Frage-Foto-Freitag

Ich weiß es nie: Frage-Foto-Freitag oder Foto-Frage-Freitag? Jedes Mal muss ich es im Nachhinein entweder innerhalb des Posts oder im Titel ändern und jede Woche nehme ich mir wieder vor, es mir endlich zu merken. Wie dem auch sei: Steffis 5 Fragen, Vivis 5 Fotoantworten, hier sind sie:

1. Wo warst du letztes Wochenende?
 
mit Freunden unterwegs:
illegale Rennen fahren und große „Jungs“ heimlich und staunend beim Ausprobieren des ferngesteuerten Hubschraubers beobachten…
 
2. Gefühlszustand?
 
glücklich und quietschbunt,
genau wie die Pappteller-Glitzer-Einladungs-Seepferdchen für Fionas „Wasseruntergeburtstagsparty“.
Wie schon letzte Woche die lachende Wurst ist auch das diesmal gleichzeitig mein Beitrag zum
Beauty-Is-Where-You-Find-It-Thema „I see candy colours“
 

3. Was soll lieber niemand wissen?

..dass bei der Geburtstagsparty meines Onkel höchstwahrscheinlich nicht alles mit rechten Dingen zugegangen ist.
Dort wurde ein Schwein einfach hinterrücks mit einer Gabel erdolcht 😉

„Fiona, was möchtest du denn essen?“
– „Das Nilpferd.“

4. Schöner Spruch?
 

 
5. Das beste Eis?
 
Softeis von der Olsenbande mit winzig kleinem Löffel.
Okay, bei Weitem nicht das Beste, aber in Ermangelung von Alternativen im Tiefkühlfach definitiv das Beste anwesende 🙂
 
Heute morgen hörte ich im Radio von einem aufsehenerregenden Prozess in Berlin, der bald vor dem Amtsgericht verhandelt werden soll:
die Eltern einer 3-jährigen Tochter verlangen Schmerzensgeld von einem Tattoo-Studio, in dem sie ihrer Tochter Ohrlöcher stechen lassen haben. Das Mädchen habe geweint und noch Tage später traumatisch reagiert, obwohl sie sich die Ohrlöcher doch so gewünscht habe. Jetzt wird verhandelt, wer von den Beteiligten (außer das Kind natürlich) sich strafbar gemacht hat. Die Eltern, weil sie offenbar nicht dem Kindeswohl entsprechend gehandelt haben? Die Piercerin, die dem Kind die Ohrlöcher gestochen hat?
Derzeit werden sogar Parallelen zum Urteil des Kölner Landgerichtes gezogen, das kürzlich die religiöse Beschneidung von Jungen als rechtswidrige Körperverletzung gewertet hatte.
Ich sehe da grundsätzlich keinerlei Parallelen, aber gut. Was mich eigentlich an der ganzen Sache gewundert hatte, war der Kommentar des Radiomoderatoren. Der ist der Meinung, dass ein 3-jähriges Kind sich noch keine Ohrlöcher wünschen kann, weil es noch nicht mal in der Lage sei, das Wort „Ohrlöcher“ unfallfrei auszusprechen. Na da kennt er aber Fiona nicht. Die ganze Ohrringgeschichte ist ja bei uns erst ein paar Wochen her, ich berichtete hier darüber. Und ob sich eine Dreijährige besagte Löcher wünschen kann – und zwar exakter artikuliert als Mister-Radio himself! Es war bei uns definitiv nicht der Wunsch der Mama (diese hätte gut und gerne auf Nono-Löcher verzichtet, hat sie erstens selber genug ^^ und ließ sich zweitens ihre Ohrlöcher erst im zarten Alter von 13 Jahren stechen…). Sie wusste, dass es ein bisschen weh tun würde und dass man die Ohrlöcher anfangs gut pflegen (lassen) muss. Die so-schick-wie-Mama-Ohrlöcher mussten trotz aller Warnungen unbedingt sein und bis heute kann sie an keinem Spiegel vorbei gehen, ohne ihren Schmuck glücklich staunend zu betrachten. Ich bin der Meinung, dass Eltern einschätzen können sollten, ob ihr Kind reif genug ist und alleine abwägen kann, ob es den Schmuck und ein eventuelles „Aua“ wirklich haben möchte. Eine Verletzung des Kindeswohls liegt in meinen Augen nur vor, wenn Mama gerne eine kleine Prinzessin haben möchte und die Ohrringe dem Mädchenschönheitsideal entsprechend stechen lässt, ohne Rücksicht auf die eigentliche Trägerin zu nehmen. Was sagt ihr dazu?
 
Gestern nach der Kita wollte ich Fiona eine Freude machen und kündigte einen Besuch auf dem „neuen“ Spielplatz an.
„Jaaa!!“ tönte es freudig erregt vom Rücksitz, „aber nicht auf den neuen.“
Ich dachte, dass sie vielleicht noch nicht zuordnen kann, was für mich der neu entdeckte und was die altbekannten Spielplätze sind. Denkste!
„Ich will aber auf den alten Spielplatz!“
– „Welcher ist denn der alte Spielplatz?“
„Na der alte. Nicht der neue.“
Soweit waren wir schon.
„Pass auf, wir fahren mal zu dem Spielplatz hin, den ich meine und dann sagst du, ob das der alte oder der neue ist, ok?“
-„Ok.“
………….
„Neeeiiiiin, nicht auf den! Ich wollte lieber auf den alten!“ *quengel*
– „Ok, wir fahren weiter und ich zeige dir noch einen anderen.“
………….
„Meinst du den hier, Fiona?“
– „Nein, das ist auch nicht der alte.“ *quengel²*
„Dann musst du mir sagen, was auf dem alten Spielplatz ist, sonst weiß ich nicht, welchen du meinst!“
– „Na den alten!!!“
„Du musst mir sagen, WAS auf dem Spielplatz ist, sonst fahren wir nach Hause.“
– „Eine Rutsche und eine Schaukel.“
Super. Grundsätzliche Spielplatzkriterien sind schon mal erfüllt. Aber eine konkrete Zuordnung anhand dieser Merkmale…?!
„Ach komm, dann fahren wir jetzt besser nach Hause.“
– „Neeeeiiiin, ich möchte auf den Spielplatz, der bei meinem Haus in der Nähe ist!“
Pling – Lampe an! Na bitte, warum nicht gleich so 🙂
…………
„Jaaaa, den meinte ich!!!“
 
Wir haben genau die halbe Stunde abgepasst, bevor der Regen eingesetzt hat, und hatten noch eine schöne Zeit auf dem „ALTEN“ Spielplatz (auf dem sich – das muss ich zu ihrer Verteidigung zugeben – tatsächlich nur unwesentlich mehr befindet als eine Rutsche und eine Schaukel ^^). Es wurden die ersten Eicheln mit Hüten gesammelt und in einem kleinen Schatzbeutelchen nach Hause in die Bastelkiste getragen, Äpfel gepflückt und probiert und waghalsige Kletteraktionen z.T. mit und z.T. ohne Rettungsaktionen vollführt.
 
 
 
 
 
 
Festhaltenswerte non’sche Erkenntnisse und Um-die-Ecke-Denkungen der letzten Zeit:
 
„Mit den Handschuhen macht man Blumenarbeit, Mama!“
(Fiona über Einweg-Arzthandschuhe)
 
„Die Straße macht das Benzin weg!“
(endlich haben wir einen Schuldigen!)
 
„Mama, es regnet! Du musst dich reinflotten in’s Auto!!!“
(eine echte Alternative zum stinknormalen „beeilen“)
 
„Ich hab eine riesige Ka***wurst gemacht! Das hat geknödelt!“
(kein weiterer Kommentar. Manches muss man eben einfach so stehen lassen ^^)
 
„Was gab’s denn heute in der Kita zum Mittag?“
– „Das sag ich nicht.“
„Warum denn nicht?“
– „weil ich es nicht möchte.“
„Und warum?“
– „weil es einfach so ist.“
(gerade gestern z.B. gab es angeblich „nur Erdbeersoße“…)
 
„Wenn ihr nicht kommt, geh ich allein!“
(sprach das Kind zu den Eltern nach dem Grillen im Garten)
 
„Ich möchte trinken.“
– „Hier ist Wasser. Aber das ist ein bisschen warm.“
„Warum?“
– „Weil die Flasche im Auto lag.“
„Mach es doch nächstes Mal in den Kühlschrank. Dann wird es wieder kalt!“
(so ist es!)
 
„Wie heißt denn die Ka*** vom Schaf?“
– „Köttel.“
„Genau, und von der Kuh?“
– „Kuch-Laden.“
(nein, wir haben keine Vorliebe für Stoffwechselendprodukte!
Allerdings besitzt das Kind ein Buch namens „Was hast du in deiner Windel?“, ein Buch, das sie
erst „liest“, seit dem sie keine mehr braucht…)
 
zum bellenden Hund:
„Ey, wir haben dir einen Cookie gegeben. Jetzt darfst du nicht mehr bellen! Geh in dein Zimmer!!!“
 
„Mama, warum hast du da ein Pflaster?“
– „Ach, das ist nichts schlimmes. Ich war nur zum Blutabnehmen.“
„Hast du auch danke gesagt?“
(hey, die hat mich gepiekt!!!)
 
