bisher ungenähten E-Books ausprobiert werden… Aber solange sich der Winter im Land noch häuslich eingerichtet hat, können die Frühlingsjäckchen und -Mützchen auch noch auf den Nähfuß warten…

Obwohl der ganze Ostereierfärbekrempel inklusive Eiern schon seit einer Weile rumliegt, kann ich es Fiona nicht übel nehmen, dass sie mich skeptisch anguckt und eher meint: „Osterhase?! Hahaha, nein, Mama. Es liegt doch Schnee! Bestimmt kommt bald der Weihnachtsmann wieder…“.
Gefärbt haben wir also noch nicht, aber immerhin schon fleißig Fingerabdruck-Frühlingskarten gestempelt.

…und abends saßen wir in der ersten Reihe, als Meerjungfrauen von wilden Seeungeheuern attackiert worden sind: *Melodie vom Weißen Hai* WUUUUUUUAAAAAAHHHHH!

Woran man erkennt, dass…

…Kinder im Haushalt leben?
Hier sind meine ganz persönlichen Top15:

15.) Schokoflecken auf der Couch
Das kann auch einem kinderlosen Erwachsenen ohne Probleme passieren (ich spreche aus Erfahrung), deswegen „nur“ Platz 15. Kommen sie allerdings gehäuft vor, waren mit ziemlicher Sicherheit kleine Menschen am Werk… Sonntag „Morgen“, 10 Uhr:
„Guten Morgen, Nono, du bist ja schon wach! Kommst du frühstücken?“
– „Nein, ich habe im Wohnzimmer schon alleine gefrühstückt…“  o_O
Notiz an Großhirn: KinderPingui in Zukunft im obersten Kühlschrankfach lagern.

14.) Sticker-Mania
Die Begeisterung für die klebenden Bildchen reißt einfach nicht ab, die Bildchen selbst übrigens auch nicht. Sie kleben mittlerweile nahezu überall, breiten sich aus wie Windpocken und hinterlassen manches Mal auch genau so hässliche Narben, wenn man versucht, sie abzukratzen. Vom akut befallenen Kinderzimmerschrank über das Bett auf die Tür bis ins Badezimmer, das Wohnzimmer (eins klebte direkt AUF dem Fernseher – auweia!!!) und die Küche, wo seit einer Weile in großen, glitzernden Lettern ein wesentlicher Inhalt der 69er FlowerPower-Bewegung am Kühlschrank steht…

13.) Buntbefall
Wenn nicht nur das Kinderzimmer farblich aussieht, wie nach dem Einschlag eines Regenbogenkometen, sondern auch Mamas Stoffkiste, dann ist die Sache ziemlich eindeutig.
Und wenn der Mann sich einen genähten Loopschal wünscht und die Auswahl hat zwischen Hellblau mit weißen Sternen, dunkelblau-gestreiften Nilpferden oder pinken Giraffen, kann man sich relativ sicher sein, dass kleine Menschen im Haus wohnen, die an der Stoffauswahl nicht ganz unschuldig sind ^^

12.) Verkehrte Welt
Ohne Worte, oder?

 
11.) Papierstau
Wenn ihr so viele bunt verzierte Gemälde zu Hause lagern habt, dass ihr damit problemlos die ganze Wohnung tapezieren könntet, habt ihr vermutlich Kinder, Enkel, Nichten, Neffen – oder einen Spleen. Ich glaube mittlerweile, an der Abholzung des Regenwaldes sind wir nicht ganz unschuldig, sehe ich mir die Berge von bemaltem Papier an, die allein im Kinderzimmer auf und um den Schreibtisch herum verteilt liegen… Wenn einen dann aber schon aus dem Stapel Druckerpapier Sonnen, Herzen, Sterne und andere amöbenähnliche Wesen mit vielen Beinen angrinsen, sollte man gründlich hinsehen, bevor man den Geschäftsbrief darauf druckt ^^
 
 
 
