Entengrütze

„Entengrütze!“
– das war die Antwort der Dienstagskinder auf die Frage, was Enten fressen.
(Außerdem auch Blumen…)
Leckeres Menü:
herzhaft gefüllte Schnecken-Medaillons an grüner Grützsoße mit Ei-Brötchen im Wurstmantel und Blumendekor.
Ich hör schon die Enten mit dem Besteck klappern. Mmmmhhhh, nak nak!
Dazu trinken sie Wasser, klar. Was läge näher.

Nona verpetzt mich übrigens schon regelmäßig! Ich war unterwegs, Nona bei Sasa.
Im Fernsehen kam eine Werbung für das neue Album von Brooke Fraser. Kurz danach bekomme ich einen Anruf:
„Hast du eine CD von einer Brooke Fraser?“
„Äh…ja…warum?“
„Hat mir Nona erzählt.“
„Wie – hat dir Nona erzählt?!“
„Na die Werbung lief und sie hat gesagt: Mama hat!“

So langsam muss man echt aufpassen^^

Und ich muss ihr noch beibringen, dass „Popel schenken“ zwar eine wahnsinnig nett gemeinte Geste ist, diese aber bei anderen, besonders bei Fremden, nicht sonderlich gut ankommt…

Am Sonntag waren wir mit einem Schiff („Boot fahr’n. Nono auch, ja? Hasi auch.“) auf dem Müggelsee unterwegs.
Auf dem Schild eines Restaurants war zu lesen:
„Ein herrliches Fleckchen Erde am großen Müggelsee“
Stört sich noch jemand dran? Germanisten, hallo? Sagt doch auch mal was dazu!

Da ist eine Silbe zu viel!
herr-lich-es.
Das stolpert beim laut lesen. Probiert’s mal. Jetzt!
Anders wäre:
„Ein schönes Fleckchen Erde am großen Müggelsee.“
oder optimiert:
„Das schönste Fleckchen Erde am großen Müggelsee.“
Des sag ich! Beim nächsten Mal.

Dem Ganzen die Krone aufgesetzt hat aber mein iPhone. Man lese und staune.
Als mir beim Autofahren der Satz wieder eingefallen ist, wollte ich ihn festhalten ohne anhalten zu müssen.
Da SMS tippen mit Touch-Tastatur und nur ’nem halben aufmerksamen Auge immer sehr abenteuerlich endet, beschloss ich, die Spracherkennungssoftware zu benutzen. Den roten Punkt drücken, quatschen, stoppen, lesen, speichern, fertig.
Handys sind so kluk. K-L-U-K!
Die letzten beiden Arbeitsschritte konnte ich jedoch nicht ausführen, denn seht selbst, was Handy mir für o.g. Satz vorschlug:
„Ein herrliches Fleckchen Erde an großen mögen sie.“
Nein. Nochmal.
„Ein herrliches Fleckchen Erde am großen nennen sie.“
Nein, man! Nochmal.
„Ein herrliches Fleckchen Erde am großen Merkel sie.“
NEIN!
„Ein herrliches Fleckchen Erde am großen McKenzie.“
NEIN; VERDAMMT! HÖR ZU, DU IDIOT!
„Ein herrliches Fleckchen Erde am großen Mücken sie.“
ÄÖKN ÜOH „*Ü“§4567(/&!%$§“$%&/()=?`
Letzter Versuch. In der Zeit hätte ich’s getippt. Man!
Ich spreche ganz langsam und deutlich wie mit einem Hörgeschädigten, Silbe für Silbe, clicke zufrieden auf „Aufnahme stoppen“ und lese:
„Ein herrliches Fett …..“
Wie’s weiter ging weiß ich nicht mehr, weil das Handy mit 9,81m/s in meiner Tasche verschwunden ist und die nächsten Stunden vorerst nicht mehr gesehen ward….

KLUK!
Gute Nacht!

P.S. Da fällt mir gerade ein – vor einiger Zeit diktierte ich meinem Handy etwas über unser Ensemble, die „conAmici“s.
Als ich las, was Handy geschrieben hatte, musste ich mit dem Auto tatsächlich anhalten, obwohl ich – um das zu vermeiden – die Spracherkennung genutzt hatte. Die Lachtränen in den Augen machten ein Weiterfahren unmöglich.
I proudly present, das Ensemble: „Connor mit Schieß“

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Autor: Mama 2.0

stoffverliebte 2fach-Mama, Berlinerin, iphoneaddict, Musikpädagogin. Liebt buntes Klebeband, geistige Herausforderungen und hat sich den Blick für das Schöne bewahrt. Happiness is not a destination, it is a way of life. Glas ist halbvoll und so, wa?

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