Sieben Sachen

In einem Blog gesehen und für gut befunden:
Sieben Sachen, die wir am Sonntag mit unseren Händen gemacht haben, egal ob 5 Stunden (Kastanien!) oder 5 Minuten (Schwein).

Aus uns wird noch ein richtiges Bastelvolk, ich seh’s schon kommen. Der Eine steht auf Kastanien mit glatten Flächen („Booah, zeig, will anfassen!“), der Nächste findet die stacheligen Hüllen viel interessanter als die Teile selbst („Pickelhut!“) und der Übernächste ist ein Zwei-Links-Händer, der zwar keine Löcher bohren, aber dann den fertig geschnitzten Kopf auf den Giraffenkörper stecken will und sich über das Ergebnis freut (nein, letztere ist nicht Nona).
Neben „schweinischer“ Unterrichtsvorbereitung für die kommende Kinderwoche haben wir heute einen schönen Tag bei noch schönerem Wetter im Freien verbracht. Nona hatte Lilly-Besuch und die zwei haben sich mit Seifenblasen, Rutsche, Schaukel und Lachgummis im Garten vergnügt, während die „Alten“ Löcher in die braunglänzenden Schätze gebohrt und Schaschlikspieße zu Füßen umfunktioniert haben.
Den Schweineherbst nehme ich vorerst zurück – wir haben heute abgegrillt, sozusagen! Noch bleibt zu hoffen, dass es doch nicht das letzte Mal in diesem Jahr gewesen ist. Man weiß ja nie, schließlich waren am Tag der Geburt von Prinzessin F. im Oktober 2009 satte 26°C!
Apropos, Madame hat heute ein Knisterbad genommen, eine Erfindung des Tinti-Clans, der bei uns schon die Badefarben eingeführt hat.
(„Dün haben!“ „Nona, das ist nicht grün, das ist rot.“ „Ja, dün. Haben!“)
Die Knisterpartikel werden ins fertige Badewasser gekippt und fangen dann – wie der Name schon verrät – an zu knistern. Vom Prinzip her ähnlich wie dieses Brausepulverspuckegemisch, was im Mund kleine Explosionen hervorruft und dabei so künstlich schmeckt, das man schon fast meint, tatsächlich Zitrone zu erkennen…
Nach anfänglicher Unsicherheit gefiel Nona das kribblige Bad sehr gut. Dann kam Papa rein und sagte: „Was habt ihr da? Klingt von Weitem ein bisschen wie Fleisch braten in der Pfanne…“

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Satelliten, Eis & warze Tatzen

„…like a satellite, I’m in orbit all the way around you….“

Samstagmorgen, 8 Uhr: blauer Himmel, strahlender Sonnenschein, der NASA-Schrott-Satellit ist mittlerweile abgestürzt, unser Haus steht noch – also nichts wie raus an die Luft und ab zum Hellersdorfer Erntefest!
Mit Kindern, die sich über Mittag für ein paar Stündchen aufs Ohr hauen, hat man 2 Möglichkeiten: gleich morgens nach dem Frühstück etwas unternehmen oder nach dem Mittagsschlaf, ca. ab 16 Uhr, wenn man eigentlich nach so einem faulen Vormittag selber schon keinen Antrieb mehr hat, größere Aktionen zu starten. Da samstägliche Festbesuche ab 16 Uhr erfahrungsgemäß so sind, dass man nicht durch die Straßen läuft, sondern von der Menschenmasse geschoben wird, haben wir uns für erstere Variante entschieden. Und siehe da – kaum eine Menschenseele. Die Hartzfünfer liegen um die Zeit noch im Nest und die Jugendlichen sind 2 Stunden vorher erst von der Freitags-Sauftour nach Hause gefallen (oh, was für ein schöner Verschreiber, den lass ich stehen!). Nur eine Hand voll Familien mit Kindern und ein paar Rentnerehepaare schlenderten die wegen Buden gesperrte Straße ab, über die ich mich gestern noch geärgert habe, weil ich unwissend abbiegen wollte, wo gesperrt ist, und daraufhin meine Zeit im Umleitungs-Stau verbracht habe…
Es roch intensiv nach Knoblauchbaguettes und Rostbratwurst gepaart mit gebrannten Mandeln und Pferdestroh. („Nono dooßes Hüü haben!“ -„Äh, nein.“) An sich nicht schlecht – bis auf Letzteres – aber so kurz nach dem Frühstück ein Grund, schneller an der Fressmeile vorbeizugehen…
Knoblauch und Marmelade vertragen sich nicht so gut.
Due to the fact that there were kaum Menschen unterwegs (manchmal fehlen einem einfach die Worte in der richtigen Sprache, kennt ihr das?), hatten die ansässigen Wohnungsbaugenossenschaften noch ganze Zelte voller Heliumluftballons und Trillerpfeifen zu verschenken (und Äpfel – was ist das für eine Werbeaktion? „Wenn ihr statt BigMacMenü Äpfel kauft, könnt ihr euch Wohnungen bei uns leisten?!), der Mann beim Entenangeln freute sich aufrichtig über ein paar € für 22 gelbe Schwimmer (Ausbeute: 2 Meerjungfraupüppchen, eine mit lila, eine mit orangem Haar, Nona: „Lilly und Mina“) und die Karussellbetreiber ärgerten sich, dass sie für lächerliche 2€ sämtliche Flugzeuge, Hubschrauber, Autos, Tassen, Motorräder und Dinosaurier in Bewegung setzen müssen, nur weil ein einziges Kind fahren möchte (der Strom….der teure Strom!)
Die Frau beim Softeis brauchte 1,50€ passend, denn sie hatte noch nichts verdient und konnte demnach auch nicht wechseln.
Die Prinzessin rief (von Weitem):
„Nono Eis haben!“
Ich: „Na geh mal hin zu der Frau und sag, was du möchtest.“