(im Auto)
„Mama, wann kommt der Weihnachtsmann?“
– „Der kommt erst wieder, wenn es schneit.“
„Aber wir sind doch angeschnallt?!“
 
„Wir haben heute eine Krone gemalt!“
– „Oh cool! Haben die Jungs auch eine Krone gemalt?“
„Nein, die haben nur so hin und her gemalt.“
 
(Fiona läuft an meiner Hand in den Gruppenraum.
Erzieherin mit Blick auf Fionas Kuscheltier:)
„Hallo Fiona, wen hast du denn heute dabei?“
Fiona: „Meine Mama.“
 
„Guck mal, Mama, das Flugzeug hat eine Leiter gemalt!“
 
 
 Noch mehr candy colours gibt es hier ………………………. und bei Luzia Pimpinella
Habt ein buntes Wochenende bei hoffentlich besserem Wetter als heute 🙂
 
*love love love*
 
 
Kürzlich genähte Köstlichkeiten *stolz*
 
 

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Frage-Foto-Freitag

Steffi lädt wie immer Ende der Woche zum Frage-Foto-Freitag ein, diese Woche sind wir auch wieder dabei:

1. Dein Bild der Woche?

Das Bild ist gleichzeitig mein Beitrag zu „Beauty is where you find it“ zum Thema: „I see faces“.
Hier geht’s um die Wurst!

2. Was wünscht du dir manchmal?
 
Einen grüneren Daumen. Das Stroh im Hintergrund war mal Petersilie…
 
3. Was hast du endlich mal wieder gemacht?
 
Einen neuen Spielplatz ausprobiert und ihn zum neuen Lieblingsabenteuerspielplatz auserkoren!
 
4. Wen magst du gerade besonders gern?
 
Die Bestsellerautorin Ildikò von Kürthy mit ihrem neuen Mama-Roman. Toll geschrieben, lesenswert!
 
5. Was hast du gekauft, um es zu verschenken?
 
Geburtstagsdeko für das bald 3-Jährige Tochterkind
„Mama, bin ich schon 3?“
– „Nein, du bist noch 2.“
„ICH WILL ABER JETZT 3 SEIN!“

Ich hatte gestern im Auto ein witziges Erlebnis.
Ein Berliner Radiosender veranstaltet am letzten Augustwochenende (öh, das ist ja morgen!) einen Sommerhitmarathon: 3 Tage die besten Sommersongs am Stück, über die man vorher auf der Website abstimmen kann. Um die Hörer auf den Geschmack und auf Ideen zu bringen, laufen schon seit Wochen viele Hits aus den Sommern der vergangenen Jahre. Gestern lief Shaggy mit „Angel“ aus dem Jahre 2001 – kennt ihr noch? „Girl, you’re my angel, you’re my darling, baby….“ 2001 war ich 14 und hatte mir zur Aufgabe gemacht, statt Fotosynthese und Zellteilung lieber die Rap-Strophen besagten Liedes auswendig zu lernen. Ich saß also mit meinem Disc-Man (dieses Gerät haben wir ganz vorsichtig auf Händen getragen, einfach aus dem Grund, dass jede kleine Erschütterung einen CD-Aussetzer zur Folge gehabt hätte….der beste Grund, warum man nicht joggen gehen konnte 😉 auf der Hollywoodschaukel im Garten und lernte. Der Sommer war irgendwann vorbei, Shaggy wurde von den No Angels mit ihrem Tageslicht im Auge abgelöst und die Bio-Note sprach für sich. Im Auto hörte ich also gestern nach satten 11 Jahren (!) wieder dieses Lied und konnte es selbst kaum glauben: mein Mund sprach noch fast jedes Wort dieser blöden Rap-Strophen mit. Wo gibt’s denn sowas?! Warum werden denn wichtige Informationen, die man sich u-n-b-e-d-i-n-g-t merken wollte, ständig verschüttet und so ein sinnloser Krempel, den man 10 Jahre nicht gebraucht hat und auch in Zukunft nicht mehr brauchen wird, kämpft hartnäckig um seinen Platz im Langzeitgedächtnis?! Mensch, Mensch! Die Songtextmerkecke im Hirn hat sogar die postnatale Stilldemenz überlebt. Kaum zu fassen…
Das muss eine ganz bestimmte Phase im Leben eines Jugendlichen sein, in der man gegen schulische Informationen immun ist, weil einzig und allein das Zeitfenster für die Liedtextspeicherung im Hirn aktiv arbeitet. Sollte man mal wissenschaftlich untersuchen lassen!

Welche Songtexte aus welchem Jahr sind denn bei euch so verankert, dass ihr sie nie mehr loswerdet, ob ihr wollt oder nicht? 
 
Mehr witzige Gesichter des Alltags könnt ihr übrigens hier bestaunen. 

Von Zirkustieren, Gummistiefeln und Spielzeugkisten

„Ein großer Mensch ist der, der sein Kinderherz nicht verloren hat.“

Ich bin mir sicher – ich habe meins noch!
Bei den vielen, tollen Kinderaktivitäten der letzten Tage ist der Spaß bei uns beiden nicht zu kurz gekommen. Wir haben das schöne Wetter genossen, rumgeblödelt, gebadet, gebastelt, gestaunt und gespielt. Wenig wort-, aber dafür bildreiche Impressionen folgen gleich, zuerst aber die Mini-Mittwochs-Meinung von einem meiner Lieblingsblogs. Die Befragung wurde heute morgen im Auto auf dem Weg zur Kita durchgeführt (hinterher: „Mama, warum hast du mich so viel gefragt?“)

1. Trinkst du morgens lieber Tee oder Kakao?
Fiona: „Kakao.“
Mama: „Aber du trinkst doch gar keinen Kakao. Du trinkst doch immer Saft.“
Fiona: „Ja.“
2. Was magst du am Kindergarten am Liebsten?
Fiona: „Saft.“
Mama: „Nein, du sollst sagen, was dir in der Kita am Besten gefällt.“
Fiona: „Kakao.“
……….

3. Wenn ich im Sandkasten spiele, dann…
Fiona: „koche ich Kartoffelsuppe.“
4. Urlaub finde ich…
Fiona: „…toll!“
5. Wenn wir Besuch haben, dann….
Fiona: „…frühstücken wir.“
(Öh?! Das wirft ein ganz falsches Licht auf uns Spätaufsteher 😉


6. Ich spiele zur Zeit am meisten mit…
Fiona: „…meinem Strampeltier.“
(Das ist der liebevolle Kosename für einen kleinen Dinosaurier, der läuft, wenn man ihn aufzieht)
7. Eincremen, wenn die Sonne scheint, ist…
Fiona: „…perfekt.“

 Am Sonntag, dem wohl heißesten Tag im Jahr, verschlug es uns nicht etwa an einen See, ins Freibad oder auf die Sonnenliege im Garten. Kurz vor 14 Uhr, als die Sonne mit der größten Kraft auf den Asphalt donnerte, trafen wir uns mit Erdbeermädchen Lena und ihrer Mama, um in den Zirkus zu gehen. Ja, ihr werdet jetzt lachen. Zurecht.
Der Zirkus Kunterbunt gastierte nur von Mittwoch bis Sonntag in der Stadt, dummerweise direkt bei uns um die Ecke, so dass wir jeden Tag mindestens 2x an dem großen Zirkuszelt vorbeigefahren sind. Bereits 300m vorher stand die Frage vom Rücksitz schon im Raum, um beim Anblick des Zeltes endlich ausgesprochen zu werden: „Mama, gehen wir jetzt in den Zirkus?“ Da wir die Werktagsvorstellung um 16 Uhr arbeitstechnisch an keinem der Tage besuchen konnten und Samstag conAmici-Probe und Grillen geplant war, blieb nur der Sonntag. Natürlich hatte ich die Wettervorhersage gehört, aber versprochen ist versprochen! An der Zirkuskasse klappte uns 3 Erwachsenen angesichts der Preise die Kinnlade herunter. Sogar Kinder ab 2 Jahren müssen schon ganze 10€ bezahlen! Aber wer mit dem Slogan „der mit den vielen Tieren“ wirbt, wird schon wissen, dass Elefanten, Seekühe und Giraffen den Zehner wert sind! Die angekündigten „vielen Tiere“ waren letztendlich eine Hand voll Ziegen, Esel und Ponys. Nicht gerade die Wucht, wenn man für den Preis auch 3x in den Tierpark gehen könnte… Dass eine Bergziege auf einem Eselrücken à la „Bremer Stadtmusikanten“ reitet, ist zwar ganz süß anzusehen, aber so besonders auch wieder nicht, bedenkt man, dass Bergziegen dem Namen nach den ganzen Tag nichts anderes machen, als auf Bergen rumzuziegenklettern.
Die Witze des Clowns habe ich beim besten Willen nicht verstanden, das waren weder alte Kalauer noch simpler Kinderhumor. „Wollt ihr Honig?“ Nachdem alle Kinder bejaht hatten, flog der Clown unter Summen des 8-Mann-starken Publikums eine Runde durch die Manege und spuckte seiner Kollegin anschließend aus dick gefüllten Backen Wasser ins Gesicht. Niemand lachte. Zeichen für den Clown, die gleiche Szene wieder und wieder zu spielen. Der letzte Applaus war ein erleichterter. Er ist fertig! Statt des spuckenden Clowns hätte ich lieber das spuckende Lama gesehen, was zwar draußen im Gehege wartete, aber leider keinen Auftritt hatte. Ein bisschen Feuer, ein bisschen Jonglieren, fertig. Keine Artistik, keine aufregenden, „vielen“ Tiere und nach 75min fertig (davon 15min Pause). Ich war ehrlich gesagt ganz froh, dass wir so schnell wieder aus der (geschlossenen!) Zirkussauna entlassen wurden, denn wenn draußen 35°C waren, herrschten drinnen locker 50. Nassgeschwitzte Kinder, leere Trinkflaschen und erleichtertes Portemoinnaie – aber hey, wir waren im Zirkus 🙂 Den Kindern hat’s gefallen und das ist die Hauptsache! Die Mäuse trugen Zwillingslook und hatten eine schöne Zeit zusammen.

