Lieblingstweets September Teil 1

Die erste Monatshälfte ist um. Zeit also, euch wieder an den besten Ausschnitten meiner Lieblingstwittertimeline teilhaben zu lassen! Heute mit den besten Tweets aus den Kategorien Lustig, Schön, Nachdenklich, Albern und zum Schreien komisch! Ach, und ziemlich viel Schlüpfriges dabei heute. Aber das mögt ihr ja, ich kenn euch doch😉

Viel Spaß!

Verdammte Scheiße, schlaf ein

Kinder und Schlafen – ein heikles Thema. Ich betrachte diesen Beitrag als eine Art Selbsttherapie, andernfalls sollte ich nach inzwischen 21 (in Worten: EINUNDZWANZIG!) Monaten Schlafentzug mit Ausnahme einer Handvoll Nächte bald reif sein für die Klapse. Oder die Insel. Oder für irgendeinen Ort, an dem man mal ein paar Stunden am Stück die Augen zumachen kann.

Los geht es schon in der Schwangerschaft: plüschige Kataloge zeigen das friedlich schlummernde Baby in seinem schadstofffreien Beistellbettchen aus unbehandeltem Naturholz. Über ihm dreht sich zaghaft das gehäkelte Babymobile in zarten Pastellfarben, zum halben Preis des Bettes. Nicht zu vergessen die rein pflanzliche, vegane Bio-Babymatratze aus ökologischen Kokosfasern.

Während das Bio-Bett im Halbdunkel des Schlafzimmers still auf die Ankunft seines Bewohners wartet, bekommt die End-Schwangere dank Sodbrennen, intrauteriner Pöbeleien, Wadenkrämpfen, Harndrang und allgemeiner Kugeligkeit schon eine erste Vorstellung davon, wie zukünftige Wach-Nächte mit Baby aussehen könnten. Nach der Geburt, der ersten Euphorie, dem Hormonoverkill und der ist-sie-nicht-süß-guck-mal-wie-sie-guckt-Phase schließt sich nahtlos eine todesartige Müdigkeit an, wie man sie noch nie erlebt hat; nicht nach durchgefeierten Nächten und nicht nach einem 3-tägigen Lern- und Prüfungsmarathon als Student in grauer Vorzeit. Vor der Geburt hatte man sich das alles ganz romantisch vorgestellt, denn „Babys schlafen fast den ganzen Tag“. Hat man mal irgendwo gelesen. Ständig am Ratzen, während man selber Zeit hat, sich die Nägel zu machen, Haare zu färben, die Wohnung zu saugen und ein gutes Buch zu lesen. Ha. Ha ha ha ha!

Leider sind Babys aufgrund ihrer unzureichenden Sprachkenntnisse noch nicht in der Lage, die Ratgeber selber zu studieren. Denn sie machen in der Regel weder das, was Mamas möchten, noch das, was Papas möchten und schon gar nicht das, was Ratgeberbücher ihnen empfehlen! Das Bettchen hat nachts nicht den gewünschten Effekt: das Baby wird wach, brüllt und zeigt sich gänzlich unbeeindruckt von der vergoldeten Öko-Schlafstätte. Eine andere Lösung muss her.

Wiege. Ebaykleinanzeigen, Selbstabholung: zack zack, Wiege im Wohnzimmer. Mit Feststellfunktion zum Schlafen. Eine überflüssige, wie sich rausstellt. Kind schläft nämlich nicht.

Nonomo. Was klingt, wie eine afrikanische Begrüßungsfloskel, ist angeblich das Non(omo)-Plus-Ultra im ersten Babyjahr. Horrend teuer, aber laut Kundenmeinungen gerechtfertigt, weil effektiv. Nach 3 schlaflosen Monaten kauft man sich im Affekt ein gebrauchtes Exemplar dieser Federwiege und setzt alle Hoffnungen auf die Zauberwiege, die kurz darauf als neuer Einrichtungsgegenstand im Türrahmen baumelt. Reingelegt, zugeknöpft, geschaukelt, Kind schläft. Selig über diesen Zustand und fast schon bereit, dem Hersteller das doppelte des Kaufpreises als Dankeschön zu senden, macht man stolz drölfzig Gigabyte Fotos von der endlich schlafenden Brut. Bis das Kind aufwacht. Und danach nie wieder in der Federwiege schläft. Rechts antäuschen, links vorbeiziehen.