Nona ging hin, kratzte sich verlegen am Ohr, hielt den Kopf schief und guckte auf den Boden.
Eisfrau:
„Was möchtest du denn?“
Nona: „EIS!“
Eisfrau: „Welche Sorte?“
Nona: „E-I-S!“
Eisfrau: „Wir haben Vanille, Schoko-Vanille oder Schoko-Erdbeere.“
— Stille —
Nona: „…..Eis!“

So, und wer mal lachen möchte, guckt sich mein neues Hobby auf youtube an. Es fehlt nur noch ein Name für diese Sportart. (sau anstrengend, liebe Leute!)
Diese Bodenmatte mit Tasten, „gigantic keyboard“, wie es sich laut Verpackung selbst nennt, sprang mich beim Einkaufen an. Ich wusste nicht genau, warum ich sie kaufte und für wen, aber nun hat seit ein paar Tagen die gesamte Familie Spaß damit. Wenn „unser“ Papa unten in Opas Büro ist, sagt er zwar, dass fast die Lampen runterkommen, wenn wir hier oben Klavier springen, aber noch sind sie alle dran.
(Nona: „Mama laufen! Warze Tatzen (=schwarze Tasten) laufen! Lala an! Hahahaha“)

P.S. Ein Wort noch zum Satelliten: als ich gestern darüber gelesen habe, musste ich feststellen, dass erstens niemand genau wusste, wo der 6 Tonnen schwere, schulbusgroße Satellit, der nicht vollständig in der Erdatmosphäre verglüht, abstürzen würde (Nordamerika sei ausgeschlossen, hieß es), dass zweitens niemand genau wusste, wann er abstürzen würde (von Freitag 18 Uhr bis Samstag 12 Uhr war alles dabei), dass drittens die Wahrscheinlichkeit sehr gering sei, von Trümmerteilen getroffen zu werden (schließlich wurde in den 50 Jahren Forschung noch nie jemand von Weltraumschrott verletzt) und dass viertens evtl. gefundene Trümmerteile nicht angefasst werden sollen, weil sie spitze Kanten haben könnten und überdies rein „technisch“ gesehen, nach wie vor Eigentum der USA seien.
Lachen Sie bitte j-e-t-z-t!

P.P.S. Absturz über Kanada…Na sowas! Hatte das immer zumindest in die grobe Richtung „oben“ und „Amerika“ eingeordnet, aber Nordamerika war ja ausgeschlossen ^^

Vorzeitige Ejakulation vermeiden

Ja, das sollte man. Wenn man es hätte, das „Gerät“ um vorzeitige Ejakulationen (oder überhaupt welche) hervorzurufen.
Machen die sich lustig? Ein Wunder, dass sie nicht gleich fragen, ob FRAU Müller noch die blauen Pillen dazu benötigt. Buy one, get one free, oder so.
Ich dachte schon, es wäre frech, dass C und A („Cunda“, wie meine Oma sagt, schließlich steht das im Etikett!) mir ein Jahr, nachdem ich Schwangerschaftsmode bestellt habe, einen Newsletter schickt und exklusiv für mich hübsche Umstandsblusen anbietet. Ausnahmsweise hatte mein Mann auf seinen Namen bestellt, aber mit meiner Emailadresse. D.h., die Umstandsmode wurde „für Sie persönlich ausgesucht, Herr Müller“.
Janz toll, jut jemacht!
C&A ist da wohl sehr stark zukunftsorientiert, aber noch, liebe Mitarbeiter der Online-Redaktion, kriegen die Frauen die Kinder…aber nichts für ungut.
Nachdem ich gestern trotz beschissener irreführender Handynavigation zu IKEA gefunden und die Matratze gekauft habe, haben mein Mann und meine Mama abends das neue Bett aufgebaut. Ich habe geholfen, wo ich konnte, z.B. die Rückwand festgehalten oder Dübel gereicht ^^ Es ist mir trotzdem ein Rätsel, wie man ohne Aufbauanleitung einfach sieht, was wie logisch zusammengehört und welche Schrauben wo rein müssen. Ich seh das nicht. Wirklich nicht. Bei mir läuft das so ab:
Augen an Hirn: Wir sehen ein Brett.
Hirn an Augen: Was für ein Brett?
Augen an Hirn: Ein weißes Brett mit einer Metallschiene. Und noch eins.
Hirn an Augen: Das wird mal ein Bett. Bau auf, bau auf!
Augen an Hirn: Wie denn? Wir sehen eine Tüte mit Schrauben, Dübeln und Dingen, dessen Namen wir nicht kennen.
Hirn an Augen: Sucht das Handy und wählt den Sasa-Notruf: Null – Eins – Sieben – Sechs – …..
Als ich angefangen habe zu studieren, haben wir einen großen Kleiderschrank für meine erste eigene Wohnung gekauft.
Ich saß wie ein Häufchen Elend vor dem Stapel Bretter und dem Sack Schrauben, das weiß ich wie heute.
Meine Mama hat den Schrank dann im Prinzip alleine aufgebaut (ich stand zum Festhalten zur Verfügung) und sagte hinterher zu mir:
„Und, weißt du jetzt wie’s geht?“
Und ich sagte:
„Nö, warum? Ich hab doch jetzt ’nen Schrank.“
(der „lebt“ übrigens heute nicht mehr….)
Ich staune auch immer über die vielen Blogs, in denen Menschen ihre Kreativiät unter Beweis stellen und nähen, bauen und basteln, was das Zeug hält. Schön, dass es Leute gibt, die das können. Ich kann’s leider nicht. War schon in der Schule so. Wenn die anderen Schere und Kleber rausgeholt haben, habe ich aus dem Fenster geguckt und gehofft, dass ich gleich abgeholt werde. Hat auch meistens geklappt 🙂 Danke, Mama. Auch beim Gipsfigurengießen oder Plätzchenbacken konnte man mich nicht lange halten. Ich bin zwar auf allen Fotos drauf, aber nicht beim Backen, sondern daneben stehend mit dem Keyboard, die Tätigkeiten der anderen musikalisch untermalend. Auch gut 🙂
Aber zurück zum Eigentlichen: nun steht es, das große Bett. Nona hat sehr gut geschlafen und rannte im Kindergarten auf ihre Erzieherin zu und rief ganz aufgeregt: „Dooßes Bett, dooßes Bett!!!“
Ach, und guckt mal, was ich gefunden habe: gleiches Gesicht, gleiche Fahrzeugfarbe und beide einen felligen Beifahrer dabei. Ick gloob, wir sind vawandt!
P.S. Jürgen von der Lippe war gestern im Radio. Er sagte zum Moderator:
„Ich nenne Ihnen jetzt vier Substantive in der Einzahl und Sie wiederholen sie in der Mehrzahl:
der Arzt, der Bursche, die Bürste, die Schwester.“