10.) Hartes im Bett
…und damit meine ich nicht zentrale Teile des Göttergatten auf der anderen Betthälfte. Wacht man morgens mit stechenden Schmerzen im Rücken und roten Flecken am Körper auf, muss nicht in jedem Fall der Arzt zu Rate gezogen werden. Linderung verschaffen kann manchmal schon der Blick unter die eigene Bettdecke. Selbst, wenn man sich sicher ist, dass sie am Abend beim Schlafengehen noch nicht dagewesen sind – diese Biester finden ab und zu auf mysteriöse Weise ihren Weg ins Elternbett: Stifte ohne Kappe, Plastikcroissants aus der Kinderküche und das Stethoskop aus dem Arztkoffer. Oder war es etwa mein Mann, der das mit den Doktorspielchen falsch verstanden hat? 😉
 
 
 

 09.) Bienchen & Blümchen
Die grundlegenden Vorgänge hinter dem Synonym sind natürlich noch lange kein Indiz für das Vorhandensein von Kindern, wohl aber die Bienchen und Blümchen, die man in einem Mädchenhaushalt versehentlich erwischt, wenn man in die eigene Schmuckkiste greift und sich ein hübsches Paar Ohrringe anstecken möchte. Getragen wurden sie von mir zwar noch nicht, aber pinke Hello-Kitty-Spangen haben sich schon öfter in meine Haare verirrt, wenn ich meine eigenen auf die Schnelle nicht gefunden habe. Bei einem Bürojob könnte man mit bunten Schleifchen im Haar schnell als merkwürdig und unangepasst gelten. Meine Schüler hingegen strahlen bis über beide Ohren, wenn sie mich mit Fionas Spangen „erwischen“. Und ich meine, ihre Gedanken hören zu können: „Ey, cool, die ist eine von uns…“ ^^
 
 
08.) Tutti-Frutti
Wenn man morgens (oder spät abends) noch oder schon im Halbschlaf seine Zähne putzen will und plötzlich einen seltsam vertrauten Tutti-Frutti-Kaugummi-Geschmack im Mund hat, kann man sich relativ sicher sein, mit Kindern zusammenzuwohnen und versehentlich zur falschen Tube gegriffen zu haben. Die Putzi-Zahncreme ist übrigens vor einer Weile 50 Jahre alt geworden! Weil sie die DDR-Kinder in der frühen Phase in den Geschmacksrichtungen Schoko, Banane und Himbeere nicht nur zum Putzen sondern auch zum Naschen verführt hat, ist sie seit der Wende in einer neuen, zuckerfreien Rezeptur auf dem Markt. Lecker!
 
 
 
07.) Messitum
Kinder heben grundsätzlich alles auf. Die Überraschungseierfigur von vor 2 Jahren, die bei der letzten Mal- und Bastelaktion versehentlich in den Tuschkasten gefallen ist und nun aussieht, als hätte sie beim Paintball verloren, hat genauso ihre Daseinsberechtigung im Kinderzimmer wie die nackte Barbie ohne Beine und die alte Babyrassel, die schon mindestens 3x in den Keller umziehen sollte. Aber nicht nur Fiona hortet den kompletten Inhalt ihres Kinderzimmer wie einen Schatz. Seit Kurzem hat auch Mama angefangen zu sammeln. Keine Briefmarken und keine Modellfahrzeuge, sondern Müll.
Es gibt guten Müll und schlechten Müll. Schlechter Müll kriegt im Normalfall einen grünen Pelz, wenn man ihn zu lange liegen lässt, eignet sich also nur bedingt zum Wiederverwerten. Auch guten Müll hätte ich früher achtlos weggeworfen. Milch alle? Karton falten und in den gelben Sack. Eier aufgegessen? Schachtel in die blaue Tonne. Damit ist jetzt Schluss. Denn Mamas, die ein Kind am Wochenende halbwegs sinnvoll beschäftigen möchten, sehen da keine Eierschachteln und Milchkartons, sie sehen Prinzessinnenschlösser, Rennwagen, Leuchttürme und Piratenschiffe… 
 
