Frage-Foto-Freitag

Steffi lädt wie immer Ende der Woche zum Frage-Foto-Freitag ein, diese Woche sind wir auch wieder dabei:

1. Dein Bild der Woche?

Das Bild ist gleichzeitig mein Beitrag zu „Beauty is where you find it“ zum Thema: „I see faces“.
Hier geht’s um die Wurst!

2. Was wünscht du dir manchmal?
 
Einen grüneren Daumen. Das Stroh im Hintergrund war mal Petersilie…
 
3. Was hast du endlich mal wieder gemacht?
 
Einen neuen Spielplatz ausprobiert und ihn zum neuen Lieblingsabenteuerspielplatz auserkoren!
 
4. Wen magst du gerade besonders gern?
 
Die Bestsellerautorin Ildikò von Kürthy mit ihrem neuen Mama-Roman. Toll geschrieben, lesenswert!
 
5. Was hast du gekauft, um es zu verschenken?
 
Geburtstagsdeko für das bald 3-Jährige Tochterkind
„Mama, bin ich schon 3?“
– „Nein, du bist noch 2.“
„ICH WILL ABER JETZT 3 SEIN!“

Ich hatte gestern im Auto ein witziges Erlebnis.
Ein Berliner Radiosender veranstaltet am letzten Augustwochenende (öh, das ist ja morgen!) einen Sommerhitmarathon: 3 Tage die besten Sommersongs am Stück, über die man vorher auf der Website abstimmen kann. Um die Hörer auf den Geschmack und auf Ideen zu bringen, laufen schon seit Wochen viele Hits aus den Sommern der vergangenen Jahre. Gestern lief Shaggy mit „Angel“ aus dem Jahre 2001 – kennt ihr noch? „Girl, you’re my angel, you’re my darling, baby….“ 2001 war ich 14 und hatte mir zur Aufgabe gemacht, statt Fotosynthese und Zellteilung lieber die Rap-Strophen besagten Liedes auswendig zu lernen. Ich saß also mit meinem Disc-Man (dieses Gerät haben wir ganz vorsichtig auf Händen getragen, einfach aus dem Grund, dass jede kleine Erschütterung einen CD-Aussetzer zur Folge gehabt hätte….der beste Grund, warum man nicht joggen gehen konnte 😉 auf der Hollywoodschaukel im Garten und lernte. Der Sommer war irgendwann vorbei, Shaggy wurde von den No Angels mit ihrem Tageslicht im Auge abgelöst und die Bio-Note sprach für sich. Im Auto hörte ich also gestern nach satten 11 Jahren (!) wieder dieses Lied und konnte es selbst kaum glauben: mein Mund sprach noch fast jedes Wort dieser blöden Rap-Strophen mit. Wo gibt’s denn sowas?! Warum werden denn wichtige Informationen, die man sich u-n-b-e-d-i-n-g-t merken wollte, ständig verschüttet und so ein sinnloser Krempel, den man 10 Jahre nicht gebraucht hat und auch in Zukunft nicht mehr brauchen wird, kämpft hartnäckig um seinen Platz im Langzeitgedächtnis?! Mensch, Mensch! Die Songtextmerkecke im Hirn hat sogar die postnatale Stilldemenz überlebt. Kaum zu fassen…
Das muss eine ganz bestimmte Phase im Leben eines Jugendlichen sein, in der man gegen schulische Informationen immun ist, weil einzig und allein das Zeitfenster für die Liedtextspeicherung im Hirn aktiv arbeitet. Sollte man mal wissenschaftlich untersuchen lassen!

Welche Songtexte aus welchem Jahr sind denn bei euch so verankert, dass ihr sie nie mehr loswerdet, ob ihr wollt oder nicht? 
 
Mehr witzige Gesichter des Alltags könnt ihr übrigens hier bestaunen. 
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Autor: Mama 2.0

stoffverliebte 2fach-Mama, Berlinerin, iphoneaddict, Musikpädagogin. Liebt buntes Klebeband, geistige Herausforderungen und hat sich den Blick für das Schöne bewahrt. Happiness is not a destination, it is a way of life. Glas ist halbvoll und so, wa?

14 Kommentare zu „Frage-Foto-Freitag“

  1. Der grüne Daumen, ich schmeiß mich weg! 🙂 Den wünsch ich mir auch manchmal! Und das mit den Liedtexten, die man vor 20 Jahren auswendig gelernt hat kenn ich auch gut, alles was ich mir im Studium mühsam in den Kopf geprügelt hab ist weg (zumindest in großen Teilen), aber die Roxette-Kassette (!!!) von damals kann ich immer noch komplett auswendig… Erstaunlich!
    xo Zoe

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  2. Kenn ich, kenn ich!! „Million Miles form Home“ (Dune), „He's comin'“ (Nana), „Meine kleine Schwester“ (3.Generation), sind so Beispiele bei mir. Laufen aber leider (oder zum Glück ;-)) nicht mehr oft im Radio :-))))
    Aber ich weiß auch noch die Telefonnummern von Grundschulfreunden (, die da seit Ewigkeiten nicht mehr wohnen, genau wie ich auch nicht)…
    Liebe Grüße
    Ute

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  3. Ich habe einen grünen Daumen und kann nur sagen: selbsterfüllende Prophezeiung!!! Ihr denkt so und dann is das so. Ich hab mir eingeredet, dass ich das kann und nu hab ich nen Djungel im Wohnzimmer.
    Ja das mit den Liedern kenn ich nur zu gut. Meine „Echt“ CD summ ich bis heute vor mich her. Habe aber letztes Jahr auch was sehr interessantes herausgefunden. Klassische Konditionierung klappt auch währed der Pubertät recht gut und hält erstaunlich lange an. Ich habe damals vor etwa 10-12 Jahren sehr intensiv den ersten Teil der „SIMS“ Reihe aufm PC gespielt und mir dazu IMMER die eine Enrique Iglesias CD angehört. Nun saß ich im Urlaub vor meiner PS3 und wollte dieses Spiel mal wieder spielen. Was passiert? Ich summe die ganze Zeit Enrique Iglesias Songs vor mich hin. Das schlimmste von allem: Teilweise auf spanisch, obwohl ich kein Wort dieser wundervollen Sprache spreche.
    Lustigerweise konnte ich dieses Phänomen auch anderesherum feststellen, als ich in einem Lokal saß und ein Lied dieser CD lief. Automatisch musste ich an das Spiel denken.
    Bin immer wieder fasziniert wie einfach aber doch irgendwie kompliziert wir gestrickt sind….

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  4. Das kenne ich nur zu gut…warscheinlich kann ich noch so einige Texte aus den 90ern wenn ich sie höre spontan fällt mir aber nur There is a Party (DJ Bobo) *schäm* ein 😉
    Aber es soll ja so sein, dass man mit Musik besser lernen kann. Das beste Beispiel kenne ich aus der Schule meines Sohnes. Durch die Jungen Dichter und Denker (http://jdd-musik.de/) fluppte das kleine 1×1 prima und auch das Gedicht von Knecht Ruprecht war schnell gelernt. Kennst du die Jungen Dichter und Denker, Vivi?

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