Best-Of Januar

Unglaublich, der Januar ist fast um. Gerade haben wir doch erst den Silvestercountdown runtergezählt… Im Januar passiert erfahrungsgemäß meist nicht so viel, das habe ich schon im letzten Jahr beim Zusammenstellen der „12 aus 12“ gemerkt. Mein Geburtstag war – obwohl nicht groß gefeiert – das Monatshighlight, bei dem mir viele liebe Menschen gezeigt haben, wie wichtig ich ihnen bin. Danke!!! Mit der neuen Zahl habe ich (noch) keine Probleme, finde ich Mitte Zwanzig doch ein absolut schönes Alter. Derart auf den nächsten Geburtstag hinfiebern, wie beispielsweise mit 15, tue ich jetzt allerdings nicht mehr. Gestern Abend musste ich nämlich doch ein bisschen schlucken, als wir im TV den aufgenommenen Restauranttester vom Montag Abend geguckt haben und hinterher noch eine Viertelstunde Birgit Schrowange mit ihrem EXTRA-Magazin über den Bildschirm flimmerte. Es ging um Jungunternehmer vom Bodensee, konkret um 3 junge Männer, die 2011 unter dem Label „knusperreich“ nach eigener Aussage den Keksmarkt revolutionieren wollten. Sie probierten, investierten und tüftelten, bis sie das perfekte Rezept und einen Konditor gefunden hatten, der ihre Cookies produziert und für 1,90€ pro Stück verkauft. Anfangs belächelt, wurde diese Idee zu einem Riesenerfolg. Ich liebe ja Menschen mit Visionen und ich bin absolut beeindruckt, wie ihre Geschäftsidee aufgegangen ist, was mich aber ein bisschen entsetzt hat, war, dass alle drei erwachsenen Männer mit Bart und tiefen Stimmen gerade mal 24 Jahre alt sind  o_O
Kennt ihr solche Schockmomente? Wenn man sich selbst noch für so jung hält und einem plötzlich im Fernsehen oder auf der Straße jemand begegnet, den man für „total alt“ hält, bei dem sich dann rausstellt, dass er gleich alt oder gar jünger ist als ihr selber? Waaaaah!
Andererseits habe ich auch gerade über das Bloggen so viele tolle Menschen kennengelernt, die mit Ende 30 oder Anfang 40 vor kreativen Ideen und jugendlichem Aktionismus nur so sprühen, also don’t worry, kein Grund zur Panik ^^ Noch ist die 30 in sicherer Entfernung 😉

Was sich in den vergangenen 4 Wochen auch schon ein bisschen gefüllt hat, ist mein Good-Year-Glas, eine Idee von Pinterest. Wenn man in einem ganzen Jahr alle guten Dinge, die einem wiederfahren, auf kleine Zettelchen schreibt, sie in einem Glas o.ä. sammelt und am Ende des Jahres durchliest, erlebt man all die schönen Kleinigkeiten, die das Leben lebenswert machen, noch ein Mal. So eine schöne Idee musste ich einfach umsetzen! Und mit buntem Masking-Tape fühlt sich sogar das alte Marmeladenglas ein bisschen schick 🙂

Was haben wir sonst noch so gemacht im ersten Monat des Jahres?
Die kleineren Bilder-Aktionen, die bisher in den Blogposts keinen Platz gefunden haben, dürfen jetzt die Bühne betreten. Vorhang auf!

Die sündhaft teuren aber mindestens genauso leckeren Smoothies von innocent sind wirklich einen Kauf wert, wer sie noch nicht probiert hat! Der grüne schmeckt mir persönlich nicht so, dafür ist der ganz rechte (Ananas, Bananen, Kokusnuss) mein unangefochtener Favorit! Meinem Mann zieht es vor Ekel die Schuhe aus, wenn er die Zutaten hört, aber das schmeckt tatsächlich einen Tick wie Pina Colada ohne Schuss und ist genau das Richtige für den alkoholfreien Feierabend…mmmmhhh!
Die niedlichen Häkelhüte gab es dazu, pro Mützendrink werden 30 Cent für einen guten Zweck gespendet. Jetzt steht sie also nicht nur auf den angebissenen Apfel auf dem Smartphone, sondern auch auf den Apfel mit Heiligenschein im Kühlschrank 🙂

 
 
Inspiriert von Mama Wunderlich (die übrigens einen ganz süßen Blog hat!) besorgte ich letzte Woche eine Leinwand und ließ mich in die Benutzung der Heißklebepistole einführen. Entstanden ist in Zusammenarbeit mit Prinzessin Fiona ein quietschbuntes ABC zum Aufhängen. Die abgebrochenen Daumennägel und die Hautabschürfungen beim Abkratzen des Klebers verbuche ich unter „natürliches Bastelrisiko“ ^^ (Genau wie auch die Löcher in der Leinwand, die wir mit Stückchen Mullbinde von hinten verarztet haben…)
 
 
 
Beim Suchen nach geeigneten Leinwänden begegneten mir bei NanuNana noch diese beiden süßen Rahmen für’s Kinderzimmer. Retro-Rot-gemusterte Elefanten, pinke Giraffen, Nildpferde mit Röckchen und karierte Rentiere: irgendwie „anders“ und genau deshalb perfekt für Fionas Waldzimmer.
 
 
 
Pink war sie zwar nicht, meine Giraffe, aber absolut begeistert, auch außerhalb des Faschings mal mit dem Gesicht in andere Rollen schlüpfen zu können. Wir haben mit sofortiger Wirkung den Freitag Abend zum Kinderschminktag erklärt 😀 Einfach, weil’s Spaß macht.
Zum Fasching in 2 Wochen fliegt sie übrigens als pinker Schmetterling.
Die notwendigen Utensilien dafür (Flügel und Zauberstab) sind schon besorgt. Was denn – noch nie einen Schmetterling mit Zauberstab gesehen? 😉

 
 
Was das Giraffenmodel oben auf dem Dschungel-Laufsteg trägt, gibt es hier nochmal in ganzer Pracht: mein allererstes genähtes Oberteil, eine Ballontunika nach rosarosa-Schnitt. Ganz toll und idiotensicher erklärt und bis auf die (für mich) kniffligen Ärmel auch relativ einfach zu nähen. Während ich mich allerdings so darauf konzentrierte, den Stoff unter dem Bündchen nicht zu dehnen, damit der Halsausschnitt später keine Wellen hat, stellte ich nach ein paar Zentimetern fest, dass ich gerade dabei bin, das Halsbündchen an den Ärmelausschnitt anzunähen ^^ Selten so gelacht.
 
 
 
Zusätzlich zur genähten Tunika, die sie eigentlich nicht mal zum Schlafen ausziehen wollte, gab es auch noch ein paar geshoppte Sachen. Bei H&M im Sale habe ich mich gemeinsam mit Saro in das 50% reduzierte Herzchenkleid verliebt (Zitat Stephan: „Hast du das auch genäht?“ – Öhm, ist das jetzt Kritik für H&M oder Lob für mich? 😉 und bin nicht weniger begeistert vom Erdbeerpyjama und der bunten Ringelstrumpfhose. Eine kleine Modeschmuckkette, die scheinbar gerade Eulen-Saison hat, wurde außerdem auch noch geplündert. Auf die schönen Flügel-Ohrringe wurde ich übrigens mittlerweile schon mehrfach von Kindergartenkindern angesprochen mit „Du hast aber schicke Ohrringe!“ 🙂
 
 
 
Das Stichwort „Pyjama“ ist gleich die perfekte Überleitung zum letzten Wochenende. Da fand nämlich in allen Build-A-Bear-Filialen deutschlandweit eine große Pyjama-Party statt. [Build-A-Bear ist ein Laden, in dem man sich eine leere Kuscheltierhülle aussucht, selbige mit „Zauberwatte“ füllen lässt, in einer ganz speziellen Zeremonie dem Tierchen Leben einhaucht, es nach der Geburt wäscht, kämmt, föhnt und für ein kleines Vermögen mit stylischen Details einkleidet] Bei Facebook hatte ich von der Aktion gelesen: komm im Pyjama in einen Store und bekomme ein Kuscheltier kostenlos. Während ich schon drauf und dran war, nach einem ausgehgeeigneten Schlafanzug für mich zu suchen, las ich noch mit einem Auge die Anmerkung „Kinder bis 14 Jahre“. Da ich (siehe oben) vermutlich nicht mehr als 14 durchgegangen wäre, aber ein passendes Kind ja bekanntlich in unserem Haushalt wohnt, wurde ein lustiger Pyjama rausgekramt und in den nächsten B-a-B-Shop ausgeführt. Das Kuscheltier, eine riesige pinke Kitty (nicht meine erste Wahl, aber wo die Liebe hinfällt *schulterzuck*) gab es tatsächlich umsonst, aber für den Preis von Kleidchen, Bademantel und Schuhe (!) hätte ich auch das echte Kind einkleiden können. Nun ja, Kitty „Flora“ wurde zum Leben erweckt, einer intensiven Fellpflege unterzogen und schlussendlich sogar mit Lippenstift auf dem nicht vorhandenen Mund geschminkt. Seitdem ist sie überall mit dabei und schläft sogar mit im Bett, ohne Klamotten natürlich. Ich glaube, wir müssen anbauen…
 