 
 
 06.) Disneyfizierung
Sollten zu uns in naher Zukunft Übernachtungsgäste kommen, haben die die Auswahl zwischen diversen Fernsehstars, mundlosen Katzen oder wilden Tieren auf ihrer Bettwäsche. Denn leider passierte es in der Vergangenheit viel zu oft, dass wir hübsche Kinderbettwäsche gekauft oder geschenkt bekommen haben und beim Auspacken feststellen mussten, dass das Kinderbett keine 2m lang ist, die Bettdecke aber schon. So kommt es, dass auch Mama sich von Zeit zu Zeit auf abenteuerlichen Unterwasserfahrzeugen bettet und das Kind in dieser Zeit besonders gerne kuscheln kommt…
 
 
05.) Stolperfallen
Jetzt wird es interessant, wir sind in den Top5 der eindeutigsten Anzeichen für Kinder im Haus. Unsere Nummer 5 ist blau und eines der sinnvollsten Geburtstagsgeschenke zum 2. Geburtstag gewesen (und das sogar von einem noch kinderlosen Paar – best friend Saro). Dieses unscheinbare Tool ist dazu da, kleine Menschen ein bisschen größer zu machen, damit sie besser an das Waschbecken ran- und auf das Klo raufkommen. Eine geniale Erfindung, die von einem Kind, was gerne kreative Lösungsstrategien entwickelt, ebenso genial zum Angeln im obersten Kühlschrankfach (verdammt, die KinderPinguis!) oder – noch schlimmer – im Aquarium verwendet werden kann. Aber Vorsicht: für Eltern birgt der unschuldige, blaue Hocker mehr Verletzungspotential als der Block mit den scharfen Messern, denn er lauert auch da, wo wir ihn nicht vermuten. So steht man dann also jaulend am Sonntag Morgen ohne Socken auf den spitzen Füßen des umgekippten Hockers mit Bienchensteckern in den Ohren und Putzi Zahncreme auf der Bürste. Proud to be a mom!
 
 
 
04.) Weggegangen, Platz gefangen!
Wo früher vielleicht Lippenstift, Kajal und Mascara unterwegs waren, findet man heute pinke Haargummis, Bonbons und einen Ersatzschlüppi: in Mamas Handtasche. Wenn wir in den Urlaub gefahren sind – bald ist es übrigens wieder soweit, den ewigen Schneematsch hält man ja im Kopf nicht aus! – bestand mein Handgepäck früher aus Büchern, mp3-Player (ganz „früherer“ noch Discman + CDs), Fotoapparat, Sonnenbrille, Tagebuch, Kugelschreibern und einer Flasche Wasser.
Heute sieht das mit dem Reisegepäck irgendwie anders aus.
Ok, ein Buch schafft es doch immer in meine Tasche, aber alles andere hat direkt etwas mit Fiona zu tun: Malbuch und Stifte, Kopfhörer, Ersatzstrumpfhose (man weiß ja nie!), Kuscheltier, Kinderbuch, Süßigkeiten, Reisespiel und andere Unterwegs-Bespaßung für uns beide. Daneben ein nicht zu vernachlässigender Taschenanteil Proviant, der eine ganze Mäusekolonie locker einen Winter durchbringen würde. Die Zeiten ändern sich, und unsere Taschen sich mit ihr…
 
 
03.) Galerie
Wenn abstrakte Kunstwerke aus einer sehr frühen Schaffensphase des Künstlers die heimischen Wände zieren und manchmal auch nur Eltern und sehr nahe Verwandte den besonderen Wert dieser Ausstellung zu schätzen wissen, ist sehr sicher der Maler nicht weit. Sie sehen hier das Bild: „der Weihnachtsmann“, Untertitel: „the day after“. Ähnlichkeiten mit einem lebenden Schauspieler aufgrund des hängenden Auges sind tatsächlich rein zufällig und nicht beabsichtigt. Sorry, Karl!
 
