Ovi lacht

„Schon ein bisschen pervers, wenn ein Kinderchor von youtube am einunddreißigsten August „Stille Nacht“ aus den PC-Lautsprechern trötet“, habe ich gerade gedacht. Berufsbedingt muss ich mich jetzt schon damit befassen. Denn zack zack ist der September vorbei, Oktoberferien, November, 1. Advent – huch!
Weihnachten kommt immer so plötzlich!
Von den meisten Weihnachtsliedern kennen wir – seid ehrlich! – gerade mal so mit Biegen und Brechen die 1.Strophe, deswegen lasse ich beim Notenschreiben gleich konsequent alle Wiederholungen weg. Was nützt es, wenn die 1. Strophe drei Mal gesungen wird, beim 2. und 3. Mal aber ganz leise und schüchtern aus dem Mundwinkel gepresst, weil es jedem peinlich ist, dass er den Rest nicht kennt?
Das Lied „Stille Nacht, heilige Nacht“ hat 3 Strophen. Den holden Knaben mit den blonden Locken kriegt man noch auf die Reihe. Aber kennt ihr den Text der 3.Strophe? Gottes Sohn heißt nicht „Jesus“, er heißt „Ovi“ und lachen tut er auch noch.
Glaubst du nicht? Guckst du hier: Stille Nacht

Nona hat heute morgen auf die Bordüre in der Küche gezeigt und gesagt:
„Mama hat so’ns“.
Auf der Bordüre ist eine Kaffeetasse drauf, die ich tatsächlich gerade in der Hand hielt. Dabei ist mir aufgefallen, was so ein kleiner Partypeople (unabsichtlich? in dubio pro reo…) in fast 2 Jahren mit der Küchentapete macht. Fruchtzwerge, Gummibärchen, „Lade“, Bärchenwurst, Cornflakes, vertrocknete Weintrauben, alter Toast…. Ich will’s gar nicht wissen ^^
Hier ein Vorher-Nachher-Foto:

Ach, und zum Thema „Kleckern“:
Als sie mir sagen wollte, dass in den nur noch pfützchenartig gefüllten Becher mehr Saft rein soll, hielt sie ihn mir mit Schwung hin und verschüttete dabei besagten Rest. Ihr Kommentar (am Stück!):

„Nono aupippt. Üerall. Da und da und da (zeigt). Üerall Saft!
Ohweia. Wauwer machen, Mama!“

Mama putzt. Ovi lacht 🙂

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Hiobs Milz

Ich glaube, irgendjemand will mir irgendetwas sagen.

Das sind Autokennzeichen, die mir innerhalb des letzten Monats begegnet sind. Beim Zusammenstellen zur Collage ergab sich eine Botschaft, deren Bedeutung sich mir jedoch nicht 100%ig erschließt:
Rowdy(s), esst Hiob(s) Milz“ ?!




Ihr kennt doch sicher alle das Kinderlied „Grün, grün, grün sind alle meine Kleider“. Nona wünscht es sich regelmäßig beim Autofahren und bestellt dann interjektionsartig die Farben, die ich singen soll.
Grün – kein Problem, der Jäger Jäger.
(Ich dachte immer, es geht so: „…weil mein Schatz ein Jägermeister ist!“, wurde aber eines besseren belehrt^^)
Blau – kein Problem, der Seemann Seemann.
Rot – kein Problem, der Feuerwehrmann.
Schwarz – kein Problem, der Schornsteinfeger.
Weiß – kein Problem, der Bäcker Bäcker.
Buntkein Problem, der Maler Maler.
Aber direkt nach der „Dün„-Strophe verlangte sie Gelb.
Gelb?! GELB?!
Ich dachte und dachte und dachte.
Und sang und sang und sang. Bis zu der Stelle:
„…weil mein Schatz ein….äääh….Imker Imker ist…?“
Blödsinn. Imker sind weder gelb, noch tragen sie gelbe Uniformen.
Jemand eine Idee?
Selbst bei orange wäre mir was eingefallen, der Müllmann Müllmann. Oder wie schon Mickie Krause zur Fußball-EM 2008 sang: „Oraaange ist nur die Müllabfuhr…“ auf die Melodie von „Go West“. Die BSR – Berliner Stadtreinigung – ist nicht nur orange, sondern hat auch mit Abstand die beste Werbung: „Fegaro“, „We kehr for you“ oder der Mülleimer mit Polizei-Uniform, auf dem steht: „Ihre Papiere, bitte!“.
Eine der besten Anschaffungen bisher ist übrigens das Nono-„Beken“. Ein kleines rosa-Plaste-Waschbecken inklusive Plasteteil mit Spiegelfolie, was man am Badenwannenrand befestigt und worin dreckige Hände alleine wieder sauber gewaschen werden können (was aber nicht so häufig passiert…eher kleckern, manschen, Wasserfestspiele, im Bad die Mecklenburger Seenplatte nachbauen, etc.). Vor dem abendlichen Hände-waschen-Zähne-putzen-Programm bestand sie darauf, dass ich ihr das Bauchtanztuch aus Ägypten um die Hüfte binde. Ich gab nach und stellte fest, dass das gar keine schlechte Idee ist. So hört man immer, wo sie ist und wie viel sie sich bei der aktuellen Tätigkeit bewegt (viel Klimpern = alles ok, Kind rennt. Wenig oder kein Klimpern = schlechtes Zeichen, stille Dummheiten, „she’s on a mission!“). Jedenfalls kann ich mir jetzt vorstellen, nach welchem Vorbild der Bewegungsmelder erfunden wurde.