Manduca. Eine Tragehilfe, mit der man sich das Kind umschnallt wie einen Rucksack. Nicht selten primärer Aufenthaltsort des Babys in den ersten 9 Monaten. Darin schlafen sie. Hat allerdings den Nachteil, dass man sich nicht setzen kann, geschweige denn hinlegen. Mit falschem Sitzwinkel kippt der Traumsand im Hirn aus und das Baby ist wach. I’m walking…

Elternbett. Zugegeben nicht besonders romantisch, wenn man im ersten Moment nicht weiß, ob eine zärtliche Annäherung des Mannes oder ein das Shirt hochgrabbelndes Baby für die nächtliche Störung verantwortlich ist. Egal – hauptsache Schlaf für alle! Für alle?! Das Elternbett bringt nicht selten das Ergebnis, dass das Baby quer ausgeklappt im Bett liegt, Mama auf 20cm Bettkante die Luft anhält und Papa sich am anderen Rand vor nächtlichen Tret-Attacken in Sicherheit bringt. Rückenschmerzen from hell am nächsten Morgen. Next.

Kinderzimmer. Keine Kosten und Mühen scheuend, besorgt man dem noch kleinen Kind in der Hoffnung auf besseren Schlaf ein großes Bett, 90 auf 2m, und installiert es im Kinderzimmer. Als neuer Spielplatz und Höhle gern benutzt, auch als komfortable Ruhezone für die Bewohner des Kuscheltierschrankes, aber zum selber dort Schlafen absolut inakzeptabel. Keine Chance.

Kinderarzt. Stillen Sie ab.

Osteopath. Das Kind ist sehr hellhörig und aufmerksam für sein Alter. Das könnte eine Blockade im dritten Halswirbel sein. Ich werde sie lösen und homöopathische Kügelchen für“nervöse Störungen“ mitgeben. In dieser Zeit unterschreiben Sie doch bitte die Rechnung und lassen mir eine Niere da.

Elternbett, die Zweite. Während Papa kapituliert hat und schon vor Monaten ins Wohnzimmer umgezogen ist, glaubt man, endlich des Rätsels Lösung gefunden zu haben: Baby eine Betthälfte, Mama eine Betthälfte. In einer Nacht schläft das Kind auf „seiner“ Hälfte wie ein Murmeltier und ist nur mit Mühe um 9 zum Aufstehen zu bewegen. In der darauf folgenden Nacht wird es 10x wach, steht schließlich um 3 Uhr früh auf und fährt dem schlafenden Elternteil mit einem Spielzeugtraktor über’s Gesicht. Alles wie immer.

Zusammenfassend lässt sich Folgendes festhalten:

Nur weil ein Kind müde ist, heißt das nicht, dass es auch schläft.

Das kindliche Zeitfenster zwischen noch-nicht-müde und über-den-toten-Punkt-hinweg beträgt nach meiner Erfahrung 10 Nanosekunden irgendwann in der Zeit zwischen 19 und 22 Uhr.

Ein außerplanmäßiger kurzer Powernap um 18 Uhr ist in Etwa gleichzusetzen mit der Zombieapokalypse.

Kinder schlafen, wenn sie das möchten, und nicht, wenn Eltern müde sind.

Wenn dir nachts um 3 ein Traktor über’s Gesicht fährt: Augen zu lassen!

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Habt ihr noch Ergänzungen für mich? Ab wann haben eure Kinder geschlafen?