Am Montag ging es direkt nach der Kita zum See ganz in der Nähe von uns. Wer jetzt schnell nochmal nachgucken will, ob er wirklich „Berlin“ als unseren Wohnsitz gelesen hatte, dem kann ich das Nachgucken ersparen. Ja, wir wohnen in Berlin und ja, hier gibt es tatsächliche Bäume und Seen. Auch Blumen, Wildschweine, Füchse und nicht-verwahrloste Spielplätze können einem in freier Wildbahn schon einmal begegnen 😉
Dem Badesee meiner Jugend, an dem ich vor allem die Abi-Zeit genossen habe, mal wieder einen Besuch abzustatten, rief schöne Erinnerungen hervor. 6 Jahre soll das schon her sein! Der Sohn einer Schülerin meines Jahrganges, den sie als Säugling friedlich schlummernd zum Abiball im Maxi-Cosi mitgebracht hatte, ist dieses Jahr schon in die Schule gekommen!! Nun stand ich also wieder an dem kleinen Badestrand: statt Fahrrad, Alcopops, Kondomen und Mathehefter ein kleines Mädchen, Liemhasi, Obstdosen und Wimmelbuch in der Hand. Der Strand war gut besucht und das Wasser eine angenehme Abkühlung, aber als Fiona gerade mit der kleinen „Nela“ und dem Wasserball Freundschaft geschlossen hatte, fing es erst an zu blitzen und kurz darauf schaffte der monsunartige Kurzregen wieder Platz am Strand. Es war also zwar ein recht kurzes Vergnügen, aber gelohnt hat es sich auf jeden Fall!

Die neuen Kitagummistiefel mussten anschließend zu Hause sofort an- und ausprobiert werden, denn schließlich hatte es ja geregnet. Dass die 30°C-Marke trotzdem noch nicht unterschritten war, kümmerte mein Herzenskind relativ wenig. Kleidchenbekleidet ging es am Abend noch in das Shopping-Center unseres Vertrauens auf ein paar neue Schuhe, einen Badeanzug und (laut Bon) „halbe Himbeeren“ – Vanilleeis mit heißen Früchten als Kinderportion. Mmmmhhh! Ja, Mama, das ist dann ja wohl mal genauso hirnrissig bei 30°C wie Gummistiefel ^^ Im Akkordeonparadies waren wir am Wochenende auch noch und haben unsere 8 (!) kleinen Patienten abgeholt, von denen nur einer klinisch tot ist und als „Organ“spender herhalten musste (guter Schnitt!). Der Rest konnte ohne größeren Aufwand wiederbelebt werden und hat das letzte Jahr in Kinderhänden weitestgehend unbeschadet überstanden. (Bitte WIE schaffen es die Kinder, feste Schrauben, einzelne Tasten, Knöpfe und anderes Kleinzeug einfach verschwinden zu lassen…?!)
Fiona: „Ich möchte auch ein Akkorjon haben!!!“

 Als es noch nicht ganz so heiß war, haben wir uns der aktuellen Wummelkiste angenommen und unseren Zirkusbesuch schon mal basteltechnisch vorbereitet (dass dann weder Schlangen noch Pinguine in der Manege tanzen würden, konnte ja keiner ahnen). Es wurde geknetet, was das Zeug hielt. Fiona stellt grundsätzlich mit Vorliebe gerollte Schlangen aus krümeligen Knetresten her. Als sie dann wider Erwarten einen bunten Haufen, der so gar nicht nach Schlange aussah, in den Händen hielt und ich sie fragte, was das sei, antwortete sie nebensächlich: „Ach, das ist nur ein Schrotter-Tier“. Herrlich!

Apropos Knete – letzte Woche war Elternabend in Fionas Kita. Von den von Kind zu Kind ganz unterschiedlichen Fähigkeiten mal abgesehen, erzählten die Erzieherinnen von geplanten Aktivitäten (Zähneputzen nach dem Mittagessen), Terminen, vom allgemeinen, derzeitigen Wochenablauf und auch von den Basteleien in der Gruppe. Das letzte Großprojekt war die selbst hergestellte, blaue Knete, mit der jedes Kind etwas formen durfte, was auf dem Elternabend vorgestellt wurde. Auf einem Blatt Papier lag jeweils ein phantasievolles Kinderkunstwerk und daneben stand eine Ein-Wort-Erklärung aus dem Mund des Kindes („Möhrrüben“, „Schmetterling“, „Raupen“). Meine Tochter hatte – wie von ihr angekündigt – tatsächlich eine flache Scheibe mit Schwanz geknetet: einen Rochen. Der Knüller war allerdings ein Junge aus der Gruppe, neben dessen unförmigem, großen Haufen das Wort „S-Bahn“ zu lesen war ^^ So klein und schon das Prinzip verstanden: die Bahn ist ein einziger Müllhaufen, zumindest, wenn sie nicht kommt.

Genähtes gibt es heute auch mal wieder zu bestaunen. Sooo oft komme ich ja gar nicht dazu, aber momentan bin ich echt zufrieden mit den Ergebnissen, wo doch der ZickZack-Stich und ich alles andere als gute Freunde waren:
ein liebes Kuschel-Monster mit Wackelärmchen als Kissenbezug….. „hab mich lieb!“

….und ein sogenanntes „Schnuckipüü“ aus weichem Nicki-Stoff. Statt sich zu wundern, dass das Reh eine Mütze trägt, war Fionas erster Kommentar dazu: „Mama, Rehe haben doch keine Punkte…“ Und ob, mein Kind! Guck mal Bambi, der hat auch Punkte am Hintern 🙂 Besonders cool ist auf dem letzten Bild unten rechts mein ausgefressenes Kinder-Pingui aus dem Nono-Fach im Kühlschrank. War mir beim Knipsen gar nicht aufgefallen. Wollte eigentlich keine Zeugen ^^

Bei unserem Gewinnspiel (ihr seid noch nicht dabei? Na dann los, ab in’s (Los-)Körbchen!) habe ich euch schon kurz das Konzept der Spielzeugkiste vorgestellt, von denen ihr übrigens 2 Stück für einen Monat gewinnen könnt! Viel fast neues Spielzeug, das sein trostloses Dasein unbeachtet in einer Ecke des Kinderzimmers fristet, könnte bald der Vergangenheit angehören. Warum nicht leicht gebrauchtes, einwandfreies Lernspielzeug online aussuchen, nach Hause bestellen und ganz in Ruhe ausprobieren, bevor man es kauft oder wieder zurückschickt? Hochwertiges Miet-Spielzeug, das man gegen eine monatliche Gebühr so lange behalten kann, wie man möchte, stellt für uns eine echte (und umweltfreundliche) Alternative zum Spielzeughorten dar. Möchte man neues Spielzeug mieten oder einfach das Gemietete wieder „loswerden“, schickt man seine Kiste versandkostenfrei zurück und erhält bei Bedarf eine neue. Hohe Qualitätsansprüche und ein professioneller Reinigungsprozess garantieren unbeschwerten Spielspaß und machen das Mieten hygienisch unbedenklich. Die Kisten gibt es in 3 Größen: Kiste S (2 Spielzeuge) für 14€ monatlich, Kiste M (4 Spielzeuge) für 24 und Kiste L (6 Spielzeuge) für 34€/Monat. Weil wir die Spielzeugkiste kostenfrei ausprobieren durften, haben wir uns für die mittlere Größe entschieden, um eine aussagekräftige Bewertung abgeben zu können. Eine Woche nach der Bestellung traf die riesige Kiste hier ein – Fiona war zum Glück gerade im Kindergarten, das hätte sonst ein heilloses Durcheinander und eine bunte Überforderung ihrer Spielzeugrezeptoren zur Folge gehabt. So konnte ich das Auspacken und Entdecken der neuen Sachen ein bisschen besser dosieren 😉
Wir haben uns online für die Variola-Kugelbahn von Selecta, das TipToi-Starter-Set, ein Holzbalancierbrett und das Big Waterplay entschieden.