 
 
02.) Kreativitis
Wenn man nicht nur leere Milchkartons und alte Eierschachteln schneller zur Hand hat, als den Schraubenzieher, sondern einem beim Suchen nach dem Handwerkszeug auch Pfeifenreiniger und Wackelaugen vorher in den Schoß fallen, ist der Übergriff durch die sich sprunghaft in Tüten vermehrenden Bastelutensilien schon ziemlich weit fortgeschritten. Eine Krankheit, die hauptsächlich Haushalte mit Kindern befällt. Der Vorteil? Auch mit Watte aus dem Fundus und der Heißklebepistole lassen sich Löcher in den Wänden wunderbar stopfen! Was genau man noch so alles mit einem Mix aus (scheinbar) wahllos zusammengestellten Haushaltsgegenständen basteltechnisch anstellen kann, könnt ihr übrigens am 5. April hier bestaunen, da werden die Ergebnisse von Testmamas Bastelaktion von den 5 Teilnehmern veröffentlicht. Man darf gespannt sein!
 
 
Auf Platz 1, und damit für mich das deutlichste Anzeichen für kleine Menschen im Haus, sind Gesichter auf dem Essen:
01.) Facecook.
Ein strahlender Bär auf der Wurst, grinsende Pommes oder Käse in Sternchenform würde man in einem kinderlosen Kühlschrank wohl definitiv nicht antreffen, wären da nicht kleine Einkäufer, die darauf stehen, wenn ihr Essen sie anguckt. Um Kindern die Mahlzeit schmackhaft zu machen, legen elterliche Zubereitungskünstler auch schon mal ganze Bauernhöfe aus Zutaten auf den Teller. Ich gestehe: ab und zu gibt es bei uns eine Eule aus Toast mit großen Gurkenaugen, Ketchuppupillen, Käseflügeln und Apfelkrallen zum Abendbrot. Letztens legte ich den Ast nicht wie auf dem Bild aus Gurken, sondern farblich passender aus halbierten Chicken Nuggets. Nach einer Weile hörte ich Nono rufen:  „Mamaaa, die Baumrinde schmeckt mir nicht…“ ^^
 

Streifzug durch die TV-Landschaft

Es ist mal wieder Zeit, den deutschen Trash-TV ein bisschen näher zu beleuchten, nachdem der australische Voyeuristen-Dschungel und der Mittlerweile-wieder-Single Bachelor (haha!) inzwischen Geschichte sind.
Montag Abend hangeln wir uns von Jauchs Millionär über den Restauranttester bis zu Stefan Raab und schlafen dabei ein. Am Dienstag graben Knochenjäger, verrückte Spinner und andere Ermittler für meinen Geschmack etwas zu tief und zu amerikanisch in verwesten Leichen herum, deswegen begnügen wir uns da mit alten Simpsons-Folgen oder anderem Allgemeinbildenden, bis Akten-Ulrich mit versteckter Kamera mal wieder Fäkalkeime auf dem Salat am Urlaubsbuffet findet und wir kurze Zeit später zu Raab umschalten.
Mittwochs läuft gerade die Doku „7 Tage Sex“, die letzte Woche allerdings wegen eines Inzestpaares von Schuldnerberater Peter Zwegat durchaus würdig vertreten worden ist, und danach Stern TV mit Strahlemann Hallaschka. Nach einer Stunde wird umgeschaltet und bei Raab eingeschlafen. Am Donnerstag kommt nichts. Das Nichts ist knappe Eins-Achtzig groß, hat vorzugsweise BH-Größe 75B, große Augen, volle Lippen und trägt seine langen Beine mal mehr und mal weniger elegant durch diverse „Challenges“. Im letzteren Falle wird das mit einem vorzeitigen Game Over quittiert: „Ich habe heute leider kein Foto für dich.“. Ooohh, Krokodilstränen, die mehr wiegen als das Model selbst. Es kann kein Zufall sein, dass sich Klum auf dumm reimt… Nach red, dem Starmagazin, in dem man sich das Best-Of des Laufstegzirkusses noch mal reinziehen kann, kommt endlich Raab. Bis der dann letztendlich anfängt, schlafen wir meist ^^ Freitag laufen irgendwelche sinnfreien Unterhaltungsshows, in denen sich eine Handvoll Promis entweder zum Löffel macht oder bei Oli Geißen auf der Couch sitzend alte Kinderfotos zeigt. Die heute-Show mit Oliver Welke ist definitiv ein Wochenhighlight: eine bissige Comedysendung, die im Stile einer seriösen Nachrichtenshow daherkommt. Großes Kino!
Eine Polit-Satire vom Feinsten lief übrigens erstaunlicherweise so mitten in der Woche gestern auf dem Sender mit dem bunten Ball: „Der Minister“.
Weil ich mich schon auf einen Simpsons-oder-Doctor-House-Dienstag eingestellt hatte, war ich umso überraschter von der Prime-Time-Vorankündigung, bei der ich tatsächlich zwei Mal hingucken musste, ob da wirklich die Merkel dem von und zu Guttenberg die Hand schüttelt.

