Life lately according to my iphone pictures…

Gesundes gegessen und über Loriots Nudel am Kinn gelacht („ein U“)
Urlaubs-Geburtstagsfotoalben für Sasa und Jauli gestaltet und dabei Lust auf eine Fotowand im eigenen Flur bekommen
Stullengesichter kreiert und aufgegessen
gearbeitet
Musik gemacht mit Papa
feuchtfröhliche Badefeten mit den Spritztieren gefeiert
(„Warum legst du die Tiere denn alle da hoch, Nono?“
„Die feiern eine Party!“)
 
Stifte-Pferd und Geburtstagsherz gebastelt
pinke Glitzerhausschuhe und anderes, lebenswichtiges Prinzessinenzubehör besorgt – in der Kita hat sie schon erzählt, dass sie zum Fasching ein rosanes Kleid anzieht…what else ^^
endlich eine Nähmaschine gekauft und trotz 2 linker Handarbeitshände einen zur Baby-Born-Mütze umfunktionierten Mini-Kissenbezug und einen ganz ansehnlichen (und funktionsfähigen!) Loop-Schal genäht!!! Zu viele schöne Blogs mit zu vielen schönen kreativen Näh-Ideen waren „Schuld“ 🙂
Farben geübt und die Schnecken flitzen lassen
trotz des kommerziellen Hintergrundes dieses Tages am 14.02. über einen gedeckten Frühstückstisch und Blumen gefreut

Seitdem wir aus dem Urlaub zurückgekommen sind, schwächelt die gesamte Familie gesundheitstechnisch ein bisschen. Meine melonengroßen Mandeln samt Schluckbeschwerden haben sich ohne ärztliche Hilfe in Luft aufgelöst bzw. sind die Beschwerden einfach weiter gewandert. Über’s Wochenende war der Hals innen wie wund und seit gestern sind Nasennebenhöhlen und Stirn ein einziges Rotzeasyl. Nachdem ich dann letzte Nacht trotz Heizdecke erst gefroren habe wie ein Schneider und dann mitten in der Nacht nach dem ein-Fläschchen-bitte-Mama des Kindes eine Stunde wach war und vergeblich versucht habe, wieder einzuschlafen, bemühe ich mich jetzt, mit viel Tee, Rotlichtlampe und einer Decke auf dem Sofa zu entspannen und dem hartnäckigen Infekt den ausgestreckten Mittelfinger zu zeigen…
Nono geht’s *klopf auf Holz* bis auf den obligatorischen Schnupfen gut, sie verblüfft mich momentan mit immer neuen und längeren Sätzen und Wendungen wie z.B. „Ich freu mich, dass mein Hasi wieder da ist!“ oder „Der is schön, nich wahr?“. Außerdem benutzt sie auffällig oft das Wort „unheimlich“, aber nicht in der Bedeutung von gruslig, sondern als Steigerungsform: süß, süßer, unheimlich süß.
Und unheimlich süß klingt es wirklich, wenn sich so ein kleiner Mensch beim Essen über den Bauch streichelt und beteuert: „Dis is unheimlich lecker!“ Fiona hat ja eine Vorliebe für’s Manschen. Wenn sich das auf den Strand und die Sandmodderpampe beschränken würde, wäre das schön. Ist aber nicht so. Sie manscht gerne mit flüssigen Lebensmitteln, so landet schon mal ein Rest Stulle in der Milch oder eine Scheibe Gurke im Saft. Auch Mixgetränke (Fruchttiger + Kakao, Milch + Saft) entstehen in letzter Zeit häufiger. Dabei ist sie so verflixt schnell, dass Mama erst schimpfen kann, wenn es schon längst passiert ist. Ich nenne sie dann immer „Ferkel Ferdinand“ und sage ihr, dass ich nicht möchte, dass sie Schweinerei macht, als aktives Verb schweinern. Heute morgen sah es so aus, als würde Ferdinand mit seinem Löffel wilde Rührparties in der Cornflakesschüssel feiern. Vorbeugend bat ich sie, auf Schweinerei zu verzichten. Da antwortete mein kleiner Ferdinand: „Nono nich sweinert! Ich muss umrühren, das wird Kakao!“
Die aktuelle Sprechphase ist auch wieder besonders niedlich. Es stimmt schon vieles und es erstaunt mich, wie viele Wörter sie kennt und sicher verwenden kann. Und wenn sie dann Analogien bildet und diese selbstbewusst quer über den Tisch schmettert, muss ich mir ein Lachen doch verkneifen: „Ich hab aufgegesst!“ Logisch, denn es heißt ja auch „Ich habe gespielt“ oder „Ich habe gelacht“.
Ganz groß ist sie auch im Erfinden von Phantasiewörtern. Sie reiht scheinbar beliebig Wortfetzen aneinander und freut sich dann, wenn zufällig ein neues Wort entsteht. Das posaunt sie dann stolz durch die ganze Wohnung und durch die Kita (fragende Blicke in meine Richtung – ich gucke ebenso fragend zurück). Eines dieser Wörter ist der/die/das „Flattlatt“. Ich habe in diversen Befragungen versucht, etwas über diese scheinbar seltene Spezies herauszufinden. Fiona sagt, sie selbst sei ein Flattlatt. Hasi sei auch ein Flattlatt. Mama und Papa seien ebenfalls Flattlatts. Als ich fragte, ob ihre Kuschelkitty auch ein Flattlatt sei, brach sie in schallendes Gelächter aus und antwortete dann mit „nein“. Hm.
„Enzoättädätt“ ist auch so ein Wort, aber eher die Bezeichnung einer Tätigkeit. Wenn sie Enzoättädätt macht, dreht sie sich im Kreis, bis sie sich mit Drehwurm in einer Art Sitzhocke dem Fußboden nähert. Das Ganze ähnelt einem kleinkindlichen Breakdance und wird vielleicht in ein paar Jahren mal die Tanzschulen stürmen, wer weiß ^^
Wenn Enzoättädätt in vollem Gange ist, hilft auch kein „nicht auf den Fußboden!“. Auch nicht, wenn nassdreckige Schuhe und Hundetatzen den Winter mitreingetragen haben und dieser droht, in den nächsten Sekunden das süße rosa Kleid anzuspringen…Einen echten Breakdancer juckt das wenig.
Wissenschaftlich nachgewiesen ist ja, dass das Wörtchen „nicht“ von Kindern überhört wird und aus Mamas „Bitte nicht kleckern“ demzufolge nur die Kerninformation „KLECKERN!“ beim Nachwuchs ankommt. Aus diesem Grund sollte man seine Bitten andersrum formulieren, sprich: statt „Nicht die Tür aufmachen“ sagen „Die Tür bleibt zu“. Während ich also am Lamentieren bin, warum irgendetwas mal wieder besser nicht gemacht werden sollte, fällt mir die Nicht-Studie ein und ich versuche beim Sprechen zu Denken und mein Anliegen umzuformulieren. Manchmal klappt das gut und manchmal aber auch gar nicht. Einem auf der Couch hopsenden Kind zu erklären, dass es stehen/liegen/sitzen bleiben soll, wenn es dem Erwachsenen doch grundsätzlich egal ist, mit welcher dieser Tätigkeiten sich der Sprössling beschäftigt, halte ich für vergebene Liebesmüh. Da bleibt’s dann eben doch beim simplen „nicht hüpfen“ und der Hoffnung, dass die Schwerkraft ein besserer Lehrmeister ist und in der B-Note höchstens ein kleiner blauer Fleck beim Lernprozess rausspringt…