Eine kleine Grundschulgeschichte noch zum Schluss:
Ich hebe das Melodica-Köfferchen in die Luft und frage, was denn da drin sein könnte. Kreative Antworten der Erstklässler:
Ein Maschinengewehr?“
(„Ja, liebe Kinder, und heute lernt ihr, was ihr tun könnt, wenn der Lehrer euch mal wieder so richtig auf den Geist geht. Lektion 1: laden….“)
„Ein Computer?“
Nein.
„Eine Geige?“
Nope!
„Ein Klavier?“
Fast.
„Ich weiß es: eine Monika!“
Jepp. Bienchen.

 

La di da di dam

Die Woche geht ja gut los. Stark verrotzt und verhustet (siehe Post: „Hutzenwaff“) war ich ja schon, jetzt kamen noch unerträgliche Stirnkopfschmerzen dazu und das ungute Gefühl, dass das doch kein normaler „Arbeitsunfall“ ist (als Musiklehrer auf der Virenbörse Kita rechnet man mit regelmäßigem Schnupfen…).
HNO: „Frau M., ab ins Bett mit Ihnen. Wieder eine Kieferhöhlenentzündung!! Jetzt essen Sie schön Ihre Tabletten auf und dann sehen wir weiter mit der grünen Pampe…“
(O-Ton!)
Nona hat ein neues Lieblingswort: „PUPS!“
Sie stellt „Pups!“ aber nicht nur fest, wenn tatsächlich ein Wind weht, sondern auch, wenn die Tür knarrt oder der Magen grummelt.
Ein pups-verwandtes Wort ist „Pops“. Pops heißt aus dem Nonischen übersetzt „Zopf“, denn in der Kita hat sie am Freitag zum ersten Mal einen Zopf gemacht bekommen. Habe selbst gestaunt, dass die Härchen dafür schon lang genug sind!
Seitdem höre ich jeden Morgen: „Mama, Pops machen! Nono s(ch)ick!“
Apropos jeden Morgen – geweckt wurde ich gestern, am Sonntag morgen, gegen 9 Uhr mit einem gut gelaunten: „Maaamaaaa, aufheben, Kaka drin!“ So macht Aufstehen Spaß. Das Wort „aufheben“ benutzt sie übrigens konsequent statt „aufstehen“, wer weiß warum. Meistens ist „aufheben“ auch morgens eher zutreffend. Ein Kran, der einen vom Bett mit Umweg übers Badezimmer direkt auf den Küchenstuhl hebt und dabei noch schafft, mit einem seiner Kranfinger auf den An-Knopf der Kaffeemaschine zu drücken, das wär’s!