#12von12 im September

Gestern war wieder der 12. und wie immer wurde ich beim morgendlichen Checken meiner Insta-Timeline hinterrücks von diesem Datum überfallen.
Ein spätsommerlicher Montag mit viel Musik, einem bisschen DIY und Grund zum Feiern:

#6von12 Großes Kind von der Schule abholen #12von12

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#8von12 Plündern der Reste in der Schulbrotbüchse der großen Schwester #12von12

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#9von12 Musikunterricht mit meinen Süßen 😍🎶 #latergram #accordion #Lessons #musicteacher

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Und was habt ihr gestern Schönes gemacht bei dem tollen Wetter?
Mehr #12von12 gibt es bei Draußen nur Kännchen zu sehen.

Lieblingstweets August Teil 2

Das ging mir jetzt ein bisschen zu schnell mit dem August. Ich bin noch nicht bereit für Spekulatius im Supermarkt… Ein bisschen darf noch Sommer sein!

Letzte sommerliche Lieblingstweets also, viel Spaß beim Lesen!

Reisetagebuch Chalkidiki

Wie ihr wisst, waren wir Anfang August in Griechenland, genauer gesagt auf der wunderschönen Halbinsel Chalkidiki, das ist die mit den „3 Fingern“, rechts von Athen & Co. (mein Erdkundelehrer möge mir verzeihen!). Wir sind nach Thessaloniki geflogen und von dort aus noch etwa 45min mit dem Bus gefahren bis nach Néa Potidea, das liegt genau an der schmalsten Stelle, wo der „erste Finger“ beginnt. Unser Hotel war das „Portes Beach“, Portes und die Gegend Portea übrigens vom Wort Tür/Tor abgeleitet, also das Tor zur „Kassandra“, so heißt er nämlich, der erste Finger. (Ganz in der Nähe, in Psakoudia, war zur gleichen Zeit zufällig der Familienbetrieb unterwegs. Wer deren Urlaubstagebuch verpasst hat, sollte das dringend nachholen😉 )

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Schon als wir durch die große Hotelhalle nach draußen in den Garten getreten sind, war klar: wir haben wieder ein kleines Paradies gefunden. So unscheinbar das Hotel von außen aussieht, so traumhaft ist es hinter den Türen! Den Hotelslogan „where green meets blue“ hätte man nicht besser wählen können. Palmen, Blumen, Bäume, Torbögen, Bänke, WLAN-Repeater, kleine Häuser und kein 10-etagiger Klotz in der Landschaft. Perfekt! Wir sind sehr früh geflogen und waren so schon mittags dort. Nach Beziehen der Zimmer konnten wir also direkt in Richtung Pool/Strand gehen, wo in der Taverna schon das Mittagsbuffet wartete. Auf dem Weg dorthin lief ich nur mit Handy vor der Nase und musste ständig abdrücken, es war einfach alles so schön!

Und dann der erste Blick auf’s Meer, der ist für mich immer etwas ganz besonderes. Hier ist er, vor Freude über das Gesehene sogar mit schiefem Horizont, das ist sonst nicht meine Art, haha:

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Das Meer war badewannenwarm, aber der Einstieg steinig. Nicht zuletzt deshalb bestand eine der ersten Urlaubsaktionen darin, den kleinen Hotelshop zu plündern, in dem wir in diesen 10 Tagen zu Stammgästen geworden sind (Tag 1: Badeschuhe, aufblasbare Schwimmtiere. Tag 2: Flasche Wein. Tag 3: Klebetattoos. Tag 4: Klebetattoos, Alleskleber für sich auflösende Schuhsohle. Tag 5: Buch, Briefmarken. Tag 6: Kinder-Sonnencreme mit Goldstaub (?) für sagenhafte 20€, Tag 7: Gewürzmischung, Schokolade, Duschbad, …..) Während das große Kind nach dem Frühstück seine Runden im Pool gedreht und die Taucherbrille zum wichtigsten Urlaubsutensil erkoren hat, saßen wir unter den großen Pinien im Schatten, mit Wellenrauschen in den Ohren, Meerwind um die Nase, Kaffee in der Hand und Blick auf Pool und Strand.