Quelle: www.toonpool.com

Namensähnlichkeiten von Franz-Ferdinand zu Donnersberg, Kanzlerin Murkel und Vizekanzler Wellerweste mit lebenden Politikern sind natürlich rein zufällig und nicht beabsichtigt, haben mir aber doch so manches Mal einen Lacher entlockt. Genau wie das Segelschulschiff der Deutschen Marine, vom eher unbedarften Freiherr von und zu Donnersberg in seinem Amt als Verteidigungsminister als „Forch Gock“ bezeichnet. Hahaha. Gespielt wurde er absolut überzeugend in Mimik, Gestik und Erscheinung von Kai Schumann. Alle übertroffen hat für mich allerdings die DDR-Schauspielerin Katharina Thalbach in ihrer Rolle als Angela Murkel. Die spielte ihren Part so kanzlerisch mit zum V gefalteten Händen, hängenden Mundwinkeln und einem Königreich voller Jackets, dass man beim Gucken regelrecht vergessen hat, dass das nicht Frau Merkel ist, die sich selbst darstellt. „Es gibt Dinge, von denen die Menschen nicht wissen wollen, wie sie gemacht sind: Gesetze, Krieg und Wurst…“ Das wäre doch mal ein Statement für die nächste Bundestagswahl! Hut ab, Sat1. Mehr davon! Ich spreche euch mein vollstes Vertrauen aus 🙂

Quelle: www.fuchskind.de

Falls sich die nächste Komödie um Frau Murkels Busenfreundin und Ex-Bildungsministerin „Annette Schovan“ drehen sollte, ich hätte da einen Titelvorschlag: „Der #Aufschrei: NEIN zum Schovinismus“ oder „Wissen heißt, wissen wo’s steht“ mit dem Untertitel „Copy & Paste“. Da fällt dann bestimmt auch noch für den Freiherrn eine Nebenrolle ab 😉

Eltern-Kind-Parade März

Wie schon im letzten Post angekündigt, dreht es sich im März bei den Teilnehmern der Eltern-Kind-Blogparade um das Thema „Namen“.