 
 
Zugedeckt wird „Flora“ immer mit einer der beiden neuerstandenen Babydecken von H&M, die ihr Leben eigentlich nicht als Decken fortführen sollten. Der Blick der Verkäuferin war Gold wert, als ich mich mit den süßen Kuscheldecken in der Hand zu Saro umdrehte und sagte:
„Cool, einen halben Meter Stoff für 2,95€!“
 
 
 
 
Am Wochenende sind wir endlich dazu gekommen, die aktuelle Tolla-Box auszuprobieren: Thema Musik & Geräusche. Was gibt es für uns Passenderes? Meine berufsbedingt hohen Erwartungen an dieses Thema wurden zu 100% erfüllt! Die kreativen Berliner Köpfe aus dem Tolla-Team haben sich mal wieder selbst übertroffen! Mit Regenmacher (Papprolle, Sack Nägel, Luftballons, Tüte Reis),  beeindruckender Donnerbox (Kiste, Schraube, Mutter, Feder) und „Tollalaika“ (Karton, Nägel, Gummis, Wäscheklammern) haben wir interessante Hausmusik gemacht und sehr viel Spaß gehabt! Ich kann sie nach wie vor uneingeschränkt empfehlen! Das Schöne an genau diesem Boxkonzept ist (Achtung, Unwort ^^) die Nachhaltigkeit. Wo andere Basteleien einfach nur die Menge an „Kram“ (süddt: „Gruscht“) vergrößern, den man ohnehin schon in einem Haushalt, wo Kinder leben, findet, sind die Tolla-Projekte im seltensten Fall Wegwerfprodukte zur Einmalbenutzung.
Daumen hoch!

 
Seit Anfang Januar gehen wir mal wieder zum Schwimmkurs, also nicht einfach so unmotiviertes Planschen, sondern die altersgerechte Fortsetzung des Babyschwimmens, das ich mit Fiona im zarten Alter von 7 Monaten schon besucht habe. Der horrende Preis erlaubt uns meistens nur 1x pro Nono-Lebensjahr so einen Kurs über 10 Wochen zu besuchen, aber den perfekten Termin, den haben wir jetzt jedenfalls gefunden: Sonntag Nachmittag.
Nichts ist schöner an so einem faulen Sonntag, als sich nach dem späten Mittagessen in (Bikini-)Schale zu werfen und ein bisschen warmes Wasser zu tanken. Als „Schwimmen lernen“ kann man die Stunde Wassersport nicht wirklich bezeichnen, eher als gezielte Schwimmlernvorbereitung, wenn man so will. Oder auch einfach: Familienbaden am Wochenende, zur Hälfte gesponsertes Weihnachtsgeschenk von Fionas Urgroßeltern aus Eckernförde. Schön!

 
 
Und als der Winter laut wetter.com (mittlerweile bestätigt durch den Blick aus dem Fenster) Anfang der Woche seinen Rückzug angekündigt hat, haben wir doch noch schnell den Schlitten aus dem Keller geholt, uns ein paar Hügel in der Nähe gesucht und diverse Steigungen getestet. Bei strahlendem Sonnenschein der beste Zeitvertreib für die halbe Stunde vor meinem Unterricht am Montag Nachmittag! P.S. Verkehrt herum sitzende Talfahrt mit Schlitten sollte man nach Möglichkeit vermeiden… Jetzt wissen wir das also auch ^^

Zum Best-Of gehören natürlich nicht nur die Bilder der letzten Zeit, sondern auch die aktuellsten Nono-Zitate. Hier kommen sie:
Fiona ist 3 Jahre und 3 Monate alt

 
Fiona sitzt in der Wanne,
ich schnappe mir eine Sprühflasche mit pinkem Badeschaum und ziele auf sie.
 F: „Mama! Bleib mal ruhig!“
 
(aufgeregt)
„Papa! Mama war heute beim Zahnarzt. Er hat sie geboren!!!“
 
„Welche Farbe hat denn unsere Couch?“
Fiona: „Sie ist ein bisschen hanillwich.“
(vanillig…)
 
„Bist du etwa in Linus verliebt?“
– „Neeein, Mama, ich bin doch in dir verliebt!“
 
(beim Backen)
Ich: „Guck mal, Papa, was dein Kind schon kann!“
Er: „Wie, du hast alleine die Eier aufgeschlagen!?“
Sie: „Nein! Ich habe doch nicht die Eier erschlagen!“
 
(Kinder sprechen Erzieher mit Nachnamen an)
Ich: „Deine Kita-Erzieherin heißt mit Vornamen Sabine!“
Fiona: „Nein, die heißt doch Frau!“
 
„Mama, wir sind heute im Kindergarten den Berg runtergerutscht!“
– „Cool! Mit einem Schlitten?“
„Nein, mit einer Pfanne.“
 
„Nono, welches Eis möchtest du?“
– „Ich möchte das Grüne. Weltmeister Eis.“
 
(im Spielzeugladen)
Mädchen zu seiner Mutter: „Mama, ich möchte das hier haben! Das kenn ich aus der Werbung!“
Fiona zu mir: „Das möchte ich auch haben!“
Mutter: „Na toll, wieder ein Kind versaut…“
Ich: „Nee, nee, das war schon so…“
 
„Als was möchtest du dich denn zum Fasching verkleiden?“
Fiona: „Ich geh als Buchstabe.“
 
„Guck mal, Mama, das ist mein Fernglas! Damit kann ich Dinge gut sehen, die eigentlich ganz weit weg sind. Das Fernglas ist nicht aus Spielzeug!“
 
„Ich habe Herzaugen, wenn ich dich sehe, Mama!
Die hat man nämlich immer, wenn man jemanden liebt!“
 
Eines Wintermorgens in Berlin, -10 Grad Kälte.
Fiona kommt raus und sagt: „Was für ein herrlicher Sonnentag!!“
 
„Nono, ich muss heute zum Zahnarzt…“
Sie: „Dann gehe ich heute nicht in den Kindergarten.
Ich wollte doch mit und auf dich aufpassen!“
 
Ich: „Wir gehen bald zum Friseur!“
Sie: „Aber ich habe Angst vor dem Friseur!“
Ich: „Brauchst du nicht! Ein Friseur macht doch nur die Haare hübsch!
Und wir gehen doch beide zusammen!“
Sie: „Ehrlich, Mama? Der Friseur macht unsere zwei Haare schick?“
 
 
Und als kleines Bonbon gibt es ganz zum Schluss noch einen Ausschnitt aus meiner Blogstatistik, nämlich die Suchworte, die Leute bei einer der größten Suchmaschinen eingegeben haben, woraufhin sie (kurioserweise) auf meinem Blog gelandet sind. Die sind diesen Monat wirklich lesenswert!
 
„Pampers randvoll“
– weder noch. Seit letzter Nacht nicht mal mehr nachts und schon gar nicht randvoll. So!
 
„Fluglotse Party“
– haha, ich weiß ja nicht, was genau ihr erwartet habt, aber bei uns gibt es nur Playmobil Fluglotsen, die gerne mal ausgiebig feiern…
 
„Vorschulmädchen in Strumpfhosen“
– also ganz ehrlich, geht’s noch?
 
„Luftmatratzen Sex“
– stelle ich mir ein bisschen ungemütlich vor…
 
„Man ist im Leben nie glücklich“
– ich glaube, da fehlt der Nebensatz: „wenn man immer nur nach dem großen Glück sucht und dabei das kleine übersieht.“ Oder so. 
 
„Aufwachen BH nicht vergessen“
– naja, ich sage mal so, wäre schon besser, man würde an dieses unverzichtbare Zubehörteil denken beim Anziehen. Mir fällt da spontan Dschungel-Vize-Königin Olivia Jones ein, deren „Brüste“ sich beim Tarzan-Sprung ins Wasser spontan verabschiedet haben. Da half auch der BH nichts…
 
„Baby Born kaputt gemacht“
– nee, haben wir bisher noch nicht geschafft!
 