Gestern wollte sie ihre Schuhe anziehen (ganz ladylike stehen in ihrem Zimmer bestimmt 6 Paar rum….so viele hab ich nicht! Aber in Gr. 24 finden sich auch noch leichter Schuhe als in 42, shit happens!) und hat dazu gesagt:
„ssicke Ssuhe an“.
Als ich sie fragte, welches denn die schicken Schuhe seien, grinste sie über’s ganze Gesicht und holte ihre Wasserschuhe.
Dazu eine kurze Erklärung. Im Urlaub auf Korfu gab es 2 Sorten Nona-Schuhe: die Wasserschuhe, wie eine Art Gummistiefel ohne Stiefel, mit denen man am steinigen Strand gut laufen kann und die Sandaletten.
Als wir mit dem Bus nach Corfu-Town fahren wollten, meinte Fräulein M., sie müsste die Wasserschuhe anziehen. Frau M. fand das jedoch gar nicht gut und bot ihr stattdessen die Sandaletten an. Beide Damen diskutierten eine Weile über die Wahl des geeigneteren Schuhwerks, bis die größere die kleinere mit dem Totschlag-Argument überzeugte:

das eine sind die Wasserschuhe und das andere….die BUS-Schuhe.

Sie nickte und zog ohne weiteres Motzen die Bus-Schuhe an.

Nona weiß übrigens genau, wer für welches ihrer Bekleidungsstücke arbeiten gegangen ist. So kommentiert sie neue Schuhe mit: „Sasa fauft!“ (3.Person!!) und das neue Kleid mit: „Mama fauft!“. Weißte bescheid, Schätzelein.

Als wir Sonntag Abend nach Hause fahren wollten, rief sie plötzlich ganz aufgeregt:
„Wwww fahr’n! Auto! Nono auch, Mama auch, Papa auch. De Wwww!“
(Anm. d. Red.: „Wwww“ = Motorengeräusch von Flugzeug/-hafen)
Als ich sie fragte, wohin sie denn mit dem Flugzeug fliegen möchte, kam die klare Ansage: „In Himmel“.
…und ich habe mal gelernt, es gäbe keinen blöden Fragen, nur blöde Antworten. In dem Fall war’s aber tatsächlich die Frage…

Bis jetzt gab’s im ganzen Post noch keinen Bezug zum Titel, der folgt aber jetzt zum Schluss.
Kennt jemand die Folge von Ernie & Bert, in der beide krampfhaft überlegen, wie dieses eine Lied heißt?
„La di da di dam, la di da di dam…“
Fiona liebt es, singt mit und lacht dann laut los, wenn Ernie oder Bert wieder damit anfangen.
Ich kannte die Folge gar nicht (bin generell erstaunlich unbewandert in Ernie-und-Bert-Kreisen gewesen) und bin nur zufällig drauf gestoßen, weil mein kleiner Vertreter der „Generation i“ (iPod, iPhone, iPad) mir befohlen hat, ich solle auf youtube:
„Dani und Berg suchen!“ Was habe ich gelacht ^^
……. La di da di dam ……

Richtig geschreibt

„…und wer’s schon kann, darf seinen Namen auf das Blatt schreiben.“
„Ich kann das nicht! Schreibst du für mich?“
„Klar. Anne heißt du, oder?“
„Ja.“
(ich schreibe: A N N E)
Sie: „Oh, hast du richtig geschreibt!“

Ich habe in der letzten Woche ein ausgeklügeltes System zur Namensspeicherung ausgearbeitet. Bei 19 Stunden Früherziehung in der Woche (!) – d.h. ca. +-190 Namen – ist das auch bitter notwendig. Wenn ein Kind Jayden-Tyler heißt, aber mehr nach Leopold-Gustav aussieht, kann ich mir das merken. Andersrum auch.
Wenn eine kleine Vietnamesin Monika heißt, kann ich mir das auch merken.
Und die vielen anderen Namen schreibe ich gruppenrein auf einen Zettel und darüber eine kleine Skizze mit einem wesentlichen Merkmal des Kindes und einem + (lieb) oder – (NICHT lieb). Ich habe Freitag erst angefangen, das Konzept in die Tat umzusetzen, mal sehen, wie viel mehr hängen geblieben ist bis nächste Woche. Bin ja ein eher visueller Typ…
Das Dumme war nur, dass ich den Zettel versehentlich offen liegen gelassen hatte und eine Erzieherin im Vorbeigehen einen Bloc….(haha, ich lass den Tippfehler mal stehen)…Blick drauf geworfen hat. Jetzt weiß sie, warum ich nicht Kunst- sondern Musiklehrerin geworden bin…

Nona hat ein Buch, in dem Gegenstände des Alltags abgebildet sind, u.a. auch Musikinstrumente. Bisher war das die „LALA“-Seite.
Dort gab es Nonos Lala (Glockenspiel), Mamas Lala (Akkordeon) und Papas Lala (Gitarre). Mittlerweile hat sich bei der Sprache so einiges getan und als wir nach langer Zeit wieder mal das Buch aufschlugen, zeigte sie auf die Gitarre und rief: „PAPAS KARRE!“

Papa kann bald wie in der Werbung Fotos aus der Tasche ziehen à la „mein Haus, mein Auto, …“.
Immerhin haben wir schon „Papas Zeug“ und „Papas Karre“. Zum Putzzeug sagt sie übrigens auch „Papas Eimer“ und „Papas Sauger“.

