Zenk ju vor trewwelling wis… Playmo-Airlines!

Schon seit bestimmt 1 Jahr liegt ein mittelgroßes Playmobil-Puppenhaus zwischen vielen anderen schönen Dingen in meinem Amazon-Warenkorb rum und wartet vergeblich auf seine Bestellung. Um ehrlich zu sein: es ist nicht unbedingt Fiona, die sich ein Puppenhaus gewünscht hat, sondern Mama, die vor Freude und Niedlichkeit quietschen könnte, wenn sie das Mini-Klo, die Stereoanlage, den mit Nano-Eiern und Marmeladengläschen gefüllten Kühlschrank und das winzige Babybettchen sieht. Eines schönen Tages im Juni war das große Mitnehm-Puppenhaus mit Henkel von Playmobil im Drogerie-Krims-Kram-Laden um die Ecke im Angebot und was passierte…? Brauchen Sie ’ne große Tüte oder geht’s so?“
Seitdem steht das Häuschen samt Karton in Erwartung des Geburtstages (wir haben angesichts der Geschenkeflut noch mal auf Weihnachten verschoben) noch eingepackt unter’m Esstisch und ist praktisch schon zum festen Einrichtungsgegenstand geworden, so dass Fiona der viereckigen Plastiktüte keine Aufmerksamkeit schenkt, wenn sie im Wohnzimmer spielt.
Ende September las ich bei Testmama Kerstin von einer Playmobil-Aktion für Produkttester. Obwohl wir eigentlich keine sind, sondern ich nur aus Spaß am Schreiben blogge, musste ich eine Bewerbung im Kommentarfeld hinterlassen. Bedingung für das Testen sollte eine besonders kreative Bewerbung sein. Während ich das meinem Mann laut vorlas, rappelte es gewaltig im Karton unter dem Tisch. Ich schaute nach und sah, wie die Playmobilfamilie ganz aufgeregt und wild von innen an die Fensterscheiben klopfte. Sie sagten, dass das Leben in ihrem großen Einfamilienhaus manchmal ganz schön stressig sei und sie deshalb für eine Reise gespart hätten. Das Geld für den geplanten Urlaub hätten sie bereits beisammen, jedoch würden sie nur äußerst ungern mit der Lego-Eisenbahn verreisen. Deshalb baten sie mich kurzerhand, in ihrem Namen eine Bewerbung auf das Playmobil Flugzeug zu verfassen…

Ja, was soll ich sagen – wir wurden tatsächlich ausgewählt! Die Playmos klatschten – so gut es eben ging – vor Freude in die Hände und begannen gleich mit dem Kofferpacken. Wie versprochen folgt hier nun der bebilderte und detailreiche Bericht ihrer Reise, inklusive der Vorbereitungen.

Darf ich vorstellen?

Das sind Herr und Frau P. Sie wohnen in einem schönen Häuschen im Grünen, haben einen kleinen Garten und auch sonst alles, was das Herz begehrt. Fast alles….



im Hintergrund: Fionas (in Zusammenarbeit mit Mama) neustes Landschaftsbild
 
Der Wunsch nach einem kleinen „P“ wurde immer größer… Bienen & Blumen, ihr wisst schon 😉
*censored*

 
1 year later….

 
Weil die drei zwar ein Haus im Grünen haben,
aber auch gerne mal ins „Gelbe“ bzw. „Blaue“ fahren würden, begannen sie zu sparen.

das zweite Nono-Bild erfolgreich untergebracht 🙂

Mit dem Flugzeug sollte es nun endlich in den langersehnten Urlaub gehen.
Am Abreisetag schliefen sie aus und standen ganz entspannt auf…
 
 
…ließen sich alle 3 viel Zeit im Bad…
 
 
…frühstückten gemütlich…mmhhh, riecht ihr das Spiegelei?
 
 
…und versicherten sich, dass alle Fenster und Türen geschlossen waren,
bevor sie sich auf den Weg zum Bahnhof machten. Check!
 
 
 
Mit der LEGO-Bahn ging es anschließend an steilen Bergstraßen vorbei in Richtung Flughafen.
 
 
Als sie ihren Koffer abgegeben hatten und auf das Boarding warteten, wurden sie von einem netten Flughafenmitarbeiter eingeladen, sich den Tower etwas näher anzugucken. Da staunte nicht nur das kleine P über so viele blinkende Lämpchen und die Flugzeuge, die auf der Start- und Landebahn zu sehen waren.
 
 
Nach einer ganzen Weile leuchtete ihr Flug an der großen Anzeigetafel und sie durften endlich einsteigen.
Über eine Treppe betraten sie den Flieger, wurden von der Stewardess freundlich begrüßt und setzten sich auf die Plätze, die auf ihren Boardkarten standen: 1 A und B. Weil der kleine P noch keine 2 Jahre alt ist, bekam er keinen eigenen Platz, sondern durfte auf Mamas Schoß fliegen, natürlich gesichert mit einem Extragurt für Kinder.
 
 
Auch der Pilot im Cockpit bereitete sich für seinen Flug vor,
kontrollierte alle Anzeigen und wartete auf das Verladen der Koffer.
 
 
Als die Durchsage „Boarding completed!“ ertönte und sich das Flugzeug langsam in Bewegung setzte, demonstrierte die Flugbegleiterin noch kurz anschaulich, wo im Notfall Schwimmwesten, Druckmasken und Notausgänge zu finden sind.
 
