Was ist das und wann gehen wir da rein?

„Steck dir die halbe Tüte Erdnusschips in deinen zuckersüßen Mund…….
Kling Klang, du und ich, die Straßen entlang!“

Gut, es waren zwar keine Erdnusschips, aber ein „Rachungs-Ei“, was in ihrem zuckersüßen Mund landete. An sich kein Problem, wären wir nicht gerade beim Einkaufen VOR dem Bezahlen gewesen…Und wie wir so wild eierklappernd an der Kinderschokolade-Ü-Ei-Palette stehen und sage und schreibe schon 4 Stück (ja, ja, ich weiß *rolleyes* nicht alle auf ein Mal essen ^^) in den Wagen gelegt hatten, drehe ich mich um und sehe mein Kind mit einem nur noch halben Ei in der Hand, aus dem schon neugierig das „Gelbe vom Ei“ hervorblitzte. Den Rest (mit Papier!) hatte sie in einer unbeobachteten Sekunde einfach abgebissen! Nach der manuellen Entfernung des oralen Silberpapierspuckeschokoladengemisches das halbe Ei zurückgestellt und schnell weg….*räusper* Haben die Kameras?
Sehr süß ist auch neuerdings ihr „Nono wohnt da“, wenn wir nach Hause kommen.
Unten in unserem Haus ist das Büro vom Opa. Dazu sagt sie: „Da wohnt d’Opa“.
Ich weiß noch nicht genau, wie ich ihr erklären soll, dass er dort nicht wohnt, sondern nur arbeitet.
Denn eigentlich wohnt man ja am Tag länger, als man arbeitet. Beim Opa ist es – glaube ich – umgekehrt. Deswegen hab ich’s vorerst dabei belassen.
Da wohnt also der Opa.
Dass sie so auf Flugzeuge und alles was dazugehört abfährt(-fliegt?), ist ja nun nichts Neues mehr. In einem der unzähligen Flughafenbücher ist das Cockpit abgebildet und sie weiß nun auch, dass die Leute, die vorne im Flugzeug sitzen und lenken, Piloten heißen, bei ihr die „Loten“.
Letztens sind wir mit dem Auto unterwegs gewesen und vor dem Einsteigen zeigte sie auf die vorderen Sitze und sagte: „Die Loten, da!“
Wir haben jetzt ein neues Töpfchen, eher einen Töpfchenkoffer für unterwegs zum Mitnehmen, damit die Aktion Windelfrei so langsam ins Rollen kommt (hööö, beim Durchlesen finde ich unfreiwillige Komik – is‘ wohl ein Rollkoffer ^^ 5€ ins schlechte-Witze-Schwein). Den Koffer klappt man auf, macht ihn – wenn fertig – wieder zu und alles bleibt drin, nix kommt raus. Den wollte Nona nun gestern Abend schon zu Hause testen. Alle 5 min kam sie an mit dem Töpfchen und den Worten: „Nona pullern“ und hinterließ tatsächlich jedesmal was, allerdings im Mikroliterbereich. Fast nicht wahrnehmbare Mengen, die ich trotzdem jedes Mal genau nach Anweisungen und unter den strengen Augen meines Kindes in die Toilette entsorgen musste. („Ausschmeißen!“)
Doch dann………………….*trommelwirbel*…….gab sie nach einer Sitzung die Statusmeldung ab: „Nono Wurst pullert!“
Vielleicht rein von den biologischen Vorgängen und dazugehörigen Öffnungen nicht ganz korrekt, aber dennoch eine Party wert. Es klappt!! Manchmal.
Mal ne andere Frage: kennt ihr Tim Bendzko?
Mögt ihr Tim Bendzko?
Warum?!
Mir ist er vorgestern zum ersten Mal bei TV-Total begegnet. Ich lag auf der Couch, schon im Halbschlaf und gerade so noch mit einem Auge/Ohr wach wegen der Gäste Charlotte Roche (let’s talk about sex, baby!) und Matthias Schweighöfer. Dann fängt Herr Bendzko an zu singen und ich höre mich sagen: „Oh nein, Xavier Naidoo auf deutsch“ und im selben Moment meinen Mann laut lachen…