Freitag durfte Nona mal mitkommen zu meinem Baby- und Kleinkindmusikkurs an der Musikschule. „Nona auch Schule“, genau.
Auf dem Rückweg wollte sie gerne mit Saro, Sasa und Mama zusammen fahren. Da wir aber mit 2 Autos dort waren, war das schlecht umzusetzen.

1. Versuch: Saro und Mama in einem Auto, Nona und Sasa im anderen Auto
…nach 2m STOP….ein hochrotes Gesicht mit dicken Elefantentränen: „Saro Auto fahr’n!“

2. Versuch: Nona, Saro, Mama in einem Auto, Sasa im anderen Auto.
…nach 2m kein Stop (weil Sasa in weiser Voraussicht losgeheizt war und nichts als Staubwolken hinterlassen hatte), aber wieder ein weinerliches Kind auf dem Rücksitz. „Sasa Auto!“
Ich sagte: „Ich fahre ganz schnell, vielleicht können wir Sasa überholen.“
Nona: „Oh ja, Sasa holen!“
Irgendwie haben wir da wohl ein bisschen aneinander vorbei geredet…

Vor ein paar Tagen haben wir eine lustige Szene im Eiscafé miterlebt.
Oma kommt an mit Enkel auf Laufrad (ca.4 J.) und dessen Papa (oder Opa? Schwer zu sagen…). Schon draußen erklärte sie ihm lautstark, dass er sein Fahrrad abstellen, den Helm absetzen, hineingehen und sich 2 Kugeln Eis aussuchen soll.
Oma, Vater und Enkel verließen etwa 2 min später den Laden (ohne Eis!) und im selben Moment hörte man die Eisverkäuferin leicht angesäuert raus rufen: „Junge Frau, was soll ich jetzt mit dem Eis machen?!“
Und die „junge Frau“ rief zurück: „Na für 3 € könn‘ Se dit selba essn!“

Das war das Wort zum Sonntag! Guten Appetit.

Hutzenwaff

Weil wir beide immer noch ein bisschen erkältet sind, gibt es morgens und abends Hustensaft. Nona hat den größten Spaß daran, wenn sie mir befehlen kann, auch einen Löffel voll zu nehmen. Obwohl der Saft gar nicht so schlecht schmeckt, muss ich mich streng an die „Choreografie“ halten, sonst gibt’s Ärger vom kleinen Chef:

1. Packung holen
2. Hustensaftspritze füllen
3. Nono sagen, sie soll den Mund aufmachen
4. Nono bitten, die Spritze mit festzuhalten und hinten rauf zu drücken
5. „Mama auch!“
6. Löffel füllen, schlucken, Gesicht verziehen und angewidert Kopf schütteln
7. Kind sich ausschütten lassen vor Lachen

Am Besten war aber, wie sie abends kam und rief: „Mamaaa, Hutzen-Waff nehm‘!!“

Meine Donnerstagskitakinder sind z.T. sehr kleine, 2-3 Jahre alt.
Als ich für das Zuglied die Schaffner-Kelle hochhielt und fragte, ob sie wissen, was das ist, sagte ein Kind: „Ein Lolli?“
Das gibt ein Bienchen im Fach „um die Ecke denken“.
Auch nett war:
„Wer wohnt denn beim Bauern im Teich?“
Kind: „Ich.“

Mittlerweile kann ich übrigens bald meine eigene „beliebte-Namen-aus-den-Jahren-2006-bis-2009-Liste“ aufstellen.
Witzig ist dann immer, wenn der ausgefallenste, zumeist amerikanische, Vorname beim besten Willen – auch nicht mit viel Fantasie – zum ur-deutschen Nachnamen passt…Liebe Eltern, ein LEBEN lang. Das ist wie Heiraten!