pennies…

„Wenn es gar nicht anders geht, vertraut mir ein befreundetes Paar seine Tochter an. Sie heißt Franziska, ist 3 Jahre alt und trägt für gewöhnlich großen Ernst und wissenschaftliche Neugier zur Schau. […] Besonderen Spaß haben Franziska und ich auf dem Spielplatz, der in der Mitte des Helmholtzplatzes im Prenzlauer Berg liegt. Attraktion sind dabei nicht Rutsche, Schaukel und Sand, sondern die Erwachsenen, die ihren Nachwuchs hierher bringen. […] Zur Beruhigung bereite ich Franziska und mir ein Mittagessen zu. Während die Prenzeleltern ihren Kindern selbstgehäckselte Salate mit Omega-3-Fettsäuren einsprühen und proidiotische Joghurts und Naturkind-Möhrensaft kredenzen, öffne ich mit geübten Griffen eine Dose Ravioli von „Ja“ und löffele den Inhalt abwechselnd in meinen und in Franziskas Mund. Franziska sieht mich glücklich, fast verliebt an.“

Proidiotische Joghurts, haha, das sind die, die bald von allein aus meinem Kühlschrank kommen, weil ich mittlerweile wieder normal essen kann. Das war übrigens ein Ausschnitt aus dem Buch „Die Lebern der Anderen“ von Anselm Neft. Ob es gut ist, weiß ich noch nicht. Bin bei der Hälfte, bis dahin so lala. Das lese ich immer, wenn Kitagruppen nicht zu ihrem Unterricht kommen. Mein „Arbeitsbuch“, sozusagen. Apropos, morgen geht’s wieder los. Der gelbe Zettel sagt: krank ist vorbei. Bin ja gespannt, was die Donnerstags- und Freitagskinder sich in ihrer Woche Musikabstinenz an Kuriositäten überlegt haben, die man so im Musikunterricht raushauen könnte. Ich werde euch informieren!

Fiona wollte vor ein paar Tagen absolut nicht mit Windel in den Kindergarten gehen. Manchmal klappt das Trockensein ja schon zu Hause. Aber sobald ihr ein Fernseher über den Weg  läuft (oder ein Auto, ein Buch, ein Spielzeug, ein Sandkasten, …) ist die Blasen-Hirn-Signal-Weiterleitung unterbrochen und man lässt einfach laufen…
Jedenfalls erklärte sie mir an dem Morgen so wichtig, wie es eine Fast-2-Jährige eben erklären kann, dass Lisa und Chayenne („Jen“) auch ohne Windel gehen. Und als ich fragte, wer noch ohne Windel in der Kita ist, sagte sie: „Litu auch ohne Windel“.
(Wer ist „Litu“?)

Wenn sie zu Hause baden geht und ich sie ausgezogen habe, springt sie wie ein wildgewordenes Eichhörnchen nackt durch die ganze Wohnung und ruft. „Dakidei, Dakidei!“. Und wenn wir hinterher wieder Hemd oder Schlafanzug anziehen und ihr Arm bei einer anderen Öffnung rauskommt als geplant, sagt sie nun selbst:
„Falsches Loch!“.
Schön ist auch ihre Verwendung des Wortes: „bisschen“.
„Bisschen“ ist universal einsetzbar, passt fast immer und klingt aus ihrem Mund sehr niedlich.
Beim Essen: „bisschen heiß!“
Bei Topf-Sessions: „bisschen pullert!“ (Topf ganz leer)
Beim Händewaschen: „bisschen panzen!“
Vorm Schlafen: „bisschen müde.“
Dazu gehört der wichtige, ernste Blick mit seitlich geneigtem, leicht nickendem Kopf. Bisschen!

