Tanja, Panik & rosa Einhörner

Die Frage, wer Tanja ist, klären wir gleich (oder auch nicht?). Vorher aber erstmal ein Witz, der nicht wirklich witzig ist, dann aber doch wieder so, dass ich über den Tag verteilt immer mal wieder ein Grinsen im Gesicht habe.

Sitzen 2 Kühe im Keller und hacken Heizöl. Kommt ein Schraubenzieher rein, geht an der Wand hoch, läuft an der Decke lang, geht an der anderen Wand wieder runter und verlässt den Raum. Sagt die eine Kuh zur anderen: „Haste dit jesehn?!“
Die andere darauf: „Ja, ja, den kenn ick. Der grüßt nie…“

Ach, schön. Und nun grinst sie schon wieder.
Kann da noch jemand drüber lachen?

Meine Kitastunden von letzter Woche waren verhältnismäßig unspektakulär.
Nur eins hat mich zum Nachdenken gebracht:
ich fragte mit hochgehaltenen Klanghölzern, ob die Kinder wissen, was das ist (Stöcker, Hölzer, Stäbe – alles schon gehört).
Dann sagte ein Kind nicht etwa zögerlich: „Tanja“
Wenn einem nichts pädagogisch Wertvolles einfällt, einfach überhören.
„Keiner? Doooch, das kennt ihr bestimmt. Wer weiß denn, wie die heißen?“
Anderes Kind: „Tanja“
Ich schaue mich hilfesuchend im Kinderkreis um, denn die richtige Antwort steht praktisch schon ungesagt im Raum.
Da ziehen die restlichen Kinder nach und bestätigen „Tanja“ ernst und heftig nickend.
Manche Dinge muss man nicht verstehen. „Tanja“ ist eins davon.

Gruppendynamik ist übrigens ein Arschloch. Manchmal.
Merke: Es muss NIE nur ein Kind auf die Toilette. Das muss eine hochansteckende Blasenkrankheit sein, die innerhalb von Sekunden um sich greift und alles platt macht was noch nicht bis 10 zählen kann. Dagegen sollten sie mal was entwickeln…

Merke 2: vermeide Wörter, die Kinder zu spontanen, lauten, selbstständig ausgeführten Tätigkeiten anregen. Auch „Frosch“ kann im ungünstigsten Fall auf der Liste der No-Gos stehen. Das wirst du merken, spätestens wenn fünfzehn (!) 3-Jährige wild quakend ohne Aufforderung durch den Raum springen, während du – mittlerweile allein – in der Kuschelecke sitzt und eine Geschichte vorliest. Vielleicht haben sie Bullshit-Bingo gespielt, sehr beliebt zu meiner Abizeit. Und der „Frosch“ war einfach zur falschen Zeit am falschen Ort. Bingo!

Merke 3: die Wahrscheinlichkeit, dass das freche Kind, was permanent stört, schlägt, beißt, kratzt, haut, dazwischenredet und Lieder sabotiert „Jason“ heißt, liegt bei nahezu 80%.

Kennt ihr das, wenn euch so eine unterbewusste Panik befällt, die euch ständig zwingt, irgendetwas zu tun und euch paranoid umzugucken?
Mich hat sie direkt am Eingang der Mittwochskita begrüßt und ging mit mir Arm in Arm in meinen Unterrichtsraum. Sie tanzte alle Tänze, hockte mir beim Vorlesen auf dem Schoß und hat sich rotzfrech auf den Beifahrersitz meines Autos gedrängt um bis nach Hause mitzufahren. Donnerstag war sie wieder da und auch am Freitag sah ich sie schon von Weitem winkend am Fenster stehen. Die Panik nennt sich „Kita mit Ringelröteln-Befall“, zwingt mich zum permanenten Händewaschen und ist auch sonst kein sehr angenehmer Zeitgenosse. Das Kinderbokatz-Motto „Sammeln Sie Punkte?“ (Post „panzen“) war dann doch nicht SO ernst gemeint.
Apropos Bokatz – morgen hat „d’Opa Bobokatz“  <– wir sind immerhin schon bei der richtigen Silbenanzahl angekommen. Es wird!