„Nomen est omen“ sagen die einen, „Namen sind Schall und Rauch“ die anderen.
Ich behaupte mal, jeder (oder zumindest jedes Mädchen) hat schon in jungen Jahren ganz klare Favoriten, wie denn die eigene Tochter später heißen soll. Dass es auch ein Junge werden könnte, stand bei mir gar nicht zur Debatte, Puppen waren ja damals schließlich auch so gut wie ausschließlich weiblich. Wenn man mitten in der Pubertät irgendwann vom Arzt als „gebärfähig“ eingestuft wird, weil die körperlichen Voraussetzungen zum Kinderkriegen gegeben sind, muss man einfach wissen, wie die eigenen Kinder mal heißen sollen, das ist bestimmt auf irgendeinem der weiblichen Gene verankert. Könnt ihr das bestätigen? Klar, es ändert sich noch 100x. Und wenn man dann wirklich schwanger ist, ändert es sich innerhalb von 9 Monaten erneute 100x, mindestens…
Wenn Fiona Puppen, Barbies, Kuscheltiere o.ä. mit Namen versieht, dann heißen sie entweder auch „Fiona“ oder schlicht und ergreifend „Hasi“, „Esel“ oder „Hund“. Mache ich dann mal einen kreativeren Vorschlag, wird er in 50% der Fälle sogar tatsächlich angenommen, so heißt die große pinke Hello-Kitty, die es zur Pyjamaparty bei Build-A-Bear vor einer Weile umsonst gegeben hat, „Flora“ und das kleine Schaf, für das ich ursprünglich „Lämmi“ vorgeschlagen hatte, ist mit seinem aktuellen, klebrigen Namen „Leimi“ wenigstens ein bisschen individuell. Ich bin gespannt, wann bei ihr die „Ich-gebe-allem-einen-echten-Namen“-Phase anfängt. Aber zurück zu mir…

Mit 15 habe ich liebend gerne in den vielen Namensbüchern meiner älteren Schwester geblättert und mit ihr gemeinsam Vornamen gelesen, sie laut ausgesprochen und auf Wohlklang untersucht. Wie die Favoriten zu der Zeit waren, weiß ich heute nicht mehr, aber ich hatte ganz sicher welche.

Als ich dann schwanger war und wir noch nicht wussten, was es wird, bin ich erst mal von einem Mädchen ausgegangen (s.o.) und habe einen Namen in den Raum geworfen. Stephan fand ihn sofort gut, aber ich wollte nicht in der 8.Woche schon fertig sein mit der Namenswahl. Da hat man sich so viele Jahre drauf gefreut und dann soll’s innerhalb von Minuten in Sack und Tüten sein? Nix da. Es wurden also Bücher gewälzt, Ideen gefunden und verworfen und Milliarden Blätter beschrieben, weil der Name nicht nur schön klingen, sondern auch noch geschrieben gut aussehen sollte. Als Lehrerin (und Kind einer Lehrerin + Frau eines Lehrers) gestaltet sich das Favoritenfinden mitunter etwas schwierig, denn einer von uns hatte ziemlich sicher irgendwann mal einen Schüler mit dem Namen, der entweder ein Störenfried oder nicht der Hellste gewesen ist… Nach langen Monaten des Suchens stand er wieder im Raum: einer der allerersten Vorschläge. Prinzessin Fiona.

Grundsätzlich finde ich den Klang englischer Namen besonders schön, wäre selbst aber mit der Vergabe hierzulande vorsichtig. In Verbindung mit sehr deutschen Nachnamen könnten sie unter Umständen ein bisschen albern klingen, wie zwei Puzzleteile die nicht aneinander passen, aber mit roher Gewalt dann doch zusammenbleiben: Gregory-Jayden Schmidt und Shakira-Chantale Meier. Autsch. Ihr lacht? In ähnlicher Form alles schon vorgekommen. Das Argument, dass englische oder generell ausländische Namen so viel weicher im Klang sind, kann ich bestätigen, allerdings nützt das leider nicht viel, wenn nur die Eltern eine formschöne, weiche „Sharon“ aussprechen können und das restliche Deutschland inklusive Erzieher, Lehrer, Bekannte und Großeltern stümperhaft „Schärrenn“ draus macht. Wenn bei der Kinderärztin im Wartezimmer deutscher als deutsch „Schoohn-Teiler“ durch die Lautsprecher knarzt, muss ich doch immer ein bisschen grinsen. Es kursiert im www dazu eine Statusnachricht von Twitter: „Kindergartenkind behauptet, es heiße „Pirschelbär“ – Anruf bei den Eltern ergibt: der Junge heißt Pierre-Gilbert…“
[An dieser Stelle: Geschmäcker sind verschieden! Ich schildere hier nur meine durchaus subjektiven Erfahrungen.]