Heute morgen konnten wir „bisschen“ länger schlafen als sonst. Nono nahm von der Uhrzeit jedoch keinerlei Notiz, stand um 7 auf, schob den Puppenwagen durchs Schlafzimmer, verteilte Legosteine in der Achtung-weg-da-ich-muss-schnell-aufs-Klo-Schneise, platzierte sämtliche Kuscheltiere auf der Couch und gab – großzügig wie sie ist – jedem Tier ein Buch zum Lesen.
Dann kroch sie wieder ins Bett, wollte „Quakke“ gucken (Muppet Show mit Kermit, dem Frosch), trat ein „bisschen“ in Papas Rippen, hüpfte ein „bisschen“ auf Mamas Bauch, bis wir letztendlich komplett wach waren und aufgestanden sind. Dann – Achtung! – legte sie sich in unser Bett, zog sich die Decke bis zum Hals und sagte allen Ernstes: „Nono schläft noch.“
Jenau. Danke ^^

Hab ich schon von meiner letzten Einkaufstour erzählt? Keinen Pfennig Geld in der Tasche, aber man hat ja Karte, kein Problem, das.
Schuhe gekauft, Hosen, Bokatzbücher für Nona, Hello-Kitty-Geschenkpapier und dann schnell zum Fahrstuhl und ins Parkhaus. Zum Glück hat der Automat, der immer genau 2€ will, einen Schlitz für EC-Karte. Das ist praktisch, denn die nächste Sparkasse ist am anderen Ende des Centers und dann auch noch draußen ein Stück an der Straße lang. Schade um die Zeit.
Ich also mit Tüten hin zum Kassenautomat, er wollte – tadaaa – 2 Euro. Ich gab ihm meine Karte. Geheimzahl und bestätigen, bitte.
Jupp, kein Problem. Dann ein roter Bildschirm und die Worte „Autorisierung nicht erfolgt, bitte Bon entnehmen.“ Ich tat wie mir befohlen. Auf dem Bon die gleiche Info noch mal. Hä? Was war das? Hinter mir eine unruhig mit ihren Stöckelschuhen trappelnde Meute. Ok, raus zum Auto, direkt an der Schranke steht noch so ein Kassenhäuschen und da steht nie jemand an. Also hin.
Motor an, ich springe raus, gleiches Prozedere:
„Autorisierung nicht erfolgt, bitte Bon entnehmen.“
Noch mal. Die PIN stimmte. Was soll das?
5 min vorbei.
Ich ging wieder zurück zum Auto, beruhigte es mit den Worten: „Ruhig, Süßer, könnte länger dauern“, drehte ihm den Saft ab und ging erneut zum Automaten.
Neue Karte, neues Glück.
„Autorisierung nicht erfolgt, bitte Bon entnehmen.“
Hackt’s?! Ich stiefelte wutentbrannt zu meinem Auto, in der Hand 2 EC-Karten, Autoschlüssel und ungefähr 10 Bons mit der Aufschrift: …na ihr wisst schon.
Ich kratzte alles Kleingeld zusammen, was ich finden konnte. Yeah, ein Einkaufseuro! Was für ein Glück! In der Portemoinnaiespalte noch 50 Cent, na also, sieht gut aus. Und den Rest hab ich als 2- und 5-Cent-Kupfer. Das müsste genau reichen.
Ich wieder hin zum Kassenautomat. Schmeiße alles „größere“ Geld ein, was ich habe. Er zeigt an: 1,70€. Und wie ich gerade meine Kupfermünzen zusammenkratze, sehe ich am Automaten ein Schild, auf dem die Münzen abgebildet sind, die er schluckt. Natürlich kein Kupfer. Grrrrr…..Ende vom Lied war, dass ich mein Auto wieder geparkt habe, ein Mal quer durch das gesamte Center gelaufen bin, auf der anderen Seite raus, zur Sparkasse, Geld geholt (Scheine!), auf dem Rückweg beim Bäcker eine Streuselschnecke gekauft habe (damit ich Münzen habe…nachher wäre er sonst vielleicht beim Schein mäkelig gewesen – ich hätte Automatenmord begangen!) und dem Saftsack von Automaten seine 2 Euro mit Schwung in den Schlitz geschoben habe. Idiot.
Dann kann sich die Schranke ihr scheinheiliges „Gute Fahrt“ auch sparen.
Fazit: 30 min verloren. Merke: nie mehr ohne Geld einkaufen gehen.

Mein Handynavigationssystem (eine App für 0,79€ wohlgemerkt) sollte mich heute zwecks Matratzenkauf für’s neue Kinderbett (geschenkt von den Nachbarn, genau das, was ich wollte!!! Passend zu den Schränken. Yippiieee!!) zum blau-gelben Möbelhaus lotsen. Klappte alles ganz gut, ich konnte die Köttbullar schon förmlich riechen, als Handy sagte: „Folgen Sie dem Straßenverlauf für 300 km.“
Danke! Und wenn sie’s nicht gefunden hat, dann fährt sie wohl noch heute….

