7 Sachen

Mit etwas Verspätung zeige ich euch heute 7 Sachen, die wir am Sonntag gemacht haben und für die wir unsere Hände benutzt haben, ob für 5 Minuten oder 5 Stunden ist unwichtig (nach einer Idee von Fr.Liebe). Erst haben wir uns einen entspannten Vormittag gegönnt: ausgiebig gefrühstückt und auf der pinken Kindercouch die Sendung mit der Maus zusammen angeguckt. Dann wurde gepuzzelt (hey, der Knoten ist geplatzt! Auf ein Mal geht’s!) und ein bisschen Theater gespielt 🙂

Anschließend ging’s in ein großes Familienfreizeitzentrum ganz in der Nähe, was normalerweise durch seine vielen Spielplätze interessant für’s Nono-Kind ist. An diesem Wochenende wurde allerdings etwas Besonderes geboten: „Das kann ich schon alleine!“ – ein Spiel-, Mal-, Bau-, Bastel-, Tanz-, Sing-, Ausprobierwochenende, bei dem die jüngsten Besucher zwischen 2 und 5 Jahren im Mittelpunkt standen. An vielen verschiedenen Ständen konnten die Kinder unter Anleitung (und oft unter den staunenden Blicken ihrer Eltern) selber kreativ werden und den Pinsel, die Buddelschippe oder das Tanzbein schwingen. Als in der Kinderspielecke (bis 4) der Geruch nach gefüllten Windeln Überhand genommen hat, sind wir auf ein Eis und einen Kaffee in die Cafeteria geflüchtet und haben Fionas Bastelwerke bestaunt. Obwohl es – sicher auch wegen des bescheidenen Nieselwetters – gut besucht war, musste sie nie lange warten und konnte alles ausprobieren, was sie interessiert hat. Ein Raum bot eine gigantische Kugelbahnausstellung: alles in XXL-Größe, damit selbst der kleinste Babymund oral nichts mit den Kugeln anfangen kann. Durch die vielen, z.T. sehr kleinen, Kinder, war der Raum ein bisschen elternüberbevölkert und ich hatte, am Rand sitzend, wirklich Probleme, mein eigenes Kind im Auge zu behalten. Da schoben sich inmitten der Murmelbahnen viele schwangere Murmeln und tragende Papas vorbei, um ihren umgefallenen Nachwuchs wieder aufzusammeln, Streit zu schlichten („Torben-Antonio, du kannst nicht alle Kugeln behalten! Die anderen Kinder wollen auch mal!“) und zum freundlichen Miteinander zu animieren („Meins!“). Wenn man – wie ich – auf Holz steht, findet man sich dort im Paradies wieder. Große Bahnen, kleinere Bahnen, ganze Städte mittendrin, bunte Xylophon-Klangtreppen, Rotationskegel – einfach alles, was das Holzherz begehrt. Unsere große HABA-Kugelbahn, die ich vor 2 Jahren gebraucht aber in sehr gutem Zustand bei Ebay gekauft hatte, wird demnächst in immernoch Topzustand auch genau dort wieder landen, denn jetzt ist es Zeit für eine filigranere Bahn mit größerem Entdeckerpotential. Jemand Vorschläge? Ich tendiere ja wieder zu HABA, denn die vielen Ergänzungsbauteile lassen es nie langweilig werden. Dass sich übrigens Qualität gegen billigen Plastikmüll tatsächlich durchsetzt, habe ich an unserer o.g. Bahn jetzt mal selbst gesehen, obwohl Fiona im Familotel natürlich auch großen Spaß daran hatte, der gelben, singenden Giraffe ihre Kugeln immer wieder ins Maul zu schieben ^^

Hier also eine Auswahl der gebastelten Sonntagssachen:



„Wir lassen aus Papier, Kleister, Perlen, Federn, Trinkhalmen, Stiftkappen, …… und Farbe plastische Bilder wachsen“

von Playmais hatte ich bisher noch nichts gehört. Ein Riesenspaß! Einfach anfeuchten und schon klebt’s.
Amazon sagt, dafür gibt es sogar ganze Vorlagenbücher.
Mein Kind sagt: „Guck mal, Mama, ich habe ganz allein eine große Rutsche gebaut!“
…viel Tisch und ein bisschen Bild bestempelt…
…und ein Bild aus dem Farbklatsch gemalt: bunte Farben auf die Platte gematscht und am Ende weißes Papier draufgelegt und abgedruckt.
Buntes Chaos wollte sie erst nicht. Wie man sieht, entstand zu Beginn eines ihrer berühmt-berüchtigten Gesichter 🙂
Hier das Ergebnis

Die 7. der sieben Sachen sind die Haare, die wir erstmalig ohne Tränen waschen und föhnen konnten. Okay, wollen wir ehrlich sein: nur Tränen sind untertrieben. Wir haben sie gewaschen ohne hysterisches Kreischen, als ob Mama mit einer Kettensäge gerade im Begriff ist, sämtliche Extremitäten ohne Narkose zu entfernen. Erfolg!

Nach diesem aufregenden Tag kann ich mehr als nur gut verstehen, dass Montag Morgen die Kita-Ankündigung keine Freudenschreie hervorgerufen hat: „Ich will aber bei dir bleiben!“. Glücklicherweise gibt sich das, bis wir dann im Auto sitzen. Autofahren macht im Moment sowieso großen Spaß wegen der neuen Kinderlieder-CD im Radio. Ich bin von Berufswegen her sehr kritisch mit Kinderlieder-CDs und es gibt mehr, die mir nicht gefallen, als die, die mir tatsächlich gefallen. Da geht es viel um Arrangements, Tonlagen zum Singen, Texte, Reime, etc. Detlev Jöcker und Volker Rosin sind den Eltern unter euch vielleicht ein Begriff, das ist alles ganz nett. Wirklich vom Hocker gehauen haben mich aber die CDs von Simone Sommerland, Karsten Glück und den Kitafröschen. Da kann man bedenkenlos jedes Album kaufen und wird nie enttäuscht (wir haben diverse zu Hause). Ob es die Spiel- und Bewegungslieder sind, die englischen Kinderlieder oder die Weihnachtshits – Fiona liebt sie, singt sie auswendig mit und ich kann sie anhören, ohne nach der 3. Wiederholung in die Kinderklapse eingeliefert werden zu müssen. Unser absolutes Highlight sind die „Kinderlieder auf Weltreise“, gerade frisch erschienen. Eine Reise in 30 verschiedene Länder wurde hier musikalisch so gut umgesetzt, dass man beim Hören wirklich ein kleines bisschen Urlaub auf Jamaica, Hawaii, dem Südpol, in Australien, Afrika, China, Irland, der Türkei, u.v.m.machen kann. Mein Mann lacht schon, wenn ich mal wieder gedankenverloren das kubanische „Oooh oh oh oh, Käptn Buba hat ne Tuba….tuBa!“ oder den „Popo-Tango“ aus Argentinien zum Besten gebe. 30 absolut hartnäckige Ohrwürmer tummeln sich auf diesem Album und ich kann es euch nur wirklich ans Herz legen. Die wird man nicht mehr los 😉

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Autor: Mama 2.0

stoffverliebte 2fach-Mama, Berlinerin, iphoneaddict, Musikpädagogin. Liebt buntes Klebeband, geistige Herausforderungen und hat sich den Blick für das Schöne bewahrt. Happiness is not a destination, it is a way of life. Glas ist halbvoll und so, wa?

17 Kommentare zu „7 Sachen“

  1. Hallo,

    mensch, da habt ihr ja einen wundervollen Ausflug gemacht! Danke für den Einblick!

    Zu den Kinder-CD´s – ich wusste sofort welche du meinstest! *hihi* Wir haben hier auch die 30 Spiel- und Bewegungslieder und Luca (und ich) lieben sie. Weihnachtslieder und auch die Weltreise werden demnächst sicher auch in den Warenkorb landen.