Nonos Kita-Erzieherinnen heißen Frau Mautes und Frau Sidlo („Litu“). Die beiden haben vor Kurzem den Tischdienst eingeführt, d.h., jeden Tag stellt ein anderes Kind Teller und Becher für die ganze Gruppe auf den Tisch. Als ich Fiona interviewt habe, wer denn Tischdienst hatte, sagte sie nichts. Bei der konkreteren Frage, wer die Teller hingestellt hat, sagte sie „Mautes!“ und die Becherfrage beantwortete sie mit „Litu“. Das nonocharakteristische Weglassen einer Silbe bzw. hier des gesamten Präfixes „Frau“ kannte ich also schon, was mich dennoch nicht davor bewahrte, laut loszulachen, als Nona eines Morgens ihre Erzieherin mit einem fröhlichen
„Hallo, Mautes!“ begrüßte ^^

Außerdem gibt es im Kindergarten für alle Kinder Tee zum Trinken. Statement dazu:
„Schmeckt dir der Tee?“
„Nein.“

Heute morgen beim Wochenendfrühstück mit viel Zeit gab es Cornflakes für die Prinzessin. Weil nur die reinen Schokoflakes nicht genug „Panz-Potential“ und Manschmöglichkeit bieten, muss natürlich Milch rein.
Ich sagte: „Ich mache dir gleich Milch rein.“
Nona: „Milchreis!!“
Ich: „Nein, Milch reiN. Zu den Cornflakes.“
Nona: „Ja, Milchreis.“

Eine ähnliche Story folgte direkt danach auf dem Weg zu REWE im Auto.
„Wir gehen jetzt einkaufen.“
„Oh ja, faufen. Nono auch faufen. Mama auch. Papa auch.“
„Sag mal: einKaufen, mit k“
„faufen mit k“

Heute nachmittag waren wir auf dem Erntefest an der Marzahner Mühle, weil mein Schülerorchester dort einen Auftritt hatte.
Nona hat schon aus weiter Ferne die bunten, heliumgefüllten Spongebobs, Patricks, Hüühs und Blubbs vorbei schweben sehen und das lautstark mit dem bekannten, blognamensgebenden „Nono auch haben will“ kommentiert. Auf dem Rückweg erfüllten wir ihr selbigen Wunsch (7€, in Worten SIE-BEN!!) und ein rosa Hüüh mit Stange auf dem Kopf zog bei uns ein. Jetzt können wir wahrheitsgemäß singen:
„Da schwebt ein Pferd auf’m Flur….“

Wie auf dem zweiten Bild unschwer zu erkennen ist, ist unsere Ich-bin-nicht-zu-sehen-Taktik nicht etwa der schwarze Balken vor’m Gesicht, das kann ja jeder. Bei uns ist es das rosa Einhorn ^^ Hast du Mama gesehen? Ich auch nicht…
Nachdem mir Fräulein M. heute Abend so heiß vorgekommen ist, habe ich gesagt:
„Wir müssen Fieber messen.“
Ganz verständnisvoll hat sie genickt und wiederholt: „Schieber nässen.“
Das Schieberthermometer sagt übrigens 39,0°C. Nicht gut… Bitte nur ein Zahn!

P.S. Wen nur die Technik am Kommentieren hindert:
Bei „Kommentar schreiben als“ das Vorletzte („Name/Url“) auswählen, Namen angeben und abschicken 🙂

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Hallelujah

Ich poste jetzt mal kommentarlos unsere Unterhaltung aus dem Auto von heute morgen:

Nono: „Dün dün!“
Ich: „Soll ich singen? Grün, grün, grün?“
Nono: „Ja.“ (klatscht)
Ich: „Grün, grün, grün sind alle meine Kleider […] weil mein Schatz ein Jäger, Jäger ist.“
Nono: „Neger Neger.“
Ich: „Nein, JÄGER. Mit j“
Nono: „Ja, Neger.“

