Frage-Foto-Freitag

Ich weiß es nie: Frage-Foto-Freitag oder Foto-Frage-Freitag? Jedes Mal muss ich es im Nachhinein entweder innerhalb des Posts oder im Titel ändern und jede Woche nehme ich mir wieder vor, es mir endlich zu merken. Wie dem auch sei: Steffis 5 Fragen, Vivis 5 Fotoantworten, hier sind sie:

1. Wo warst du letztes Wochenende?
 
mit Freunden unterwegs:
illegale Rennen fahren und große „Jungs“ heimlich und staunend beim Ausprobieren des ferngesteuerten Hubschraubers beobachten…
 
2. Gefühlszustand?
 
glücklich und quietschbunt,
genau wie die Pappteller-Glitzer-Einladungs-Seepferdchen für Fionas „Wasseruntergeburtstagsparty“.
Wie schon letzte Woche die lachende Wurst ist auch das diesmal gleichzeitig mein Beitrag zum
Beauty-Is-Where-You-Find-It-Thema „I see candy colours“
 

3. Was soll lieber niemand wissen?

..dass bei der Geburtstagsparty meines Onkel höchstwahrscheinlich nicht alles mit rechten Dingen zugegangen ist.
Dort wurde ein Schwein einfach hinterrücks mit einer Gabel erdolcht 😉

„Fiona, was möchtest du denn essen?“
– „Das Nilpferd.“

4. Schöner Spruch?
 

 
5. Das beste Eis?
 
Softeis von der Olsenbande mit winzig kleinem Löffel.
Okay, bei Weitem nicht das Beste, aber in Ermangelung von Alternativen im Tiefkühlfach definitiv das Beste anwesende 🙂
 
Heute morgen hörte ich im Radio von einem aufsehenerregenden Prozess in Berlin, der bald vor dem Amtsgericht verhandelt werden soll:
die Eltern einer 3-jährigen Tochter verlangen Schmerzensgeld von einem Tattoo-Studio, in dem sie ihrer Tochter Ohrlöcher stechen lassen haben. Das Mädchen habe geweint und noch Tage später traumatisch reagiert, obwohl sie sich die Ohrlöcher doch so gewünscht habe. Jetzt wird verhandelt, wer von den Beteiligten (außer das Kind natürlich) sich strafbar gemacht hat. Die Eltern, weil sie offenbar nicht dem Kindeswohl entsprechend gehandelt haben? Die Piercerin, die dem Kind die Ohrlöcher gestochen hat?
Derzeit werden sogar Parallelen zum Urteil des Kölner Landgerichtes gezogen, das kürzlich die religiöse Beschneidung von Jungen als rechtswidrige Körperverletzung gewertet hatte.
Ich sehe da grundsätzlich keinerlei Parallelen, aber gut. Was mich eigentlich an der ganzen Sache gewundert hatte, war der Kommentar des Radiomoderatoren. Der ist der Meinung, dass ein 3-jähriges Kind sich noch keine Ohrlöcher wünschen kann, weil es noch nicht mal in der Lage sei, das Wort „Ohrlöcher“ unfallfrei auszusprechen. Na da kennt er aber Fiona nicht. Die ganze Ohrringgeschichte ist ja bei uns erst ein paar Wochen her, ich berichtete hier darüber. Und ob sich eine Dreijährige besagte Löcher wünschen kann – und zwar exakter artikuliert als Mister-Radio himself! Es war bei uns definitiv nicht der Wunsch der Mama (diese hätte gut und gerne auf Nono-Löcher verzichtet, hat sie erstens selber genug ^^ und ließ sich zweitens ihre Ohrlöcher erst im zarten Alter von 13 Jahren stechen…). Sie wusste, dass es ein bisschen weh tun würde und dass man die Ohrlöcher anfangs gut pflegen (lassen) muss. Die so-schick-wie-Mama-Ohrlöcher mussten trotz aller Warnungen unbedingt sein und bis heute kann sie an keinem Spiegel vorbei gehen, ohne ihren Schmuck glücklich staunend zu betrachten. Ich bin der Meinung, dass Eltern einschätzen können sollten, ob ihr Kind reif genug ist und alleine abwägen kann, ob es den Schmuck und ein eventuelles „Aua“ wirklich haben möchte. Eine Verletzung des Kindeswohls liegt in meinen Augen nur vor, wenn Mama gerne eine kleine Prinzessin haben möchte und die Ohrringe dem Mädchenschönheitsideal entsprechend stechen lässt, ohne Rücksicht auf die eigentliche Trägerin zu nehmen. Was sagt ihr dazu?
 