„Backpulver Brieftauben füttern“
– also ich bin ja kein Biologe, aber spontan käme mir Backpulver nicht als Erstes in den Sinn, wenn mir eine Brieftaube begegnen würde…
 
„Klapper Bären aus IKEA“
– Ist der gemeine Klapperbär etwa das Äquivalent zur klappernden Schlange?
Und gibt’s den in Schweden?
 
„Lockenwickler Strumpfhosen“
– benutze ich beides nicht.
 
„Wischmop selber nähen“
– hahaha. Lass mich kurz überlegen….äähhh…nein. Auch nicht als Auftragswerk.
 
„Schwanger wie sage ich es meinen Eltern lustig“
– vielleicht so: „Ich weiß ja, dass 16 ein bisschen früh ist für ein Baby,
aber immerhin habe ich deinen 32. Geburtstag nicht vergessen, Mama“
 
„Frau wurde von Pinguin gebissen“
– war sicher keine schöne Erfahrung.
 
„Rasenmäher Mist Kare“
– sehe ich grundsätzlich genauso, allerdings kaufe ich noch ein „r“
 
„Ejakulation ins Gesicht“
– ups, da fehlen sogar mir die Worte. Mund ist ja voll. Haha.
 
Ich kann mich nicht erinnern, jemals solche Worte in den Mund geno.. benutzt zu haben, es sei denn, in einem anderen Kontext: verbale Ejakulation zum Beispiel. Muss euch Suchende also enttäuschen. Aber immerhin hat’s für die Top 15 der Statistik gereicht ^^
 
Meine Damen und Herren, bitte verabschieden Sie mit einem herzlichen Applaus:
den Januar!
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Der schönste Beruf der Welt

Na klar, das sagt sie an ihrem freien Tag ^^
Nein, mal ehrlich, ich habe den – für mich – schönsten Beruf der Welt!
Weil ich schon mehrfach darauf angesprochen wurde, ob ich wirklich Musikerin sei, wie es in meinem Profil steht, und was man da eigentlich so mache den ganzen Tag, erkläre ich euch das hier gerne mal. Ich fände es übrigens auch sehr interessant, von euch mal eine genaue Berufsbeschreibung zu lesen, also nicht nur, wie man den Job nennt, sondern konkret wie so ein Tag oder eine Woche in eurem Arbeitsalltag aussieht (gerne auch, wie ihr nach der Schule zu eurem Studium oder eurer Ausbildung gekommen seid!). Freiwillige vor 🙂

Also: Musiker ist man in jedem Fall aus Leidenschaft, klar. Dumm nur, dass die Wenigsten von ihrer Leidenschaft Brot kaufen und die Miete bezahlen können. Ich tingele also nicht als Straßenmusikant mit einer Gitarre um den Hals (hey, Moment, ich kann außerdem gar nicht Gitarre spielen ^^) durch die Berliner S- und U-Bahnen und gehe mit meinem Gesang den Leuten auf den Keks. Die Musik hat mich seit meiner Kindheit begleitet und war immer eine feste Konstante in meinem Leben. Bis zum Eintritt in die Oberstufe war ich felsenfest davon überzeugt, eines Tages Fachärztin für Allgemeinmedizin zu werden. Eine mögliche Praxis zur Übernahme, nämlich die meiner kinderlosen und nicht mehr ganz jungen Hausärztin, hatte ich auch schon vor Augen. Weil das schulische Interesse für Biologie hauptsächlich aufgrund persönlicher und methodischer Differenzen mit dem Lehrer stark ab- und das für Musik im Privaten stark zugenommen hat, wurde das geplante Medizinstudium vom Thron geschubst. Mikroskopische Zeichnungen sahen bei mir immer eher aus wie gezeichnete Verkehrsunfälle (das wiederum lag aber eher am künstlerischen Unvermögen) und meine Begeisterung für ökologische Nischen, Zellmembranen und komisch-chemische Prozesse wie Fotosynthese oder Assimilation (die irgendwie so gar nichts mit Hartz IV zu tun hatte) hielt sich auch in Grenzen… Jedenfalls hatte ich bei einem Akkordeon-Workshop in der Musikstadt Trossingen (das steht wirklich auf dem Ortsschild!) das Glück, und durfte eine Stunde Probeunterricht bei einem der Dozenten des Konservatoriums nehmen. Hans-Günther Kölz ist aber nicht nur irgendein Dozent, sondern der Name schlechthin in der Szene: er ist einer der wichtigsten Komponisten und Arrangeure für Jazz-Akkordeon und er revolutioniert das eingestaubte Bild, das die meisten Menschen (sicher auch viele meiner Leser) vom „Schifferklavier“ (uerks!) haben. Dass dieses wundervolle Instrument durch Karl Moik, Hansi Hinterseer & Konsorten so in die Schrammel-Humtata-Volksmusikecke gedrängt worden ist, davon kann ich mich nur distanzieren. Egal ob Tango, Rock, Klassik oder Ska – kaum ein Instrument ist so vielseitig und in so vielen Genres zu Hause wie das Akkordeon.


Hohner-Konservatorium Trossingen

Nachdem ich also vorgespielt und er scheinbar Potential erkannt hatte, schlug er vor, ich solle es doch mit der Aufnahmeprüfung zum Studium probieren. Er gab mir noch einen Stapel Noten und ein „viel Erfolg“ mit auf den Weg und dann saß ich da: vollkommen aufgedreht, glücklich, motiviert und auch ein bisschen panisch. Ich wusste ja nicht, ob ich das wirklich können würde und ob meinen Fähigkeiten für ein Studium ausreichend sein würden, hatte ich doch die Musik all die Jahre „nur“  als intensives Hobby betrieben und nicht ernsthaft mit dem Gedanken an ein Studium in diese Richtung „gespielt“. In den Wochen zwischen dem Workshop und der Aufnahmeprüfung im Sommer 2005 übte ich mir zu Hause die Finger wund. Angestachelt von einem Ehrgeiz, der selbst mir in dieser Form vorher noch nie vorher begegnet war, kam ich sogar körperlich an meine Grenzen und hatte nicht nur ein Mal mit den Tränen zu kämpfen. Aber der Schweiß und die Ausdauer haben sich ausgezahlt: ich bestand die Aufnahmeprüfung am wundervoll-familiären Konservatorium und konnte mein 13. Schuljahr und die heiße Abi-Phase ganz entspannt angehen, denn ich hatte ihn ja schon in der Tasche, meinen Studienplatz im Süden.

Bis Sommer 2009 studierte ich dann also in der Regelstudienzeit Musik mit Hauptfach Jazz-Akkordeon, lernte das Dirigieren, Arrangieren, Mundharmonika- und Klavierspielen und beschäftigte mich u.a. mit Musikpädagogik, Stimmbildung (kenne seitdem so perverse Körperteile wie das „Zungenknie“, haha), Tonsatz („das ist falsch, aber gut!“), Gehörbildung, Methodik, Akustik und Musikgeschichte (uäh). Meine praktische Abschlussprüfung (45 min) spielte ich dann komplett auswendig und mit einem 7-Monatskugelbauch vorne dran. Obwohl ich große Angst hatte, dass die strampelnde Fiona heftig (und schmerzhaft!) gegen die Bauchdecke bzw. das Akkordeon treten würde in dieser aufregenden Situation, geschah genau das Gegenteil! Sie war die ganze Stunde durch wohl adrenalinbedingt so mucksmäuschenstill, dass es schon fast unheimlich war. Seitdem wir zwei die Prüfung mit Bravour gemeistert haben, darf ich mich „staatlich anerkannte Musikpädagogin“ nennen.

Viele Musiker sind mit Leib und Seele Spieler und müssen zwangsläufig Unterricht geben, um sich ihre Brötchen zu verdienen. Das ist bei mir anders. Ich bin zwar tatsächlich durch und durch Musikerin, aber genauso gerne und mit mindestens genauso viel Herzblut bin ich Pädagogin! Was gibt es Tolleres, als Kinder auf ihrem Weg in die Welt der Musik begleiten zu dürfen, um dann nach einigen Jahren auf die gemeinsamen Erfolge zurückblicken zu können? Besonders auf unseren großen Konzerten macht mich diese Arbeit sehr, sehr stolz!

