"Ist so schön, wenn alles brennt…"

Juhu, heute hat die Schule wieder angefangen…. aber allem voran erstmal ein GLÜCKLICHES NEUES JAHR all meinen Lesern!
Da wir alle nicht so die Partylöwen sind, gab es dieses Jahr – letztes Jahr – eine tolle, entspannte Silvesterparty im kleinen Kreis, bei der wir trotz guter Vorsätze wieder nicht geschafft haben, Activity ab 18 zu spielen ^^
Es wurde herzlich gelacht über Freddy Frinton in seiner Paraderolle als „James“ an Miss Sophies 90.Geburtstag und es wurden fleißig bunte Raclettepfännchen gefüllt. „Dinner for One“ gehört zu Silvester so dazu, wie der Tannenbaum zu Weihnachten. Wenn man’s nicht hat, fehlt was! Das letzte Silvester haben wir ja in Ägypten verbracht. 30°C im Schatten, Meeresrauschen, ein gigantisches Silvesterdinner und barfuß im Sand laufen zum Jahreswechsel war auch wirklich schön, aber so ganz ohne Miss Sophie und Feuerwerk ist auch nix. Feuer fasziniert die Menschen ja seit je her, so auch am Silvesterabend die in unserem Wohnzimmer. Keine Angst – Vorhänge sind noch, Tischdecke ist auch noch heil und die Feuerwehr musste nicht anrücken.

Es gab Feuerzangenbowle von Stephan, unserem „Lord of the flames“. Ist übrigens kaum Alkohol drin, „ist ja alles verbrannt“. Meine Mama kommentierte das brennende Wein-Zimt-Orangen-Nelken-Schnaps-Gemisch im Topf mit den Worten: „Es ist so schön, wenn alles brennt!“
Für’s Nono-Kind war es das erste erlebte Raketenfest, bei dem sie unbedingt geweckt werden wollte, wenn Marco (btw, der „Herzens“-Fotograf) für sie „Feuerberg“ macht. Bis 22 Uhr sprang sie vergnügt durch die Gegend, guckte Chartshow und wusste sowohl sich als auch die Gäste zu beschäftigen („Nono rennt! 1 2 3 looooos!“). Als ihre Manöver immer waghalsiger wurden und das Schwanken nicht dem Alkoholkonsum zuzuschreiben gewesen sein konnte, ließ sie sich sogar mit nur wenig Widerrede ins Bett legen. Nach dem mitternächtlichen Prosten, schnappten sich alle ihre Raketen und ich mir das Nonchen, bei der ich mir nicht mehr 100% sicher war, ob sie wirklich geweckt werden wollte. Aber gefahrlaufend, dass sie mir die nächsten 365 Tage vorhält, warum ich sie beim Feuerberg nicht geweckt habe, tat ich es trotzdem. Im Schlafanzug rein in den Schneeanzug und raus. Direkt nach Mitternacht kann man auf Straßenlaternen ja praktisch verzichten, weil es so hell am Himmel ist. Staunend, wie viel Geld die Leute so in den „Wind“ schießen, betrachteten wir – natürlich auf dem „Arm-Arm“ bei Mama – das bunte Spektakel und erlebten so die ersten Minuten des neuen Jahres Wange an Wange und händchenhaltend mit Blick in den Himmel. Das ganze Geballere schien ihr nicht wirklich geheuer. Sogar die ihr angebotene Wunderkerze vom Opa hat sie ausgeschlagen (dafür würde sie sonst den „Liem Hasi“ und ihr Handy verkaufen!). Irgendwann sagte sie „Ich hab eine Angst, Mama“ und „Ich will reingehen“ und das taten wir dann auch. Schnell wieder ins Bett und Augen zu. Aber sie erzählt noch heute, dass sie die Raketen gesehen hat und wie die machen: „bumms“ und „füüüüüü“ 🙂
Das postmitternächtliche Bleigießen verlief auch durchaus erfolgreich. Und wenn jemand eine „Trennung vom Partner“ gegossen hätte, wäre die einfach gnadenlos wieder eingeschmolzen worden. Manchmal muss man dem Glück auch etwas nachhelfen… Ohne Blei-Recycling gab es bei uns alles von „Erfreulichen Nachrichten“ über „Urlaubsreisen“ bis hin zu „häuslichem Glück“. Ich hatte eine Art R2-D2 aus Star Wars. Bedauerlicherweise stand der nicht auf der Liste ^^

Außerdem waren wir in den Ferien in einer Zoohandlung gucken, weil evtl. bald ein Fisch bei uns einziehen soll.

Bei dem Bild oben links fragt sich, wer da wen nachmacht. Unten links ist eine „Biene“, meinte Nona und unten rechts ist einfach nur „iiiieeeeeehhhh“, weil die Kiste kriechen konnte und dort so offen rumstand…
Wir haben Hasen, Vögel, Fische, Mäuse, Schildkröten, Geckos („Hallooo, Gecko!“ *wink*) und Schlangen gesehen, Vogelspinnen und Hamster erahnt (schliefen?). Hinter der letzten Scheibe saßen ziemlich große „Tatalaken“, die mir nur beim Anblick einen Schauer über den Rücken jagten. Nona ist noch unvoreingenommen den lieblichen Tierchen gegenüber und sagte: „Oh, die sind aba ssön!“
Ich flüsterte leise: „Nee, dis is nich so lecker…“, woraufhin sie von einer Scheibe zur nächsten ging und laut durch den Laden posaunte: „Dis is nich lecker!“
Gestern haben wir für Fionas Fischmobile noch eine Krabbe gebastelt.
Oranger Farbmatsch, Hand rein, abdrücken, Pfeifenreiniger und Augen ankleben, fertig.

Neue Kindergartenstories folgen in Kürze, denn wie gesagt: heute ging’s wieder los. Bis dahin, macht’s gut!

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Autor: Mama 2.0

stoffverliebte 2fach-Mama, Berlinerin, iphoneaddict, Musikpädagogin. Liebt buntes Klebeband, geistige Herausforderungen und hat sich den Blick für das Schöne bewahrt. Happiness is not a destination, it is a way of life. Glas ist halbvoll und so, wa?

3 Kommentare zu „"Ist so schön, wenn alles brennt…"“

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