Schweineherbst

Am ersten Tag der aktuellen Krankheit, an dem die Mandeln so groß waren wie Bowlingkugeln, habe ich meinen Mann einkaufen geschickt: „Hol Joghurt. Viel Joghurt.“ Ich konnte nicht schlucken, trinken war schwierig, essen ging gar nicht.
Nun wirken die Medikamente langsam, die Mandeln haben einiges an Größe verloren, essen geht wieder und die probiotischen Kulturen kommen sicher bald Arm in Arm mit der linksdrehenden Milchsäure in Herden aus dem Kühlschrank…von alleine.

Das, was heute draußen stattfindet, ist kein Wetter, sondern ein Unfall. Deswegen haben wir statt Waldspaziergang einen entspannten, kreativen Sonntag Vormittag auf dem Teppich im Kinderzimmer verbracht. „Wollen wir ein Bild malen?“ -„JAAAAAAAAAA“

Gestern Mittag gab es bei uns Traditionelles aus dem schwedischen Spezialitätenrestaurant:
Köttbullar (muss ich dazu schreiben, wie Nona sie genannt hat…?) mit Pilzen.
Kennt ihr das, wenn Kinder die Bestandteile der Mahlzeit, die ihnen nicht schmecken, nicht einfach liegen lassen, sondern so lange rumschieben bis sie vom Tellerrand fallen? Unser „Fallobst“ waren die Pilze… Und dann hinterher noch ganz scheinheilig und fast erstaunt bemerken: „Oh! runter falln! Da, Mama! Ausschmeißen.“
Pilze sind also – im wahrsten Sinne des Wortes – vom Tisch ^^
Beim „Faufen“ hat sie sich FruchtTiger zum Trinken ausgesucht. Ihr liebstes Spiel ist momentan das absichtliche Buchstabenvertauschen, Hören wie es klingt und dann laut über den eigenen Witz lachen. So auch mit dem FruchtTiger.
Sie brabbelte so vor sich hin, hielt die Flasche in der Hand und sagte:
„Frucht-KiKa“. (Zu viel TV am Mittwoch?!)
Eine Weile später: „Fruchtkicker. Haha.“
Ich hoffe, sie hat in ihrem kleinen Kopf noch nicht abgespeichert „wenn Mama und Papa lachen, dann muss ich das öfter sagen“, denn wir lachten noch 5 min später über ihre dritte Kreation: die mit dem „f“ in der Mitte…
Pflichtbewusste Berliner gehen ja heute wählen. So auch Familie M.
Fiona wollte ihre „Bungis“, die Gummistiefel, anziehen, die sind aber noch bei „Mautes“ im Kindergarten.
Dann habe ich ihr erklärt, dass wir zu Fuß gehen und sie im Wagen fährt.
Nona (skeptisch): „Fuß im Wagen?!“
Das ist das Pendant zum Fuß in der Tür 🙂 
Wünsche allen einen entspannten Sonntag mit warmen Füßen, ob im Wagen oder in der Tür. Und ich freue mich sehr über 13 eingetragene Blog-Leser, herzlich Willkommen!

Jonas

Nun hat’s mir doch tatsächlich am Mittwoch Nachmittag, nachdem ich mit letzter Kraft den Blogeintrag verfasst habe, völlig den Stecker gezogen: Fieber, Schüttelfrost, Kopf, Rücken, Beine, Arme, Kreislauf, Mandeln.
(Ich schmecke übrigens schon wieder nichts. Darf das wahr sein?!)
Mit dicker Fleecejacke legte ich mich auf die Couch, während für das Kind grenzenloses TV-Vergnügen (Danke! Danke, KiKa!) auf dem Programm stand. Da ich immer noch fror wie ein Schneider, schnappte ich mir das, was in nächster Nähe lag und somit ohne größeren Bewegungsaufwand zu erreichen war: eine von Nonas tausend Decken. Ich kuschelte mich in Embryonalstellung auf die schmale Couch und versuchte, mich auf etwas anderes als das Frieren zu konzentrieren als ein kleines Monsterkind plötzlich vor mir stand und mit den Worten:
„Nein, Mama! Nonos Decke!“ die Decke wegzog. *bibber*
„Nono, bitte, Mama ist krank. Mir ist so kalt, darf ich deine Decke haben? Biiittteee. Du darfst mich auch zudecken.“
(Rollentausch?! Normalerweise ist das nörgelnde „Biiittteeee“ aus Nonas Wortschatz…)
„Nein.“ — gerunzelte Stirn — „Nonos Decke.“
Nach weiteren 5min Diskussion (ich hatte schon blaue Lippen! Bestimmt!) konnten wir uns einigen: Mama bekommt die Decke, aber nur, wenn Nona mit auf die Couch darf und sich auch zudecken kann.
Die erste Gesetzmäßigkeit, an die ich mich aus dem Physikunterricht in der 8.Klasse erinnern kann, lautet: wo ein Körper ist, kann kein anderer sein. An diesem Mittwoch haben wir beide diese Erfahrung in der Praxis gemacht. Meine angewinkelten Beine hingen über die Sitzfläche rüber, Nona saß auf halber Backe direkt vor meinem Gesicht und zog ein Stück Decke zu sich mit den Worten: „Nono auch krank.“ Ich freute mich über die partielle Dunkelheit vor meinen Augen und darüber, dass ich KiKa nur hören und nicht sehen musste. Als ich gerade begonnen hatte, mich in dieser Position zu entspannen und der Presslufthammer im Kopf ein wenig nachließ, fiel ihr Hasi runter. Mehr brauche ich dazu wohl nicht zu sagen….