Jahresabschlusskonzert November 2012

Nun aber zum Tagesablauf: Lehrer haben vormittags recht und nachmittags frei.
Ganz so ist es nicht ^^ Das Schöne ist, dass man nicht jeden Tag das Gleiche macht, sondern das Berufsbild sehr breit gefächert ist.
Selbstständige Musiklehrer haben vormittags frei, wenn ihre Instrumentalschüler die Schulbank drücken. An den Nachmittagen bis in die Abendstunden hinein finden dann der Unterricht oder die Orchesterproben statt. Ich fange mit den Allerkleinsten mit musikalischer Früherziehung (singen, tanzen, Glockenspiel, Kniereiter, Fingerspiele) an, wenn sie gerade das Laufen gelernt haben (ca. 1 Jahr) und unterrichte bis ins hohe Alter auf allem, was Tasten hat, momentan aber hauptsächlich Schulkinder von der 1. Klasse an.
An den „freien“ Vormittagen liege ich natürlich nicht faul auf der Couch rum und gucke „Unsere erste gemeinsame Wohnung“, sondern beschäftige mich mit dem kreativen Part des Lehrerseins: Komponieren und Arrangieren für meine Schülerorchester und mein Erwachsenen-Ensemble. Das ist vergleichbar mit dem Werbedesigner, der eine neue Plakatkampagne auf die Beine stellt oder der Schneiderin, die ein neues Schnittmuster für eine Kollektion kreiert.

An einer allgemeinbildenden Schule, genauer gesagt einer integrierten Gesamtschule, habe ich auch schon für ein paar Monate Musik in der 7. und 8. Klasse unterrichtet. Würde ich übrigens nie wieder tun. Ein Hoch auf Instrumentalisten! Musik ist genau wie Kunst und Sport ein Fach, das nicht für die breite Schülermasse angelegt ist. Ich rede nicht ausschließlich von Talent, aber man muss schon auch selber wollen. Da kann man als junger Lehrer noch so revolutionären, spannenden und praxisorientierten Unterricht machen: Dreiviertel der Schüler sitzen da, gucken Löcher in die Luft und popeln in der Nase. Schön wär’s gewesen, wenn es wenigstens in allen Klassen so harmlos abgelaufen wäre. Als gerade mal 26-Jährige möchte ich nicht wie eine verkalkte, alte Schachtel auf die heutige Jugend schimpfen wie schon einst ein antiker Philosoph. Aber von 14-jährigen Möchtegernbushidos auf’s Übelste beleidigen lassen („Ey, du M*schi, geh k*cken!“) muss man sich wirklich nicht. In so einem Fall darf man den Schüler übrigens nicht mal vor die Tür schicken, denn dann verletzt man als Lehrer seine Aufsichtspflicht. Himmel, *rsch und Zwirn – nix darf man. Fluchen im Idealfall auch nicht.

Die schönste Arbeit ist, wenn man sein Hobby zum Beruf machen kann und genau das habe ich getan. Man kann in anderen nur das Feuer entzünden, was in einem selbst brennt. Ich liebe diesen Moment, wenn ich merke, dass die Musik in meinen Schülern ein Feuer entfacht hat und in ihren Herzen brennt. Das kann man mit keinem Geld der Welt bezahlen! Ich würde meinen Weg immer wieder gehen und bereue kein bisschen, wofür ich mich damals entschieden habe! Ohne die Unterstützung meiner Eltern wäre das allerdings so nicht möglich gewesen. Angefangen von der Studienwahl, zu der sie nie gesagt haben „Lern doch lieber was „Richtiges!“, über die Betreuung von Fiona, wenn ich späte Proben habe. Danke, Mama ❤

Und jetzt seid ihr dran: was habt ihr gelernt/studiert? In welchem Job arbeitet ihr heute? Seid ihr glücklich damit oder unzufrieden mit eurer Wahl? Warum? Ich freue mich auf eure Antworten und wünsche euch ein schönes Wochenende!

Was die Welt bewegt…

Montag Morgen, 21. Januar 2013, kurz nach 8. Im Radio: Nachrichten.
Ich höre, was die Welt und im Speziellen Berlin & Brandenburg an diesem Wintermorgen bewegt:
Knapper Sieg für Rot-Grün in Niedersachsen
Die WELT schreibt: „Rot-Grün zittert sich in Niedersachsen an die Macht.“
Ob das nun tatsächlich eine Kampfansage an Angela Merkel für die Bundestagswahl im Herbst werden wird, sei mal dahingestellt. Günther Jauchs Polittalk im Ersten Sonntag Abend war jedenfalls das reinste Pointenschießen, während Oppermann, Trittin, von der Leyen etc. noch annahmen, Schwarz-Gelb würde die Wahl gewinnen. Eieiei…
Jauch: „Will die FDP denn Philipp Rösler köpfen?“
Apropos: Trotz Rücktrittsangebot – Rösler bleibt FDP-Chef
Geköpft wird er wohl nicht, aber Philipp „Fipsi“ Rösler hat bestimmt gestern Abend bei Raab sein Fett weg gekriegt 😉 Ich habe das leider versehentlich verschlafen…
Goldene Kamera für „Unheilig“
Aufregend ist daran grundsätzlich nichts, nur die Frage, wie man die Band ausspricht. Der Graf nennt sich „UnheiliG“, wohingegen man sie in Berliner Breitengraden mit weichem „ch“ auslauten lässt. Ähnliches passiert mit „lustich“, „Könich“, „freiwillich“, etc. Scheint eine regionale Sache zu sein. Wie wird dit bei euch ausjesprochn?
Hunderte Flüge in Frankfurt und München gestrichen
Der Winter kommt immer so plötzlich. Mitten im Januar. Huch!
Skandal um Zoo-Chef
Ich habe laut gelacht, als ich diese Meldung gehört habe: Zoo-Chef Blaszkiewitz soll in einem internen Dokument den Code 0,1 vor die Namen einiger weiblicher Mitarbeiter geschrieben haben. Diese Zahl stehe in der Biologie für „Zuchtstuten“, weshalb Blaszkiewitz Frauenfeindlichkeit unterstellt wird. Herrlich! Wenn ich neben die Namen meiner Schüler in meinen Akten Viertel-, Achtel- und Halbe Noten male – ob sie da auch hinter steigen? 😉
 
 
Dienstag Morgen, 22.01.2013
 
Schnee behindert Verkehr
Habe ich das nicht gestern schon gehört..?
Eben kam noch: „…das liegt hauptsächlich an den Flughäfen in Westdeutschland.“ Ha!
 
Bankräuber besaßen Schließfach
Die Tunnelgräber von Steglitz besaßen also ein Schließfach bei der ausgeraubten Bank. Aber nur, weil sie den Schlüssel verlegt haben, hätten sie sich doch nicht gleich 40 m durch die Erde graben müssen…
 
Deutsch-französische Freundschaft
W.W.R.T. – Was würde Raab tun? Auf den Knopf drücken, auf dem das Mädchen mit der Zahnspange „Franszsösizsch?!“ lispelt. Passend zur Freundschaft haben die deutschen Handballer die französischen gerade eben aus dem Rennen gekickt. Oh là là, pardon, mes amis!
 
Obama wurde vereidigt
Nach dem öffentlichen Amtseid tanzte er mit seiner Frau, die übrigens ein rotes Kleid trug, zu „Let’s stay together“. Was die Welt eben so bewegt!
 