Das Tip-Toi-Set besteht aus einem Buch („Bauernhof“) und dem speziellen Stift dazu. Im Buchladen schon 2000 Mal gesehen und davon mindestens 1000 Mal in der Hand gehabt, überlegte ich, es Fiona zum 3. Geburtstag im Oktober zu schenken. Ich erinnere mich, dass ich selbst auch einen sprechenden Stift besessen habe und von dem Prinzip schon als Kind absolut begeistert gewesen bin. Nun kam das Angebot, dieses Set zu testen, also gerade richtig. Ich habe (zunächst ohne Kind) die Funktionen des nagelneuen und noch ganz jungfräulichen Stiftes ausprobiert und bin absolut begeistert! Da es verschiedene Bücher und Spiele aus der TipToi-Reihe gibt, muss man mit dem Stift zu allererst das Standby-Zeichen auf der ersten Seite aktivieren (damit der Stift weiß, welches Buch er „vorlesen“ soll ;). Auf jeder Seite kann unten eines von mehreren Symbolen angetippt werden, um den Modus zu verändern. Entweder kann man mit dem Stift die Seite entdecken („Das ist Marie“, „Das ist der Schweinestall“, etc), Wissenswertes erfahren („Wie werden eigentlich die Kühe gemolken?“), sich kleine Geschichten erzählen lassen („Marie ist aufgeregt, denn heute kommt ihr Freund Paul zu Besuch…“) oder kleine Spiele spielen (Geräusche zuordnen, Tierkinder zählen). Die Bücher sind eigentlich „zugelassen“ ab 4 Jahren aber schon meine noch nicht ganz 3-jährige Maus ist völlig fasziniert von dem sprechenden Stift. Einige Aufgaben sind noch ein bisschen zu schwer für sie (Getreidesorten anhand ihrer Beschreibung zuordnen), andere, wie Geräusche zuordnen, meistert sie mit Bravour, vermutlich durch ihre iPhone-Kinderapp-Vorbildung ^^

Fazit: das Set macht nicht nur Kindern Spaß! Durch die verschiedenen Spiel-Modi und die unterschiedlichen Bücher, die es zu kaufen gibt, wird dieses Spiel mit Sicherheit nie langweilig! Das wird auf jeden Fall dauerhaft bei uns einziehen.

Heiß herbeigesehnt hat meine kleine Wasserratte das BIG Waterplay, eine Wasserbahn mit Kanälen und Schiff für draußen. Wie Kinder so sind – ein Ohr rein, anderes Ohr raus – hat sie das TipToi-Starter-Set und das Wasserdingens durcheinander gewürfelt und nun jedem, des es hören oder auch nicht hören wollte, auf die Nase gebunden, dass sie ein „Starter-Set“ bekommt (meinte das mit dem Wasser). Nun kann sich wohl jeder vorstellen, dass ich in der Zeit bis zur Ankunft der Kiste oftmals die Fragezeichen aus den Gesichtern der Leute wegreden musste. Familie, Freunde, Kita – alle wussten von dem mysteriösen Starter-Set nur keiner konnte genau sagen, warum es sich dabei genau handelt ^^

Beim Zusammenbauen saß ich mitten im Flur zwischen gefühlten 100 verstreuten Einzelteilen, die alle irgendwie gleich aussahen, und kam mir mit dem Zettelchen dazu vor, wie mit einem großen Überraschungsei. Wenn man das Steckprinzip zum Abdichten allerdings ein Mal verinnerlicht hat, geht es ganz leicht. Das Set wurde am selben Nachmittag im Garten ausprobiert und seitdem täglich bespielt. Wellen machen, Schleusen anbauen und Strömung verursachen faszinierte nicht nur Nono, sondern sogar zufällig durch den Garten zum Schlagzeugunterricht vorbeikommende 4.Klässler, die anschließend nicht mehr zum Nach-Hause-Gehen zu bewegen waren. Tja, so kann’s gehen 😉

Fazit: für den Sommer ideal! Aber auch schön, dass wir es im Winter nicht rumstehen haben. Es ist nämlich größer als es aussieht 😉

…ein staunendes Kind über den auch ohne Boot schwimmenden Kapitän in der Strömung.
Unten in der Mitte liegt übrigens kein Teppich auf dem Rasen. Das ist ein Hund ^^

Das „Balancierbrett Kreis“ von Erzi hat hier auch eingeschlagen wie eine Bombe!
Ziel des Spiels ist es, die sechs bunten Murmeln fließend im Kreis rollen zu lassen, allein durch die Verlagerung des Gewichtes. Unsere Schuhgröße 42 reizt die Kapazitäten des Brettes zwar bis auf das Maximum (Zehen stoppen manchmal Kugeln), aber Kinderfüße haben ganz bequem auf den vorgezeichneten Fußabdrücken Platz. Das Brett schult Balance und Motorik, lässt sich wunderbar mitnehmen und eignet sich sowohl für drinnen als auch für draußen. Gerade vor dem Hintergrund, dass Kinder heutzutage oftmals schon umkippen, wenn sie nur auf einem Bein stehen geschweige denn hüpfen sollen, ist das Balancierbrett Haltungsschule und gleichzeitig Hilfe zur Körperbeherrschung und Koordination. Wie man sieht, hat die ganze Familie Spaß mit dem Brett! (Und Fiona hat eine bequeme Methode entwickelt, die Kugeln ohne Umfallen im Kreis rollen zu lassen – von der Couch aus!)

Fazit: eine tolle Motorikübung für Groß und Klein – nochmal!

Ein kleines bisschen enttäuscht bin ich einzig und allein von der Selecta Kugelbahn, die im Handel stolze 77€ auf die (Kassen-)Waage bringt. Ich liebe Holzspielzeug und Kugelbahnen sowieso, deswegen haben wir schon seit langer Zeit die HABA Kugelbahn Kullerei im Kinderzimmer zu stehen – damals wegen des horrenden Preises günstig gebraucht über Ebay gekauft. Die Selecta Kugelbahn besteht aus einzelnen Elementen, die aneinander gestellt werden können, um somit immer wieder neue Bahnen für die Kugel zu kreieren. Das Prinzip ist nicht schlecht, allerdings sind die Möglichkeiten schnell erschöpft. Die Bausteine haben unterschiedliche Höhen, weil die Kugel ja sonst nicht rollen würde. Für Fiona ist es schwer zu verstehen, warum das von ihr ausgesuchte, flache Kurven-Bauteil jetzt nicht an die halbhohe Kurve davor passt. Konstruieren geht also nur mit Mamas oder Papas Hilfe. Außerdem ist die Bahn durch die losen Bauteile nach einem Kugeldurchgang so verschoben, dass man fast jedes Bahnelement wieder zurechtrücken muss. Da bleibt der Spaß trotz ausgezeichneter Qualität ein bisschen auf der (Kugel-)Strecke. Über diese knapp 80€ hätte ich mich definitiv geärgert, hätte ich sie ausgegeben, um die Bahn zu kaufen.

Fazit: sieht nett aus, besticht durch gute Qualität, bringt aber nur begrenzten Spielspaß. Die muss man nicht haben.

Ich freue mich, dass wir die Spielzeugkiste ausprobieren durften und kann euch nur an’s Herz legen, euch auf der übersichtlich gestalteten Homepage mal umzuschauen. Mit Sicherheit findet auch ihr Etwas, das euch bzw. euren Kindern gefällt!
Das war’s für heute von uns – habt eine schöne Woche und genießt das Wetter, so lange es noch so schön ist!

Es wird ein….

…BLOG!
Heute vor einem Jahr clickte ich zum ersten Mal auf „Veröffentlichen“.
Eigentlich wusste ich gar nicht so genau, weshalb ich nun auch eine eigene Seite hatte, die regelmäßig gefüttert werden wollte. Kein Auslandsaufenthalt, kein neues Studium, keine neue Arbeit oder sonst irgendetwas, was Leute interessieren könnte. Nur der ganz normale Alltag mit einem – damals noch – 1-jährigen, kleinen Mädchen namens Fiona gespickt mit ein paar Geschichten aus dem Lehrerleben. Schon nach kurzer Zeit durfte ich feststellen: das reicht völlig aus, denn die Zahl der vielen lieben Kommentare, netten Worte und regelmäßigen Leser stieg stetig. Durch das Bloggen entdeckte ich u.a. unzählige andere (Eltern-)blogs, wurde (zum Nähen, zum Masking-Tapen, zum Kochen, zum Backen, …!) inspiriert, lernte nette Menschen kennen und nahm an witzigen Aktionen und Paraden teil. Natürlich schreibe ich gerne für euch und freue mich sehr über die positive Resonanz, andererseits schreibe ich auch für mich, denn so ein Blog mit archivierten Posts des letzten Jahres ist auch eine tolle Erinnerungshilfe für die unglaublichen Fortschritte, die ein Kind in dieser Zeit macht. Der Blog und ihr habt mein Leben bereichert und deswegen möchte ich heute DANKE sagen. Doch zuerst nehme ich euch mit auf die grandiose Geburtstagsparty zum 1. Bloggeburtstag.
Partyhüte auf, Luftschlangen um den Hals und auf geht’s, ab geht’s, 3 Tage wach:

Der Klassiker auf dem Kindergeburtstag – aber wer versteckt sich denn da im Topf?!

Mikado – autsch!
 