Habe ich euch den Hasi eigentlich schon vorgestellt?
Hasi ist – seit die Prinzessin ein halbes Jahr alt ist (was war da? Genauuu, Ostern^^) – ihr ständiger Begleiter. Zum Schlafen, zum Trösten, zum Kuscheln, zum Spielen, zum Dummheiten machen, zum Baden (!)…

Fiona weiß, dass Hasi nicht in den Kindergarten gehen möchte, weil ihn dann die anderen Kinder anfassen. Dann weint er. (Baden geht er übrigens auch nicht gerne, das hat sie schon feststellen müssen…) Deswegen haben wir zu diesem Zweck (also Kita, nicht Baden!) den Kita-Hasi (sie sagt: „Kika-Hasi“, da hat sie wohl was falsch verstanden….der heißt nämlich KiKaninchen ^^ ach, egal). Kita-Hasi sieht zwar anders aus und ist eigentlich ein Wärmekissen in Form eines Hasen aus der Apotheke, aber das Schlafen im Kindergarten klappte mit ihm von Anfang an. Puuhh!

Nun haben bestimmte Dinge von mir mal das Adjektiv „lieb“ angehängt bekommen, um sie Fiona besonders „schmackhaft“ zu machen, z.B. „das liebe Fläschchen“ oder eben „der liebe Hasi“, jedoch ohne Betonung auf „lieb“ (im Gegensatz zu „das böse Fläschchen“ …. wisst ihr, was ich meine?). Seitdem sie so explosionsartig mit Wörtern um sich wirft, sagt sie auch „lieb“. Allerdings nur im Akkusativ.
Tja, und so heißt er nun: LIEM HASI, ein Eigenname.

Vor einigen Tagen zog Jonas bei uns ein. Kennt ihr nicht? Ich kannte ihn auch nicht.
Bis dato nannte sich Madame selbst „Nona“ oder „Nono“. Plötzlich sagt sie: „Jona“, kommt dem ursprünglichen, von ihren Eltern vergebenen, Namen schon recht nahe. Und da die momentane Haben-sonst-Bock-Phase sehr akut ist, hört man hier den ganzen Tag nur noch, wie sie alle Dinge als ihre deklariert. Beim Einkaufen rennt sie zum Wurstregal, reißt die Glastür auf, schnappt sich irgendwelche Wurst und flötet: „Jonas, Jonas“. Das gleiche bei den Eiern, beim Joghurt und beim Saft. Jonas kann von mir aus wieder ausziehen, denn er ist wirklich stressig. Das steht der „liem Nona“ gar nicht. Schlechter Umgang…
Jonas war auch gestern nachmittag am Werk, glaube ich. Er sitzt dann immer ganz dicht an ihrem Ohr und flüstert, was sie als nächstes sagen soll. Anders kann ich mir Vorkommnisse wie das folgende nicht erklären.
„Nono auch Pommes und Eis kaufen“.
(The person you’ve called is temporarily not available….hab ich gerade richtig gehört? 1, 2, 3, 4, 5, 6 Wörter? 2-Jährige sprechen maximal 3-Wort-Sätze. Kannst du dich bitte daran halten?)
Jonas‘ Flehen wurde von Minute zu Minute eindringlicher.
Also gut, wir fahren zum „goldenen M“.
Am Auto-Schalter: „Nona, was möchtest du essen?“
„Pommes“.
„Ein Happy-Meal mit Pommes, Nuggets und O-Saft bitte.“
„Ok, fahren Sie vor zum 2.Schalter.“
Wir kommen zum 2.Schalter, warten auf das Essen.
Nono wird gefragt: „Was bekommst du denn zu essen?“
Nona: „EIS.“
Hmpf, fail. Oder wie Homer Simpson sagen würde: „D’OH“.

Seit sie ganz klein ist, hat sie eine besondere Vorliebe für Sprudelwasser. Trinkt einen kleinen Schluck, verzieht das Gesicht, lacht laut und trinkt nochmal and so on. („…eine Flasche von die Wasser die soooo schön ‚at geprickelt in mein Bauchna….“ – nein stopp, das war was anderes.) Jedenfalls nannte ich es lautmalerisch: „Prickelwasser“.
Verwendet wurde es z.B. in Situationen wie dieser:
Nona rennt zum Tisch, schnappt sich einen Becher und will trinken.
Ich: „Nona, das ist aber Prickelwasser.“
Nona: „Ja. Nona kicken.“ (nonisch für: trinken)

Ich habe sie gewarnt. Nun, wo sie wie gesagt ALLES nachplappert, konnte sie den Quittierton „Ja“ auf meinen Warnhinweis noch ergänzen durch den Zusatz: „Pickelwasser“. Clearasil zum Trinken, sozusagen. Wer weiß, wofür’s hilft ^^