Keine Sanktionen für Zoo-Chef
„Der rüpelige Zoo- und Tierparkchef ist mit einem blauen Auge davon gekommen.“
Allerdings werden jetzt ein Gleichstellungsbeauftragter und ein Vertrauensanwalt „installiert“. Und alles nur wegen zweier chauvinistischer Zahlen: 0 und 1. Wenn das die Informatiker hören 😉
 
Dschungel-Camp: Allegra muss gehen
Mit dem Dschungel ist das so eine Sache: die Einschaltquoten müssen ja scheinbar reichen, dass jedes Jahr eine neue Staffel Affengucken gesendet wird. Viele schalten ein, aber niemand gibt es zu. Ich bekenne jetzt mal (grüne) Farbe: ich zieh mir das tatsächlich rein und erfreue mich an der verbalen Diarrhoe, die da vor laufenden Kameras fortwährend vor sich hin kleckert… Genau das Richtige für den Ausklang des Tages auf der Couch: ein bisschen sinnfreier Ekel-Voyeurismus. Und ich meine nicht das Blankziehen von „Klöten-Klaus“ (ob der extra dafür bezahlt wurde, weil die Alliteration so schön zu seinem Namen passt?) oder die Porno-Beichte von Patrick Nuo, der wenigstens noch was für’s Auge ist. Wenn sie eklige Sachen essen müssen, muss ich allerdings immer umschalten. Die Würgegeräusche in Verbindung mit dem Knacken der Kakerlaken im Mund sind dann selbst mir zu viel, aber der beispiellose Zickenkrieg unter Möchtegernmodels ist immer wirklich unterhaltsam! Mein Lieblingsradiomoderator hat heute gesagt, Ex-Heidi-Model Fiona (aber der Name ist toll! 😉 muss aufpassen, dass sie mit ihren langen, rot lackierten Nägeln nicht mal vorne überfällt. Die sei so dünn, dass sie sich dann aus eigener Kraft vermutlich nicht mehr aufrichten könne. Höhö… 
Schön auch, dass die „Stars“ sich leise flüsternd unterhalten, in der Hoffnung, es bekäme niemand mit. Manchmal glaube ich, die haben selber noch nie auch nur eine Sendung der vorherigen Staffeln geguckt. Dschungelküken Joey war ja laut eigener Aussage fest davon ausgegangen, dass das Ganze in einem Studio in Köln gedreht würde… Viele der Camper kannte ich vorher gar nicht, zum Beispiel Bunny „Claudelle“ (die eigentlich eine ganz schnöde Claudia ist) oder Ex-Bachelor-Popperette Georgina, die 7x in Folge zur Dschungelprüfung antreten musste, weil sie so schön blöd ist und so niedlich quietscht, wenn sie wilde Tiere sieht. Das Dschungelcamp ist im Prinzip eine Mischung aus allen gängigen RTL-Formaten: „Das Supertalent“ („Ich kann auf einem Känguru Rodeo reiten und dabei Fragen beantworten!“) gepaart mit einer Folge „Mitten im Leben“ („Die XY, die ist so eine miese, verlogene Schlampe! Der werd‘ ich’s zeigen!“), „Richterin Barbara Salesch“ („Das war wirklich nicht fair, deswegen nominiere ich XY zur Dschungelprüfung.“ Ersatzweise 3 Tage Ordnungshaft…) , „Zwei bei Kallwass“ („Das mit deinem Vater tut mir voll leid! Wie konnte er dir nur so etwas antun?“) und „Rach, der Restauranttester“ („Wenn ich noch ein Mal Bohnen und Reis essen muss, kotze ich!“). Wer also unter der Woche nicht dazu kommt, Unterschichten-TV zu gucken, kann sich seine Dosis guten Gewissens abends im Dschungel abholen: von „Strohdoof“ bis „Nacktmodel“ werden alle Klischees bedient.
Siegerin der Herzen ist für mich in jedem Fall die knallbunte, flippige Dragqueen Olivia Jones. Wenn es hart auf hart kommt, steht sie ihren Mann (ha, wie schön, dass diese Redewendung endlich mal 100%ig passt ^^), im Camp ist sie die „Mutti“ für alle kleineren und größeren Sorgen und auch sonst hat sie immer einen witzigen Kommentar auf den Lippen und kann vor allem über sich selbst lachen. Einige haben im Dschungel vor laufenden Kameras ihr ganzes Leben einmal peinlich wiedergekäut und erbrochen und sind damit vom „C-Promi“ zu „Z“ abgestiegen, andere kommen mit unzähligen Sympathiepunkten zurück nach Deutschland und können das Dschungelsprungbrett nutzen, um wieder richtig Gas zu geben. Go, Olivia, go!
Und für wen das alles nichts ist, der kann sich am frech-blödelnden Moderatorenpaar Hartwich-Zietlow erfreuen. Ein (im wahrsten Sinne des Wortes) schweres Erbe, was er da von Dirk Bach angetreten hat, aber immerhin geht er mir in Australien weniger auf den Geist als auf den Bühnen sämtlicher deutscher Casting- und Comedyshows.
 
So, und nun, ruft er auch schon, der Dschungel. Ich verabschiede mich mit einem Tarzanschrei und wünsche euch, die ihr solche mediale Volksverdummung ja sicher nicht guckt, eine gute Nacht!
 
P.S. Doch jemand dabei, der sich outet…? 😉

Eltern-Kind-Parade Januar

Als die Testmama am Neujahrstag um 18 Uhr kein neues Monatsthema bekannt gegeben hat, weil sie erst mal in die Runde horchen wollte, ob überhaupt noch Interesse besteht, hat sie durchweg positive Resonanz bekommen, da die Parade vielen Bloggern ans Herz gewachsen ist. Mir ebenfalls, deswegen habe ich eine Reihe Themenvorschläge gepostet, von denen sich Kerstin gleich spontan einen ausgesucht hat für diesen Monat: „Ein Stall voller Kinder vs. glückliches Einzelkind“.

Kürzlich gelesen beim Focus:

„In keinem anderen Industrieland bekommen Frauen in ihrem Leben durchschnittlich so wenige Kinder wie in Deutschland“ – nämlich laut Statistik 1,36, um genau zu sein.
Dass Kinder in Nachkommazahlen gespalten werden, irritiert mich immer ein bisschen, deswegen sagen wir es so: die durchschnittliche deutsche Frau bekommt in ihrem Leben 1 Kind. Der Trend geht außerdem in die Richtung, erst mit Überschreitung des 30. Lebensjahres erste Nachkommen zu zeugen. Da macht man im besten Fall Abitur mit 18 oder 19 Jahren, studiert dann erst mal ein bisschen in der Gegend rum, bis man gefunden hat, was einem wirklich liegt, dann zieht man das durch, ist irgendwann fertig und fängt  an zu arbeiten, ein bisschen zu sparen, große Reisen zu unternehmen. Die biologische Uhr tickt unterdessen unaufhörlich und wenn Frau zum ersten Mal an Kinder denkt, ist sie wegen ihres Alters schon fast wieder eine Risikoschwangere. Ist es nicht traurig, dass viele Kinder Einzelkinder bleiben müssen, weil die Eltern Beruf und Familie sonst nicht unter einen Hut bekämen?

Die Hartz-IV-Empfänger in 3. Generation brechen währenddessen fröhlich in der 9. Klasse die Schule ab, denn „Schule is voll schei*e, ey! Isch brauch das gar nicht. Isch geh auf Amt.“ und tun einfach das, wofür man nicht lernen muss, weil Frauen und Männer eben nur an einer Stelle wirklich gut zusammenpassen…
Beim Thema „Kinder“ sehen viele Akademikerinnen leider ihre mühsam erarbeitete Karriere den Bach hinunter gehen, sehen Einschränkungen, Schlafentzug und Sabberflecken auf dem teuren Kleid. Sie sehen nicht das Leuchten in den Augen ihrer Kinder, wenn Mama sie aus dem Kindergarten abholt, das wohlige Gefühl, wenn sich ein kleiner Körper im Bett ganz dicht ankuschelt, die ungebremste Begeisterung über den bunten Regenbogen und „the most precious jewels you will ever wear around your neck“: die Arme des eigenen Kindes.

Ich selber habe eine große Schwester. Uns trennen 10 Jahre (wenn sie das liest, wird sie denken: „10-einhalb!“ ;), die aus uns beiden mehr oder weniger Einzelkinder gemacht haben. Als ich ein 4-jähriger, neugieriger Erforscher war, war sie ein 14-jähriger Teenie mit dem ersten Freund. Eine explosive Mischung! Dass sie mich damals nicht leiden konnte, kann ich ihr nicht mal übel nehmen. Große Schwestern vergessen auch mal das Abholen aus dem Kindergarten, müssen Einschlaf-Wache am Kinderbett halten, bevor sie am Abend alleine losziehen dürfen (Ich schwöre, da war diese doofe Fliege!!) und müssen sich beim gemeinsamen Fernsehschauen den Bauch mit Fragen löchern lassen, was denn als nächstes kommt („Guck hin!“). Nach vielen Schwierigkeiten in den letzten Jahren (oder sollte ich sagen: Jahrzehnten?) haben wir mittlerweile doch wieder zueinander gefunden, nur, dass sich die Rollen umgekehrt haben. Ich muss zwar nicht aufpassen, dass sie ihren Windelinhalt als Kitt nicht zwischen den Stäben des Laufgitters befestigt (sorry!), aber wenn sie zu Besuch ist, ist sie wieder der Teenie, der sein Zeug überall in der Wohnung verstreut (Zitat Alf: „Es darf niemand barfuß ins Bad!“), bis mittags schläft, abgefressene Birnengriebsche „vergisst“ und das Essen stehen lässt ^^ Eine Geschwisterbeziehung ist einfach etwas ganz Besonderes, was von keiner anderen Person ersetzt werden kann. Und: Blut ist dicker als Wasser. Ist einfach so.