 

Für Tag 3 hatten wir einen Schiffsausflug gebucht und wurden in aller Frühe nach einem 15-minütigem Speedfrühstück von einem kleinen Bus abgeholt und nach Pefkochori gebracht (wer oben gucken möchte: erster Finger ziemlich weit unten). Frühstück gab es übrigens nur von 7.30 Uhr bis 9.30 Uhr, das fand ich relativ knapp bemessen. Aber was schrieb @krispels neulich dazu auf Twitter?

 

Auf der großen Agios Nikolaos ging es hinüber zum 2. Finger namens Sithonia zu einem der schönsten Strände, die ich je gesehen habe: Toroni. Schon der Name klingt ja nach Erholung. Türkisblaues Wasser, heller Sand, strahlender Sonnenschein und anderthalb Stunden Zeit bis zum Mittagessen auf dem Schiff. Und los!

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Nach dem Essen fuhr die Agios Nikolaos ein Stück an der Küste entlang bis nach Néas Marmaras ( Mitte 2. Finger) für einen kurzen Stadtbummelstopp. Ich schaffte es, in dieser einen Stunde sagenhafte 2 Oberteile, Postkarten und ein paar Schuhe zu shoppen, haha. Aber meine Lieblingsschuhmarke ipanemas in Verbindung mit einem 20%-off-Schild: daran kann ich nicht vorbeigehen! Nach einem kurzen Frappé (Eiskaffee) am Hafen ging es dann schon wieder auf’s Schiff, das mit uns zur „Schildkröteninsel“ fuhr, einer unbewohnten, felsigen Insel mitten im Meer, die von Weitem wie eine Schildkröte aussieht. Es ertönte eine Durchsage, dass das Schiff zum Badestopp halten würde und man von einem Brett direkt ins (tiefe) Wasser springen könne. Und nun ratet, wer ganz vorne in der Schlange stand und sich aus 4m Höhe furchtlos mit Schwimmring vom Piratenschiff gestürzt hat? Richtig, mein großes Kind – und ich notgedrungen hinterher mit zugehaltener Nase. Wenn man sie heute fragt, das schönste Erlebnis dieser Reise!

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An zwei weiteren Tagen fuhren wir mit dem Hotelbus vormittags direkt nach Néa Moudania und Néa Potidea. Erstere ist die größere Stadt von beiden. Bis auf ein paar kleinere Läden, einen Springbrunnen und Cafés gab es allerdings nichts. Touristisch noch so gar nicht erschlossen. Also verbrachten wir nach kleinem Souvenirbummel und ipanemas für die Mädels die Zeit bis zur Abholung bei einem Eiskaffee am Hafen.

In die kleinere der beiden Städte ging es am nächsten Morgen, eigentlich eher aus der Not heraus, weil wir keine Windeln mehr hatten und der Hotelshop nur NewBorns führte. Wenn in Néa Moudania nichts los war, dann war in Néa Potidea gar nichts los. Ein klitzekleiner urgriechischer Ort, der um halb 10 noch schlief. Einzige Attraktion war die große, dom-artige Kirche, die allerdings gerade geputzt wurde. Well… Das untouristischste Dorf, das man sich vorstellen kann. Shops fanden wir beim besten Willen keine und so gingen wir in Richtung Wasser. Immerhin für Fotos war es toll und für die kleine Bar, in der wir als einzige Gäste direkt über dem Wasser sitzen konnten, hat sich der Ausflug doch noch gelohnt! In Anbetracht des einzigen Kiosks mit sonnengebleichten Postkarten aus einem anderen Jahrhundert entschied sich Fiona dafür, Souvenirs nicht zu kaufen, sondern zu sammeln: Blumen. 3,5 Stunden später und um etliche Blüten reicher, mussten wir zurück im Hotel ein Buch zweckentfremden, um die ganzen schönen „Souvenirs“ zu trocknen. Den Supermarkt für unsere Windeln haben wir dann übrigens doch noch gefunden. Und die wagenradgroßen griechischen Melonen hatte er auch.