In dieser Woche sind es übrigens nicht so sehr die Kitakinder, die witzige Sachen von sich geben, sondern größtenteils ihre Erzieherinnen.
(Halt, da fällt mir ein, ein blogreifer Spruch fiel heute morgen.
Ich: „Was meint ihr, wen kann man denn anrufen, um die Katze vom Baum herunterzuholen, wenn sie sich allein nicht traut?“
Kinder (wie aus einem Mund): „DIE FEUERWEHR!“
Ich: „Genau! Und was macht die Feuerwehr noch außer Katzen retten?“
Kind: „über rote Ampeln fahren.“
Ha! Von wegen Feuer löschen! Die fahren nur los um Verkehrsregeln zu brechen, so läuft der Hase!)
Und als sie einen Kreis bilden sollten für Ringelpietz mit Anfassen und das Gebildete auch nicht mit Phantasie Ähnlichkeit mit 2 π r hatte, sagte ich in Ermangelung des kindlichen Verständnisses anderer geometrischer Formen (okaaay, und des viv’schen Wissens ^^): „Einen KREIS, keine Eierpflaume!“. Dieser Satz war DER Brüller und verfolgte mich die gesamte Stunde, denn die kleinen Papageien lauerten nur auf die erneute Kreisaufforderung meinerseits, um die Eierpflaume zitieren zu können. Biester 😉
Aber zurück zu den Erziehern. So ein Zickentheater!
Stellt euch vor, die schaffen es nicht, an den einen Musiktermin für ihre Gruppe pro Woche zu denken; die Gruppe vom Freitag kommt am Mittwoch, aber 15min zu spät, eine andere kommt gar nicht („Ach Mensch, das habe ich vergessen. wir Erzieher machen ja auch was über den Tag. Da kann man ja nicht an alles denken. Können Sie nicht die Kinder holen?“ – Nein.). Die nächste kommt mit den Kindern versehentlich in der Stunde der anderen, die andere sitzt vor der Tür, motzt dann vor mir und den Kindern die wiederum andere Erzieherin an, warum die ihre Stunde „geklaut“ hat und zieht dann bockig ab, komplett ohne Musik, etc. Hui!
Das Größte waren aber wohl meine Augen, als ich heute morgen meinen Unterrichtsraum betreten habe. Nicht nur, dass dort Kisten mit Schienen, Eisenbahn, Autos, Bagger, Puppen, etc. stehen (für jedes blinkende Kinderherz etwas dabei, für JEDES!), sondern nun auch noch Tische quer im Raum verteilt, darauf Stühle und – haltet euch fest – ein BÄLLEBAD! Na das freut das Musiklehrerherz. Klar, die Kinder finden Glockenspiel und Klanghölzer viiiel interessanter als die roten, gelben, grünen und blauen Bälle, die gleichermaßen als Wurfgeschoss und Wasserersatz im „Panzbecken“ dienen.
Und die Erde ist eine Scheibe.
Meine Taktik: zubauen. Was wir nicht sehen, ist auch nicht da.
Ein Bälle-was? Nein, da sind nur Tische und Stühle. Guck!
Die ersten Kinder betreten den Raum. Statt „hallo“ höre ich:
„Ooooh, was ist das und wann gehen wir da rein???“
Ich werde heute Nacht nicht Schafe, sondern bunte Bälle zählen.
Eins, Zwei, Drei, Vier, ….Hümpf!
Gute Nacht.
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Autor: Mama 2.0

stoffverliebte 2fach-Mama, Berlinerin, iphoneaddict, Musikpädagogin. Liebt buntes Klebeband, geistige Herausforderungen und hat sich den Blick für das Schöne bewahrt. Happiness is not a destination, it is a way of life. Glas ist halbvoll und so, wa?

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