P.S. Ich glaube, das Flur-Pferd wollte uns was sagen.
„Kommt ein Pferdchen geflogen, setzt sich nieder auf mein Bett…“

Ich dachte schon, ich halluziniere im Fieberwahn. Ich lag auf meinem Bett und telefonierte, als plötzlich an der offenen Tür zum Kinderzimmer langsam ein rosa Pferd mit Horn vorbei schwebte…andere müssen erst nach Holland fahren, damit sie rosa Einhörner fliegen sehen 🙂
(Das ist KEINE Momentaufnahme, sondern ein Stillleben)
Der Papa hat abends das Horn eröffnet, dann hatten wir ein bisschen Spaß mit Schlumpf-Stimmen und dem Rest Helium und danach hat er es mit Luft wieder gefüllt und am Horn zugebunden. Es hat jetzt statt des Hornes einen „Pops“, wie Nona sagt (Zopf). Sie schimpft wie ein Rohrspatz, wenn sie die Schnur loslässt und das Pferd nicht hochsteigen will. Dann hört man aus dem Kinderzimmer ein wütendes:
„Hüü hoch, in Himmel!!!!“

Das Leben ist kein Ponyhof

Oha, steigende Besucherzahlen obwohl seit Samstag kein neuer Eintrag – das heißt, Nono-Junkies kommen gucken, ob es was Neues gibt..? Hach, schön. Das freut mein Schreiberherz. Natürlich gibt’s was Neues. Das Einzige, was fehlt, ist die Zeit, alles aufzuschreiben. Mein ganzer Schreibtisch klebt voll mit kleinen gelben post-it-Zetteln mit irgendwelchen Wortfetzen in einer Art Stenoschrift drauf, bei denen ich 2 Tage später selber Probleme habe, sie zu entziffern und auf die Stories zu kommen, die mit dem Wort zusammenhängen…

Kinder sind was Schönes. Eigene.
Fremde auch, es sei denn, sie sind zwischen 3 und 5 Jahren alt, vorlaut und heißen Jason….nein, Spaß! Aber wenn ein 5-Jähriger keine 3 min stillsitzen, die Aufforderung „Schließ deinen Mund ab und leg den Schlüssel WEIT weg!“ nicht umsetzen kann und auch sonst mehr stört als alles andere (Lied ist fertig, Kind: „Na endlich!“), dann kann einem schon mal der berühmt berüchtigte Faden reißen. Um glücklich zu sein, soll man sich (und was man macht) ja von Zeit zu Zeit neu erfinden. Das habe ich heute morgen getan. Bei unserem letzten Lied dürfen immer 2 Kinder die Lucy-Puppe anfassen und sie wie ein Kind im Kreis mittanzen lassen. Da reißen sich immer alle drum. Meinen Namen wissen sie z.T. immer noch nicht, (auch nicht die Erzieher, ich sag nur: „Ja, Jeremy, geh mal zur Viola rein und sag Guten Morgen“ –> Jeremy sagte statt Guten Morgen übrigens „Eierpflaume, haha“) aber Lucy kennen alle. Jedenfalls dürfen ab sofort nur noch liebe Kinder Lucy anfassen. Störenfriede sind im Wettbewerb ums Puppenhalten ausgeschlossen. Neue Stunde, neues Glück. So, wir werden sehen, was es bringt.

Montag Morgen hat für mich schon mit einem Lacher begonnen, was gibt’s Schöneres? Ich komme in meinen Unterrichtsraum, die Kinder warten schon vor der Tür, ein 4-jähriges Mädchen rennt freudestrahlend auf mich zu und trägt ein T-Shirt mit der rosa Glitzeraufschrift: „DAS LEBEN IST KEIN PONYHOF.“
So sieht’s aus!

Dann ging es thematisch darum, wie aus einer Raupe ein Schmetterling wird. Da alle Kinder die Raupe Nimmersatt kennen (anscheinend Pflichtlektüre im Kindergarten), können das auch alle ganz toll erklären. Bis zu einer Stelle, ich zitiere:
„…..dann isst die Raupe gaaanz viel und wenn die dick und rund ist, dann geht die in ein Croissant…..“
Oh, wie schön. Mmmmhhh…und schon knurrte mein Magen. Verflixte Konditionierung! (Does the name „Pawlow“ ring a bell? haha)
Auch gut war der „Balkon“ als Ort, in den sich die Raupe zurück zieht, während sie sich in einen Schmetterling verwandelt.
Die 3-Jährigen kannten das ganze Raupenschmetterprozedere noch nicht. Sie stellten erstaunt fest, dass auf dem Blatt eine Kugel liegt („Genau, ein Ei“) und bemerkten dann, dass aus dem Ei aber keine Raupe kommt, sondern ein Huhn.
Manchmal haben sie eben einfach recht ^^
Und die Raupe auf dem nächsten Bild wurde eindeutig als Krokodil identifiziert und zwar von der gesamten Gruppe (Stichwort: Gruppendynamik – ich kann froh sein, dass sie bei „Krokodil“ nicht angefangen haben, auf dem Boden zu robben und sich gegenseitig zu fressen…)
Ein kleiner Macho beantwortet meine Fragen immer mit einer Lautstärke von gefühlten 120 dB (Vergleichswert: startendes Flugzeug). Macho deshalb, weil er auf meine Frage danach, was Mamas und Omas in der Küche machen, ohne zu Zögern mit „Na putzen!“ reagierte. Hui! Das sag ich deiner Mama…