Eierlauf bis zur Zielfahne…na, Papa, das üben wir nochmal 😉

Geburtstagsfußball – Hasi ist unser Manuel Neuer, der hält jeden Ball!
Und weil ihr uns im letzten Jahr begleitet habt und Geschenke etwas Schönes sind, sollt ihr auf der Party auch nicht zu kurz kommen. Es gibt tolle Preise zu gewinnen!
WAS?
Für die Eltern unter meinen Lesern verlose ich 2x eine kostenlose Spielzeugkiste für einen Monat! Die Seite www.meinespielzeugkiste.de hat ein absolut umweltfreundliches und geldsparendes Modell entworfen, nämlich das der Spielzeugmiete. Wer kennt das nicht – lauter Plastikmüll im Kinderzimmer, der nur ein Mal angeguckt wurde und dann in die hinterste Ecke gewandert ist, weil langweilig. Von Fehlkäufen und „zu kleinem“ Spielzeug wimmelt es in Deutschlands Kinderzimmern nur so. Das könnt ihr jetzt ändern. „Meine Spielzeugkiste“ verleiht hochwertiges, leicht gebrauchtes Spielzeug, das man – gegen die monatliche Mietgebühr – so lange behalten kann, wie man möchte. Kein Abo, keine Vertragslaufzeiten, jeden Monat kündbar. Wenn man neues Spielzeug haben möchte, schickt man seine „alte“ Kiste versandkostenfrei zurück und stellt sich bei Interesse online eine neue zusammen. Hohe Qualitätsansprüche und ein aufwendiger, professioneller Reinigungsprozess machen das Mieten hygienisch unbedenklich. Wir durften selbst eine Spielzeugkiste ausprobieren und ich kann das, was auf der Homepage steht, nur bestätigen: tolles, hochwertiges Lernspielzeug in einwandfreiem Zustand – Bericht dazu folgt in den nächsten Tagen.
Wie funktioniert’s?
Für die (noch)Nicht-Eltern unter meinen Lesern gibt es einen 10€-Gutschein von Amazon zu gewinnen und unter allen verlost wird diese süße Happy-Makerin namens „Freaky“. Freaky sorgt den ganzen Tag lang für Action und jede Menge Spaß. Ob Bungeejumping oder Achterbahnfahren, ihr kann es nicht laut und lustig genug sein. Jeder, den sie begleitet, wird stets ein wohliges Prickeln im Bauch spüren!
Bei uns zu Hause fühlte sich Freaky auf dem Bauernhof sehr wohl: beim Klettern auf den Heuboden, Herumtollen mit dem Hund, beim Pferdestreicheln oder Laderampefahren. Jetzt möchte sie gerne etwas Neues, Spannendes erleben und ein Austauschjahr (natürlich mit der Option für immer zu bleiben ^^) bei einem von euch verbringen.
WIE?
1.) Ihr seid (oder werdet) regelmäßiger Leser meines Blogs und Fan unserer Facebookseite.
2a) Wer die Spielzeugkiste haben möchte, sucht sich auf www.meinespielzeugkiste.de sein Lieblingsspielzeug aus und postet es hier im Kommentar mit dem Zusatz „ELTERN“. Bitte auch euren Nick als Blogfollower und euren Facebook-Namen angeben.
2b) Wer sich für den Amazon-Gutschein interessiert, schreibt ebenfalls einen Kommentar unter diesen Post mit dem Zusatz „NICHT-ELTERN“. Bitte auch euren Nick als Blogfollower und euren Facebook-Namen angeben.
3.) Um Happy-Makerin Freaky ein neues Zuhause zu schenken, müsst ihr nichts weiter tun als 1) und 2a) oder 2b) zu befolgen. Sie wird als Trostpreis unter allen verlost.
4.) Wer sich ein Extra-Los sichern möchte, teilt dieses Gewinnspiel öffentlich bei Facebook (bitte den Link dazu ebenfalls hier posten) oder schreibt einen Blogpost darüber. Das Gewinnspiel-Bild mit meinem Bloglink dürft ihr zu diesem Zweck gerne mitnehmen.
WANN?
Teilnehmen kann jeder über 18 mit Wohnsitz in Deutschland ganze 4 Wochen lang, bis zum 16.09.2012, 23:59 Uhr.
Auf die Plätze, fertig, Party!

Prädikat: incredibly brilliant!

Wer von euch Bloggern schon ein Mal über die Seite „Blogg dein Buch“ gestolpert ist, der wird das Prinzip kennen. Für alle anderen erkläre ich es kurz: auf der Seite meldet man seinen Blog an. Kurze Zeit später wird der, sofern er keine pornografischen oder anders inakzeptable Inhalte hat, länger als 3 Monate besteht, regelmäßige Leser und regelmäßige Posts hat, freigeschaltet und man kann sich auf der Website durch die lange Liste von Buch-Neuerscheinungen scrollen. Sachbücher, Kinderbücher, Ratgeber, Belletristik – da ist für jeden Leser etwas dabei.
Hat man dann seinen Favoriten gefunden, clickt man auf „Blogg ich“ und bewirbt sich damit auf sein Wunschbuch. Jetzt heißt es: warten. Wenn der eigene Blog dem jeweiligen Verlag gefällt, zählt man vielleicht zu den Glücklichen, die kostenlos eines der begehrten Rezensionsexemplare erhalten. Vom Erhalt des Buches an hat man 30 Tage Zeit, das Buch zu lesen und eine Rezension dazu zu schreiben.

Ich stöbere gerne und viel in Büchern, aber als berufstätige Mama, die nicht mit der Bahn sondern mit dem Auto zur Arbeit fährt, komme ich leider nicht mehr so häufig dazu, denn Lesen am Steuer kommt bei der örtlichen Polizei nicht so gut an ^^ Das ist mein einziger Kritikpunkt an der ganzen Sache: 30 Tage sind ein bisschen knapp. Ich habe es geschafft, denn das Buch hat haargenau meinen Geschmack getroffen, aber dazu später mehr. Ansich ist „Blogg dein Buch“ eine tolle Initiative, die ich uneingeschränkt weiterempfehlen kann!

Nun zu meinem Buch:
In der langen Liste der Neuerscheinungen sprang mich zwischen Cowboy-Liebesromanen und Sachbüchern zum Thema „Nahtoderfahrungen“ plötzlich ein Titel an: „Queenig & spleenig?! Wie die Engländer ticken“ von Nina Puri. Nach Lesen der Kurzbeschreibung war für mich klar: das muss ich haben. Wäre ich nicht unter den ausgewählten Rezensenten gewesen, ich hätte es mir trotzdem bestellt. Glücklicherweise bekam ich ein paar Tage nach der Bewerbung die Nachricht, dass sich der Langenscheidt-Verlag für meinen Blog entschieden hat und sich das Buch in den nächsten Tagen auf den Weg zu mir machen würde…