Auch wenn wir uns mit der Zeit lieben gelernt haben, sind 10 Jahre doch etwas viel. Aber was ist er denn, der optimale Altersabstand, wenn es den überhaupt gibt? Dazu gehen die Meinungen ja weit auseinander. Wie seht ihr das?
Meinen Mann und seinen Bruder trennen 6,5 Jahre. Auch nicht optimal, wenn einer gerade mit dem Schuleintritt eine neue Lebensphase beginnt und ein Neugeborenes die ganze Aufmerksamkeit auf sich zieht. Wobei die kritische Zeit da heutzutage ja wohl eher bei Fünfeinhalb liegt, so früh, wie Kinder mittlerweile eingeschult werden sollen.

Eine „Folgeproduktion“ mit zwei Mäusen ganz dicht hintereinander war für mich von vorn herein ausgeschlossen. Für zwei „Babys“ gleichzeitig hätte mir ganz sicher die Kraft gefehlt. Ich bewundere übrigens Testmama Kerstin, wie sie mit „Vier unter Vier“ ihren Alltag meistert! Hut ab!
Meine Nichten, heute Teenager mit sehr (!) eigenem Kopf, haben einen Altersabstand von zweieinhalb Jahren. Natürlich war die eine neidisch auf die andere, es wurde verglichen, wer wann was besser konnte und wer von wem wie viel bekommen hat („Ich möchte aber auch Flip-Flops haben!“), aber sie waren nie alleine und konnten sich immer miteinander beschäftigen, als die Säuglingsphase vorüber war. In meiner Idealvorstellung bekommt Fiona natürlich Geschwister; nicht, weil ich gegen das Prinzip „verhätscheltes Einzelkind“ bin, sondern weil die Geschwisterbeziehung eben von niemandem ersetzt werden kann. Wenn das größere Kind schon viel selbstständig erledigt und sich als eigenständige, kleine Persönlichkeit wahr nimmt, könnte man ja schon mal darüber nachdenken, das Kleeblatt so langsam zu vervollständigen 😉

P.S. Meine Mama träumte immer von einer Großfamilie im Stile der „Waltons“, hat im Endeffekt „nur“ zwei Mädchen bekommen und sagt heute, sie hätte eigentlich gern noch ein paar mehr, denn Kinder sind etwas Wunderbares!

Vom Sinn und Unsinn des Spielzeugs

Beim Thema Kinderspielzeug scheiden sich ja die (Eltern-)Geister.
Ich weiß ja nicht, wie das bei euch so ist mit dem Spielzeug, aber ich hatte mir das in der Schwangerschaft ganz romantisch ausgemalt: das eine Lieblingskuscheltier und – aus Dekogründen – vielleicht noch ein paar weitere, eine schön gestaltete Activitydecke für’s Baby und später dann altersgerechtes Spielzeug, natürlich aus Holz und pädagogisch wertvoll! Nur nichts, was hupt, klingelt oder quietscht. Únd schon gar nicht ein ganzes Zimmer voll! Das war vor etwa 3 Jahren.

In der Zwischenzeit ist nicht nur der damals heißgeliebte „Schmettekage“ (siehe Bild) als das Hup-Quietsch-Klingel-Tröt-Spielzeug schlechthin bei uns eingezogen, sondern es folgten noch viele weitere. Die Krönung des elternunfreundlichen Spielzeuges ist allerdings der singende Hund. Die Macher setzten auf Kindchen- bzw. Welpenschema und (scheinbar) hohen pädagogischen Wert und trafen bei meinen Rezeptoren voll ins Schwarze. Diese Naivität bereue ich bis heute!
Drückt man auf seine Körperteile, benennt er sie (ok, das mag noch gehen für die Kleinsten), drückt man nochmal singt er ein Lied und drückt man ein weiteres Mal, erzählt er manchmal rhythmisch unterlegte Fingerspiele. Wenn das alles so schön ordentlich hintereinander ablaufen würde, wäre es auch nicht so tragisch. Ein  spielendes Kind allerdings drückt ungeduldig mit beiden Händen gleichzeitig auf alle Körperteile, wirft den Hund in die Luft, fängt ihn wieder auf, setzt sich rauf und reißt ihm ein Bein ab. Der Hund meint dazu Folgendes: „AbcdefghijkHandgrüneHandOhrDieklitzekleineSpinneBerühremeineZehenBack’nenKeksBack’nenKekslieberBäckerIch habdichliebKopfSchulterKnieundZehDieseskleineHündchengingzumMarktKuckuckichsehdichWuffWuffBistduglücklichunddufühlstesklatschelautDaskitzeltTschüüüß!“

Noch schlimmer war allerdings sein Bruder, der Bär. Wie konnte es überhaupt passieren, dass beide bei uns eingezogen sind? Ich kann mich nicht erinnern, dass einer von beiden ein Geschenk gewesen ist… Vielleicht habe ich gedacht, nach dem Bär kann es nur besser werden?!
Der Sprachlernbär, bekommen zu Ostern als sie ein halbes Jahr alt gewesen ist, „unterrichtete“ auf 2 Sprachen. Man konnte ihn an der Seite auf Englisch umstellen und dann ebenfalls auf dem Bauch auf lustig blinkende Knöpfe drücken. Er ist mittlerweile in den Keller umgezogen, aus den Augen, aus dem Sinn – zum Glück! Bei mir hat sich allerdings seine Leier unwiderruflich eingebrannt: „One little apple – mmmhhh, two little bees – ssssssss, three bunnies – boing boing boing“. Und dann auf Deutsch: „Ein roter Apfel, zwei schelmische Bienen….“ Obwohl ich dachte, des Englischen durchaus mächtig zu sein, konnte ich nicht wiederholen, was er sang, wenn man auf den Apfel drückte. Zufällig hatten wir zu der Zeit eine englische Muttersprachlerin zu Besuch, die nach dem Anhören des Bären nur ungläubig mit dem Kopf schüttelte und ebenso wenig verstanden hatte wie ich.
Stutzig gemacht hatten mich neben dem Englischen aber auch die schelmischen Bienen und die Wörter, die er im Zusammenhang mit dem Apfel benutzte. Ich kriege es nicht mehr zusammen, weiß auch nicht genau, wonach ich googeln könnte. Jedenfalls waren es Worte, die in der normalen Sprache nicht gebräuchlich sind, schon gar nicht für Babys.
Der Bär war wohl meine mit Abstand schlimmste Spielzeugsünde.
Merke: gesunde Skepsis gegenüber batteriebetriebenen Tieren!

Laufe ich heute durch das Spieleparadies unserer 3-Jährigen, auch bekannt als Kinderzimmer, trifft mich angesichts der überquellenden Schränke und Kisten so manches Mal der Schlag. Wie konnte das passieren? Woher kommt das ganze Zeug? Okay, ich gebe zu, ganz unschuldig bin ich nicht… Die Spielzeuganhäufung folgt einem einfachen Muster:
1.) Dinge, die Mama als Kind schon gern gehabt, aber nicht bekommen hat
2.) Dinge, die Mama als Kind selber geliebt hat
3.) Dinge, von denen Mama noch nie vorher gehört hat, sie aber selber gerne ausprobieren möchte…

Wenn ich jetzt alles Spielzeug in eine der drei Kategorien einordnen müsste, würde wohl erstaunlich viel unter Nummer 3 stehen. Das sind dann so Spontankäufe im Laden, bei denen man sich schon fragt, weshalb man sie gekauft hat, wenn man noch nicht mal zu Hause angekommen ist. Klassischer Fall sind die kleinen süßen Fillypferde, die eigentlich gar keine Pferde sind, weil sie eine Stange auf dem Kopf haben. Verpackt sind sie in der Regel in pinkfarbenen Tütchen, in die man nicht reingucken kann – der Überraschungseiereffekt also. Als ich letztens beim Lebensmitteleinkaufen an der Zeitungstheke gestanden habe und ca. 20 BUMMI-Kinderhefte mit in silberglitzernde Tütchen verpackten Extras befühlt habe, kam ich mir schon einen Moment doof vor. Am schlimmsten war dann aber, als darin nicht der – wie ich dachte – von mir befühlte Leuchtstab gewesen ist, sondern ein Rohr zum um-die-Ecke-gucken… Dumm gelaufen geguckt.