Gestern war wieder Probe meines Schüler-Orchesters „VIVAccordia“, die zweite nach den langen Sommerferien. Und sie haben mich echt geflasht mit Fluch der Karibik, der Depp (Johnny!) würde Augen/Ohren machen!
Gänsehaut!! <– Oha, da muss ich wieder an die Enten denken……………..nak nak.
Eene meene Entengrütze, Sommer komm, nimm mit die Pfütze(n), HEX HEX

Ach, apropos….Bibi und Tina ritten übrigens vorletzte Nacht um 2 Uhr nochmal durchs Kinderzimmer.Und stellt euch vor – bei mir hat’s den umgekehrten Effekt:
ich konnte nicht mehr s-c-h-l-a-f-e-n!

Nachsitzen!

Oh, das ist echt peinlich.
*räusper*
Enten fressen tatsächlich Entengrütze, sagen Wikipedia und meine Mama.
http://de.wikipedia.org/wiki/Kleine_Wasserlinse
Mal ehrlich, Hand hoch, wer hat’s gewusst?

Warum nur dachte ich, Entengrütze bezeichnet die analen Hinterlassenschaften der Enten?!
Wenn dem tatsächlich so gewesen wäre, weswegen habe ich mich dann nie gefragt, warum Entengrütze grün ist? Alien-Sch……lamm. ^^
Glücklicherweise habe ich die Entengrütze-Antwort der Kinder „überhört“ und bin auf Körner und Würmer eingegangen. So habe ich mich wenigstens nicht vor den 4-jährigen zum Lappen gemacht, sondern nur vor der ganzen Welt. Hallo 🙂
Ich sollte wohl besser im Grundschul-Bio-Unterricht nachsitzen gehen. Oder vielleicht tut’s auch Sachkunde….
Aber: je älter, desto weiser. Wieder was gelernt.
Dazu fällt mir ein – es gibt eine Krankheit namens Anatidaephobie, der Angst, von einer Ente beobachtet zu werden.
WUUUUHAAAAAAA………….

Wusstet ihr, dass sprechenlernende Kleinkinder die Angewohnheit haben, von längeren Wörtern nur die letzte Silbe zu sagen und einem das als das ganze Wort zu verkaufen? Oder hinten und vorne am Wort einfach Buchstaben weglassen und dann aber pampig werden, wenn man nicht gleich versteht, was sie doch so klar und deutlich sagen.
So entstanden bei uns schon Kreationen wie:

„Nona Toffel (und) Lette essen.“ <— na? was sollte auf dem Teller landen? Kommentare bitte.
„Nona Fehks essen.“
„Dani hat. Mea.“
„Beeken, mutzi“

Die Klassiker unter den non’schen Neologismen „Hip-Hop“ (Ketchup) und „Paula, ficken!“ sind ja nun schon weitestgehend bekannt dank FB.
„Ficken“ sind natürlich die FLECKEN der Pudding-Kuh Paula.
Ungünstig war daran nur die Situation, in der sie mich heftig gestikulierend und mit großen Augen auf „Paula ficken“ aufmerksam gemacht hat – an der Kasse im Supermarkt!
„Ja, mein Schatz, du hast recht, die Paula hat Flecken, genau…“
(entschuldigend zur Kassiererin)

„Lade essen“ kann übrigens sowohl MarmeLADE als auch SchokoLADE sein. Das ist dann die Aufgabe einer erfahrenen Mama, je nach Quengelgrad schnellstmöglich die gewünschte Lade (am Besten intravenös!) zu verabreichen. Tempo ist alles!

„Him-Ham“ war auch gut. Sie wollte Saft („Waff!“) aus einem Becher trinken aber irgendetwas war noch falsch. Mit jeder Sekunde des Unverständnisses meinerseits nahm die Lautstärke zu, in der sie mir ihr „HIM-HAM!“ befahl.
Sie zeigte auf den Schrank. Ich öffnete die Tür, konnte nichts erkennen, was nach „Him-Ham“ aussah und wendete mich wieder fragend an die total genervte Fiona.
Ich bin mir nicht sicher, ob es Einbildung war, oder ob mein Kind tatsächlich mit den Augen gerollt hat, als sie mir erklärte:
„Becha, Hut!!!“
………..und dann verstand ich.
Unsere Becher haben einen zusätzlichen Deckel mit integriertem Strohhalm. Him-Ham, na klar!
Mensch, Mama!