Nina Puri, 47, gebürtige Engländerin, war mir in ihrem 2007 veröffentlichten, witzigen Buch „Elternkrankheiten“ schon vorher begegnet, ohne dass ich mir ihren Namen gemerkt hätte. Das wird sich spätestens jetzt ändern, denn wer so schreiben kann, den muss man sich einfach merken!
In „Queenig & Spleenig?!“ geht es um mehr als nur das Klischee, dass es in England immer und überall regnet (natürlich tut es das und wer nicht mit einer der aufgelisteten 27 Regenarten einen Small-Talk über das bescheidene Wetter anfängt, sondern stattdessen den eigenen Namen nennt und die Hand zur Begrüßung ausstreckt, wird sofort als entweder sehr unhöflich oder dummer Deutscher abgestempelt ^^). In kurzen Kapiteln werden Themen wie Geographie, Sprache, Humor, Höflichkeit, Liebesleben, Schulsystem, Pubkultur, etc. scharfzüngig betrachtet und genau analysiert. Frau Puri nimmt kein Blatt vor den Mund, im Gegenteil! Sie, als gebürtige, aber in Deutschland lebende, Engländerin, darf die Eigen- und Besonderheiten beider Völkchen auf’s Korn nehmen und sich sowohl über die „Erfolge“ Englands beim Grand-Prix, über fragwürdige Flirtmethoden und Socken im Bett, als auch über die Humorlosigkeit der Deutschen lustig machen, „deren Sprache zwar prima dazu geeignet sei, militärische Kundgebungen zu halten oder Anleitungen für Zündkerzen oder Duschköpfe zu formulieren, aber mit der man eben keine Witze machen könne […] Engländer sind fest davon überzeugt, dass Zuschauer in deutschen Comedy-Clubs singen, klatschen, mit den Füßen im Takt stampfen und dazu altertümliche Kostüme tragen. Wer, der einmal im Fasching das Öffentlich-Rechtliche Fernsehen eingeschaltet hat, will es ihnen verdenken?“
Die erste Frage, die sich stellt, ist: wie heißt denn die Insel in der Nordsee eigentlich richtig? England? Großbritannien? Vereinigtes Königreich? Staatlich beglaubigt und vereidigt trägt die Insel den längsten Ländernamen der Welt, nämlich „Vereinigtes Königreich von Großbritannien und Nordirland.“ Spricht man von „England“ und meint dabei die gesamte britische Insel, wäre das in Etwa so, als würde man ganz Deutschland als „Bayern“ bezeichnen, so Puri.
Wer dieses Buch lesen möchte, sollte entweder schon ein Mal in England (oha, die Bayern-Sache!) gewesen sein oder aber den dringlichen Wunsch verspüren, das Inselvolk ein bisschen näher kennen zu lernen, bevor er in London von einem Taxi überrollt wird. Besonders fasziniert hat mich das Kapitel „Sprache“, bei dem man am Besten zu Hause und alleine ist, wenn man es liest. Kurzformen, Konsonantenweglassungen, Cockney-Slang, Immigrantenkauderwelsch aus Englisch, Jamaikanisch, Indisch und Rap („Rah, das nuff nang!“ – „Das ist gut!“) und andere Phänomene des modernen Englischs muss man sich einfach selbst laut vorlesen, um sie zu verstehen. In den öffentlichen Verkehrsmittel könnte man dadurch schnell den Stempel „sehr seltsam“ aufgedrückt bekommen und skeptische Blicke auf den Buchtitel ernten… Warum man „nur mal kurz für einen Barry raussprintet“, wenn man auf’s Klo muss, man sich „auf den Docht“ statt auf die Nerven geht und der lästige Husten den hübschen Beinamen „Vincent“ trägt, ist im Buch so einleuchtend erklärt, dass ich es nie mehr vergessen werde.
Bis auf die Generation meiner Großeltern spricht heutzutage ja jeder irgendwie Englisch. Die Betonung liegt hier auf „irgendwie“, denn was man in der Schule lernt, ist noch lange nicht das, was einem in englischen Städten begegnet. Anfang des letzten Jahrzehnts (haha, klingt, als wäre ich schon sehr alt ^^) waren wir mit der ganzen Familie in England und bestellten an einer Imbiss-Bude das traditionelle Fish & Chips. Mit der Antwort: „Teikaweiohstei?“ konnte ich nicht so recht etwas anfangen, glänzte ich doch eigentlich in der Schule mit sehr guten Englischkenntnissen. Verständnislose Blicke sprangen wie ein Ping-Pong-Ball über die Theke hin und her, bis der Imbiss-Mann seine Frage in Silben aufteilte und nicht – wie vorher – in einem Schwall erbrach: „TEIK – AWEI – OH – STEI?!“ Aaaaah, dann ging ein Licht auf. Das entsprach in Etwa der deutschen Frage nach dem Mitnehmen oder sofort Essen, oder anders ausgedrückt in feinstem McDonalds-Deutsch: „Zum hier?“
Wer meint, mit Fish & Chips habe er Englands Küche ausreichend getestet, der lasse sich im Buch eines Besseren belehren! Da ist die Rede von so poetisch anmutenden Gerichten wie „singender Maulesel“, „Tunten in Soße“ und „Kröte im Loch“. Und wem in einer Speisekarte „pudding“ begegnet, der sei gewarnt. Nicht alles, was Pudding heißt, ist goldgelb und schmeckt nach Vanille. Mit den Präfixen „black“, „white“ oder „blood“ wird einem statt süßem Nachtisch höchstwahrscheinlich ein Gericht serviert, was ausnahmsweise mal im Deutschen poetisch klingt, nämlich tote Oma, oder „irgendeine andere fragwürdige Speise aus dem dunklen, englischen Mittelalter“.
Ohne auf jedes einzelne der 17 lustigen Kapitel eingehen zu wollen, möchte ich noch kurz eine Passage aus dem Bereich „Verkehrswesen“ zitieren, die mich wegen der sprachlichen Treffsicherheit Puris laut und herzlich auflachen ließ. Es geht im Wesentlichen um die Herausforderung U-Bahn, auf Englisch „tube“. Mit rammelvollen, sich verspätenden oder gänzlich fehlenden Zügen berichtet sie einem Berliner Bahn-Fahrer nichts Neues. Same here.
„Die Tube ist darüber hinaus eine beliebte Selbstmord-Location, was zur Folge hat, dass sehr viele der nuscheligen Ansagen versuchen, auf nette Weise mitzuteilen, dass gerade jemand überfahren wurde. […] An dieser Stelle möchte ich nicht versäumen zu erwähnen, dass die Tube sich ihren Strom aus den Schienen holt. Wer also unachtsamerweise die Gleise betritt, riskiert nicht nur, völlig unbeabsichtigt das Zeitliche zu segnen, sondern stirbt im Falle des Falles auch noch mit einer ziemlich unvorteilhaften Frisur.“
Für den spontanen Drang, an einer der regenreichen Küsten des Vereinigten Königreiches von Großbritannien und Nordirland Urlaub zu machen, in Londoner Bussen fahren und „bubble & squeak“ probieren zu wollen und darüber hinaus für den grandiosen Schreibstil mit einer gehörigen Portion (schwarzem) Humor und den daraus resultierenden Lachtränen gibt es von mir 5 Sterne und das Prädikat: „incredibly brilliant!“
P.S. Die akute Lust, nun genau so ein herrliches Buch über die Deutschen zu schreiben wurde getrübt von nur einer – zugegeben ziemlich blöden – Tatsache: das gibt’s schon! „Reinlich & kleinlich – wie die Deutschen ticken“. Hmpf… 

Eltern-Kind-Blogparade August

Neuer Monat, neues Motto, und zwar „Mädchen oder Junge? Hauptsache gesund?“
Diesen Monat schreiben alle Teilnehmer für einen guten Zweck. Der Sponsor sparlingo.de unterstützt mit 2€ pro geschriebenem Beitrag das Kinderhospiz Löwenherz in Syke, wo schwerstbehinderte Kinder und Jugendliche betreut werden, die nach derzeitigen Kenntnisstand der Medizin keine Aussicht auf Heilung haben. Da machen wir natürlich – wie immer – gerne mit und hoffen auf rege Beteiligung, vielleicht auch von (noch) Nicht-Eltern…?

Tja, Mädchen oder Junge?
Natürlich ist die Gesundheit das Allerwichtigste und wenn man in der Schwangerschaft erfährt, dass mit dem Nachwuchs irgendetwas nicht stimmt, rücken Geschlecht und alles andere in den Hintergrund. Aber wer ein gesundes Kind bekommt, hat natürlich auch eine rosa oder blaue Vorliebe, würde ich behaupten.
Ich denke, die meisten Standard-Familie-Mama-Papa-und-zwei-Kinder-Paare wünschen sich eher die klassische Verteilung: ein Mädchen und ein Junge. Da ist es beim Ersten wirklich noch egal, beim zweiten schon nicht mehr ganz so. Aber es soll ja auch reine Jungs- bzw. Mädchenmamas geben. Wenn die Familienplanung noch nicht abgeschlossen ist und man dazu jetzt ein Statement abgibt, hängt man sich ganz schön weit aus dem Fenster :p

Papas wünschen sich wahrscheinlich insgeheim einen kleinen Feuerwehrmann, der mit ihnen später bohrt, schraubt, hämmert und Fußball spielt. Mamas hingegen träumen von rosa Prinzessinnen, die sie in süße Kleidchen verpacken und denen sie Puppen schenken können. Ganz so war es bei uns nicht. Vielleicht guckt man sich auch (unbewusst?) ein bisschen was von den eigenen Eltern ab. Schwieriger Fall bei uns, denn Stephans Mama ist eine doppelte Jungs- und meine Mama eine doppelte Mädchenmama. Und nun? Stephan wollte – entgegen des Klischees – keinen Fußballer, sondern eine Prinzessin. Nur das mit dem Pink hätten wir weglassen können. War ja am Anfang auch mein Reden: alles, nur nicht rosa! Es gibt so viele schöne, neutrale Farben! Dann war die junge Dame geboren und was passte einfach am Besten zu diesem zarten, neuen Menschenmädchen? Richtig, rosa…



Barbie oder LKW? Oder beides?

Ich hätte mich natürlich auch über einen kleinen Jungen gefreut, habe mir aber ein bisschen mehr ein Mädchen gewünscht, denn „a daughter may outgrow your lap, but she will never outgrow your heart!“. Es war nicht so sehr das Wunschdenken, wohl aber ein ganz eindeutiges, rosa Gefühl nach dem ersten Arztbesuch mit schlagendem Herzchen, was mich dazu verleitete, ganz am Anfang der Schwangerschaft ein rosa Babytagebuch zu kaufen. Vorsorglich schrieb ich als Einleitung: „Falls du ein Junge wirst, entschuldige ich mich hiermit in aller Form für das rosa Büchlein“. Durch ungünstige Faktoren wie eine leider nicht durchsichtige Vorderwandplazenta und ein sehr altes Ultraschallgerät wollte sich Fiona lange Zeit nicht als Prinzessin outen. Auf die Frage nach dem Geschlecht antwortete meine Gynäkologin damals immer nur: „Es ist momentan nichts Männliches zu erkennen.“ Eine ziemlich schwammige Aussage, wenn man seit Wochen darauf brennt, endlich zu erfahren, wie man seinen Bauchknirps anreden soll! Wusstet ihr, dass die Geschlechtsanlagen anfangs noch identisch aussehen? In dem unglaublich detaillierten Buch „Ein Kind entsteht“ von Lennart Nilsson (nichts für Väter: bebilderte Geburt…uäääähhh! Das Angucken ist vermutlich eine sichere Verhütungsmethode für die Zukunft ^^) ist beschrieben, wie sich aus einer kleinen Knospe zwischen den Beinen entweder ein Penis oder eine Klitoris entwickelt. Was beim Mädchen zu Schamlippen wird, formt sich beim Jungen zum Hodensack. So einfach ist es. Damals konnte ich es nicht glauben, als meine Ärztin sagte, dass sie ungern das (vermutliche) Geschlecht nennt, eben weil das Etwas zwischen den Beinen beides sein kann. In meinem Kopfkino begann in dem Moment ein Film von Oswald Kolle, in dem eine nackte Frau und ein nackter Mann nebeneinanderstehen. Nicht zu unterscheiden?! Aber hallo!Bei der Feindiagnostik in der 22.Woche zeigte der bärtige Oberarzt, der mich an den Vater von „Wickie“ erinnerte (kennt ihr?), keinerlei Empathie für mich aufgeregten Kugelbauch. Da wurden nur stupide Oberschenkelknochen und andere Teile vermessen und in eine Tabelle eingetragen. Als ich angesichts des hochmodernen Ultraschallgerätes hoffnungsvoll zwischen den Messdaten die Frage einstreute, ob er das Geschlecht sehen könne, hieß es nur brubbelig: „Das hat für die medizinischen Untersuchungen keine Relevanz. Wir sind hier nicht beim Baby-Fernsehen.“ Donngggg…voll auf die 12. (Werdende) Mütter sind sensibel, du Penner! Tränen schossen mir in die Augen. Als ob es ihm weh getan hätte, mal schnell zwischen die Beine zu leuchten, also ihre, nicht meine.
Die „Diagnose“ nichts-Männliches-zu-sehen bestätigte sich bei den weiteren Arztbesuchen. Der teure 3D-Ultraschall (ein einmaliges Erlebnis!) im 7.Monat brachte letztendlich das pikante Detail ans Licht, als sie ihren Po hinter der Bauchwand direkt vor dem Schallkopf des Gerätes positionierte : (O-Ton Arzt) „Aha, eine Kaffeebohne!“