Mein erwachtes Interesse an den physikalischen Gesetzmäßigkeiten kann ich mit Fionas Holzkugelbahn und dem Magnetspiel voll ausleben. Während sie mit einer einzigen Schräge vollkommen glücklich ist und staunend beobachtet, wie die Kugeln über die Schanze in hohem Bogen unter den Schränken verschwinden, baue ich mir währenddessen einen Wolf mit den Ergänzungssets und widme mein Interesse dem Newton-Pendel. Kinder sind was Tolles!

Was ich selbst nicht in dem Umfang gehabt und vermutlich deshalb jetzt so viel im Schrank habe, sind Spiele. Der Obstgarten funktioniert immer, allerdings ist Fiona absolut scharf darauf, dass der Rabe das Obst bekommt. Von den Machern wohl anders gedacht, aber der olympische Gedanke zählt. Der des Raben ^^
Memory geht leider noch gar nicht. Als App auf dem Handy funktioniert das wunderbar, weil die Karten sich von alleine wieder umdrehen, wenn man kein Paar gefunden hat. Beim „analogen“ Spielen behält sie eine Karte in der Hand und deckt dann so viele auf, bis sie die passende gefunden hat. Besonders spannend für den Mitspieler… Halli-Galli Junior, bei dem man 2 lachende Clownkarten der gleichen Farbe finden und dann klingeln muss, wird abgewandelt in: „Egal, welche Karte du aufdeckst, ich klingel.“ und bei „Tempo, kleine Schnecke“ zieht grundsätzlich die Schnecke in ihrer Lieblingsfarbe ein Feld weiter, unabhängig davon, was der olle Würfel zeigt ^^

Vivi 1991

Kategorie „Selber gehabt und geliebt“ sind auf jeden Fall Malbücher, Stifte, Puppen, Bücher und Fahrzeuge. Früher hatten sie nicht so stylische Namen wie „Bobbycar“ oder „Puky Wutsch“ (ob „Wutsch“ das Geräusch ist, wenn man sich damit auf die Nase legt…?), erfüllten aber den gleichen Zweck: frühe Mobilität. Bobbycarfahren funktionierte sogar schon, als das mit dem Krabbeln noch nicht so recht klappen wollte. Puppenmama ist sie bisher noch nicht so richtig, egal ob dünne Plastikfrauen mit langen Beinen, spitzen Füßen und überdimensionalen Brüsten oder große Babypuppen mit sich schließenden Augenlidern und Toilettenfunktion. An der „Lala“, die der Weihnachtsmann in seinem Sack versteckt hatte (und für die ich der Weihnachtsmann erstaunlicherweise 12€ weniger bezahlt hat, als sie derzeit kostet) ist die sich temperaturbedingt ändernde Haarfarbe auch momentan das Spannendste. Nun ja.
Fionas Bücherschrank sieht aus wie eine kleine Kinderbibliothek, aber das nehme ich voll und ganz auf meine Kappe. Die Faszination für gebundenes Papier muss wohl doch auf irgendeinem Gen verankert sein. Schon vor ihrem 1. Geburtstag haben wir fleißig Tierbücher geguckt und die Geräusche nachgeahmt. Mittlerweile sind mehr richtige Geschichtenbücher eingezogen, von denen sie sich jeden Abend eines zum Vorlesen aussucht. Aktueller Liebling ist der Geschichtenband von Bobo Siebenschläfer, geschenkt von ihren Urgroßeltern. Viele Bilder, relativ wenig Text und am Ende schläft Bobo immer ein: für den Abend vor dem Schlafengehen genau das Richtige. Angeregt von diversen Kinderbüchern reimt sie wie ein Weltmeister („Mama, Mama!! Komm schnell, ich hab ein Reimwort gefunden: Hund und….Mund!“), hat ihren Spaß am Zählen und Buchstabieren (im Musikkurs: „Mama, dieser Ton vom Glockenspiel gehört mir. Da steht mein Buchstabe drauf!“) und signiert ihre Kindergartenbilder jetzt sogar selbstständig, zum Erstaunen der Erzieherinnen.


„FIONI“

Damit ein bisschen Abwechslung reinkommt, bringt mir der Postbote ab und zu Bücherpäckchen von Amazon oder wir bleiben beim Einkaufen mal wieder in der Kinderecke hängen. Mein Herzenskind macht mir mit den neuen Büchern allerdings regelmäßig einen Strich durch die Rechnung, denn Bücher werden scheinbar mit jedem Mal lesen schöner. Wo ich schon gelangweilt gähnen muss, wenn die Maus zum 1000. Mal dem Grüffelo im Wald begegnet, spricht Fiona den Text auswendig mit und hat riesigen Spaß dabei. Neues wird also scheinbar völlig überbewertet. Bei Kindern zieht der Zauber der Wiederholung. Nichtsdestotrotz: Bücher kann man nie genug haben 😉

Im Moment hat sie das Puzzeln für sich entdeckt. Viele kleine und große Puzzle, die hier schon monatelang unangerührt in der Ecke lagen, werden auf ein Mal ausgepackt und völlig ohne Hilfe zusammengesetzt. Nicht nur das: alles andere Spielzeug kann erst mal einpacken. Wenn Puzzle, dann nur Puzzle. Wenn Magnete, dann nur Magnete. Das wird dann auch wirklich ausdauernd bearbeitet, bis es fertig ist. Dieser Ehrgeiz kommt mir irgendwie bekannt vor… Und das Beste am Puzzeln: man kann nicht verlieren ^^

Eine weitere Lieblingsaktivität ist momentan das Stickerkleben! Bei REWE gibt es ja regelmäßig Sammelaktionen. Nicht nur die, bei denen sich Mama und Papa Töpfe, Gläser und Besteck „ersammeln“ können, sondern auch die Pro-5€-Einkauf-eine-Tüte-Sticker-dazu-Aktionen für den Nachwuchs. Da wir fast ausschließlich bei o.g. Lebensmittelmarkt einkaufen gehen, brauche ich wohl nicht erwähnen, dass wir alle Hefte und Milliarden dazugehöriger Sticker unser Eigen nennen. Ist so ein Heft voll und man hat noch welche übrig, kann man diese an die Kita spenden (Mama) oder so schnell wie möglich irgendwo in Reichweite ankleben (Nono). So verhält sich das mit allem, was klebt. Als Folge dessen sind Bett, Kleiderschrank und Zimmertür auf einer Höhe von einem laufenden Meter rundherum bunt beklebt mit Regenbogenfischen, farbigen Tollamonsteraugen, lustigen Bakterien (die gab’s nach dem Besuch in der Kinderklinik im Dez.) und glitzernden Disney Prinzessinnen.
Am Freiburger Hauptbahnhof gab es im Zeitungskiosk übrigens einen Bogen mit über 700 Micky-Maus-Stickern. Ein paar davon fahren noch heute immer und immer wieder im ICE quer durch Deutschland. Der Rest klebt in und um unsere Wohnung…

Meiner Spielzeug-Idealvorstellung aus der Schwangerschaft kommt Fionas Kinderzimmer zwar nicht sehr nahe (obwohl wir tatsächlich viel aus Holz haben!), aber dennoch kann sie in ihrer bunten Spielzeugwelt ihrer Phantasie freien Lauf lassen, wenn plötzlich die Fillypferde mit den Playmobilmännchen im Oktopod frühstücken und die Baby Born als riesiges Ungeheuer von außen ans Fenster klopft. Stichwort „Integration“. Auch wenn im Fundus bzw. im Keller über die Jahre einige Fehlkäufe gelandet sind (ich sage nur „singender Bär“), bin ich immer wieder positiv überrascht, wie breit das Angebot an qualitativ hochwertigem (Lern-)Spielzeug heutzutage doch ist. Der Laptop im Kinderzimmer garantiert zwar keinen kleinen Einstein, aber die kindliche Neugier beim spielenden Lernen befriedigen zu können, ist eine tolle Sache!
Dennoch: weniger ist eben manchmal mehr. Es wird wohl bald mal wieder ein großer blauer Sack seinen Streifzug durchs Kinderzimmer antreten 😉

Wie ist oder war das bei euch? Habt ihr auch irgendwelche batteriebetriebenen Sünden im Schrank (und ich beziehe mich hier nur auf Kinderspielzeug ^^)?
Viel zu viel von allem oder wenig und dafür heiß geliebt?