Gestern nach der Kita wollte ich Fiona eine Freude machen und kündigte einen Besuch auf dem „neuen“ Spielplatz an.
„Jaaa!!“ tönte es freudig erregt vom Rücksitz, „aber nicht auf den neuen.“
Ich dachte, dass sie vielleicht noch nicht zuordnen kann, was für mich der neu entdeckte und was die altbekannten Spielplätze sind. Denkste!
„Ich will aber auf den alten Spielplatz!“
– „Welcher ist denn der alte Spielplatz?“
„Na der alte. Nicht der neue.“
Soweit waren wir schon.
„Pass auf, wir fahren mal zu dem Spielplatz hin, den ich meine und dann sagst du, ob das der alte oder der neue ist, ok?“
-„Ok.“
………….
„Neeeiiiiin, nicht auf den! Ich wollte lieber auf den alten!“ *quengel*
– „Ok, wir fahren weiter und ich zeige dir noch einen anderen.“
………….
„Meinst du den hier, Fiona?“
– „Nein, das ist auch nicht der alte.“ *quengel²*
„Dann musst du mir sagen, was auf dem alten Spielplatz ist, sonst weiß ich nicht, welchen du meinst!“
– „Na den alten!!!“
„Du musst mir sagen, WAS auf dem Spielplatz ist, sonst fahren wir nach Hause.“
– „Eine Rutsche und eine Schaukel.“
Super. Grundsätzliche Spielplatzkriterien sind schon mal erfüllt. Aber eine konkrete Zuordnung anhand dieser Merkmale…?!
„Ach komm, dann fahren wir jetzt besser nach Hause.“
– „Neeeeiiiin, ich möchte auf den Spielplatz, der bei meinem Haus in der Nähe ist!“
Pling – Lampe an! Na bitte, warum nicht gleich so 🙂
…………
„Jaaaa, den meinte ich!!!“
 
Wir haben genau die halbe Stunde abgepasst, bevor der Regen eingesetzt hat, und hatten noch eine schöne Zeit auf dem „ALTEN“ Spielplatz (auf dem sich – das muss ich zu ihrer Verteidigung zugeben – tatsächlich nur unwesentlich mehr befindet als eine Rutsche und eine Schaukel ^^). Es wurden die ersten Eicheln mit Hüten gesammelt und in einem kleinen Schatzbeutelchen nach Hause in die Bastelkiste getragen, Äpfel gepflückt und probiert und waghalsige Kletteraktionen z.T. mit und z.T. ohne Rettungsaktionen vollführt.
 
 
 
 
 
 
Festhaltenswerte non’sche Erkenntnisse und Um-die-Ecke-Denkungen der letzten Zeit:
 
„Mit den Handschuhen macht man Blumenarbeit, Mama!“
(Fiona über Einweg-Arzthandschuhe)
 
„Die Straße macht das Benzin weg!“
(endlich haben wir einen Schuldigen!)
 
„Mama, es regnet! Du musst dich reinflotten in’s Auto!!!“
(eine echte Alternative zum stinknormalen „beeilen“)
 
„Ich hab eine riesige Ka***wurst gemacht! Das hat geknödelt!“
(kein weiterer Kommentar. Manches muss man eben einfach so stehen lassen ^^)
 
„Was gab’s denn heute in der Kita zum Mittag?“
– „Das sag ich nicht.“
„Warum denn nicht?“
– „weil ich es nicht möchte.“
„Und warum?“
– „weil es einfach so ist.“
(gerade gestern z.B. gab es angeblich „nur Erdbeersoße“…)
 
„Wenn ihr nicht kommt, geh ich allein!“
(sprach das Kind zu den Eltern nach dem Grillen im Garten)
 
„Ich möchte trinken.“
– „Hier ist Wasser. Aber das ist ein bisschen warm.“
„Warum?“
– „Weil die Flasche im Auto lag.“
„Mach es doch nächstes Mal in den Kühlschrank. Dann wird es wieder kalt!“
(so ist es!)
 
„Wie heißt denn die Ka*** vom Schaf?“
– „Köttel.“
„Genau, und von der Kuh?“
– „Kuch-Laden.“
(nein, wir haben keine Vorliebe für Stoffwechselendprodukte!
Allerdings besitzt das Kind ein Buch namens „Was hast du in deiner Windel?“, ein Buch, das sie
erst „liest“, seit dem sie keine mehr braucht…)
 
zum bellenden Hund:
„Ey, wir haben dir einen Cookie gegeben. Jetzt darfst du nicht mehr bellen! Geh in dein Zimmer!!!“
 
„Mama, warum hast du da ein Pflaster?“
– „Ach, das ist nichts schlimmes. Ich war nur zum Blutabnehmen.“
„Hast du auch danke gesagt?“
(hey, die hat mich gepiekt!!!)
 