Dass das mal ’ne Turnerin wird, war schon abzusehen.
Wer kann sich denn bitte mit dem Zeh am Auge kratzen?!

Als die kleine Kaffeebohne dann auf der Welt war, regnete es niedlich-pinke Glitzer-Kärtchen mit „Hurra, ein Mädchen!“. Rosa Kleidchen, rosa Schühchen, rosa Schlüppies (ich dachte damals: Hä? Wozu Hemden und Schlüppies?!), rosa Mützchen und rosa Strampler füllten unseren Babyschrank und von meiner anfänglichen Abneigung gegen diese Farbe war irgendwie nichts mehr zu spüren. Sie sah darin einfach nur unglaublich süß aus 😉
Selbst der Namensaufkleber auf der Tür und die Spieluhr mit der wunderschönen Melodie von „Somewhere over the rainbow“ waren rosa. Die hatte ich ebenfalls Anfang der Schwangerschaft gekauft und jeden Tag vor dem Schlafengehen auf meinen Bauch gelegt. Noch heute schnappt sich Fiona gern besagte Kuh und lauscht deren Melodie.

Pink ist übrigens nach wie vor ihre Lieblingsfarbe, wenn man sie fragt. Ich weiß, dass sich das irgendwann ändert. Spätestens mit 13 wird aus dem Prinzessinnenzimmer eine Grufti-Höhle und Schwarz das neue Bunt. Bis dahin haben wir – zum Glück – noch sehr viel Zeit 😉 Als sie letztens mit schwarzer Tusche malen wollte und ich sagte, dass Schwarz doch so eine traurige Farbe sei, antwortete sie nur gelassen: „Mama, ich finde schwarz nicht traubig. Gelb ist traubig!“ Ups!

Aber zurück zu den Mädchen und Jungs. Es soll ja Eltern geben, die sich tatsächlich überraschen lassen wollen. Hut ab! Für mich wäre das nichts. Ich würde durchdrehen, wenn man mich 40 Wochen auf die Folter spannen würde. Bei der Geburt hab ich doch andere Sorgen, als nach dem Geschlecht zu fragen. Da will ich höchstens überlegen, ob der ausgesuchte Name bestenfalls auch zum Gesicht passt oder ob ich postnatal in Fetzen von der Wand hänge, aber nicht, ob es ein Mädchen oder ein Junge ist. Meine Mama ist 1986 so fest davon ausgegangen, dass ich ein Junge werde (obwohl sie sich sehnlichst noch ein Mädchen gewünscht hat), dass sie vor lauter Schreck bei der Geburt vergessen hat, mir einen zweiten Namen zu geben, wie ursprünglich vorgesehen. An dem kalten Januarmorgen 1987 lag da kein Oliver und kein Dominik auf dem Tisch. Ja, wie soll SIE denn heißen? Äh äh äh…. Naja, das üben wir noch mal im nächsten Leben 😉
Ich schrie mir kurz nach der Geburt übrigens – angeblich vor Hunger – die Seele aus dem Leib. Von wegen! Ich hab’s doch immer wieder laut und deutlich gesagt: „Name! Den N-A-M-E-N!!!“, aber irgendwie wollte mich keiner verstehen…

Für die, die auch glauben, dass Ende 2012 die Welt untergeht, gibt es da noch den Chinesischen Mondkalender, der anhand des Alters der Mutter zum Zeitpunkt der Zeugung und des Monats der Befruchtung das Geschlecht des Babys vorhersagt. Erstaunlicherweise stimmt er erschreckend häufig, aber eben nicht immer. Am Besten war, als meine Mama vor einer Weile überprüfen wollte, ob der Kalender auch bei ihren Kindern zutrifft. Ich guckte rauf und sagte – in dem Moment völlig ernstgemeint: „Aber der geht nur bis 45 Jahre“.

Um den Bogen zum Anfang zu schlagen: ganz egal, ob Junge oder Mädchen – wer das Glück hat, Mama zu werden und überdies noch mit einem gesunden Kind gesegnet ist, bekommt das wertvollste Geschenk der Welt: Liebe.

„In den Kindern lebt man sein eigenes Leben noch einmal, und erst jetzt versteht man es ganz.“
– Sören Kierkegaard –

7 Sachen

Frau Liebe ruft – wenn sie nicht gerade mit dem Blog pausiert – jeden Sonntag dazu auf, 7 Sachen zu zeigen, für die wir unsere Hände benutzt haben, ob für 5 Minuten oder 5 Stunden spielt dabei keine Rolle.

Mich dieses Mal auf nur 7 zu beschränken, fiel mir nicht gerade leicht, so aufregend wie unser Wochenende war.
Beginnen wir chronologisch beim Samstag Morgen, mit dem mit Abstand schönsten und einem bisschen sentimentalen Erlebnis unseres Schmetterlingsprojektes !
Es war langsam an der Zeit, unsere vier hübschen Falter in die Freiheit zu entlassen. Seit knapp einer Woche haben wir sie beobachtet, fotografiert, mit Orangen, Nektar und Blüten gefüttert und ihnen „Guten Morgen“ und „Gute Nacht“ gewünscht. Fiona wollte sie natürlich lieber behalten und war von der Freilassungsidee gar nicht so angetan… Ich erklärte ihr, dass der kleine Beobachtungskorb für die Schmettis nicht groß genug ist. Sie wollen die leckeren Blüten draußen kosten, andere Schmetterlingsfreunde finden und zusammen bis in den Himmel fliegen. Das verstand sie, schnappte sich den Korb und stiefelte die Treppen runter bis in den Garten. Dort angekommen kniete sie sich ins (nasse) Gras, öffnete vorsichtig den Reißverschluss und hielt ihre Hand in den Korb. Es dauerte nicht lange und schon saß der erste Schmetterling auf ihrer kleinen Hand. Behutsam zog sie die Hand heraus und hielt sie wie eine Abflugrampe in den Himmel. Nichts geschah. Er blieb einfach sitzen. Nicht mal die Aufforderung „Flieg, Schmetti, du bist frei!“ bewegte ihn zum Abheben. Erst eine ganze Weile später, nachdem die anderen drei schon ihre Reise angetreten hatten, breitete auch er die Flügel aus und flog der Sonne entgegen. Wir winkten ihnen mit einem lachenden und einem weinenden Auge hinterher (3 Std später: „Mama, ich will die Schmetterlinge doch lieber wieder haben, bitte….“) und sind beide sehr froh, dass wir an dem Projekt teilnehmen durften. Sowohl Mama als auch Kind haben bei der Aktion viel gelernt und großen Spaß gehabt! Bye bye butterfly….

 Anschließend ging es in Europas größtes, gemeinnütziges Kinder-, Jugend- und Familienzentrum, das FEZ Berlin. Dort trafen wir nicht nur auf die große Rutsche und das Klettergerüst, sondern auch auf einige der 2009er Oktobermamas. Wir haben uns damals online in einer Gruppe über’s StudiVZ kennengelernt und die Schwangerschaft gemeinsam erlebt. Wünsche (Mädchen? Junge?), Ängste (Gesund?), Hoffnungen (PDA?) und Probleme (Schwangerschaftsstreifen?!) wurden geteilt, Ultraschallbilder „getauscht“ und Vornamen diskutiert. Heute sind unsere Babys alle fast 3 Jahre alt, unterhalten sich wie die Großen, toben, klettern, fangen, spielen und rutschen zusammen als hätten sie nie etwas anderes gemacht. Unvorstellbar!
Caros Erdbeermädchen Lena und mein Mausekind Fiona „Fine“ haben sich gesucht und gefunden: „das ist jetzt meine Freundin!“. Da wurden Kekse geteilt („Willst du lieber Weintrauben?“ – „Nein.“ „Aber die sind gesund!“), Bücher gelesen, Kuscheltiere geschoben, gemeinsam aufs Klo gegangen (Frauen!), Eis gegessen, erzählt und gelacht. Einfach schön!