 
Nachdem Fluglotse und Tower die endgültige Startfreigabe erteilt hatten, nahm die Boeing Geschwindigkeit auf und verließ die Startbahn Richtung Himmel.
 
 
Kurz vor der Landung konnten sie durch das Flugzeugfenster aus einer einmaligen Perspektive einen Blick auf ihren Urlaubsort erhaschen. Die Vorfreude war riesig und besonders das kleine P wurde mit jeder Minute aufgeregter. Aus den Lautsprechern knarzte ein letzter Gruß des Piloten und die Ankündigung, dass aus den aktuellen -45°C Außentemperatur unten angekommen satte 30°C werden würden. Juhu!
 
 
Nach der Landung am Zielflughafen warteten sie geduldig am Band auf ihre Koffer, genossen den warmen Wind um die Nase und fuhren mit einem Taxi in das nur wenige Kilometer entfernte Hotel.
 
 
Familie P erlebte eine tolle, erholsame Urlaubswoche zwischen Sandburgen und Saftcocktails und am Abend bei der Minidisco wurden auch schon erste Freundschaften geschlossen.
 
 
 
Wir – Familie P, Fiona und ich – bedanken uns ganz herzlich bei Kerstin und bei Spielwelt, dass wir das Passagierflugzeug testen durften!
 
Bei uns hatten nicht nur die Playmobilfiguren Spaß! Eigentlich wäre es das wert gewesen, mich dabei zu fotografieren, wie ich beim Szenennachstellen mit den Füßen auf den Tragflächen einen Start simulierte, versuchte, Mama P das verdammte Handtuch umzubinden, Papa P wieder aufrichtete, nachdem er beim Anblick der Stewardess von der Treppe gefallen war und seine Familie mit umgerissen hatte oder wie ich mit dem Dreiviertel-iPhone im Flugzeug steckte, um aus dem Fenster zu fotografieren, mit der anderen Hand und angespannten Bauchmuskeln die Postkarte im richtigen Winkel hielt und dabei das (ziemlich reale) Klingeln des Festnetztelefones ignorieren musste ^^
 
Aber nicht nur ich, sondern die ganze Familie (inklusive Tiere!) hat sich ausgiebig mit dem fast 60cm langen Flugzeug beschäftigt. Als das große Paket angekommen ist, wurde es im Garten meiner Eltern erstmal auseinander genommen. Mit Opas Hilfe konnten wir den vormontierten Jet vollständig zusammenbauen und ihn ein erstes Mal steigen lassen. Die gesamte Innenausstattung von Flugzeug und Tower ist sehr detailliert (die süße Toilette *quietsch*) und lädt zum ausgiebigen Bespielen ein. Auch Flugbegleiterin, Pilot und Fluglotsen sind absolut originalgetreu. Unser Flugzeug war bis auf Räder, Flügel und Heckflosse schon zusammengebaut (puh!) und hatte leichte Gebrauchsspuren, deshalb tippe ich auf ein Ausstellungsstück. Das hat unserem Spielspaß allerdings keinen Abbruch getan!
 
Und wie es sich für eine komplette Fotoserie gehört, kommt hier das Beste: die Outtakes!
Neugierige Katzenpfoten in der Kabine, unheimliche Augen hinter dem Tower, Hunde auf der Startbahn, Toilettenmitschnitte und versehentlich beim Start abgefallene Heckflossen…ups!
 

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Autor: Mama 2.0

stoffverliebte 2fach-Mama, Berlinerin, iphoneaddict, Musikpädagogin. Liebt buntes Klebeband, geistige Herausforderungen und hat sich den Blick für das Schöne bewahrt. Happiness is not a destination, it is a way of life. Glas ist halbvoll und so, wa?

20 Kommentare zu „Zenk ju vor trewwelling wis… Playmo-Airlines!“

  1. Wie genial ist denn diese Bildergeschichte?!?!!!

    Ich habe mich wirklich grad köstlich amüsiert beimLesen, echt genial!

    Da freue ich mich doch schon riesig drauf wenn Emilia alt genug für Playmobil ist – es warten schon ein Bauernhof (noch aus meiner Kindheit) und ein vom Papa gekauftes Piratenschiff (sein originales hat er leider irgendwann als Jugendlicher verkauft) auf ihren Einsatz!

    LG
    Andrea

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  2. das ist ein wirklich ganz super geschriebener bericht 🙂
    einfach klasse!
    und das bild mit der katze die ihre pfote in dem flieger hat gefällt mir auch sehr gut!
    hoffendlich hattet ihr erholsame ferien 😉

    viele grüße danny

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  3. Hi!

    Was für ein wunderbar frischer Bericht und die Fotos sind der absolute Hammer. Man sitzt da und denkt, man is mittendrin und sitzt neben euch..bei euch..spielt MIT euch. Ich bin begeistert. Das hast du so was von toll gemacht! Und ich gönne dir dieses Puppenhaus von ganzem herzen =)

    LG Mari

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  4. Liebe Viv,
    ich hab so gelacht. Tausend Dank für die lustigen Bilder plus Geschichte, aber auch für die Beschreibung des lüsternen Vaters auf der Flugzeugtreppe und Dir mit Postkarte plus RL-Telefon.
    Sei liebst gegrüßt von Nina

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