Ist es bei euch, Mamas, auch so, dass seit der Geburt eures Kindes irgendwie eine andere Zeitrechnung gilt?
Seit Nona auf der Welt ist, denke ich nicht mehr in Jahren von Januar bis Dezember, sondern von Oktober bis Oktober; man hangelt sich so zwischen den Geburtstagen entlang. Alle wichtigen Erinnerungen, die ich aus den letzten 2 Jahren habe, hängen unmittelbar mit Fionas Alter zusammen. Ich erinnere mich dran, wie alt sie zu einem bestimmten Zeitpunkt war und dann kann ich mich auch an alles andere sehr bunt und lebendig erinnern. Die letzten 24 Monate habe ich in etwa so intensiv und bewusst wahr genommen, wie die 10 Jahre davor. Und wenn man früher nach einem Sommer den nächsten kaum erwarten konnte (ok, ich geb’s zu, ich freu mich trotzdem schon auf den nächsten), freue ich mich jetzt sogar auf den Herbst und ein bisschen auch auf den Winter. Denn – Vorsicht, Phrasenschwein – man sieht die Welt durch Kinderaugen ganz anders: aufregender, nicht so erwachsen-selbstverständlich, sondern bunt und spannend. Man entdeckt längst vergessene Wunder wieder wie ein grünes Blatt, das im Herbst gelb wird (Staunen Sie bitte jetzt). Auch wenn ich nie ein Neg….Verzeihung…Jäger und Sammler war was Naturmaterialien angeht, könnte ich mir vorstellen, mit Nono auf Waldblätterschneckenkastanienentdeckungstour zu gehen 🙂

Nach dem „Kling Klang“ mit der Tüte Erdnusschips von gestern heute mal was ganz anderes:
eins meiner All-time-favourites, das „Hallelujah“ von Leonard Cohen.
Heute habe ich die beiden schönsten Strophen (von gefühlten 1000) mal aufgenommen, vielleicht findet ihr es ja genauso schön.
Es ist so unglaublich kraftvoll und strahlt gleichzeitig eine tiefe Ruhe aus. Das Stück macht mich glücklich. Enjoy 🙂

Was ist das und wann gehen wir da rein?

„Steck dir die halbe Tüte Erdnusschips in deinen zuckersüßen Mund…….
Kling Klang, du und ich, die Straßen entlang!“