 

Nach dem Abendessen warteten die Kinder schon vor der Bühne auf das abendliche Pflichtprogramm: die Mini-Disco! In meinem Beruf mache ich musikalisch oft Ähnliches wie die Animateure, deswegen ist es für mich immer doppelt spannend. Oliver aus London hat mit so viel Körpereinsatz vorgetanzt, dass es eine wahre Freude war, ihm und den Kindern dabei zuzusehen. Kinder merken, ob jemand das macht, weil er es muss, oder ob er wirklich Spaß dabei hat. Felicia war mit ihren anderthalb Jahren mit Abstand die Jüngste, hat aber so wild getanzt, dass sie regelmäßig dabei das Gleichgewicht verloren hat, so süß!

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Der Sonnenuntergang war direkt über dem Wasser und zeitlich so getimed, dass er vorbei war, wenn die Mini-Disco angefangen hat. Perfekt! Ach, Griechenland, ich vermisse dich… Schön war’s, Chalkidiki!

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Und wo wart ihr diesen Sommer?

5 Tipps für Urlaub mit Kleinkind

Sie schlafen schlecht, sie sprechen nur rudimentär, sie rauben einem den letzten Nerv, sie wollen am Liebsten alles ALLEINE machen und wir lieben sie trotzdem abgöttisch: Toddler. Das Wort „Kleinkind“ trifft es nicht so richtig, das klingt so harmlos. Das englische „Toddler“ beschreibt zumindest lautmalerisch den Zustand zwischen anderthalb und 3 für mich irgendwie treffender. Urlaub mit Baby ist vergleichsweise easy: trinkt Mama/Flasche, kackt und schläft und ist glücklich da, wo Mama und Papa sind. Ob das in den heimischen 4 Wänden oder in der Karibik ist, ist zweitrangig. Urlaub mit Kind ab 3 ist auch relativ entspannt: es spricht, es schläft, es buddelt, es badet und es darf in den Mini-Club, haha. Die Zeit dazwischen allerdings ist eine Herausforderung für urlaubende Familien, wenn sie sich neben Toddler-Bespaßung vorgenommen hatten, ein Buch zu lesen oder auch nur einen Kaffee zu trinken, oder, wenn sie mehrere Stunden in einem engen Flugzeug verbringen müssen und das Kleinkind bis 2 Jahre noch keinen Anspruch auf einen eigenen Sitzplatz hat, argh…

 

Deswegen kommen hier unsere 5 praxiserprobten und flugzeugtauglichen Tipps für einen entspannten Urlaub mit (oder trotz?) Kleinkind:

 

  1. Essen/Fingerfood

Ich weiß nicht, wie es bei euch ist, aber für meine Kinder ist die Snackbox immer der wichtigste Bestandteil eines Ausflugs und dabei ist es egal, ob es in den Tierpark um die Ecke geht oder auf einen anderen Kontinent. Kaum sind wir 5min unterwegs (manchmal noch vor dem Anschnallen!), heißt es: „darf ich jetzt die Brotbüchse aufmachen?“ Inzwischen ist schwesterliches Teilen nicht mehr so cool, weswegen jeder eine eigene Box bekommt. Sehr gute Erfahrungen habe ich mit den Bento-Boxen gemacht. Sind nicht ganz billig, aber die vielen kleinen Fächer machen aus dem Snacken ein großes Vergnügen. Wenn sie nicht mit uns in den Urlaub fahren, beherbergen diese Büchsen übrigens Fionas Frühstück in der Schulzeit.