Ein anderer betrat den Unterrichtsraum, setzte sich neben ein Mädchen, drehte sich zu mir um und sagte stolz hinter vorgehaltener Hand:
„Guck mal, ich sitze neben meiner Braut!“
Geht heiß her in den Kitas, liebe Leute! Zwei Vorschulkinder küssten sich auch permanent (nein, nicht der mit der Braut, war ein anderer) während ich eine Geschichte vorlas. Was macht man? Ich habe sie dann gebeten, sich nicht ständig im Musikunterricht zu küssen, weil man sich sonst ganz schlecht konzentrieren kann…
Das Glockenspiel, auch Xylophon, hatten sie sich als „Telefon“ gemerkt und als wir ein gelbfleischiges, abgebildetes Obst sahen, bei dem die Antwort „Pfirsich“ nicht aber fast stimmte, rief ein Kind: „Orange“. An sich nicht weiter erwähnenswert, hätte ich nicht kurz vorher den Tipp gegeben: „Es fängt mit N an.“ ^^
Fallobst haben sie außerdem umbenannt, in Purzelobst. Denn schließlich purzelt mal hier ein Apfel, mal da. Purzelobst, eben.
In solchen Momenten fehlt mir der „Gefällt-mir-Button“…

Kennt ihr das? Ihr steht unter der Dusche, völlig gedankenversunken, füllt euch Haarshampoo auf die Hand, seift euren gesamten Körper damit ein, spült hinterher die Haare aus und wundert euch, dass das Wasser völlig klar ist….?
Naja, nun ist der feine Haarflaum, der so einen Menschenkörper schmückt, komplett mit dem teuren SYOSS shampooniert. Auch gut.

Hab ich schon erwähnt, dass ich mich nach 10 Tagen Antibiotikum und sage und schreibe 4 (!) rotzfreien Tagen seit gestern wieder mit dem blöden Kieferhöhlenmist rumschlage? Es heißt ja, dass sich Probleme des Alltags in den Organen und den dazugehörogen Krankheiten manifestieren können, z.B. kriegt man Augenprobleme, wenn man etwas nicht mehr sehen kann, Ohrenschmerzen oder gar Tinnitus, wenn man etwas nicht mehr hören kann (es gibt auch Augentinnitus, definiert sich in: „Ich seh nur Pfeifen“). Wenn dem so sei, bitte was steckt dann in meinen Kieferhöhlen?!

Sonntag haben wir ja Opas Bokatz gefeiert. Es war bis auf abends sehr schönes Wetter, die Kinder haben im Garten gespielt und versucht, sich gegenseitig im Puller-Intervall zu unterbieten. Endete dann damit, dass alle 5min einer von beiden auf dem Topf saß und der jeweils andere den Erfolg oder Misserfolg kommentierte.
Unserem rosa Flurpferd geht es übrigens nicht sehr gut. Mir scheint, als wäre so langsam – im wahrsten Sinne des Wortes – die Luft raus. Nonas Spiel: „Mama, Hüü haben!“ Mama gibt Hüü. Nona lässt Hüü los, lacht über das fliegende Pferd und sobald es die Zimmerdecke berührt, beginnt der Zyklus von vorn.

Die Kinder in Fionas Kita haben am 1.Juni, zum Kindertag, ein kleines Spielzeug geschenkt bekommen, das sie sich aus einem Korb aussuchen durften (alle ähnlich, verschiedene Gesichter). Nona hat sich eine (männliche) Figur ausgesucht, die aussieht wie eine Schultüte mit einem Holzstab am spitzen Ende, und durch Reinschieben und Rausziehen des Stabes verschwindet/erscheint die Figur dann am oberen Ende. Sie nennt ihn auch heute noch liebevoll den „Mann“.
Bei dem ersten Elternabend der Raupengruppe lernte ich die anderen, mir bis dahin völlig unbekannten, Raupeneltern kennen. Nicht nur, dass jedes Elter mindestens eine persönliche Frage zu seinem Kind gestellt hat in der großen Runde („Wie macht sich Jimmy denn beim Essen?“ –> interessiert mich brennend, ob Jimmy seinen Fruchtzwerg ganz oder halb isst), sondern eine Mutter hat sich auch noch erdreistet, die nette Geste mit den Geschenken dahingehend zu kommentieren, warum denn ihr Sohn ausgerechnet die hässliche Oma als Figur bekommen habe. Mit einem kleinen, fast nicht sichtbaren Grinsen erklärte die Erzieherin, dass jedes Kind sich das Püppchen selbst ausgesucht habe, was die Mutter trotzdem nicht zufrieden stellte. Die hat bestimmt zu Hause noch ein ernstes Wörtchen mit ihrem 2-Jährigen geredet! Frühkindliche Omipus-Komplexe…
Aber zurück zum Mann und weshalb ich das schreibe: unser Mann hat eine Frau gefunden. Farblich einwandfrei, die küssen sich ständig:
(und nein, es kommt bei den beiden nicht auf die Größe an…)

Ein neues Kennzeichen noch zum Schluss – bei uns steht ja am Wochenende die Berlin-Wahl an. Selten subtilere Grünen-Werbung gesehen. Sch*** auf Wahlplakate!