Gut, es waren zwar keine Erdnusschips, aber ein „Rachungs-Ei“, was in ihrem zuckersüßen Mund landete. An sich kein Problem, wären wir nicht gerade beim Einkaufen VOR dem Bezahlen gewesen…Und wie wir so wild eierklappernd an der Kinderschokolade-Ü-Ei-Palette stehen und sage und schreibe schon 4 Stück (ja, ja, ich weiß *rolleyes* nicht alle auf ein Mal essen ^^) in den Wagen gelegt hatten, drehe ich mich um und sehe mein Kind mit einem nur noch halben Ei in der Hand, aus dem schon neugierig das „Gelbe vom Ei“ hervorblitzte. Den Rest (mit Papier!) hatte sie in einer unbeobachteten Sekunde einfach abgebissen! Nach der manuellen Entfernung des oralen Silberpapierspuckeschokoladengemisches das halbe Ei zurückgestellt und schnell weg….*räusper* Haben die Kameras?
Sehr süß ist auch neuerdings ihr „Nono wohnt da“, wenn wir nach Hause kommen.
Unten in unserem Haus ist das Büro vom Opa. Dazu sagt sie: „Da wohnt d’Opa“.
Ich weiß noch nicht genau, wie ich ihr erklären soll, dass er dort nicht wohnt, sondern nur arbeitet.
Denn eigentlich wohnt man ja am Tag länger, als man arbeitet. Beim Opa ist es – glaube ich – umgekehrt. Deswegen hab ich’s vorerst dabei belassen.
Da wohnt also der Opa.
Dass sie so auf Flugzeuge und alles was dazugehört abfährt(-fliegt?), ist ja nun nichts Neues mehr. In einem der unzähligen Flughafenbücher ist das Cockpit abgebildet und sie weiß nun auch, dass die Leute, die vorne im Flugzeug sitzen und lenken, Piloten heißen, bei ihr die „Loten“.
Letztens sind wir mit dem Auto unterwegs gewesen und vor dem Einsteigen zeigte sie auf die vorderen Sitze und sagte: „Die Loten, da!“
Wir haben jetzt ein neues Töpfchen, eher einen Töpfchenkoffer für unterwegs zum Mitnehmen, damit die Aktion Windelfrei so langsam ins Rollen kommt (hööö, beim Durchlesen finde ich unfreiwillige Komik – is‘ wohl ein Rollkoffer ^^ 5€ ins schlechte-Witze-Schwein). Den Koffer klappt man auf, macht ihn – wenn fertig – wieder zu und alles bleibt drin, nix kommt raus. Den wollte Nona nun gestern Abend schon zu Hause testen. Alle 5 min kam sie an mit dem Töpfchen und den Worten: „Nona pullern“ und hinterließ tatsächlich jedesmal was, allerdings im Mikroliterbereich. Fast nicht wahrnehmbare Mengen, die ich trotzdem jedes Mal genau nach Anweisungen und unter den strengen Augen meines Kindes in die Toilette entsorgen musste. („Ausschmeißen!“)
Doch dann………………….*trommelwirbel*…….gab sie nach einer Sitzung die Statusmeldung ab: „Nono Wurst pullert!“
Vielleicht rein von den biologischen Vorgängen und dazugehörigen Öffnungen nicht ganz korrekt, aber dennoch eine Party wert. Es klappt!! Manchmal.
Mal ne andere Frage: kennt ihr Tim Bendzko?
Mögt ihr Tim Bendzko?
Warum?!
Mir ist er vorgestern zum ersten Mal bei TV-Total begegnet. Ich lag auf der Couch, schon im Halbschlaf und gerade so noch mit einem Auge/Ohr wach wegen der Gäste Charlotte Roche (let’s talk about sex, baby!) und Matthias Schweighöfer. Dann fängt Herr Bendzko an zu singen und ich höre mich sagen: „Oh nein, Xavier Naidoo auf deutsch“ und im selben Moment meinen Mann laut lachen…
In dieser Woche sind es übrigens nicht so sehr die Kitakinder, die witzige Sachen von sich geben, sondern größtenteils ihre Erzieherinnen.
(Halt, da fällt mir ein, ein blogreifer Spruch fiel heute morgen.
Ich: „Was meint ihr, wen kann man denn anrufen, um die Katze vom Baum herunterzuholen, wenn sie sich allein nicht traut?“
Kinder (wie aus einem Mund): „DIE FEUERWEHR!“
Ich: „Genau! Und was macht die Feuerwehr noch außer Katzen retten?“
Kind: „über rote Ampeln fahren.“
Ha! Von wegen Feuer löschen! Die fahren nur los um Verkehrsregeln zu brechen, so läuft der Hase!)
Und als sie einen Kreis bilden sollten für Ringelpietz mit Anfassen und das Gebildete auch nicht mit Phantasie Ähnlichkeit mit 2 π r hatte, sagte ich in Ermangelung des kindlichen Verständnisses anderer geometrischer Formen (okaaay, und des viv’schen Wissens ^^): „Einen KREIS, keine Eierpflaume!“. Dieser Satz war DER Brüller und verfolgte mich die gesamte Stunde, denn die kleinen Papageien lauerten nur auf die erneute Kreisaufforderung meinerseits, um die Eierpflaume zitieren zu können. Biester 😉
Aber zurück zu den Erziehern. So ein Zickentheater!
Stellt euch vor, die schaffen es nicht, an den einen Musiktermin für ihre Gruppe pro Woche zu denken; die Gruppe vom Freitag kommt am Mittwoch, aber 15min zu spät, eine andere kommt gar nicht („Ach Mensch, das habe ich vergessen. wir Erzieher machen ja auch was über den Tag. Da kann man ja nicht an alles denken. Können Sie nicht die Kinder holen?“ – Nein.). Die nächste kommt mit den Kindern versehentlich in der Stunde der anderen, die andere sitzt vor der Tür, motzt dann vor mir und den Kindern die wiederum andere Erzieherin an, warum die ihre Stunde „geklaut“ hat und zieht dann bockig ab, komplett ohne Musik, etc. Hui!
Das Größte waren aber wohl meine Augen, als ich heute morgen meinen Unterrichtsraum betreten habe. Nicht nur, dass dort Kisten mit Schienen, Eisenbahn, Autos, Bagger, Puppen, etc. stehen (für jedes blinkende Kinderherz etwas dabei, für JEDES!), sondern nun auch noch Tische quer im Raum verteilt, darauf Stühle und – haltet euch fest – ein BÄLLEBAD! Na das freut das Musiklehrerherz. Klar, die Kinder finden Glockenspiel und Klanghölzer viiiel interessanter als die roten, gelben, grünen und blauen Bälle, die gleichermaßen als Wurfgeschoss und Wasserersatz im „Panzbecken“ dienen.
Und die Erde ist eine Scheibe.
Meine Taktik: zubauen. Was wir nicht sehen, ist auch nicht da.
Ein Bälle-was? Nein, da sind nur Tische und Stühle. Guck!
Die ersten Kinder betreten den Raum. Statt „hallo“ höre ich:
„Ooooh, was ist das und wann gehen wir da rein???“
Ich werde heute Nacht nicht Schafe, sondern bunte Bälle zählen.
Eins, Zwei, Drei, Vier, ….Hümpf!
Gute Nacht.

