Blogparade #2

Die Blogparade geht in die zweite Runde, diesmal mit den Themen Schwangerschaft, Geburt und Babyzeit. Als roter Faden sollen ein paar festgelegte Begriffe im Text auftauchen, die dann nachher fett gedruckt sind.
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Schwangerschaft, Geburt und Babyzeit sind 3 so umfassende Bereiche, dass sicher jede Mama zu jedem der Themen einen halben Roman schreiben könnte, die Kunst liegt wohl hier in der Beschränkung auf das Wesentliche. Deshalb erspare ich euch das „Juhu, 0,257cm mehr Bauchumfang“ aus den ersten Wochen der Schwangerschaft, das „VERDAMMTE SCH****, tut das weh, das mach ich niiieee wieder!!!“ von der Geburt und das „Schau mal, wie süß, sie hat gepupst“ aus den ersten Babywochen.
Wen doch tatsächlich der ausführliche (und teils minutengenaue…haha) Geburtsbericht interessieren sollte:
er schwirrt in den Tiefen meines Blogs rum, genauer gesagt hier.
Aber beginnen wir chronologisch:
Als ich vom Frauenarzt nach dem Schwangerschaftstest den Mutterpass, einen Stapel Infobroschüren und einen „Herzlichen Glückwunsch“ in die Hand gedrückt bekommen hatte, ging ich sofort in den nächsten Schreibwarenladen und kaufte ein Tagebuch. Ohne weiter darüber nachzudenken, griff ich ein Schweinchenrosafarbenes und begann zu schreiben (5.Woche!). Einige Wochen später kam mir erst in den Sinn, dass ein rosa Büchlein für einen eventuell hellblauen Thronfolger nicht ideal ist, wenn er es zum 18. geschenkt bekommt. Ich schrieb deshalb: „Lieber Blubb. Ich bin mir ziemlich sicher, dass du ein Mädchen wirst. Falls nicht, entschuldige ich mich hiermit in aller Form für das rosa Buch…“
5.- 10. Woche
„Meine Hormone haben gerade bunte Partyhütchen auf und stoßen auf dich an. Ohne mich, natürlich.“
„Du bist weder ein Zellhaufen noch ein weißer Punkt auf einem Monitor. Du bist ein Wunder, du bist unser Kind!“
„Dein Herz schlägt schon, aber ganz anders als meins. Anders und doch irgendwie zusammen <3"
„Ich muss jeden Tag 2-3 Std schlafen am Nachmittag und es kostet mich sehr viel Überwindung, Dinge wie einkaufen gehen zu erledigen. Oh man!“
„…und du bist es auch, die mich zu McDonalds fahren lässt und das mindestens 1x die Woche. Das mache ich nicht aus freien Stücken, nur um das mal festzuhalten!“
„Am Wochenende wolltest du Pizza. Ich esse ja normalerweise nur Schinken + Ananas. Aber nein, was hast du über meinen Mund geordert? Salami und ZWIEBELN! Bah….geht’s noch?!“
„Wir haben schon Namen überlegt, für ein Mädchen FIONA. Wie findest du den? Sag doch auch mal was!“
„Was ich heute Ekliges gegessen habe: Toast mit Schinken, Ei, sauren Gurken und Käse überbacken….“
„Ich habe heute geträumt, du wärst geboren (Mädchen) und als ich dich stillen wollte, kam keine Milch. Du hast gesagt (!), du hättest Hunger, ich hatte keine Fertignahrung da und es war Sonntag. Geschäfte zu…“
11. – 30. Woche
„Ultraschall gehabt: du bist so wunderschön!! Ich hatte Tränen in den Augen, du hast uns gewunken mit deinen Mini-Ärmchen“
„Warum bewegt es sich denn so wenig??“
„Ihr Baby ist so groß wie ein Gummibär. Mit so kurzen Armen und Beinen kann es nicht wild um sich schlagen…“
„1.Umstandshose gekauft. Saubequem!“
„15.Woche – ich wurde zum ersten Mal gefragt, ob das Bäuchlein eine andere Ursache hat als Essen.“
„18.Woche – Ich glaub, ich hab dich gestern zum ersten Mal gespürt. Es war unbeschreiblich, so ein Blubbern, als wenn ein Wurm durch den Bauch kriecht. Nochmal! Tanz für mich :)“
„Habe deinen ersten Body bestellt. Steht drauf: iPood. Haha.“
„Seit einer Weile lege ich abends vor’m Schlafen immer eine der Spieluhren auf den Bauch. Anhand der Tritte würde ich sagen, du magst „Somewhere over the rainbow“ lieber als „Schlaf, Kindlein, schlaf“. Jazzkind :)“
30.+
„Alle 15 min einen harten Bauch. Vorwehen. Nicht gut. Bleib drin, Hasi. 4 Wochen mindestens!“
„Ärztin sagt, zierliches Kind. Schmaler Kopf, schmaler Bauch. Das ist guuuut…“
„Humorfreie Zone beim Wochenend-Geburtsvorbereitungs-Crashkurs. 7 dicke Bäuche steigen in den Fahrstuhl ein. Stephan kommt dazu und zählt „2, 4, 6, 8, …“. Totenstille. Lachen ist gesund, ihr Hupen!“
„Jetzt sind wir schon bei den Waagen angekommen. Ob du dich bald auf den Weg machst? Ich kann kaum mehr meine Socken alleine anziehen.“
„Heute bleibt alles liegen. Fühle mich zu dick für alles. Manövrierunfähig.“
„Morgen kommt wieder die Frau mit den Nadeln im Bein (also in meinem, nicht in ihrem) – Akupunktur.“
„Noch genau 2 Wochen. Mir tut sooo der Rücken weh bei jedem Schritt! Aber Wehen hab ich noch keine.“
„07.10., 14 Uhr: FA-Termin. CTG ohne Befund.“
Rückblende: 07.10., 23.59 Uhr – Herzlich Willkommen, kleine Fiona
2 Tage alt:
Im Krankenhaus hast du schon dein erstes Wort „gesprochen“. Wenn du Hunger hast und ich dich hochnehme, lässt du deinen Kopf wütend auf meine Brust fallen und pickst wie ein Vogel. Das hast du im Krankenhaus auch gemacht und dabei einen Laut losgelassen, der klang wie „effm“, also „essen“ ^^ Ganz klar, das Kind hat Hunger.
6 Wochen alt:
Mein Baby hat heute Post vom Finanzamt bekommen, die persönliche Steuernummer. Na da sind sie aber hinterher…
Du hast jetzt schon den Spitznamen „Penny“ weg, weil du den ganzen Tag schläfst. Du hebst fleißig deinen Kopf, reagierst auf die Somewhere-over-the-rainbow-Spieluhr, die ich in der Schwangerschaft immer gehört habe und du LÄCHELST! Was für ein schönes Gefühl, das eigene Kind lächeln zu sehen! Unbeschreiblich! Am Anfang musste die Hebamme jeden Tag kommen, weil du abgenommen und relativ wenig gegessen hast. Bist eben ein Etappensäufer. Das sieht so aus: 40ml – 30min schlafen – 40ml – etc. Wenn dann einiges an Trinkmenge zusammengekommen ist, schläfst du 4 Stunden, da kann man die Uhr nach stellen. Und was mache ich in der Zeit? Statt etwas Sinnvolles zu tun, sitze ich an deinem Stubenwagen, gucke rein und grinse dämlich…
Eines der ersten, aber noch lange Zeit später heißgeliebten, Spielzeuge war übrigens er hier:
Frei nach René Mariks liebevollem Maulwurf mit Sprachfehler („Rapante, Rapante!“) benannt: Schmettekage.
Ein Kau-Zieh-Hup-Knister-Reiß-und-Beiß-Spielzeug vom Feinsten, den würde ich immer wieder kaufen. Laut Amazon heißt er Freddy und ist eigentlich ein Glühwürmchen, aber wir mögen ihn als Schmetterling lieber. Sowas Tolles! Wäre der nicht auch was für dich, lieber Herr Bohne? 😉
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Autor: Mama 2.0