    Bis zum nächsten Mal!

    GLG Stephie

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  2. Hi, das sieht nach tollen bunten Erlebnissen und Basteleien aus. Die CDs kenne ich gar nicht. kann man da irgendwe reinhören, bevor man sich die kauft? Ich bin nämlich auch immer gern auf der Suche, nach besseren Kinderliedern als nur Rolf…(die hängen mir mittlerweile zu den Ohren heraus…)

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  3. Oh, Viv, da habt ihr aber wirklich ein tolles WE gehabt und dieser Playmais, der wäre vielleicht sogar schon etwas für's Babymädchen – was meinst du? Und ja, ich liebe auch HABA. Dank dir für den tollen Kinder-Musik-CD-Tipp. Was das Thema Ohrwurm angeht – bei mir ist es immer noch der Piratensong aus dem Familotel, allerdings in der falschen Version, in der ihn ein kleiner Junge lauthals mitgesungen hat: “ Er träumt vom Rundern, er träumt vom KEGELN 😉 , er träumt vom Fischefangen, auf hoher See, … – köstlich!!!).

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  4. süß! Ja, der Piratensong war auch cool! Dann werden dir die Weltreiselieder sicher gefallen! Der Playmais ist auf jeden Fall schon was fürs Babymädchen. Kinderleicht, das macht wirklich Spaß!

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  5. Ein wunderbarer Artikel, solche Alltagseinblicke sind immer wieder spannend und bringen einen auf Ideen. Gerade das Thema „Musik im Auto“ hatte ich schon seit 'ner Weile im Hinterkopf, hab mich aber bisher nicht weiter nach toller Musik umgesehen. Da kommen solche Tipps natürlich gerade recht. 😉 (Na gut, bisher ist Musik im Auto auch noch kein Thema, vom Mitsingen sind wir noch weit entfernt, aber es kann ja nicht schaden, da schon mal was schönes in petto zu haben. ;))

    Fiona ist übrigens in einem ganz tollen Alter, finde ich. Freu mich schon drauf, wenn unsere beiden soweit sind und man basteln und „richtig“ spielen kann. 🙂

    Habt noch eine schöne Woche!
    Mo

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  6. Vielen Dank, lieber Moritz! Auch wenn eure Zwerge (noch) nicht singen, sie werden garantiert Spaß haben mit der Musik im Auto! Erst recht, wenn Mama und Papa laut mitsingen 😉 Ich habe bisher bei jedem Alter gedacht, es sei das Schönste ^^ Ich glaube, da wachsen die Eltern mit den Kindern mit in der Hinsicht. Liebe Grüße

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  7. huch, irgendwie ist mein kommentar verschwunden!
    dieses fest hat mich direkt sehnsüchtigt gemacht, da schlägt gleich das kinderherz in mir.
    ich mag musiktechnisch gerne fredrik vahle, einfach schon weil er keine holterdipolterreime macht (und weil ich ein konzert von ihm gesehen habe). die cd werde ich mir auf jeden fall merken. scheint mir ein fall für den adventskalender zu sein … danke für den tipp.

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  8. Hallo,

    auch wenn der Blog-Eintrag schon eine Weile her ist, wollte ich noch meinen Senf zum Thema Kinder-Lieder dazugeben: Ich bin kein Fan von Rolf und auch die meisten Kinder-Chöre jagen mir eher einen grausigen Schauer über den Rücken.
    Aber ich bin per Zufall über zwei ganz wunderbare CD's gestoßen: Krümelmucke von und mit Christiane Weber. Die kann sogar ich mir in der Endlosschleife anhören und im Auto wird lauthals mitgesungen (jedenfalls von mir, mein 2jähriger Sohn ist da nicht ganz so ;o)).

    Die Lieder sind witzig und kindgerecht, die musikalische Umsetzung finde ich auch sehr gelungen, v.a. weil weitesgehend der Gesang im Vordergrund steht und von den Instrumenten wirklicher eher untermalt wird.

    Liebe Grüße,
    Nadine

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