Nena, Hähnle & Lebkuchen

im Kalender (noch) Sommer,  im Garten Herbst ……und bei REWE schon Weihnachten!!

Dann bin ich wohl doch nicht die Einzige, die sich im Spätsommer schon mit Weihnachten befasst. Aber Lebkuchen im September?
Das geht nur schwanger…. Da stolper ich jedes Jahr drüber! Ob sich das schon lohnt für den Einzelhandel? Bis die schmecken, haben die süßen Sterne doch grünes Fell und laufen allein unter’n Weihnachtsbaum…
Da wären wir dann auch wieder bei „Grün, grün, grün sind alle meine Sterne…..“
Nach getaner Arbeit und der Wochenunterrichtsvorbereitung haben wir gestern noch ein bisschen das schöne Wetter genutzt und waren Eis essen und hinterher bei „NENA“ (Italiener). War übrigens schön bei Nena, sagte Nona.
Beim schönen-Wetter-nutzen (im Einkaufscenter mit open sunday, wohlgemerkt ^^ haha) ist mir was Kurioses im Spielzeugladen begegnet:
ein „Hähnle“, wie mein Mann sagen würde.
Fiona sagt übrigens mittlerweile Wörter wie „Regenjacke“, „Modderhose“, „Rolltreppe“, „Stewardess“ (!) ganz deutlich und fehlerfrei. Aber statt „Hahn“ nach wie vor „Kikiki“ ^^
Für die Mamas gibt’s bei dem ollen Wetter heute noch ein kleines Fingerspiel :
(mit dem Daumen beginnen, nacheinander alle Fingern antippen)
Der sagt: „Wenn’s regnet, geh ich nicht raus!“
Der sagt: „Wenn’s regnet, bleib‘ ich zu Haus!“
Der sagt: „Wenn’s regnet, macht’s keinen Spaß!“
Der sagt: „Wenn’s regnet, werd‘ ich ja nass!“
Nur der Kleine kann nicht warten,
und geht mit dem Schirm in’n Garten!
(Mamas Hand als Schirm auf den kleinen Finger legen)

panzen

In unser Wörterbuch Nonisch – Deutsch, das NONIKON, wurde mit dem heutigen Tage das Wort „panzen“ aufgenommen. Nona erklärte mir, dass es folgendermaßen konjugiert wird:
Ich panze, du panzt, er/sie/es/Nono panzt.
Panzen ist eine feuchtfröhliche Tätigkeit am Waschbecken, die das simple „Waschen“ völlig ersetzt, weil: Spaßfaktor um einiges höher.
Im Sommer kann man übrigens im Garten ein Panzbecken aufstellen, aber ob das mit dem Sommer noch mal was wird, wage ich zu bezweifeln…