Kitakinder haben letzte Woche gut mitgemacht, die Geschichte mit Puppe Lucy in Amerika fasziniert sie irgendwie. Und auch die New-York-Postkarten mit Freiheitsstatue, Brooklyn Bridge und Scyscrapers erfreuen sich bei den unter-5-Jährigen großer Beliebtheit. Beim Bild der Brooklyn Bridge erklärte ich, dass Autos über diese große Brücke fahren und darunter Wasser ist. Ein Kind antwortete ganz trocken: „…und da schwimmen die Entchen!“ Ja, vermutlich.
Ein Junge war laut eigenen Angaben zwar nicht in Amerika, aber in Asien, im Skiurlaub… *Melodie von Kung Fu Fighting*
Als ich kurz Pause hatte, hörte ich, wie im Nebenraum zwei Erzieherinnen („Warst du in der Schule?“ – „lange her“ „Merkt man!“) mit ihrer Gruppe ein Ratespiel spielten. Scheinbar zeigten sie Bilder hoch und die Kinder sollten den passenden Beruf dazu nennen. Ich hörte sie brüllen: „Giraffe!!“ Und die Erzieherin: „Ja, so heißt das Tier. Aber wie heißt denn der Beruf dazu?“ Es dauerte eine Weile, bis sie das Prinzip Giraffe – Tierpfleger geschnallt hatten. Anschließend ging es um männliche Berufe und das passende weibliche Gegenstück dazu, also beispielsweise Bäcker und Bäckerin. Die Kinder haben größtenteils richtig geantwortet, stutzten aber beim Rennfahrer. Dessen Gegenstück ist ganz klar: die Rennfahrerfrau…
Apropos Kinder, vor ein paar Tagen stand beim Einkaufen vor mir eine Schwangere an der Kasse. Ich musste breit grinsen als ich sah, was sie auf das Band legte: 12x Joghurt mit der Ecke und ein Big-Pack Sandwich-Eis. Soviel zum Thema gesunde Ernährung. Sagt das mal den Bauchbewohnern! Meiner hat damals nämlich auch regelmäßig Eis bestellt, aber nicht irgendeins! McFlurry mit Daim UND Karamellsoße, drunter ging nix. Ja ja, so war das…

Eine kurze Unterrichtsstory hab ich noch für euch:
nach meinen Melodikaschülern der ersten Klasse kommen die „großen“ Viertklässler zum Akkordeonunterricht. Während ich gestern noch die Notenständer aufbaute, hörte ich, wie 3 kleine Mädels sich beim Einpacken unterhielten:
„Was ist denn das eigentlich für ein Instrument?“
„Das ist ein Okordion.“
„Nein! Das heißt Ohrkadium!“

Herrlich, ich musste es gleich aufschreiben, sonst hätte ich diese tollen Wortneuschöpfungen bis heute vermutlich vergessen. Ohrkadium klingt für mich zwar eher nach einem neuen Element im Periodensystem oder einem meteorologischen Phänomen, aber sei’s drum…

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Autor: Mama 2.0

stoffverliebte 2fach-Mama, Berlinerin, iphoneaddict, Musikpädagogin. Liebt buntes Klebeband, geistige Herausforderungen und hat sich den Blick für das Schöne bewahrt. Happiness is not a destination, it is a way of life. Glas ist halbvoll und so, wa?

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