Entengrütze

„Entengrütze!“
– das war die Antwort der Dienstagskinder auf die Frage, was Enten fressen.
(Außerdem auch Blumen…)
Leckeres Menü:
herzhaft gefüllte Schnecken-Medaillons an grüner Grützsoße mit Ei-Brötchen im Wurstmantel und Blumendekor.
Ich hör schon die Enten mit dem Besteck klappern. Mmmmhhhh, nak nak!
Dazu trinken sie Wasser, klar. Was läge näher.

Nona verpetzt mich übrigens schon regelmäßig! Ich war unterwegs, Nona bei Sasa.
Im Fernsehen kam eine Werbung für das neue Album von Brooke Fraser. Kurz danach bekomme ich einen Anruf:
„Hast du eine CD von einer Brooke Fraser?“
„Äh…ja…warum?“
„Hat mir Nona erzählt.“
„Wie – hat dir Nona erzählt?!“
„Na die Werbung lief und sie hat gesagt: Mama hat!“

So langsam muss man echt aufpassen^^

Und ich muss ihr noch beibringen, dass „Popel schenken“ zwar eine wahnsinnig nett gemeinte Geste ist, diese aber bei anderen, besonders bei Fremden, nicht sonderlich gut ankommt…

Am Sonntag waren wir mit einem Schiff („Boot fahr’n. Nono auch, ja? Hasi auch.“) auf dem Müggelsee unterwegs.
Auf dem Schild eines Restaurants war zu lesen:
„Ein herrliches Fleckchen Erde am großen Müggelsee“
Stört sich noch jemand dran? Germanisten, hallo? Sagt doch auch mal was dazu!

Da ist eine Silbe zu viel!
herr-lich-es.
Das stolpert beim laut lesen. Probiert’s mal. Jetzt!
Anders wäre:
„Ein schönes Fleckchen Erde am großen Müggelsee.“
oder optimiert:
„Das schönste Fleckchen Erde am großen Müggelsee.“
Des sag ich! Beim nächsten Mal.

Dem Ganzen die Krone aufgesetzt hat aber mein iPhone. Man lese und staune.
Als mir beim Autofahren der Satz wieder eingefallen ist, wollte ich ihn festhalten ohne anhalten zu müssen.
Da SMS tippen mit Touch-Tastatur und nur ’nem halben aufmerksamen Auge immer sehr abenteuerlich endet, beschloss ich, die Spracherkennungssoftware zu benutzen. Den roten Punkt drücken, quatschen, stoppen, lesen, speichern, fertig.
Handys sind so kluk. K-L-U-K!
Die letzten beiden Arbeitsschritte konnte ich jedoch nicht ausführen, denn seht selbst, was Handy mir für o.g. Satz vorschlug:
„Ein herrliches Fleckchen Erde an großen mögen sie.“
Nein. Nochmal.
„Ein herrliches Fleckchen Erde am großen nennen sie.“
Nein, man! Nochmal.
„Ein herrliches Fleckchen Erde am großen Merkel sie.“
NEIN!
„Ein herrliches Fleckchen Erde am großen McKenzie.“
NEIN; VERDAMMT! HÖR ZU, DU IDIOT!
„Ein herrliches Fleckchen Erde am großen Mücken sie.“
ÄÖKN ÜOH „*Ü“§4567(/&!%$§“$%&/()=?`
Letzter Versuch. In der Zeit hätte ich’s getippt. Man!
Ich spreche ganz langsam und deutlich wie mit einem Hörgeschädigten, Silbe für Silbe, clicke zufrieden auf „Aufnahme stoppen“ und lese:
„Ein herrliches Fett …..“
Wie’s weiter ging weiß ich nicht mehr, weil das Handy mit 9,81m/s in meiner Tasche verschwunden ist und die nächsten Stunden vorerst nicht mehr gesehen ward….

KLUK!
Gute Nacht!

P.S. Da fällt mir gerade ein – vor einiger Zeit diktierte ich meinem Handy etwas über unser Ensemble, die „conAmici“s.
Als ich las, was Handy geschrieben hatte, musste ich mit dem Auto tatsächlich anhalten, obwohl ich – um das zu vermeiden – die Spracherkennung genutzt hatte. Die Lachtränen in den Augen machten ein Weiterfahren unmöglich.
I proudly present, das Ensemble: „Connor mit Schieß“