Sie redet seit Tagen nur noch von „Nono Bokatz“. Bokatz, der Geburtstag, hat eine Speed-Lautverschiebung mitgemacht seit letzter Woche. Von dem nicht ganz so appetitlichen „Bokack“ zum „tz“ hinten. Was mich allerdings wundert, ist, dass „Katze“ noch nicht geht (im Nonischen: „Mi-u“) aber „Bo-KATZ“.
Das versteh einer ^^
Gestern waren wir bei (meiner) Tante Sabine auf dem Bokatz, Emily war auch da und Sven, Emis Papa, hat wieder „Rühe, rühre“ gemacht.
„Rühre, rühre“ ist ein Spiel, bei dem der Rührer einen großen Korb mit 3 Bällen gefüllt über dem Kopf hält, selbigen oben kreisen lässt und ihn dann mit Schwung und den Worten: „und LOOOOS“  auskippt, so dass die Bälle mindestens 10m weit wegrollen. Die Kinder rennen dann laut kreischend hinterher, sammeln die Bälle ein und legen sie dem Rührer mit den Worten: „noch mal rühre“ in den Korb. Das ist übrigens eine abendfüllende Tätigkeit. Bei unserem letzten Besuch habe ich mit dem Handy „Rühre, Rühre“ gefilmt. Ich weiß nicht, wie oft ich seitdem von Madame genötigt wurde, es mir anzugucken. Da die Generation „i“ genau weiß, wie man mit dem kleinen Grabbel-Finger den Bildschirm entsperrt, den Fotoordner öffnet und zu gewünschtem Video scrollt, bleibt mir aber auch nichts entsperr….äh….erspart.

Vielen Dank für eure Hilfe bei „“Grün, grün, grün sind alle meine Kleider“ – sie hat den gelben Postmann für gut befunden.
Besser als mein „…weil mein Schatz ein ….ääääääähhhh“ ist es auf jeden Fall 🙂 Merci! Gestern hat sie selber gesungen. Sehr süß, ich habe das Lied als oben stehendes identifiziert, obwohl es eher klang wie:
„Dün, dün, dün sind alle beide“. Hört selbst:

Neben den Farben üben wir auch das Zählen, aber Fräulein M. legt mich regelmäßig rein. „Wollen wir mal zusammen zählen? Ich fange an, dann zählst du.
Eeeiiins, Zweeeeii, Dreeeiii, Viiiieeer ……………..“
Nona: „Hümpf.“

Gestern morgen sah sie, wie Mama und Papa zum Frühstück Actimel tranken.
„Nono auch haben will“ – ja, nee, is klar.
Ich habe dann einen kleinen Schluck drin gelassen und ihr gegeben. Weil das Trinken aus dem Actimelteil viiieel besser schmeckt, als aus Becher oder Glas, sollte ich verschiedene Saftsorten (nacheinander) einfüllen. Obwohl sie eben noch Bame-Waff (Bananensaft) bestellt hatte, war der ihr plötzlich nicht mehr recht. Sie zeigte auf’s Waschbecken und befahl mir: „Mama, da Saft ausschmeißen! Milch hein!“

Heute morgen sang sie immer so vor sich hin: „Yak-Yak“.
Ich habe an das Tier gedacht und nicht gewusst, was sie meint. Als ich fragte, was denn „Yak-Yak“ sei, rollte sie mit den Augen (!!) und sagte ganz deutlich und nach Silben getrennt: „RE-GEN-JAK-KE!“. Ich glaube, den Babytalk macht sie mittlerweile nur noch, um das Elternvolk zu erheitern…

Gut war auch die ohne-Windel-Unterhaltung von heute vormittag:
„Nona, musst du kackern?“
„Nein.“
„Sagst du bescheid, bevor du kackern musst?“
„Nein.“

Klare Ansage. Selbst schuld, Mama.