Frage-Foto-Freitag

Der erste Frage-Foto-Freitag in diesem Jahr und wir sind auch mal wieder mit dabei:

1. Das Weihnachtsgeschenk, mit dem du am meisten Zeit verbracht hast?

Zwar nicht direkt mein Weihnachtsgeschenk, aber viel Zeit habe ich auf jeden Fall damit verbracht. Die 3-jährige Bauherrin gibt konkrete Anweisungen, wie sie sich die Bahn vorstellt, und der Azubi namens Mama darf dann fleißig Steine schichten. Mein bislang nur rudimentär ausgebildetes logisches Denkvermögen kann davon nur profitieren 😉
Nachdem die große Bahn mit fast allen Bauteilen fertig war, kam übrigens Godzilla mit meinen Elefantenhausschuhen (eine späte Teeniesünde) und machte Kleinholz draus…

2. Erste Shoppingbestellung 2013?

Kleine bunte Buchstabenwürfel für die Bastelkiste – sind die nicht süß? *quietsch*

3. Irgendwie seltsam, aber auch irgendwie lustig?

Dieses unglaublich aussagekräftige, detailreiche Verbotsschild habe ich an einem Gartenzaun beim spazieren gehen gesehen. Als ob das Zeichen nicht schon gereicht hätte.. der Dank ist die Krönung 😉

4. Ist bei dir schon Frühling oder weihnachtest du noch?

Frühlingfrühlingfrühling!!! Wenn ich z.T. jetzt noch – mitten im Januar – bunte Lichterketten an Häusern und Zäunen sehe, meldet sich der Brechreiz zu Wort. Den Weihnachtsbaum ertrage ich schon in den letzten Dezembertagen nicht mehr. Am 1. Januar muss der raus sein, keinen Ballast vom alten Jahr mit rüber ins neue nehmen. Hängt vermutlich aber auch mit meinem Geburtstag zusammen, an dem ich leuchtende Sterne und glitzernde Rentiere wirklich nicht mehr sehen will. Genau dieser Geburtstag hat mir mit vielen bunten, duftenden Blumen schon den Frühling ins Haus gebracht, während beispielsweise in Russland oder Georgien tatsächlich genau am 7.1. die Lichterketten (und der Vodka) ausgepackt werden…

5. Heute brauchst du viel…?

…Zeit! An meinem freien Freitag komme ich endlich dazu, mich dem Teil des Musiklehrerjobs zu widmen, der kreativ den meisten Spaß bringt: Noten schreiben und arrangieren. Bei dem Titel bin ich nicht etwa versehentlich an den s- und z-Tasten kleben geblieben, der heißt wirklich so: „Skrzydlate Rece“ – geflügelte Hände. An der Aussprache feile ich noch ein bisschen ^^ Für unsere Konzertreise nach Warschau im Februar bereite ich gerade für mein Ensemble conAmici diesen Song der Band „Enej“ vor, die bei der polnischen Supertalent-Show (zurecht) den ersten Platz belegt haben und mit einer Mischung aus Rock, Ska und Jazz mit Akkordeon als dominierendem Instrument die polnische Chartszene aufmischen 🙂

 
Nehmt diesen Ohrwurm gern mit ins Wochenende und genießt die freien Tage!

Wusstest du…?

 

Ich weiß, reichlich spät, aber dennoch von Herzen: Happy New Year! Unser Rutsch war genauso schön und gelungen wie im letzten Jahr: die Mama-Papa-conAmici-Raclette-Besetzung ist einfach toll und absolut partytauglich! Wenn dann noch ein lallender James über den Tigerkopf stolpert, eine gut gelaunte Minnie-Mouse herausfindet, wie die Sache mit den Luftschlangen funktioniert und beim postmitternächtlichen Bleigießen allerhand skurrile Formationen (und entsprechende, subjektive Interpretationen) entstehen, könnte das neue Jahr nicht besser begrüßt werden! (Und wer wissen will, wie es dazu kam, dass Sophies Geburtstagsgäste am 31.12. jedes Jahr aufs Neue unpässlich sind, sollte hier mal gucken: „Dinner for One – Killer for Five: der 90. Geburtstag und was wirklich geschah“)
 
Ein schlauer Mensch hat mal gesagt, Bloggen ist das Gegenteil von „alles für sich behalten“. Getreu dem Motto wird der erste Post im neuen Jahr ein faktenreicher! Ende letzten Jahres, beziehungsweise vor einer Woche, machte in vielen Blogs ein faszinierender Beitrag mit ziemlich simplen Regeln die Runde: „Wusstest du…?“, ins Leben gerufen von Mama Elch.Wie ein Virus wühlte er sich durch die Bloglisten und hat es heute auch bis zu mir geschafft. Hier kommen sie nun also: 16 lustige, erstaunliche oder peinliche Dinge, die die Welt nicht wissen muss, aber kann 🙂
Wusstest du,…
 
…dass ich am 22.03.2003, also vor fast 10 (!) Jahren, meinen Motorrollerführerschein gemacht habe?
 
Wusstest du,…
 
…dass ich mich in gelbem Licht unwohl fühle, weil die Vorhänge in meinem Kindergarten gelb und zugezogen waren zur Mittagsschlafzeit?
 
Wusstest du,…
 
…dass ich keine Ausdauer habe, mir einen normal langen Film im Fernsehen oder auf DVD anzusehen?
 
Wusstest du, …
 
…dass (zum Entsetzen meines Mannes) das einzige Gewürz in meiner Küche Zimt war, als ich zum Studium ausgezogen bin?
 
Wusstest du, …
 
…dass ich Musik mit Hauptfach Jazz-Akkordeon studiert habe?
 
Wusstest du, …
 
…dass mein erstes Akkordeon (wortwörtlich!) in die Ecke geflogen ist, als es nicht so geklappt hat, wie ich wollte?
(dieses „Schicksal“ ereilte übrigens auch das Fahhrad, den Taschenrechner, etc.)
 
Wusstest du, …
 
…dass ich mich im Sportunterricht bei der Leistungskontrolle im Bodenturnen immer mit großzügigen Vorwärts- und Rückwärtsrollen über die Matte gerettet habe, weil ich weder Hand- noch Kopfstand oder andere Specials beherrschte?
 
Wusstest du, …
 
…dass ich – Ohrlöcher inklusive – 18 Piercings (heute „nur“ noch 6 „aktive“) und 3 Tattoos habe?
 
Wusstest du, …
 
…dass ich berufsbedingt sämtliche Kinderlieder mit ihren Milliarden Strophen auswendig singen kann, aber Mühe habe, die 16 Bundesländer zusammenzukriegen ohne eines versehentlich unter den Tisch fallen zu lassen?
 
Wusstest du, …
 
…dass ich ein Lied aus dem Kinderfilm „Lilo & Stitch“ mit hawaiianischem Text noch heute von vorne bis hinten mitsingen kann?
 
Wusstest du, …
 
…dass ich im Chemieunterricht die Anfänge irgendwie „verschlafen“ habe und deshalb nie unfallfrei eine Formel aufstellen konnte?
 
Wusstest du, …
 
…dass ich von der Grundschule bis zur Oberstufe Fachärztin für Allgemeinmedizin werden wollte?
 
Wusstest du, …
 
…dass ich ein kleines Kuscheltier habe, was mich seit meiner frühen Kindheit begleitet, sämtliche Länder der Welt bereist, über Krankheiten, Liebeskummer und andere Sorgen hinweg getröstet hat und auch heute noch im Koffer ist, wenn es in den Urlaub geht?
 
Wusstest du, …
 
…dass es einen Satz gibt, über den ich schon mehrfach Tränen gelacht habe und an den ich nur denken muss, um gute Laune zu bekommen?
(Zu Vollbärtigen: „Na, bei der Geburt den Rahmen mit rausgerissen?!“)
 
Wusstest du, …
 
…dass ich vor der Schwangerschaft ein Kaffeejunkie war (6 Tassen am Tag mindestens) und danach eine ganze Weile nicht mal Kaffee von Nahem sehen konnte, ohne dass mir schlecht geworden ist?
 
Wusstest du, …
 
…dass mein erstes Auto (R.I.P. Kitty) ein ganz bestimmtes sein musste, weil ich die Werbung so geliebt habe, wo ein Inder seinen Wagen gegen die Wand fährt, einen Elefanten auf der Motorhaube platziert, hämmert, bohrt und schraubt, bis sein Auto endlich so aussieht wie das aus dem Werbeprospekt? Ein silberner Peugeot 206…Liebe auf den ersten Kilometer!