(im Auto)
„Mama, wann kommt der Weihnachtsmann?“
– „Der kommt erst wieder, wenn es schneit.“
„Aber wir sind doch angeschnallt?!“
 
„Wir haben heute eine Krone gemalt!“
– „Oh cool! Haben die Jungs auch eine Krone gemalt?“
„Nein, die haben nur so hin und her gemalt.“
 
(Fiona läuft an meiner Hand in den Gruppenraum.
Erzieherin mit Blick auf Fionas Kuscheltier:)
„Hallo Fiona, wen hast du denn heute dabei?“
Fiona: „Meine Mama.“
 
„Guck mal, Mama, das Flugzeug hat eine Leiter gemalt!“
 
 
 Noch mehr candy colours gibt es hier ………………………. und bei Luzia Pimpinella
Habt ein buntes Wochenende bei hoffentlich besserem Wetter als heute 🙂
 
*love love love*
 
 
Kürzlich genähte Köstlichkeiten *stolz*
 
 

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Autor: Mama 2.0

stoffverliebte 2fach-Mama, Berlinerin, iphoneaddict, Musikpädagogin. Liebt buntes Klebeband, geistige Herausforderungen und hat sich den Blick für das Schöne bewahrt. Happiness is not a destination, it is a way of life. Glas ist halbvoll und so, wa?

10 Kommentare zu „Frage-Foto-Freitag“

  1. Die Ohrring-Geschichte ist der Knaller und ich freue mich, dass die kleine Viv keinen seelischen Schaden davongetragen hat und ich kann mir sogar bildlich vorstellen, wie stolz sie in jeden Spiegel schaut – könnte einfach daran liegen, dass du eine super Mama bist, die ihr Mädchen auf die Dinge vorbereitet, die es sich aus vollem Herzen wünscht 🙂

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  2. Ich muss die Ohrringgeschichte etwas erweitern. Der Gegenstand der Klage ist, dass die Ohrlöcher nicht korrekt platziert wurden. D.h. Das Loch war scheinbar nicht mittig am Ohrloch. Da hätt ich mich auch aufgeregt.
    So liebe Vivi. Ich fahr heut Nacht erstmal für zwei Wochen nach Kroatien einwenig Urlaub machen. Werde deinen Blog solange vermissen und freu mich wenn ich wieder hier bin und lesen kann. Aber erstmal die 30 Grad da Unten genießen. Ich wünsche euch viel Spaß!!!!!!!!!!

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  3. Ach vielen Dank Viv, dank dir habe ich heute Abend mal wieder richtig breit gegrinst… Ich liebe die Unterhaltungs-Fetzen, die du von dir und Fiona reinstellst! Einfach klasse – Schöner Beitrag – wie immer 😉
    Ganz herzlich
    Sabrina

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  4. Der Sonntag war wirklich schön <3. Und die Einladungen alle auf einem Haufen ein Knaller! Toll! Wir freuen uns schon auf die Party, von der Lena ständig erzählt, dass es dann Seifenketten gibt *chihi*.
    Die Unterhaltungen sind echt der Knaller, ich hab das auch täglich ^^

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  5. es geht bei dem Ohrloch-Stechen nicht darum,ob ein Kind sagt:“das will ich haben“,das sagt jedes 3-jährige wenn ihm etwas gefällt – es geht darum dass so ein kleines Kind die Konsequenzen noch gar nicht abschätzen kann – dass es die Löcher für immer hat!Was ist wenn es in 10 Jahren sagt,“das gefällt mir nicht mehr?“Das kann man nicht mehr rückgängig machen.In dem Alter kann ein Kind noch keine Entscheidungen treffen die das ganze Leben anhalten.

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  6. ich bevorzuge es, mich mit Menschen mit Namen zu unterhalten, liebe/r „Anonym“. dennoch: wenn es in 10 Jahren nicht gefällt, kann man es ohne Probleme rausnehmen und es wächst zu.

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  7. Was bin ich froh, dass Ditte (noch) keine Ohrlöcher will!
    Da bleibt uns wenigstens die Diskussion erspart, warum sie keine bekommen würde. Ich weiss, wie wild sie im Kindergarten spielt, und würde mir Sorgen machen, dass sie damit irgendwo hängen bleibt.
    Die selbst genähten Sachen sehen toll aus. Als hättest du schon jahrelange Übung!

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  8. in einem öffentlichen Blog,wo jeder lesen und schreiben kann muss man akzptieren dass nicht jeder seinen Namen preisgeben möchte,sonst bräuchte man die Funktion „anonym“ gar nicht erst anzubieten….

    was das Zuwachsen betrifft:ich habe jahrelang keine Ohrringe getragen,aber meine Ohrlöcher sind nie zugewachsen!

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