Wir haben heute mit einer Art Wassermalfarbenstempel Bilder gemalt, aus denen mal Geburtstagseinladungen werden könnten.
Sieht stark nach Mottoparty aus: „Sammeln Sie Punkte?“ ^^

Knete, Kitty, Äh-Dell & Bokack

Meine Dings-Kopf-Höhlen-Entzündung ist trotz 4 (von 10) Tagen Antibiotikum noch nicht wesentlich besser, nur die Birne tut nicht mehr weh. Geruchs- und damit auch Geschmackssinn sind unterwegs verloren gegangen und bis jetzt auch noch nicht wieder gekommen… Der beste Braten und die süßeste Schokolade schmecken nur nach Knete. Und statt draus zu lernen und z.B. mal Diät zu machen (wo es eh egal ist, was man isst, weil man ja nichts schmeckt), probier ich immer wieder, ob er (der Sinn) nicht doch schon wieder da ist. Ganz schlimm Knete ist übrigens Camembert aus dem Ofen – ohne „Nase“ lieber nicht probieren und für bessere Zeiten aufheben.

Ich habe gestern zum ersten Mal ein Video von ADELE gesehen, weil so oft von diversen Freunden auf FB gepostet. Als ich sah, dass Adele keine Size-Zero-Zicke mit Wespentaille und -nest auf dem Kopf ist, wurde sie mir direkt sympathisch und ich habe mir ihre aktuelle CD gekauft. (Ja, ich kaufe noch. So richtig old-fashioned im Laden, Silberscheibe mit Loch, you know…).
Das einzige, was mich stört, ist ihr Name. Ich kann mir nicht helfen – lese immer „Adeeele“ und denke an meine Studienzeit in der schwäbischen Metropole Trossingen zurück, wo „Adele“ eine Grußformel zur Verabschiedung ist.
„Äh-Dell“ klingt natürlich edler, aber das Auge hört schließlich mit. Also weit weg mit der CD-Hülle und Musik ab.

Ich habe Madame heute gefragt, was sie sich zum Geburtstag wünscht.
Prompt kam die unmissverständliche Antwort: „Kitty!“
Ist jemandem schon mal aufgefallen, dass Hello Kitty (oder HK, in Insiderkreisen) keinen Mund hat? Spielsessions mit Freunden, Streber in der Schule, abenteuerliche Reisen, wilde Partys – ohne Mund?!
Sie – Nona, nicht Kitty – erinnert mich seit der Frage übrigens im 5-Minuten-Takt an: „Nona Bokack“, den Geburtstag.
Als ich ihr erzählte, dass wir am Wochenende zu Tante Sabine fahren (die selber vor 2 Jahren Oma geworden ist), weil die auch Geburtstag hat, sagte Fiona:
„Nona Kitty schenkt.“
Ui, da wird sich Sabine aber freuen 😉 An S-P-O arbeiten wir übrigens noch ^^ 
Auf dem Weg zur Kita war das Autoradio an und es kam gerade Verkehrsfunk. 
Der Moderator sagte:
„Da und da steht ein Blitzer, gemeldet von unserem Hörer…. Also, äääh….ich meine, von einem unserer Hörer. Wär ja doof, wenn’s nur einer wäre. Denn fahr‘ mal schnell nach Hause und mach’s Radio an, sonst haben wir keinen!“
Sehr sympathisch, der Moderator. An dieser Stelle Gruß an den Hörer!
Heute morgen lief…nein….fuhr mir ein großer BSR-Wagen (Post: Hiobs Milz) über’n Weg mit neuer Werbung. Ich gebe zu, es hat einen Moment gedauert, bis ich’s geschnallt hatte (musste laut aussprechen):
„Poliertesse“
haha