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2. Motorikspielzeug [DIY]

Kleine Finger mögen kaum etwas lieber als Dinge irgendwo reinzustecken und sie wieder rauszufummeln. Kennt ihr oder? In einem Video bei Mamiblock habe ich diese Idee gesehen und sie kurzerhand ausprobiert. Ein voller Erfolg! Einen Tag vor Abflug saßen dann beide (!) Kinder auf dem Fußboden in meinem Arbeitszimmer und haben ausdauernd kleine Pfeifenreinigerstücke in die Mini-Löcher der leeren Oregano-Dose gesteckt. Auch im Hotelrestaurant, wenn die Kinder schon fertig waren, als die Erwachsenen gerade erst mit vollem Teller vom Buffet zurückkamen, verloren die Do-it-yourself-Steckspielzeuge nicht ihren Reiz. Einzige „Gefahr“: die volle Flasche mit den Pompoms (ohne Deckel, versteht sich) weckte immer einen unglaublichen Schüttelreflex bei unserem Toddler und so kam es, dass die Pompoms fliegenderweise schon Bekanntschaft mit vollen Bechern und sogar dem Schoß eines Busfahrers gemacht haben, erste Reihe sei Dank, hahaha.

3. Malbox [DIY]

Wer schon ein Mal mit Kindern im Flugzeug gemalt hat, wird wissen, dass es Schöneres gibt, als die dort runtergefallenen Stifte aufzusammeln. Man stößt sich den Kopf am Tischchen, der Rucksack steht im Weg, die Armlehne muss hoch und der Bauch wird so gequetscht, dass das überteuerte Sandwich aus dem Boardbistro beinahe den Rückweg antritt. Mit der Malbox für unterwegs kann zwar auch mal ein Stift runterfallen, die Gefahr ist aber weitaus geringer. Es ist so simpel: man benötigt nur eine ausrangierte Brotbüchse, Heißkleber, Stifte und einen kleinen Notizblock. Der Block wird mit dem Heißkleber auf die eine Seite der Büchse geklebt und die Stifte in der etwas zurechtgeschnittenen Hülle auf die andere Seite. Zumachen, fertig. Diese Idee stammt ebenfalls von Mamiblock und wurde von beiden Kindern getestet und sowohl für Flugzeug als auch Auto für gut befunden!

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4. Stickerhefte

Auf der Suche nach Kleinkram für Punkt 5 fand ich einen Grabbelstand mit Pixi-Heften, darunter auch sog. Sticker-Pixis: Gold wert! Auf ein Minimum reduzierter Text, bunte Seiten zum Bekleben und in der Mitte eine Doppelseite mit wiederablösbaren Stickern, 99 Cent eins. Das kleine Kind benutzte seine Malkiste nicht nur zum Malen, sondern auch zum Einkleben der Sticker in den Block. Die wurden dann wieder abgemacht und zurück ins Heft, auf die Haut (steht total auf Klebetattoos!) oder auf Mamas Sonnenbrille geklebt. Immer und immer wieder, bis sie so sandig waren, dass sie nicht mehr hielten. Eine tolle Alleine-Beschäftigung! Inzwischen habe ich den Pixi-Stand aufgekauft und in meinem Reservefach für Ausflüge warten nun neben „Am Strand“ und „Im Zoo“ auch noch „Fahrzeuge“, „Fluss und See“, „Zu Hause“ und „Auf dem Bahnhof“ auf ihren Einsatz😉

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5. Überraschungssäckchen

Einen Tag vor dem Urlaub, bzw. nur knapp 12 Stunden vor dem Aufbruch, überkam mich plötzlich die Lust, noch schnell ein Überraschungssäckchen für die Reise zu nähen und mit ein paar Kleinigkeiten zu füllen, weil ich weiß, wie sehr speziell das große Kind Überraschungen liebt. Blickdicht stand er dann zwischen den anderen Handgepäckssachen auf meinem Schreibtisch und Fiona schlich den halben Abend drum rum, fühlte und knisterte und konnte den nächsten Tag nun erst recht kaum erwarten. Im Flugzeug sitzend wurde sofort geplündert und die Freude über fluffige Knete, ein kleines Lego-Set, Überraschungsei und Sticker war riesengroß. Und an einem Strandtag hatte sie die Idee, mit der Knete Tiere zu formen und sie in ihrem normalen Lebensraum zu fotografieren. Das hat Spaß gemacht!

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Und was kennt ihr noch für Tipps für einen entspannten Urlaub mit Kindern?