Es sollte bei uns also ein Name sein, der gut klingt, schön aussieht und einfach zu sprechen und zu schreiben ist, um jegliche Schwierigkeiten im späteren Leben zu vermeiden. Wir hatten uns darauf geeinigt, den Namen vor der Geburt nicht zu verraten, damit er uns nicht madig gemacht wird von einem, der mal jemanden kannte, der … usw. Meine Mama war sehr neugierig, weswegen ich beschloss, ihr lediglich die Herkunft des Namens zu nennen (keltisch). Ein paar Tage später brachte sie drei Vermutungen, von denen eine tatsächlich „Fiona“ gewesen ist. Mein Mann glaubt mir wohl bis heute nicht, dass ich wirklich dicht gehalten habe… Der Bezug zum Film „SHREK“, bei dem die Prinzessin und Herzdame des grünen Ogers diesen Namen trägt, wird gar nicht so oft hergestellt, wie ich vermutet hatte. Stören tut mich der Vergleich übrigens nicht, denn die Inspiration kam mit Sicherheit aus dem Königreich „Far, Far Away“ 😉 (Habe ich schon mal erwähnt, dass ich – als mein Mann und ich uns kennenlernten – eine stattliche DVD-Sammlung von sagenhaften 3 Silberscheiben besessen habe? „Lilo & Stitch“, „Ice Age“ und eben „Shrek“ *hust* bin nicht so der Filmgucker)


An den jährlich aktualisierten Top-Listen der beliebtesten Namen scheiden sich ja auch die (Eltern-)Geister. Die einen wählen bewusst einen der oberen Vornamen, weil gerade die zur der jeweiligen Zeit modern sind und die anderen studieren diese Listen, um garantiert zu vermeiden, dass sich auf dem Spielplatz 5 Kinder angesprochen fühlen, wenn man sein eigenes ruft. Ich finde solche Statistiken ungemein interessant, sagen sie doch sehr viel über die jeweilige Zeit aus. 2012 hießen die meisten Mädchen Mia, Emma und Hannah. Die zeitlosen Evergreens Marie/Maria und Anna landeten dagegen „nur“ auf den Plätzen 10 und 6. Bei den Jungs führten Ben, Luca und Paul die Hitliste an und haben Leon und Maximilian die vorderen Plätze aus den Vorjahren streitig gemacht.
Als ich geboren wurde, 1987, hieß man z.B. Julia, Sandra und Stefanie oder Christian, Florian und Benjamin. Ich kann das absolut bestätigen, ist mir doch von jedem Namen mindestens ein Exemplar in meiner Schullaufbahn begegnet. Vivien war damals nicht sehr häufig, kommt aber jetzt momentan öfter vor.
Der Jahrgang meiner Schwester (1976) ist meinem noch relativ ähnlich, was die Vornamen angeht, allerdings gehören Anke, Yvonne und Silke für mein Empfinden tendenziell doch ein bisschen mehr in die 70er. Interessant wird es dann in den 50er Jahren mit Wolfgang und Brigitte und in den 30ern mit Ursula und Horst. Was damals der letzte (neumodische) Schrei war, ist heute mitunter völlig altbacken und nicht mehr zeitgemäß, obwohl die Tendenz ein Stück weit zurück zu den alten Namen zu gehen scheint. In meinen Kursen für die Kleinsten habe ich nicht selten auch Friedas, Elsas, Leopolds und Käthes, die gerade mal knapp 3 Jahre alt sind. Geschmäcker sind ja glücklicherweise verschieden und so findet mit Sicherheit jeder für sein ganz besonderes, einmaliges und wunderschönes Baby auch den wunderschönsten und persönlich passendsten Namen.
Ich bin jedenfalls schon jetzt auf die Zeit gespannt, in der Opa Ben und Oma Mia mit ihren Enkeln unterwegs sind. Vielleicht ruft es dann über den Spielplatz
„Karl, Wilhelm, Gertrud, Erna – Essen ist fertig!“. Wer weiß das schon 😉