stoffverliebte 2fach-Mama, Berlinerin, iphoneaddict, Musikpädagogin. Liebt buntes Klebeband, geistige Herausforderungen und hat sich den Blick für das Schöne bewahrt. Happiness is not a destination, it is a way of life. Glas ist halbvoll und so, wa?

10 Kommentare zu „Blogparade #2“

  1. Erfrischend anders, dein Bericht 🙂 Ich hatte am Anfang Sorge, ich würde nicht durchhalten, weil er recht lang ist (und ich heute schon ein paar hundert gelesen habe…), es hat mich aber gepackt und ich habe gut gelacht. 🙂
    Das debile Grinsen hat man übrigens auch nach 3 Jahren manchmal noch. 🙂 Danke für deinen Bericht!

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  2. Wow! Ich habe mir auch vorgenommen, ein Schwangerschafts-Tagebuch zu schreiben, aber leider hat es nicht geklappt. 😦 Als Übersetzerin schreibe ich halt den ganzen Tag, da konnte ich mich abends nicht mehr aufraffen. Jetzt ärgere ich mich natürlich und wünschte, ich hätte so tolle Erinnerungen an die Schwangerschaft wie du!

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  3. Danke für den Hinweis! Aus irgendeinem Grund war bei den Postoptionen das Häkchen bei „Leserkommentare nicht zulassen“?! Jetzt müsste es gehen. please try again 🙂

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