Schreibt sie mir gern in die Kommentare, ich bin gespannt! Der nächste Urlaub kommt bestimmt🙂

Lieblingstweets August Teil 1

Während wir im Urlaub waren, habe ich keine Mühen gescheut*, um euch auch Mitte August wieder Lieblingstweets präsentieren zu können! Hier sind sie!

*im schmalen Gang zwischen Klo und Restaurant das letzte Fünkchen griechisches Internet aus dem hoteleigenen, eher launischen WLAN gezogen

#12von12 im August: Holidayedition

Es war ein paar Tage ruhig auf dem Blog, das hatte den schönsten Grund, den es dafür geben kann: URLAUB! Wer uns auf Instagram folgt, wurde in den vergangenen 10 Tagen mit Strand-, Sonnenuntergangs- und Meerbildern im wahrsten Sinne des Wortes „überschwemmt“ und konnte ein bisschen am wunderschönen Griechenlandflair teilhaben. Der Monatszwölfte fiel genau mit unserem Abreisetag zusammen, an dem wir erst am Abend aus dem Hotel abgeholt wurden und kurz vor Mitternacht in Berlin landeten. Hier kommt also – bedingt durch Kofferauspack-Wäsche-Chaos- mit etwas Verspätung unsere Urlaubsversion der #12von12.

Mehr gibt es wie immer bei Draußen nur Kännchen! Viel Spaß!

Koffer-Chaos #2von12 #12von12 #holidayedition #kofferpacken #fürmehrrealitätaufinstagram #greece

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Aqua-Zumba 💪💃#4von12 #12von12 #holidayedition #greece #zumba #pool #fun

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Lieblingstweets Juli Teil 2

Pünktlich zum Beginn des neuen Monats steht der 2. Teil der Juli-Lieblinge in den Startlöchern! Diesmal mit demonstrierenden Freilandhühnern, Kleinkindabteil-Poker, wilden Pokemons und dem Geheimnis einer guten Mutter. Viel Spaß!

Was hast du nur mein Schatz? #2

Rückblick:

Vor etwa 1 Monat habe ich auf dem Blog über die Ärzte-Odyssee mit meiner großen Tochter (6) geschrieben, die seit einigen Monaten unkontrolliert zittert. Von der (Ex-)Kinderärztin nicht ernst genommen und als hysterische Mutter hingestellt, musste ich Einiges auf mich nehmen, um überhaupt weitere Diagnostik zu bekommen. Die telefonische Ferndiagnose „Ach, ist ein Tic. Bleiben Sie mal ruhig und warten Sie ab“ wollte ich ohne weitere Untersuchungen nicht einfach so hinnehmen. Und als ich dann über Umwege tatsächlich eine Überweisung und einen zeitnahen Termin zur MRT („Röhre“) bekommen hatte, wurden wir am  Tag de Untersuchung kurz vorher telefonisch darüber informiert, dass eine Spule am Gerät kaputt sei und der Termin um etwas mehr als 2 Wochen verschoben werden müsse.

Das war der Punkt, an dem ich nervlich nicht mehr konnte. Die Mama, die immer stark ist, die zur Löwin wird, wenn es um ihre Kinder geht und die der Fels in der Brandung ist, war fix und fertig, besorgt, ängstlich und hilflos!

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Wer den ursprünglichen Artikel noch mal nachlesen möchte: hier ist er.

Ich hatte ihn geschrieben, um es mir wortwörtlich von der Seele zu tippen, ohne den Gedanken an eine tatsächliche Veröffentlichung. Wollte ich denn, dass die ganze Welt mitlesen kann, wie es meiner Tochter und mir geht? Wollte ich diese intimen Gedanken und Gefühle öffentlich teilen? Und vor allem – wollte ich auf die eventuellen Nachfragen reagieren müssen, wenn irgendwann eine Diagnose gestellt werden sollte?

