Hiobs Milz

Ich glaube, irgendjemand will mir irgendetwas sagen.

Das sind Autokennzeichen, die mir innerhalb des letzten Monats begegnet sind. Beim Zusammenstellen zur Collage ergab sich eine Botschaft, deren Bedeutung sich mir jedoch nicht 100%ig erschließt:
Rowdy(s), esst Hiob(s) Milz“ ?!




Ihr kennt doch sicher alle das Kinderlied „Grün, grün, grün sind alle meine Kleider“. Nona wünscht es sich regelmäßig beim Autofahren und bestellt dann interjektionsartig die Farben, die ich singen soll.
Grün – kein Problem, der Jäger Jäger.
(Ich dachte immer, es geht so: „…weil mein Schatz ein Jägermeister ist!“, wurde aber eines besseren belehrt^^)
Blau – kein Problem, der Seemann Seemann.
Rot – kein Problem, der Feuerwehrmann.
Schwarz – kein Problem, der Schornsteinfeger.
Weiß – kein Problem, der Bäcker Bäcker.
Buntkein Problem, der Maler Maler.
Aber direkt nach der „Dün„-Strophe verlangte sie Gelb.
Gelb?! GELB?!
Ich dachte und dachte und dachte.
Und sang und sang und sang. Bis zu der Stelle:
„…weil mein Schatz ein….äääh….Imker Imker ist…?“
Blödsinn. Imker sind weder gelb, noch tragen sie gelbe Uniformen.
Jemand eine Idee?
Selbst bei orange wäre mir was eingefallen, der Müllmann Müllmann. Oder wie schon Mickie Krause zur Fußball-EM 2008 sang: „Oraaange ist nur die Müllabfuhr…“ auf die Melodie von „Go West“. Die BSR – Berliner Stadtreinigung – ist nicht nur orange, sondern hat auch mit Abstand die beste Werbung: „Fegaro“, „We kehr for you“ oder der Mülleimer mit Polizei-Uniform, auf dem steht: „Ihre Papiere, bitte!“.
Eine der besten Anschaffungen bisher ist übrigens das Nono-„Beken“. Ein kleines rosa-Plaste-Waschbecken inklusive Plasteteil mit Spiegelfolie, was man am Badenwannenrand befestigt und worin dreckige Hände alleine wieder sauber gewaschen werden können (was aber nicht so häufig passiert…eher kleckern, manschen, Wasserfestspiele, im Bad die Mecklenburger Seenplatte nachbauen, etc.). Vor dem abendlichen Hände-waschen-Zähne-putzen-Programm bestand sie darauf, dass ich ihr das Bauchtanztuch aus Ägypten um die Hüfte binde. Ich gab nach und stellte fest, dass das gar keine schlechte Idee ist. So hört man immer, wo sie ist und wie viel sie sich bei der aktuellen Tätigkeit bewegt (viel Klimpern = alles ok, Kind rennt. Wenig oder kein Klimpern = schlechtes Zeichen, stille Dummheiten, „she’s on a mission!“). Jedenfalls kann ich mir jetzt vorstellen, nach welchem Vorbild der Bewegungsmelder erfunden wurde.

Eine kleine Grundschulgeschichte noch zum Schluss:
Ich hebe das Melodica-Köfferchen in die Luft und frage, was denn da drin sein könnte. Kreative Antworten der Erstklässler:
Ein Maschinengewehr?“
(„Ja, liebe Kinder, und heute lernt ihr, was ihr tun könnt, wenn der Lehrer euch mal wieder so richtig auf den Geist geht. Lektion 1: laden….“)
„Ein Computer?“
Nein.
„Eine Geige?“
Nope!
„Ein Klavier?“
Fast.
„Ich weiß es: eine Monika!“
Jepp. Bienchen.

 

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Autor: Mama 2.0

stoffverliebte 2fach-Mama, Berlinerin, iphoneaddict, Musikpädagogin. Liebt buntes Klebeband, geistige Herausforderungen und hat sich den Blick für das Schöne bewahrt. Happiness is not a destination, it is a way of life. Glas ist halbvoll und so, wa?

3 Kommentare zu „Hiobs Milz“

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