Holzspielzeug ist etwas Tolles, finden wir. Kein Wunder, dass wir demzufolge an dem großen aufgebauten Holzkugelbahnenparcours im Hauptgebäude nicht vorbeigehen konnten. Der Stempel auf der Hand durfte am Abend auch keinesfalls abgewaschen werden! Nun schrubb mal schwarze Kinder-Fingernägelchen sauber, ohne dabei versehentlich den Handrücken nass zu machen… Als alle Oktobermamas drinnen waren, war die vorher leere Spielfläche schlagartig voll. Es klackerte und rummste, klingelte und quietschte in einer Tour. Die Tonleiter-Glockenspielbahnen haben es mir ja angetan. Aber dafür bräuchten wir erstens einen Lottogewinn und zweitens müssten wir wohl anbauen 😉

Nach ausreichender Erforschung der physikalischen, architektonischen und akustischen Phänome der riesigen Kugelbahnen ging es weiter in Richtung Streichelzoo. Ich schreibe bewusst „in Richtung“, denn vor Erreichen der Tiere hielten wir an jeder Fressbude, um Crèpes, bunten Quark (nach dem Abessen eines Löffels Smarties-Topping: „Will nicht, Mama.“ *argh*) und Eis zu organisieren. Will einer, wollen alle. Außerdem stoppte unsere Herde auch noch an jedem Spielplatz, und davon gibt es im FEZ eine Menge. Ich hatte als Einzige aus Eitelkeit keinen Buggy mitgenommen, denn die Kinder sind ja groß, staunte dann natürlich nicht schlecht, dass wirklich alle außer mir einen dabei hatten und diesen auch benutzten. Ende vom Lied war ein Platz auf meinen Schultern für ein 15kg-Baby. Kein Wunder, dass Menschen mit dem Alter schrumpfen. Ich weiß jetzt, wieso. Habe gestern bestimmt 1cm an Höhe eingebüßt auf dem Weg zum Streichelzoo ^^
Im „Haus Natur und Umwelt“ konnten wir erst drinnen und dann draußen kleine und größere Tiere bestaunen: von bunten Fischen über haarige Vogelspinnen bis hin zu mauligen Eseln war alles dabei. Große Attraktion war für alle das Ponyreiten mit pferdgroßen Huftieren. Fiona wollte unbedingt den großen Reiterhut aufsetzen, was zur Folge hatte, dass sie auf den letzten Metern das Innere der Kappe statt den Rücken des Ponys gesehen hat. Shit happens!

Abends beim Grillen war sie dann nach diesem ganzen Action-Tag an der frischen Luft mit den vielen Eindrücken so müde, dass sie fast am Tisch eingeschlafen wäre, mit dem Kopf auf dem neuen Blanco-Kissen vom Schweden, bei dem der Infozettel beinahe größer ist, als das Kissen selbst…

Heute Mittag ging’s nach der obligatorischen Sendung mit der Maus auf ein Sommerfest ganz in der Nähe. Angekündigt war laut Flyer „Programm für Jung und Alt auf der Bühne, Hüpfburg, Kinderschminken, Karussel uvm.“. Der große Platz war bei unserer Ankunft relativ leer. Es gab tatsächlich eine kleine Bühne mit zwei älterlichen Herren an Mikrofon und Gitarre. Das war wohl gerade das Programm für „Alt“. Am Programm für „Jung“ fehlte es leider an allen Ecken und Enden. Von der versprochenen Hüpfburg war leider keine Spur, genauso wenig vom Kinderschminken. Nachdem wir alle Attraktionen ausprobiert hatten (also Kinderkarussel und Entenangeln), gab es noch Süßes und eine Bockwurst und dann traten wir den Heimweg an, aber nicht, ohne dem CDU-Stand noch Luftballons, Kugelschreiber und Spritzpistolen abzuziehen. Wenigstens was 😉 Beim Entenangeln hat Fiona ein Armband-Set gewonnen, bei dem man mit einem kleinen Löffel und einem Trichter bunten Sand in ein Plastikröhrchen einfüllen kann. Der Staubsauger lachte sich schon ins Saugrohr als er uns damit kommen sah ^^ Herausgekommen sind 2 hübsch bunte Armbänder und eine Kette.

Last but not least kommt hier noch die letzte der 7 Sachen – ein verunstaltetes Buch.
Äh?!
Gerade ich, die ich Bücher über alles liebe und schon Probleme mit dem kleinsten Eselsohr oder einem gebrochenen Buchrücken habe, verunstalte ein Buch? Ja!

Vielleicht sind sie dem einen oder anderen von euch schon ein Mal im Buchladen begegnet: „Mach dieses Buch fertig“ und „Das ist mehr als ein Buch“ von Keri Smith. „Fertig“ sehen beide Bücher in der Tat nur von außen aus, denn innen findet man weder Text noch Bilder – man findet Anleitungen, Aufforderungen, Vorschläge zur (Verun-)Gestaltung der Seiten. Da soll das Abendessen (in natura!) dokumentiert oder eine Seite in Farbe getränkt werden. Einzelne Seiten sollen zerschnitten, rausgerissen, in Brand gesetzt oder mit klebrigen Substanzen betropft werden. Es sollen abscheuliche Bilder gemalt, die verstrichene Zeit dokumentiert oder die schlimmsten Schimpfwörter notiert werden. Obstaufkleber sammeln, farbige Handabdrücke machen und mit dem Stift im Mund rückwärts schreiben sind noch die harmlosesten Aktivitäten. Als ich durch Zufall auf Rikes Blog und ihr Projekt „Tobt euch an diesen Büchern aus!“ stieß, stand für mich fest, dass ich da mitmachen möchte. Die beiden Bücher werden von Blogger zu Blogger geschickt, die sich jeweils ein paar Seiten zum Kreativwerden raussuchen dürfen, bevor sie das Bücherpaket weiterschicken.
Ich blätterte ein wenig in den Büchern, freute mich über viele unglaublich einfallsreich gestaltete Seiten und ärgerte mich über die handvoll lieblos hingeklatschter Wörter von manchen, die scheinbar nicht kreativ werden, sondern nur den eigenen Bloglink unterbringen wollten. Wer sich anmeldet, sollte auch wirklich Lust darauf haben! Ich suchte mir den Apparat zur Stimulierung der Sinne aus, bei dem man für jeden Sinn einen Gegenstand finden und ihn aufkleben soll.
Wackelaugen, Wattepad, Stephans Parfum, einer von Nonos MAOAMs und eine Bastelfeder von Ostern fanden schnell ihren Weg in das Büchlein. Der dicke Kaubonbon bewirkt höchstwahrscheinlich sogar, dass meine Seite die erste ist, die automatisch aufgeschlagen wird ^^ Ist mir aber erst hinterher aufgefallen. Für jeden Sinn fand ich noch ein passendes Zitat und für den Apparat eine zeitgemäßere Masking-Tape-Verkleidung. Wenn schon, denn schon. Hope, you like it!
P.S. Dadurch, dass ich mich als Erstes um das „Riechen“ gekümmert hatte und alle Sinne tausendfach im Kreis schrieb, roch meine rechte Hand hinterher durch und durch nach Jill Sander. For men…

Am Besten gefiel mir die mit Stofffetzen und bunten Pompons beklebte Seite, die in Farbe ertränkt werden sollte mit Auslassung eines kleinen Kreises. Die war ein echter Hingucker! Aber auch die mit Büroutensilien, wie Klammern, Kuliminen, Aktendulli, Nieten und einer flache Scheibe vom Radiergummi, beklebte Seite hat mich sehr amüsiert. Die üblen Schimpfwörter sind so übel, dass ich mir ein paar davon direkt merken musste, um sie für eine verbale Auseinandersetzung als Totschlagargument im Ärmel zu haben. Nicht von schlechten Eltern 🙂
Im zweiten Buch sprang mich die Seite mit dem Zeitungsausschnitt an, bei dem man alle Wörter einkreisen sollte, die einem gefallen.
Ich zerschnippelte eine NEON und suchte mir den Artikel über Facebook heraus: alte Liebe postet nicht – oder doch?
„Man muss sich nicht gleich entfreunden, wenn man nicht mehr miteinander ins Bett geht. Ihr seid schließlich erwachsene Menschen? Dümmster Satz der Welt. […] Ihr solltet lieber von den Dreijährigen lernen. Die brüllen nach dem Schippenklau instinktiv das Richtige: Du bist nicht mehr mein Freund!!!“

Ich hatte viel Spaß dabei. Vielleicht hat einer von euch jetzt auch Lust bekommen? Es ist noch Suppe da sind noch Seiten frei! Nachdem ich mir das schwarze Buch im Laden schon ein Mal vorher angesehen und es wieder weggelegt hatte (die Aufgaben macht man ja eh nicht!), musste es bei einem der folgenden Einkäufe doch mit. Ich sage euch auch, warum. Es gibt eine Seite, auf der man dazu aufgefordert wird, Aufkleber zu sammeln, die auf dem Obst drauf kleben. Jedes Mal, wenn ich einen Apfel, eine Birne o.ä. gegessen hatte, musste ich an dieses Buch und besagte Seite denken. Deswegen besitze ich nun auch ein Exemplar, vergewaltige manchmal eine der Seiten, aber klebe hauptsächlich meine Obststicker ein. Schön, back to the 90s. Das moderne Stickeralbum. Besonders begehrt sind die großen: HONIGMELONE, besonders haarig die kleinen: KIWI!