Ohne weiter zu überlegen, clickte ich auf „veröffentlichen“ und wurde in den darauffolgenden Stunden und Tagen regelrecht überrollt mit der unglaublichen Resonanz! Der Beitrag wurde in den sozialen Netzwerken unzählige Male geteilt und kommentiert, es erreichten mich so viele liebe und aufmunternde Kommentare und Nachrichten, Emails und Hilfsangebote. An dieser Stelle noch mal ein ganz herzliches DANKESCHÖN dafür! Zu wissen, dass ihr hinter uns steht, dass ihr an meiner Stelle genauso gehandelt hättet und dass ihr verfolgen möchtet, wie es weiter geht, macht meine Tochter zwar nicht gesund, baut mich aber ungemein auf und gibt mir die Kraft, dran zu bleiben und weiter zu kämpfen!

So, und nun stellt euch vor, was daraufhin auf Twitter geschah:

 

Als ich sagte, dass das sehr lieb sei, wir aber in 2 Wochen schon einen neuen Termin hätten, meinte @mama_natur, die ich bis dahin übrigens nicht kannte, es könne sein, dass wir bei ihrer Freundin schon in wenigen Tagen zum MRT kommen dürfen. Da ich weiß, wie schwierig man an so einen Termin kommt, ließ ich sie nachfragen, rechnete aber nicht mit einer kurzfristigen Zusage. Und dann geschah das Unglaubliche:

 

4 Tage später saß ich mit Fiona malend im Wartezimmer der Röntgenpraxis, die sich auch noch ganz in der Nähe unseres Zuhauses befand. Wir wurden zu 18.45 Uhr in die Praxis bestellt, die um 19 Uhr schließt. Sie seien alle 20 Minuten durchterminiert, sagte @mama_naturs Freundin am Telefon. Wenn alle Patienten kämen, könne es sein, dass wir erst 19 Uhr dran seien. So war es dann auch. Fiona durfte ein Hörspiel mitbringen, ich konnte die ganze Zeit dabei sein, stand am Ende der Röhre und durfte ihre Beine streicheln, über einen kleinen Spiegel an ihrem „Helm“ hielten wir die ganze Zeit Blickkontakt und sogar Hasi konnte bei dem Abenteuer MRT in ihrem Arm bleiben! Die lauten Geräusche und das stille Liegen waren überhaupt kein Problem, von Sedierung war keine Rede! Für Fiona war das Ganze ziemlich aufregend (im positiven Sinne!) und sie erzählt noch heute mit großen Augen gerne von dem „Raumfahrerhelm“ und den riesigen Kopfhörern.

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Wann immer ich diese Geschichte, die wie aus einem modernen Märchen wirkt, in den vergangenen Wochen erzählte, stieß ich auf Gänsehaut und ungläubige Gesichter bei den Zuhörern:

eine menschenleere Röntgenpraxis, in der Wildfremde nach der regulären Sprechstunde extra für UNS länger geblieben sind, um dieses MRT zu machen (und sogar kurz mündlich auszuwerten!). Es gibt sie also noch, diese Menschen mit großem Herzen, die die Welt (und das Netz!) zu einem besseren Ort machen. Ich kannte weder @mama_natur noch deren Freundin und bin eigentlich immer noch sprachlos über so viel Hilfe und Unterstützung! Tausend Dank euch beiden!

„Ich bin selber Mutter. Ich kann verstehen, wie du dich fühlst. Und wenn es nur dazu dient, dass du wieder eine Nacht ruhig schlafen kannst.“

Ich konnte tatsächlich schlafen. Und wie! Das MRT war völlig unauffällig und normgerecht. Es gibt also keine Anhaltspunkte für eine organische Ursache (z.B. Tumor), die das Zittern auslöst. Sehr wahrscheinlich handelt es sich tatsächlich „nur“ um einen Tic. Weiter geht es für uns nun im September beim Kinderneurologen. Wenn es sich dann als Tic herausstellen sollte, kann ich das akzeptieren. Jetzt, nachdem alles andere in verschiedenen diagnostischen Verfahren ausgeschlossen wurde.

So und nicht anders, liebe Frau Doktor.